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1.300 Milliarden USD für Speicher: Mega-Investitionen von Samsung und SK Hynix in Südkorea


1.300 Milliarden USD für Speicher: Mega-Investitionen von Samsung und SK Hynix in Südkorea

Bild: SK Hynix

Es ist eine Kampfansage an die Speicherknappheit: Samsung und SK Hynix werden umgerechnet über 1,3 Billionen US-Dollar in Südkorea investieren. Die Rede ist von jeweils mindestens vier bis fünf Fabriken für die DRAM-Produktion, zusätzlich neue NAND- und Packaging-Kapazitäten. Das Problem: Es ist mindestens ein 10-Jahres-Plan.

1,3 Billionen US-Dollar

Es ist eine Investitionssumme, die ihresgleichen sucht: 2.000 Billionen Won, das sind 1.300 Milliarden US-Dollar, nach tagesaktuellem Umrechnungskurs. Von der Gesamtsumme sollen SK Hynix und Samsung jeweils rund 650 Milliarden US-Dollar tragen, wobei einige Gerüchte in diesem Punkt sogar über die 2,0 Billionen Won hinaus gehen: Sie nennen 1.100 Billionen Won für SK Hynix und „über“ 1.000 Billionen Won für Samsung. Aber kann diese Größenordnung überhaupt sein?

Ja, das Gesamtvolumen klingt plausibel. SK Hynix hatte bereits erklärt, dass die vier Fabriken im Yongin Semiconductor Cluster plus Optimierungen im weiteren Betriebsverlauf in anderen Fabriken am Ende wohl über 400 Milliarden US-Dollar kosten werden. Fünf neue Fabs und zusätzliche Support-Einrichtungen sind so problemlos schnell bei 600 Milliarden US-Dollar

Das sind SK Hynix‘ Pläne

Die Provinz Gwangju im Südwesten von Südkorea hat sich dabei nun wohl als Standort manifestiert. Der Name tauchte erst vor knapp drei Wochen medial auf, als ,für den Packaging-Spezialist Amkor vermutet wurde, dass dieser dort ebenfalls die Kapazitäten ausbauen wird.

Von SK Hynix sollen in Gwangju vier bis fünf Fabriken entstehen, dazu Packaging-Werke im Süden der Chungcheong-Provinz im Westen des Landes.

Das sind Samsungs Pläne

Samsung wiederum wird ebenfalls vier bis fünf Fabriken in Gwangju beziehungsweise der gesamten Region Honam platzieren, dazu aber auch noch die NAND-Produktion im Norden der Chungcheong-Provinz erweitern. Genaue Details dazu sind aber noch nicht bekannt. Samsung Electro-Mechanics soll darüber hinaus ebenfalls die Kapazitäten in der Yeongnam-Region und Busan erweitern, im Fokus stehen hier die nächsten knappen Komponenten: MLCC, auf Deutsch Keramikkondensator, und Substrate.

Die Speicherhersteller schwimmen aktuell auf der größten Erfolgswelle ihrer Geschichte. Sie erwirtschaften hohe Milliardengewinne, die nun langsam auch sichtbar in neue Infrastruktur fließen sollen. Konzerne wie Apple hatten sich zuletzt beschwert, dass die Speicherhersteller Schuld an den nun steigenden Preisen seien.. Diese hatten den Ball jedoch direkt zurückgespielt. Apple versucht als Reaktion laut Gerüchten derzeit erneut, chinesischen Speicher zu akquirieren.

In dieser Woche wollen sich Regierungsvertreter in allen Regionen Südkoreas mit lokalen Behörden und den Unternehmen treffen. Eine erste größere Ankündigung könnte dabei aber bereits heute direkt durch den südkoreanischen Präsidenten Lee Jae Myung erfolgen, der am Wochenende in einem Beitrag auf X die ersten Andeutungen in die Richtung der Provinz Honam gemacht hatte.



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Turtle Beach KB5 im Test


Display war gestern, bei Turtle Beach hat die Zukunft der Tastatur einen Touchscreen. Die Command Series KB5 verspricht gleichzeitig von Mini-Formaten geplagten Spielern Erlösung: Endlich ein volles Layout mit Makrotasten und Drehregler. Das sieht doch mal richtig gut aus – und genau das ist am Ende im Test das Problem.

