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OpenAI schnappt sich den Kopf hinter OpenClaw


Vom Experiment zum Beben im Silicon Valley: Peter Steinberger zieht mit seinem Projekt OpenClaw zu OpenAI um. Erfahrt hier, warum Sam Altman alles auf eine Karte setzte, um das „Napster der KI-Agenten“ zu sichern und was das für Eure Computer-Nutzung von morgen bedeutet.

In der Tech-Welt erleben wir gerade einen dieser Momente, in denen aus einem Hobby-Projekt plötzlich ernsthafter Impact wird. Was Peter Steinberger mit OpenClaw angestoßen hat, ist weit mehr als nur ein geschicktes Skript. Es ist das Paradebeispiel für den „Vibe Coding“-Trend: Ein Top-Entwickler schreibt den Code nicht mehr mühsam Zeile für Zeile selbst, sondern fungiert als Dirigent verschiedener KI-Modelle. Steinberger nutzte generative KI, um ein Werkzeug zu bauen, das nun selbst zur Speerspitze autonomer Agenten wird. Dieser radikale Ansatz, Agenten direkt auf dem eigenen Betriebssystem agieren zu lassen, statt sie in einer Cloud-Sandbox zu isolieren, hat einen globalen Hype entfacht, der Steinberger nun direkt zu OpenAI katapultiert hat.

Sam Altmans neuester Coup: Ein Österreicher für das Codex-Team

Der Wechsel von Steinberger zu OpenAI ist kein gewöhnlicher Jobwechsel, sondern glich einem echten Krimi hinter den Kulissen. Während der Österreicher in San Francisco mit den Branchengrößen verhandelte, buhlten auch Meta und Anthropic um sein Know-how. Doch OpenAI-Chef Sam Altman legte sich am Ende am mächtigsten ins Zeug.

Steinberger wird künftig das Codex-Team verstärken. Sein Ziel ist klar: Die nächste Generation persönlicher Assistenten zu formen. Der Zeitpunkt könnte kaum besser sein, da die Nachfrage nach KI-Tools, die aktiv beim Programmieren helfen, massiv ansteigt. Steinberger soll nun sicherstellen, dass OpenAI im harten Wettbewerb gegen Konkurrenten wie „Claude Code“ die Marktführerschaft behält.

Was genau OpenClaw ist und wieso gerade alle darüber reden, erfahrt Ihr übrigens auch in unserem Podcast.

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Wenn ChatGPT zum digitalen Hausmeister wird

Thomas Dohmke, ehemals Kopf hinter GitHub, bezeichnet OpenClaw treffend als das „Napster des Agenten-Raums“. So wie Napster einst die Musikindustrie zum Umdenken zwang, demonstriert OpenClaw heute, wie KI-Programme die Brücke von simplen Chatbots zur echten Steuerung Eures Rechners schlagen. Wir sprechen hier längst nicht mehr nur über Bots, die Texte zusammenfassen.

Es geht um Helfer, die wie ein digitaler Hausmeister agieren: Sie installieren Software, räumen den Speicher auf oder erledigen komplexe Workflows auf Eurem Rechner, die Ihr ihnen einfach via Telegram-Messenger oder an WhatsApp schickt.

Der KI-Agent bekommt „Hände“

Bisher fragt Ihr ChatGPT, mit welcher App Ihr eine bestimmte Aufgabe lösen könnt. Sobald der ChatGPT-Agent jedoch so autonom agiert wie OpenClaw, ändert sich das Spiel komplett: Ihr schildert Euer Problem und den Rest erledigt der Agent im Alleingang – er sucht nicht nach der App, sondern baut sie Euch! Das bedeutet, er übernimmt das Design, schreibt den Code, testet alles und behebt Bugs. Wenn Ihr das nächste Mal an den Rechner geht, präsentiert Euch Euer Agent die fertige Anwendung, die exakt auf Eure Bedürfnisse zugeschnitten ist. Mit Agenten auf diesem Level werdet Ihr Eure Tastatur viel seltener brauchen – die KI übernimmt das Handwerk. Es ist, als bekäme die KI endlich Hände.

Steinberger nennt seinen Maßstab übrigens den „Mutter-Test“: Ein Programm ist erst dann wirklich gut, wenn es so intuitiv ist, dass auch seine Mutter es ohne Anleitung versteht. Die Technik im Hintergrund soll für Euch unsichtbar werden.

Was wird nun aus OpenClaw?

Doch was genau macht Steinberger jetzt bei OpenAI? Wenn eine KI vollen Zugriff auf Euren Computer erhält, um Aufgaben autonom zu lösen, birgt das natürlich Risiken. Ein digitaler Helfer, der eigenmächtig Software löschen kann, könnte bei Fehlern massiven Schaden anrichten. Genau hier liegt Steinbergers große Verantwortung: Er muss das mächtige Bastler-Tool in ein sicheres Framework verwandeln, das für jeden bedenkenlos nutzbar ist.

Für Steinberger war der Wechsel auch eine wirtschaftliche Notwendigkeit, da das Projekt monatlich bis zu 20.000 US-Dollar an Rechenkosten verschlang – zu viel für einen Einzelkämpfer. OpenAI garantierte ihm im Gegenzug, dass OpenClaw auch künftig offen bleibt und er Zugriff auf die aktuellste Forschung erhält. Das sind die guten Nachrichten für die Community: Das Projekt bleibt frei und wird in eine unabhängige Stiftung überführt, damit Ihr weiterhin die Kontrolle über Eure Daten behaltet.

Was haltet Ihr von autonomen Agenten, die Euren Rechner steuern – ein wahr gewordener Traum oder ein Sicherheitsrisiko?



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