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Nutzungsbasiert statt Festpreis: X ändert Kosten seiner Entwicklerschnittstelle


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Das soziale Netzwerk X ändert sein Preismodell für die Nutzung seiner Entwicklerschnittstellen. Der früher Twitter genannte Dienst von Elon Musk stellt dabei von pauschalen Abozahlungen auf nutzungsbasierte Entgelte um. Damit dürfte die Einstiegshürde sinken, die X-API zu verwenden. Berechnungen zeigen allerdings, dass bei moderater Nutzung rasch das bisherige Preisniveau erreicht wird.

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„Der Kern der X-Entwickler besteht aus unabhängigen Entwicklern, Produkten in der Frühphase, Start-ups und Hobbyentwicklern“, verkündete der offizielle Entwickler-Account von X im Netzwerk. „Es ist an der Zeit, unser X-API-Ökosystem zu öffnen und eine neue Welle von X-Apps der nächsten Generation zu schaffen. Wir sind wieder da.“

Die neuen Preise bewegen sich zwischen 0,005 und 0,015 US-Dollar pro Abruf. Unterschieden wird unter anderem zwischen API-Abfragen für Posts, Benutzer, Direktnachrichten und Inhalten.

Von den Zeiten vor dem Kauf Twitters durch Musk im Jahr 2022 ist der API-Zugang freilich immer noch weit entfernt. Die Anfangsjahre des Netzwerks galten unter Entwicklern als „goldene Ära“. Bis etwa zum Jahr 2010 war die Twitter-API weit offen. Drittanbieter-Apps wie Twitterific oder Tweetbot trugen massiv zum Wachstum des Netzwerks bei. Es gab kaum Einschränkungen und die API konnte kostenlos genutzt werden.

Doch schon bevor Twitter den Besitzer wechselte, waren die sonnigen Zeiten für Entwickler vorbei. Im Zuge seines Monetarisierungskurses zog Twitter die Zügel bei der API straffer. Es wurden Obergrenzen bei der Nutzung eingeführt und der Fokus bei der Nutzung der Schnittstellen auf Analyse- und Unternehmens-Tools verlegt. Mit dem Kauf durch Musk folgte ein strikter Monetarisierungskurs und die Aussperrung populärer Apps über Nacht.

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Später wurde die bis zum jetzigen Wechsel gültige Bepreisung eingeführt: Entwickler mussten nach anfänglichen 100 US-Dollar später mindestens 200 US-Dollar pro Monat zahlen – hierfür gab es eine Basic Tier, die für kleine Tools und Bots genügte. Problem war allerdings, dass nach Erreichen der Obergrenze der Zugang für den Rest des Monats automatisch gekappt wurde. Start-ups und skalierende Apps griffen deshalb gleich zur Pro-Tier, die mit 5000 US-Dollar pro Monat eine hohe Einstiegshürde setzte.

Mitbewerber von X bieten die Nutzung ihrer Entwicklerschnittstellen kostenlos an – allerdings teilweise mit eingeschränkten Möglichkeiten: So sieht Threads von Meta etwa nur API-Zugriffe vor, die für Analyse- und Posting-Tools interessant sind. Das quelloffene Mastodon gewährt Entwicklern volle Freiheit, hat allerdings eine im Vergleich zu den großen Mitbewerbern nur kleine Nutzerschaft. Bluesky knüpft indessen an alte Twitter-Zeiten an, ist aber im Vergleich auch sehr klein.


(mki)



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