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Was ist wichtig, was Unsinn?: Der Einkaufsleitfaden für Marketing Mix Modelling (MMM)
Marketing Mix Modelling (MMM) wird für viele Organisationen zunehmend schwerer zu durchdringen, denn die Flut an Versprechungen und technischen Schlagworten führt inzwischen selbst bei erfahrenen Fachleuten zu Verunsicherung. Mike Campbell und Thomas Koch, beide beim Beratungsunternehmen Ebiquity tätig, wollen mit ihrem Gastbeitrag Licht ins Dunkel bringen.
MMM war ursprünglich eine äußerst leistungsfähige Methode, um zu verstehen, welchen Einfluss Marketinginvestitionen auf Absatz
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Amazon könnte AI Marketplace für Publisher starten
Unternehmen wie OpenAI, Google und Co. haben bereits eine Reihe von isolierten Deals mit Publishern oder Content-Plattformen wie Reddit abgeschlossen, um journalistische Inhalte oder User-Generated Content im großen Stil für das Training von Modellen wie GPT-5.2 oder Gemini 3.0 nutzen zu dürfen. Gleichzeitig gibt es immer wieder Klagen gegen diese KI-Unternehmen, die ihnen unlautere Content-Übernahmen vorwerfen. Das betrifft Publisher, Video-Creator, Autor:innen und sogar riesige Plattformen wie Reddit. Ihr Bestreben ist deutlich: Wer ihre Inhalte für das KI-Training nutzen möchte, soll dafür auch zahlen.
Genau das möchte Amazon mit dem möglichen Start eines Publisher Content Marketplace ermöglichen. Offiziell hat Amazon diesen noch nicht angekündigt. Gegenüber TechCrunch hat der Konzern diese Lösung aber auf Anfrage auch nicht dementiert und vage auf die Beziehungen zu Publishern verwiesen:
Amazon has built long-lasting, innovative relationships with publishers across many areas of our business, including AWS, Retail, Advertising, AGI, and Alexa. We are always innovating together to best serve our customers, but we have nothing specific to share on this subject at this time.
Amazons Marketplace könnte bei einem etwaigen Launch dem Vorbild von Microsofts Publisher Content Marketplace folgen. Dieser Content Marketplace soll Publisher bezahlen, wenn ihre Inhalte von AI-Diensten wie dem Microsoft Copilot oder anderen Diensten genutzt werden. So unterstützt zum Beispiel Yahoos neue KI-Search-Lösung Yahoo Scout diesen Marktplatz bereits. Bei Microsofts Marktplatz stellte sich für Publisher zunächst die Frage, ob er eine Insellösung bleiben würde. Startet aber Amazon einen ähnlichen Marketplace für den Austausch von Inhalten gegen Gebühren, könnte das auf eine größere Entwicklung hin zu lizenzierten KI-Trainingsdaten hindeuten, die Publishern entgegenkommt – und womöglich noch weitere Marktplätze hervorbringt. Die Marktplatzbetreiber:innen könnten schließlich gar von einer Deal-Beteiligung profitieren.
Traffic-Sorgen und Googles Antwort
Unterdessen machen sich Publisher große Sorgen um ihren organischen Traffic, der aus Suchmaschinen gespeist wird. Denn ein verändertes Suchverhalten, bei dem häufig KI-Tools wie ChatGPT, Perplexity und Claude zum Einsatz kommen, bei dem aber ebenso auf Googles Lösungen wie den AI Mode und die AI Overviews zurückgegriffen wird, schwächt die Click-Through-Rate. Eine Analyse von Ahrefs offenbarte jüngst sogar die Minimierung der Klickrate um 58 Prozent für auf Position eins gerankte Seiten bei Google, wie mit dem Aufkommen von AI Overviews korreliert.
Problematisch sind nicht nur die KI-Zusammenfassungen Googles, sondern auch der AI Mode. Im konversationellen Suchmodus werden zwar ebenfalls Quellen angezeigt, doch die User müssen nicht unbedingt auf Seiten klicken, um Informationen zu erhalten, sondern können einfach mit Follow-up-Fragen zu ihren Antworten gelangen. Da hilft es zwar den Usern, nicht aber den Publishern, dass Google den unmittelbaren Übergang von AI Overviews in den AI Mode inzwischen auf die mobile Nutzung ausgeweitet hat.
Google selbst ist wohl kaum daran gelegen, für die in der Suche präsentierten Inhalte eine andere Gegenleistung als die Sichtbarkeit in Form von Impressions und den Traffic, wenngleich teilweise schwindend, zu bieten. Zudem möchte das Unternehmen Publishern künftig noch mehr Kontrolle über die eigene Darstellung geben. Einen Opt-out aus AI Overviews und dem AI Mode zieht Google in Erwägung. Das würde Publishern tatsächlich mehr Freiheit bei der Content-Abbildung in der Suche geben, doch solch ein Opt-out würde auch die Sichtbarkeit enorm einschränken.
