Online Marketing & SEO
SEO- oder SEA-Landingpage? Vergleich & Entscheidungshilfe
Eine Landingpage für SEO und SEA? Klingt effizient, ist aber oft der Grund für schlechte Performance. Warum organische und bezahlte Besucher*innen völlig unterschiedliche Erwartungen haben, wie sich das auf den Aufbau, die Inhalte und Conversions auswirkt und wann getrennte Landingpages wirklich sinnvoll sind, erfährst Du in diesem Beitrag.

Eine Landingpage für SEO und SEA wirkt auf den ersten Blick effizient. In der Praxis passt sie jedoch selten zu beiden Nutzerintentionen.
SEO vs. SEA: Gleiches Ziel, anderer Weg
SEO und SEA verfolgen letztlich dasselbe übergeordnete Ziel: qualifizierten Traffic auf eine Landingpage zu bringen, der am Ende zu Leads, Anfragen oder Verkäufen wird.
Der entscheidende Unterschied liegt jedoch nicht im Ziel, sondern im Kontext, in dem Nutzer*innen auf diese Landingpage gelangen. Und genau dieser Kontext entscheidet darüber, wie eine Landingpage aufgebaut sein muss, damit sie funktioniert beziehungsweise performt.
Warum ist dieser Unterschied so wichtig?
In der Praxis sehen wir häufig, dass Unternehmen eine einzige Landingpage für SEO und SEA einsetzen. Oft geschieht das aus Effizienzgründen. Die Folgen sind dann:
Der Grund: SEO- und SEA-Traffic haben völlig unterschiedliche Erwartungen und befinden sich in unterschiedlichen Phasen der Customer Journey. Darum funktionieren kanalübergreifende „One fits all“-Landingpages selten gut.
Der Kernunterschied: Die Erwartungshaltung beim Klick
Der größte Unterschied zwischen SEO- und SEA-Traffic entsteht vor dem Klick: im Kopf des Users.
Wer organisch sucht, befindet sich meist noch in einer Phase der Orientierung. Die Suche ist offen, vergleichend und oft noch unscharf formuliert. Die Nutzer*innen prüfen mehrere Ergebnisse, lesen quer, springen zurück in die SERPs und versuchen, ein Thema zunächst einzuordnen.
Entsprechend erwartet er:
- Einordnung statt Verkauf
- Kontext statt Zuspitzung
- Orientierung und Entscheidungshilfe statt Abschlussdruck
Bei SEA ist der Kontext ein anderer: Der Klick erfolgt auf eine Anzeige mit einem klaren Versprechen. Die Nutzer*innen haben bereits eine Vorauswahl getroffen – zumindest gedanklich. Sie wollen jetzt nicht mehr grundsätzlich verstehen, ob ein Angebot relevant ist, sondern ob dieses konkrete Angebot für sie passt.
Nutzer*innen erwarten:
- eine direkte Fortsetzung der Anzeige
- schnelle Bestätigung der Entscheidung
- einen klaren nächsten Schritt
Dieser Unterschied entsteht vor dem Klick. Und genau deshalb lässt er sich nicht „auf der Seite reparieren“, wenn Aufbau und Inhalte nicht dazu passen.
Was ist eine SEO-Landingpage und wie funktioniert sie?
Eine SEO-Landingpage ist ein inhaltlicher Ankerpunkt für ein konkretes Suchthema, und damit häufig der erste intensive Kontakt zwischen Marke und Nutzer*in. Sie ist keine klassische „Marketing-Seite“, deren Hauptaufgabe es ist, Nutzer*innen möglichst schnell zu einer Conversion zu bewegen.
Ihr Erfolg hängt nicht davon ab, wie laut sie verkauft, sondern davon, wie gut sie ein Problem einordnet, erklärt und eine Lösung greifbar macht.
Die Ausgangssituation: Nutzer*innen kommen mit offenen Fragen
SEO-Traffic entsteht aus offenen Suchanfragen. Nutzer*innen wissen in diesem Moment oft noch nicht:
- welche Lösung für sie die richtige ist,
- welche Kriterien wirklich relevant sind,
- worauf sie achten sollten oder
- welche Optionen sie ausschließen können.
Eine SEO-Landingpage muss genau hier ansetzen. Sie darf nicht voraussetzen, dass der oder die Nutzer*in bereits entscheidungsreif ist, sondern muss ihn oder sie erst dorthin begleiten.
