Connect with us

Künstliche Intelligenz

Top 10: Carplay nachrüsten – das beste Display für iPhone & Android Auto im Test


Aoocci V30S im Test: Android Auto & Apple Carplay nachrüsten per Display

Mit dem Aoocci V30S rüsten Halter eines älteren Fahrzeugs Apple Carplay und Android Auto nach. Der Bildschirm bietet zudem Dashcam und Rückfahrkamera. Mehr zeigt der Test.

VORTEILE

  • großes Display
  • einfache Einrichtung und Montage
  • Dashcam und optionale Rückfahrkamera (kabelgebunden)
  • Fahrassistenzsysteme

NACHTEILE

  • Störgeräusche bei Verbindung über AUX-Kabel mit Autoradio
  • Verstellung der Dashcam nur eingeschränkt
  • Ausblenden der Dashcam-Ansicht ist gut versteckt in den Menüs

Mit dem Aoocci V30S rüsten Halter eines älteren Fahrzeugs Apple Carplay und Android Auto nach. Der Bildschirm bietet zudem Dashcam und Rückfahrkamera. Mehr zeigt der Test.

Apple Carplay und Android Auto bringen als Software-Schnittstelle Funktionen des Smartphones direkt auf das Infotainment-System des Fahrzeugs. So kann man etwa Google Maps zum Navigieren nutzen oder Musik per Spotify hören. Doch was tun, wenn das Auto gar kein Infotainment-System hat oder zumindest kein Apple Carplay oder Android Auto unterstützt? Eine teils kostspielige und aufwendige Möglichkeit ist das Nachrüsten eines Moniceivers (Ratgeber). Viel einfacher ist es aber, ein Auto-Display zu nutzen. Dieses befestigt man wie ein Navi auf dem Armaturenbrett und verbindet es mit dem Autoradio.

Zu dieser Kategorie zählt das Aoocci V30S. Mit dem Coupon-Code: TechStage20 kostet das Display beim Hersteller nur 149 Euro. Dabei handelt es sich um ein großes 10-Zoll-Display. Zudem ist eine Dashcam integriert und eine kabelgebundene Rückfahrkamera beigepackt. Wie sich das Auto-Display schlägt, zeigt dieser Test.

Display & Lieferumfang

Das Aoocci V30S erinnert entfernt an eine Mischung aus Navigationsgerät und Tablet im extremen Breitbildformat. Das Gehäuse besteht aus Kunststoff, wirkt nicht sonderlich hochwertig und ist eher einfach verarbeitet. Der Touchscreen hat eine Diagonale von 10,26 Zoll im Format von 21:9. Damit wirkt der Car-Monitor recht wuchtig und nimmt insbesondere bei einem Kleinwagen viel Platz auf den Armaturen ein. Dafür kann der Monitor Karten aus Google Maps und die Wiedergabe aus Spotify parallel so anzeigen, dass man beides gut erkennen kann.

Die Anzeige erscheint scharf genug, ohne dass einzelne Pixel mit dem Auge erkennbar sind. Eine automatische Helligkeitsanpassung ist zudem möglich. Bei starkem Sonnenlicht spiegelt die Anzeige recht stark, das Ablesen ist dann nicht immer einfach.

Zur Befestigung dient entweder eine Halterung mit Saugnapf oder eine Variante zum Ankleben auf dem Armaturenbrett. Praktischer ist in unseren Augen der Haltearm mit Saugnapf, da man diesen einfach wieder entfernen kann. Beim Einrasten sollte man darauf achten, dass die Anzeige auf allen vier Stöpseln einrastet, um sich nicht während der Fahrt zu lösen. Zwar wackelte das Display während der Fahrt etwas, es hielt aber zuverlässig im Test. Die Variante zum Aufkleben sollte allerdings fester halten, stört dann aber unter Umständen das Sichtfeld.

Die Stromversorgung erfolgt über ein Netzteil mit einem USB-C-Stecker einerseits und einem Anschluss für den 12-Volt-Steckplatz im Auto andererseits. Zusätzlich kommt ein Kabel mit zwei Klinkenanschlüssen (3,5 mm) dazu, wenn man das Display mit dem Autoradio per AUX verbinden möchte. Ferner gibt es noch ein GPS-Modul zum Ankleben auf dem Armaturenbrett, das man per Kabel mit dem 12-Volt-Netzteil verbindet. Nutzt man das Gerät in Verbindung mit Apple Carplay oder Android Auto, erfolgt die Navigation über das Smartphone. Allerdings ist das GPS-Modul hilfreich für einige der Fahrassistenzsysteme der Dashcam, auf die wir später eingehen.

