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Entwicklung & Code

Die Produktwerker: Die Macht der Pause


In dieser Folge ist Dominique Winter allein am Mikrofon und denkt laut über ein Thema nach, das im Produktalltag oft übersehen wird. Es geht um die Pause und um ihre Wirkung auf Entscheidungen, Zusammenarbeit und Produktentwicklung. Ausgangspunkt ist ein sehr persönlicher Zustand von Erschöpfung und Müdigkeit, der schnell deutlich macht, wie stark fehlende Erholung die eigene Denkfähigkeit beeinflusst. Genau daraus entsteht die Überzeugung, dass die Pause ein unterschätztes Werkzeug in der Produktarbeit ist.

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Product Owner Days 2026

Product Owner Days 2026

(Bild: deagreez/123rf.com)

Fachvorträge und Networking-Möglichkeiten: Die Product Owner Days am 5. und 6. Mai 2026 in Köln befassen sich in über 20 Vorträgen mit aktuellen Themen rund um Product Ownership, KI im Produktmanagement, User Research, Product Discovery und Product Economics.

Pause bedeutet hier keinen Stillstand. Sie steht für Verarbeitung. Während der Körper scheinbar nichts tut, sortiert das Gehirn Eindrücke, verknüpft Gedanken und schafft Ordnung. Gerade Produktentwicklung ist geprägt von Komplexität, Unsicherheit und einer hohen Dichte an Entscheidungen. Ohne Pause entsteht schnell Entscheidungsmüdigkeit und Priorisierungen werden unsauber, strategische Fragen werden aufgeschoben und operative Themen übernehmen die Kontrolle. Die Pause schafft Raum, um innezuhalten und bewusst wahrzunehmen, warum eine Entscheidung so oder anders ausfällt.

Und gerade im persönlichen Arbeitsalltag zeigt sich das besonders deutlich. Product Owner und Produktverantwortliche sind häufig ein Engpass, weil viele Entscheidungen an ihnen hängen. Fehlt die Pause, fehlt die Energie für genau diese Entscheidungen. Dabei können kurze Unterbrechungen vor wichtigen Weichenstellungen helfen, den Kopf zu entlasten und die Qualität der Entscheidung zu verbessern. Das können sogar nur wenige Sekunden sein, ein tiefer Atemzug oder ein kurzer Blick aus dem Fenster. Auch bewusst kürzere Meetings oder kleine Lücken zwischen Terminen wirken wie eine Pause, in der Gedanken sacken dürfen.

Die Pause wirkt jedoch nicht nur individuell, sondern auch im Team. Produktarbeit lebt von Abstimmung und gemeinsamen Entscheidungen. Pausen im Team helfen dabei, Spannung abzubauen, Konflikte zu entschärfen und sich neu auszurichten. Retrospektiven, No-Meeting-Zeiten oder bewusste „Denkpausen“ sind Ausdruck davon. Sie unterbrechen das Dauerfeuer aus Meetings und To-dos und schaffen Raum für Reflexion. Gerade vor Commitments oder nach intensiven Diskussionen hilft eine kurze Pause dabei, bessere gemeinsame Entscheidungen zu treffen.

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Auch das Produkt selbst profitiert von der Pause. Produktentwicklung besteht aus einem ständigen Wechsel zwischen Bauen, Lernen und Entscheiden. Lernen braucht Zeit. Feature-Pausen, bewusste Phasen ohne neue Umsetzungen oder Zeiten der Konsolidierung helfen dabei, Erkenntnisse zu verarbeiten und den nächsten Schritt klarer zu sehen. Weniger Aktivität kann hier zu mehr Wirkung führen. Auch Nutzerinnen und Nutzer profitieren davon, wenn Produkte nicht permanent verändert werden und Zeit bleibt, Neues zu verstehen und anzunehmen.