Warum SEO-Landingpages anders aufgebaut sein müssen
In der Praxis sehen wir häufig SEO-Seiten, die wie verkappte Salespages funktionieren sollen: viel Nutzenversprechen, frühe CTAs, wenig Einordnung. Das Problem: Diese Seiten überspringen gedanklich mehrere Schritte, die Nutzer*innen noch gar nicht gegangen sind.
Eine funktionierende SEO-Landingpage folgt deshalb einer anderen Logik:
- Sie ordnet ein, bevor sie überzeugt.
- Sie beantwortet Fragen, bevor sie Handlungsvorschläge macht.
- Sie baut Vertrauen auf, bevor sie etwas erwartet.
Das bedeutet nicht, dass SEO-Landingpages keine Conversions erzeugen. Im Gegenteil: Sie tun es oft sehr nachhaltig, aber indirekt, über Sicherheit und Verständnis.
Woran Du eine gute SEO-Landingpage erkennst
Starke SEO-Landingpages haben weniger mit Textlänge zu tun als mit Struktur und Intent-Treue. Typische Merkmale sind:
- ein klarer thematischer Fokus auf ein Suchthema (nicht auf ein Produkt),
- ein modularer Aufbau, der unterschiedliche Nutzerfragen sichtbar adressiert,
- verständliche Erklärungen statt reiner Behauptungen,
- Vergleiche und Einordnungen, die Entscheidungen vorbereiten,
- interne Verlinkungen, die logisch weiterführen, statt nur SEO-Signale zu setzen.
Zielsetzung: Sichtbarkeit, Vertrauen und Entscheidungsreife
Das primäre Ziel einer SEO-Landingpage ist nicht „Jetzt kaufen“. Ihr eigentliches Ziel ist es,
- als beste Antwort auf eine Suchanfrage wahrgenommen zu werden,
- Vertrauen in die fachliche Kompetenz aufzubauen,
- Nutzer*innen so weit zu bringen, dass sie eine fundierte Entscheidung treffen können – jetzt oder später.
Genau deshalb sind SEO-Landingpages häufig der Startpunkt für spätere SEA-Conversions, Direct-Traffic oder wiederkehrende Besuche. Sie zahlen auf Marke, Themenautorität und langfristige Performance ein.
Ein konkretes Beispiel aus der Praxis: Thema „Hausratversicherung“. User stellen sich selten sofort die Frage: „Wo schließe ich ab?“ Stattdessen fragen sie:
- Welche Leistungen sind für mich relevant?
- Worauf muss ich achten?
- Was kostet eine Hausratversicherung?
- Wie unterscheiden sich Tarife?
Eine SEO-Landingpage greift diesen Bedarf nach Informationen sichtbar und strukturiert auf, nicht im Fließtext vergraben, sondern klar strukturiert, modular und nachvollziehbar. Das schafft Orientierung, reduziert Unsicherheit und macht die Seite zur Referenz für das Thema.

Beispiel: SEO-Landingpage für die Hausratversicherung der CosmosDirekt. Alle wichtigen Informationen sind für den User klar und strukturiert auf einen Blick aufbereitet.
Was ist eine SEA-Landingpage und wie funktioniert sie?
Eine SEA-Landingpage ist keine verkürzte Version einer SEO-Seite und auch kein „schneller Verkaufstrick“. Sie ist ein präzise konzipiertes Performance-Element, dessen Aufgabe es ist, Nutzer*innen in einem sehr konkreten Entscheidungszustand abzuholen und sie ohne Reibungsverluste zum nächsten Schritt zu führen.
Ihr Erfolg hängt nicht von der Textmenge ab, sondern davon, wie klar sie das Versprechen einlöst, das bereits vor dem Klick gemacht wurde.
Der entscheidende Unterschied: Das Versprechen aus der Anzeige
Im SEA beginnt die eigentliche Arbeit nicht auf der Landingpage, sondern in der Anzeige. Nutzer*innen klicken, weil sie dort ein klares Signal erhalten: ein Preis, ein Vorteil, eine Lösung oder eine konkrete Handlungsmöglichkeit.
Eine SEA-Landingpage muss dieses Versprechen sofort einlösen. Nicht nach dem Scrollen oder nach Erklärungen, sondern unmittelbar.
