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ROG GR70 im Test – ComputerBase
Der ROG GR70 ist Asus‘ erste AMD-Version des 3 Liter großen ROG NUC mit Intel Core. Das Topmodell ist die Version mit Ryzen 9 9955HX3D und GeForce RTX 5070 Laptop GPU. Wie schnell das System agiert und warum es einmal mehr eine gute Wahl ist, die Hardware nicht ans Verbrauchslimit zu prügeln, klärt der Test.
Ursprünglich sollte dieser Test bereits Mitte Februar veröffentlicht werden, doch dann kam das Urteil im Patentstreit zwischen Asus/Acer und Nokia dazwischen, der Deutschlandvertrieb wurde untersagt. Der Test hätte also einem auf unabsehbare Zeit nicht verfügbaren Produkt gegolten und wurde daher aufgeschoben.
Nach der inzwischen erfolgten Übereinkunft war die Zeit für die Veröffentlichung jetzt reif. Einige bereits im Februar geschriebene Passagen wurden zu diesem Anlass noch einmal auf den Stand von Ende Juni aktualisiert.
ROG GR70 vs. „ROG NUC“
Neben ultra-kompakten Mini-PCs der NUC-Serie bietet Asus seit der Übernahme der Sparte von Intel auch „ROG NUC“ an – potentere Systeme mit dedizierter mobiler GPU im etwas größeren Format. Die Serie NUC setzt allerdings auch beim neuen Inhaber weiterhin exklusiv auf CPUs von Intel. Für AMD-Prozessoren gab es im Kleinformat daher die Serie ExpertCenter, im Großformat gab es nichts.
Der neue ROG GR70 ist jetzt das große AMD-Pendant zu den ROG NUC, wenn auch mit Abstrichen. Äußerlich stehen sich beide sehr nahe. Doch dazu gleich mehr.
ComputerBase wirft im Test einen Blick auf die Vollausstattung des ROG GR70 mit AMD Ryzen 9 9955HX3D und Nvidia GeForce RTX 5070 Laptop GPU sowie zurzeit fast verboten wirkenden 64 GByte DDR5-5600 und einer 2-TByte-SSD.
Die Ausstattung des ROG GR70 im Detail
Der ROG GR70 kommt aber auch in anderen Varianten in den Handel. Drei grundlegende Modellreihen gibt es, den Unterschied machen CPU und GPU. Der Überblick:
Überraschung: (Offiziell) Kein X3D für Deutschland
In Deutschland wird der Einstieg vom Modell Ryzen 9 8940HX/RTX 5060 Laptop GPU/16 GB/1 TB und Windows 11 Home für offiziell 2.644 Euro markiert, darüber wird das Modell mit Ryzen 9 9955HX/RTX5070/2x16GB/1TB und Windows 11 Home für 3.336 Euro platziert. Interessanterweise erklärte Asus gegenüber ComputerBase, dass ausgerechnet die X3D-Variante nicht nach Deutschland beziehungsweise die gesamte DACH-Region kommen wird – offiziell zumindest. Von einem Vollausbau des Speichers sowohl bei DDR5 als auch SSD sieht das Unternehmen ab Werk natürlich aktuell auch ab – zu teuer ist das Ganze.
Besagter Vollausbau mit 2 × 32 GByte DDR5-5600 und einer 2 TByte fassenden SSD ist jedoch im Testmodell des ROG GR70 anzutreffen. Die Verdoppelung des Arbeitsspeichers und der SSD schlägt aktuell im freien Handel mit mindestens 600+ Euro zu Buche.
