Künstliche Intelligenz
Top 10: Balkonkraftwerk mit Speicher im Test – nachrüsten oder im Set
Testsieger
Zendure Solarflow 800 Pro
Zendure Solarflow 800 Pro kommt mit integriertem Speicher und vier MPP-Trackern. Wie gut das Balkonkraftwerk in der Praxis funktioniert, zeigt der Test.
- effizienter Wechselrichter mit vier MPP-Tracker und 1,92-kWh-Speicher
- Nulleinspeisung über Smart Meter wie Shelly Pro 3EM
- bidirektionales Laden (sinnvoll bei Nutzung dynamischer Stromtarife)
- Lokale API und Home-Assistant-Support
- Standardmäßig von Cloud abhängig
- App teilweise unübersichtlich
Zendure Solarflow 800 Pro im Test
Zendure Solarflow 800 Pro kommt mit integriertem Speicher und vier MPP-Trackern. Wie gut das Balkonkraftwerk in der Praxis funktioniert, zeigt der Test.
Zendure bietet mit Solarflow 800 Pro ein Balkonkraftwerk mit integriertem 1,92-kWh-Speicher. Es zielt vor allem auf Power-User, die sämtliche Vorteile eines BKWs nutzen möchten – inklusive Nulleinspeisung auf Basis von Smart Metern wie Shelly Pro 3EM und der Nutzung dynamischer Stromtarife wie von Tibber oder Rabot Energy.
Wie der Stromspeicher Anker Solix Solarbank 3 (Testbericht) unterstützt Zendure Solarflow 800 Pro den Anschluss von bis zu vier Solarpanel. Im Angebot bei Zendure lässt sich das Steckersolargerät mit bis zu vier 500-Watt-Panels konfigurieren. Damit schöpft die Anlage die gesetzlichen Bestimmungen, die eine maximale Solarleistung von 2000 Watt für BKWs erlauben, voll aus.
Solarflow 800 Pro kommt mit einem integrierten Speicher mit 1,92 kWh vom Typ AB2000X und kostet mit vier 500-Watt-Panels inklusive Halterung 1417 Euro. Der neue Akku bietet gegenüber dem Vorgänger AB2000S eine höhere Ausgangsleistung (1680 Watt statt 1200 Watt, beim Einsatz von zwei Batterien sind es sogar 1920 Watt) und erlaubt eine Erweiterung mit insgesamt sechs Einheiten auf bis zu 11,52 kWh. Mit der AB2000S lag die Obergrenze bei vier Einheiten und 7,68 kWh.
Zendure verkauft Solarflow 800 Pro für 799 Euro auch einzeln ohne Solarpanels, sodass die Lösung auch als Nachrüstoption für ein bestehendes Balkonkraftwerk infrage kommt.
Eine Notstromsteckdose mit 1000 Watt bietet Zendure Solarflow 800 Pro ebenfalls, sodass man bei einem Stromausfall Geräte wie eine Gefrierkombination mit Energie versorgen kann.
Wie die Lösung für den Anschluss von zwei Solarmodulen, Zendure Solarflow 800, bietet die Pro-Variante noch zwei weitere Besonderheiten: Mit einer Eingangsspannung von 14 Volt wandelt sie schon früher Sonnenenergie in Strom um als Modelle, die erst bei 16 Volt oder höher die Energiegewinnung starten. Außerdem unterstützt der Wechselrichter bidirektionales Laden. Man kann also die mit Solarflow 800 Pro verbundenen Batterien auch mit Strom aus der Steckdose betanken. Das ist wegen Umwandlungsverlusten aber nur bei Nutzung von dynamischen Stromtarifen sinnvoll: Wenn etwa zu bestimmten Zeiten der Bezug von Strom günstig ist, lädt man den Akku per Netzstrom und wenn der Strom teuer ist, entlädt man die Batterie und kann dadurch die Stromkosten etwas senken. Das ist vor allem im Winter interessant, wenn sich die Sonne rar macht und man die Akkus meist nicht per Sonnenenergie vollgeladen bekommt.
Bei Zendure fast schon Standard, ist die Möglichkeit, die Einspeiseleistung über einen Smart Meter wie Shelly Pro 3EM oder Eco Tracker an den tatsächlichen Bedarf zu knüpfen. Mit einer sogenannten Nulleinspeisung (Ratgeber) wird der selbst produzierte Strom effizient im eigenen Haushalt genutzt und landet nicht unvergütet im Netz des Lieferanten.
Wie gut Zendure Solarflow 800 Pro mit Speicher und Nulleinspeisung funktioniert, zeigt der Test.
Solarflow 800 Pro: Aufbau und Einrichtung
Der Aufstellort der Solarpanels entscheidet darüber, ob die im Lieferumfang befindlichen Anschlusskabel ausreichend dimensioniert sind. Erfolgt die Montage an einem Balkongeländer und ist die Steckdose nicht weit entfernt, kann man Solarflow 800 Pro mit integriertem Speicher in der Nähe der Solarpanels aufstellen, sodass die relativ kurzen Kabel der Panels und das 3,2 Meter lange Schuko-Kabel zur Inbetriebnahme ausreichen.
