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Quantum Systems erhält 1,2 Milliarden


#DealMonitor

+++ #DealMonitor +++ DefenseTech Quantum Systems erhält 1,2 Milliarden +++ Sophora Unternehmerkapital investiert in Squer +++ Livekindly Collective übernimmt Veggie-Startup Greenforce +++

Quantum Systems erhält 1,2 Milliarden

Im #DealMonitor für den 02. Juli werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

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INVESTMENTS

Quantum Systems
+++ Blackstone, Noteus, Airbus, Advent, BOND, Fidelity Management & Research Company, Wellington Management, A.P. Moller Holding, Elephant Lake Ventures Balderton und HV Capital investieren 1,2 Milliarden US-Dollar in Quantum Systems. Die Bewertung des Defensetechs steigt auf rund 8 Milliarden US-Dollar (zuletzt rund 3 Milliarden Euro). „Die Mittel aus der Finanzierungsrunde sollen in den Ausbau von Produktionskapazitäten, die Absicherung der Lieferketten, die Skalierung der Lieferinfrastruktur in verbündeten Märkten sowie die Weiterentwicklung in Software und KI fließen.“, heißt es in einer Presseaussendung. Der englische Investor Balderton Capital und Co. investierten im Rahmen einer Series-C-Erweiterungsrunde zuletzt 180 Millionen Euro in das Unternehmen. Quantum-Systems, 2015 von Florian Seibel, Michael Kriegel, Tobias Kloss und Armin Busse gegründet, setzt auf unbemannte Flugdrohnen für militärische und zivile Zwecke – samt Softwareplattform.  Mehr über Quantum-Systems

Squer 
+++ Die Berliner Beteiligungsgesellschaft Sophora Unternehmerkapital investiert eine „mittlere achtstellige“ Summe in Squer – siehe Brutkasten. Das Wiener Unternehmen, 2019 von Manuel Klein, Matthias Kreuzriegler, David Leitner und Lukasz Juszczyk gegründet, positioniert sich als „Partner für Software-Modernisierung und digitale Transformation“. Mehr als 100 Mitarbeitende arbeiten derzeit für Squer. 2023 expandierte das Wiener Unternehmen nach München. Zuletzt übernahm Squer das Münchner KI-Startups Unit 214. Mehr über Squer

MERGERS & ACQUISITIONS

Livekindly CollectiveGreenforce
+++ Das New Yorker Veggie-Unternehmen Livekindly Collective übernimmt das 2020 gegründete Münchner Fleischersatz-Startup Greenforce – siehe Lebensmittel Zeitung. Das Münchner Food-Unternehmen, von Thomas Isermann gegründet, sammelte in den vergangenen Jahren eine zweistellige Millionensumme in die Jungfirma. Zu den Geldgebern gehörte auch Fußball-Weltmeister Thomas Müller, Moderator Joko Winterscheidt und Feinkost-Macher Michael Käfer. Zuletzt war die Finanzierungslage bei Greenforce angespannt. Ein Zusammenschluss mit dem Wettbewerber Livekindly war schon vor Monaten ein Thema, kam dann aber ins Stocken. Mehr über Greenforce

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Foto (oben): azrael74



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KI schreibt fast den gesamten Code – doch der Boom hat seinen Preis


In Startups entsteht fast jede Zeile Code mit KI – doch mit der neuen Geschwindigkeit wächst auch ein unerwartetes Problem.

KI schreibt fast den gesamten Code – doch der Boom hat seinen Preis

Jeder kann coden. Oder?
Bloomberg/Getty Images

Bei Alma, einer KI-App für Ernährungscoaching, wird inzwischen nahezu jede Zeile Code von künstlicher Intelligenz geschrieben. „Ich übertreibe nicht“, sagt Mitgründer und CEO Rami Alhamad. „Fast alles, was wir veröffentlichen, wird von KI generiert.“

Mit Alma ist das Unternehmen nicht allein. In einer Umfrage unter mehr als zwei Dutzend Startup-Gründern und Venture-Capital-Investoren stellte Gründerszene fest, dass KI sich innerhalb kürzester Zeit zum wichtigsten Autor von Startup-Code entwickelt hat. Das mit Abstand bevorzugte Werkzeug: Claude Code von Anthropic.

