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Signaling X: Siemens zeigt U-Bahn-Steuerung CBTC auf herkömmlichen Servern


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Auf dem Singapore Rail Test Center (SRTC) in Singapur hat Siemens Mobility im November erstmals der Presse, aber auch potenziellen Kunden im asiatisch-pazifischen Raum, sein neues Signaling-X-Steuerungssystem für U-Bahnen und ähnliche Systeme (Mass Transit) vorgestellt und die Funktion auch mit Testfahrten demonstriert. Signaling X kommt dabei eigentlich von der „Großen Eisenbahn“ (Mainline) und setzt als Besonderheit auf handelsübliche Server und nicht mehr auf proprietäre Hardware von Siemens. Die braucht es nur noch in Ausnahmefällen.

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Ziel des Systems ist die Steuerung und Überwachung bis hin zu vollautomatisierten Metro-Systemen nach dem Standard Communications-Based Train Control (CBTC). Das System ist dabei konzeptbedingt bereits in der Mindestausführung georedundant.

In Singapur hat man das freilich nicht zeigen können, denn der Testring hat ohnehin nur eine Länge von etwa 3 km. Dementsprechend fanden sich alle drei Server in einem 19-Zoll-Rack.

Zwei Signaling-X-Server müssen aus Sicherheitsgründen immer gleichzeitig im Betrieb sein, der dritte ist die Redundanz. Alle drei Server können aber beliebig verteilt werden. Sollte es also zu einem Ausfall eines Servers durch einen Stromausfall, einer Überflutung oder eines Brandes kommen, kann der Betrieb weiterlaufen. Vor großflächigeren Ereignissen, wie etwa einem Erdbeben, schützt die Georedundanz aber nur bedingt. Dann hat der Verkehrsbetrieb aber ohnehin andere Probleme.

Der Vorläufer dieses georedundanten Konzepts ist übrigens die Umsetzung der digitalen Stellwerke in Norwegen bei der Bane Nor, über die Heise Online zuvor ausführlich berichtete.

Auf Kundenwunsch wären auch mehr Server möglich oder etwa das Vorhalten weiterer Server. Die Synchronisierung soll binnen weniger Minuten abgeschlossen werden können, so Siemens.

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Die Umsetzung des serverbasierten Stellwerkbetriebs per Signaling X bringt laut Siemens mehrere Vorteile. Dank der Basis auf Standard-Netzwerkkomponenten gibt es die klassische Reichweitenlimitierung nicht mehr. Ein Elektronisches Stellwerk (ESTW) hat nämlich nur eine Reichweite von 6,5 Kilometern. Freilich gibt es noch Zwischenlösungen. Es muss nicht Signaling X von Siemens sein, um Stellwerke weiter entfernt zu betreiben. Hierzulande sind das etwa Digitale Stellwerke (DSTW).

Gleichzeitig wird in den Serverschränken viel Platz gespart. Die Installation auf dem SRTC zeigte das recht deutlich. Die vier gut gefüllten 19-Zoll-Racks mit dem alten CBTC-Equipment wurden durch ein kaum gefülltes Signaling-X-Rack ersetzt.



Solche proprietären Module wie das PIM50 sollen verschwinden. Sie brauchen viel Platz, für gerade einmal zwölf Eingänge. Eine Kreuzweiche bräuchte alleine acht Eingänge.

(Bild: Andreas Sebayang/heise medien)

Der gezeigte Platzgewinn ist aber nicht realistisch. Siemens erwartet weiterhin einige Komponenten, die nicht einfach ersetzt werden können, und beispielsweise Switches für das Netzwerk. In der Regel ist der Platzgewinn trotzdem signifikant, denn alleine die alten PIM50-Module für Signaleingänge benötigen schon enorm viel Platz im Rack.

Es kann aber nicht alles vollständig digitalisiert und zentralisiert werden. Auf einer Strecke finden sich alte Komponenten, die weiter betrieben werden sollen. In Singapur zeigte Siemens Mobility dafür eine neue Lösung, um alte Streckenhardware zu digitalisieren: Die Smart Object Control Box.



Ein Prototyp der Smart-Object-Control-Box. Unten werden fixierbare Ethernet-Kabel angeschlossen. Oben ist einer von zwei Stromanschlüssen für eine Weiche.

