Künstliche Intelligenz
Tiktok: KI erkennen und Wohlbefinden steigern
Einatmen, ausatmen. Klooong. Bei Tiktok, das eigentlich bekannt ist für die schnellen Wechsel der kurzen Videos, gibt es nun einen neuen Bereich, der sich „Zeit und Wohlbefinden“ nennt. Er soll Menschen helfen, zu entspannen. Für eine entspanntere Nutzung der Plattform soll außerdem eine Verbesserung der KI-Hinweise und des Umgangs mit KI sorgen.
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Bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist das Journaling seit einigen Jahren ziemlich angesagt. Früher hätte man dazu „Tagebuch schreiben“ gesagt. Tiktok greift den Trend auf und bietet ein Achtsamkeitsjournal an. Dahinter verbergen sich 120 Karten, auf denen man seine Stimmung und Gefühle oder Ziele für einen Tag festhalten kann. Außerdem gibt es in dem Wohlfühl-Bereich des Dienstes auch einen beruhigenden Klanggenerator. Man kann sich also bei Bedarf Geräusche von Regen oder Wellen vorspielen lassen oder sogenannte White-Noise-Klänge – die sind nachgewiesen besonders beruhigend. Tiktok-Nutzer hören laut Tiktok besonders häufig Musik zum Einschlafen. Warum also nicht lieber ein bisschen Hintergrundrauschen. Es finden sich obendrein auch gleich noch Atemübungen in der App.
Und Tiktok wäre natürlich nicht die beliebte Kurzvideoplattform, wenn nicht auch in Kurzvideos vorgestellt würde, wie man die Tools nutzen kann. Creator sprechen über ihre Bildschirmzeiten, die Anpassung des eigenen Feeds und Funktionen für den begleiteten Modus. Das ist jener Modus, der für Jugendliche gilt. Eltern können dabei das Nutzungsverhalten der Kinder einsehen und zum Teil auch steuern – Inhalte als auch die Bildschirmzeit.
„Die kurzen, unterhaltsamen Aufgaben sollen die Community, darunter insbesondere Teenager, dabei unterstützen, Technologie zielgerichteter und selbstbewusster zu nutzen“, schreibt Tiktok. Diese Ambitionen sind nicht ganz neu, sie haben jedoch zuletzt an Fahrt aufgenommen. Alle großen Social-Media-Anbieter beteuern derzeit, dass sie sich um das Wohlbefinden der Jugendlichen kümmern. Hintergrund ist nicht zuletzt, dass es immer häufiger zur Diskussion steht, ob man eine Altersgrenze für soziale Netzwerke einführt. Auch jetzt liegt die eigentlich bei 13 Jahren. Die Kontrolle erweist sich jedoch als schwierig.
KI wird bei Tiktok gekennzeichnet
Auch Künstliche Intelligenz macht die Plattformen kaum sicherer. Entsprechend steuert Tiktok hier ebenfalls nach und gegen. KI-generierte Inhalte sollen noch besser als bisher schon gekennzeichnet werden. Das geschieht automatisch. Nicht alle Inhalte können jedoch als KI-generiert erkannt werden – das liegt in der Natur der Sache. Und nicht jede Bearbeitung macht aus einem Video sofort ein KI-generiertes Video. Dennoch will Tiktok versuchen, die Hinweise zu verbessern. Dafür stellt die Plattform selbst Werkzeuge zur Verfügung, mit denen Creator ihre Videos kennzeichnen können, es wird aber auch der branchenübergreifende Standard C2PA genutzt – dabei handelt es sich um Informationen in den Metadaten. Tiktok arbeitet außerdem an „unsichtbaren Wasserzeichen“ – konkreter wird es hier in der Umsetzung nicht.
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Nutzer können zudem anpassen, welche Inhalte sie sehen wollen. Tiktok nennt als Beispiel, dass man mehr oder weniger von „KI-generierten (prä-)historischen Inhalten“ auswählen kann. Die Tatsache, wie ein Video erstellt wurde, gehört nun also zur Auswahl.
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Tiktok investiert zwei Millionen US-Dollar in einen Bildungsfonds, der Experten dabei unterstützen soll, Inhalte zu erstellen, in denen es um den verantwortungsvollen Umgang mit KI geht.