Auf dem Papier sieht das Konzept vielversprechend aus, auf dem Schreibtisch ebenfalls. Man kann der KB5 vieles vorwerfen, aber nicht, dass es ihr an Hingucker-Faktor fehlen würde. Dahinter verbirgt sich jedoch nur eine mäßige Tastatur, die alle Karten auf das Display setzt – und ausgerechnet dort strauchelt. Kann doch nicht sein? Alle Details liefert der Test.

  • Flache Bauweise
  • Handballenauflage
  • Viel Zusatzausstattung
  • Software fehlerhaft
  • Touchscreen hakelig
  • Taster brauchen Einlaufzeit
  • Mäßige Akustik

Die KB5 im Überblick

Das Rezept der KB5 ist seit der Jahrtausendwende etabliert und geht auf die Logitech G15 (Test) zurück. Es beinhaltet ein volles, beleuchtetes Layout, links eine Reihe Makrotasten, dazu ein Drehregler für die Lautstärke und ein 2,4″-Display, um Daten über System und Sprachchat auszugeben.

Lieferumfang: USB-C-auf-A-Kabel, Kurzanleitung, Tastenkappen
Lieferumfang: USB-C-auf-A-Kabel, Kurzanleitung, Tastenkappen
Die Idee: Der Bildschirm zeigt Infos an und spendiert Zusatztasten
Die Idee: Der Bildschirm zeigt Infos an und spendiert Zusatztasten
Fünf etwas abgesetzte Makrotasten und ein Drehregler ergänzen das Layout
Fünf etwas abgesetzte Makrotasten und ein Drehregler ergänzen das Layout
Die Neigung des Tastenfeldes kann in zwei Stufen geändert werden
Die Neigung des Tastenfeldes kann in zwei Stufen geändert werden

Die Anzeige befördert Turtle Beach im Jahr 2026 nun zum Touchscreen. Er dient je nach Konfiguration beziehungsweise Anzeigeseite der Mediensteuerung und als Panel mit sechs „Extratasten“. Status-Funktionen wie Capslock gibt das Display ebenfalls aus. Maximal drei „Seiten“ lassen sich individuell konfigurieren.

Daten sendet die KB5 per USB-C-Kabel und mit fester, nicht reduzierbarer 8.000-Hz-Polling-Rate an den Rechner, die Shooter-Hilfe „ReacTap SOCD“ priorisiert zwischen zwei Tasten die zuletzt gedrückte. Zur Anpassung muss trotz Display auf Roccats Swarm-Software zurückgegriffen werden, die es ausschließlich für Windows gibt.

Taster: Flach und gemächlich

Die KB5 liefert Turtle Beach mit fest verlöteten Titan-Tastern der ersten Generation in der Variante Red aus. Da es sich um Low-Profile-Switches handelt, verkürzt sich ihr Hub auf 3,2 Millimeter, ausgelöst wird nach 1,2 Millimetern Eindrücken bei 42 Gramm Widerstand. Entsprechend zackig wirken Eingaben.

So tippen Titan Red

Initial geben Titan-Switches eine zwar über alle Taster hinweg gleichmäßige, aber leicht raue Rückmeldung beim Eindrücken. Besserung, wenn auch keine vollständige Kur, stellt sich nach ein paar Stunden Nutzung ein, bleibt logischerweise aber auf die am häufigsten genutzten Tasten beschränkt. Auf Tasten mit 1,5er-Kappen wie „Strg“ steigt der Widerstand zudem an, wenn nicht mittig eingedrückt wird. In diesem Fall verkanten die Kappen den Stempel etwas. In Relation zum Kaufpreis darf man mehr erwarten.

Ohne Gewöhnung geht es damit nicht, die Taster wollen lieber mit etwas mehr Tiefe eingedrückt werden, um trotz variierender Widerstände sicher ausgelöst zu werden und das „Verschlucken“ von Tasten zu vermeiden.