Am Ende steht die Einladung, die Pause bewusster einzusetzen. Als Entscheidungswerkzeug, als Lernfenster und als Mittel gegen Überlastung. Wo fehlt gerade die Pause im Produktteam, im Produkt oder bei einem selbst und was würde passieren, wenn man ihr mehr Raum gibt? Die Pause wirkt als Hebel gegen den Aktivitätswahn. Produktarbeit wird schnell mit Beschäftigung verwechselt. Viele Features, viele Storypoints und volle Kalender fühlen sich produktiv an, führen aber nicht automatisch zu mehr Wert. Die Pause hilft, den Fokus wieder auf Wirkung zu richten und bessere Entscheidungen zu treffen. Sie schützt langfristig den Outcome, auch wenn sie kurzfristig Output kostet.

Die aktuelle Ausgabe des Podcasts steht auch im Blog der Produktwerker bereit: „Die Macht der Pause“.


(mai)



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Entwicklung & Code

software-architektur.tv: Spec-Driven Development mit Simon Martinelli


In dieser Episode spricht Ralf D. Müller mit Simon Martinelli über den AI Unified Process (AIUP), einen agilen und iterativen Entwicklungsansatz, der Requirements ins Zentrum stellt – nicht den Code. Martinelli zeigt, wie man mit AIUP moderne Software entwickelt, bei der Anforderungen, Spezifikationen, Code und Tests gemeinsam durch kurze Iterationen wachsen, während KI als Konsistenz-Engine dient.

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Das Duo diskutiert die zentrale Frage: Braucht es perfekte, deterministische Spezifikationen für KI-Code-Generierung? Simon Martinelli argumentiert, dass das der falsche Ansatz ist. Stattdessen ermöglicht AIUP iterative Verbesserung: Requirements treiben die Entwicklung, Spezifikationen werden detaillierter und Tests schützen das Systemverhalten, während der generierte Code sich gemeinsam mit allem anderen weiterentwickelt.

Lisa Maria Schäfer malt dieses Mal keine Sketchnotes.

Die Ausstrahlung findet am Freitag, 16. Januar 2026 live ab 13:00 Uhr statt. Die Folge steht im Anschluss als Aufzeichnung bereit. Während des Livestreams können Interessierte Fragen via Twitch-Chat, YouTube-Chat oder anonym über das Formular auf der Videocast-Seite einbringen.

software-architektur.tv ist ein Videocast von Eberhard Wolff, Blogger sowie Podcaster auf iX und bekannter Softwarearchitekt, der als Head of Architecture bei SWAGLab arbeitet. Zum Team gehören außerdem Lisa Maria Schäfer (Socreatory) und Ralf D. Müller (DB Systel). Seit Juni 2020 sind über 250 Folgen entstanden, die unterschiedliche Bereiche der Softwarearchitektur beleuchten – mal mit Gästen, mal Wolff, Schäfer oder Müller solo. Seit mittlerweile mehr als zwei Jahren bindet iX (heise Developer) die über YouTube gestreamten Episoden im Online-Channel ein, sodass Zuschauer dem Videocast aus den Heise Medien heraus folgen können.

Weitere Informationen zu den Folgen finden sich auf der Videocast-Seite.

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(mdo)



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Entwicklung & Code

Linus Torvalds schreibt Audiowerkzeug mit Vibe Coding


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Linus Torvalds, der sich bislang eher kritisch zum Einsatz von KI geäußert hat, ist selbst unter die Vibe-Coder gegangen. Er ließ die künstliche Intelligenz, in diesem Fall Googles Antigravity AI, jedoch weder auf den Linux-Kernel noch auf Git los, sondern erstellte mit ihrer Hilfe ein Hobby-Programm namens AudioNoise.

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Das auf GitHub gehostete Tool simuliert Gitarrenpedal-Effekte wie Echo oder Phaser, und Torvalds hat es in erster Linie entwickelt, um selbst die Grundlagen der digitalen Signalverarbeitung besser zu verstehen. Für etwa die Hälfte des Programmcodes nutze er C, für die Python-basierte Visualisierung der Audiosamples kam dann Antigravity zum Einsatz.

„Über analoge Filter weiß ich mehr – wenn auch nicht viel mehr – als über Python“, sagt Torvalds im Readme-File zu AudioNoise. Daher habe er anfangs noch nach dem Motto „googlen und nachmachen“ programmiert, sich dann aber immer mehr aus dem Python-Coding zurückgezogen und den Audio-Sample-Visualizer schließlich komplett von der Google-KI in deren Eigenregie entwickeln lassen.

