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Bundesnetzagentur: Wann DSL-Anschlüsse zugunsten von Glasfaser abgeschaltet werden
Irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem der Glasfaserausbau so weit vorangeschritten ist, dass die bestehende DSL-Infrastruktur abgeschaltet werden kann. Wie genau der Übergang erfolgen soll, wird derzeit diskutiert. Die Bundesnetzagentur hat nun das Konzept vorgelegt, das in neue Gesetze münden soll.
Entscheidend ist, dass die Kupfernetze erst dann deaktiviert werden, wenn in einer bestimmten Region ausreichend Glasfaserangebote verfügbar sind. Die neue Infrastruktur müsse nahezu flächendeckend verfügbar, Haushalte „sollen auch in der Glasfaserwelt zwischen verschiedenen Anbietern und fairen Preisen wählen können“, sagt Bundesnetzagentur-Präsident Klaus Müller.
Mindestversorgung und Anbieter-Auswahl sind entscheidend für DSL-Ende
Um das zu gewährleisten, umfasst das Konzept der Bundesnetzagentur mit der Mindestversorgung und den Open-Access-Vorgaben zwei zentrale Bestandteile.
- Mindestversorgung: Bevor der Migrationsprozess von Kupfer auf Glasfaser startet, müssen mindestens 80 Prozent der Haushalte und Unternehmen mit Glasfaser bis in die Wohnung versorgt sein. Der Anspruch ist also FTTH, ein Gebäude muss direkt angebunden sein. Wenn die Kupfer-Infrastruktur dann final abgeschaltet wird, soll Glasfaser möglichst flächendeckend verfügbar sein.
- Auswahl: Damit Haushalte zwischen Anbietern auswählen können, müssen Drittanbieter einen Zugang zum jeweiligen Glasfasernetz erhalten können. Open Access ist das Ziel. Die Vorleistungsprodukte, die Netzbetreiber anderen Anbietern bereitstellen müssen, sollen bei Glasfasernetzen sowohl technisch als auch vom Prozess und Preis her einem einheitlichen Verfahren folgen.
Von der Kupferabschaltung sollen Haushalte nicht überrascht werden. Von Ankündigung bis Abschaltung ist eine Mindestfrist von drei Jahren vorgesehen. 24 Monate vor der tatsächlichen Abschaltung dürfen laut dem Konzept der Bundesnetzagentur keine kupferbasierten Anschlüsse mehr vermarktet werden. Mindestens zwölf Monate vor der Abschaltung muss eine Anzeige erfolgen, die auf das Ende der Kupfer-Infrastruktur hinweist.
Wann Kupfer abgeschaltet wird, unterscheidet sich je nach Region
Der Vorgaben sollen in Deutschland einheitlich sein. Wann das DSL-Ende kommt, entscheidet sich aber je nach Region. Zentraler Faktor ist der Fortschritt beim Glasfaserausbau.
Mit dem Konzept geht die Bundesnetzagentur über die aktuelle Rechtslage und das im letzten Jahr veröffentliche Impulspapier hinaus. Nötig sind also Gesetzesänderungen, damit es in Kraft tritt. Interessierte haben nun bis 16. März Zeit, um dazu Stellung zu nehmen.
Branchenverbände sind generell zufrieden
Die Konkurrenten der Deutschen Telekom fordern eine einheitliche Regelung beim DSL-Ende. Die Sorge ist: Wenn solche Vorgaben fehlen, könnte die Telekom profitieren. Der Konzern kontrolliert die Kupfer-Infrastruktur praktisch vollständig. Damit würde sich die Möglichkeit bieten, Kupfernetze zuerst dort abzuschalten, wo die Telekom selbst Glasfaser ausbaut. In Regionen, in denen alternative Netzbetreiber aktiv sind, könnte die DSL-Infrastruktur hingegen länger laufen. Die Konsequenz wäre, dass die Telekom selbst ihr Glasfasergeschäft fördert, während konkurrierende Anbieter länger eine DSL-Konkurrenz haben.