Milliarden fließen in KI-Programmierer

Programmieren entwickelt sich gerade zum vielleicht wichtigsten Anwendungsfall generativer KI. Investoren stecken Milliarden in Startups wie Lovable, Replit und Cursor.

Vergangene Woche kündigte SpaceX an, Cursor für 60 Milliarden Dollar übernehmen zu wollen. Anthropic hat zudem die Unterlagen für einen Börsengang eingereicht, der noch in diesem Jahr erwartet wird.

„KI hat jedem eine Kreissäge in die Hand gedrückt“

Für Dan Lorenc, Mitgründer und CEO des Cybersicherheitsunternehmens Chainguard, ist der Wandel enorm.

„KI hat jedem eine Kreissäge in die Hand gedrückt“, sagt er. „Man arbeitet viel schneller, aber es ist auch deutlich einfacher, sich dabei einen Finger abzuschneiden. Im Moment versucht jeder herauszufinden, welche Sicherheitsvorkehrungen nötig sind, um diese Technologie verantwortungsvoll einzusetzen.“

Lorenc lässt inzwischen seinen gesamten Code von Claude Code erzeugen. Vor einem Jahr lag der Anteil noch bei rund 60 Prozent.

„Damals hat man den Code noch selbst geschrieben, und die Sprachmodelle haben einem höchstens etwas Tipparbeit abgenommen“, sagt er. „In den vergangenen vier bis sechs Monaten sind die Modelle und die Entwicklungswerkzeuge so gut geworden, dass man sie hauptsächlich noch steuert. Was früher Wochen oder Monate dauerte, lässt sich heute in Stunden oder wenigen Tagen erledigen.“

Entwickler schreiben kaum noch selbst

Ähnlich sieht es bei Wordsmith AI aus, einer KI-Plattform für Rechtsteams. „Menschen schreiben nur noch sehr wenig Code direkt selbst“, sagt CTO und Mitgründer Volodymyr Giginiak. „Die entscheidende Frage ist heute nicht mehr, wer den Code schreibt, sondern wie viel Eigenständigkeit die KI dabei besitzt.“

Aktuell erledigt KI nach seiner Einschätzung etwa zehn Prozent aller Aufgaben vollständig autonom. In einem Jahr könnten es bereits 80 bis 90 Prozent sein.

„Softwareentwicklung verschwindet nicht – sie wird grundlegend neu organisiert“, sagt er. „Die wertvollsten Entwickler werden diejenigen sein, die den richtigen Kontext schaffen, damit KI effektiv arbeiten kann.“

Der Preis für das höhere Tempo

Doch die neue Geschwindigkeit hat ihren Preis. Viele Gründer berichten von fehlerhaftem, schlecht wartbarem oder unnötig kompliziertem KI-Code. „Der Trend, den ich für 2026 sehe: Die ,Vibe-Coding‘-Blase wird eine Welle fragiler und kaum wartbarer Produkte hervorbringen, die von Menschen entwickelt wurden, die sie nach dem Launch gar nicht langfristig betreuen können“, sagt Zukunftsforscher Jason Alan Snyder.

Investoren sprechen bereits von einer „Cleanup Tax“

Auch Almas Investor Menlo Ventures warnt vor den Schattenseiten. In einem Bericht aus dem vergangenen Dezember bezeichnet die VC-Firma das Phänomen als „Cleanup Tax“.

Die Produktivitätsgewinne beim Schreiben von Code könnten durch den zusätzlichen Aufwand für Fehlerbehebung und Qualitätssicherung teilweise wieder verloren gehen. Das führe zu einem „ROI-Paradox“: KI macht Entwickler zwar deutlich schneller, erzeugt aber gleichzeitig neue Arbeit.

Menschliches Urteilsvermögen wird wichtiger

Auch bei Blueprint, einem Startup für KI-Software im Gesundheitsbereich, wird inzwischen fast der gesamte Code von KI geschrieben. Im August vergangenen Jahres lag dieser Anteil noch bei 40 Prozent.