Fest verlötet: Die Low-Profile-Taster sitzen fest auf dem PCB
Fest verlötet: Die Low-Profile-Taster sitzen fest auf dem PCB

Am Ende bleibt der Eindruck eines relativ schlichten Tasters, den man eher unter 100 Euro verorten würde. Zum Spielen mag das gehen, wirkt aber aus der Zeit gefallen. Auch Low-Profile-Taster im mittleren Preissegment können mittlerweile mehr als das. Eine Logitech G515 oder Keychron K3 beispielsweise, die es auch im Vollformat gibt, leisten bessere Arbeit. Dazu kommt: Sie arbeitet mit höherer Federspannung, ihre Taster wirken strammer beim Ausfedern und damit agiler, bei Turtle Beach bleibt das Feedback entspannter, aber auch indifferenter. Turtle Beach bewirbt zwar eine „ultra-schnelle Rückmeldung“ mit „geschmeidigen, befriedigenden Tastendrücken“ beim Ausfedern, das Produkt scheitert aber daran, diese Ansprüche in Gänze abzubilden.

Beleuchtung

Die Beleuchtung entspricht dem Klassenstandard. Sauber angestrahlte Tasten und PBT-Kappen lassen keine Wünsche offen, Sekundärfunktionen sind allerdings nur auf der Oberfläche der Tasten aufgetragen.

Gelungen ist die gleichmäßige und helle Beleuchtung
Gelungen ist die gleichmäßige und helle Beleuchtung
Minimale Helligkeitsverläufe fallen im Alltag nicht auf
Minimale Helligkeitsverläufe fallen im Alltag nicht auf

Alltag & Akustik

Das Bild mauer Technik zieht sich bei der KB5 weiter und prägt gewissermaßen am Ende den Gesamteindruck. Auf dem Papier wirkt das Konzept durchaus durchdacht, das Problem ist die Umsetzung.

Viel weiter öffnen ließ sich die KB5 nicht
Viel weiter öffnen ließ sich die KB5 nicht

Akustik: Klingt nach Gaming

Freistehende Taster und ein Kunststoff-Gehäuse sind für die Akustik ein Malus, die flache Bauweise ein Bonus. Trotzdem kommt dafür erstaunlich wenig heraus, denn Geräuschdämpfung baut Turtle Beach nur zwischen Switch Plate, die gleichzeitig das Chassis abdeckt, und PCB, darunter herrscht Leere. Viele Schrauben, aber wenig Inhalt und das hört man in Form recht heller und klackriger Rückmeldungen.

Erneut muss man sich in der Preisklasse nicht weit umschauen: Die Keychron K3 kann das Ganze dumpfer, die Asus ROG Falchion FX Low Profile sehr viel satter. Beides klingt hochwertiger als die Sparkur bei Turtle Beach – und schlicht weniger nach günstig klackerndem, hallendem Kunststoff. Dieses Klangbild ordnet sich ein Stück weit in das Gaming-Segment ein, wo Lifestyle-Marken diesem Aspekt geringere Bedeutung beimessen.

Turtle Beach Command Series KB5 (Turtle Beach Titan 2 Red)

Alltag: Grundlage passt

Aus der Belanglosigkeit retten müssen die KB5 deshalb das Display und der Alltag. Angelegt ist sie genau dafür und gut: Die Makrotasten liegen vernünftig und lassen sich vom Tastenfeld differenzieren, der Regler wunderbar zügig bedienen. Von der flachen Bauweise und der großen Handballenauflage profitieren Ergonomie und Bedienbarkeit des Touchscreens. Bingo!

Zumindest fast. Die fummelige Montage der Handballenauflage sägt an den Nerven, zumal sie sich recht leicht löst. Magnete sind in der Mittelklasse längst angekommen und selbst darunter gibt es bessere Lösungen. Am Anfang mochte die Software nicht, Eingaben wurden teils zeitverzögert wiedergegeben oder nicht korrekt registriert. Ein zweites Firmware- und Software-Update schuf Abhilfe und sorgte dafür, dass sich die Tastatur beim Herunterfahren oder im Standby korrekt deaktiviert.