Eine kabelgebundene Rückfahrkamera gehört ebenfalls zum Lieferumfang. Diese haben wir jedoch nicht getestet, da die Montage aufwendig und mit Bohrlöchern in der Karosserie verbunden wäre. Ein Hardwire-Kabel für eine permanente Stromverbindung mit der Autobatterie ist ebenfalls vorhanden. Diese wird benötigt, wenn man die Parkraumüberwachung der Dashcam nutzen möchte.

Einrichtung

Nach der Montage startet man die Zündung des Fahrzeugs, der Bildschirm bootet recht flott hoch. Neben Android Auto und Apple Carplay unterstützt das Aoocci V30S auch Miracast sowie Apple Airplay. Die Kopplung mit dem Android-Smartphone für Android Auto sowie iPhone für Apple Carplay erfolgt per Bluetooth. Das klappt auf Anhieb und verlässlich.

Sobald die Verbindung hergestellt wurde, was beim ersten Mal rund eine Minute dauern kann, erscheinen auf dem Homescreen die Logos für Android Auto und Apple Carplay. Wählt man das passende Logo aus, spiegelt der Bildschirm vom Smartphone wichtige Anwendungen, blendet Anrufe ein oder zeigt Benachrichtigungen an, die auf Wunsch vorgelesen werden. Für Google Maps und Spotify ist es ratsam, diese vorher am Smartphone gestartet zu haben.

Etwas nervig: Standardmäßig zeigt der Bildschirm auf rund einem Drittel der Fläche das Bild der Dashcam – auch im Modus für Android Auto oder Apple Carplay. Hat man etwa Spotify und Google Maps offen, ist nur wenig Platz für die beiden Anwendungen vorhanden. Es ist möglich, das Dashcam-Bild auszublenden, allerdings ist diese Funktion gut versteckt. Hierzu muss man in die Grundeinstellungen des Aoocci V30S wechseln, indem man auf das Kamerasymbol und dann das Zahnrad drückt. Unter dem Menü für Videoeinstellungen kann man nun den Splitscreen für die Dashcam deaktivieren. Das Gerät muss hierzu neu booten.

Verbindung mit Autoradio

Für die Verbindung zwischen Display und Autoradio gibt es drei Möglichkeiten: per Kabel über den AUX-Eingang, per Funkwelle über einen FM-Transmitter oder indirekt über eine Bluetooth-Verbindung des Smartphones mit dem Autoradio. Dann dient der Bildschirm nur zum Steuern und Anzeigen von Playlists, die Tonübermittlung erfolgt zwischen Handy und Radio.

Wer ein Autoradio ohne Bluetooth oder AUX-Eingang hat, greift zum FM-Transmitter. Hier wählt man eine Frequenz aus dem FM-Band aus. Auf dieser sendet der Bildschirm das Audiosignal auf kurze Distanz per Funk. Im Autoradio muss man diese Frequenz suchen. Diese Form der Verbindung ist aber anfällig für Rauschen und Störungen.

Wir haben uns für die Kabelvariante entschieden, da die Bluetooth-Verbindung zwischen Smartphone und Autoradio bei unserem Opel Adam immer sehr lange aufbaut. Allerdings muss man hier anmerken, dass Titel nicht per Lenkradfernsteuerung gewechselt werden können. Das klappt nur mit Bluetooth-Verbindung.

Die Ernüchterung bei der Kabelverbindung war zunächst aber aus anderen Gründen groß: Ein sehr nerviges Geräusch bestehend aus Rauschen und Knistern, das eher an Verdauungsstörungen erinnert, war zu vernehmen. Ein ähnliches Problem hatten wir auch beim Carpuride W903 (Testbericht). Die Lösung ist sehr einfach: Man muss einen Adapter mit zwei Klinkeneingängen zwischen das Kabel und den AUX-Eingang stecken. Bei Aliexpress bekommt man so etwas für 1 Euro. Ähnliche Entstörfilter bei Amazon gibt es ab 8 Euro. Schade, dass der Hersteller selbst keines beilegt.