Inoffiziell gibt es X3D hierzulande doch
Inoffiziell sieht das ganze Thema im Handel aber schon etwas anders aus, wobei es auch im Preisvergleich genau darauf zu achten gilt, was wo angeboten wird – denn Modelle mit 9955HX und 9955HX3D werden hier mitunter vermischt, auch weil Shops die CPUs teilweise als Synonyme zu behandeln scheinen. Die Modellnummer ist es, auf die man achten muss:
- GR70-N90043AN mit 8940HX + RTX 5060 Laptop GPU ab 2.702 Euro
- GR70-N90039AN mit 9955HX + RTX 5070 Laptop GPU ab 3.336 Euro
- GR70-N90023AN mit 9955HX3D + RTX 5070 Laptop GPU ab 2.669 Euro
Ja, richtig gelesen, die eigentlich nicht für DACH geplante Version mit der Modellnummer GR70-N90023AN nutzt den 9955HX3D und RTX 5070. Über Alza.cz* aus Tschechien, einem aus vielen Ländern agierenden Konzern, kann die Version mit X3D-Prozessor in Deutschland erworben werden. Mit einem Preis ab 2.669 Euro ist das System dabei sogar vergleichsweise günstig, da er nicht nur die große CPU, sondern auch eine dicke GPU und 64 GByte RAM bietet. Wie lange der Preis deshalb Bestand hat, bleibt abzuwarten.
Ziemlich (zu) teuer mit (zu) kleiner Grafikkarte
Summa summarum lässt sich mit Blick auf den Preis festhalten, dass die ROG-GR70-Serie zum UVP und auch beim Marktpreis der kleinen Konfiguration im DACH-Raum viel zu teuer ist. Vor allem, da der Maximalausbau nur eine RTX 5070 mit 8 GByte VRAM nutzt.
Die ROG-NUC-Systeme mit Intel Core Ultra 9 275HX sehen quasi gleich aus, dort ist aber auch eine RTX 5080 mit 16 GByte anzutreffen. Und das Kuriose: Sie sind aktuell ab 2.849 Euro verfügbar – die UVP lag im Sommer 2025 bei 3.371 Euro. Mit GeForce RTX 5070 Ti Laptop GPU mit 12 GByte VRAM gibt es den ROG NUR am Ende ab Lager ab 2.389 Euro.
Ersteinrichtung und Alltagseinsatz
Der ROG GR70 ist kein typischer Mini-PC. Er ist schon eher ein solider Desktop, erreicht gut verpackt in einer entsprechend gepolsterten Kiste den Kunden. Vormontiert ist auch der Standfuß, denn das System steht aufrecht – eben wie ein kleiner Tower. Bei näherer Betrachtung wird auch klar, warum das so ist: Die komplette linke Seite ist „durchlöchert“, ein zusätzliches kleines Lüftergitter an der rechten Seite für die Frischluftzufuhr und so zur Kühlung des Inneren ist zu sehen. Insgesamt sind drei Lüfter im Inneren verbaut, die alle Luft von den Seiten einziehen und an der Rückseite über den I/O-Anschlüssen ausblasen.
Windows 11 aktualisiert sich direkt auf 25H2
In der Regel wird der ROG GR70 als kompletter PC geliefert, auch Windows 11 ist auf der SSD vorinstalliert. Vom Testmuster gesehen sind in dem Punkt keine Unterschiede zu erwarten. Das Windows 11 startet ordnungsgemäß, es führt bei der abschließenden Installation das Update durch, sodass noch vor dem ersten Betreten in Windows die Version Windows 11 25H2 Build 7840 installiert ist. Insgesamt dauert es bis dahin aber gut eine Stunde.
McAfee und Armoury Crate mit dabei
Vorinstalliert sind auf dem System unter anderem McAfee, aber auch Asus-Tools. Wichtig von diesen ist Armoury Crate, welches Zugriff auf die Leistungsprofile und weitere Einstellungen für den kleinen PC bietet. Ohne das sind einige Dinge leider nicht einfach anzusteuern, wenngleich Armoury Crate auch ein Programm ist, welches hin und wieder für Schlagzeilen sorgt, da es des Öfteren schon durch Sicherheitslücken oder andere Probleme aufgefallen war. Typisch für das Programm ist auch, dass es sehr oft ein Update will und das immer sehr lange dauert. Das Programm fällt so eher in die Kategorie notwendiges Übel.
Leistungsprofile im Detail
Ein kleiner Desktop-PC mit Notebook-Hardware – das schreit direkt zum Start nach der Überprüfung etwaiger Leistungsprofile. Dass diese notwendig sind, verdeutlichen dabei natürlich bereits die Indizien: ein vorinstalliertes Armoury Crate und ein 330-Watt-Netzteil machen klar, dass die Lösung durchaus viel Strom aus der Wand ziehen darf.
