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Künstliche Intelligenz

2,59 Billionen US-Dollar: Ausgaben für KI wachsen ungebremst


Die weltweiten Ausgaben für Künstliche Intelligenz (KI) steigen laut den Marktforschern von Gartner auch in diesem Jahr rasant an. Laut ihrer Prognose werden 2,59 Billionen US-Dollar für KI ausgegeben, was einem Anstieg von 47 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. 2027 soll die Summe dann sogar auf 3,5 Billionen US-Dollar klettern.

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„Bislang wurden die Ausgaben für KI vor allem von Technologieunternehmen und Hyperscalern getrieben“, erklärte Gartner-Analyst John Lovelock. Die Unternehmen hätten ihr Ausgabenpotenzial noch nicht ausgeschöpft – aber das werde 2026 seiner Einschätzung nach passieren. Aktuell würden die Unternehmen noch vor allem auf taktische KI-Initiativen setzen und damit auf schrittweise Produktivitätssteigerungen statt auf disruptive Veränderungen.

„Aus diesem Grund stehen CIOs vor der Herausforderung, den Wert von KI-Investitionen nachzuweisen und greifbare Geschäftsergebnisse zu demonstrieren“, führte Lovelock aus. Nun komme es darauf an, die KI-Initiativen auf die strategischen Geschäftsziele auszurichten.

Unternehmen werden dabei laut Gartner sowohl verstärkt generative KI-Modelle nutzen, die bereits in bestehende Software eingebettet sind, als auch KI-Agenten für verschiedene Workflows. Weil Unternehmen zunehmend komplexere Prozesse automatisieren und KI stärker in umfassende Tool-Suiten integrieren, werde auch der Tokenverbrauch anziehen. Im Zuge dessen werde sich auch herauskristallisieren, welchen potenziellen Wert agentische Automatisierung bietet.

Entsprechend hat Gartner die kurzfristigen Aussichten bei den Ausgaben für KI-Modelle nach oben korrigiert: Für 2026 soll das Segment um 110 Prozent wachsen, was Ausgaben von rund 32,6 Milliarden US-Dollar entspricht.

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Den größten Anteil sollen 2026 aber nach wie vor die von den Anbietern getriebenen Ausgaben für KI-Infrastruktur ausmachen. Sie sollen in diesem Jahr auf über 1,4 Billionen US-Dollar klettern (2025: 975 Milliarden US-Dollar). Weitere große Ausgabenbereiche sind KI-Software mit 453,2 Milliarden US-Dollar und KI-Services mit rund 585 Milliarden.

„In den kommenden Jahren wird der wachsende Kapazitätsbedarf dafür sorgen, dass KI-Infrastruktur, darunter KI-optimierte IaaS, KI-optimierte Server, KI-Netzwerkarchitekturen, KI-Beschleunigerchips und KI-Geräte, zum größten Marktsegment aufsteigt“, erklärte Lovelock. Dieser Bereich werde mehr als 45 Prozent der gesamten Ausgaben ausmachen.

Lovelock rechnet dabei auch mit einer Verdreifachung der Ausgaben für KI-optimierte Server in den nächsten fünf Jahren, was diese zum größten Posten im Infrastruktursegment mache. Treiber dafür sei der Kapazitätsausbau bei den Cloud-Service-Providern, die sich auf die Workloads durch GenAI-Modelle und agentische Workflows vorbereiten.

Die globalen IT-Ausgaben insgesamt veranschlagt Gartner auf 6,31 Billionen US-Dollar. Im April hatten die Marktforscher wegen zu erwartender hoher KI-Ausgaben ihre Prognose für 2026 noch einmal erhöht.


(axk)



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Künstliche Intelligenz

Digitale Verwaltung: Rechenzentren des Bundes verfehlen Ökostrom-Ziele deutlich


Die staatliche IT-Infrastruktur Deutschlands steht vor einem Nachhaltigkeitsproblem. Eigentlich sollten sämtliche Liegenschaften des Bundes und damit auch alle behördlichen Serverstandorte seit Ende 2024 vollständig mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgt werden. Doch dieses Vorhaben ist offiziell gescheitert. Wann der Übergang zu sauberer Energieversorgung für die staatlichen IT-Systeme flächendeckend abgeschlossen sein wird, lässt die Bundesregierung offen.

