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Network Attached Storage: Habt ihr ein NAS, wie groß ist das und von welchem Hersteller?


Network Attached Storage: Habt ihr ein NAS, wie groß ist das und von welchem Hersteller?

Diesen Sonntag geht es aufbauend auf der großen Community-Umfrage erneut um die Heimnetzwerke der ComputerBase-Community. Habt ihr ein NAS in Betrieb? Und falls ja, von welchem Hersteller stammt das System, welches OS läuft darauf und wie viel Speicherplatz bietet euer Setup? Und wofür denn eigentlich?

Speicher und Rechenleistung im Heimnetzwerk

Im Rahmen der alljährlichen großen Community-Umfrage zu den Hardware- und Software-Präferenzen der Leser auf ComputerBase geht es auch aktuell noch unter anderem um die Themen Heimnetzwerk und Netzwerkspeicher. Die Teilnahme ist noch bis zum 24. Januar 2026 möglich. Unter allen Community-Mitgliedern, die es durch den gesamten Fragenkatalog geschafft haben, verlost die Redaktion fünf ComputerBase-Tassen. Enthaltungen sind dabei auch legitim, falls ihr zu einer Umfrage keine sinnvolle Antwort­möglichkeit findet oder überfragt seid.

  • Community-Umfrage 2025: Welche Hardware und IT-Produkte nutzt Du?

Die heutige Sonntagsfrage baut auf den bereits Ende Dezember verfügbaren Fragen auf und widmet sich – ergänzend zur Heimnetzwerk-Umfrage vergangenen Sonntag – den NAS-Systemen der Community. Zuletzt war Network Attached Storage vor ziemlich genau zwei Jahren Thema.

Habt ihr NAS, DAS oder Heimserver in Betrieb?

Basis der heutigen Sonntagsfrage ist die aktuelle Umfrage zu NAS-Systemen: Von den bisherigen Teilnehmern der Jahresumfrage gaben knapp 58 Prozent der Teilnehmer an, in irgendeiner Art und Weise Speicher im Heimnetzwerk zu betreiben.

Besitzt du ein NAS (jedwede Art Speicher im Netzwerk)?
  • Ja

    Historie: ∅ ➙ ∅ ➙ ∅ ➙ ∅ ➙ 53,0 % 52,0 % 55,4 % 55,6 %

  • Nein

    Historie: ∅ ➙ ∅ ➙ ∅ ➙ ∅ ➙ 47,0 % 48,0 % 44,6 % 44,4 %

Stellt sich anschließend die Frage, bleibt es bei genauerer Betrachtung beim klassischen NAS? Oder habt ihr auch Heimserver oder DAS in Verwendung?

Nutzt du zusätzlich oder alternativ zu einem NAS einen Heimserver oder DAS?
  • Ja, Heimserver

  • Ja, DAS (Direct Attached Storage)

  • Nein, nur NAS

  • Nein – gar nichts dergleichen

Woher stammen NAS und NAS-OS?

Zurück zum NAS: Falls ihr eines besitzt, woher kommt das System? Habt ihr euer NAS als Komplettpaket gekauft oder aufwändig selbst konfiguriert und zusammengebaut?

Wenn du ein NAS besitzt, ist das selbst gebaut oder fertig gekauft?
  • Mein NAS habe ich bequem mit Festplatten als Komplettpaket gekauft.

    Historie: 4,3 %

  • Ich habe ein Fertig-NAS gekauft, aber mich selbst um den Festspeicher gekümmert.

    Historie: 36,1 %

  • Mein NAS ist zwar ursprünglich von der Stange, aber ich habe auch abseits der Festplatten etwas um- oder nachgerüstet, beispielsweise RAM.

    Historie: 19,8 %

  • Ich habe mein NAS komplett selbstständig aus einzelnen Komponenten konfiguriert und zusammengebaut.

    Historie: 32,9 %

  • Ich nutze die integrierte NAS-Funktion meines Routers.