(Bild: Foto: Andreas Sebayang/heise medien)

In einer ersten Umsetzung will Siemens so Weichenantriebe über Ethernet mit den Signaling-X-Servern verbinden. Dazu müssen nur die Stromanschlüsse in die Box geführt werden. Das muss aber vorher in Siemens‘ Signalfabrik in Braunschweig erst getestet werden, denn bei Weichen und Weichenantrieben gibt es eine Vielzahl von Modellen.

Als Nebeneffekt kann die Box auch Strommessungen durchführen und etwa eine erhöhte Leistungsaufnahme feststellen – oft ein Hinweis für eine fällige Wartung der Weiche. Die Weiche ist dabei der einfachste Anwendungsfall für die neue Box. In Zukunft könnten aber auch Objekte wie Türen auf dem Bahnsteig (Platform Screen Doors) oder absenkbare Seilsysteme, Achszähler oder sogar alte Signale an so eine Box angeschlossen werden und in Signaling X integriert werden, so Siemens Mobility im Gespräch mit Heise Online.

Für Verkehrsbetriebe interessant ist auch eine Teilumsetzung. Signaling X kann beispielsweise nur auf einem Teil einer Strecke eingesetzt werden. Ein Betreiber könnte eine Handvoll Stationen an einem Außenast auf das neue System migrieren. Da die Umschaltung recht schnell durchgeführt werden kann, was Siemens mit dem Ziehen von Kabeln seinen Kunden in Singapur auch demonstrierte, wäre auch erst einmal nur ein Testbetrieb etwa in der Nacht möglich. Der Wechsel auf das alte System als Rückfallebene ist bei Problemen ebenfalls möglich.




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Auf dem Testring war die Migration zumindest technisch laut Siemens schnell umgesetzt. Nachdem auf einem digitalen Zwilling in Braunschweig alles durchgetestet wurde, musste das neue Equipment nach Singapur geschafft werden. Zuvor hatte Siemens Mobility die alte CBTC-Anlage noch installiert. Die eigentliche Umstellung dauerte dadurch rund einen Tag.

In einem Kundenszenario kommen hier natürlich noch Test- und Abnahmefahrten in der Praxis dazu. Wie lange ein System ausfällt, hängt von den jeweiligen Aufsichtsbehörden ab. Am ohnehin CBTC-kompatiblen Zug musste übrigens nichts für Signaling X geändert werden.

Einige Vorteile bietet das System auch beim nachträglichen Erweitern der Infrastruktur. Eine Belastung für die Server ist nämlich vor allem die Steuerung des Zugbetriebs und deren Überwachung. Je mehr unterwegs ist, desto mehr muss das System in Echtzeit leisten.

Auf der anderen Seite lässt sich der Server schon von Anfang an auf die mögliche Erweiterung der Flotte auslegen. Alles andere sind für die Server-Applikationen keine großen Herausforderungen. Ein paar zusätzliche Weichen belasten das System kaum. Auch sogenannte Infill-Stationen, also Bahnhöfe, die erst später mitten im Netz hinzugefügt werden, sollen sich leicht umsetzen lassen.



Signaling X auf drei Proliant-Servern von HPE.

(Bild: Andreas Sebayang/heise medien)

Prinzipiell kann der Betreiber zudem seine eigenen Server aussuchen und so eigene Belange besser berücksichtigen, solange die Rechner den initialen Health-Check von Siemens bestehen. Im Allgemeinen geht Siemens aber davon aus, dass Server gleich mitbestellt werden, die dann Siemens selbst aussucht. In Singapur wurde Signaling X auf HPEs Proliant-Servern der 11. Generation installiert.

Im Testcenter wurde das System für den Metrobetrieb erst einmal nur vorgestellt. Im Rahmen der Vorstellung gab es noch diverse Workshops für potenzielle Kunden, die sich das System noch genauer anschauen durften. Dank des Testtracks hat Siemens hier ideale Voraussetzungen für Demonstrationen. Prinzipiell könnte Signaling X aber auch im Prüf- und Validationcenter Wegberg-Wildenrath installiert werden. Doch das ist weit weg.

Aus dem asiatisch-pazifischen Raum waren dementsprechend einige Kunden angereist. Natürlich schauen sich auch Singapurs Metrolinien-Betreiber SBS Transit und SMRT das System sehr genau an. Denn Siemens ist an allen Metrolinien des Stadtstaats mit mehr oder weniger vielen Komponenten beteiligt. Mal ist es die Stromversorgung und in vielen Fällen tatsächlich auch eine CBTC-Installation mit höchstem Automatisierungsgrad. Die neue Jurong-Region-Line wird 2029 auf Siemens‘ CBTC setzen, aber noch nicht auf Signaling-X-Servern.



