Wie ein tolles Portfolio für Aufmerksamkeit sorgt! › PAGE online
Extrablatt in eigener Sache! Um sich, seine Arbeit und sein Studio vorzustellen, hat der Fotograf Lars Langemeier gemeinsam mit dem Artdirector Michael Menge vom Studio Franz ein Portfolio im Zeitungsformat entwickelt: toll zum Blättern – und zum im Kopfbehalten.
Es muss nicht immer Instagram sein. Auf keinen Fall!
Wie sehr es auch die eigene Kreativität unterstreicht, seine Arbeit nicht nur in festgelegten Kacheln und von wechselnden Algorithmen malträtiert, zu präsentieren, sondern im eigenen Format, das zeigt der Fotograf Lars Langemeier.
»All you need is Lars« heißt das Extrablatt im analogen Zeitungsformat, mit der sich präsentiert.
Auf 56 Seiten, im Farbdruck und in Din A2, das groß und bold von Statements und kurzen Texten und von Langemeiers Fotografie ausgefüllt wird.
Es ist ganz bewusst als Printmedium konzipiert, als Zeitung, die man in der Hand halten kann und die, im Gegensatz zu schnell weggeschwischtem und durchgescrollten Digitalkonsum, bleibt. Schwarz auf Weiß und dazu mit Farbfotografie, großformatig, aber nicht aufdringlich.
Dafür sorgt bereits das rein typografische Cover mit dem schönen Wortspiel »All you need is Lars«, das auf der Rückseite mit einem »Lars needs you all« sein Pendant findet.
Nicht aufdringlich, aber präsent
Wie wir es von einer Zeitung gewohnt sind, lässt sie auch Langmeiers Extrablatt so gut wie selbstverständlich in der Mitte knicken.
Gleichzeitig eignet die »Zeitung« sich besonders gut dafür, sie bei Besuchen bei Kund:innen dazulassen, bei Fotoshootings, Begegnungen und anderen Gelegenheiten.
400 Exemplare hat Langemeier zudem bereits mit der Post geschickt.
Und er hat sie bei einem Branchenevent verteilen lassen und das von einem weiblichen »Zeitungsjungen«.
Fotografie? Bildgestaltung!
Doch neben dem Format selbst, erzählt das Extrablatt, das der Creative Director Michael Menge von Studio Franz (ehemals oppa franz) gestaltet hat, vor allem auch davon, was Fotografie heute für Langemeier bedeutet.
Denn vom reinen Fotografen ist er längst zu einem Bildgestalter geworden, zu jemanden, der die Themen der Auftraggebenden konzeptionell umsetzt. Und das längst nicht mehr nur mit der Kamera, sondern auch mit CGI, der KI, Film oder hybrid.
Es geht darum, Ideen zu finden, Twists zu entwickeln und Kontexte zu verschieben. Gerade auch in Zeiten von KI.
Davon erzählt das Extrablatt. Und auch dadurch, dass Langemeiers Arbeiten zwar auf beste Weise präsentiert werden, aber das eben auch auf eigene Weise.
Das fängt schon bei dem Cover an, das auf eine Fotografie verzichtet und zieht sich im Innenteil weiter, wo die Arbeiten zwar auch schon mal seitenfüllend zu sehen sind, aber ansonsten mit viel Weißraum umgeben oder von Schrift überdeckt.
Gleichzeitig erfährt man gleich auf der ersten Seite, und das noch vor dem Inhaltsverzeichnis, was Langemeier und seine Arbeit ausmacht, dass er strukturiert, mutig und gelassen ist, vertraut und hinterfragt.
Und dass er eben nicht »nur« ein Fotograf ist, der auf den Knopf drückt, sondern ein Bildgestalter, konzeptionell und kreativ. Genauso wie sein Portfolio.