Künstliche Intelligenz
Tschüss, Big Tech: Gmail-Postfach exportieren und E-Mails löschen
Hand aufs Herz: Wie viele ungelesene E-Mails liegen in Ihrem Gmail-Postfach? Google warb zur Einführung von Gmail damit, dass man nie wieder Nachrichten löschen müsse: Dank einer guten Suchfunktion sollten sich Nutzer gar keine Gedanken mehr um ihren Posteingang machen müssen. Aber was machen Sie mit diesem „Datenschatz“, wenn Sie jetzt den Abschied von Big Tech wagen wollen?
- Ein überfülltes Postfach, überflüssige KI-Funktionen oder Sorge um den Datenschutz: Es gibt viele Gründe, Gmail den Rücken zu kehren.
- Mit Google Takeout bietet der Konzern Nutzern eine Möglichkeit, all Ihre Daten als lokale Datei zu exportieren.
- Der Umzug von einem zum anderen E-Mail-Anbieter kostet Sie weder viel Zeit, noch benötigen Sie technischen Sachverstand.
Gründe, sich von Gmail zu verabschieden, gibt es mittlerweile viele – von Datenschutzbedenken bis zum Kostendruck, wenn Google plötzlich Geld für mehr Speicher will. Die wirklich wichtigen Informationen sollten Sie zwischen Versandbestätigungen und Werbespam dennoch nicht zurücklassen. Da hilft nur die Migration zu einem neuen Anbieter.
Dieser Artikel erklärt, wie Sie Ihr Gmail-Postfach als Archiv lokal speichern oder gleich direkt zu einem neuen E-Mail-Provider umziehen. Außerdem erklären wir den etwas umständlichen Vorgang, den Google zum Leeren Ihres Posteingangs anbietet.
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Künstliche Intelligenz
Empfehlungsalgorithmen bei TikTok erklärt: Die Maschine hinter dem Endlos‑Feed
Nur mal eben TikTok öffnen, mit ein paar Videos entspannen. Schnell verrinnen die Minuten, eine Stunde, noch eine. Wieder nicht gelernt, wieder kaum geschlafen, wieder in den Sog des Kurzvideostroms geraten – einer endlosen Aneinanderreihung aus aufregenden, belanglosen, lustigen, bisweilen informativen und überraschenden Clips. Weltweit zieht TikTok Milliarden Menschen in seinen Bann, überwiegend Jugendliche und junge Erwachsene. Im Schnitt öffnen sie die App zehnmal pro Tag und verharren dort 53 bis 95 Minuten.
Kritiker sehen Parallelen zwischen der Kurzvideo-App und Glücksspielautomaten, die das Gehirn in einen vergleichbaren „Autoplay-Modus“ versetzen: Beim einarmigen Banditen etwa zieht man den Hebel nach unten, um den Spielalgorithmus zu starten. Bei TikTok wischt man nach oben, um den nächsten Clip vorgeschlagen zu bekommen. Beide verheißen Spannung und Belohnung. Die Soziologin Dr. Julie Albright erläutert im Interview mit dem Magazin Forbes: „Jedes Mal, wenn du scrollst, kannst du gewinnen oder verlieren. Wenn du gewinnst, siehst du etwas, das deine Aufmerksamkeit erregt. Dann wird jedes Mal etwas Dopamin im Belohnungszentrum deines Hirns freigesetzt. Also wirst du weiterscrollen, weil du den nächsten Kick willst.“
- Kurzvideoplattformen wie TikTok binden Nutzer mit endlosen Feeds und personalisierten Empfehlungen.
- Der Artikel analysiert, wie moderne Recommender‑Systeme aus Milliarden Clips individuelle Videoströme zusammenstellen.
- Dabei zeigt sich, wie wenige, leicht messbare Verhaltensdaten ausreichen, um Aufmerksamkeit gezielt zu steuern.