Werden die Solarpanels im Garten aufgestellt oder an einem Zaun montiert, benötigt man entweder ein Verlängerungskabel für die Steckdose oder entsprechend lange MC4-Verlängerungen für die Solarpanels, Solarflow 800 Pro inklusive Speicher und Erweiterungsbatterien weiter entfernt von den Solarpanels aufgestellt werden sollen. Zwar sind die Komponenten wasserdicht, man sollte sie aber dennoch an einem vor Wettereinflüssen geschützten Ort aufstellen. Und das nicht nur wegen der Feuchtigkeit, sondern auch um sie vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen. Auf einen schattigen Aufstellort verweist auch das Handbuch (PDF).
Die Montage ist wie bei allen Balkonkraftwerken sehr einfach. Man kann im Grunde nichts falsch machen: Wir schließen vier Solarpanels an die vier MPP-Tracker und das Schuko-Kabel an den dafür vorgesehenen Ausgang an und verbinden letzteres mit der Steckdose auf unserer Terrasse. Fertig.
Null-Einspeisung mithilfe von Smart Meter
Nicht ganz so einfach ist die Installation des Smart Meters Shelly Pro 3EM. Dieser wird in der Hausverteilung montiert und misst anhand dreier Induktionsspulen den Strombedarf. Die Installation sollte nur von qualifiziertem Personal wie einem Elektriker durchgeführt werden. Das gilt auch für den Zendure-Smart-Meter 3CT, der lediglich einen Aufpreis von 30 Euro verursacht. Wer also noch keinen Shelly hat, der mit 82 Euro deutlich teurer ist, sollte das Zendure-Angebot wahrnehmen, wenn eine Nulleinspeisung erwünscht ist.
Der alternativ unterstützte Smart Meter Everhome Eco Tracker wird hingegen nicht in der Stromverteilung installiert, sondern am Hausanschluss. Da sich dieser meist im Keller befindet, sollte am Installationsort überprüft werden, ob eine Verbindung zum Funknetzwerk vorhanden ist. Diese mag in Eigenheimen noch realisierbar sein, doch in Miet- oder Eigentumswohnungen dürfte eine Funkverbindung in den meisten Fällen nicht bis in den Keller des Gebäudes reichen. Für letzteres Szenario kommen also nur die Shelly-Smart-Meter oder das Zendure-Pendant infrage, wenn eine dynamische Einspeisung gewünscht ist.
Wer keinen Smart Meter von Shelly im Einsatz hat, kann die Einspeiseleistung auch mithilfe von smarten Steckdosen von Shelly oder Zendure optimieren, indem man sie für starke Verbraucher wie Heissluftfriteuse, Wasserkocher, Fernseher, Waschmaschine und Föhn installiert. Infrage kommen auch Herd und Kochfeld, wenn diese mit 230 Volt betrieben werden. Shelly-Plugs gibt es ab etwa 20 Euro. Wer sie im 5er-Set kauft, zahlt aktuell pro Stück knapp 18 Euro (Bestpreis-Link).
Inbetriebnahme mit der Zendure-App
Sind Balkonkraftwerk und Smart Meter oder smarte Steckdosen einsatzbereit, nimmt man die Anlage mit der Zendure-App in Betrieb. Dafür muss man sich allerdings bei Zendure registrieren. Um den Kopplungsmodus zu aktiveren, drücken wir drei Sekunden lang auf die Einschalttaste. Die blinkende IOT-LED am Solarflow 800 Pro signalisiert, dass sich die Lösung im Kopplungsmodus befindet. Über das Plus-Zeichen in der App fügen wir anschließend den Solarflow 800 Pro hinzu. Für die Koppelung muss Bluetooth am Smartphone oder Tablet eingeschaltet sein. Anschließend wird Solarflow 800 Pro mit dem heimischen WLAN über ein 2,4-GHz-Netz verbunden. Kommt eine Verbindung nicht zustande, könnte das daran liegen, dass der WLAN-Router über eine SSID 2,4- und 5-GHz-Netze bereitstellt. Da eine SSID für unterschiedliche Netze häufig die Ursache für Verbindungsprobleme für Smart-Home-Komponenten ist, sollte man die unterschiedlichen Netze mit eigenen SSIDs betreiben oder für die Inbetriebnahme das 5-GHz-Netz des Routers deaktivieren.
Bevor der Smart Meter Shelly Pro 3EM in der Zendure-App hinzugefügt werden kann, muss dieser mit der Shelly-App in Betrieb genommen und die Shelly-Cloud aktiviert werden. Anschließend klickt man in der Zendure-App unter Geräte verwalten – Zähler hinzufügen und anschließend auf Shelly Pro 3EM und authentifiziert sich in der Shelly-Cloud.