Gerade im Bau: Die Jurong Region Line.

(Bild: Andreas Sebayang/Privat)

Singapur baut sein Metrosystem gerade mit einer sehr hohen Geschwindigkeit massiv aus. Das Singapore Rail Test Center hat hier eine besondere Bedeutung, denn der Stadtstaat kann nun selbst Fahrzeuge und Systeme testen.



BU: Das SRTC nördlich des Tuas-Link-Depots.

(Bild: Bild: LTA/Government of Singapore)

Wichtige Abnahmefahrten werden in Zukunft auf den drei Teststrecken im SRTC durchgeführt: Der Außenring (60 km/h, Endurance Track, 190 m Radius), der innere Ring (50 km/h, Performance and Integration Track, 140 m Radius) und der High-Speed-Track als gerade Strecke (80 km/h).

Bisher fand dies überwiegend in China, Frankreich und Spanien statt, wie uns SBS Transit sagte. In gewissen Grenzen können Abnahmefahrten auf Testgleisen der Depots durchgeführt werden. Doch die sind nur etwa einen Kilometer lang, kein Kreis und erschweren den Betrieb des Depots.

Aktuell müssen die Züge übrigens per LKW in das Testcenter gebracht werden. Es soll aber bald zwei Gleisverbindungen zu zwei Metrolinien geben. Die erste Verbindung wird von der East-West-Endstation Tuas Link für deutsche Verhältnisse recht abenteuerlich in den Testring geführt.



Von hier geht es in Richtung SRTC. Rechts der Abzweig ins Depot.

(Bild: Foto: Andreas Sebayang/Privat)

Die Tuas-Link-Verbindung wird nämlich über die Ringbrücken über dem Wasser in das Zentrum der Anlage geführt. Entsprechende Vorbereitungen für Betonstützen sind im Testgelände auch überall zu sehen, durften aber nicht fotografiert werden.



Bis hier und nicht weiter. Der Außenbereich des SRTC. Eine Ebene darüber kommt die Tuas-Link-Verbindung.

(Bild: Andreas Sebayang/Privat)

Formal ist das System Signaling X for Mass Transit für den Nahverkehr gedacht. In Deutschland ist die Unterscheidung jedoch etwas schwierig. Hierzulande gehören S-Bahnen, wie die in Hannover oder Köln, zu der großen Eisenbahn mit teilweise eigener Infrastruktur. Die S-Bahnen in Berlin und Hamburg hingegen haben überwiegend eigene Netze samt spezieller Stromversorgung. Aber selbst bei Berlin (Birkenwerder) und Hamburg (Stade) teilen sie sich die Gleise mit der großen Eisenbahn.

U-Bahnen (Berlin, Hamburg, München, Nürnberg) und Stadtbahnen (Frankfurt am Main und viele andere) wären hingegen eindeutige Kandidaten für Signaling X for Mass Transit. In anderen Ländern wird das oft als Metro-System oder Light Rail Transit eingestuft. Die Grenzen sind aber fließend. Hierzulande gibt es noch wenige CBTC-Installationen. Die meisten kommen erst noch und Siemens Mobility ist oft beteiligt.

In Frankfurt am Main werden etwa die Stadtbahnlinien U4 und U5 mit CBTC ausgestattet. Eine Werkstatt ist auch schon damit ausgestattet. Erste Testfahrten im Netz aber ohne Fahrgäste sind bereits für dieses Jahr geplant und 2027 soll das System online gehen. Danach folgen bis 2033 weitere Linien. Geplant ist der Betrieb ohne feste Signalblöcke. Stattdessen bewegen sich sozusagen die Signale mit einem Zug im „wandernden Raumabstand“, auch Moving Block genannt.

Bei niedriger Geschwindigkeit können die Züge so dichter hintereinander fahren, denn das Rotsignal wandert sozusagen vor dem Zug in Abhängigkeit vom Sicherheitspuffer zum Bremsen mit. Dann können auch in engen Kurven ohne Sicht auf die Strecke (oder Signale) die Züge dichter auffahren, was gerade beim Abbau von Verspätungen hilft. In manchen Systemen wird für solche Situationen das Fahren auf Sicht erlaubt. Die Metro in Oslo handhabt das vor allem am Jernbarnetorget nahe dem Hauptbahnhof Oslo S so. In Oslo arbeitet Siemens übrigens auch an einer CBTC-Installation und auch hier erst einmal ohne Signaling X. Der erste, drei Kilometer lange Abschnitt wurde im vergangenen Monat in Betrieb genommen.

