Digital Business & Startups
Wir mussten viel Überzeugungsarbeit leisten
#Interview
Eigentlich wolle das Team hinter dem Startup MAIA eine Art „Notion für Industrieunternehmen“ aufbauen. Das Konzept kam aber nicht an. „Wir mussten das Team komplett neu aufstellen und praktisch über Nacht ein neues Produkt entwickeln“, sagt Gründer Mathias Jakob.

MAIA aus Leipzig, 2021 von Carolin Maier, Mathias Jakob und Moritz von Hammerstein gegründet, kümmert sich um industrielle Produktentwicklung. „Wir geben diesem Unternehmen eine neue Kollegin an die Seite, MAIA. Und diese Kollegin ist etwas ganz Besonderes“, sagt Gründer Jakob zum Konzept. Anfangs wollte das Team eine Art ‚Notion für Industrieunternehmen‘ bauen. Das Produkt entsprach jedoch „nicht den Markanforderungen“. So entstand MAIA.
Im Interview mit deutsche-startups.de stellt der MAIA-Macher Jakob sein Unternehmen einmal ganz genau vor.
Wie würdest Du Deiner Großmutter MAIA erklären?
Stell dir ein riesiges Unternehmen vor, Oma, das seit Jahrzehnten komplizierte Maschinen baut. Das ganze technische Wissen ist in Zehntausenden von Dokumenten und den Köpfen der erfahrensten Mitarbeiter verstreut. Wir geben diesem Unternehmen eine neue Kollegin an die Seite, MAIA. Und diese Kollegin ist etwas ganz Besonderes! Erstens: Sie hat alles gesehen und vergisst nichts: Wir geben ihr all die Zehntausende von Dokumenten zu lesen. Wenn jemand eine Frage hat, hat sie die Antwort in Sekunden parat und sagt dazu noch genau, wo sie es nachgelesen hat. Das ist die Grundlage. Zweitens: Sie kann mitdenken und kombinieren: Jetzt kommt der Trick. Sie kann auch Wissen finden, das so nirgends direkt steht. Wenn in einem Dokument steht, dass Bauteil A extremer Kälte standhält, und in einem ganz anderen steht, dass es auch enormen Druck aushält, kann MAIA von selbst schlussfolgern: ‚Eine Kombination dieser beiden Teile wäre perfekt für eine Maschine am Meeresgrund!‘ – auch wenn das noch nie jemand so aufgeschrieben hat. Drittens: Das Wichtigste ist aber: MAIA hört zu und lernt von den Kollegen und Kolleginnen. Sie zieht ihr Wissen nicht nur aus fertigen Dokumenten, sondern direkt aus den Gesprächen, die sie führt. Wenn ein Kollege ihr im Gespräch eine Information gibt, die bisher nirgends aufgeschrieben war, oder wenn sie – wie bei dem Bauteil-Beispiel – Zusammenhänge zwischen den Zeilen erkennt, dann fängt sie dieses Wissen auf. Sie extrahiert diese neuen Erkenntnisse, dokumentiert sie selbstständig und macht sie sofort für alle anderen verfügbar. Was eben noch nur im Kopf eines Einzelnen oder verborgen in den Daten steckte, ist im nächsten Moment eine geprüfte Antwort für das ganze Team.“
Wie wollt Ihr Geld verdienen, also wie genau funktioniert euer Geschäftsmodell?
Wir setzen auf ein ganz klassisches B2B-SaaS-Modell. Unser Fokus liegt dabei klar auf der Enterprise-Lösung für Teams ab 20 Nutzern. Diese startet bei 59 Euro pro Nutzer im Monat und
beinhaltet erweiterte Funktionen sowie eine persönliche Betreuung. Für Teams mit weniger als 20 Mitarbeitenden bieten wir außerdem eine Professional-Lizenz für 49 Euro pro Nutzer an – hier allerdings ohne die direkte Betreuung. Ergänzend dazu bieten wir bei Bedarf Workshops, Enablement-Programme und vertiefende Beratung an – direkt durch unser Team oder über ausgewählte Partner. Diese Services verstehen wir als Unterstützung für einen erfolgreichen Roll-out, sie machen aber nur einen kleinen Teil unseres Umsatzes aus. Über 98 % unserer Erlöse sind wiederkehrende SaaS Umsätze aus den Lizenzen.