Die App informiert auf der Startseite über alle relevanten Betriebsparameter: Dazu zählen die aktuelle Solarleistung der Panels, den Stromverbrauch, den Füllstand der Batterie, wie viel Strom in der Batterie gespeichert wird, die Einspeiseleistung und ob das Stromnetz gerade etwas liefert oder Strom abfließt.
Zendure-App: Energiepläne respektive Betriebsmodi
Die Zendure-App bietet für den Solarflow 800 Pro mehrere Betriebsmodi. An erster Stelle steht Zenki, das neue Energiemanagement auf Basis von künstlicher Intelligenz. Zenki verwaltet die Anlage mithilfe unterschiedlicher Datenquellen, wie dem Stromverbrauch im Haushalt, verfügbaren Stromtarifen, der Wetterlage und dem aktuellen Ladezustand der Batterien. Auf Basis dieser Informationen soll Zenki die Anlage optimal verwalten, um das größtmögliche Sparpotential zu erschließen. Wir nutzen derzeit noch keinen dynamischen Stromtarif. Dieser ist bestellt und soll ab Juni zur Verfügung stehen. Später soll dann dafür noch eine intelligente Messeinrichtung am Stromanschluss im Keller verbaut werden. Erfahrungswerte zu Zenki werden wir in einem späteren Artikel nachliefern. Zenki ist zunächst sechs Monate kostenlos, danach ist eine Abo-Gebühr fällig. Wie hoch diese ausfällt, ist derzeit unbekannt. Wie uns Zendure mitgeteilt hat, soll, anders als in der App dargestellt, Zenki nun doch kostenlos bleiben.
Neben Zenki gibt es zudem einen Automatik-Modus, der einen der folgenden Betriebsmodi auswählt:
- Modus für intelligenten Stromzähler (passt die Einspeiseleistung basierend auf Smart Metern wie dem Shelly Pro 3EM an)
- Modus für smarte Steckdosen (passt die Einspeiseleistung basierend auf verbundenen Steckdosen von Shelly oder Zendure an)
- Grundlastmodus (passt die Einspeiseleistung auf Basis von Zeitplänen an)
- Stromtarifmodus (Für Anwender mit dynamischen Stromtarifen. Informiert über zuvor festgelegte Unter- und Obergrenzen von Strompreisen. Optional ist bei Erreichen der Untergrenze ein automatisches Laden der Batterie mit bis zu 800 Watt möglich.)
Wie zuverlässig funktioniert die dynamische Einspeisung?
Für unseren Test verwenden wir den Modus für intelligente Stromzähler auf Basis des Shelly Pro 3EM. Das dürfte für die meisten Anwender der relevanteste Betriebsmodus sein. Damit ist eine Nulleinspeisung möglich, da der Solarflow 800 Pro den vom Shelly ermittelten Strombedarf als Wert für die Einspeiseleistung verwendet.
Die Reaktion von Solarflow 800 Pro auf die vom Smart Meter Shelly Pro 3EM erfassten Stromverbrauchswerte dauert zwischen 3 und 5 Sekunden. Eine exakte Nulleinspeisung ist allerdings nur selten der Fall. Meist zeigt der Shelly einen Verbrauch von etwas über 0 Watt an bis maximal 5 Watt. Auch passiert es, dass der Solarflow Pro minimal zu viel Strom abgibt, sodass der Shelly Minus-Werte von wenigen Watt anzeigt. Dieses Verhalten haben wir allerdings auch bei anderen Lösungen beobachtet.
Wie groß sollte der Speicher sein?
In einem Ein-Personen-Test-Haushalt mit einem niedrigen Strombedarf von täglich 2 bis 3,5 kWh ist die Kapazität von knapp 2 kWh der in Solarflow 800 Pro integrierten Batterie AB2000X ausreichend. Hier würden bereits zwei Solarmodule ausreichen, um diesen an einem sonnigen Tag zu füllen. Für dieses Szenario reicht aber schon der kleine Bruder Solarflow 800 (Testbericht).
Wer jedoch wie wir im Test vier Solarmodule verwendet, um damit einen höheren Strombedarf zu decken, sollte mindestens eine weitere Batterie vom Typ AB2000 verwenden, sodass die Speicherkapazität auf 3,84 kWh steigt.
Und wer dynamische Stromtarife nutzt, kann je nach Strombedarf gerne weitere Akkus bis zur maximalen Ausbaustufe von 11,54 kWh verwenden. Die bekommt man mit vier 500-Watt-Modulen zwar selbst im Sommer nicht geladen, doch bei Nutzung eines dynamischen Stromtarifs kann eine so hohe Kapazität dennoch sinnvoll sein.
