Spannender neuer Typo-Wettbewerb für Communication Design › PAGE online
… und das speziell für Schriften außerhalb des lateinischen Schriftsystems. Seit 2018 macht der Bloom Award sich dafür stark – und jetzt erstmals mit einem Wettbewerb, in dem es mit »Kommunikationsdesign beyond Latin« um die Anwendung geht.
Natürlich schreibt die Welt nicht nur in lateinischer Schrift. Ganz im Gegenteil. Arabisch, Chinesisch, Griechisch, Indisch, Japanisch, Koreanisch, Armenisch und viele andere Schriftsysteme sind weit verbreitet.
Dem trägt der Bloom Award Rechnung, der 20o8 entstand: Als das armenische Kulturministerium einen nationalen Schriftwettbewerb ins Leben rief und in dessen Nachgang die »Typographische Gesellschaft München« das Land besuchte und die Schriftbegeisterten zusammen eine neue Organisation begründeten – und einen Schriftwettbewerb.
Die Vorsitzenden des Wettbewerbs sind der bekannte armenische Schriftgestalter Edik Ghabuzyan und sein Kollege, der Designer Boris Kochan.
Von Editorial zum Experiment
Der Granshan Bloom Award findet jetzt 2026 zum ersten Mal statt und stellt die Anwendung von Schriften ins Zentrum und das Beyond Latin.
Er ist ein spannender Blick über den eigenen Tellerrand hinaus, bewertet von muttersprachlichen Expert:innen des jeweiligen Scripts.
Und das Granshan-Team hat sich einiges vorgenommen.
Der erste Bloom Award startet mit acht Schriftgruppen: Armenian, Arabic, Chinese, Greek, Indic / South Asian Scripts, Japanese, Korean sowie South East Asian Scripts.
Später sollen dann weitere Schriften wie Kyrillisch, Georgisch, Hebräisch und panafrikanische Schriften dazu kommen.
Die Arbeiten können in neun Kategorien einreicht werden, von Editorial, Plakatdesign und Packaging über Websites, Motion Graphics, Kampagnen oder Brandings bis zu Leitsystemen und experimentellen Projekten.
Internationale Sichtbarkeit
Um das alles zu bewerten, braucht es eine große Jury, denn schließlich sollen Muttersprachler:innen der jeweiligen Schrift die Arbeiten bewerten.
Einige Jurymitglieder stehen bereits fest: Lara Assouad etwa für Arabisch, Rathna Ramanathan für South East Asian oder der Griechisch-Experte Michalis Georgiou.
Die Teilnahmegebühren richten sich nach der Größe: Studierende und Freelancer zahlen weniger als kleine und mittlere Studios, diese wiederum weniger als große Unternehmen.
Gleichzeitig bekommen Teilnehmende internationale Sichtbarkeit über die globalen Kanäle und Partnernetzwerke von Granshan und ausgewählten Medienpartnern.
Darüber hinaus werden die ausgezeichneten Arbeiten Teil der Online-Ausstellung. Geplant ist zudem eine Wanderausstellung, um ausgewählte Projekte an Partnerstandorten auf der ganzen Welt zu präsentieren.
Alle Infos rund um die Teilnahme am Bloom Award findet ihr hier. Noch bis zum 3. März gilt der um 35 Prozent günstigere Early Bird Tarif (ab 19.50 Euro).