Künstliche Intelligenz
Montag: Ubisoft-Gründer tödlich verunglückt, Steam Controller erst wieder 2027
Nach dem Absturz einer Propellermaschine in Frankreich trauert das große Spiele-Unternehmen Ubisoft um einen seiner Gründer. Der Eigentümer des Flugzeugs war Claude Guillemot, der Ubisoft 1986 gemeinsam mit seinen Brüdern gegründet hat. Die Behörden ermitteln. Derweil haben die Bestellungen des neuen Steam Controllers Valve offenbar überwältigt. Schon wenige Stunden nach der Verfügbarkeit war das Steam-Gamepad ausverkauft. Kunden können sich zwar weiterhin ein Exemplar reservieren, aber dürfen mit einer Lieferung erst im nächsten Jahr rechnen. Deutlich länger ist die Zeit seit dem Erscheinen von Quake, das heute sein 30. Jubiläum feiert. Mit diesem Spiel kam im Jahr 1996 der Durchbruch für 3D-Ego-Shooter. Nicht nur die Technik, auch das Gameplay von Quake setzte Maßstäbe. Selbst nach 30 Jahren haben wir noch einige interessante neue Fakten gefunden – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.
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Beim Absturz eines Propellerflugzeugs in der westfranzösischen Gemeinde La Baule sind zwei Menschen ums Leben gekommen, darunter der Mitgründer der weltweit bekannten Videospielfirma Ubisoft. Das Kleinflugzeug sei auf einem Feld abgestürzt, als es sich im Anflug auf den Flugplatz in La Baule befand, teilte die zuständige Staatsanwältin mit. Die genauen Umstände und Ursachen des Unfalls stehen bislang nicht fest, aber es wurden Ermittlungen wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung eingeleitet. Ubisoft schrieb, dass es mit großer Trauer vom Tod von Claude Guillemot erfahren habe, „der bei einem Unfall ums Leben gekommen ist.“ Das französische Unternehmen ist unter anderem für Spieleserien wie „Assasin’s Creed“ und „Far Cry“ bekannt: Ubisoft-Mitgründer stirbt bei Flugzeugabsturz in Frankreich.
Valve hat das eigene Bestellsystem für Steam-Hardware erneut überarbeitet. Dieses zeigt jetzt eines von drei Zeitfenstern an, in denen Kunden, die einen Steam Controller reserviert haben oder bestellen wollen, mit ihrem Gerät rechnen dürfen. Abhängig vom Zeitpunkt der Reservierung heißt es dort entweder „bis September 2026“ oder „bis Dezember 2026“. Dabei wird deutlich, dass die Firma die Nachfrage deutlich unterschätzt hat. Der Steam Controller kann zwar auch weiterhin reserviert werden, aber neue Besteller müssen geduldig sein, denn für diese gilt das dritte Zeitfenster: 2027. Damit will Valve Transparenz zeigen. Gleichzeitig verspricht die Firma, die Produktion des Steam Controllers weder zu drosseln noch einzustellen: Valves Steam Controller wird bei neuen Bestellungen wohl erst 2027 ausgeliefert.
Mit dem Steam Controller lassen sich auch Klassiker wie „Quake“ spielen, das in diesen Tagen 30 Jahre alt wird. In dieser Zeit wurde viel geschrieben über das Actionspiel, das die ersten bezahlbaren PC-Grafikkarten mit 3D-Beschleunigung so richtig ausreizen konnte und das Gewaltorgien mit Monstern in einer Horror-Atmosphäre zu einem grob überzeichneten Spaß machte. Und – natürlich – in Deutschland auf dem Index landete. Wir haben zum Jubiläum des Spiels ein paar weniger bekannte Fakten zu Quake ausgegraben. Selbst für Gaming-Veteranen, die das Spiel als „Quake Deathmatch TEST“ schon im Februar 1996 als frühe Fassung mit drei Deathmach-Levels ausprobiert haben, dürfte es neben Erinnerungen auch einige interessante neue Zusatzinformationen geben: 30 Fakten zu 30 Jahren Quake.

Screenshot Quake/René Meyer
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Die rund sechs Millionen installierten Solarstromanlagen in Deutschland haben in den vergangenen Jahren großen volkswirtschaftlichen Nutzen gebracht. Nach Berechnungen des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar) wurden zwischen 2020 und 2025 fossile Energieimporte im Wert von rund 20 Milliarden Euro ersetzt und zugleich Klimaschadenskosten von bis zu 250 Milliarden Euro vermieden. Laut Zahlen des Umweltbundesamtes wurden in diesem Zeitraum knapp 390 Milliarden Kilowattstunden Solarstrom erzeugt. Laut BSW-Solar verdrängte diese Strommenge im deutschen Stromsystem vor allem Erdgas- und Steinkohlekraftwerke und verringerte damit sowohl den Bedarf an fossilen Brennstoffimporten als auch die damit verbundenen Treibhausgasemissionen: Hunderte Milliarden Euro an Klimaschäden durch deutschen Solarstrom gespart.