In der Praxis scheitern viele SEA-Seiten genau hier: Sie erklären zu viel, relativieren zu früh oder zwingen Nutzer*innen, sich erneut zu orientieren, obwohl diese gedanklich längst weiter sind.
Warum Fokus wichtiger ist als Vollständigkeit
SEA-Nutzer*innen befinden sich in der Regel nicht mehr in der Orientierungsphase. Sie haben bereits recherchiert, verglichen und eingegrenzt und das oft über SEO-Touchpoints. Die SEA-Landingpage ist daher nicht der Ort für Grundlagenwissen, sondern für Entscheidungssicherheit. Sie beantwortet nicht alle Fragen, sondern die richtigen.
Das bedeutet konkret:
- weniger Kontext, mehr Klarheit
- weniger Optionen, mehr Führung
- weniger Tiefe, mehr Relevanz
Wie eine SEA-Landingpage Nutzer*innen führt
Starke SEA-Landingpages folgen einer klaren Entscheidungslogik:
- Bestätigung: „Du bist hier richtig.“
- Differenzierung: „Darum ist dieses Angebot relevant für Dich.“
- Sicherheit: „Du kannst uns vertrauen.“
- Handlung: „Das ist der nächste Schritt.“
Diese Logik spiegelt sich im Aufbau wider: vom Above-the-Fold-Bereich über kompakte Nutzenargumente bis hin zu wiederkehrenden, logisch platzierten CTAs.
Typische Merkmale funktionierender SEA-Landingpages
In der Praxis zeigen sich immer wieder ähnliche Muster bei Seiten, die im SEA gut performen:
- ein starkes, klares Above the Fold mit Nutzenversprechen und CTA,
- kurze Module, die Einwände antizipieren statt erklären,
- wenige, gezielte Vertrauenselemente, die schnell wirken,
- eine Nutzerführung ohne Ablenkungen oder Nebenpfade,
- technische Stabilität und Geschwindigkeit, die Conversions und Qualitätsfaktoren unterstützen.
Mit unserer Vorlage zeigen wir Dir, wie eine SEA-Landingpage aussehen kann. Je nach Produkt oder Dienstleistung kann der Aufbau abweichen. Die Vorlage bietet Dir aber eine gute Orientierung.
Zielsetzung: Conversion ohne Umwege
Das primäre Ziel einer SEA-Landingpage ist klar: eine Conversion auslösen. Alles, was diesem Ziel nicht dient, ist potenzieller Ballast.
Sekundäre Effekte wie bessere Qualitätsfaktoren, niedrigere Klickpreise oder höhere Anzeigenrelevanz ergeben sich fast automatisch, wenn Nutzer*innen das Gefühl haben, genau das zu bekommen, was sie erwartet haben.
Kehren wir zu unserem Beispiel der Hausratversicherung zurück. Wer nach „Hausratversicherung online abschließen“ sucht, möchte keinen Überblick über den Markt, sondern:
- schnell prüfen, was enthalten ist,
- verstehen, welchen Vorteil das Angebot bietet,
- den Preis einschätzen können,
- und im besten Fall direkt abschließen.
Eine funktionierende SEA-Landingpage liefert genau das kompakt, klar und ohne Umwege. Alles andere gehört in vorgelagerte SEO-Touchpoints.

Die SEA-Landingpage für das Produkt „Hausratversicherung“ der CosmosDirekt präsentiert den Usern zum Beispiel kurz und kompakt die Vorteile dieses Produkts.
Nutzerintention & Messy Middle: Warum der Klick-Kontext über die Landingpage entscheidet
Der zentrale Unterschied zwischen SEO- und SEA-Landingpages entsteht nicht durch den Kanal selbst, sondern durch die Situation, in der sich Nutzer*innen beim Klick befinden. Genau hier liegt der Kern vieler Performance-Probleme:
Landingpages werden häufig so gestaltet, wie Unternehmen sie gerne hätten und nicht so, wie Nutzer*innen sie in diesem Moment brauchen.