Im Tagesgang ist der Preisunterschied zwischen hohem und niedrigem Preis oft größer als die Umwandlungsverluste von etwa 18 Prozent, die durch das AC-Laden entstehen. Rabot Energy meldet etwa heute einen Höchstpreis von 36 Cent pro kWh, während der Tiefstpreis bei 25 Cent pro kWh liegt. Ein Preisunterschied von mehr als 30 Prozent. Somit lohnt sich das Laden der Akkus zu diesem Tarif, sodass man etwas Geld spart. Allerdings sollte man auch die Effizienzwerte (siehe folgenden Abschnitt) im Blick haben. Mehr Informationen zu dynamischen Stromtarifen finde sich weiter unten unter „Sparpotenzial erschließen: günstigere Stromtarife“ weiter unten.
Wie effizient arbeitet Zendure Solarflow 800 Pro?
Von den 1920 Wh des Akkus haben wir im Durchschnitt etwa 1880 Watt entnommen, was einer ausgezeichneten Effizienz von knapp 98 Prozent entspricht. Beim Laden des Speichers über die Steckdose muss der Strom allerdings zweimal umgewandelt werden. Dabei haben wir Ladeverluste von etwa 18 Prozent gemessen. Wer also einen dynamischen Stromtarif nutzt, sollte das Laden der Batterie per Steckdose nur dann nutzen, wenn der Preisunterschied zwischen hohem und niedrigem Tarif größer als 20 Prozent ausfällt.
Zudem sollte man die Effizienzwerte im Auge behalten. Die Effizienz bei der Einspeisung ist wie üblich abhängig von der Höhe der Einspeiseleistung. Wenn Zendure Solarflow Pro mit der maximal möglichen Leistung in Höhe von 800 Watt einspeist, kommen im Stromnetz 779 Watt an. Das entspricht einer Effizienz von über 97 Prozent, was ein ausgezeichneter Wert ist. Zum Vergleich: Der Growatt-Speicher im BKW Solakon On Basic (Testbericht) erreicht bei 800 Watt Leistungsabgabe eine Effizienz von 94 Prozent.
Wird weniger eingespeist, sinkt die Effizienz. Bis zu einer Einspeiseleistung von 500 Watt liegt sie aber noch über 96 Prozent. Mit 200 Watt sind es aber nur noch 91,5 Prozent und mit 150 Watt noch knapp 89 Prozent, während sie bei 100 Watt nur noch knapp 82 Prozent beträgt. Speist man hingegen nur mit 75 Watt ein, sinkt die Effizienz auf 77,6 Prozent und bei 50 Watt Einspeisung kommen im Stromnetz nur noch 33,5 Watt an, was einer Effizienz von nur 67 Prozent entspricht. Beim Growatt-Speicher fällt die Effizienz bei einer Einspeisung mit 50 Watt sogar unter die 50-Prozent-Marke.
Die Effizienzwerte sollte man also bedenken, wenn der Speicher per AC geladen wird, und man durch Nutzung eines dynamischen Stromtarifs davon profitieren möchte. Denn die Verluste bei der Einspeisung addieren sich zu den Umwandlungsverlusten von AC zu DC. Oder anders ausgedrückt. Bei einem Ein-Personen-Haushalt mit einer durchschnittlichen Leistungsabgabe von 100 Watt pro Stunde dürfte sich das Laden per Netzstrom kaum lohnen, da die Umwandlungsverluste insgesamt größer sind als der Unterschied zwischen günstigstem und teuerstem Preis pro kWh.
Preis: Was kostet Zendure Solarflow 800 Pro und welche Alternativen gibt es?
Der Wechselrichter mit integriertem 1,92-kWh-Speicher Solarflow 800 Pro kostet ohne Solarpanels regulär 799 Euro, mit einer Zusatz-Batterie und einer Gesamtkapazität von 3,84 kWh sind es 1398 Euro und mit zwei Batterien und einer Gesamtkapazität von 5,76 kWh sind es 1997 Euro. Diese Angebote sind vor allem für BKW-Nutzer interessant, die über ein Speicher-Upgrade nachdenken.
Wer hingegen noch kein Balkonkraftwerk im Einsatz hat, kann zu den Komplettangeboten von Zendure greifen. Diese umfassen für einen Aufpreis von aktuell nur 30 Euro auch einen Smart Meter von Zendure (3CT) und kosten mit vier 500-Watt-Panels 1398 Euro (1,92 kWh), 1997 Euro (3,84 kWh, 1 AB2000S zusätzlich auswählen) und 2596 Euro (5,76 kWh, 2 AB2000S auswählen).
Zendure gewährt auf den Solarflow 800 Pro eine Garantie von 10 Jahren. Auch für die Akkus gibt es 10 Jahre Garantie. Nach 6000 Zyklen sollen diese noch eine Kapazität von über 70 Prozent bieten.
Eine gleichwertige Alternative ist die Solix Solarbank 3. Wie Zendure Solarflow 800 Pro bietet die Anker-Lösung vier MPP-Tracker, einen integrierten Speicher, der allerdings mit 2,68 kWh größer ausfällt, sowie eine Not-Stromsteckdose mit 1200 Watt Leistung. In Kombination mit vier 500-Watt-Solarpanels kostet das BKW bei Kleines Kraftwerk inklusive Smart Meter 1399 Euro.