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Das geht aus der Antwort des Digitalministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor, die sich detailliert mit den Klimawirkungen und dem Nachhaltigkeitsmonitoring der bundeseigenen Informationstechnik befasst. Für die Erhebung hat die Regierung größere Anlagen mit einer IT-Anschlussleistung von mindestens 100 Kilowatt (kW) berücksichtigt. Geheim eingestufte Standorte blieben außen vor.

Der IT-Infrastrukturbetrieb des Bundes ist laut der Auskunft in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsen. Mit Stand April nutzte die Bundesregierung insgesamt 167 Rechenzentren. In den beiden Vorjahren lag die Zahl mit 157 Anlagen im Jahr 2024 und 160 im Folgejahr noch etwas niedriger. Für den größten Teil dieser digitalen Infrastruktur ist der Staat selbst zuständig: Von den aktuellen Kapazitäten befanden sich Stand April 141 Datencenter im Eigenbetrieb der Behörden.

Ein Blick auf die Verteilung innerhalb der verschiedenen Ressorts verdeutlicht eine hohe Konzentration der Systeme. Als Spitzenreiter sticht der Geschäftsbereich des Bundesinnenministeriums hervor, auf den mit konstant 81 Rechenzentren bis 2029 fast die Hälfte aller nicht-geheimen IT-Großeinrichtungen des Bundes entfallen soll. In anderen Sektoren greift dagegen zunehmend die laufende IT-Konsolidierung. Bis 2029 soll die Zahl der genutzten Serverstandorte in einzelnen Ministerien spürbar sinken, da Aufgaben vermehrt gebündelt oder an zentrale Service-Anbieter wie das IT-Dienstleistungszentrum des Bundes übertragen werden.

Der schleppende Ausbau bei den Erneuerbaren offenbart eine Lücke zwischen politischen Zielen und administrativer Realität. Die übergeordnete Vorgabe, die Bundesverwaltung bis 2030 klimaneutral zu organisieren, bleibt zwar formal bestehen. Doch die Umstellung der Rechenzentren gestaltet sich zäh. Die Regierung räumt Handlungsbedarf ein, liefert aber keine Perspektive für die ablöse fossiler Energiequellen für ihre IT-Infrastruktur.

Erschwert wird eine unabhängige Überprüfung der Fortschritte durch die Tatsache, dass die Regierung aus Gründen der IT-Sicherheit und des Geheimschutzes keine konkreten Daten zum Gesamtenergieverbrauch der einzelnen Anlagen in den Jahren 2024 und 2025 veröffentlicht. Eine detaillierte Aufschlüsselung der Verbrauchswerte könnte laut den Verantwortlichen Rückschlüsse auf kritische staatliche Infrastrukturen zulassen und die Gefahr von IT-Spionage oder gezielten Angriffen durch fremde Geheimdienste signifikant erhöhen.

Auch das im Energieeffizienzgesetz verankerte nationale Rechenzentrumsregister, das eigentlich für mehr Durchblick beim Energie- und Ressourcenverbrauch im gesamten deutschen Servermarkt sorgen soll, wartet weiter auf seine vollständige Umsetzung. Das entsprechende Publikationsportal für die Öffentlichkeit existiert noch nicht. Es soll aber in naher Zukunft online gehen. Der Weg dorthin ist angesichts der bisherigen Resonanz noch weit: Bis Dezember haben sich erst sieben der berücksichtigten Rechenzentren des Bundes mit ihren spezifischen Daten an dem Register beteiligt.

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Vier dieser Einrichtungen gaben an, die Meldung aufgrund einer gesetzlichen Pflicht für Anlagen mit mehr als 300 kW Nennleistung vorgenommen zu haben. Für die verbleibenden drei Standorte lagen dem Digitalministerium keine genauen Informationen über die Beweggründe vor.