Dashcam

Auf der Rückseite des Displays befindet sich eine Dashcam. Diese kann man für die bessere Sicht über die Armaturen hinweg herausziehen und leicht zu allen Seiten neigen. Der Bewegungsradius der Linse ist aber recht eingeschränkt. Wer also den Bildschirm stark zum Fahrer ausrichtet, filmt nicht unbedingt geradeaus nach vorn. Besser gelöst hat das etwa das Carpuride W903 (Testbericht), wo man die Kameralinse stark nach links oder rechts drehen kann. Die für die Aufnahmen nötige microSD-Karte fehlt leider und muss zusätzlich gekauft werden. Diese sollte mindestens über eine U3-Klassifizierung verfügen. Es gibt auch eine App, um eine lokale WLAN-Verbindung herzustellen und die Videos auf dem Smartphone anzusehen.

Die maximale Auflösung der Videos ist mit 4K sehr hoch. In den Einstellungen legt man die Länge der einzelnen Videoclips fest, wir raten zur kürzesten Möglichkeit mit einer Länge von 60 Sekunden. Eine echte Loop-Funktion, bei der fortlaufend nur einige wenige Clips überschrieben werden, gibt es nicht. Die Dashcam erstellt immer neue Clips mit gewählter Länge und löscht erst dann Aufnahmen, wenn die microSD-Karte voll ist. Eine Ausnahme sind brenzlige Situationen, bei denen man stark bremst. In diesem Fall erkennt der verbaute G-Sensor die Verzögerung und speichert dann den Videoclip in einem geschützten Bereich ab.

Nach wie vor ist der Einsatz einer Dashcam in Deutschland nicht eindeutig geklärt. Die Nutzung an sich ist nicht untersagt, solange Aufnahmen nur anlassbezogen aufgezeichnet werden. Bei einem großen Speicher fährt man entsprechend viele Aufnahmen spazieren, die das Persönlichkeitsrecht anderer Verkehrsteilnehmer verletzen könnten. Mehr zu dem Thema erklären wir in der Top 10: Die beste Dashcam fürs Auto im Test – Testsieger von Garmin & Nextbase

Eine Parkraumüberwachung ist ebenfalls möglich. Der G-Sensor des Geräts filmt dann automatisch, sobald er größere Erschütterungen am Fahrzeug feststellt. Die Aufnahmen landen dann ebenfalls im geschützten Bereich. Dafür ist eine permanente Stromversorgung über das mitgelieferte Hardwire-Kabel nötig. Allerdings raten wir eher nicht dazu, zumal Aufnahmen von öffentlichen Parkplätzen datenschutzrechtliche Probleme nach sich ziehen können.

Ziemlich interessant sind einige Fahrassistenzsysteme der Dashcam. Zum einen zeigt diese auf Wunsch Hilfslinien an sowie die Entfernung zu anderen Fahrzeugen. Zusätzlich kommen ADAS-Warnsysteme (Advanced Driver Assistance System) hinzu. Diese warnen den Fahrer per Sprachansage, wenn ein vorausfahrendes Fahrzeug losfährt, vor möglichen Kollisionen und beim Verlassen der Fahrspur. In der Praxis nervt die Stimme allerdings, es erschließt uns auch nicht immer die Relevanz. Für das ADAS sollte man das GPS-Modul einstöpseln und auf den Armaturen festkleben, wo das Gerät Sichtkontakt zum Himmel hat.

Rückfahrkamera

Aufgrund des großen Aufwands haben wir darauf verzichtet, die Rückfahrkamera zu testen. Für die Montage müssten Löcher in den Stoßfänger und die Karosserie gebohrt werden, um dort die Kamera zu befestigen. Zudem muss man ein langes Kabel vom Display durch den Innenraum bis zum Kofferraum verlegen. Die Kamera schraubt man dabei an die Heckstoßstange an und verbindet diese zur Stromversorgung mit den Rücklichtern. Das ist sehr aufwendig und sollte im Zweifelsfall eher von einer Kfz-Werkstatt gemacht werden. Ein Vorteil dieser umständlich zu montierenden Lösung. Sobald der Rückwärtsgang eingelegt wird, springt die Kamera an.