Von der Polling-Rate, die sich per Software nicht ändern lässt, merkt man im Alltag nichts. „Bis zu 8-mal schneller“ reagiere die Tastatur damit, verspricht der Hersteller zwar, aber nur in Bezug auf den Übermittlungszeitpunkt. Die Abfragerate ist jedoch nur ein Punkt der Signalkette bis zur Ausgabe eines Bildes auf dem Monitor – insgesamt acht Mal schneller kann die KB5 damit nicht sein. Im Gegenteil: Eingespart wird im Optimalfall weniger als eine mess-, aber nicht spürbare Millisekunde im Tausch gegen höhere CPU-Last.

Was kann das Display?

Der Hase liegt also dort im Pfeffer, wo man ihn nicht direkt sieht, das gilt auch für das Display. „Extrem reaktionsschnell“ fühlt es sich nicht an, eine halbe Sekunde Verzögerung beim Tastendruck ist nicht dramatisch langsam, aber auch nicht unmittelbar „sofortig“. Dazu kommt: Beim Seitenwechsel fehlt es an einer Wischanimation, die KB5 lässt damit unklar, ob die Eingabe erfolgreich ist. Nicht jeder Seitenwechsel gelingt in Konsequenz. Und der Lautstärkeregler bewegt sich ruckelnd.

Angezeigt werden können darauf Systeminformationen, wenn die Software im Hintergrund läuft. Spielspezifische Angebote gibt es nur für Counter-Strike 2, ihr Nutzen hält sich in Grenzen, dazu kommen drei Apps: Streamlabs, OBS und Discord. In der Hauptsache dient es als Panel für weitere Makrotasten, für Hotkeys, Shortcuts wie Ausschneiden oder App-spezifische Funktionen.

Die geringe Bauhöhe gepaart mit ordentlichem Hub sind angenehm
Die geringe Bauhöhe gepaart mit ordentlichem Hub sind angenehm
Das Display zeigt ein paar Systeminformationen und hat Medien-Hotkeys
Das Display zeigt ein paar Systeminformationen und hat Medien-Hotkeys
Außerdem können 5 Felder als Tasten mit Extrafunktionen belegt werden
Außerdem können 5 Felder als Tasten mit Extrafunktionen belegt werden

Auch hier schwankt der Mehrwert: Vieles besteht aus vordefinierten Tastenkombinationen, die sich auch selbst erstellen lassen – und im Alltag ist ‚Strg + C‘ schneller, als die Hand zu einer „Kopieren“-Schaltfläche auf einem Touchscreen zu bewegen. Tasten schlagen Bildschirm, das gilt in der Autoindustrie wie hier. Nützlich wird der Bildschirm also erst, wenn er über solche bereits gut abgebildeten Funktionen hinausgeht. Einen Mehrwert kann er außerdem Nutzern bieten, die mit dem Lernen von Belegungen fremdeln.

Entwicklungsarbeit scheint also dringend nötig, das sieht man an vielen Ecken. Profilfarben und Namen auf dem Display stimmen nicht mit der Software überein, konfigurieren lässt sich die KB5 nur über Swarm und nicht über das Display, die beworbene Spotify-Integration bedeutet (mit recht kleinen Buttons versehene) Mediensteuerungselemente – bei denen man über einen kleinen Button rechts unten in der Software überhaupt erst einmal die zu steuernde App auswählen muss, ansonsten funktioniert das Medien-Widget nicht oder produziert Fehler. Wohlgemerkt: Das Medien-Widget aus dem Zusatzangebot, denn das normale von Seite 1 funktioniert immer.

In Counter Strike 2 werden ein paar Statistiken ausgegeben
In Counter Strike 2 werden ein paar Statistiken ausgegeben

Am Ende wirkt das noch ziemlich wild. Der kleine Touchscreen bleibt hinter Corsairs Elgato-Move zurück, der tatsächlich viel weitergehende Dinge machen kann. Ist das die Revolution? Nein, es sieht vor allem ganz nett aus und bietet hier und da ein wenig mehr Komfort.

Software: Als Anfang okay

Die Software-Seite hat damit noch Potential nach oben, das gilt auch für ihren Aufbau. Konfigurationsoptionen erschließen sich nicht immer logisch, neu belegte Tasten werden nicht gesondert markiert. Man muss sich damit merken, was wo geändert wurde. An sich ist alles da und möglich, man stolpert nur immer wieder und muss sich einarbeiten.