Eine über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinausgehende, interne Verpflichtung zur Teilnahme aller staatlichen Rechenzentren am Energieeffizienzregister plant die Regierung derzeit nicht. Da der Strombedarf durch die fortschreitende Digitalisierung und den rasanten Einzug von KI-Anwendungen zunimmt, bleibt der nachhaltige und ressourcenschonende Betrieb der staatlichen IT-Systeme eine der ungelösten Aufgaben beim Klimaschutz.


(wpl)



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Künstliche Intelligenz

Halbleiter für Indien: Tata Electronics baut große Chip-Fab und Packaging-Werk


Die noch junge Firma Tata Electronics baut in Dholera im indischen Bundesstaat Gujarat ein großes Halbleiterwerk (Fab). Es wird die erste Fab in Indien, die Wafer mit 300 Millimetern Durchmesser verarbeitet.

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Zusätzlich plant Tata Electronics, das wie Tata Motors zum größten indischen Konzern Tata Group gehört, auch den Bau eines Packaging-Werks. Als Dienstleistungsfirma für Outsourced Semiconductor Test and Assembly (OSAT) soll es Wafer zu fertigen Chips in Gehäusen verarbeiten.

Beim Aufbau einer lokalen Chip-Fertigungskette in Indien kooperiert Tata Electronics mit zahlreichen Branchengrößen: ASML und Tokyo Electron (TEL) liefern Maschinen, Intel das Know-how für Packaging, Powerchip Semiconductor (PSMC) aus Taiwan einige Fertigungsprozesse.

Insgesamt will die Tata Group umgerechnet rund 14 Milliarden US-Dollar in die lokale Chip-Lieferkette investieren. Die 300-mm-Foundry soll monatlich bis zu 50.000 Wafer verarbeiten, also rund 600.000 pro Jahr. Zum Vergleich: Die im Bau befindliche ESMC-Fab in Dresden plant mit rund 500.000 Wafern jährlich.

Die indische Fab soll als Foundry mehrere Prozesse für analoge und digitale ICs mit Strukturbreiten zwischen 28 und 110 Nanometern anbieten. Viele Chips für Autos, Medizingeräte und Haushaltsgeräte entstehen in solchen Verfahren, beispielsweise viele Mikrocontroller. Tata Motors ist der größte Automobilhersteller in Indien.

In Kooperation mit dem japanischen Unternehmen Rohm will Tata Electronics zudem Leistungshalbleiter fertigen. Und Qualcomm ist als Partner für Autoelektronik an Bord. Einen konkreten Zeitplan für die Eröffnung der Chip-Fab in Dholera nennt Tata Electronics bisher nicht. Indische Medien erwarten, dass sie im Jahr 2030 laufen könnte. Chef Tata Electronics’ ist seit April 2023 Dr. Randhir Thakur, der zuvor zwei Jahre lang die Foundry-Sparte (Auftragsfertigung) Intels geleitet hat.

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(ciw)



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Künstliche Intelligenz

Google I/O 2026: KI-Warenkorb soll Einkaufen über alle Google-Dienste vereinen


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Google verzahnt seine Dienste künftig stärker mit dem Online-Shopping. Der auf der Entwicklerkonferenz Google I/O 2026 vorgestellte „Universal Cart“ soll als zentraler Warenkorb fungieren, in den Nutzer Produkte direkt aus der Google-Suche, dem KI-Assistenten Gemini, YouTube oder Gmail legen können – ohne zwischen verschiedenen Apps oder Websites wechseln zu müssen.

Technische Grundlage soll Googles Shopping Graph sein, den Google als umfassendstes Produktdatenverzeichnis weltweit bezeichnet. Er umfasse aktuell über 60 Milliarden Produktlistings, die kontinuierlich aktualisiert werden. Diesen Shopping-Graph will Google mit seinen KI-Modellen kombinieren, um das Einkaufserlebnis grundlegend neu zu gestalten.


Screenshots: Universal Cart zeigt Informationen wie Inkompatibilitäöten und Vergünstigungen an

Screenshots: Universal Cart zeigt Informationen wie Inkompatibilitäöten und Vergünstigungen an

Googles Universal Cart zeigt unter anderem eventuelle Inkompatibilitäten mit anderen Produkten an.