Wie ist die Idee zu MAIA entstanden?
Die Idee entstand während einer Masterarbeit in Zusammenarbeit zwischen der Universität St. Gallen HSG und dem Hasso Plattner Institut HPI. Der Fokus lag darauf, warum in Industrieunternehmen so unfassbar viel Zeit mit der Suche nach Produktinformationen verschwendet wird. Über ein paar Ecken haben sich durch diese Masterarbeit Carolin und ich kennengelernt und beschlossen, das Problem weiter zu untersuchen und eine Softwarelösung dafür zu entwickeln. Ende 2021 haben wir daraufhin unser Unternehmen Prodlane gegründet. Unser erstes Produkt war quasi ein ‚Notion für Industrieunternehmen‘ – wir wollten eine zentrale Plattform schaffen, in der alles Wissen manuell gesammelt wird. Trotz erster Kunden und anfänglicher Erfolge wurde schnell klar, dass das Produkt nicht den Markanforderungen entsprach und ein Pivot notwendig war. Zur gleichen Zeit hatten wir im alten Produkt bereits eine erste Version einer KI-gestützten Suche auf eigenen Daten entwickelt. Das Kundenfeedback auf dieses eine Feature war überwältigend – viel stärker als auf das bisherige Hauptprodukt. Wir haben uns also entschieden, dieses Feature in den Mittelpunkt zu stellen. Anfangs war MAIA noch eine generische KI-Suche. Da wir aber durch unser erstes Produkt bereits tief im Thema technische Dokumentation steckten, merkten wir schnell, dass wir durch eine Spezialisierung auf den Industriesektor und technische Daten eine dramatisch höhere Qualität liefern können als allgemeine Lösungen. Das war die Geburtsstunde der heutigen MAIA.
Was waren die größten Herausforderungen, die Ihr bisher überwinden musstet?
Zum einen der gerade erwähnte Pivot. Wir mussten das Team komplett neu aufstellen und mit sehr begrenzten Ressourcen praktisch über Nacht ein neues Produkt entwickeln und an den Markt bringen. Da war Geschwindigkeit alles. Die zweite Herausforderung war die Detailschärfe beim Product-Market-Fit. Es reicht nicht, zu wissen, dass Ingenieure lange suchen. Wir mussten tief eintauchen und verstehen: Warum genau ist es so schwer? Wie sehen die Workflows im Detail aus? Und vor allem: Was sind die gemeinsamen Muster bei all unseren Kunden und wo gibt es Unterschiede? Diese Komplexität in einem standardisierten Produkt sauber abzubilden, war eine harte Nuss. Und schließlich mussten wir anfangs gegen eine doppelte Skepsis ankämpfen: Etablierte Industrieunternehmen sind naturgemäß vorsichtig – erst recht gegenüber dem Hype-Thema KI und dann auch noch gegenüber einem jungen Startup. Wir mussten viel Überzeugungsarbeit leisten, um zu beweisen, dass unsere Lösung sicher und verlässlich ist. Zum Glück hat sich das Blatt hier inzwischen gewendet und die Offenheit ist deutlich gewachsen.
Welches Projekt steht demnächst ganz oben auf eurer Agenda?
Produktseitig stechen wir noch tiefer in unsere Nische. Das große Thema ist hier die Extraktion von implizitem Wissen. Wir arbeiten inzwischen sehr eng mit einigen großen Kunden zusammen, die uns tiefe Einblicke in ihre Strukturen und Prozesse gewähren, die uns vorher verborgen blieben. Dieses Feedback nutzen wir, um Funktionen zu entwickeln, die noch präziser auf die Arbeitsweise in der Industrie zugeschnitten sind. Auf operativer Ebene steht der Abschluss unserer ISO 27001 Zertifizierung kurz bevor. Das ist für uns ein entscheidender Schritt, um unsere Organisation weiter zu professionalisieren und die Zusammenarbeit mit Enterprise-Kunden noch schneller und reibungsloser zu gestalten. Und strategisch bereiten wir unsere nächste Finanzierungsrunde für das zweite Quartal 2026 vor. Die Signale sind bisher sehr positiv, aber wir wissen natürlich, dass bis zur Unterschrift immer ein gutes Stück Arbeit vor uns liegt.