Jede Social-Media-Plattform von Facebook über YouTube bis Instagram legt es darauf an, dass Nutzer die App möglichst oft öffnen und sich dann darin verlieren. TikTok hat es aber wie kein anderer Dienst geschafft, dieses System nach allen Regeln der Psychologie zu perfektionieren. Allein das App-Design weckt Erwartungen: Die nächste Belohnung in Form eines besonders coolen Clips scheint nie weit weg, dafür nimmt man auch mal mehrere enttäuschende Wischer in Kauf. Jeder Swipe löst einen kleinen Dopamin-Kick aus. Empfehlungsalgorithmen (Recommender-Systeme) wiederum liefern fein dosiert den Stoff, der das Publikum bei Laune hält; zuverlässig und unerschöpflich, zu jeder Tages- und Nachtzeit, an jedem Ort. Das ganze System wird optimiert durch das Monitoring einiger weniger Aktivitäten, die sich sehr leicht und in großer Dichte erfassen lassen: im Wesentlichen Verweildauer pro Video und Swipe-Verhalten. Wir durchleuchten, wie das ausgeklügelte System aus App-Design und Algorithmen funktioniert.
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EU-weite Untersuchung: Jeder dritte Online-Händler trickst beim Black Friday
Wer am Black Friday oder Cyber Monday im November auf Schnäppchenjagd ging, wurde mit hoher Wahrscheinlichkeit hinters Licht geführt. Eine Untersuchung des europäischen Verbraucherschutz-Netzwerks CPC hat ergeben, dass der Online-Handel es mit der Wahrheit bei Preisnachlässen oft nicht genau nimmt. Zwischen November und Dezember 2025 nahmen Behörden aus 23 EU-Mitgliedstaaten sowie Island und Norwegen 314 Online-Shops und Apps unter die Lupe. Das Ergebnis dieser konzertierten Aktion („Sweep)“ ist ernüchternd: Nahezu alle untersuchten Händler werben massiv mit Preisnachlässen, doch bei mindestens 30 Prozent hielten sich die Unternehmen nicht an gesetzliche Vorgaben.
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Besonders im Fokus stand die Einhaltung der Preisangabenrichtlinie. Sie schreibt vor, dass bei jeder Preisermäßigung der niedrigste Preis der vergangenen 30 Tage als Referenzwert angegeben werden muss. Damit soll verhindert werden, dass Preise kurz vor einer Rabattaktion künstlich angehoben werden. Die Realität sieht anders aus: Lediglich in knapp 40 Prozent der geprüften Fälle war die Referenzangabe korrekt. Oft entpuppte sich der angebliche reguläre Preis als Fiktion: Die Rabattaktionen wurden so lange ausgedehnt, dass der höhere Preis kaum jemals tatsächlich verlangt wurde.
Psychologische Tricks und versteckte Kosten
Die Verbraucherschutzbehörden stießen auch auf fragwürdige Methoden zur Manipulation der Kaufentscheidung. Gut jeder dritte Händler versuchte, Kunden ungefragt zusätzliche Artikel in den virtuellen Einkaufskorb zu legen – oft ohne klar erkennbare Zustimmung. Auch Preisvergleiche dienen häufig eher der Verschleierung als der Transparenz: Sechs von zehn Händlern blieben eine Erklärung schuldig, worauf sich ein herangezogener Vergleichspreis überhaupt bezog.
Besonders aggressiv agierten Unternehmen, die auf künstlichen Zeitdruck setzten. Fast jeder fünfte Shop nutzte Methoden wie fingierte Bestandsverknappungen oder ablaufende Zeitmesser. Mehr als die Hälfte dieser Fälle stufte das Netzwerk als irreführend ein. Ebenfalls verbreitet ist das „Tröpfchen-Preissystem“, bei dem Gebühren für Versand oder Service erst ganz am Ende des Bezahlvorgangs hinzugefügt werden, um den Einstiegspreis niedriger erscheinen zu lassen.