(Bild: Google)

Sobald ein Artikel im Warenkorb landet, soll das System im Hintergrund aktiv werden: Es verfolge Preisänderungen, zeige die Preisentwicklung im Zeitverlauf an und benachrichtige, wenn ein ausverkaufter Artikel wieder verfügbar sei. Ferner soll der Warenkorb auf Basis von Googles Gemini-Modellen mögliche Probleme erkennen, bevor sie entstehen. Als Beispiel nennt Google die Zusammenstellung eines PCs aus Komponenten verschiedener Händler: Das System soll dabei proaktiv auf Inkompatibilitäten hinweisen und Alternativen vorschlagen. Über eine Integration in Google Wallet sollen außerdem Zahlungsvorteile, Treuepunkte und Händlerangebote automatisch berücksichtigt werden.

Für den Bezahlvorgang setzt Google auf das Universal Commerce Protocol (UCP), das der Konzern nach eigenen Angaben gemeinsam mit Handelspartnern entwickelt hat. Ein Kauf soll entweder direkt über Google Pay oder durch Weiterleitung auf die jeweilige Händlerwebsite abgeschlossen werden können. Der Händler bleibe dabei „Merchant of Record“. Zu den angekündigten Händlerpartnern zählen Nike, Sephora, Target, Ulta Beauty, Walmart, Wayfair sowie Shopify-Händler wie Fenty und Steve Madden.

UCP ist laut Google nicht als reines Google-Protokoll konzipiert: Im UCP Tech Council sollen auch Amazon, Meta, Microsoft, Salesforce und Stripe den offenen Standard aktiv mitgestalten. Der UCP-Checkout soll in den kommenden Monaten auf Kanada, Australien und später Großbritannien ausgeweitet werden, zudem auf Bereiche wie Hotelbuchungen und Essenslieferungen.

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Für vollständig automatisierte Käufe durch KI-Agenten hat Google das Agent Payments Protocol (AP2) entwickelt. Nutzer sollen dabei vorab festlegen können, welche spezifischen Marken und Produkte zulässig sind und wie viel maximal ausgegeben werden darf. Ein Kauf werde laut Google nur ausgelöst, wenn alle definierten Bedingungen erfüllt seien. Das Protokoll soll eine nachvollziehbare Verbindung zwischen Nutzern, Händlern und Zahlungsdienstleistern herstellen. Zusätzlich erzeuge AP2 einen permanenten digitalen Beleg: Bei Rücksendungen sollen Nutzer und Händler stets auf denselben Datensatz zugreifen können, was Rückgabeprozesse vereinfachen soll. Die ersten AP2-Funktionen sollen in Gemini Spark eingeführt werden – Googles neuem persönlichen KI-Agenten, der im Hintergrund eigenständig Aufgaben ausführen können soll. Mit Gemini Intelligence für Android hat Google erst kürzlich agentische Fähigkeiten vorgestellt, die unter anderem Einkaufslisten automatisch in Warenkörbe übertragen können sollen.

Der Universal Cart soll im Sommer 2026 zunächst in den USA in der Google-Suche und der Gemini-App verfügbar sein. Die Integration in YouTube und Gmail ist für einen späteren Zeitpunkt angekündigt.

Googles Ankündigung trifft auf ein Umfeld ohne ausgereifte Standards. Es fehlen jedoch branchenweite Protokolle für die Agentenkommunikation ebenso wie eine einheitliche Begriffssemantik – was Fehlinterpretationen und damit Fehlkäufe begünstigen kann. Auch die Haftungsfrage bei autonomen Käufen ist rechtlich bislang ungeklärt.

Hinzu kommen mögliche Interessenkonflikte: Provisionsmodelle oder die Bevorzugung eigener Ökosysteme könnten Empfehlungen verzerren – zulasten von Nutzern und kleineren Händlern, die ohne strukturierte Datenschnittstellen für Agenten unsichtbar bleiben.


(vza)



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