Das Messy Middle erklärt, warum hybride Landingpages scheitern
Das Messy-Middle-Modell von Google beschreibt sehr gut, was in der Praxis passiert: Nutzer*innen bewegen sich nicht linear von Recherche zu Abschluss. Stattdessen springen sie zwischen zwei mentalen Zuständen hin und her:
- Exploration: Informationen sammeln, Optionen vergleichen, Verständnis aufbauen
- Evaluation: Optionen bewerten, Vertrauen prüfen, Entscheidungen vorbereiten
Diese beiden Modi wechseln sich oft mehrfach ab: über Tage hinweg, über verschiedene Suchanfragen und über unterschiedliche Touchpoints. Genau hier treffen SEO und SEA aufeinander.
Das Problem entsteht, wenn eine Landingpage versucht, beide Modi gleichzeitig zu bedienen:
- zu erklärend für SEA
- zu verkaufsorientiert für SEO
Das Ergebnis sind Seiten, die niemanden wirklich abholen.

Screenshot des Messy-Middle-Modells von Google: Die Customer Journey verläuft nicht linear, User springen zwischen „Exploration“ und „Evaluation“ hin und her.
Was das konkret für SEO- und SEA-Landingpages bedeutet
SEO-Landingpages sind im Messy Middle vor allem für die Explorationsphase relevant. Ihre Aufgabe ist es,
- Komplexität zu reduzieren,
- Zusammenhänge zu erklären und
- Nutzer*innen dabei zu helfen, eine fundierte Entscheidungsgrundlage aufzubauen.
Sie müssen nicht abschließen, sie müssen überzeugen, dass man hier richtig ist.
SEA-Landingpages greifen Nutzer*innen dagegen meist in der Evaluations- oder Entscheidungsphase ab. Hier geht es nicht mehr um vollständige Einordnung, sondern um Sicherheit:
- Stimmt das Angebot?
- Passt der Preis?
- Ist das seriös?
- Was ist der nächste Schritt?
Die entscheidende Konsequenz
Eine Landingpage performt nur dann gut, wenn sie genau zu dem Punkt passt, an dem sich Nutzer*innen im „Messy Middle“ gerade befinden. Nicht zu dem Punkt, den wir ihnen zuschreiben – und auch nicht zu dem Punkt, den wir uns aus Unternehmenssicht wünschen.
Deshalb ist die Frage nicht: „SEO oder SEA?“ Sondern: „Welche Entscheidung muss der oder die Nutzer*in an dieser Stelle treffen und wie unterstützt Deine Landingpage genau diese Entscheidung?“
SEO- vs. SEA-Landingpages im direkten Vergleich
Nachdem klar ist, wie SEO- und SEA-Landingpages jeweils funktionieren, lohnt sich eine bewusste Gegenüberstellung. Nicht, um Unterschiede abstrakt zu vergleichen, sondern um sichtbar zu machen, welche Aufgabe eine Landingpage in welchem Moment der Customer Journey erfüllt.
| Vergleichskriterium | SEO-Landingpage | SEA-Landingpage |
| Nutzerzustand beim Klick | Orientierung, Recherche, Vergleich | Entscheidungsnah, handlungsbereit |
| Zentrale Aufgabe/Ziel | Verständnis aufbauen & Sicherheit schaffen | Entscheidung erleichtern & Conversion auslösen |
| Rolle im Messy Middle | Exploration unterstützen | Evaluation stabilisieren |
| Content-Logik | erklärend, einordnend, modular | fokussiert, zuspitzend, reduzierend |
| Content-Tiefe | Hoch: unterschiedliche Fragen & Perspektiven | Niedrig: nur das Entscheidungsrelevante |
| CTA-Strategie | zurückhaltend, kontextuell | klar, wiederkehrend, prominent |
| Struktur | viele thematische Module, Antworten auf W-Fragen | klarer Entscheidungsfunnel |
| Ablenkungsgrad | höher (mehr Informationen, Vergleiche) | minimal (Ablenkung kostet Conversion) |
| Technische Anforderungen | wichtig | kritisch (Qualitätsfaktor & Conversion) |
Brauche ich eigene SEO- und SEA-Landingpages?
In der Praxis ist die Antwort selten ein klares „Ja“ oder „Nein“. Entscheidend ist, ob eine Seite die Erwartungen beider Nutzergruppen wirklich erfüllen kann, ohne an Klarheit zu verlieren. Eine eigene SEA-Landingpage ist kein Selbstzweck. Sie ist ein strategisches Mittel, das nur dann Sinn ergibt, wenn es ein konkretes Problem löst.