Inzwischen verkauft Zendure Solarflow 800 Pro auch über Amazon.
- Solarflow 800 Pro mit integriertem 1,92-kWh-Speicher für 735 Euro
- Zusatzakku AB2000X für aktuell 541 Euro (reduzierter Preis wird erst an der Kasse angezeigt) mit einer Gesamtkapazität von 3,84 kWh für 1276 Euro
- Solarflow 800 Pro mit integriertem 1,92-kWh-Speicher und vier 430-Watt-Solarmodule (1720 Watt) für 1103 Euro
- Solarflow 800 Pro mit vier 500-Watt-Modulen, integrierter 1,92-kWh-Speicher plus Zusatz-Akku AB2000X mit 1,92 kWh, mit einer Gesamtkapazität von 3,84 kWh für 1746 Euro
Die angegebenen Preise werden größtenteils erst an der Kasse angezeigt.
Integration in Smart-Home-Systeme
Zendure hat eine API und zusammen mit der Community eine Integration für Home Assistant veröffentlicht. Damit ist es möglich, das Zendure-System lokal ohne die Cloud anzusteuern.
Aktuell werden folgende Lösungen unterstützt:
- Ace 1500
- AIO 2400
- Hyper 2000
- Hub 1200
- Hub 2000
- Solarflow 800
- Solarflow 800 Pro
- Solarflow 2400 AC
- SuperBase V6400
Günstige Stromtarife: Sparpotenzial erschließen
Wer ein Balkonkraftwerk nutzt, möchte Stromkosten sparen. Ein weiteres Einsparpotenzial sollte man außerdem durch die Wahl des günstigsten Stromanbieters erschließen. Spätestens wenn man Post vom Stromlieferanten über eine Preiserhöhung erhält, lohnt sich ein Wechsel. Neutarife sind meist wesentlich günstiger. Gleiches gilt für Gastarife. Auch hierfür bieten wir ein entsprechendes Vergleichsangebot im heise Tarifvergleich.
Wer sich nicht selbst um günstige Preise und Anbieterwechsel kümmern will, kann zu Wechselservices wie Remind.me gehen. Der Anbieter bietet kostenlose Wechsel zwischen Strom- und Gasanbietern an. Dabei erhält der Kunde vorab eine Empfehlung und kann sich dann für oder gegen das jeweilige Angebot entscheiden. Vorteil: Remind.me vergleicht über 12.000 Tarife und meldet sich automatisch, wenn man einen Vertrag wechseln kann.
Wer sich für einen Stromspeicher mit bidirektionaler Lademöglichkeit entscheidet, kann diesen bei Nutzung eines dynamischen Stromtarifs, etwa von Rabot Energy (mit Code RABOT120 erhält man 120 Euro nach einem Jahr ausgezahlt, bei sechs Monaten sind es mit dem Code RABOT60 60 Euro) oder von Tibber, besonders profitabel einsetzen. So ist es möglich, diesen etwa während der Dunkelflaute über die Wintermonate oder bei schlechtem Wetter bei günstigen Konditionen, wenn etwa die Windkraft für billigen Strom sorgt, zu laden und ihn bei teuren Strompreisen zu entladen. Wegen der doppelten Stromumwandlung sollte der Preisunterschied aber deutlich über 20 Prozent liegen, damit sich das lohnt.
Fazit
Zendure Solarflow 800 Pro arbeitet im Test in Verbindung mit dem Smart Meter Shelly Pro 3EM zuverlässig und effizient. Mit dem integrierten Speicher, der auf bis zu 11,54 kWh erweitert werden kann, richtet sich die Lösung vor allem an Power-User, die mit vier Solarpanels, Smart Meter und dynamischen Stromtarifen das Maximum aus einem Balkonkraftwerk herausholen möchten.
Wie sich die integrierte KI Zenki in der Praxis schlägt, können wir aufgrund der kurzen Testdauer bisher nicht beurteilen. Wenn überhaupt, lohnt sich der Dienst nur in Verbindung mit einem dynamischen Stromtarif. Um eine Nulleinspeisung zu realisieren, reicht der Automatik-Modus völlig aus.
Positiv ist, dass Zendure eine API zur lokalen Ansteuerung und eine zusammen mit der Community entwickelte Integration für Home Assistant vorgestellt hat. Das könnte für viele Anwender Grund genug sein, auf die Zendure-Lösung zu setzen. Denn damit ist man im Vergleich zu anderen Lösungen wie Anker Solix Solarbank nicht länger von der Cloud abhängig.
Der Testbericht erschien am 29.5. Hinweis 30.5.: Angaben zur lokalen API und Support für Home Assistant ergänzt. Hinweis 10.6.: Preise bei Amazon mit 8 Prozent Rabatt eingefügt.