    Historie: 6,8 %

Fertige NAS-Systeme als Plug-and-Play-Lösung bieten heutzutage viele Hersteller an. Falls ihr ein NAS von der Stange gekauft habt, für welchen Hersteller habt ihr euch entschieden?

Falls du dein NAS fertig gekauft hast, von welchem Hersteller stammt es?
  • Asustor

    Historie: 2,1 %

  • Dell

    Historie: 0,1 %

  • Netgear

    Historie: 0,6 %

  • QNAP

    Historie: 21,4 %

  • Seagate

    Historie: 0,4 %

  • Synology

    Historie: 69,3 %

  • TerraMaster

    Historie: 0,7 %

  • Ugreen

  • Western Digital

    Historie: 3,1 %

  • XigmaNAS

    Historie: 0,2 %

  • Zyxel

    Historie: 2,1 %

Damit zusammen hängt sicherlich die Antwort auf die Frage, welches Betriebssystem beim NAS Verwendung findet. Interessant ist insofern insbesondere, für welches OS sich Selbstbauer entschieden haben.

Welches OS nutzt du für dein (primäres) NAS?

Wie viel Speicherplatz dient welchen Anwendungen?

Anschließend geht es darum, wie viel Speicherplatz ihr in Verwendung habt – und für was denn eigentlich. Also: Wie viele Terabyte bietet euer primäres NAS-System, falls vorhanden?

Wie viel Speicherplatz stellt dein (primäres) NAS bereit?
  • Weniger als 2 TB

    Historie: 7,0 %

  • Über 2 TB bis 5 TB

    Historie: 23,2 %

  • Über 5 TB bis 10 TB

    Historie: 20,4 %

  • Über 10 TB bis 15 TB

    Historie: 11,1 %

  • Über 15 TB bis 20 TB

    Historie: 11,3 %

  • Über 20 TB bis 40 TB

    Historie: 14,9 %

  • Über 40 TB bis 60 TB

    Historie: 5,6 %

  • Über 60 TB bis 100 TB

    Historie: 3,8 %

  • Über 100 TB

    Historie: 2,8 %

Zum Abschluss des NAS-Themas stellt sich darüber hinaus die Frage, für welche Einsatzzwecke ihr euer NAS oder euren DAS oder Heimserver eigentlich verwendet. Falls ein konkretes Szenario in den Antwortmöglichkeiten nicht abgebildet wird, könnt ihr gerne in den Kommentaren im Detail darauf eingehen.

Wofür nutzt du NAS, DAS oder Heimserver?
  • Medienserver für Filme und Musik

    Historie: 70,6 %

  • Medienserver für eigene Fotos und Videos

    Historie: 64,5 %

  • Dateifreigabe zwischen Heimrechnern

    Historie: 68,2 %

  • Persönlicher Cloud-Speicher im Self-Hosting

    Historie: 39,7 %

  • Backups, Datensicherung und -wiederherstellung

    Historie: 81,4 %

  • Speichern von Überwachungsvideos

    Historie: 11,4 %

  • Webserver oder Datenbank

    Historie: 16,4 %

  • VPN-Server

    Historie: 11,1 %

  • Mehrspieler-Server für Videospiele

    Historie: 6,7 %

  • Heimautomatisierung und Smart Home

    Historie: 20,6 %

Mitmachen ist ausdrücklich erwünscht

Die Redaktion freut sich wie immer über fundierte und ausführliche Begründungen zu euren Entscheidungen in den Kommentaren zur aktuellen Sonntagsfrage. Wenn ihr persönlich ganz andere Ansichten vertretet, die von den bei den Umfragen im Artikel gegebenen Antwort­möglichkeiten nicht abgedeckt werden, könnt ihr davon ebenfalls im Forum berichten. Auch Ideen und Anregungen zu inhaltlichen Ergänzungen der laufenden oder zukünftigen Umfragen sind gerne gesehen.

