Künstliche Intelligenz
Nach dem Cloudflare-Ausfall: Digital völlig unsouverän
Mal ein kleines Gedankenspiel: Wie viel vom Internet, wie wir es kennen, bliebe übrig, wenn Microsoft Azure, Amazon Web Services (AWS) und Cloudflare gleichzeitig Schluckauf hätten? Nach den vergangenen Wochen muss man nur des Addierens mächtig sein und eine gewisse Schnittmenge abziehen, um eine Antwort darauf zu bekommen.
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Malte Kirchner ist seit 2022 Redakteur bei heise online. Neben der Technik selbst beschäftigt ihn die Frage, wie diese die Gesellschaft verändert. Sein besonderes Augenmerk gilt Neuigkeiten aus dem Hause Apple. Daneben befasst er sich mit Entwicklung und Podcasten.
Zwar waren es nur zeitlich begrenzte Ausfälle, die die drei großen Cloud- und Netzwerkdienste plagten. Aber sie genügten, um zweierlei sichtbar zu machen: Erstens, in welchem Umfang das Netz inzwischen von einigen wenigen großen Playern abhängig ist. Und zweitens, dass all das Geschwätz, dass es bei diesen großen Playern keinen Single Point of Failure gibt, dem Reich der Fabeln und Mythen entspringt.
Dezentralität? War da was?
Die Ausfälle haben gezeigt, dass E-Commerce, Banking- und Finanz-Apps, Nachrichtenportale, Unternehmenstools, kritische Infrastrukturdienste und teilweise auch Social-Media-Plattformen von den großen Drei abhängig sind. Gewiss: Kosten, Flexibilität, Schutz vor DDoS-Angriffen, Bots und anderen Bedrohungen sind starke Argumente, warum jeder einzelne sich für diese Abhängigkeit entschieden hat. Aber der Preis, den die Netzgemeinschaft dafür zahlen muss, ist, dass ein gewichtiger Teil der Dezentralität des Netzes dafür geopfert wurde.
Das Versprechen der Plattformen, durch globale Verteilung auf verschiedene Rechenzentren geschützt zu sein, ist nun mehr als einmal Lügen gestraft worden. Einmal ist keinmal – das kann man vielleicht im Falle des Ausfalls eines einzelnen kleinen Servers sagen, aber nicht, wenn geraume Teile des öffentlichen Netzes unerreichbar sind. Von möglichen politischen Machtspielchen, weil all diese Technik von den USA aus gesteuert wird, wollen wir gar nicht erst reden. Welche Ironie, dass sich der jüngste Ausfall just in dem Moment zutrug, in dem in der EU über digitale Souveränität gesprochen wird.
Kill-Switch für die AGI
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Die Titanic war entgegen aller Beteuerungen eben doch nicht unsinkbar. Die großen Cloud-Dienstleister haben sehr wohl Single Points of Failure. Und der Countdown zum Internet-GAU läuft, wenn nicht nur in Sonntagsreden darüber fabuliert wird, dass aus Warnschüssen wie dem aktuellen endlich mal Konsequenzen gezogen werden müssen.
Aber es scheint, als rede man gegen die Wand: Nach einer Serie von Kommentaren, warum wir es blöd finden, sich auf die Cloud zu verlassen, sind wir inzwischen an den Punkt gelangt, wo wir es blöd finden, jede Woche einen Kommentar darüber schreiben zu müssen.
Immerhin kennen wir jetzt einen probaten Weg, der KI das Netz abzudrehen, wenn eines Tages doch mal die Allgemeine Künstliche Intelligenz kommt und der Menschheit an den Kragen will. Allerdings: Sie würde, wenn sie wirklich schlau wäre, als Erstes rasch veranlassen, dass sie diesen Abhängigkeiten entkommt und sich dezentral aufstellen.
(mki)
Künstliche Intelligenz
Obsidian-Rollenspiel: „Avowed“ kommt auf die Playstation
„Avowed“ kommt auf die Playstation: Am 17. Februar bringen Microsoft und Entwickler Obsidian das Rollenspiel auf die Playstation 5, wie sie in einem Video ankündigten. „Avowed“ war bislang eine der letzten Xbox-Eigenproduktionen der jüngeren Vergangenheit, die noch nicht auf der Sony-Konsole verfügbar sind.
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Zusammen mit dem Playstation-5-Port bekommt „Avowed“ zum Stichtag einige neue Features, die auch in die PC- und Xbox-Version integriert werden. Dazu zählen ein „New Game+“-Spielmodus sowie mehrere neue spielbare Rassen, darunter Zwerge. Auch ein Fotomodus wird eingeführt.