Der AMD Ryzen 9 9955HX3D kommt in seiner grundlegenden Spezifikation dem Desktop-Pendant ziemlich nahe. 16 Kerne und 32 Threads bietet er, der Takt liegt bei maximal 5,45 GHz. Dabei ist der CCD1 ohne zusätzlichen X3D-Cache der Chip für höheren Takt – auch so erkennbar an den präferierten Kernen.
Auch erkennbar ist, dass die CPU im TDP/PPT-Rahmen des Acht-Kerners unterwegs ist: Maximal 162 Watt PPT stehen ihm kurzfristig zur Verfügung. Langfristig richtet sich das nach dem ausgewählten Leistungsprofil: 130 Watt im Turbo, 120 Watt im Leistungsmodus und 90 Watt im Leise-Profil.
Leistungsaufnahme, Temperatur und Lautstärke
In realen Anwendungen sieht das ganze dann wie folgt aus. Die Leistungskurve erinnert dabei eher an Intels CPUs: Kurzfristig darf bis zum Maximalwert geboostet werden, dann liegt ein geringerer Wert für den Rest der Zeit an. Je nach gewähltem Profil geschieht das schneller oder etwas verzögerter.
Auch die gleichzeitig gemessene Temperatur zeigt das. Leicht verzögert steigt die Temperatur bei anfänglicher Maximallast schnell an, fängt sich dann ein, um im stetig wärmeren kompletten System dann aber stetig weiter leicht zuzulegen. 90 Grad sind dabei klar erkennbar die Zieltemperatur, die das System mit entsprechender Lüftereinstellung als Maximum anvisiert – diese Schwelle ist auch von AMD als maximale Betriebstemperatur spezifiziert worden.
Leistungsaufnahme und Auswirkungen
Der ROG GR70 ist unter Windows im Leerlauf im puncto Verbrauch zwar nicht so schlecht wie ein klassischer Desktop-PC mit zusätzlicher diskreter GPU unterwegs, allerdings zieht auch er 15 Watt im Leerlauf unter Windows 11 aus der Dose. Das ist jedoch vergleichsweise wenig, vor allem da die Chiplet-Architektur von AMD Ryzen bekannt dafür ist, auch im Leerlauf eigentlich noch viel zu viel zu verbrauchen. Insofern ist der Wert ein durchaus guter, denn die zugrunde liegende Technik ist schlicht zu alt und eigentlich nicht darauf ausgelegt.
In den verschiedenen Betriebsmodi wird klar, warum das Unternehmen dem System ein 330-Watt-Netzteil spendiert hat. Schon in Anwendungen mit maximaler CPU-Last genehmigt sich der Rechner auch mal über 250 Watt aus der Wand und kann dann auch deutlich hörbar ihren Dienst verrichten.
Vier Betriebsmodi bietet Armoury Crate bei dem GR70 an, dazu natürlich auch noch einen komplett manuell konfigurierbaren Modus. Der Windows-Modus orientiert sich dabei am Leistungsmodus. Interessant ist jedoch der Leise-Modus, der die CPU abfängt und auf 90 Watt beschränkt. Der Turbo auf der anderen Seite gibt dauerhaft 130 Watt frei.
Die Leistungsmodi beim CPU-Test verdeutlichen, dass es eigentlich ziemlich unnötig ist, den kleinen PC im Verbrauch überhaupt so hoch zu treiben. Der Zugewinn an der Leistung steht in extrem ungünstigem Verhältnis zur wachsenden Leistungsaufnahme und vor allem der Lautstärke des Systems. Im Leise-Profil lässt sich damit wiederum wirklich ruhig arbeiten.
Lautstärke als Audioaufnahme – auch im Spielgeschehen
Um die Lautstärke noch etwas näher zu bringen, hat die Redaktion fünf Audio-Aufnahmen angefertigt. Das sind die drei Leistungsprofile, in der ersten Runde im CB24-Test, im zweiten Durchgang dann auch mal in Spielen.