Wann eine gemeinsame Seite gut funktionieren kann
In vielen Fällen existiert bereits eine starke SEO-Landingpage, die inhaltlich überzeugt und Vertrauen aufbaut. Wenn diese Seite:
- die zentrale Suchintention klar trifft,
- ein verständliches Nutzenversprechen hat,
- und sich ohne großen Aufwand fokussieren lässt,
kann sie durchaus auch als SEA-Zielseite funktionieren. Voraussetzung ist allerdings, dass sie modular aufgebaut ist und sich für SEA-Nutzer*innen gezielt zuspitzen lässt, etwa durch ein klareres Hero-Element, präzisere Nutzenargumente oder angepasste CTAs.
Gerade bei begrenzten Ressourcen ist dieser Ansatz oft effizienter als der sofortige Bau einer zusätzlichen Seite.
Wann sich eine eigene SEA-Landingpage wirklich lohnt
Eine separate SEA-Landingpage ist sinnvoll, wenn die Erwartungen der Nutzer*innen deutlich enger und konkreter sind als das, was die bestehende SEO-Seite leisten kann.
Typische Situationen aus der Praxis:
- Die SEO-Seite ist bewusst erklärend und umfangreich – und dadurch für SEA zu „langsam“.
- Die Anzeige verspricht etwas sehr Konkretes (Preis, Angebot, Aktion), das Above the Fold erfüllt werden muss.
- Die SEA-Keywords treffen Nutzer*innen in einer sehr späten Entscheidungsphase.
- Du möchtest intensiv testen, ohne die SEO-Seite ständig zu verändern.
In diesen Fällen ist eine eigenständige SEA-Landingpage kein Mehraufwand, sondern ein Performance-Hebel.
Der oft übersehene Faktor: Ressourcen & Pflege
Eine SEA-Landingpage ist kein einmaliges Projekt. Sie muss:
- kontinuierlich getestet,
- regelmäßig angepasst,
- und technisch gepflegt werden.
Das lohnt sich vor allem bei:
- hochpreisigen Produkten oder Services,
- stark umkämpften Märkten,
- klar positionierten Angeboten oder
- Kampagnen mit Skalierungspotenzial.
Fehlen Zeit, Budget oder Testing-Kapazitäten, ist es sinnvoller, eine starke SEO-Landingpage gezielt SEA-tauglich zu machen, statt zwei mittelmäßige Seiten parallel zu betreiben.
Am Ende solltest Du Dir nicht die Frage stellen: „Brauchen wir zwei Landingpages?“ Sondern: „Kann eine Seite gleichzeitig erklären und entscheiden helfen – oder verliert sie dabei ihre Klarheit?“ Wenn die Antwort „ja“ lautet, reicht oft eine saubere, modulare Seite. Wenn die Antwort „nein“ lautet, ist eine eigene SEA-Landingpage der bessere Weg.
Erfolgsfaktoren starker Landingpages
Unabhängig davon, ob eine Landingpage für SEO oder SEA gebaut wird, gibt es einige Grundprinzipien, ohne die keine Seite nachhaltig performt. Sie bilden das Fundament, auf dem kanal-spezifische Optimierungen überhaupt erst wirken können.
Das gemeinsame Fundament: 5 Dinge, die jede gute Landingpage braucht
In der Praxis scheitern Landingpages meistens an einem unklaren Gesamtkonzept. Starke Landingpages zeichnen sich deshalb vor allem durch fünf Dinge aus:
-
Ein klares Nutzenversprechen, das sofort sichtbar ist.
Nutzer*innen müssen innerhalb weniger Sekunden verstehen, worum es geht, für wen das Angebot relevant ist und welchen konkreten Mehrwert sie erwarten können. Dieses Versprechen entsteht im SEO bereits in den Suchergebnissen, im SEA in der Anzeige – und muss auf der Landingpage konsequent eingelöst werden.
-
Eine logisch geführte Struktur.
Gute Landingpages folgen einer inneren Dramaturgie. Sie nehmen Nutzer*innen an die Hand, führen sie durch das Thema und verlieren sich nicht in Nebenschauplätzen. Wer springen, suchen oder interpretieren muss, ist gedanklich bereits wieder weg.
-
Sichtbare Vertrauenssignale.