Leser, die sich noch nicht an den vergangenen Sonntagsfragen beteiligt haben, können dies gerne nachholen, denn die Umfragen laufen stets über eine Dauer von 30 Tagen. Voraussetzung zur Teilnahme ist lediglich ein kostenloser ComputerBase-Account. Insbesondere zu den letzten Sonntagsfragen sind im Forum häufig nach wie vor spannende Diskussionen im Gange.

Die letzten zehn Sonntagsfragen in der Übersicht

Motivation und Datennutzung

Die im Rahmen der Sonntagsfragen erhobenen Daten dienen einzig und allein dazu, die Stimmung innerhalb der Community und die Hardware- sowie Software-Präferenzen der Leser und deren Entwicklung besser sichtbar zu machen. Einen finanziellen oder werblichen Hintergrund gibt es dabei nicht und auch eine Auswertung zu Zwecken der Marktforschung oder eine Übermittlung der Daten an Dritte finden nicht statt.



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Lidl verkauft ab Donnerstag (15.01.) Performance-Bohrschrauber


Möchtet Ihr Euch mit neuem Werkzeug ausstatten, ist Lidl eine gute Anlaufstelle. Hier bekommt Ihr Parkisde-Geräte zum günstigen Preis, die sich vor allem für Heimwerker wirklich lohnen können. Jetzt bietet der Discounter einen Akku-Bohrschrauber samt Akkus im Schnäppchen-Deal.

Lidl bietet eine Vielzahl von Werkzeugen an. Vom Akkuschrauber bis hin zur kompletten Werkbank bekommt Ihr hier alles, was das Heimwerker-Herz höher schlagen lässt – und das zu einem wirklich fairen Preis. Mit der Performance-Serie sichert Ihr Euch leistungsfähigere Modelle, wie etwa den Akku-Bohrschrauber „PBSPA 12 E4“. Diesen bekommt Ihr ab Donnerstag, dem 15.01., in den Lidl-Filialen für 49,99 Euro. Allerdings könnt Ihr Euch das Werkzeug samt Akkus und Ladegerät schon jetzt im Online-Shop bestellen.

Parkside Performance Akku-Bohrschrauber unter 50 Euro – Lohnt sich das?

Der Discounter-Schrauber nutzt einen bürstenlosen Motor und ein 2-Gang-Getriebe, um einen möglichst effizienten Arbeitsablauf zu garantieren. Insgesamt 20 Drehmomentstufen lassen sich zudem einrichten. Das Schnellspannbohrfutter lässt sich dank Quick Release ebenfalls schnell entnehmen. Angetrieben wird der Parkside Performance PBSPA 12 E4 durch einen 12‑V-Lithium-Ionen-Akku. Davon befinden sich gleich zwei im Lieferumfang (samt passendem Ladegerät). Zusätzlich packt der Hersteller noch drei Boxen mit 25 Bits, sowie sieben Holz- und Metallbohrer ins Paket. Das Performance-Werkzeug verspricht zudem eine 20 Prozent längere Laufzeit und ein 25 Prozent höheres maximales Drehmoment im Vergleich zu „normalen“ Parkside-Modellen.

Preislich können Makita, Bosch und Co. hier definitiv einpacken. Der Akku-Bohrschrauber kostet Euch ab dem 15.01. nur noch 49,99 Euro, was einer Ersparnis von 20 Euro gegenüber dem regulären Preis entspricht. Da das Angebot in den Filialen allerdings nur bis zum 17.01. gilt, solltet Ihr Euch besser beeilen – oder Ihr schaut im Online-Shop vorbei. Denn hier bekommt Ihr den Parkside Performance PBSPA 12 E4 schon jetzt zu diesem Preis geboten. Vor allem für Kleinarbeiten im Haus oder leichte Montagearbeiten ist das Lidl-Modell gut geeignet. Größere Arbeiten, könnten jedoch etwas herausfordernder werden.