(emw)
Künstliche Intelligenz
Mein Scrum ist kaputt #143: Das große Icebreaker-Schrottwichteln
Der Einstieg in eine Retrospektive oder auch in einen Workshop gelingt einfacher, wenn man die Aufmerksamkeit aller Teilnehmenden mit einem geeigneten Icebreaker gewinnt. Ideen und Anregungen dafür lassen sich in Online-Archiven, irgendwelchen Online-Blogs und -Artikeln finden, oder man fragt vielleicht ChatGPT, Gemini und andere KI-Assistenten.
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Doch was taugen Icebreaker aus solchen Quellen? Dieser Frage gehen Sebastian Bauer, Ina Einemann und Dominik Ehrenberg in ihrem agilen Podcast nach und begutachten eine Reihe von Vorschlägen.
Hinweis: Die ersten beiden Icebreaker beinhalten für manche Leute möglicherweise unangenehme Geräusche. Wer diese vermeiden möchte, sollte direkt zum Kapitel „Kühlschrankbeichte“ (ca. bei Minute 17) springen.
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Künstliche Intelligenz
Heizungstausch ohne Investition: Wann sich Wärme-Contracting lohnt
So wie es Software als Service gibt, verkaufen darauf spezialisierte Firmen auch Wärme als Service. Das technische Drumherum wie Wärmeerzeuger, Verrohrung, Wartung und Ersatz packen die Anbieter komplett in einen monatlichen Zahlbetrag plus einen verbrauchsabhängigen Arbeitspreis. Bei diesem sogenannten „Wärme-Contracting“ trägt der Anbieter die Investition und deren funktionale Risiken (nicht jedoch Effizienzrisiken). Er lässt sich diesen Service allerdings entsprechend bezahlen.
Fernwärme funktioniert etwa in weiten Teilen auf diese Weise, auch wenn Hausbesitzer die Übergabestation oft noch separat kaufen müssen. Entsprechend teurer ist Fernwärme im Vergleich dazu, Investition und Risiken einer eigenen Heizung selbst zu tragen. Das gilt analog für Wärme-Contracting. Ein anderer Aspekt dieser Vertragsart wird von manchen Vermietern genutzt: Sie können selbst eine bestehende alte Heizung vom Contracting-Anbieter betreiben lassen. Die Kosten werden dabei komplett auf die Mieter umgelegt.
- Wärme-Contracting ist im Prinzip Warme-Wohnung-as-a-Service.
- Das ist komfortabel, kostet aber mehr als Alternativen.
- In der Miete gibt es besondere Vorgaben.
- Manche Vermieter gehen halbseidene Wege, die man gründlich auf Legalität prüfen sollte.
Dieser Artikel beschreibt Wärme-Contracting in beispielhaften Berechnungen und beleuchtet die wichtigsten rechtlichen Aspekte dieser Geschäfte in der Vermietung.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Heizungstausch ohne Investition: Wann sich Wärme-Contracting lohnt“.
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Künstliche Intelligenz
Freitag: X-Geldstrafe wegen Leistungsschutzrecht, Erbgut von Leonardo da Vinci
X muss der Presseagentur AFP 170.000 Euro zahlen, weil es gerichtlich geforderte Daten nicht liefert. AFP wollte das ehemalige Twitter gerichtlich zur Einhaltung des Leistungsschutzrechts zwingen, weil X Verhandlungen verweigert. In einem weiteren Verfahren zweier französischer Tageszeitungen drohen 60.000 Euro täglich, wenn X keine Daten offenlegt. Derweil haben Wissenschaftler auf einer Leonardo da Vinci zugeschriebenen Zeichnung männliches Erbgut gefunden, aber auch von Bakterien, Pflanzen, Pilzen und Viren. Sie verknüpfen es mit anderen Dokumenten, etwa Briefe und andere Dokumente von Verwandten da Vincis, um herauszufinden, ob es sich tatsächlich um Erbgut des Künstlers handelt. Neu sind hingegen die Smart Bricks von Lego, die etwa Soundeffekte beim Bewegen eines in der Hand gehaltenen Raumschiffs erzeugen. Laut Kritikern könnten diese elektronischen Lego-Steine Kinderfantasien untergraben. Lego hält dagegen. Man will zwar nicht komplett digital werden, aber Smart Play ist die Zukunft – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.