- Kein Tag X bei Kupferabschaltung: DSL-Ende im Jahr 2030 ist ein Mythos
- Von Kupfer- zum Glasfasernetz: Vorteile für Telekom durch taktisches Abschalten der Kupfernetze
Mit dem Konzept der Telekom ist man im Großen und Ganzen zufrieden. „Im Vergleich zum enttäuschenden Impulspapier aus dem April 2025 ist das neue Regulierungskonzept der Bundesnetzagentur zum Kupfer-Glasfaser-Upgrade ein großer Fortschritt“, sagt Breko-Geschäftsführer Stephan Albers. Als angemessen bewertet man die Übergangszeit von drei Jahren. Kritisch bewertet sieht der Verband hingegen die FTTH-Quote von 80 Prozent, das könne nach Ansicht des Breko die Kupfer-Abschaltung deutlich verzögern. „Eine realistischere Schwelle wären 85 Prozent Homes Passed“, so Albers. Bei Homes Passed ist das Haus nicht direkt angebunden, das Glasfaserkabel liegt aber in der unmittelbaren Nähe. Den Anschluss final zu schalten, sollte dann binnen kurzer Zeit möglich sein.
Generell positiv äußert sich auch der VATM. Was die Bundesnetzagentur vorschlägt, seien Regelungen, die „einen fairen, transparenten und wettbewerbskonformen Wechselprozess möglich machen könnten“, sagt VATM-Geschäftsführer Frederic Ufer. Kritisch sieht man allerdings die verpflichtenden Open-Access-Regeln.
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OpenAI mit Umsatzrate von 20 Mrd. USD: Computing-Leistung ist die Umsatzbremse bei KI-Entwicklung

OpenAI hat 2025 eine jährliche Umsatzrate von 20 Milliarden US-Dollar erreicht, schreibt die Finanzchefin Sarah Friar in einem Blog-Beitrag. Die Umsatzentwicklung folge dabei der verfügbaren Computing-Leistung. Diese sei der limitierende Faktor für weiteres Wachstum.
Die Computing-Leistung, die OpenAI in Anspruch nimmt, hat sich Friar zufolge seit 2023 um den Faktor 9,5 erhöht – von 0,2 GW im Jahr 2023 zu 0,6 GW im Jahr 2024 bis zu rund 1,9 GW im Jahr 2025. Der Umsatz wuchs in dieser Zeit ebenfalls um den Faktor 10. 2023 erreichte OpenAI eine jährliche Umsatzrate von 2 Milliarden US-Dollar, 2025 waren es über 20 Milliarden US-Dollar.
Bei den 20 Milliarden US-Dollar handelt es sich nicht um den gesamten Umsatz in 2025, sondern um die sogenannte annual revenue run rate. Es ist also eine Hochrechnung, die auf der Umsatzentwicklung in einem Monat basiert. Schnell wachsende Unternehmen nutzen diese Metrik, damit die aktuelle Größe des Unternehmens besser verständlich wird.
Einnahmequellen sind die Abo-Dienste mit ChatGPT und das API-Geschäft. Künftig soll auch Werbung in ChatGPT einen Beitrag leisten.
Wenn Computing die knappste Ressource ist
Die Botschaft, die Friar mit den Zahlen verknüpft, ist naheliegend. Noch wird der Umsatz von Computing-Kapazitäten zurückgehalten, der massive Ausbau an Rechenzentren-Kapazitäten ist demzufolge also sinnvoll. „Rechenleistung ist die knappste Ressource im KI-Bereich“, so Friar.
Letztes Jahr hat OpenAI diverse Abkommen mit Chipfirmen wie Nvidia, AMD und Broadcom sowie Rechenzentren-Betreibern wie Oracle abgeschlossen. Diese belaufen sich laut Medienberichten auf einen Gesamtwert von über 1 Billion US-Dollar.
Die gigantomanischen Pläne befeuern die Sorgen vor einer AI-Blase. Kritisch werden auch die Kreislauf-Geschäfte beobachtet. Nvidia investiert 100 Milliarden US-Dollar in OpenAI, während das KI-Unternehmen die Mittel nutzt, um Rechenzentren unter anderem mit Chips von Nvidia auszustatten.