Auch das Ergebnis lässt sich in der Readme-Datei nachlesen: „Das Python-Visualizer-Tool ist im Grunde durch Vibe Coding entstanden“, erklärt Torvalds darin. Und es macht, was es machen sollte. Er hatte am KI-generierten Code so wenig auszusetzen, dass er ihn ohne Änderungen übernommen hat.

Für die Kernel-Entwicklung oder andere seriöse Projekte sei Vibe Coding jedoch ungeeignet, sagte Torvalds auf dem Open Source Summit im November 2025. Dem Linux-Kernel-Chef wird auch das Zitat zugeschrieben, „Vibe“ sei eine Abkürzung von „Very inefficient but entertaining“.

Immer wieder stellen Studien fest, dass sich die Codequalität durch den zunehmenden Einsatz von KI-Assistenten verschlechtert. Auch das Problem der KI-Halluzinationen ist weiterhin ungelöst.

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(who)



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Entwicklung & Code

Node.js-Updates bessern hochriskante Schwachstellen aus


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In der populären JavaScript-Laufzeitumgebung Node.js wurden mehrere Sicherheitslücken entdeckt, die teils mit hohem Risiko eingestuft werden. Jetzt sind für bereits Mitte Dezember angekündigte aktualisierte Versionen erschienen, die die Schwachstellen ausbessern. Entwickler sollten sicherstellen, dass die fehlerbereinigten Fassungen zeitnah zum Einsatz kommen.

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In der Ankündigung vom Dienstag dieser Woche schreiben die Node.js-Entwickler, dass die Updates drei Sicherheitslücken mit hohem Risiko, vier mit mittlerem und ein Leck mit niedriger Risikoeinstufung schließen. Angreifer können sie missbrauchen, um etwa eingeschleusten Schadcode auszuführen, ihre Rechte auszuweiten, Sicherheitsmaßnahmen zu umgehen und Daten zu manipulieren oder vertrauliche Informationen abzugreifen, wie das CERT-Bund zusammenfasst. Außerdem enthalten die Sicherheits-Releases aktualisierte Abhängigkeiten, um öffentlich bekannte Schwachstellen anzugehen, und zwar „c-ares“ in Version 1.34.6 und „undici“ in den Fassungen 6.23.0 und 7.18.0.

In der Programmlogik zum Allokieren von Puffern kann nicht initialisierter Speicher offengelegt werden, wenn das „vm“-Modul mit einem Timeout verwendet und die Allokierung des Speichers davon unterbrochen wird (CVE-2025-55131, CVSS 8.1, Risiko „hoch“). Die Restriktionen mit den Optionen --allow-fs-read und --allow-fs-write ließen sich außerdem durch das Zusammensetzen von relativen Symlink-Pfaden umgehen (CVE-2025-55130, CVSS 7.7, Risiko „hoch“). Ein präparierter „HTTP/2 HEADERS“-Frame mit übergroßen und ungültigen „HPACK“-Daten kann Node.js zum Abstürzen bringen, was in einem Denial-of-Service mündet (CVE-2025-59465, CVSS 7.5, Risiko „hoch“).

Details zu den mittelschweren sowie den als niedriges Risiko eingestuften Schwachstellen finden Interessierte in der Ankündigung der Node.js-Entwickler. Die Schwachstellen sind in den Versionen Node.js 25.3.0, 24.13.0, 22.22.0 und 20.20.0 sowie neueren nicht mehr vorhanden. Die Aktualisierungen sollten Nutzerinnen und Nutzer zeitnah vornehmen.

Im vergangenen September konnte ein Kryptowährungsdieb mit einer Spearphishing-Attacke Zugriff auf das npm-Konto eines Entwicklers erlangen – npm ist die Paketverwaltung für Node.js-Pakete. Damit gelang dem bösartigen Akteur, Schadcode in rund 20 Pakete des Entwicklers qix, die zusammen auf mehr als zwei Milliarden wöchentliche Downloads kommen.


(dmk)



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