Preis

Regulär kostet das Aoocci V30S rund 179 Euro. Mit dem Code TechStage20 sinkt der Preis um 20 Prozent auf 128 Euro. Etwas preiswerter ist die Variante V30, allerdings kann man hier die Dashcam nicht verstellen, es gibt zudem weniger Fahrassistenzsysteme.

Fazit

Das Aoocci V30S ist ein preiswertes Display, mit dem man schnell und einfach Apple Carplay oder Android Auto auch in einem älteren Fahrzeug nachrüsten kann. Die Verarbeitung wirkt etwas einfach, erfüllt aber ihren Zweck. Die Kopplung mit dem Smartphone per Bluetooth für Apple Carplay sowie Android Auto funktioniert reibungslos. Damit rüstet man selbst ältere Fahrzeuge mit der Schnittstelle nach, um im Auto Dienste wie Google Maps oder Spotify zu nutzen.

Die Verbindung mit dem Autoradio ist per FM-Transmitter oder Kabel möglich, alternativ verbindet man das Smartphone für die Audiowiedergabe per Bluetooth mit dem Radio – sofern möglich. Ärgerlich waren Störgeräusche bei der Verbindung per Kabel. Diese kann man aber mit einem günstigen Adapter beheben, den man leider selbst kaufen muss.

Die Dashcam bietet wiederum eine hohe Auflösung und einige praktische Assistenzsysteme. Sogar eine Rückfahrkamera ist im Lieferumfang enthalten, deren Montage jedoch sehr aufwendig ist. Alles in allem ist das V30S von Aoocci eine empfehlenswerte Lösung mit kleinen Macken, wenn man Android Auto oder Apple Carplay nachrüsten will, auch wenn man unserer Ansicht nach auf Dashcam und Rückfahrkamera verzichten könnte.



Source link

Künstliche Intelligenz

Humanoider Roboter Optimus arbeitet nicht produktiv bei Tesla


close notice

This article is also available in
English.

It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Teslas Roboter Optimus ist doch nicht so nützlich, wie bisher immer behauptet. Das hat Tesla-Chef Elon Musk bei der Vorstellung der aktuellen Quartalszahlen zugegeben. Dennoch will Tesla in diesem Jahr die Serienfertigung des humanoiden Roboters starten.

Weiterlesen nach der Anzeige

Im Sommer 2024 kündigte Musk an, den Roboter ab 2025 in der Produktion einzusetzen. Er hat eingestanden, dass er damit zu voreilig gewesen sei: Statt der Anfang 2025 versprochenen 10.000 Exemplare des Optimus hat Tesla deutlich weniger gebaut. Auch Musks Ankündigung, die Roboter würden nützliche Arbeiten in der Fabrik ausführen, war übertrieben.

Der Roboter werde derzeit nur in geringfügigem Maße in den Tesla-Fabriken eingesetzt und lerne noch, sagte Musk in der Telefonkonferenz mit Analysten und Anlegern. Eine große Hilfe für die Arbeiter waren sie dabei aber offensichtlich nicht: „Wir haben Optimus ein paar einfache Aufgaben in der Fabrik erledigen lassen.“

Damit scheint er nicht weiter zu als Mitte 2024: In einem Video, das Musk bei der Jahreshauptversammlung zeigte, war ein Optimus zu sehen, der Akkuzellen in eine Kiste einsortierte. Der Roboter stehe noch am Anfang, gab Musk zu. „Er ist noch in der Forschungs- und Entwicklungsphase.“

Die aktuelle Optimus-Version 2.5, hat Probleme mit den Händen. Im ersten Quartal 2026 soll laut Musk der Nachfolger kommen. Optimus Gen 3 werde „große Upgrades“ bekommen. Dazu gehöre unter anderem eine neue Hand. Mit der Einführung von Gen 3 werde Tesla die älteren Roboter ausmustern.

Optimus Gen 3 ist dann auch die Version des humanoiden Roboters, die Tesla in Serie bauen will. Die Serienfertigung soll Ende des Jahres starten. Geplant sei, sagte Musk, eine Million Exemplare im Jahr zu bauen.