Egal ob SEO oder SEA: Vertrauen ist immer die Voraussetzung für eine Conversion. Bewertungen, Zertifikate, transparente Informationen, klare Ansprechpartner*innen oder fachliche Einordnung sorgen dafür, dass Nutzer*innen bleiben – und nicht weiter vergleichen.
-
Technische Stabilität und Geschwindigkeit.
Mobile Usability, Ladezeit und saubere Umsetzung sind keine Kür, sondern Grundvoraussetzung. Gerade im SEA wirken sich technische Schwächen unmittelbar auf die Kosten und die Conversion Rate aus.
-
Konsistenz zwischen Erwartung und Inhalt.
Was Nutzer*innen erwarten, entscheidet sich vor dem Klick. Eine Landingpage muss diese Erwartung sofort bestätigen, da alles andere Reibung erzeugt und zu Abbrüchen führt.
Auf diesem Fundament bauen die kanal-spezifischen Erfolgsfaktoren auf.
SEO-spezifische Erfolgsfaktoren (Exploration-orientiert)
SEO-Landingpages richten sich an Menschen, die ein Thema verstehen wollen. Ihr Erfolg hängt deshalb weniger von Zuspitzung als von einer sauberen Einordnung ab.
Entscheidend ist vor allem die Intent-Treue: Inhalte müssen exakt die Fragen, Unsicherheiten und Vergleichsbedarfe adressieren, mit denen Nutzer*innen suchen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
In der Praxis bewähren sich dabei vor allem:
- ein modularer Aufbau, der verschiedene Teilfragen sichtbar abdeckt,
- nachvollziehbare Erklärlogik statt reiner Behauptungen,
- klare Einordnungen, die Entscheidungen vorbereiten,
- interne Verlinkungen, die sinnvoll weiterführen,
- visuelle Elemente, die Komplexität reduzieren.
SEA-spezifische Erfolgsfaktoren (Decision-orientiert)
SEA-Landingpages erreichen Nutzer*innen in einem anderen Zustand. Hier geht es nicht mehr um Einordnung, sondern um Entscheidungssicherheit. Alles, was davon ablenkt, kostet Conversions.
Besonders erfolgskritisch sind:
- ein starkes Above-the-Fold-Element, das das Anzeigenversprechen sofort bestätigt,
- klar formulierte Nutzenargumente,
- eine reduzierte Struktur ohne Nebenpfade,
- wiederkehrende, logisch platzierte CTAs,
- und eine Seite, die sich leicht testen und iterieren lässt.
Eine wichtige Erkenntnis aus meiner Praxiserfahrung: Die besten Ergebnisse entstehen nicht, wenn SEO- und SEA-Landingpages möglichst ähnlich sind, sondern wenn sie ihre jeweilige Rolle konsequent ausspielen, auf Basis eines gemeinsamen Fundaments.
Wenn SEO & SEA zusammenspielen, werden Landingpages deutlich besser

Zusammen verbessern SEO und SEA die Struktur und Performance von Landingpages.
In vielen Organisationen werden SEO und SEA getrennt voneinander betrachtet. Dabei liegt einer der größten Hebel genau in ihrer Zusammenarbeit. Beide Kanäle liefern unterschiedliche, aber hochrelevante Signale: SEO zeigt, welche Fragen und Unsicherheiten Nutzer*innen wirklich haben, SEA zeigt, welche Botschaften und Angebote tatsächlich zu Entscheidungen führen.
Die wichtigsten Synergien sind:
- Keyword-Abgleich: SEO hilft zu verstehen, wonach Nutzer*innen suchen. SEA zeigt, wann sie bereit sind zu handeln bzw. zur Conversion bereit sind.
- Bessere Landingpage-Logik: SEO sorgt für Struktur und Orientierung, SEA für Fokus und Zuspitzung.
- Gemeinsames Monitoring: schnelle SEA-Daten und langfristige SEO-Signale ergeben ein vollständiges Bild.
- Konsistente Customer Journey: Nutzer*innen werden über verschiedene Touchpoints hinweg abgeholt, statt sich bei jedem Klick neu orientieren zu müssen.
Tipp: Wie diese Zusammenarbeit im Detail aussieht und wie Du sie organisatorisch sinnvoll aufsetzt, haben wir ausführlich in diesem Beitrag beschrieben: „SEO-SEA-Synergien effizient nutzen“.