Künstliche Intelligenz
E-Rezept, ePA und Co: TI-Monitoring-Tool hilft, Störungen im Blick zu behalten
Wer täglich mit der Telematikinfrastruktur (TI) – der Datenautobahn des deutschen Gesundheitswesens – arbeitet, weiß: Störungen und Verzögerungen können in Praxen und Kliniken schnell zum Problem werden. Abhilfe schaffen soll ein Monitoring-Tool, das nicht nur schneller informiert, sondern auch historische Daten archiviert und so erstmals Muster erkennbar macht.
Im Interview berichtet der Entwickler Lukas Schmidt-Russnak, selbst im Gesundheitswesen tätig, von seiner Motivation, den Nutzen transparenter TI-Daten und den Chancen seines Open-Source-Ansatzes. Die Grundlage für sein auf Github veröffentlichtes TI-Monitoring-Tool liefert eine API der Gematik, die ebenfalls dort verfügbar und gut dokumentiert ist.
Lukas Schmidt-Russnak ist Physiker und beschäftigt sich in seiner Freizeit unter anderem mit OpenSource-Software.
(Bild: Schmidt-Russnak)
Sie haben ein eigenes Monitoring-Tool für die Telematikinfrastruktur entwickelt. Wie kam es dazu?
Das Fachportal der Gematik hat verschiedene Einschränkungen. Zum Beispiel fehlen bei den Benachrichtigungen Filtermöglichkeiten für bestimmte Komponenten, Störungsmeldungen werden teilweise 15 bis 20 Minuten verzögert weitergegeben – beispielsweise an den WhatsApp-Kanal – und bei der Behebung von Störungen gibt es oft keine Entwarnung per E-Mail. Für eine Einrichtung, die täglich mit der TI arbeitet, sind das relevante Informationen. Deshalb habe ich mich entschieden, ein eigenes Tool zu programmieren.
Was kann Ihr Tool besser?
Zum einen kann über benutzerdefinierte Benachrichtigungsprofile nach relevanten Komponenten gefiltert werden, etwa dem eigenen VPN-Zugangsdienst. Zum anderen werden Störungen dauerhaft archiviert – im Gegensatz zum Fachportal, das nur die vergangenen 14 Tage anzeigt – im Diagramm im Fachportal werden lediglich die letzten 12 Stunden angezeigt. Mit der Archivierung werden Muster oder Häufungen erstmals sichtbar und quantifizierbar. Natürlich ersetzt das keine Einzelfallprüfung nach einem Service Level Agreement (SLA), aber es liefert eine realistischere Annäherung an den Alltag.
Regelmäßig wird kritisiert, dass die TI-Dashboards wenig Transparenz bieten. Teilen Sie diese Einschätzung?
Im Fachportal der Gematik hat sich zuletzt einiges getan. So wurden beispielsweise Abhängigkeiten zwischen Komponenten, Diensten und TI-Anwendungen modelliert. Dennoch empfinde ich insbesondere die Darstellung und Kommunikation von Wartungen beziehungsweise Changes häufig als undurchsichtig, wenn diese beispielsweise in einem Confluence-Wiki stehen, aber nicht im Change-Kalender. Das kann für Unsicherheit und Frustration bei den Nutzenden sorgen, was sich leicht vermeiden ließe. Die Gematik ist nach SGB V (§ 331) verpflichtet, Maßnahmen zur Überwachung des Betriebs zu treffen. Ich denke, dass ein transparenterer Umgang mit Störungen möglich wäre und sowohl die Stabilität der Systeme als auch die Akzeptanz der Nutzenden fördern würde. Das käme letztlich allen Beteiligten zugute.

Schmidt-Russnak
)
Wie lange sind die Daten derzeit abrufbar?
Im Dashboard meines Tools werden standardmäßig die Daten der letzten 24 Stunden angezeigt. Dieser Parameter lässt sich jedoch in der Konfiguration frei anpassen. Zudem ist diese Einstellung unabhängig von der eigentlichen Archivierung, die im Backend erfolgt. Hier können Daten theoretisch über einen beliebig langen Zeitraum gesammelt und dank des offenen Dateiformats mit gängigen Statistik-Tools ausgewertet werden.
Sie haben Ihr Tool frei zugänglich auf GitHub veröffentlicht. Wie ist das Interesse?
Viele Einrichtungen haben weder die Zeit noch die Ressourcen, um eigene API-Abfragen zu entwickeln. Die Resonanz war erfreulich: In den ersten Tagen 40 Clones auf GitHub und auch zwei Wochen später gab es täglich weit über 100 Zugriffe von unterschiedlichen IP-Adressen auf die Demo-Instanz. Der Wunsch nach Austausch und Transparenz ist groß. Open Source erleichtert die gemeinsame Anpassung und Weiterentwicklung des Tools. Die einzelne Einrichtung muss gewissermaßen nicht bei null anfangen. Noch besser wäre es, wenn das Tool bei Open CoDE veröffentlicht werden könnte. Die Gematik hat dort bereits einen Account.
Gab es schon Reaktionen von der Gematik?