Behörden ziehen Konsequenzen
In Deutschland koordinierte die Ermittlungen zunächst das Umweltbundesamt, bevor die Zuständigkeit zum Jahreswechsel auf das Bundesamt für Justiz (BfJ) überging. Die Präsidentin der Behörde, Veronika Keller-Engels, hob hervor, dass die zunehmende Digitalisierung einen wehrhaften Verbraucherschutz erfordere. Die betroffenen Unternehmen aus dem EU-Ausland wurden bereits den jeweiligen nationalen Behörden gemeldet. Diese müssen nun sicherstellen, dass die Rechtsverstöße abgestellt werden.
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Obwohl es sich nicht um eine repräsentative Branchenstudie handelt, zeigen die Ergebnisse ein systemisches Problem auf. Die enge Zusammenarbeit zwischen der EU-Kommission und nationalen Behörden soll den Druck auf schwarze Schafe erhöhen. Kunden sollten künftig noch stärker bedenken: Ein rotes Preisschild im Netz entspricht selten der ganzen Wahrheit.
(mho)
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Astronomie: Komet 41P hat schon 2017 seine Rotationsrichtung umgekehrt
Mit dem Weltraumteleskop Hubble wurden schon vor etwa neun Jahren erstmals Hinweise dafür gefunden, dass ein Komet nach dem Vorbeiflug an der Sonne seine Drehrichtung umgekehrt hat. Das hat David Jewitt von der University of California in Los Angeles anhand von Archivaufnahmen ermittelt, wie die NASA berichtet. Diese und Daten des NASA-Weltraumteleskops Swift zeigen demnach, dass sich der Komet 41P/Tuttle-Giacobini-Kresák im Mai 2017 erst langsamer und im Dezember desselben Jahres viel schneller gedreht hat. Die einfachste Erklärung sei, dass seine Rotation durch Ausgasungen gebremst und schließlich umgedreht wurde. Am Ende habe er sich innerhalb von 14 Stunden einmal um sich gedreht, nachdem er für eine Rotation in der Gegenrichtung vorher 46 bis 60 Stunden gebraucht habe.
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Komet vor seinem Ende?
Der Komet 41P benötigt für einen Umlauf um die Sonne etwa 5,4 Jahre, bekannt ist er schon seit Mitte des 19. Jahrhunderts. Die Daten des Weltraumteleskops Hubble stammen von seiner Sonnenannäherung (Perihel) im Frühjahr 2017, damals wurde er auch mit dem Swift-Teleskop beobachtet. Die Daten zeigen laut der NASA, dass seine Aktivität deutlich zurückgegangen war. Gegenüber 2001 habe er deutlich weniger Gas ausgestoßen. Trotzdem hat das offenbar ausgereicht, um seine Drehrichtung umzukehren. Die Messdaten zeigen zudem, dass der Komet einen Durchmesser von etwa einem Kilometer hat, womit er vergleichsweise klein ist. Dadurch können die Ausgasungen seine Bewegungen auch leichter beeinflussen.
Auch wenn Kometen eher zu den kurzlebigeren Himmelskörpern gehörten, vollziehen sich Änderungen ihrer Struktur normalerweise über Jahrhunderte oder länger, erklärt die NASA. Verantwortlich dafür ist die Sonne, vor allem, wenn sie auf ihrer Umlaufbahn der Sonne besonders nahekommen. Bei jedem dieser Annäherungen verlieren Kometen an Masse, weil flüchtiges Material herausgerissen wird. Die rasche Umkehrung der Rotation deute nun aber große Veränderungen bei solch einem Himmelskörper an, die sich auf einer für den Menschen nachvollziehbaren Zeitskala abspielten. Jewitt geht sogar davon aus, dass der Komet bald zerstört wird. 41P wird 2028 zum nächsten Mal an der Sonne vorbeikommen. Die Forschungsarbeit ist in The Astronomical Journal erschienen.
(mho)
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