Fazit: Die Nutzerintention entscheidet über den Erfolg Deiner SEO- und SEA-Landingpages
SEO- und SEA-Landingpages verfolgen dasselbe Ziel, erfüllen aber unterschiedliche Aufgaben in der Customer Journey. Während SEO-Landingpages Orientierung schaffen, Fragen beantworten und Entscheidungsreife aufbauen, müssen SEA-Landingpages Klarheit liefern und den letzten Schritt zur Conversion erleichtern. Entscheidend ist dabei nicht der Kanal, sondern die Nutzerintention im Moment des Klicks.
AI Overviews, AI Mode und neue Suchoberflächen verändern zwar, wie Sichtbarkeit entsteht, nicht aber, warum Landingpages funktionieren. Strukturierte Inhalte, klare Nutzenargumente und ein nachvollziehbarer Mehrwert bilden nach wie vor die Grundlage für eine gute Performance, unabhängig davon, ob der Klick aus der organischen Suche, aus Anzeigen oder aus KI-Systemen stammt.
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Kontaktiere uns
Wenn Du tiefer in das Thema KI und moderne Suche einsteigen möchtest, findest Du hier weiterführende Inhalte von meinen Kolleg*innen:
Zum Abschluss lohnt sich ein kurzer Selbstcheck:
- Passt Deine Landingpage wirklich zur Erwartungshaltung der Nutzer*innen?
- Wird der zentrale Nutzen sofort klar?
- Unterstützt der Aufbau die jeweilige Phase – Orientierung oder Entscheidung?
- Sind die CTAs sinnvoll platziert und
- ist die technische Basis sauber?
Wenn Du diese Fragen mit „Ja“ beantworten kannst, stehen die Chancen gut, dass Deine Landingpages sowohl im SEO als auch im SEA nachhaltig performen.
Und wenn Du Unterstützung dabei brauchst, SEO- und SEA-Landingpages strategisch aufzusetzen oder bestehende Seiten weiterzuentwickeln, helfen wir Dir gern. Melde Dich einfach bei uns! Wir sprechen unverbindlich über Deine Herausforderung und die beste Lösung dafür.
Bildnachweis: Titelbild: ChatGPT via Seokratie; Bild 2: Screenshot der cosmosdirect.de SEO-Landingpage; Bild 3: Screenshot der cosmosdirect.de (Hausratversicherung) SEA-Landingpage; Bild 4: Screenshot des Messy-Middle-Modells von Google; Bild 5: vegefox.com/stock.adobe.com
Online Marketing & SEO
Google macht Schluss mit peinlichen Gmail-Adressen
Cringe Gmail-Adresse? Google ermöglicht Nutzer:innen bald, ihren Mail-Namen zu ändern – ohne Datenverlust – und lockert damit erstmals eine Regel, die digitale Jugendsünden lange zementiert hat.
Google rührt an einer der langlebigsten Regeln des Internets: Die eigene @gmail-Adresse ist künftig nicht mehr zwangsläufig ein lebenslanges Relikt aus der Schulzeit. Wer sich seit Jahren mit Adressen wie darkangel2006@, sweetgirl97@ oder ähnlichen Jugendsünden vor Kolleg:innen, Kund:innen oder Behörden erklären muss, darf jetzt hoffen. Ende des Jahres 2025 sorgte Google auch schon mit einer überraschenden Änderung für Aufsehen.
Google:
Seltene Veränderung der Startseite mit AI-Hintergrund

So funktioniert die Gmail-Adressänderung
Laut einer Google-Support-Seite auf Hindi dürfen erste Nutzer:innen ihren Gmail-Nutzer:innennamen ändern, ohne ein neues Konto anlegen zu müssen. Die bisherige Adresse wird dabei nicht gelöscht, sondern als Alias hinterlegt. Bedeutet: Mails kommen weiterhin an, Logins bleiben unverändert, Daten gehen nicht verloren – lediglich der öffentliche Auftritt wird seriöser. Ganz ohne Einschränkungen läuft das Feature allerdings nicht:
- Änderung nur einmal pro Jahr
- maximal drei neue Gmail-Adressen pro Konto
- die neue Adresse ist dauerhaft und kann nicht wieder gelöscht werden
- die alte Adresse bleibt dauerhaft mit dem Konto verknüpft
- Anmeldung funktioniert mit alter und neuer Adresse
Inhalte wie E-Mails, Fotos, Drive-Dateien oder die YouTube-Historie bleiben vollständig erhalten. Lediglich in einzelnen älteren Einträgen, etwa Kalenderterminen, kann weiterhin die ursprüngliche Adresse angezeigt werden. Google empfiehlt vorsorglich ein Backup, insbesondere für ChromeOS-Nutzer:innen.