Ja, ich habe viel positives Feedback von Mitarbeitenden der Gematik erhalten. Es wurde allerdings auch auf die bekannten Disclaimer verwiesen: Über die APIs werden nur potenzielle Störungen ausgespielt und SLA-Bewertungen erfordern immer sorgfältige Einzelfallprüfungen. Eine Übernahme meines Ansatzes scheint mir eher unwahrscheinlich.
Dabei wäre es eine Win-win-Situation – weniger Kritik am Dashboard, mehr Transparenz für die Nutzer. Wie schätzen Sie die aktuellen Monitoring-Initiativen der Gematik ein?
Technisch ist es richtig, Abhängigkeiten zwischen zentralen Komponenten und Anwendungen wie dem E-Rezept sichtbar zu machen. Das ist für die Interpretation von Störungen sehr hilfreich, weil bei einigen Komponenten viel Know-how erforderlich ist, um die Auswirkungen auf konkrete TI-Anwendungen abzuschätzen. Aber solange die Daten nicht zeitnah und verlässlich ankommen, bringt das wenig. Eine Störungsmeldung, die fast 30 Minuten zu spät kommt oder eine Entwarnung, die komplett fehlt, hilft vor allem in großen Einrichtungen nicht. Ein zielgerichtetes, schnelles Monitoring kann hingegen einen wertvollen Zeitvorsprung verschaffen: Debugging-Maßnahmen können umgehend eingestellt und die betroffenen Personen – wo möglich – um die Nutzung von Ersatzverfahren gebeten werden. Das spart Ressourcen und Nerven.
Wo sehen Sie den größten Handlungsbedarf?
Mehr Transparenz, ein verstärkter Dialog mit den die TI nutzenden Einrichtungen und Personen sowie klare Vorgaben für die Hersteller. Ob es um Monitoring oder IT-Sicherheit geht – es wäre technisch vergleichsweise einfach, gewisse Standards festzuschreiben, anstatt jede Einrichtung mit Einzelfalllösungen alleine zu lassen.
Mit dem TI-Monitoring-Tool will ich niemanden anprangern, sondern für Nachvollziehbarkeit sorgen. Auch Verbesserungen sollen transparent sichtbar sein. Monitoring ist ein Werkzeug, um die Realität objektiv abzubilden – und das hilft allen Beteiligten, das Lagebild zu verbessern und dauerhaft eine echte Hochverfügbarkeit zu erreichen, wie es im KRITIS-Bereich erforderlich ist.
(mack)
Künstliche Intelligenz
Xcode 26 mit GPT-5 und Claude ist da – Beta zum Testen
Die Gerüchte stimmten: Apple erlaubt es Entwicklern künftig auch, Anthropics Claude als Coding-Assistenten zu verwenden. Die Funktion ist Teil der siebten Beta von Xcode 26, die in der Nacht zum Freitag für Mitglieder von Apples Developer-Programm veröffentlicht wurde. Neben Claude wird nun auch GPT-5 von OpenAI verfügbar gemacht.
Reasoning-Modell von GPT-5 – aber nur „Low“
Der ChatGPT-basierte Assistent in Xcode beherrschte zuvor nur GPT-4.1. Künftig ist GPT-5 das Standardmodell von OpenAI, es ist aber auch möglich, auf GPT-4.1 zurückzuwechseln, schließlich ist GPT-5 auch für das Programmieren nicht unumstritten. GPT-5 sei „für schnelle, qualitativ hochwertige Ergebnisse“ optimiert, schreibt Apple im Xcode-26-Beta-7-Beipackzettel. „Das sollte für die meisten Coding-Aufgaben gut funktionieren.“ Es ist aber lobenswerterweise auch möglich, auf das Reasoning-Modell von GPT-5 umzustellen.
„Dieses benötigt mehr Zeit zum Nachdenken, kann aber genauere Ergebnisse für komplexere Programmieraufgaben liefern.“ Apple gibt an, dass GPT-5 ohne Reasoning im „minimalen“ Reasoning-Level läuft, GPT-5 mit Reasoning im Reasoning-Level „Low“. Das heißt, dass die volle Nachdenkleistung über Xcode nicht verfügbar ist – mit der ChatGPT-App für macOS sollte das hingegen funktionieren. OpenAI hatte schon im letzten Jahr eine Xcode-Integration entwickelt.
Paid-Account von Claude notwendig
Claude in Xcode basiert auf Sonnet 4 und ist über das „Intelligence Settings“-Panel aufrufbar. Kostenlos ist es nicht: User müssen ihren Bezahlaccount bei Anthropic hinterlegen. Ob auch noch Opus 4 unterstützt wird, bleibt unklar – dazu hatten sich zuvor Code-Referenzen gefunden. Wenn Xcode 26 erscheint, soll es weiterhin möglich werden, Drittmodelle via deren API einzubinden. Schließlich will Apple auch lokale Modelle unterstützen, die immer beliebter werden, sofern der Mac ausreichend performant ist.