Weiterlesen nach der Anzeige

Die Roboter sollen im Tesla-Stammwerk in Fremont im US-Bundesstaat Kalifornien gebaut werden. Dafür wird im zweiten Quartal 2026 die Produktion des Model S und des Model X beendet. Tesla hat im Jahr 2025 zum ersten Mal seit Jahren einen Umsatzrückgang verzeichnet: Der Gewinn lag um 46 Prozent unter dem des Vorjahres.


(wpl)



Source link

Weiterlesen

Künstliche Intelligenz

Russische Drohnen mit Starlink-Antennen: Ukraine nennt SpaceX Lösungsvorschläge


close notice

This article is also available in
English.

It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Nach vermehrten Berichten darüber, dass Russland für Angriffe auf die Ukraine genutzte Drohnen inzwischen über Starlink-Verbindungen fernsteuert, hat die Regierung in Kyjiw Gespräche mit SpaceX aufgenommen, um das Problem zu beheben. Das hat der ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow auf Telegram publik gemacht und dabei auch Elon Musk persönlich gedankt. Der hat vorher den polnischen Außenminister beschimpft, nachdem dieser Gegenmaßnahmen gegen die Starlink-Nutzung durch das russische Militär gefordert hatte. Die Drohnenfernsteuerung über Starlink könnte für die Ukraine ohne Gegenmaßnahmen durch SpaceX zu einem erheblichen Problem werden.

Weiterlesen nach der Anzeige

Empfohlener redaktioneller Inhalt

Mit Ihrer Zustimmung wird hier ein externer Inhalt geladen.

4/ Russian forces are increasingly using Starlink satellite systems to extend the range of BM-35 strike drones to conduct mid-range strikes against the Ukrainian rear.

— Institute for the Study of War (@thestudyofwar.bsky.social) 27. Januar 2026 um 02:44

Dass Russland bei seinen Drohnenangriffen auf die Ukraine Starlink-Verbindungen nutzt, um die Drohnen auch noch in der Luft über der Ukraine steuern zu können, hat unter anderem der US-Think-Tank ISW (Institute for the Study of War) publik gemacht. Damit können fast überall in der Ukraine Ziele angegriffen werden, hieß es in einem Bericht. Ein Berater von Fedorow hat auf Telegram Fotos einer sichergestellten Starlink-Antenne öffentlich gemacht. Für die Ukraine ist das ein Problem, weil sich die Starlink-Verbindung nur schwer stören lässt. Genau deshalb ist Starlink beim ukrainischen Militär besonders beliebt, aber auch hinter der Front ermöglicht der Dienst einen Austausch, wo alle anderen Kommunikationsnetze unterbrochen sind.

Auf das Problem hat auch der polnische Außenminister Radosław Sikorski aufmerksam gemacht, auf dem Kurznachrichtendienst X hat er Starlink-Chef Elon Musk persönlich angesprochen. Geschrieben hat er dort, „Hey großer Mann […], Geschäfte mit Kriegsverbrechen könnten deine Marke beschädigen.“ Diese polemische Kritik wollte der US-Milliardär offensichtlich nicht auf sich sitzen, in einer Antwort hat er den Politiker als „sabbernden Idioten“ bezeichnet. Der wisse wohl nicht, dass Starlink das Rückgrat der ukrainischen Militärkommunikation sei. Weiter hat er geschrieben, dass die Nutzungsbedingungen von Starlink keine offensive militärische Nutzung erlauben würden. Wie er das russische Militär dazu bringen will, sich daran zu halten, hat er aber nicht ausgeführt.

Dass die Ukraine im Verteidigungskampf gegen den russischen Angriffskrieg besonders stark auf Starlink angewiesen ist, ist seit Jahren bekannt. Das Satelliteninternet hat längst einen großen Teil der Kommunikationsinfrastruktur ersetzt, die durch die Kämpfe zerstört wurde. Nicht nur die Truppen des Landes sind auf das Funktionieren der Technik angewiesen, sondern auch Krankenhäuser, Schulen und andere Einrichtungen kommunizieren darüber. Insgesamt hat die Ukraine laut einem Bericht aus dem Herbst seit den ersten Starlink-Antennen kurz nach dem russischen Einfall Anfang 2022 mehr als 50.000 weitere erhalten, mehr als die Hälfte davon wurde demnach von Polen gestellt.