Die Gmail-Adressänderung ist noch nicht live
Der Haken: Offiziell freigeschaltet ist das Feature bislang nicht. Die entsprechende Support-Seite ist aktuell nur auf Hindi verfügbar und wirkt eher wie ein versehentlich veröffentlichter Hinweis auf einen laufenden Roll-out als wie eine angekündigte Feature-Ankündigung. Laut 9to5Google plant Google eine schrittweise Einführung, ein konkreter Zeitplan fehlt jedoch – auch mit Blick auf Deutschland.
Trotz dieser Unklarheit ist der Schritt bemerkenswert. Denn erstmals lockert Google eine Regel, die für viele Nutzer:innen über Jahre unveränderlich war. Für Millionen Gmail-Konten eröffnet sich damit perspektivisch die Möglichkeit, eine digitale Altlast abzulegen – und eine Adresse loszuwerden, die mit 14 vielleicht charmant klang, heute aber eher erklärungsbedürftig ist.
Google Gemini 3 Flash ist da und wird zum Default Model der Suche

Online Marketing & SEO
Meta übernimmt Manus: KI-Agents der nächsten Generation
Mit Manus holt Meta einen führenden Player für die Entwicklung autonomer KI-Agents ins Team. Die Technologie soll sowohl Meta AI als auch andere Produkte bereichern, während der Manus-Service für bestehende User erhalten bleibt.
Meta hat die Übernahme des KI-Unternehmens Manus angekündigt. Dieses ist auf die Entwicklung sogenannter General AI Agents spezialisiert und steht hinter einem der führenden autonomen KI-Agents, welcher eigenständig komplexe Aufgaben übernehmen kann. Zu den Fähigkeiten gehören unter anderem Marktanalysen, Programmierung sowie Datenanalyse. Künftig wird Meta den Manus-Service über die bestehende App und Website verkaufen und die Technologie parallel in die eigenen Produkte integrieren – auch in Meta AI.
Manus is entering the next chapter: we’re joining forces with Meta to take general agents to the next level.
Full story on our blog: https://t.co/huPrnbITCi
— Manus (@ManusAI) December 29, 2025
Der universelle AI Agent, welchen Manus vergangenes Jahr vorgestellt hat, soll die User bei Recherchen, der Automatisierung von Aufgaben und komplexen Tasks unterstützen. Sowohl individuelle User als auch Businesses erhalten über Metas Produkte Zugriff auf Manus. Xiao Hong, CEO von Manus, kommentiert die Übernahme:
Der Beitritt zu Meta ermöglicht es uns, auf einer stärkeren, nachhaltigeren Grundlage aufzubauen, ohne zu ändern, wie Manus funktioniert oder wie Entscheidungen getroffen werden. Wir sind gespannt, was die Zukunft mit Meta und Manus gemeinsam bringt, und wir werden weiterhin das Produkt weiterentwickeln und die Nutzer bedienen, die Manus von Anfang an definiert haben.
Meta baut die eigenen Kompetenzen derzeit strategisch aus: Neben der Übernahme von Manus holte das Unternehmen mit Alan Dye, Apples Top-Designer hinter Liquid Glass, kürzlich einen weiteren Schlüsselspieler für Hardware, Software und KI ins Team.
Verantwortlich für Liquid Glass:
Apples Top-Designer kreiert bald für Meta

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Payback-Kampagne: Edeka liefert zum Januar mit Palina Rojinski harten Realitätscheck
Silvester ist gefeiert und seit dem 2. Januar sind die Deutschen im normalen Alltag zurück. Und dieser Alltag bedeutet auch 2026 hohe Lebensmittelpreise. Edeka greift das Thema mit der Kampagne „Spar-Januar bei Edeka“ in Partnerschaft mit Payback auf und verlässt dabei seine gewohnten Werbepfade.
Edeka-Werbung setzte in den vergangenen Jahren konsequent auf Wiedererkennbarkeit. Ein zentrales Element dabei war stets, den eigenen Mitarbeitern ein
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