Auch hier gilt also: Auf den ersten Blick sieht alles gut aus, dahinter hakt es noch ein wenig. Ein Problem war auch das Firmware-Update, das im ersten Versuch scheiterte. Bei der Wiederherstellung wurde die Tastatur auf das US-Layout umgestellt. Die Folge: Zwei Tasten, die die ANSI-Firmware nicht kennt, leuchten nun in unveränderlicher Farbe. An Abhilfe wird gearbeitet.

Fazit: Display über alles

Auf dem Papier sieht das Konzept vielversprechend aus, auf dem Schreibtisch ebenfalls. Man kann der KB5 vieles vorwerfen, aber nicht, dass es ihr an Hingucker-Faktor fehlen würde. Dahinter verbirgt sich jedoch eine mäßige Tastatur, die alle Karten auf das Display setzt – und ausgerechnet dort strauchelt.

Die Turtle Beach KB5 bietet eine Menge Gamer-Swag zum noch nicht ganz abgehobenen Preis. Am Ende ist sie aber ein Looksmaxxer – oder ein wenig zu sehr Blender, denn gerade rund um das Display funktioniert die KB5 erst rudimentär und scheitert daran, seinen Mehrwert voll auszuschöpfen; von einer sauberen, flüssigen und leicht zu bedienenden Umsetzung ganz zu schweigen. Die grundsätzliche Idee stellt das nicht in Frage, sie hat Potential. Das muss aber erst noch vernünftig realisiert werden. Und der Rest?

Fazit: Sieht gut aus, läuft aber noch nicht rund
Fazit: Sieht gut aus, läuft aber noch nicht rund

Als reine Tastatur passt das Layout, qualitativ gibt es jedoch schöner tippende, leisere, akustisch bessere Lösungen. Dazu muss man nicht einmal rund 160 Euro ausgeben. Eine be quiet! Light Mount (Test) erscheint als insgesamt harmonischere Alternative. Corsair ist mit Vanguard Air 99 Wireless (Test) und Corsair Galleon 100 SD (Test) zwar rund 120 und 190 Euro teurer(!), aber dank Elgato-Integration an der Display-Front vorne.

  • Flache Bauweise
  • Handballenauflage
  • Viel Zusatzausstattung
  • Software fehlerhaft
  • Touchscreen hakelig
  • Taster brauchen Einlaufzeit
  • Mäßige Akustik

ComputerBase hat die KB5 von Turtle Beach leihweise zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht.

(*) Bei den mit Sternchen markierten Links handelt es sich um Affiliate-Links. Im Fall einer Bestellung über einen solchen Link wird ComputerBase am Verkaufserlös beteiligt, ohne dass der Preis für den Kunden steigt.

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Datenanalyse-Anbieter: KI-Konkurrenz gibt dem Domo den Rest


Domo steht offenbar vor einer ungewissen Zukunft. Der Anbieter für Datenanalyse-Software, der einst mit 2,8 Milliarden US-Dollar bewertet wurde, kämpft laut einem Bericht von Business Insider mit Schulden, Führungsproblemen und einem Markt, der sich durch generative KI rasant verändert.

Wenn Dashboards nicht mehr reichen

Domo wurde 2010 von Josh James gegründet und versprach Unternehmen einen einfacheren Zugriff auf Geschäftsdaten. Statt Zahlen aus verschiedenen Systemen manuell zusammenzutragen, sollten Nutzer Kennzahlen, Berichte und Abläufe zentral in einer Cloud-Plattform auswerten können. In einer Zeit, in der Business Intelligence (BI) vor allem aus Dashboards und Visualisierungen bestand, war das ein attraktives Versprechen.

Genau dieses Versprechen wirkt im KI-Zeitalter weniger exklusiv. Unternehmen erwarten zunehmend nicht mehr nur hübsch aufbereitete Kennzahlen, sondern Antworten auf konkrete Fragen: Warum sinkt der Umsatz in Region A? Welche Kunden drohen abzuspringen? Welche Maßnahme sollte als Nächstes folgen? An dieser Stelle treten die bekannten KI-Assistenten, -Agenten und Co. der etablierter Anbieter auf den Plan.

