Künstliche Intelligenz

US-Hyperscaler bekommen Gegenwind aus den Bundesstaaten


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Hyperscaler wie Amazon, Google, Meta, Microsoft, Oracle und OpenAI bekommen in den USA Gegenwind. Sechs Bundesstaaten bringen Gesetze auf den Weg, um den Bau neuer, riesiger KI-Rechenzentren zu stoppen. Mit dabei sind: Georgia, Maryland, Oklahoma, Vermont, Virginia und neuerdings New York.

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Senatorin Liz Krueger etwa schlägt in New York eine dreijährige Baupause für neue Rechenzentren vor. In den drei Jahren sollen das Ministerium für Umweltschutz und die Kommission für öffentliche Dienste Gutachten zu Auswirkungen der Rechenzentren auf die Öffentlichkeit und Umwelt erstellen. Zudem sollen sie Vorgaben für Neubauten nach der Pause ausarbeiten. Auf die Bewegung machte Wired aufmerksam.

Auch Bernie Sanders, Senator im US-Bundesstaat Vermont, spricht sich für strengere Regulierungen von KI-Rechenzentren aus. Ein Moratorium soll Neubauten mit einer Rechenkapazität ab 100 Megawatt bis zum Sommer 2030 verbieten.

Auf X schrieb Sanders: „Ich werde mich für ein Moratorium für den Bau von Rechenzentren einsetzen, die den unregulierten Sprint zur Entwicklung und Einführung von KI vorantreiben. Das Moratorium gibt der Demokratie die Chance aufzuholen und stellt sicher, dass die Vorteile der Technologie uns allen zugutekommen, nicht nur den 1 Prozent.“ Er kritisiert, dass reiche Konzernchefs auf Kosten der Allgemeinheit profitieren.

Georgia, Maryland, Oklahoma und Virginia denken über vorübergehende Baustopps nach, ohne konkrete Zeiträume zu nennen. Mit Florida plant ein siebter US-Bundesstaat Regulierungen, die aber keinen allgemeinen Baustopp vorsehen. Lokale Behörden sollen allerdings im Einzelfall das Recht erhalten, den Bau von Rechenzentren zu verbieten. Energieversorger dürften zudem keine Kosten auf Bürger abwälzen, um Rechenzentren zu subventionieren.

Ron DeSantis, der eigentlich als unternehmerfreundlich gilt, spricht sich öffentlich gegen Hyperscaler aus: „Ich glaube nicht, dass es sehr viele Menschen gibt, die höhere Stromrechnungen in Kauf nehmen wollen, nur damit ein Chatbot einen 13-jährigen Jugendlichen online verderben kann. Das ist nicht das, wofür sich irgendjemand entschieden hat.“

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Die größten Rechenzentren entstehen zwar an abgelegenen Standorten oder in Industriegebieten, können jedoch das Stromnetz erheblich belasten. Genehmigten sich große Rechenzentren vor einigen Jahren noch typischerweise 30 bis 50 Megawatt, landen neue Projekte schon bei einem Gigawatt und mehr. Microsoft-Chef Satya Nadella bestätigte bereits in einem Podcast, dass die Firma auf ungenutzten KI-Beschleunigern sitzt, weil der notwendige Strom fehlt. Durch die Ansiedlung energiehungriger Rechenzentren können die Stromkosten für Anwohner steigen.

Microsoft bemüht sich derweil um Beschwichtigung. In einem Blogbeitrag zählt das Unternehmen Maßnahmen auf, um sich als „guten Nachbarn“ zu präsentieren. Demnach will Microsoft genug zahlen, damit die Energiekosten für Anwohner nicht steigen. Neue Anlagen sollen mehr Abwasser aufbereiten, als Microsoft in den eigenen Rechenzentren verbraucht, etwa für die Kühlung. Zudem will die Firma in lokale Förder- und Bildungsprogramme investieren.

Microsoft spricht auch die unzureichenden Stromnetze an. Im Blog heißt es dazu: „Wir werden frühzeitig, eng und transparent mit lokalen Versorgungsunternehmen zusammenarbeiten, um bei Bedarf Strom und die erforderliche Infrastruktur für unsere Rechenzentren in das Netz einzubinden. Die Senkung der Stromkosten ist zwar wichtig, aber für die lokalen Gemeinden nur eine unvollständige Lösung, wenn wir nicht gleichzeitig die Stromversorgung ausbauen. Dieser Ausbau erfordert in der Regel komplexe Maßnahmen, darunter die Erweiterung der Stromerzeugungskapazitäten und die Verbesserung der Übertragungs- und Umspannwerkssysteme.“


(mma)



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