OpenAI will 2026 den Alltagsnutzen von KI in den Fokus rücken
Interessant ist zudem ein weiterer Absatz in dem Blog-Eintrag von Sarah Friar. In diesem nennt sie eines der zentralen Ziele für 2026: der praktische Nutzen von KI. Man müsse die Lücke schließen, die zwischen den Möglichkeiten von KI-Systemen und der Art und Weise besteht, wie Menschen und Unternehmen diese nutzen.
Ähnlich äußerte sich OpenAI bereits vor einigen Wochen und auch Microsoft-Chef Satya Nadella erklärte Anfang Januar in einem Blog-Beitrag, der Alltagsnutzen von KI-Systemen müsse in den Mittelpunkt. Modellstärke rücke derweil in den Hintergrund, es gehe um die Produktentwicklung.
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Diese Filme und Serien dominieren die Abrufcharts
Vodafone legt Zahlen zur TV-Nutzung 2025 vor. Welche Inhalte Ihr wirklich abgerufen und live geschaut habt, zeigt ein Jahresrückblick mit klaren Trends bei Filmen und Serien. Besonders beim klassischen Kabel-TV tauchen unerwartete Sendungen auf.
Die Auswertung bezieht sich auf die GigaTV-Plattform von Vodafone, also auf Nutzung über die Vodafone-Umgebung (Mediatheken-Abrufe und lineares Fernsehen). Konkrete Reichweiten nennt Vodafone nicht, sondern nur Ranglisten und Hinweise auf „besonders hohe Nutzung“. Für das lineare Kabel-TV stützt sich Vodafone auf eine „exklusive Auswertung“ des Partners AllEyesOnScreens. Das heißt: Die Ergebnisse sagen vor allem etwas über GigaTV-Nutzerinnen und -Nutzer aus, nicht automatisch über den gesamten TV-Markt. Der wohl gravierendste Unterschied: GigaTV-Nutzer dürften gemeinhin als etwas moderner und fortschrittlicher gelten als reine Kabel-TV- oder Satelliten-Zuschauer. Das ergibt sich allein aus der Streaming-Komponente des Dienstes.
Filme und Serien: Abrufe werden von bekannten Marken dominiert
Bei den Video-on-Demand-Abrufen führt 2025 laut Vodafone „Jurassic World: Die Wiedergeburt“ die Filmcharts auf GigaTV an. Dahinter folgen „Gladiator II“ und „Konklave“. Weitere Titel in den Top-Plätzen sind der „Minecraft-Film“, „Mission: Impossible – The Final Reckoning“ und „Ballerina“. Unterm Strich: Blockbuster und etablierte Franchises bestimmen die Abrufliste, Überraschungen liefert diese Kategorie eher nicht.
In der Vodafone-eigenen Mediatheken-Auswertung der Sender liegt bei den Serien „Die Rosenheim-Cops“ vorne. Auf Platz zwei folgt „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“, dahinter „SOKO Wismar“. Danach nennt Vodafone „Die Landarztpraxis“, „Die Spreewaldklinik“ und „Navy CIS“. Auch hier zeigt sich ein Muster: Lange laufende Reihen mit stabiler Stamm-Zielgruppe funktionieren in der Mediathek offenbar besonders gut.
Lineares Kabel-TV: Nachrichten, Sport und zwei auffällige Events
Im klassischen linearen Fernsehen nennt Vodafone als beliebteste Sendungen solche, an die Ihr bestimmt nicht gedacht habt. Denn es sind Nachrichtensendungen wie die „Tagesthemen“ (nicht die „Tagesschau“ (!)) und die „Sportschau“, die die Reichweiten-Spitzenreiter bei Kabel-TV-Nutzern darstellen. Interessant ist, welche Einzelereignisse zusätzlich herausragen: Vodafone betont, dass besonders viele Kabel-Zuschauerinnen und -Zuschauer auch bei der „Schlussrunde zur Bundestagswahl“ und beim „ESC-Finale – Live aus Brüssel“ eingeschaltet haben. Genau diese Kombination wirkt für viele überraschend, weil sie neben den üblichen Dauerbrennern (News und Sport) plötzlich zwei sehr unterschiedliche Event-Formate nach oben schiebt.