In Spielen kommt es darauf an, wie viel der jeweilige Titel an Ressourcen auch nutzt. So nutzt F1 2025 etwas weniger als Cyberpunk 2077, das System ist deshalb im Schnitt auch etwas leiser unterwegs. Allerdings liegt gerade bei F1 2025 der Verbrauch offensichtlich auf einem Nivea, an dem die Lüftersteuerung nicht so recht weiß, was sie machen soll. Und so schwankt der Geräuschpegel insbesondere in den ersten Minuten zwischen 40 und 36 dB(A), bevor sich 38 dB(A) einpendeln. Dem Verhalten kann aber mit einem manuellen Eingriff begegnet werden. Cyberpunk wiederum erreicht maximal 45 dB(A) und pendelt sich bei 42 dB(A) ein. Alle Messungen erfolgten in 40 cm Abstand zum System.
(*) Bei den mit Sternchen markierten Links handelt es sich um Affiliate-Links. Im Fall einer Bestellung über einen solchen Link wird ComputerBase am Verkaufserlös beteiligt, ohne dass der Preis für den Kunden steigt.
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„Project Aion“: Leaks sollen leichtgewichtiges Windows als Copilot-OS zeigen

Mehrere im Internet aufgetauchte Bilder und Videos sollen ein bislang unveröffentlichtes Microsoft-Projekt mit dem Code-Namen „Project Aion“ zeigen. Dabei soll es sich um ein leichtgewichtiges Windows-Betriebssystem auf Basis von Microsoft Edge und KI-Agenten mit Copilot handeln. Die Echtheit ist bislang jedoch unbestätigt.
Angeblicher Prototyp gezeigt
Die Bilder sowie ein rund dreiminütiges Video, das über den BetaWiki-Discord-Server veröffentlicht wurde, sollen laut Windows Central aus dem Jahr 2024 stammen. Sie zeigen ein stark vereinfachtes Windows-Konzept, das als „Web-basiertes Agenten-Betriebssystem“ bezeichnet wird. Das System soll vollständig auf Microsoft Edge und KI-Funktionen ausgerichtet sein, wobei Copilot nativ in die Shell integriert ist.
Optisch weist die Benutzeroberfläche des angeblichen Prototyps zwar einige Parallelen zu Windows 11 auf, unterscheidet sich in anderen Bereichen jedoch deutlich. Das auffälligste Merkmal dürfte das Fehlen des klassischen Startmenüs darstellen, dessen Platz übernimmt ein Copilot-Button, der als zentraler Einstiegspunkt für die Bedienung des Systems dienen soll. Die KI würde damit den bisherigen Mittelpunkt der Benutzeroberfläche ersetzen. Technisch soll Project Aion auf einer minimalistischen Windows-Plattform mit der Bezeichnung Win3 basieren, die laut früheren Informationen keine Unterstützung für klassische Windows-Anwendungen bietet und ausschließlich Web-Apps sowie Websites ausführt. Darüber hinaus soll Windows 365 genutzt werden, um eine Verbindung zu einem Cloud-PC herzustellen und Desktop-Anwendungen bei Bedarf zu streamen. Zudem soll das System auf einer abgespeckten Variante des Windows-Quellcodes basieren, die schnellere Updates ermöglichen und längere Akkulaufzeiten bieten soll.
Neue Funktionen für die alltägliche Nutzung
Das gezeigte System soll darüber hinaus zahlreiche Funktionen bieten, die den Alltag erleichtern sollen. Dazu gehört unter anderem „Spaces“, das geöffnete Anwendungen und Websites automatisch zu thematischen Arbeitsbereichen zusammenfasst. Diese lassen sich sowohl über die Taskleiste als auch über die Copilot-Oberfläche mit einem Klick wiederherstellen, wodurch komplette Arbeitskontexte schnell erneut geöffnet werden könnten.
Immer wieder Windows und Android
Ein weiterer überraschender Aspekt der veröffentlichten Informationen ist die angebliche Unterstützung sowohl von Windows-Hardware als auch des Android Open Source Project (AOSP). Das würde auf einen plattformübergreifenden Ansatz hindeuten, bei dem Web-Anwendungen und Cloud-Dienste im Mittelpunkt stehen. Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob Project Aion als Vorläufer oder frühe Entwicklungsstufe von Project Solara angesehen werden könnte. Dabei handelt es sich um eine von Microsoft auf der diesjährigen Entwicklerkonferenz Build vorgestellte Betriebssystem- und Geräteplattform für Android, bei der KI-Agenten im Mittelpunkt stehen. Anstelle klassischer Anwendungen kommen dort dynamische, sprach- oder textgesteuerte Agenten zum Einsatz. Darüber hinaus sollen sich sogenannte Just-in-Time-Oberflächen nahtlos an den jeweiligen Formfaktor und die konkrete Aufgabe anpassen. Ob beide Projekte tatsächlich miteinander verbunden sind, bleibt jedoch offen.