Die KI-Konkurrenz ist nicht die alleinige Ursache für Domos Krise, aber zumindest ein Brandbeschleuniger. Der BI-Markt verschiebt sich von klassischen Dashboards hin zu Systemen, die Daten erklären, Empfehlungen geben und sogar Prozesse direkt anstoßen. Für Anbieter wie Domo stellt sich dadurch die Frage, ob ihr Kernnutzen noch stark genug ist, wenn Microsoft, OpenAI, Anthropic und andere ähnliche Funktionen direkt in ihre Ökosysteme integrieren.

Finanzielle Lage spitzt sich zu

Die Zahlen zeigen, dass Domo schon vor dem aktuellen KI-Druck angeschlagen war. Brisant ist vor allem die Schuldensituation. Business Insider berichtet von 137 Millionen US-Dollar an Verbindlichkeiten, für die Domo eine Stillhaltevereinbarung mit den Gläubigern getroffen hat. Vereinfacht gesagt bedeutet das: Die Kreditgeber verzichten vorübergehend darauf, ihre Rechte wegen Vertragsverletzungen voll durchzusetzen, während das Unternehmen eine Lösung sucht – wofür Domo bis Ende Juli 2026 Zeit hat.

Der Gründer als zusätzlicher Unsicherheitsfaktor

Zur wirtschaftlichen Krise kommt eine Führungsgeschichte, die mehr nach Klatschpresse als nach Softwarebranche klingt. Josh James war 2022 als CEO zurückgetreten, nachdem eine frühere Mitarbeiterin ihm sexuelle Übergriffe auf einer Geschäftsreise vorgeworfen hatte. James bestreitet die Vorwürfe, eine strafrechtliche Anklage gab es nie. 2023 kehrte er an die Spitze von Domo zurück.

Doch Ruhe brachte die Rückkehr nicht. Business Insider berichtet von zahlreichen Abgängen im Management, darunter frühere Topmanager und Verwaltungsratsmitglieder. Später wurde James dem Bericht zufolge wegen Trunkenheit am Steuer festgenommen, nachdem er mit seinem Auto von der Straße abgekommen und in einen Briefkasten gefahren sein soll. Ende 2025 erklärte er zudem in einer Telefonkonferenz, sich wegen Substanzmissbrauchs in stationäre Behandlung begeben zu haben und seine Aufgaben vorübergehend zu reduzieren.

Auch COO Mark Maughan verließ das Unternehmen. Laut Business Insider erhielt er eine millionenschwere Abfindung im Zusammenhang mit nicht näher erläuterten Vorwürfen wegen mutmaßlichen körperlichen Kontakts.

Die andere Seite des KI-Booms

Domo eignet sich damit als Gegenbild zu den sonst meist positiven KI-Meldungen. Während große KI-Anbieter neue Modelle, Agenten und Produktivitätsversprechen präsentieren, zeigt der Fall, dass KI bestehende Softwaremärkte auch entwerten kann. Wenn Datenanalyse künftig stärker über integrierte KI-Assistenten und automatisierte Workflows läuft, können spezialisierte Anbieter unter Druck geraten, sofern sie nicht früh genug auf den Zug aufspringen. Für einen einstigen Milliardenkandidaten ist es in jeden Fall eine ungewöhnlich harte Landung.



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Steam Summer Sale: Das sind unsere Spiele-Tipps in vier Preisklassen


Steam Summer Sale: Das sind unsere Spiele-Tipps in vier Preisklassen

Bild: CD Projekt Red

Der Summer Sale auf Steam lockt mit einem riesigen Angebot rabattierter Spiele. ComputerBase lichtet den Dschungel ein kleines Stück und empfiehlt ganz subjektiv Spiele in vier Klassen zwischen 25 und 5 Euro quer durch die meisten Genres. Die Bilanz: Rausgehen lohnt sich diesen Sommer selbst bei weniger Grad wohl nicht mehr.