Weitere Spekulationen, Claude könne demnächst auch in Siri beziehungsweise systemweit integriert werden, wie man das von ChatGPT kennt, bestätigten sich zunächst nicht. Xcode 26 Beta 7 läuft auch unter macOS 15 alias Sequoia. Allerdings scheint die KI-Unterstützung dort nicht aktiv zu sein. Nutzer benötigen also auch noch eine Beta von macOS 26 alias Tahoe. Auch hier gibt es eine Hürde: In einer VM darf dieses nicht laufen, da dort der Apple-Intelligence-Hauptschalter nicht aktiviert werden kann
Update
29.08.2025,
10:37
Uhr
Xcode 26 Beta 7 mit GPT-5 lässt sich auch in einer virtuellen Maschine mit macOS Tahoe testen – selbst wenn Apple Intelligence an sich nicht läuft. Auch Claude wird dort angeboten. Damit sich die OpenAI-KI nutzen lässt, muss ein Account eingerichtet werden, da das Limit an kostenlosen Anfragen sofort erreicht wird, ohne dass nur eine Zeile Code entstanden ist. Claude läuft wie erwähnt ohne Account gar nicht. Unter Sequoia zeigt Xcode 26 Beta 7 den OpenAI-Coding-Assistenten nicht an.
(bsc)
Künstliche Intelligenz
Vorbeiflug an Erde: Japan will an ESA-Asteroidenmission zu Apophis teilnehmen
Die japanische Weltraumagentur will sich an einer europäischen Weltraummission beteiligen, in deren Rahmen eine Sonde den Asteroiden Apophis bei seinem außergewöhnlich nahen Vorbeiflug an der Erde begleiten soll. Das hat die ESA jetzt publik gemacht und erklärt, dass die JAXA die Solarkollektoren, eine Infrarotkamera und die Startmöglichkeit für die Mission namens Ramses (Rapid Apophis Mission for Space Safety) stellen will. Eine entsprechende Anfrage sei an die japanische Regierung gestellt worden. Dabei ist noch immer nicht entschieden, ob Ramses tatsächlich realisiert wird, erst im November soll der ESA-Ministerrat das beschließen. Wegen des Zeitdrucks haben vorbereitende Arbeiten aber schon längst begonnen.
Einmalige Gelegenheit für die Wissenschaft
Apophis wurde 2004 entdeckt und nach einem der wichtigsten Antagonisten in der damals aktuellen Fernsehserie Stargate SG-1 benannt. Weil anfangs eine Wahrscheinlichkeit von immerhin 2,7 Prozent für einen Einschlag auf der Erde im Jahr 2029 ermittelt wurde, erregte der Himmelskörper viel Aufmerksamkeit. Dank zusätzlicher Daten wurde dieser Einschlag ausgeschlossen, das konnte später auch für die Vorbeiflüge in den Jahren 2036 und 2069 nachgereicht werden. Erschwert wurden die Prognosen dadurch, dass nicht genau genug ermittelt werden konnte, inwieweit Apophis jeweils durch seine Annäherungen an die Erde abgelenkt werden wird. Der Asteroid hat einen Durchmesser von 375 Metern, eine Kollision hätte deshalb katastrophale Folgen.
Nachdem eine nahe Gefahr für die Erde ausgeschlossen werden konnte, ist das Interesse der Wissenschaft an Apophis weiter gewachsen. Angesichts des außergewöhnlich nahen Vorbeiflugs in jetzt nur noch vier Jahren handle es sich um eine Gelegenheit, wie sie die Forschung nur einmal pro Jahrtausend bekomme, schreibt die ESA jetzt. Deshalb soll Ramses zu ihm geschickt werden und ihn begleiten, wenn er in gerade einmal 32.000 km an der Erdoberfläche vorbeirasen wird. Weil die Sonde dafür spätestens 2028 gestartet werden muss, haben die Vorbereitungen bereits begonnen, auch wenn eine abschließende Genehmigung der Mission noch aussteht. Vor, während und nach der Erdannäherung soll Ramses dann beobachten, wie sich der Asteroid unter der Gravitation der Erde verändert.
Sollte Ramses genehmigt werden, wäre es aber nicht die einzige Weltraumsonde, die Apophis direkt untersuchen soll. Mit Osiris-Apex ist auch eine umgewidmete NASA-Sonde auf dem Weg zu ihm. Die hat als Osiris-Rex den Asteroiden Bennu besucht und von dort eine Gesteinsprobe zur Erde gebracht. Danach hat sie Kurs auf Apophis genommen und funktioniert nach einer Annäherung an die Sonne sogar besser als vorher. Wegen ihrer Umlaufbahn wird sie aber erst etwa einen Monat nach dem Vorbeiflug von Apophis an der Erde dort ankommen, kann ihn also nur nachträglich erforschen. Ramses soll die Lücke schließen und bei der ESA freut man sich, dass Japan ein Interesse an der Mitarbeit hat.
(mho)
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