Apropos Sport: Bei Sportübertragungen lag laut Vodafone das Spiel Deutschland gegen Spanien bei der UEFA-Frauen-Fußball-Europameisterschaft im Juli 2025 bei den erzielten Reichweiten im vergangenen Jahr vorne.
Was GigaTV kostet und was Ihr dafür bekommt
Vodafone positioniert GigaTV als Zentrale für Fernsehen über Kabel oder Internet. Dabei kommt das lineare TV-Signal über das klassische Kabel (sofern vorhanden), der Rest über das Internet. Die Box „GigaTV Home“ kostet in den ersten sechs Monaten einer 24-monatigen Vertragslaufzeit 9,99 Euro pro Monat, danach 14,99 Euro monatlich. Enthalten sind laut Vodafone 74 TV-Sender in SD und 65 TV-Sender in HD. Weitere HD-Sender lassen sich über das Pay-TV-Paket „Vodafone Premium“ dazubuchen.
Die Verlagerung vom Kabelnetz ins Internet hat übrigens gerade im großen Stil begonnen. Sky hat angekündigt, einen Großteil seiner linearen Kabelsender abzuschalten.
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Fernseher: Sony gliedert TV-Sparte in Joint Venture mit TCL aus

Sony wird künftig keine eigene Home-Entertainment-Sparte mehr betreiben. Das in erster Linie für das TV-Geschäft verantwortliche Segment wird in ein neues Joint Venture mit TCL ausgliedert, an dem Sony eine Minderheit halten wird. Neue Fernseher mit den Bezeichnungen „Sony“ und „Bravia“ sind mit Bildschirmen von TCL geplant.
Der Elektronikriese aus Japan wird künftig keine vollständig eigens entwickelten Fernseher mehr anbieten. Die dafür zuständige Home-Entertainment-Sparte soll aus dem Mutterkonzern ausgegliedert werden und sein künftiges Zuhause in einem Joint Venture mit dem chinesischen Konzern TCL finden. Das geht aus einer Absichtserklärung hervor, die beide Unternehmen unterzeichnet und heute veröffentlicht haben.
Sony hält 49 Prozent am Joint Venture
An dem neuen Joint Venture wird Sony mit 49 Prozent allerdings nur eine Minderheit halten, die Mehrheit geht mit 51 Prozent an TCL. Bis Ende März dieses Jahres sollen letzte Details geklärt und das Abkommen finalisiert werden. Mit dem operativen Betrieb soll dann ab April 2027 begonnen werden, sofern bis dahin alle regulatorischen Genehmigungen ebenfalls erfolgt sind.
Die Marken „Sony“ und „Bravia“ werden bleiben
Der neue Konzern soll global agieren, demnach ist eine weltweite statt marktspezifische Umsetzung der neuen Produktstrategie vorgesehen. Diese sieht vor, Sonys über die letzten Jahrzehnte aufgebaute Expertise in der Bild- und Audiotechnologie, das Ansehen der japanischen Marke und das Lieferketten-Management in das neue Joint Venture zu überführen. TCL wiederum steuert die Panel-Technologie sowie Vorteile in der globalen Skalierung, Kosteneffizienz und vertikalen Integration bei. Laut Sony sollen neue Produkte aus den Bereichen TV und Audio weiterhin unter den bekannten Bezeichnungen „Sony“ und „Bravia“ auf den Markt kommen. Produkte von TCL selbst sind von dem Joint Venture nicht betroffen.
Sony sieht sich durch diese Maßnahmen besser für einen Markt aufgestellt, der sich der Ankündigung zufolge mehr in Richtung Videostreaming, Video-Sharing-Plattformen, Smart Features, größere Bildschirme und höhere Auflösungen entwickele.
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