Wo steht MAIA in einem Jahr?
In einem Jahr wird sich MAIA als einer der Industriestandards für technisches Wissensmanagement etabliert haben – und das über die DACH-Region hinaus im internationalen Einsatz. Der Treibstoff für dieses Wachstum ist unsere geplante Finanzierungsrunde zu Beginn des Jahres. Mit dem frischen Kapital werden wir ordentlich Gas geben: Wir planen, unsere Teamgröße in den nächsten zwölf Monaten fast zu verdoppeln. Dazu gehört auch, dass wir unsere physische Präsenz ausbauen. Wir werden mindestens einen weiteren Standort in Deutschland oder der Schweiz eröffnen und gleichzeitig die ersten Mitarbeiter im europäischen Ausland einstellen, um unsere internationalen Kunden noch direkter betreuen zu können.
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Foto (oben): MAIA
Digital Business & Startups
Alle Founder sollten diesen Investor kennen – fünf Unicorns sprechen für sich
Junge Gründerinnen und Gründer reden gern von „Disruption“. Marcin Hejka hat in seinem Leben mehrere solche erlebt. Vom 20-jährigen Student im Nach-Ostblock-Polen zum globalen Vizepräsidenten von Intel Capital – und heute Mitgründer von OTB Ventures, einem international aktiven Deep-Tech-Fonds mit rund 350 Millionen Euro Assets under Management.
Mit OTB hat Hejka sich auf Space Tech, Enterprise-AI, Halbleiter und neuartige Computing-Ansätze spezialisiert – immer mit Blick auf europäische Souveränität, Dual Use und Defense-Tech.
Ende des Kommunismus war der Anfang seiner Karriere
Die Karriere von Hejka begann mit einem historischen Bruch: dem Fall des Kommunismus in Polen. Als Student an der Universität Danzig landete er direkt im ersten frei gewählten Solidarność-Regierungskabinett – in einem Ministerium, das Polens neue Strategie für Außenhandel und Investitionen schrieb. „Ich durfte als 20-Jähriger an der wirtschaftlichen Öffnungsstrategie des Landes mitschreiben“, erzählt der Investor. „Es fühlte sich an wie ein kompletter Reset: Alles, was aus der kommunistischen Zeit an Erfahrung da war, galt eher als Bürde, und plötzlich hatten diejenigen einen Vorteil, die noch keine hatten.“
Digital Business & Startups
„Eine Community lebt auch davon, Menschen auszuschließen“
Die richtige Community ist ein wesentlicher Bestandteil des Erfolgs. Martin Eyerer und Nikita Fahrenholz erklären, wie man eine Community aufbaut, von der man auch profitiert.
Nikita Fahrenholz hat mehrere Startups gegründet. Mit dreien war er erfolgreich, mit einem ist er jedoch gescheitert: Actio – eine Social-App. Genauer: Live-Kurse für Pilates, Fitness und Meditation per Video. Obwohl Fahrenholz für seine Idee 2020 eine Finanzierung in Höhe von 8,5 Millionen Euro abgeschlossen hatte, habe das Geschäftsmodell zu der Zeit nicht funktioniert, wie er in unserem Podcast Royal GS (jeden Donnerstag eine neue Folge!) sagt.
Eine Community aufzubauen, ist also nicht so einfach, wie es scheint. Genau darüber sprechen Fahrenholz und Martin Eyerer (Ex-CEO Factory Berlin, Unternehmer, Techno-DJ) in der aktuellen Folge.
Was ist eine Community?
Für Fahrenholz ist eine Community eine Gruppe von Menschen, die ein gemeinsamer Nenner eint. Das könne ein Zweck, ein Ziel, eine Vision oder eine moralische Überzeugung sein – sowohl im echten Leben als auch virtuell.