Was haltet Ihr von dem Angebot? Lohnt sich der Lidl-Deal oder lasst Ihr lieber die Finger davon? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!





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Die unterschätzte Gefahr im Kinderzimmer


Ich bin gerade auf der CES 2026 in Las Vegas. Und mir ist aufgefallen, dass Kinder ein heißes Thema geworden sind, wenn es um KI-Roboter und Gefährten geht. Und einige von ihnen wollen sogar dabei helfen, unsere Jüngsten und Freiwilligsten auszubilden. Deswegen finde ich die Idee schlecht.

Sind wir mal ehrlich: Das Internet ist überall, und durch den KI-Boom wird der digitale Wildwesten erst einmal noch wilder, bevor wir (hoffentlich) die Kurve kriegen. Für unsere Kinder bedeutet das: Abwarten ist keine Option. Wer heute nicht lernt, wie man die Algorithmen bändigt, verliert morgen den Anschluss. Digitale Souveränität ist das neue Schwimmenlernen.

Aber ich glaube nicht, dass ein KI-Begleiter, wie man ihn auf der CES sieht, der richtige Ansatz ist. Und das kommt von jemandem, der als Kind gerne einen liebenswerten, großäugigen digitalen Begleiter gehabt hätte.

Das Spielzeug unserer Kinder verändert sich

Ich habe zwar keine eigenen Kinder, aber selbst ich habe eine drastische Veränderung bei Kinderspielzeug festgestellt. Als ich noch jünger war, besaß ich eine kleine Furby-Kopie. Ein flauschiger rosa Ball, der sich leicht bewegte, wenn man ihn berührte, und entzückende gurrende Geräusche von sich gab. Und das war auch schon alles. Wenn man mit ihm spielen wollte, musste man sich schon etwas einfallen lassen.

Heutzutage gibt es immer mehr Kinderspielzeug, das wenig Raum zum Spielen lässt. Das ist ein ernstes Problem, denn heute interagiert ein Kind nicht mehr mit dem Spielzeug, sondern das Spielzeug interagiert mit ihm. Und wenn es um KI-Begleiter geht, ist das ein Problem. Denn die KI füttert Euer Kind aktiv mit Informationen. Informationen, über die Ihr in vielen Fällen keine Kontrolle habt. Damit entfällt auch der Anreiz für Euer Kind, sich selbst etwas einfallen zu lassen.

These AI companions look innocent, but they
Diese KI-Begleiter sehen unschuldig aus, aber sie sind nicht harmlos. Bildquelle: nextpit

Selbst mit den besten Absichten wird ein KI-Begleiter die Art und Weise, wie ein Kind die Welt sieht und mit ihr interagiert, beeinflussen. Sei es durch vordefinierte Variablen in ihrer Programmierung oder durch gezielte Interaktionen, die auf Kinder und/oder Eltern zugeschnitten sind. Ganz zu schweigen von dem dystopisch anmutenden Potenzial für subtile Indoktrination durch private Gruppen, Unternehmen oder Staaten.

Reibungslose KI oder echte Erfahrung: Was brauchen Kinder wirklich?

Was ich jetzt sage, mag sich wie eine Selbstverständlichkeit anhören, aber Kinder müssen während ihrer gesamten Entwicklung mit echten Menschen in Kontakt kommen, um zu wachsen. In Deutschland sind die Gefahr der sozialen Isolation und das Fehlen von Außenperspektiven einer der Gründe, warum Hausunterricht verboten ist. Wenn man dann noch einen KI-Begleiter hinzunimmt, hat man den perfekten Sturm für eine fehlangepasste, sozial isolierte und benachteiligte Kindheit geschaffen.