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Wegen Nichtbefolgung eines Gerichtsurteils muss der Mikroblogging-Dienst X in Frankreich 170.000 Euro an die Presseagentur Agence France-Press (AFP) zahlen. Denn entgegen früheren Gerichtsentscheidungen hat X Daten über die Nutzung von AFP-Inhalten nicht offengelegt. Hinzu kommen laut Entscheidung des Tribunal de Paris vom Donnerstag 60.000 Euro Verfahrenskosten. Hintergrund ist, dass die Betreiberfirma xAI versucht, das europäische Leistungsschutzrecht zu boykottieren. Nicht nur weigert sie sich, mit Verlagen zu verhandeln, sie ignoriert auch Gerichtsurteile. In einem zweiten Verfahren greift das Gericht schon strenger ein und droht bei Nichtbefolgung des Urteils ab 10. Februar mit 60.000 Euro Strafe pro Tag: Französische Geldstrafe für X wegen Boykott des Leistungsschutzrechts.
Auf der Suche nach dem Erbgut des Renaissance-Wissenschaftlers und -Künstlers Leonardo da Vinci meldet eine Forschergruppe einen möglichen Durchbruch: Auf einer da Vinci zugeschriebenen Kreidezeichnung haben sie männliches Erbgut gefunden. Gewissheit gibt es keine, aber schon die angewandten Methoden sind ein Meilenstein. Nach eigenen Angaben haben die Forscher der Kreidezeichnung, die als „Heiliges Kind“ bekannt ist und den Kopf eines Kleinkindes zeigt, mit forensischen Methoden Erbgut-Proben entnommen. Das hatten sie an weniger wertvollen Kunstwerken geübt. Demnach wurde Erbgut von Bakterien, Pflanzen, Pilzen, Viren und auch einem Mann gefunden. Besonders auf der Rückseite wurde Erbgut entdeckt: Auf den Spuren Leonardo da Vincis.
Nach Legos Vorstellung von Klemmbausteinen mit Elektronik und Sensoren zur Erzeugung von bewegungsabhängigen Licht- und Soundeffekten gab es gemischte Reaktionen. Experten monierten, die neuen Smart Bricks würden untergraben, was Lego für Kinder in einer zunehmend digitalen Welt auszeichnet. Smart-Play-Produkte könnten kindliche Fantasie unterdrücken, weil das Spielzeug die bislang selbst erdachten Effekte bereits erzeugt. Doch jetzt hält Lego dagegen. Zwar sei die Einführung von smarten Elementen in Lego-Sets ein großer Moment für das Unternehmen, auf den lange hingearbeitet wurde. Doch das bedeute nicht, dass Lego sein zentrales Kundenversprechen hinter sich lässt. Der Hersteller wolle weiterhin seine Kernkompetenzen pflegen, so Legos Reaktion auf die Kritik an Smart Bricks: Bleiben unserem Kernversprechen treu.
Das 13 Jahre alte DSL-Fritzbox-Topmodell 7490 bekommt ein weiteres FritzOS-Update. Die neue Version 7.62 bringt wie schon 7.60 von Anfang 2025 Verbesserungen, aber keine neuen Funktionen. Fritz nennt Anpassungen an den Telefoniedienst des Anbieters Deutsche Telekom und die Erhöhung von Stabilität und Sicherheit. Damit handelt es sich primär um ein Service-Update für Nutzer, denen das alte Fritzbox-Topmodell nach über einem Jahrzehnt weiterhin ausreicht. FritzOS 8 und nachfolgende Updates scheint der WLAN-Router nicht mehr zu erhalten. Das Update ist derweil ein willkommenes Zeichen, dass der Hersteller Fritz seine Update-Politik auch nach seiner Übernahme aus Luxemburg und der Namensänderung (früher AVM) beibehält: 13 Jahre alte Fritzbox 7490 bekommt noch ein FritzOS-Update.
Bei IT-Forensik geht es insbesondere um die digitale Spurensicherung nach Cyberangriffen und bei Verdachtsfällen im Unternehmen. Im c’t-Datenschutz-Podcast beschreibt eine leitende IT-Forensikerin ihre Arbeit als klassische Spurensuche, nur eben komplett digital. Ermittelt wird auf Laptops, Smartphones, Servern oder in ganzen IT-Landschaften. Ziel sei es, sauber zu rekonstruieren: Wer ist eingedrungen, welche Daten sind betroffen und wie groß ist der Schaden. Ihr Team identifiziert Spuren, sichert sie möglichst gerichtsfest und wertet sie neutral aus. Den größten Teil ihrer Einsätze machen Ransomware-Angriffe aus, aber auch der Datenschutz muss im Blick gehalten werden, erklärt sie in der Auslegungssache 150: Auf digitaler Spurensuche.
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(fds)
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