Weiterlesen nach der Anzeige


(mho)



Source link

Weiterlesen

Künstliche Intelligenz

Flughafen Frankfurt: Mit Auracast keine Ansage mehr verpassen


Am Flughafen Frankfurt können Passagiere Ansagen jetzt auch über Bluetooth-Kopfhörer oder kompatible Hörgeräte hören. Am Mittwoch fiel der Startschuss für eine zweimonatige Pilotphase, während der Flughafenbetreiber Fraport und das Frankfurter Unternehmen Sittig Technologies die Bluetooth-Technik Auracast an den Lufthansa-Gates A16 und A17 im Terminal 1 testen.

Weiterlesen nach der Anzeige

Auracast ist Teil von Bluetooth LE Audio und ermöglicht Kopfhörern oder anderen Empfangsgeräten den Empfang von ungerichteten Audiostreams ohne vorheriges Pairing. So können mehrere Empfänger an einem Ort einen Stream empfangen. Die Kopfhörer oder Smartphones, die zum Empfang verwendet werden, müssen die Technik unterstützen.

Hersteller wie Earfun, Creative Labs, JBL, Samsung, Sennheiser und Sony bieten entsprechende Hardware schon länger an. Auch verschiedene Smartphones können das, Android 16 unterstützt es inzwischen nativ. Apple arbeitet dran. Teilweise ist es nicht ganz einfach herauszufinden, ob das eigene Gerät Auracast unterstützt. Mal heißt der Standard Shared Audio (Microsoft), mal Audio Sharing (Samsung, Google) oder auch nur Broadcast (Creative Labs).



Flughafen-Frankfurt: Das Telecoil-Logo mit dem „A“ weist auf Auracast hin. Den QR-Code können Android-Nutzer scannen.

(Bild: Andreas Sebayang/heise medien)

Öffentliche Ansagen sind ein Szenario, das die Bluetooth Special Interest Group (SIG) als typisches Einsatzfeld für Auracast-Technik sieht. Während es Bluetooth LE Audio schon eine Weile gibt, gibt es erst jetzt erste praktische Anwendungen.

Die Firma Sittig Technologies, die zahlreiche Flughäfen mit Ansagetechnik für Flugsteige und Terminals ausstattet, hat Auracast in der Anlage am Frankfurter Gate nachgerüstet. Unterstützt wurden sie dabei durch Google, die eigens zwei Entwickler aus den USA zur Präsentation schickten.

Samsung schickte Vertreter aus Südkorea nach Frankfurt – ungewöhnlich für den Start einer Bluetooth-Funktion. Die Südkoreaner stellen Smartphones und Kopfhörer für den Test. In Samsungs neuer Smartphone-Oberfläche One UI 8.5 ist Auracast einfach verfügbar.

Weiterlesen nach der Anzeige

Auracast ist ein Hoffnungsträger im Bereich der Barrierefreiheit. Im Vergleich zu Telecoil-Anlagen (T-Spule) ist die Installation simpel und bauliche Gegebenheiten müssen kaum beachtet werden (Distanz Sender/Empfänger). Der Auracast-Sender kann einfach in eine existierende Sprechanlage integriert werden.

Auracast ist aber keine Technik, die nur für Menschen mit Höreinschränkungen genutzt werden soll, auch wenn die Hörgeräte-Industrie hier sehr weit ist: Vom klassischen Hörgerät bis zum vorbereiteten Cochlea-Implantat, dessen Audioprozessor irgendwann Auracast per Firmware-Update bekommt.

Bei der Veranstaltung zum Auftakt der Pilotphase am Mittwoch gab es kaum Probleme mit der Technik. Nur die Firmware von Sennheiser erwies sich als wackelig. Sittig Technologies empfiehlt daher, die Beta-Version der Sennheiser-Firmware zu nutzen.

Das Thema Barrierefreiheit wird an deutschen Flughäfen oft stiefmütterlich behandelt. Auracast wird von Fraport daher auch als Chance verstanden, hier etwas zu ändern. Es gibt Auracast aber nicht nur an Flughäfen oder Bahnhöfen. Die Berliner Philharmonie testet die Technik seit Herbst 2025 in zwei Sälen. Münchens neue S-Bahn der Baureihe 1420 wird Ansagen ebenfalls per Auracast ausstrahlen.


(vbr)



Source link

Weiterlesen

Beliebt