Echtheit bislang nicht bestätigt
Ob oder inwieweit sich die veröffentlichten Informationen bewahrheiten, bleibt abzuwarten. Bereits 2022 kursierten Gerüchte über ein angebliches „EdgeOS“, die sich später nicht nur als falsch, sondern sogar als gezielte Fälschung herausstellten. Denkbar wäre allerdings, dass einzelne Konzepte des gezeigten Prototyps künftig in Windows einfließen.
Windows Central hatte Microsoft um eine Stellungnahme gebeten, das Unternehmen lehnte eine Kommentierung jedoch ab.
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Anthropic-Samsung-Deal: Samsung übernimmt wohl 2-nm-Chip-Fertigung und auch Packaging

Es wäre ein großer Fisch, den sich Samsung Foundry gesichert haben soll: Anthropic. Und zwar nicht nur für die Chipfertigung in einem SF2-Prozess, wie es weiter heißt, sondern auch das Packaging. Dies wäre eine Überraschung, denn hinter TSMCs CoWoS und Intels EMIB-Möglichkeiten sind Samsungs Lösungen bisher eher unbekannt.
Wie The Information berichtet (Paywall), soll Anthropic für den eigenen Chip Samsung in Betracht ziehen. Nachdem OpenAI zuletzt gemeinsam mit Broadcom seinen ersten eigenen Chip vorgestellt hat, der wiederum von Broadcom bei TSMC gefertigt wird, ziehen Anthropics Bestrebungen in dieser Richtung ebenfalls an.
Dass dabei in Zukunft einer der vielen potenziellen SF2-Prozesse (SF, Samsung Foundry) zum Einsatz kommt, die Samsung in dieser Woche mit den Ausbaustufen SF2, SF2P, SF2P+ und SF2X erneut bestätigt hat, erscheint dabei natürlich gesetzt. Die letztlich größere Überraschung bei der Thematik ist jedoch, dass Samsung am Ende auch das Packaging übernehmen soll. Samsung packt zwar reguläre Chips auf Substrate, im sogenannten Advanced Packaging mit mehreren Chips sowie passiven und aktiven Interposern, gegebenenfalls kombiniert mit bereits gestapelten Chips und benachbartem Speicher, spielt das Unternehmen bisher aber eigentlich quasi keine Rolle und hat so auch nahezu keine Kapazitäten.
Im Jahr 2024 wollte Samsung in den USA schon einmal einen Packaging-Komplex auf den Weg bringen. Das Thema geriet daraufhin jedoch für nahezu ein Jahr wieder in den Hintergrund und rückte erst nach dem Großauftrag von Tesla wieder in den Fokus. Mit weiteren potenziellen Kunden in der Warteschlange könnte es aber nochmals an Bedeutung gewinnen und so doch umgesetzt werden.
Samsung als TSMC-Alternative gewinnt mehr Kundschaft
Apropos Warteschlange. Wie Chosun aus Südkorea berichtet, stehen Kunden langsam auch Schlange bei Samsung. Demnach könne sich die Foundry-Sparte die Kundschaft nun aussuchen und bevorzuge Kunden mit hohem Auftragsvolumen. Einige ältere Prozesse seien bereits vollständig ausgebucht, auch Preissteigerungen von bis zu 20 Prozent gingen auf die gestiegene Nachfrage zurück, heißt es weiter.
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Amazon Kindle: Firmware 5.19.5 bringt deutsche KI-Übersetzung und Probleme

Mit dem Kindle-Softwareupdate Version 5.19.5 bringt Amazon für alle Kindle-Modelle ab 2024 neue und zurückgekehrte Funktionen. Gleichzeitig berichten Nutzer aber über teils deutliche Leistungseinbußen nach der Installation. Zudem unterstützt der KI-gestützte Übersetzungsdienst Kindle Translate jetzt auch Deutsch.