Norwegen gilt seit Jahrzehnten als Vorreiter der digitalen Bildung. Schon in den 1990er-Jahren hielten Computer Einzug in die Klassenzimmer, ab 2010 ersetzten Tablets wie das iPad zunehmend klassische Schulbücher und das Schreiben mit der Hand. Doch nun vollzieht das skandinavische Land eine Kehrtwende. Die norwegische Regierung reagiert auf sinkende Testergebnisse bei Schülern und erlässt ein weitreichendes Verbot für den Einsatz generativer Künstlicher Intelligenz (KI) im Unterricht. Denn der unbedarfte Einsatz von KI berge das Risiko, dass Kinder essenzielle Schritte in ihrer Bildungsbiografie einfach übersprängen. Das Wichtigste in der Schule sei nach wie vor, dass der Nachwuchs verlässlich Lesen, Schreiben und Rechnen lernt. Deshalb greifen Schulkinder zurück zu Buch und Stift: Norwegen verbannt KI aus Grundschulen.
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Auch noch wichtig:
(fds)
Künstliche Intelligenz
Von NASA-Sonde Lucy besucht: Asteroid Donaldjohanson taumelt um die Sonne
Der erdnussförmige Asteroid Donaldjohanson dreht sich nicht einfach nur um eine Achse, sondern taumelt auf seiner Bahn um die Sonne um eine weitere. Das haben Auswertungen jener Daten ergeben, die die NASA-Sonde Lucy bei ihrem Vorbeiflug im Frühjahr 2025 gesammelt hat. Wie die US-Weltraumagentur jetzt ausführt, dauert eine Umdrehung des Himmelskörpers um sich selbst 10,5 Erdentage, die gleichmäßige Schwankung erfolgt im Rhythmus von 26,5 Erdentagen. Das unerwartete Bewegungsmuster geht demnach wohl auf die unsymmetrische Gestalt des Asteroiden in Verbindung mit dem sogenannten YORP-Effekt zurück: eine Veränderung der Rotation unter dem Einfluss der Sonnenstrahlung. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt war an der Forschung beteiligt.
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Darstellung der Bewegungsachsen
(Quelle: DLR)
Laut den Forschungseinrichtungen wurden auf dem Asteroiden zudem eisenreiche Tonmineralien nachgewiesen, die auf das Vorhandensein von flüssigem Wasser vor langer Zeit hinweisen würden. Das könnte bedeuten, dass Donaldjohanson aus Fragmenten eines größeren, kohlenstoff- und wasserreichen Asteroiden besteht, die vor 155 Millionen Jahren im Asteroidenhauptgürtel weiter zerbrochen sind. Damit wäre er unerwartet jung. Der Kontakt mit dem Wasser müsse aber kurz gewesen sein, weil die Stoffe sonst ersetzt worden wären. Insgesamt erinnere die Zusammensetzung an jene der Asteroiden Bennu und Ryugu, die denselben Ursprung haben – aber später nicht mehr zerbrochen sind.
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Bei der Annäherung an Donaldjohanson aufgenommene Bilder von Lucy
(Quelle: NASA/Goddard/SwRI/Johns Hopkins APL)
Lucy ist am 20. April 2025 an Donaldjohanson vorbeigeflogen. Schon unmittelbar danach hatte Forschungsleiter Hal Levison vom Southwest Research Institute die Form des Himmelskörpers als „seltsam“ und „auffallend kompliziert“ beschrieben. Der Asteroid ist demnach etwa 8 km lang und bis zu 3,5 km breit. Der Vorbeiflug war die Generalprobe für die eigentliche Mission der Sonde. Sie soll ab dem Sommer 2027 gleich mehrere Asteroiden besuchen und erforschen, die dem Jupiter auf der gleichen Umlaufbahn um die Sonne vorauseilen oder nachfolgen – die Jupiter-Trojaner. Die primitiven Himmelskörper gelten als Fossilien der Planetenentstehung. Benannt wurde die Sonde nach einem mehr als drei Millionen Jahre alten Fossil des Menschen-Vorfahren Australopithecus afarensis.
(mho)
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China setzt weitere US-Firmen auf Exportkontrollliste
China hat zehn weitere US-Unternehmen auf seine Exportkontrollliste gesetzt und ergreift damit im Handels- und Technologiestreit mit Washington erneut Gegenmaßnahmen. Exporteure dürfen den Firmen nach Angaben aus Peking keine Güter mehr liefern, die sowohl eine zivile als auch eine militärische Verwendung finden können.
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Vizeministerpräsident Ding Xuexiang kritisierte in einer Rede in Peking, einige Länder setzten die nationale Sicherheit als Vorwand für Handelsbeschränkungen ein. Das könne zu geopolitischen Konflikten und Kriegen führen, Protektionismus nehme zu und es steige das Risiko einer Fragmentierung der Industrie- und Lieferketten. Durch Dialog müsse verhindert werden, dass wirtschafts- und handelspolitische Fragen als Druckmittel eingesetzt würden, forderte er.