CEO Danny Freed sieht darin vor allem einen Vorteil: Neue Ideen lassen sich heute deutlich günstiger und schneller testen. Dennoch seien menschliche Entwickler wertvoller denn je. „Geschmack und Urteilsvermögen sind heute entscheidender als jemals zuvor“, sagt Freed. „Nur weil etwas gebaut werden kann, heißt das noch lange nicht, dass es auch gebaut werden sollte.“





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Amazon-Gründer Jeff Bezos investiert in diese fünf KI-Startups


Jeff Bezos Family Office sicherte sich im Juni Beteiligungen an fünf KI-Startups – vom Roboterhirn bis zur KI für Chemieforschung.

Amazon-Gründer Jeff Bezos investiert in diese fünf KI-Startups

Bezos kauft sich weiter in die Zukunft ein – diesmal gleich fünfmal.
Alex Wong/Getty Images

Jeff Bezos macht keine Sommerpause, zumindest nicht mit seinem Geld. Wie der US-Wirtschaftssender CNBC unter Berufung auf Daten der Analyseplattform Fintrx berichtet, hat das Family Office des Amazon-Gründers im Juni in gleich fünf KI-Startups investiert. Damit ging im Juni jeder zehnte Startup-Deal eines Family Offices auf das Konto von Bezos Expeditions.

Fünf KI-Deals und ein Milliardenprojekt

Den größten Deal machte Bezos praktisch mit sich selbst, denn sein Family Office beteiligte sich an der Series-B-Finanzierungsrunde von Prometheus, die laut CNBC zwölf Milliarden US-Dollar einsammelte. Das Startup hat Bezos selbst mitgegründet. Er führt es als CEO. Inzwischen wird es mit 41 Milliarden Dollar bewertet.

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KI schreibt fast den gesamten Code – doch der Boom hat seinen Preis

Prometheus entwickelt nach eigenen Angaben einen „künstlichen Ingenieur“, der künftig Produkte schneller entwickeln soll, von Flugzeugtriebwerken bis zu Medikamenten. Damit die Künstliche Intelligenz das kann, braucht sie allerdings jede Menge Rechenleistung und Daten. Das hat seinen Preis, denn mehr als 18 Milliarden Dollar hat das Startup dafür bereits eingesammelt.

Vier neue Wetten auf KI

Doch Prometheus war längst nicht der einzige KI-Deal auf Bezos‘ Einkaufsliste. Darunter waren ebenfalls General Intuition, CuspAI, Generalist und Flourish. Die Unternehmen verfolgen dabei sehr unterschiedliche Ansätze.

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CuspAI entwickelt KI-Modelle für die Chemieforschung, Flourish arbeitet an neuronalen Netzwerken, die sich am menschlichen Gehirn orientieren. Generalist baut KI für Roboter, die immer komplexere Aufgaben übernehmen sollen. General Intuition wiederum trainiert räumliche KI-Modelle mithilfe von Millionen Stunden Videospielmaterial. An dessen Finanzierungsrunde beteiligte sich wohl auch Hillspire, das Family Office des früheren Google-Chefs Eric Schmidt.

Bezos sieht keine Gefahr durch eine KI-Blase

Von einer möglichen KI-Blase lässt sich Bezos jedenfalls nicht aus der Ruhe bringen. Dem Sender CNBC erklärte er bereits im Mai, selbst wenn sich der Markt überhitzen sollte, würden die hohen Investitionen langfristig Innovationen hervorbringen. Gute Ideen würden am Ende die vielen gescheiterten Projekte mitfinanzieren.

Mit bislang acht Direktinvestments in private Unternehmen ist Bezos Expeditions laut dem Nachrichtensender zitierten Fintrx-Daten in diesem Jahr das aktivste Family Office im KI-Sektor.





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Sieben neue Unicorns: Diese deutschen Startups sind jetzt Milliarden wert


Sieben deutsche Startups wurden 2026 zu Unicorns, andere verloren den Milliardenstatus. Welche Einhörner wachsen, welche Jobs schaffen – und wo der Personalaufbau stockt.

Sieben neue Unicorns: Diese deutschen Startups sind jetzt Milliarden wert

Welche deutschen Startups das erste Halbjahr 2026 prägten – und wo jetzt die meisten Stellen entstehen.
Generative Illustration: Dominik Schmitt / Gründerszene

Die erste Hälfte des Jahres ist vorbei – und die deutsche Startup-Szene zählt einige neue Einhörner. Ein Zwischenfazit: Sieben Startups haben 2026 erstmals die Milliardenbewertung erreicht, während andere ihren Einhorn-Status wieder verloren haben.