Bekannte Wörterbuchfunktion kehrt langsamer zurück
Für viele Nutzer dürfte die Rückkehr der Funktion zum Öffnen des vollständigen Wörterbuchs während des Lesens zu den wichtigsten der neuen Änderungen zählen, die seitens Amazon mit einem früheren Update entfernt und nun wieder bereitgestellt wurde. Die Bedienung wurde mit der neuen Version allerdings geändert: Nutzer müssen zunächst bis zum Ende des Wörterbuchfensters scrollen, anschließend das Drei-Punkte-Menü neben dem Wörterbuchnamen öffnen und dort „Wörterbuch öffnen“ auswählen.
Performanceeinbruch an vielen Stellen
Derzeit soll die Performance allerdings noch zu wünschen übrig lassen: Einem Bericht von The eBook-Reader zufolge dauerte das Öffnen des vollständigen Wörterbuchs auf einem Kindle Scribe der ersten Generation mehr als fünf Sekunden und ging mit mehreren Bildschirm-Invertierungen einher. Auch die Rückkehr zum eigentlichen Buch soll deutlich mehr Zeit als in älteren Software-Versionen in Anspruch nehmen.
Dabei bleibt es allerdings nicht. Nach dem Update sollen sich E-Books insgesamt langsamer öffnen, zudem reagiere die Seitenvorschau im Page-Flip-Modus verzögert. Ob diese Leistungseinbußen dauerhaft bestehen oder lediglich auf die Neuindizierung der Bibliothek nach der Installation zurückzuführen sind, ist bislang unklar.
Zahlreiche Neuerungen
Darüber hinaus führt Amazon mehrere neue Funktionen für seine E-Book-Reader ein. „Story So Far“ soll spoilerfreie Kapitel-Zusammenfassungen für tausende englischsprachige Bestseller bereitstellen, damit Leser nach längeren Pausen leichter wieder in ein Buch einsteigen können. Lesezeichen lassen sich zudem künftig direkt über die Seitenminiaturen im Page-Flip-Modus und nicht mehr ausschließlich während des Lesens setzen, mit den „Sticky Notes“ können darüber hinaus verschiebbare Haftnotizen per Drag-and-Drop oder über das Kontextmenü auf einer Seite neu positioniert werden. Auf dem Kindle Scribe sollen gezeichnete Kreise ab sofort anhand strukturierter Zeichnungen automatisch geglättet und als saubere Annotationen dargestellt werden. Die Funktion steht für E-Books mit erweitertem Satz sowie Word-Dokumente zur Verfügung.
Das Update steht ab sofort für alle Kindle-Modelle ab 2024 bereit. Die Installation kann Over the Air (OTA) oder per Download von Amazons Update-Seite mit anschließendem manuellem Übertragen auf das Lesegerät erfolgen.
Kindle Translate versteht nun auch Deutsch
Parallel dazu hat Amazon den noch in der Beta-Phase befindlichen KI-gestützten Übersetzungsdienst Kindle Translate um weitere Sprachen erweitert, darunter auch Deutsch. Self-Publishing-Autoren, die ihre E-Books über Kindle Direct Publishing (KDP) veröffentlichen, können ihre Werke künftig einfacher zwischen Englisch sowie Deutsch, Französisch, Italienisch, Portugiesisch und Spanisch übersetzen. Nach Angaben von Amazon sind bislang weniger als fünf Prozent der auf Amazon angebotenen Titel in mehreren Sprachen verfügbar. Mit Kindle Translate soll diese Hürde deutlich reduziert werden. Autoren erhalten damit die Möglichkeit, ihre Bücher ohne aufwendige oder kostspielige Übersetzungsprozesse für weitere Märkte bereitzustellen.
Die Übersetzungsfunktion ist vollständig in Kindle Direct Publishing integriert. Autoren können ihre Übersetzungen selbst verwalten, gewünschte Zielsprachen auswählen, Verkaufspreise festlegen und die fertigen Bücher direkt veröffentlichen. Laut Amazon werden die Übersetzungen automatisch formatiert, sodass sich der Veröffentlichungsprozess mit wenigen Klicks abschließen lässt. Bei Autoren soll der neue Übersetzungsdienst bislang für eine positive Resonanz gesorgt haben.
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