Apps & Mobile Entwicklung
Quartalszahlen: AMD macht bei 10,3 Mrd. USD Umsatz 8 Prozent mit Gaming

AMD hat dank dem Datacentergeschäft mit AI-Beschleunigern der Instinct-Familie und Epyc-CPUs ein neues Rekordquartal vermeldet. Wie bei Nvidia verkommt das Gaming-Geschäft dadurch immer mehr zur Nische, am Ende macht dies nur rund acht Prozent vom Umsatz aus. Der Ausblick bleibt insgesamt gut, die Aktie gab wie üblich nach.
843 Millionen US-Dollar hat AMD im vierten Quartal mit der Gaming-Sparte umgesetzt. Das ist immer noch ein respektabler Wert, schließlich waren es im Vorjahr nur 543 Millionen US-Dollar – im vorangegangenen dritten Quartal aber auch schon einmal 1,298 Milliarden US-Dollar. Dies verdeutlicht, dass weiterhin viel Bewegung im Markt ist und vor allem die Konsolenchips die beeinflussende Größe sind: Diese werden traditionell im dritten Quartal ausgeliefert, sodass sie die Endkunden Sony und Microsoft im vierten Quartal dann in ihren Konsolen verkaufen können.
Bei einem Gesamtumsatz von 10,27 Milliarden US-Dollar im vierten Quartal verkommt dieses Geschäft im Vergleich zu den anderen Segmenten aber zur Nische. Denn die Client-Sparte rund um Ryzen-CPUs für alle Segmente machte dank „record sales“ 3,1 Milliarden US-Dollar Umsatz, das Profi-Geschäft sogar 5,4 Milliarden US-Dollar. Sogar Embedded ist mit 950 Millionen US-Dollar Umsatz größer als Gaming.
Umsatz ist aber nur der eine Punkt, Gewinn ein anderer. Hier konnte AMD vor allem mit Ryzen und Grafikkarten der RDNA4-Serie im Gesamtjahr ordentlich punkten und verdienen. Denn während in der Profi-Sparte der Gewinn im Jahresvergleich stagnierte, legte er im Gesamtjahr 2025 in der Client-Sparte operativ um 141 Prozent zu. Unterm Strich ging AMD aus dem Jahr 2025 mit einem Nettogewinn von 4,3 Milliarden US-Dollar.
Für das erste Quartal erwartet AMD einen leicht rückläufigen Umsatz von rund 9,8 Milliarden US-Dollar. AMD versuchte dabei die Börse zu beruhigen, dass man in diesem Jahr von einem Umsatzwachstum von 60+ Prozent im Datacentergeschäft ausgehe, auch bei Ryzen & Co trotz widriger Umstände im Markt wachsen will. Mit China rechnet AMD dabei nur bedingt, der Konzern konnte immerhin für 390 Millionen US-Dollar schon abgeschriebene Instinct MI308 verkaufen. In Q1 rechnet das Unternehmen mit maximal 100 Millionen im China-Geschäft mit Instinct. Der Börse reichte das alles nicht, traditionell – wie nach fast jedem Quartalsbericht – gab die Aktie erst einmal acht Prozent nach.
AMD: Umsätze und Gewinne seit Q4/2003