Eyerer bringt noch weitere Aspekte ein, die eine Community ausmachen: Laut ihm sei eine gute Community immer kuratiert. „Eine Community lebt auch davon, Menschen auszuschließen“, sagt er. Dabei gehe es aber nicht um Exklusivität. „Du schließt die aus, die zur Experience drin nichts beitragen, sondern die nur nehmen wollen.“ Das könne man beispielsweise in Clubs beobachten – vor allem in Berlin.
Hört die Folge hier: Spotify und Apple Podcast
Allerdings bedeute das laut Eyerer nicht, dass Communitys komplett homogen sein sollen. Im Gegenteil: Eine Community müsse bunt sein und lebendig. Diese Erfahrungen habe er sowohl als DJ als auch als ehemaliger CEO der Factory Berlin gemacht. Um bei der Factory Berlin zu bleiben, als sie noch ein Coworking-Space war. Viele Startups hatten dort ihre Arbeitsplätze, beispielsweise Gorillas. Dementsprechend bot die Factory auch ein Programm für ihre Community an. Als Eyerer zur Factory kam, sei seine Aufgabe gewesen, Künstler reinzuholen, um die Community mehr zu durchmischen.
Welche Community-Modelle gibt es?
- Social-Media-Plattformen
- zweiseitige Marktplätze
- Brand Loyalty Programs
- Membership-Communities bzw. Relationship-Communities
Eyerer strebe immer eine Relationship-Community an. Diese ziele darauf ab, „eine Community von Mitgliedern zu bilden, die ähnliche Interessen und Perspektiven teilen“, sagt er. „Und der Fokus liegt hier auf Member Retention. Retention bedeutet, dass die Leute immer wieder gerne zurückkommen und sich aktiv beteiligen.“
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Die Währung einer Community sei laut Eyerer Vertrauen zwischen den Menschen, damit sie funktioniere. Der Benefit einer Community sei: „Connection, wo du drauf vertrauen kannst, die verschwenden nicht deine Zeit“, sagt Eyerer.
Möchte man sich selbst eine Community aufbauen, so seien laut Eyerer die ersten 50 Leute entscheidend, die man reinhole. „Gute Leute bringen gute Leute mit“, sagt er. Vorher müsse man jedoch die Werte und das Ziel der Community definieren. Und einen Tipp gibt Eyerer im Podcast noch: „Es gibt Leute, die haben ein großes Netzwerk, und es gibt andere, die aktiv Netzwerke verbinden. Du brauchst beides“ sagt er. „Es kann auch sein, dass jemand, der in der Community der beste Connector ist, kein eigenes Netzwerk hat.“ Entscheidend sei die Fähigkeit, Menschen mit ähnlichen Interessen oder Zielen zusammenzubringen.
Alle Folgen im Überblick
Digital Business & Startups
12 Kölner Startups, von denen wir große Dinge erwarten
Die Rheinmetropole Köln gehört seit Jahren zu den wichtigsten Startup-Hochburgen des Landes. Die unzähligen Startups der Domstadt sorgten auch 2025 wieder regelmäßig für Schlagzeilen und somit immer wieder dafür, dass das Ökosystem der Stadt bundesweit präsent war.
Auch im vergangenen Jahr konnten trotz anhaltender Investmentzurückhaltung wieder zahlreiche Kölner Startups, Scaleups und Grownups üppige Millionensummen einsammeln. Es gibt darüber hinaus aber noch einige weitere Startups, Scaleups und Grownups, die 2025 abheben könnten bzw. müssen.
