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Sony LinkBuds Clip im Test: Das Ende der In-Ear-Stöpsel?


Die Ära der „Open-Ears“ ist in vollem Gange, und Sony mischt mit den LinkBuds Clip ganz vorne mit. Während andere Hersteller auf Bügel setzen, die über das Ohr hängen, nutzt Sony ein Clip-Design, das wie Schmuck am Ohr sitzt. Wir haben die luftigen Kopfhörer durch den Alltag gejagt.

Pros:

  • starke Akkulaufzeit
  • super Tragekomfort
  • guter Halt

Contras:

  • unzuverlässige Bedienung
  • schwacher Tiefbass

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Erster Eindruck: Design & Tragekomfort

Die LinkBuds Clip machen ihrem Namen alle Ehre. Anstatt tief im Gehörgang zu stecken, klemmen sie sich sanft an die Ohrmuschel. Das ist vor allem für Nutzer ein Segen, die das Druckgefühl herkömmlicher In-Ears nicht mögen. Mit einem Gesamtgewicht von gerade einmal 13 Gramm spürt man die Clips im Alltag nach wenigen Minuten kaum noch – der „Air-Faktor“ ist hier wirklich beeindruckend.

Sony LinkBuds Clip
Sony LinkBuds Clip

Was mir im Test besonders gefallen hat, ist, dass Sony sogenannte „Air Cushions“ mitliefert. Diese kleinen Gummipolster stülpt Ihr über die Bügel, was den Halt verbessert. So sitzen die Buds selbst bei einem Sprint zur Bahn oder während einer intensiven Session im Fitnessstudio bombenfest. Dank der IPX4-Zertifizierung müsst Ihr Euch auch bei Schweiß oder einem plötzlichen Regenschauer keine Sorgen machen.

Die Bedienung: Ein cleveres Konzept mit kleinen Aussetzern

Bei der Steuerung geht Sony einen modernen Weg. Ihr bedient die Kopfhörer über Tipp-Gesten direkt am Verbindungsbügel. Das ist theoretisch super komfortabel, da man sich die Kopfhörer nicht wie bei anderen Modellen ins Ohr rammt. In der Praxis zeigte sich jedoch eine kleine Schwäche. Die Erkennung der Befehle ist nicht immer perfekt.

Sony LinkBuds Clip

Besonders wenn Ihr im Winter eine Mütze tragt oder sehr schnell tippt, werden Eingaben gelegentlich ignoriert oder falsch interpretiert. Hier muss man ein wenig Fingerspitzengefühl entwickeln, damit der Clip genau das tut, was man will.

Noch Luft nach oben: Klangqualität

Dass Sony bei den LinkBuds Clip auf Innovation setzt, merkt Ihr spätestens beim ersten Telefonat. Ungewöhnlicherweise verbauen die Japaner hier nämlich einen Knochenleitungs-Sensor. Was im ersten Moment nach Science-Fiction klingt, ist im Alltag verdammt clever. Die Clips registrieren die Schwingungen Eurer Schädelknochen, während Ihr sprecht.

In Kombination mit zwei klassischen Mikrofonen und einer Prise KI-Magie filtert das System Eure Stimme präzise aus dem Umgebungslärm heraus. Selbst wenn Ihr an einer befahrenen Kreuzung steht oder der Wind pfeift, sollen Eure Gesprächspartner nur Euch hören und nicht den restlichen Großstadtdschungel. Ein technisches Extra, das man in dieser Form bei Open-Ears selten findet und das die Sprachqualität auf ein neues Level heben soll.

Sony LinkBuds Clip

Wer drückenden Sub-Bass für den nächsten Techno-Rave sucht, wird konstruktionsbedingt enttäuscht. Da der Gehörgang komplett offen bleibt, kann sich kein massiver Druck aufbauen. Dennoch schlägt sich Sony klanglich beachtlich. Die Bühne wirkt extrem weiträumig und Instrumente lassen sich präzise im Raum orten.

Besonders Stimmen und Podcasts profitieren von der klaren Abstimmung. Ein kleiner Wermutstropfen ist jedoch die maximale Lautstärke. In sehr lauten Umgebungen wie der U-Bahn stoßen die LinkBuds an ihre Grenzen. Wer dann voll aufdreht, muss zudem damit rechnen, dass die Sitznachbarn jedes Wort mithören können – das „Sound-Leakage“ ist bei hoher Lautstärke deutlich spürbar.

Marathonläufer im Schmuckkästchen: Akku & App

Beim Thema Ausdauer lässt Sony die Muskeln spielen. Eine reine Laufzeit von 10 Stunden am Stück ist für Open-Ears ein hervorragender Wert und bringt Euch locker durch den Tag. Das Ladecase selbst ist winzig, erinnert optisch an eine kleine Schmuckschatulle und verschwindet problemlos in jeder Hosentasche. Besonders beeindruckend ist die Schnellladefunktion. Nur 10 Minuten am USB-C-Kabel reichen aus, um fast 5 Stunden zusätzliche Wiedergabezeit herauszuholen.

Sony LinkBuds Clip

Die dazugehörige „Sony Sound Connect“-App ist gewohnt umfangreich. Hier könnt Ihr nicht nur die Akkustände im Auge behalten, sondern auch mit dem Equalizer experimentieren. Wer mit dem Standard-Klang unzufrieden ist, kann über die Presets oder eigene Einstellungen noch einiges an Spritzigkeit aus den Treibern herausholen. Dazu könnt ihr zwischen drei Hörmodi wählen: „Standard“, „Sprachverstärkung“ und „Reduzierung Klangverlust“.

Fazit zu den LinkBuds Clip

Sony beweist Mut zum Design und liefert Euch eine echte Alternative zum normalen In-Ear. Die LinkBuds Clip sind die derzeit wohl komfortabelste Lösung, wenn Ihr das Druckgefühl von Silikonstöpseln im Gehörgang hasst. Durch das federleichte Clip-Konzept und die Gummipolster, sitzen sie so sicher und druckfrei, dass Ihr sie im Alltag schlichtweg vergesst. Wer beim Joggen oder im Büro seine Umwelt ungefiltert wahrnehmen will, bekommt hier ein super Werkzeug.

Klanglich müsst Ihr jedoch wissen, worauf Ihr Euch einlasst. Für Podcasts und Musik sind sie top, aber bauartbedingt fehlt es den offenen Treibern an echtem Tiefbass-Wumms. Auch die Steuerung am Bügel ist zwar eine gute Idee, reagiert in der Praxis aber gelegentlich zickig.

Sony LinkBuds Clip

Unterm Strich sind die LinkBuds Clip ein innovatives Spezialwerkzeug. Wenn Euch maximaler Tragekomfort und 10 Stunden Akkulaufzeit wichtiger sind als wummernde Bässe, solltet Ihr Euch die Clips genauer ansehen. Die Sony LinkBuds Clip sind für 199 Euro erhältlich.

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