Diese Startups sind seit 2026 Einhörner

Den Anfang machte im Januar das Mannheimer Software-Startup Osapiens, das erstmals mit mehr als einer Milliarde Dollar bewertet wurde.

Das Software-Startup Osapiens war das erste Unicorn in 2026.

Das Software-Startup Osapiens war das erste Unicorn in 2026.
Osapiens

Im März folgte Dash0: Das Startup für KI-Kontrollsoftware erreichte nach einer Finanzierungsrunde über 110 Millionen US-Dollar ebenfalls die Milliardenbewertung und wurde damit zum zweiten deutschen Einhorn des Jahres.

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Deutsches KI-Startup Peec AI könnte bald 200 Millionen Dollar wert sein

Und es brodelte die Gerüchteküche: Laut Insidern gab es bereits im Februar eine Finanzierungsrunde für das Berliner Rüstungs-Startup Stark Defence sowie einen 270 Millionen Euro schweren Auftrag, um sogenannte Kamikazedrohnen für die Bundeswehr zu produzieren. Damit wurde auch Stark zum Unicorn und verdreifachte mutmaßlich im Juni seine Bewertung mit einer weiteren Runde, bei der das Startup eine halbe Milliarde Euro einsammelte.

Wie viel Geld Stark Defence in diesem Jahr tatsächlich eingesammelt hat, ist nicht bekannt.

Wie viel Geld Stark Defence in diesem Jahr tatsächlich eingesammelt hat, ist nicht bekannt.
picture alliance/ empics, Andrew Matthews

Der bayrische Batteriespeicheranbieter CMBlu ist seit April ein Einhorn – bei Investoren sammelte das Startup 50 Millionen Euro frisches Kapital ein, die Bewertung kletterte auf mehr als eine Milliarde Euro. Im Mai schloss sich das deutsche Fusions-Startup Focused Energy an, sichert sich 240 Millionen US-Dollar und knackte die Milliarden-Bewertung.

Die Rekordsumme von 1,4 Milliarden Dollar kassierte Neura Robotics Anfang Juni. Die Bewertung: sieben Milliarden Dollar und damit Einhorn-Status.

CEO David Reger knackte mit Neura Robotics die Milliarden-Bewertung.

CEO David Reger knackte mit Neura Robotics die Milliarden-Bewertung.
Neura Robotics

Der jüngste Zugang im Unicorn-Club ist das Mobility-Startup Finn: Ende Juni gab CEO Maximilian Wühr bekannt, dass das Unternehmen 140 Millionen Euro angesammelt hat und damit die Milliarden-Bewertung erreicht.

Mitgründer und Finn-CEO Maximilian Wühr ist frisch im Unicorn-Club.

Mitgründer und Finn-CEO Maximilian Wühr ist frisch im Unicorn-Club.
Finn

Wer den Unicorn-Status in diesem Jahr verloren hat

Wiederum haben andere Einhörner ihren Status verloren. Dazu gehört die Versicherungsfirma Clark aus Frankfurt. 2021 hatte das Startup die Milliardenbewertung erreicht. Laut einem Bericht des Manager Magazins sei nun der Umsatz eingebrochen – statt Gewinnen schreibe die Firma Verluste. Die Clark-Investoren sollen das Startup bereits abgewertet haben.

Einen Exit gab es für das Berliner Startup Contentful: Der Anbieter für Content-Management-Plattformen wurde von dem US-Softwarekonzern Salesforce übernommen, wie das ehemalige Unicorn im Juni selbst bekannt gab.

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Wer wächst – und wen die Einhörner suchen

Ob ein Unternehmen aber tatsächlich wächst, zeigt sich oft an anderer Stelle: beim Personal. Gemeinsam mit den Arbeitsmarktexperten von Indeed analysiert Gründerszene deshalb einmal im Monat, welche Einhörner in Deutschland einstellen und welche Fachkräfte besonders gefragt sind. Zur Jahresmitte zeigt sich dabei ein klarer Trend – auch wenn sich die Datengrundlage durch neue und ausgeschiedene Einhörner verändert hat und die Ergebnisse, insbesondere auf Branchenebene, nur eingeschränkt mit den Vormonaten vergleichbar sind.