KI-Begleiter sind so konzipiert, dass sie reibungslos funktionieren. Reale soziale Interaktion ist oft das Gegenteil. Menschen streiten sich, und Kinder müssen lernen, in Konflikten Kompromisse einzugehen. Ein KI-Begleiter, der darauf ausgelegt ist, jegliche Reibung zu beseitigen, lässt echte soziale Interaktion dadurch schnell als die schlechtere Alternative erscheinen.

Auch wenn Euer Kind mit seinem KI-Begleiter sehr glücklich ist, schadet er ihm langfristig. Hier auf der CES war ich schockiert, wie viel allgemeines Lob diese KI-Lösungen für Kinder zu erhalten scheinen. Wie ich eingangs sagte, hätte ich als Kind auch gerne einen niedlichen KI-Begleiter gehabt, daher verstehe ich den Reiz. Aber als Erwachsener, der zur Selbstreflexion fähig ist, stelle ich fest, dass ich mit einem KI-Begleiter an meiner Seite sicherlich eine glücklichere Kindheit gehabt hätte, aber jetzt wäre ich schlechter dran.

Alternative Lösungsansätze: Medienkompetenz statt blinder Technikgläubigkeit

Auch wenn das scheinbar ständige Lob und die Verbreitung dieser Technologien besorgniserregend sein mögen, sind wir nicht dem Untergang geweiht. Und es könnte tatsächlich einige Vorteile haben, wenn wir unsere Kinder früh an KI heranführen. Auf der CES 2026 habe ich mir einen KI-Lesebegleiter für Kleinkinder angeschaut.

Dieser Lesebegleiter kann Texte scannen und sie in eine ansprechende Erzählung umwandeln. Er erkennt auch, worauf Euer Kind auf einer Seite oder in einem Bild zeigt, und reagiert entsprechend darauf. Diese Art von KI-Begleiter kann ein Kind tatsächlich dazu ermutigen, sich mit dem Lesen zu befassen, ohne die tatsächliche menschliche Interaktion zu ersetzen. Er ist so konzipiert, dass er auf die angeborene Neugier des Kindes reagiert, was wiederum zu weiteren Erkundungen anregt.

Could reading companions like these be a good compromise?
Könnten Lesebegleiter wie diese einen guten Kompromiss darstellen? Bildquelle: nextpit

Es gibt auch andere solche Begleiter, die sich auf die frühe Einführung mehrerer Sprachen konzentrieren. Ihr könnt mit Eurem Kind so interagieren, wie es ein zweisprachiges Elternteil tun würde. Und diese Technologien können, wenn sie richtig eingesetzt werden, wirklich nützlich sein.

Ich sehe jedoch keine rosige Zukunft, in der unsere Kinder mit LLM-fähigen Begleitern spielen und nicht mit anderen Kindern. Bevor Ihr also auf den Hype-Zug aufspringt und versucht, das Neueste und Beste für Euer Kind zu bekommen. Fragt Euch, ob Ihr etwas im Leben Eures Kindes ersetzen oder hinzufügen wollt. Und wenn Ihr etwas so Wesentliches wie Freundschaften mit anderen Kindern ersetzt, solltet Ihr vielleicht einen Schritt zurücktreten.



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Infolge der Trump-Krisen: BND soll deutlich mehr Überwachungs­befugnisse erhalten


Mehr Daten abfangen, mehr Hacker-Kapazitäten: Um unabhängiger von amerikanischen Nachrichten­diensten zu werden, soll der Bundes­nachrichtendienst (BND) deutlich mehr Befugnisse erhalten. Das geht aus einem Gesetzentwurf hervor, der NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung vorliegen.

Massiv ausweiten will die Bundesregierung die strategische Aufklärung, also die Überwachung von Datenströmen an Internet­knoten­punkten wie den DE-CIX. Dort kann der BND 30 Prozent der Datenströme kontrollieren. Mit Suchbegriffen – den sogenannten Selektoren – sollen Informationen über bestimmte Personen oder Ereignisse wie mutmaßliche Terroranschläge erfasst werden. Dafür speist der BND etwa IP-Adressen oder Telefonnummern in die eigenen Überwachungs­systeme ein, um den weltweiten Datenverkehr zu filtern.