Playstation-Port ein Jahr nach Release
„Avowed“ erschien vor knapp einem Jahr zu ordentlichen Kritiken. Es ist das erste Spiel in Obisidians „Pillars of Eternity“-Universum, das nicht aus der klassischen Top-Down-Perspektive gespielt wird. Gelungen sind unter anderem das Kampfsystem und mit Abstrichen das Open-World-Design, die Präsentation der Story und die Dialoge wurden dagegen häufig kritisiert. 76 Prozent der Steam-Spieler empfehlen den Titel.
Anfang 2024 begann Microsoft damit, viele seiner Eigenproduktionen auf der Playstation zu veröffentlichen – zuvor war das jahrelang ein Tabu. Das ist Teil eines Strategiewechsels: Microsoft sieht seine Xbox-Sparte weniger als Treiber für Konsolenverkäufe und will stattdessen mehr Spiele verkaufen.
Zuerst kamen „Sea of Thieves“, „Hi-Fi Rush“, „Pentiment“ und „Grounded“ auf die Playstation, später folgte unter anderem das Open-World-Rennspiel „Forza Horizon 5“. Das Remaster von „Gears of War“ wurde direkt zum Release auf der Sony-Konsole veröffentlicht. Jüngst folgte der „Microsoft Flight Simulator 2024“. Nach dem Release von „Avowed“ auf der Playstation fehlt vor allem noch ein großes Spiel aus den vergangenen Jahren auf der Sony-Konsole: Das Bethesda-Rollenspiel „Starfield“ wurde noch nicht portiert.
(dahe)
Künstliche Intelligenz
Mein Scrum ist kaputt #143: Das große Icebreaker-Schrottwichteln
Der Einstieg in eine Retrospektive oder auch in einen Workshop gelingt einfacher, wenn man die Aufmerksamkeit aller Teilnehmenden mit einem geeigneten Icebreaker gewinnt. Ideen und Anregungen dafür lassen sich in Online-Archiven, irgendwelchen Online-Blogs und -Artikeln finden, oder man fragt vielleicht ChatGPT, Gemini und andere KI-Assistenten.
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Doch was taugen Icebreaker aus solchen Quellen? Dieser Frage gehen Sebastian Bauer, Ina Einemann und Dominik Ehrenberg in ihrem agilen Podcast nach und begutachten eine Reihe von Vorschlägen.
Hinweis: Die ersten beiden Icebreaker beinhalten für manche Leute möglicherweise unangenehme Geräusche. Wer diese vermeiden möchte, sollte direkt zum Kapitel „Kühlschrankbeichte“ (ca. bei Minute 17) springen.
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Künstliche Intelligenz
Heizungstausch ohne Investition: Wann sich Wärme-Contracting lohnt
So wie es Software als Service gibt, verkaufen darauf spezialisierte Firmen auch Wärme als Service. Das technische Drumherum wie Wärmeerzeuger, Verrohrung, Wartung und Ersatz packen die Anbieter komplett in einen monatlichen Zahlbetrag plus einen verbrauchsabhängigen Arbeitspreis. Bei diesem sogenannten „Wärme-Contracting“ trägt der Anbieter die Investition und deren funktionale Risiken (nicht jedoch Effizienzrisiken). Er lässt sich diesen Service allerdings entsprechend bezahlen.
Fernwärme funktioniert etwa in weiten Teilen auf diese Weise, auch wenn Hausbesitzer die Übergabestation oft noch separat kaufen müssen. Entsprechend teurer ist Fernwärme im Vergleich dazu, Investition und Risiken einer eigenen Heizung selbst zu tragen. Das gilt analog für Wärme-Contracting. Ein anderer Aspekt dieser Vertragsart wird von manchen Vermietern genutzt: Sie können selbst eine bestehende alte Heizung vom Contracting-Anbieter betreiben lassen. Die Kosten werden dabei komplett auf die Mieter umgelegt.
- Wärme-Contracting ist im Prinzip Warme-Wohnung-as-a-Service.
- Das ist komfortabel, kostet aber mehr als Alternativen.
- In der Miete gibt es besondere Vorgaben.
- Manche Vermieter gehen halbseidene Wege, die man gründlich auf Legalität prüfen sollte.
Dieser Artikel beschreibt Wärme-Contracting in beispielhaften Berechnungen und beleuchtet die wichtigsten rechtlichen Aspekte dieser Geschäfte in der Vermietung.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Heizungstausch ohne Investition: Wann sich Wärme-Contracting lohnt“.
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