Künstliche Intelligenz

Nach Druck aus Hollywood: ByteDance setzt Seedance 2.0 Grenzen


ByteDance gibt dem Druck aus Hollywood nach. Der chinesische Konzern will Änderungen an seinem KI-Videogenerierungsmodell vornehmen, damit dieses keine urheberrechtlich geschützten Inhalte mehr erzeugen kann.

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Seedance 2.0 soll zukünftig nicht mehr für die Generierung von Videos verwendet werden können, in denen durch das Urheberrecht geschützte Charaktere und prominente Personen vorkommen. Das geht aus einer Stellungnahme von ByteDance hervor, die dem US-Fernsehsender CNBC vorliegt. ByteDance ergreife Maßnahmen, um eine unerlaubte Nutzung von geistigem Eigentum und Abbildungen zu verhindern, erklärte ein Sprecher des chinesischen Konzerns. Wie dies technisch vonstatten gehen soll, ließ ByteDance offen.

Erst am Wochenende hatten Hollywood-Unternehmen wie Disney und Paramount Skydance dem TikTok-Eigentümer Abmahnungen zukommen lassen, nachdem mit Seedance 2.0 KI-generierte Videoclips im Internet kursiert waren, die Figuren aus „Star Wars“ oder dem Marvel-Universum enthielten. Für besonderes Aufsehen hatte auch ein Video gesorgt, das eine realistische Kampfszene zwischen den Hollywood-Schauspielern Brad Pitt und Tom Cruise auf einem Hausdach zeigte.

Disney wirft ByteDance in seiner Abmahnung vor, dass Seedance 2.0 eine mutmaßlich raubkopierte Bibliothek aus urheberrechtlich geschützten Charakteren enthalte, die Gemeinfreiheit suggeriere.

Bereits am vergangenen Donnerstag hatte die Motion Picture Association (MPA) scharfe Kritik an ByteDance geäußert. Der Branchenverband, der große Hollywood-Studios wie Netflix, Paramount Skydance, Sony, Universal, Warner Bros. Discovery und Disney vertritt, forderte den chinesischen Konzern im Rahmen einer öffentlichen Stellungnahme auf, die „urheberrechtsverletzenden Aktivitäten“ sofort einzustellen.

„Innerhalb eines einzigen Tages hat der chinesische KI-Dienst Seedance 2.0 in großem Umfang urheberrechtlich geschützte Werke aus den USA unerlaubt verwendet“, sagte Charles Rivkin, Vorsitzender und CEO der MPA, in der Stellungnahme.

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(rah)



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