Auf Chinas Exportkontrollliste stehen nun unter anderem die Firmen Aveox, Red Cat Holdings, Teal Drones, Oshkosh Defense, L3Harris Maritime Services sowie MP Materials und USA Rare Earth. Mehrere der Unternehmen arbeiten im Rüstungs-, Drohnen- oder Sicherheitsbereich. Andere sollen US-amerikanische Lieferketten für seltene Erden und Magnete aufbauen – einen Bereich, den bislang chinesische Firmen dominieren.
Parallel verbot Chinas Finanzministerium staatlichen Stellen, Produkte zu kaufen, die von 46 US-Unternehmen hergestellt werden. Betroffen sind unter anderem große Rüstungskonzerne und Rüstungssparten großer Unternehmen, darunter Lockheed Martin, Raytheon und Boeing.
Reaktion auf US-Beschränkungen
Ein Sprecher des Handelsministeriums in Peking stellte die neuen Maßnahmen in Zusammenhang mit einer US-Entscheidung. Das Pentagon hatte am 8. Juni eine aktualisierte Liste von 188 chinesischen Unternehmen und verbundenen Einheiten veröffentlicht, die es als sogenannte chinesische Militärunternehmen einstuft. Darunter sind prominente Namen wie Alibaba, einer der größten chinesischen Internet- und Onlinehandelskonzerne, und BYD, Chinas führender Hersteller von Elektroautos.
(mho)
Künstliche Intelligenz
Polymarket: Angeblich seit Monaten irreführende Werbung von Influencern
Das Wettportal Polymarket soll Influencer dafür bezahlt haben, gefälschte Videos vom Abschließen und Gewinnen von Internetwetten aufzunehmen und zu verbreiten, um damit zu werben. Das berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf Analysen zahlreicher solcher Kurzfilme und interner Dokumente. Die Videos hätten sich an Menschen in den USA gerichtet, wo Polymarket seit 2022 nicht zugelassen ist und nur per VPN benutzt werden kann. Gefunden hat die US-Zeitung Videos, die seit Juni 2025 verbreitet wurden. Die Werbenden seien angewiesen worden, die Bezahlung nicht öffentlich zu machen, bekommen hätten sie zwischen 2000 und 3000 US-Dollar im Monat. Polymarket hat demnach eine umfassende Untersuchung zugesagt.
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Wetten auf falscher Plattform gefilmt
Das Wall Street Journal hat demnach mehr als 1100 Videos von 10 Personen analysiert, die mit Polymarket zusammenarbeiten. 70 Prozent der Clips würden angeblich den Abschluss einer Wette auf Polymarket zeigen. In jedem einzelnen davon gebe es aber Hinweise darauf, dass die Wetten nicht echt sind. So stimmt teilweise die URL nicht, statt „polymarket“ stehe in der Adresszeile beispielsweise „poiymarket“, was bei Großbuchstaben nicht zu unterscheiden sei. In manchen Clips gebe es sogar Hinweise darauf, dass es sich um Testumgebungen für Entwickler von Polymarket handelt. Eingeweihte hätten erzählt, dass aufgenommene Clips an Polymarket geschickt wurden. In manchen Fällen seien die abgelehnt worden und hätten neu aufgenommen werden müssen.
Zu den Diskrepanzen bei den Aufnahmen vom Abschluss einer solchen Wette kommt dem Bericht zufolge hinzu, dass sie in den meisten Fällen auch gar nicht gewonnen worden wären. So zeigt ein Beispiel vorgeblich eine erfolgreiche Wette darauf, dass US-Präsident Donald Trump im Januar öffentlich das Wort „McDonald’s“ sagt. Als er das tut, jubelt der Creator. Dabei sei der Clip da schon zwei Monate alt gewesen, die Wette wäre also verloren gegangen. Insgesamt seien auf 118 der analysierten Videos angebliche Gewinne in einer Gesamthöhe von 900.000 US-Dollar zu sehen gewesen, mit den Wetten hätte man aber insgesamt 166.000 US-Dollar verloren. Die US-Verbraucherschutzbehörde FTC habe die Recherche nicht kommentieren wollen.
Polymarket gehört zu mehreren Internetplattformen, auf denen Nutzer und Nutzerinnen auf das Eintreten der unterschiedlichsten Ereignisse wetten können. Die Plattformen stehen schon länger unter Beobachtung, unter anderem wegen des Verdachts, dass hier mit Insiderwissen Geld gemacht wird. In Israel sollen Personen mit militärischen Hintergrundinformationen auf Ereignisse gewettet haben, in dem Land wurde im Frühjahr ein Journalist bedroht. Er sollte einen Bericht ändern, der eine millionenschwere Wette aufgelöst hat. In Frankreich gab es im April Hinweise darauf, dass jemand im Zusammenhang mit Onlinewetten Temperaturmessungen der Wetterbehörde manipuliert hat.
(mho)
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