Strategische Aufklärung: BND soll Datenströme am DE-CIX deutlich umfassender überwachen

Wie die Tagesschau berichtet, soll der BND künftig erfasste Daten bis zu einem halben Jahr speichern und auswerten dürfen. Dabei ist der Geheimdienst nicht mehr auf Metadaten wie etwa IP-Adressen beschränkt, sondern kann auch auf Kommunikations­inhalte zugreifen.

Was zudem aufgeweicht werden soll, ist der Schutz von aus Deutschland stammenden Daten. Bis dato musste der Geheimdienst Filter wie IP-Adressen nutzen, um sicherzustellen, dass man nur Daten aus dem Ausland erfasst. Künftig sollen aber auch Daten überwacht werden können, die von Deutschland ausgehen.

Neu sein soll auch ein zweistufiges Verfahren, mit dem der BND bereits gespeicherte Inhalte und Chats durchsuchen darf. Entsprechende Suchbegriffe darf der BND bislang nur in zukünftig erfasster Kommunikation als Filter nutzen.

Speichern von Inhalten sei keine Vorratsdaten­speicherung

Eine Vorratsdaten­speicherung ist das laut Juristen des Kanzleramts nicht. Man würde mit den Regeln nicht alle Internet-Provider verpflichten, sämtliche Daten für eine bestimmte Zeit zu speichern. Stattdessen sammele der BND nur bestimmten Datenverkehr an ausgewählten Stellen.

Mit den neuen Regeln würde man sich auf das Niveau der europäischen Partner begeben. Der niederländische Militär­nachrichten­dienst speichere entsprechende Daten für bis zu zwei Jahre, in Frankreich liegt die Grenze für Inhalte bei vier Jahren, Geheimdienste in Großbritannien und Italien könnten diese „solange wie notwendig“ aufbewahren.

Der BND will mehr hacken

Neben ausgeweiteten Überwachungs­kapazitäten soll der BND auch mehr Befugnisse für Hacker-Angriffe erhalten. Wenn ausländische Provider sowie die Betreiber von Online-Diensten und Plattformen nicht freiwillig kooperieren wollen, soll der BND die Möglichkeit erhalten, in die jeweiligen Systeme eindringen zu dürfen. Das gilt auch, wenn die entsprechende Infrastruktur in Deutschland steht.

Solche Vorgaben gelten auch für Branchengrößen wie Google, Meta oder X, heißt es im Bericht der Tagesschau. Angriffe auf IT-Server in Deutschland sollen dem BND demnach auch gestattet sein, um feindliche Hacker-Angriffe abwehren zu können.

Einschränken will man auch den Schutz besonderer Vertraulichkeits­beziehungen. Der soll etwa nicht mehr für Journalisten gelten, wenn diese für die Staatsmedien autoritärer Staaten arbeiten.

Bundesregierung sieht sich in Zugzwang

Der Gesetzentwurf ist eine Reaktion auf die Trump-Administration. Mit Drohungen wie einem Nato-Austritt steht die Frage im Raum, inwieweit die amerikanischen Geheimdienste auch in Zukunft noch Informationen an deutsche Behörden liefern. Mit den ausgeweiteten Befugnissen soll der BND nach Ansicht des Kanzleramts selbst in der Lage sein, die Daten zu beschaffen, die in Deutschland und Europa nötig sind.

Viele der Vorhaben sind aber umstritten, insbesondere infolge der NSA-Enthüllungen wurden die Befugnisse des BND mehrfach angepasst. Nötig waren Gesetzes­änderungen auch nach Urteilen des Bundes­verfassungs­gerichts. Die Kernfrage ist grundsätzlich, wie sich die Privatsphäre der Einzelnen angesichts der Massen­überwachung schützen lässt.



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