12 Kölner Startups, von denen wir große Dinge erwarten
empact
Die Londoner Investmentgesellschaft Sustainable Development Capital (SDCL) sowie die Family Offices der Familien Hopp (Hopp Family Office), Strüngmann (Santo Venture Capital) und Bauwens Adenauer (Bauwens) investierten zuletzt 100 Millionen Euro in empact. Das Kölner GreenTech, 2021 von Sebastian Rühl gegründet, möchte „aus Immobilien dezentrale Kraftwerke machen, die sich selbst mit Erneuerbaren Energien versorgen und mit regelbaren Lasten im Betrieb obendrein zur Flexibilisierung des gesamten Energiesystems beitragen“. Die Jungfirma selbst bezeichnet sich als „One-Stop-Shop für den Weg zur Klimaneutralität“. Mehr über empact
Spot My Energy
Horizon Energy Deutschland (HED) stellte dem Energie-Startup Spot My Energy kürzlich 50 Millionen Euro bereit. „Als Deutschlands erster Meter Asset Provider (MAP) unterstützt HED durch sein innovatives Finanzierungsmodell Spot dabei, seine ambitionierten Wachstumspläne ohne Vorabinvestitionen in Smart-Meter-Hardware umzusetzen“, heißt es in einer Presseaussendung. Das Kölner Startup, das 2023 von Next Kraftwerke-Gründer Jochen Schwill gegründet wurde, setzt voll und ganz auf Smart Meter. Das Unternehmen übernimmt dabei die Messung, die Optimierung und den Stromhandel. Norrsken VC, Vorwerk Ventures und Picus Capital investierten kürzlich 10,5 Millionen Euro in die Jungfirma. Zuvor flossen bereits 1,55 Millionen in das Unternehmen. Mehr über Spot My Energy
buynomics
Der Schweizer Early-Growth-Investor Forestay Capital, der Schweizer Geldgeber Anais Ventures, VI Partners, Insight Partners, Seedcamp, DvH Ventures und Tomahawk investierten zuletzt 30 Millionen US-Dollar in buynomics. Das Kölner Unternehmen, 2018 von Sebastian Baier und Ingo Reinhardt gegründet, hilft Unternehmen bei der „Preisgestaltung sowie der Komposition von Produkt-Portfolien“. Konkret hat das Unternehmen eine Pricing-Plattform entwickelt, die mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz Kaufprozesse simuliert. Insight Partners, La Famiglia, Seedcamp, DvH Ventures und Tomahawk investierten zuletzt 13 Millionen Euro in das Unternehmen. Insgesamt flossen nun schon rund 43 Millionen Euro in buynomics. Forestay, auch bei Zenjob investiert, hält nun 15 % am Unternehmen. In der Regel investiert Forestay initial zwischen 10 und 15 Millionen in Unternehmen. Mehr über buynomics
Aufinity Group
Die Private-Equity-Gesellschaft BlackFin Capital Partners, PayPal Ventures und Seaya Ventures investierten zuletzt 23 Millionen Euro in die Aufinity Group (bezahl.de). Das Kölner FinTech, 2018 von Lasse Diener und Ulrich Schmidt gegründet, kümmert sich um die „Digitalisierung und Automatisierung der Zahlungsabwicklung im Automotive-Bereich“. „Die schnellen Erfolge bei der Internationalisierung und die hohe Nachfrage des Marktes und der Investoren veranlassten das Fintech, diese Finanzierungsrunde früher als geplant umzusetzen“, teilen die Rheinländer mit. PayPal Ventures, Seaya Ventures, Walter Ventures und Motive Ventures investierten zuletzt 22 Millionen Euro in das FinTech. Insgesamt sammelte das Unternehmen bislang rund 62 Millionen ein. „Die Aufinity Group wird das Kapital nutzen, um die europäische Expansion und strategische Partnerschaften mit Original Equipment Manufacturers (OEMs) weiter voranzutreiben“, heißt es in einer Presseaussendung. PayPal hielt zuletzt rund 13 % an Aufinity. Seaya war mit 9 %, Motive Ventures und Walter Ventures mit jeweils 5 % an Bord. Mehr über die Aufinity Group
octonomy