Ein weiteres Projekt findet sich in Hamburg. Bis Ende 2027 soll eine Strecke mit sieben Stationen zwischen Jungfernstieg und Horner Rennbahn (U2/U4) ausgestattet werden. Zudem will man wie Frankfurt (M) in einem Moving-Block-Verfahren fahren und so den Taktabstand von heute 150 auf zukünftig 100 Sekunden reduzieren.

Auch Berlin will auf den Linien U5 und U8 bis 2029 und 2033 CBTC einführen. Die Stadt hat auf der U4 schon in den 1980er-Jahren einen automatischen Forschungsbetrieb gehabt, das Projekt dann aber aufgegeben.

Allerdings sehen diese neuen Projekte nur den Grade of Automation 2 (GoA2) vor, also nur einen teilautomatisierten Betrieb. Zudem setzt das Projekt Digitale Schiene Deutschland im digitalen Knoten Stuttgart auf das GoA-Level 2. Hierzulande nennt man das auch „Hochautomatisiertes Fahren“.

Was neu klingt ist es aber nicht unbedingt. Das in Deutschland bekannteste Beispiel dürfte die U-Bahn in Nürnberg sein. Die fährt schon lange mit einem CBTC-System nach GoA4, also komplett ohne Fahrpersonal. Das nächste GoA4-Projekt wird vermutlich die U-Bahnlinie U5 in Hamburg werden. Einen guten Überblick über CBTC-Projekte in Deutschland bietet stellwerke.info.

Nimmt man Singapur als Beispiel, dann hat der kleine Stadtstaat schon heute eine erstaunlich hohe Anzahl an GoA4-Systemen. Nicht nur von Siemens, wohlgemerkt. Auch Alstom und Thales spielen hier groß mit.



Unterschiedliche CBTC-Systeme in Singapur

(Bild: Strides/SMRT)

Betreiber SBS Transit ist vor allem von der Zuverlässigkeit angetan. Die Downtown Line gehört nach eigenen Angaben zu den zuverlässigsten Linien weltweit und liegt auf Platz zwei hinter einer Linie von Hongkong. Die Mean Kilometers Between Failures (MKBF) liegt demnach bei 8.156.000 Kilometern. Die Linie ist damit für Siemens auch eine Art Referenz, denn sowohl Signaltechnik, Depottechnik als auch Elektrifizierung stammen von dem Hersteller, allerdings auch durch die Übernahme des Unternehmens Invensys 2012, das die Downtown Line initial ausstattete.

Entgegen vielen Annahmen spart man mit der modernen Technik aber kaum Personal – zumindest in Südost- und Ostasien. Jeder Zug hat einen Customer Service Officer. Wer mit der Singapore Metro fährt, der findet diesen meist vorne. Auf den Stationen gibt es laut SBS Transit mindestens einen Station Master und einen Assistant Station Master. Größere Stationen haben auch mehr Personal. In Deutschland wäre das eine luxuriöse Personalausstattung von Bahnhöfen, obwohl hierzulande meist noch manuell gearbeitet wird.

Hinweis: Siemens Mobility hat den Autor zum Besuch des Singapore Rail Test Centers eingeladen und die Reisekosten übernommen.

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(nen)



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Elektroautos in Deutschland: VW dominiert, Tesla hinter Ford


Der deutsche Elektroauto-Markt war 2025 fest in der Hand der heimischen Konzerne. Bei den Neuzulassungen von E-Autos in Deutschland gehen die Plätze eins bis sechs an den Volkswagen-Konzern, BMW und Mercedes, wie aus Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes hervorgeht. Tesla, vor einem Jahr noch Nummer drei, hat dagegen fast die Hälfte seines Absatzes verloren und stürzt auf Rang neun ab.