KI-Suchkontexte machen Publishern weiter das Leben schwer
Mit dem Problem der KI-Zusammenfassungen müssen sich die Publisher indes langfristig auseinandersetzen. Sie sind gekommen, um zu bleiben. Und sogar im Bereich Google Discover, der für viele Medien seit langer Zeit ein wichtiger Traffic-Treiber ist, hat Google KI-Zusammenfassungen eingeführt. Aktuell beschäftigt die Seitenbetreiber:innen in diesem Kontext zudem ein Discover Core Update, das Clickbait-Inhalte weniger und authentischem Content mehr Sichtbarkeit verschaffen soll. Hoffnung gibt es für die Publisher also im Digitalraum auch in Zeiten der KI-Ära. Doch sie kommt in Teilen sehr spät, denn wenn aufwendig aufbereitete Inhalte bereits millionenfach und ohne Gegenleistung für das KI-Training genutzt worden sind, wirken Programme wie Content Publisher Marketplaces und Lizenzierungs-Deals im Nachhinein wie Reparaturbemühungen.
Google erwägt Opt-out für AI Overviews und AI Mode

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KPI-Konkurrenz: Warum es den einen Erfolgsindikator in der digitalen Werbung nicht gibt
Bei manchen Dingen sind sich Werbetreibende, Agenturen, Publisher und Ad-Tech-Unternehmen einig: Über alle Gruppen hinweg wird Connected TV als Kanal für Markenaufbau betrachtet.
Markenwirkung, Performance oder Aufmerksamkeit – je nach Kanal und Stakeholder gelten andere Maßstäbe. Neue Daten zeigen, wie fragmentiert die Messlandschaft ist und warum einheitliche KPIs weiter auf sich warten lassen.
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Google vereinfacht Entfernung persönlicher Inhalte aus Search
Auf Google können User künftig einfacher Ergebnisse zu ihrer eigenen Person verwalten und Bilder entfernen lassen, die ohne ihre Zustimmung in der Suche gelandet sind.
Wer auf Google plötzlich Bilder von sich entdeckt, für deren Verbreitung es eigentlich keine Zustimmung gibt, soll jetzt mehr Hilfestellung bei der Entfernung erhalten. Außerdem bringt Google ein Update für die Results about you, sodass User schnell personenbezogene Informationen wie jene aus Ausweisdokumenten finden und im Zweifel entfernen lassen können.
Die Updates zur Content-Entfernung bei Google: Ausweisdokumente und sexualisierte Bilder im Fokus
Der offizielle Google Account hat via Threads bekanntgegeben, dass User ihre persönlichen Daten in der Suche künftig noch besser schützen können.
Zu den Features, die dazu beitragen sollen, gehört das Results about you Tool. Dieses wird schon von über zehn Millionen Usern genutzt. Damit können User erkennen, wo sensible Informationen zu ihrer Person online auftauchen. In der Google App, mit einem Klick aufs Profilbild und den Bereich „Suchergebnisse über dich“, und über goo.gle/resultsaboutyou können die User ihre persönlichen Daten angeben und dann auch Ausweisdokumente, etwa den Personalausweis oder den Führerschein, hinterlegen. Auf Basis dieser Daten zeigt Google an, wo damit verknüpfte Informationen auftauchen. Zum Schutz hat Google eine Verschlüsselungstechnologie eingesetzt. Google gibt den Usern dann Bescheid, wenn Suchergebnisse mit den hinterlegten Informationen auftauchen sollten. Diese können die Nutzer:innen dann entfernen lassen. Die Neuerungen für das Tool kommen zunächst in die USA und sollen dann auch in anderen Märkten bereitgestellt werden.
Die Entfernung der Bilder wird einfacher
Anders verhält es sich mit dem Update für die Entfernung sexualisierter Bilder aus der Google-Suche. Dieses soll in den nächsten Tagen bereits in den meisten Ländern verfügbar sein und im Anschluss in noch fehlenden Regionen ausgerollt werden. Dabei erhalten Personen mehr Möglichkeiten, um Bilder sexualisierter Natur aus der Suche entfernen zu lassen, die ohne ihr Einwilligung dort auftauchen. Das kann gerade in Zeiten von KI-manipulierten Visuals hilfreich sein – der Nacktbildskandal von Grok ist ein mahnendes Beispiel.
Neuerdings können User verschiedene Maßnahmen ergreifen, um Bilder direkt entfernen zu lassen:
- Sie klicken auf das Dreipunktemenü neben einem Bild und wählen „Ergebnis entfernen“, ehe sie die Option „Es zeigt ein sexuelles Bild von mir“ anwählen.
- Die User können jetzt auch mehrere Bilder gleichzeitig anwählen und auf dem gleichen Wege entfernen lassen.
- Sie können ein Opt-in für zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen nutzen, die proaktiv weitere sexualisierte Bilder aus den Ergebnissen herausfiltern sollen.
Des Weiteren können die User direkt nach den Entfernungsanfragen Links zu Support-Organisationen einsehen. Und die Anfragen lassen sich gesammelt auf ihren Status überprüfen, direkt im Bereich „Suchergebnisse über dich“. Per Mail informiert Google dann über Statusänderungen.
Mehr Kontrolle über die Google-Suche sollen auch Publisher erhalten – allerdings in einem anderen Kontext.
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