Das Beste der letzten Jahre für 25 Euro

Bis 25 Euro gestaltet sich die Auswahl am schwierigsten, denn dafür sind die meisten Hits der letzten Jahre erhältlich. Rund 18 Euro kostet zum Beispiel Cyberpunk 2077, das eine filmreife Sci-Fi-Story serviert. Wer stattdessen Freiheit und Open World mit einer Prise Kojima-Weirdness sucht, den bedient Metal Gear Solid V: The Phantom Pain für 18 Euro.

Eine ähnliche Summe kostet Warhammer 40,000: Space Marine 2. Eigentlich ist das Spiel ein Adventure mit sehr einfachem Puzzle: Dort ein menschheitsvernichtendes Alien, hier eine riesige Waffe. Das ergibt denkfreien Oldschool-Spaß.
Gut angelegt sind 20 Euro auch in God of War. Beeindruckende Panoramen, eine tolle Geschichte, unterhaltsame Action: Was will man mehr? Etwas mit mehr Witz vielleicht. Hades 2 liefert für rund 20 Euro ein fesselndes Rogue-like mit riesigem „nur eine Runde noch“-Faktor.

Und wo bleiben Rennspiele? Wer eine Hardcore-Sim will, weiß, was er kauft, der Rest erwirbt ein Forza Horizon.

Mehr Spaß für 15 Euro

Age of Mythology: Retold für 15 Euro liefert in diesem Segment Unterhaltung. Wenn es etwas außer der Reihe sein darf? MechWarrior 5: Clans pilotiert Kampfroboter, Teardown steckt in die Schuhe eines Abrissunternehmers, was gerade kooperativ einen Heidenspaß bereitet. Kooperativ spielen lässt sich für 11,24 Euro außerdem das cRPG Divinity: Original Sin 2, dem weit günstigeren „Vorgänger“ von Baldurs Gate 3 aus der Feder von Larian. Für 14 Euro gibt es aber auch eine Reihe Blockbuster. Wie wäre es etwa mit Star Wars Jedi: Survivor für 14 Euro?

Das Beste der letzten Jahre für 10 Euro

Selbst für weniger als 10 Euro lässt sich eine Menge Unterhaltung finden. Doom Eternal etwa oder High On Life mit Rick-and-Morty-Humor liegen unter dieser Schwelle, aber auch Call of Duty: Modern Warfare II. Den Vorgänger gab es im letzten Sale ähnlich teuer, schon er war eine exzellente Empfehlung für alle, die einfach mal wieder Call of Duty spielen möchten. Denn, das weiß nicht nur der Volksmund, große Unterschiede gibt es zwischen den einzelnen Titeln kaum.

Horror-Spaß bieten zudem das Remake von Dead Space für 6 Euro oder die herausragende Neuinterpretation von Resident Evil 4 für einen „Zehner“.

Indie-Experimente für 5 Euro

Ganz stimmt die Überschrift nicht. Für 3 Euro gehört The Witcher 3, das demnächst noch eine dritte Erweiterung bekommen soll, auf jede Empfehlungsliste – falls man nicht gleich zur 10 Euro teuren Complete Edition greift. Das Hexer-Spiel hat schließlich moderne Rollenspiele definiert.

Für wenig Geld kann man auch einmal etwas riskieren. Grim Dawn für 2,50 Euro ist ein modernes Diablo 2 mit spannender Story, ohne Mikrotransaktionen und einer Menge Erweiterungen, falls man auf den Geschmack kommt. Turbo Overkill mischt alte und superschnelle moderne Shooter im Cyberpunk-Setting. Story? Braucht es nicht, Coolness, ein paar Sprüche und Dauerfeuer reichen. Wer mehr Story mag, kann für 3 Euro auch zum atmosphärischen Metro: Exodus greifen.

Devolver Digital hat mit Not a Hero einen humorigen Sidescroller und Hotline Miami 2 extrem schnelle Top-Down-Action im Angebot.

Und eure Tipps?

Ein unüberschaubar riesiges Angebot bedeutet, dass diese Empfehlungen notwendigerweise nur ein kleiner Ausschnitt sein können. Insofern bleibt nur eine Frage: Welche Perlen hat die ComputerBase-Community gefunden, die unbedingt Erwähnung finden sollten?



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