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Klare Nummer eins ist Volkswagen. Auf die Kernmarke VW-Pkw entfallen 102.339 erstmals zugelassene Elektroautos. Das sind 65 Prozent mehr als vor einem Jahr. Platz zwei geht an BMW mit 51.878. Die Münchner legen um 23 Prozent zu und werden daher beinahe von Skoda überholt, die ihre Elektro-Neuzulassungen auf 50.823 verdoppelt. Allerdings trat BMW mit insgesamt sieben Modellen an, von denen der iX1 mit 18.957 Neuzulassungen das erfolgreichste war. Skoda hatte 2025 zwei Elektroautos im Programm, die sich mit jeweils etwas mehr als 25.000 etwa gleich gut verkauften.

Auch der vierte Platz geht mit Audi an den Volkswagen-Konzern. Die Marke legt um 86 Prozent auf 40.530 E-Autos zu. Mercedes auf Platz fünf erreichte ein Wachstum von zwei Prozent auf 34.719. Dicht dahinter landete Seat beziehungsweise Cupra mit 32.920 Fahrzeugen und einem Plus von 80 Prozent.

Erst auf Rang sieben findet sich mit Hyundai eine Marke, die nicht zu einem der deutschen Konzerne gehört. Die Koreaner kommen auf 25.246 Autos, das ist ein Zuwachs von 49 Prozent. Ford, das seine Zahlen auf 20.723 fast vervierfacht hat, springt auf Rang acht vor Tesla. Der aktuell schwer gebeutelte Hersteller ist um 48 Prozent auf 19.390 Autos abgestürzt.

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Weitere Verlierer des vergangenen Jahres sind die inzwischen zu chinesischen Konzernen gehörenden Marken MG Roewe und Volvo, die jeweils rund ein Drittel verlieren und aus den Top-10 fallen. Die weltweit starke chinesische Marke BYD kann ihre Zulassungszahlen in Deutschland zwar vervierfachen, allerdings auf niedrigem Niveau. 11.167 Stromer reichen für Rang 15.

Auch bei den meistverkauften Modellen dominiert der Volkswagen-Konzern. Den Spitzenplatz der Elektro-Neuzulassungen nimmt der ID.7 mit 34.563 ein, gefolgt von ID.3 sowie ID.4 und ID.5, die das KBA gemeinsam zählt. Teslas Model Y, einst die Nummer eins und im vergangenen Jahr überarbeitet, liegt nur noch auf Rang zwölf.


(mfz)



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Skandal um sexualisierte Deepfakes: Grok verweigert Bildgenerierung weitgehend


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Grok auf X generiert aktuell keine Bilder mehr für Nutzer und Nutzerinnen, die nicht für den Kurznachrichtendienst bezahlen, und kann damit auch nicht mehr genutzt werden, um Personen digital „zu entkleiden“. Das geht aus Antworten des KI-Chatbots hervor, die dieser seit Freitagmorgen auf Bitten um eine Bildbearbeitung hin generiert. Darin heißt es, „die Bildgenerierung und -bearbeitung ist aktuell auf die zahlende Kundschaft begrenzt“. Dazu gibt es einen Link zum Premium-Abo für X, das 9,44 Euro pro Monat kostet. Eine darüber hinausgehende Stellungnahme oder Information zu dem Schritt gibt es nicht. Auch X-Chef Elon Musk hat sich nicht dazu geäußert.

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Der Schritt von X dürfte eine Reaktion auf die Empörung über den Umgang mit Grok sein, die in den vergangenen Tagen massiv zugenommen hat. Nutzer haben den KI-Account seit Tagen benutzt, um teilweise pro Stunde tausende Fotos primär von Frauen digital „zu entkleiden“. Das heißt, die KI hat für sie Versionen von Aufnahmen bekleideter Personen erstellt, auf denen sie scheinbar einen Bikini oder Unterwäsche tragen. Auch Minderjährige waren davon betroffen. Für die Betroffenen, die in den meisten Fällen kein Einverständnis gegeben haben, kann das äußerst schlimme Folgen haben. In einigen Staaten ist solche Technik verboten. Auf X ist das aber in aller Öffentlichkeit passiert.

Was genau die weitgehende Deaktivierung der Funktion nun bedeutet, ist unklar. Denn sie wurde nicht komplett entfernt, zahlende User können solche Inhalte weiterhin bestellen. Die sind aber für X identifizierbar und können mit Konsequenzen belegt werden. Kurz vor der Abschaltung hat das US-Magazin Wired aber darauf aufmerksam gemacht, dass eine Lücke auf der Website von Grok noch deutlich verstörendere Inhalte zugänglich macht, die Nutzer dort erstellen lassen. In einsehbaren Inhalten von dort finden sich fotorealistische KI-generierte Videoclips mit sexualisierten Deepfakes, auf denen noch Blut hinzukommt. Auch Clips, die scheinbar prominente Frauen zeigen, gehören demnach dazu. Sogar kurze Filme, die scheinbar Minderjährige zeigen, gibt es.