+++ Macquarie Capital Venture Capital, Capnamic, NRW.Bank und TechVision Fonds investierten zuletzt 20 Millionen US-Dollar in octonomy. Das Kölner KI-Startup, das 2024 von dem Seriengründern Sushel Bijganath und Oliver Trabert gegründet wurde, entwickelt KI-Agenten zur Automatisierung von Unternehmensprozessen. „Die KI bearbeitet Kunden-, Mitarbeiter- und Partneranfragen sowie komplexe Workflows rund um die Uhr in bis zu 30 Sprachen per Chat, E-Mail oder Telefon in menschlicher Qualität“, heißt es zum Konzept. Der Kölner Frühphaseninvestor Capnamic investierte zuvor bereits 5 Millionen in das Unternehmen. Mehr über octonomy
aedifion
Der französische Investor Eurazeo sowie die Altinvestoren Drees & Sommer, World Fund, BitStone Capital, das Family Office Hopp und Phoenix Contact Innovation Ventures investierten zuletzt rund 17 Millionen Euro in aedifion. Das Kölner PropTech, 2017 von Johannes Fütterer, Felix Dorner, Jan Henrik Ziegeldorf und Erik Brümmendorf gegründet, entwickelt eine Software, mit der Immobilienbesitzer die Betriebskosten analysieren und im besten Fall senken können. In den vergangenen Jahren flossen mehr als 10 Millionen Euro in das Unternehmen. „Mit dem Kapital der Series-B-Finanzierungsrunde plant aedifion die europäische und globale Expansion sowie den Ausbau seiner technologischen Marktführerschaft im Bereich intelligenter Gebäudesteuerung“, teilt das Team mit. Mehr als 100 Mitarbeitende arbeiten derzeit für aedifion. Der Kölner ClimateTech-Geldgeber World Fund hielt vor der aktuellen Investmentrunde rund 14 % am Unternehmen. Auf Phoenix Contact Innovation Ventures und BitStone Capital entfielen knapp 10 %. Mehr über aedifion
fulfillmenttools
Die Kölner REWE Group investierte zuletzt 17 Millionen US-Dollar in fulfillmenttools. Das Kölner Startup, das 2020 aus dem Innovationshub REWE digital ausgegründet wurde, setzt auf Distributed Order Management Systeme (DOMS). „Mit seiner Plattform unterstützt das Unternehmen Händler beim Aufbau einer eigenen Omnichannel-Erlebniswelt, um den stationären Handel mit dem Onlinegeschäft zu verbinden – und das über unterschiedliche Branchen wie Lebensmittel, Fashion, Luxury, DIY und Consumer Electronics hinweg“, heißt es zum Konzept. Mehr über fulfillmenttools
Vytal
Der tschechische ClimateTech-Investor Inven Capital (auch bei Forto, Hydrogrid und Zolar investiert), und NRW.Venture sowie Altinvestoren wie Emerald Technology Ventures, Grazia, Rubio, Chi Impact Capital und Kiko investierten zuletzt 14,2 Millionen Euro in Vytal. Das Kölner GreenTech, 2019 von Tim Breker und Sven Witthöft gegründet, setzt auf eine „software-basierte Lösung für Mehrwegverpackungen“. Zielgruppe waren zunächst Take-away- und Delivery-Dienste. Inzwischen setzt das Team verstärkt auf „Flughäfen, Einkaufs- und Stadtzentren, Messen, Festivals und andere Veranstaltungs- und Unterhaltungsorte“. Emerald Technology Ventures, Ventis sowie Altinvestoren wie Grazia Equity, Kiko Ventures und Rubio investierten zuletzt 6 Millionen Euro in Vytal. Insgesamt flossen nun bereits mehr als 20 Millionen in Vytal. Mehr über Vytal
Metycle
Der Londoner Urban Stack-Investor 2150 und Altinvestoren wie DFF Ventures, Market One Capital, Partech und Project A investierten zuletzt 14,1 Millionen Euro in Metycle. Das Kölner Startup, 2022 von Rafael Suchan und Sebastian Brenner gegründet, positioniert sich als „digitale Plattform für den internationalen Handel mit Schrott und recyceltem Metall“. „Die Investition erfolgt nach dem außergewöhnlichen Wachstum von Metycle seit der letzten Finanzierungsrunde vor einem Jahr. Das Unternehmen wird die neuen Mittel für die Weiterentwicklung seiner Daten-, Software- und KI-Infrastruktur in der Metallrecyclingindustrie verwenden“, heißt es in einer Presseaussendung. Project A Ventures, Partech, Market One Capital und Dutch Founders Fund (DFF) und Business Angels investierten zuletzt 4,7 Millionen Euro in das Unternehmen. Zuvor flossen bereits 1,5 Millionen in Metycle. Mehr in Metycle