Von den insgesamt 1.915 in Deutschland ausgeschriebenen Stellen entfällt der Großteil seit Jahresanfang weiterhin auf die beiden Energie-Unicorns 1Komma5° und Enpal. 1Komma5° erhöht seine Ausschreibungen im Monatsvergleich dabei um 2,61 Prozent und Enpal sogar wieder um 43,90 Prozent, zeigt die Indeed-Analyse. Der Energie-Sektor bietet dementsprechend nach wie vor am meisten Möglichkeiten für den Jobeinstieg.

Auf den Plätzen dahinter folgen die beiden Defense-Startups Helsing und Quantum Systems mit jeweils 103 offenen Stellen. Helsing und Quantum Systems gehören mittlerweile mit zu den größten Arbeitgebern im Unicorn-Umfeld, sagt Frank Hensgens. Zusammen mit Stark Defence bildet DefTech die zweitstärkste Branche für Neuanstellungen. „Die aktuellen Zahlen zeigen, dass das Stellenangebot bei deutschen Unicorns zwar wieder leicht wächst, dieses Wachstum aber stark konzentriert ist. Mehr als jede zweite ausgeschriebene Stelle entfällt auf die Branchen Energy und DefTech, die besonders kapitalintensiv sind und zugleich eine hohe industrie- und sicherheitspolitische Relevanz haben“, ordnet Indeed-Chef Frank Hensgens ein.

„Wie relevant Defense auch bei Startups derzeit wird, zeigt der Vergleich zum Beginn unseres Trackers: Seit Februar hat der DefTech-Sektor um 20 Prozent zugelegt, während alle anderen Branchen um sechs Prozent nachgegeben haben“, so Hensgens. Ein klarer Trend laut dem Arbeitsmarkt-Experten: „Diese Zahlen verdeutlichen einmal mehr, dass Personalaufbau derzeit vor allem dort stattfindet, wo Geschäftsmodelle von strukturellen Investitionen, politischer Priorität und konkreter Nachfrage profitieren.“

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Diese zwei Einhörner stellen nicht ein

Zwei Einhörner fallen in der Analyse der Zahlen besonders durch fehlende Einstellungsaktivität auf. Das Kölner KI-Startup DeepL schrieb ab Mai plötzlich keine Stellen mehr für Deutschland aus. Hensgens sieht diese Entwicklung als Warnsignal: „Wenn ein deutsches KI-Unternehmen Stellen vor allem hierzulande abbaut und zugleich internationale Standorte ausbaut, ist das auch ein Warnsignal. Für die deutsche Wirtschaft wird es entscheidend sein, ob innovative Unternehmen ihre nächste Wachstumsphase in Deutschland durchlaufen – oder ob Wertschöpfung, Talente und operative Funktionen zunehmend in andere Märkte abwandern.“

DeepL baute zuletzt rund ein Viertel seiner Belegschaft ab und strich etwa 250 Stellen. Das Unternehmen nennt als Grund eine Neuausrichtung hin zu kleineren, effizienteren Teams und einer stärkeren Integration von KI in interne Arbeitsprozesse. Damit reagiere DeepL auf den zunehmenden Wettbewerbsdruck im globalen KI-Markt.

Aber auch das Tech-Startup Choco verzeichnet im Mai für den deutschen Standort keine Jobangebote, zeigen die Daten. Choco war 2018 als WhatsApp-Dienst für Gastronomen gestartet – nur zweieinhalb Jahre später erreichte die Berliner Firma die Milliardenbewertung und ist nun eine Plattform für den Lebensmittelgroßhandel.

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„Rückgänge in den Bereichen FoodTech, E-Commerce und Software sowie der vollständige Wegfall offener Stellen bei Unternehmen wie DeepL zeigen, dass auch bei Unicorns kein automatisches Wachstum garantiert ist“, meint dazu der Indeed-Chef. „Gerade im KI-Umfeld ist die Entwicklung ambivalent. Einerseits gilt KI als zentrales Zukunftsfeld, andererseits zeigt das Beispiel DeepL, dass technologische Stärke nicht zwangsläufig zu mehr Beschäftigung in Deutschland führt.“





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