Erst am Donnerstag hat CNN zudem berichtet, dass Elon Musk intern lange gegen Begrenzungen für Grok gewettert hat, die verhindern sollten, dass der Chatbot problematische Inhalte erstellt. Der Milliardär sei mit einer „übermäßigen Zensur“ unzufrieden gewesen, berichtet der US-Nachrichtensender unter Berufung auf mehrere Quellen. In einem Meeting habe er sich besonders unzufrieden gezeigt und die Einschränkungen kritisiert. Ungefähr zu dieser Zeit hätten drei hochrangige Angestellte des für Grok verantwortlichen KI-Unternehmens xAI gekündigt. Musk hatte auf X immer wieder dafür geworben, dass Grok im „Spicy Mode“ auch freizügigeren Anfragen nachkommen soll.


Update

09.01.2026,

10:06

Uhr

Wenn man Grok nicht öffentlich um die Generierung eines Bildes bittet, kommt die KI dem weiterhin nach. Das geht beispielsweise über einen Button in X oder über die eigene Website. Beides funktioniert auch ohne Abschluss eines kostenpflichtigen Abos.


(mho)



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FIFA Fußball-WM 2026: Ausgewählte TikToker dürfen Teile von Spielen streamen


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Der Fußball-Weltverband FIFA hat die Social-Media-Plattform TikTok als offiziellen Partner für die Fußball-WM 2026 auserkoren. Ausgewählte TikTok-Influencer sollen dadurch bevorzugten Zugang zu Spielen der Weltmeisterschaft bekommen, um ihr Publikum zu unterhalten.

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Dazu gehören laut FIFA-Mitteilung Zugang zu Pressekonferenzen und die Möglichkeit, Teile der Fußballpartien live zu streamen. Auch bei Mannschaftstrainings sollen die von TikTok ausgewählten Influencer zuschauen und aufzeichnen dürfen. Die dafür zugelassenen Influencer will TikTok aus der ganzen Welt im Rahmen eines Creator-Programms auswählen.

„Das ist eine innovative und kreative Zusammenarbeit, die noch mehr Fans auf der ganzen Welt auf bislang beispiellose Weise mit der FIFA-Weltmeisterschaft verbinden wird, indem sie ihnen Einblicke hinter die Kulissen gewährt und sie näher als je zuvor an das Geschehen heranbringt“, kommentiert FIFA-Generalsekretär Mattias Grafström die Partnerschaft mit dem aus China stammenden Social-Media-Dienst.

„Während der Fußball wächst, sich weiterentwickelt und immer mehr Menschen vereint, sollte sich auch die Art und Weise, wie er geteilt und vermarktet wird, weiterentwickeln.“ Die FIFA hat bereits für die Fußball-WM der Frauen 2023 mit TikTok zusammengearbeitet.

Im Dezember haben sich TikTok-Mutter Bytedance und die US-Regierung auf eine Lösung im Streit um die US-Zukunft des Social-Media-Diensts geeinigt: Die US-Tochter von TikTok verkauft den Großteil ihrer Anteile an Investoren – darunter Oracle, Silver Lake und die Firma MGX aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Dadurch entgeht TikTok einer Sperre in den USA, mit der sowohl die Biden- als auch die Trump-Regierung gedroht hatten.

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Bereits die vorherige Biden-Administration hatte eine Gefährdung der nationalen Sicherheit durch die App befürchtet, wenn China Zugriff auf die Nutzerdaten und -profile von TikTok bekommt. In den USA zählt die App über 170 Millionen Nutzer.

Die Fußball-WM 2026 findet vom 11. Juni bis zum 19. Juli 2026 in Kanada, Mexiko und den USA statt. Die Übertragungsrechte in Deutschland hat sich MagentaTV gesichert, wo alle 104 Spiele live zu sehen sein werden. Bei ARD und ZDF werden 60 Spiele live zu sehen sein, darunter die Spiele der deutschen Nationalmannschaft und das Finale.


(dahe)



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