Ordio
Der Wiener Tech-Investor 3VC, das Schweizer Family-Office Wecken & Cie sowie die Altinvestoren Capnamic Ventures und Simon Capital investierten zuletzt 12 Millionen Euro in Ordio. Das Kölner Unternehmen, das 2021 vom popula- und Sushi Ninja-Macher David Keuenhof sowie Gregor Pilz gegründet wurde, kümmert sich um das Thema Schichtpläne. Bereits über 1.700 Unternehmen setzen derzeit auf Ordio. Mit der neuen Finanzierung möchte das Team „die Produktentwicklung im Bereich AI-gestützter Lohnabrechnung und Prozessautomatisierung vorantreiben“. Ordio ging 2021 im Rahmen einer Testphase an den Start. Die Anfänge des Unternehmens liegen aber im Jahre 2009. Capnamic, Simon Capital und mehrere Business Angels investierten zuvor bereits 2,9 Millionen Euro in Ordio. Insgesamt sammelte das Team einschließlich der neuen Investmentrunde mehr als 15 Millionen ein. 3VC hält nun rund 13 % an Ordio. Auf Capnamic entfallen rund 21 %, auf Simon Capital knapp 13 % und auf Wecken & Cie. etwa 5 %. Mehr über Ordio
Sunhat
CommerzVentures, Capnamic, EnBW New Ventures, xdeck und Wepa Ventures investierten zuletzt 9,2 Millionen Euro in Sunhat. Das Kölner Startup, 2022 von Lukas Vogt, Alexander Behr und Ali Kamalizade gegründet, „ermöglicht es Unternehmen aller Branchen, ESG- und regulatorische Daten für Kunden, Aufsichtsbehörden und Investoren unmittelbar zu verifizieren“. EnBW New Ventures und die Altinvestoren Capnamic Ventures, Wepa Ventures und xdeck ventures investierten bereits rund 5 Millionen in das Unternehmen. Sunhat wird nach eigenen Angaben derzeit von „Tausenden von Nutzern in über zwanzig Ländern genutzt“. Capnamic hielt zuletzt rund 20 % an Sunhat. Mehr über Sunhat
chargecloud
Der Energiedienstleister Rheinenergie und das Unternehmen Mennekes, das auf E-Mobility-Ladelösungen setzt, investierten zuletzt eine zweistellige Millionensumme in chargecloud. Das Unternehmen aus Köln, 2016 gegründet, entwickelt eine E-Mobility-Software. „Die cloudbasierte, modulare und herstellerunabhängige Software-Lösung von chargecloud deckt alle relevanten Prozesse für Ladestationsbetreiber (CPO) und Fahrstromanbieter (EMP) ab, vom Monitoring bis zur automatisierten Abrechnung“, heißt es zum Konzept. Rheinenergie hielt zuletzt 65 % an chargecloud, das einst auf Initiative von RheinEnergie in Kooperation mit Mennekes gegründet wurde. Bis 2023 war auch der Cloud-Software-Anbieter Powercloud am Unternehmen beteiligt. Mehr über chargecloud
Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness
In unserem Themenschwerpunkt Köln beleuchten wir das dynamische Startup-Ökosystem der Rheinmetropole. Wie sind die Bedingungen für Gründer:innen, welche Investitionen fließen in innovative Ideen und welche Startups setzen neue Impulse? Rund 800 Startups haben Köln bereits als ihren Standort gewählt – unterstützt von einer lebendigen Gründerszene, einer starken Investor:innen-Landschaft sowie zahlreichen Coworking-Spaces, Messen und Netzwerkevents. Als zentrale Anlaufstelle für die Startup- und Innovationsszene stärkt die KölnBusiness Wirtschaftsförderung die Rahmenbedingungen für Gründer:innen, vernetzt sie mit Investor:innen und bietet gezielte Unterstützung. Diese Rubrik wird unterstützt von KölnBusiness. #Koelnbusiness auf LinkedIn, Facebook und Instagram.

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