Connect with us

Social Media

KI, GEO und Performance: Die wichtigsten Trends von der AllSocial Marketing Conference in München 2026


Sind wir im Social Media Marketing bereits übersättigt von Künstlicher Intelligenz? Auch auf der AllSocial Marketing Conference in München kam man an KI nicht vorbei. Doch ein kleiner Spoiler vorweg: Trotz aller Möglichkeiten rund um Automatisierung und GenAI‑gestützte Content-Produktion bleibt der Mensch der entscheidende Faktor. Denn auch wenn Bot-Netzwerke existieren – auf Social Media folgen, reagieren und interagieren nach wie vor echte Menschen miteinander.

Was zählt, sind zwei Hebel: kreativer, mutiger Content und eine Strategie, die Social Media nicht isoliert betrachtet, sondern als integralen Bestandteil der gesamten Markenkommunikation. Sonst bleiben sie nur ein weiterer Kanal ohne echte Wirkung.

Alle Neuigkeiten zur AllSocial Marketing Conference gibt es auch in unserem Newsletter: Hier abonnieren!

Sichtbarkeit entsteht durch Mut, nicht durch Hochglanz

Von der Strategie ist es nur ein kleiner Schritt zur Content-Kreation. Genau hier müssen sich Marken bewusst machen: Inhalte, die ausschließlich den Brand‑Safety‑Vorgaben und der Corporate Identity entsprechen, gehen in den Feeds der Nutzer*innen zunehmend unter. Die Konkurrenz durch Entertainment‑Formate ist schlicht zu groß. Marken, die bereit sind, mutiger zu werden, neue Formate auszuprobieren und sich stärker an der tatsächlichen Nutzungskultur der Plattformen zu orientieren, werden dafür belohnt – mit mehr Sichtbarkeit, Relevanz und echter Interaktion.

Foto von Philipp Lage auf der Bühne bei seinem Vortrag "Selbstversuch: 100 Posts in 7 Tagen – Wie viel Perfektionismus braucht Social Media?" auf der AllSocial Marketing Conference 2026.
Philipp Lage in seinem Vortrag „Selbstversuch: 100 Posts in 7 Tagen – Wie viel Perfektionismus braucht Social Media?“ auf der AllSocial Marketing Conference 2026. Quelle: Rising Media.

Und manchmal beginnt alles mit einem Selbstversuch, wie Philipp Lage in seiner Keynote gezeigt hat. Seine Ausgangsfrage: Sind 100 Posts in 7 Tagen machbar? Das Ergebnis war eindeutig. Aufmerksamkeit entsteht durchs Machen, nicht durch Perfektion. Glattgeschliffener Content geht unter, während mutige, schnelle und authentische Inhalte sichtbar werden gerade weil sie nicht perfekt sind.

Community first: Nähe und klare Haltung

Für nachhaltigen Impact reichen gute Inhalte längst nicht mehr. Wer im Social Media Marketing wirklich erfolgreich sein will, muss aus Follower*innen eine Community formen. Wie das gelingen kann, zeigte Patrick Stecker.  Er hat rund um Deutschrap eine lebendige Social Community aufgebaut und demonstriert, wie konsequente Plattformnutzung, Nähe zur Zielgruppe und ein klares Verständnis für Nutzungskultur echte Bindung schaffen.

Dr. Juliane Howitz spricht vor Publikum auf der Bühne der AllSocial Marketing Conference in München zu ihrem Vortrag über die Performance von LinkedIn Unternehmensaccounts.
Dr. Juliane Howitz in ihrem Vortrag „Dein LinkedIn Unternehmensaccount performt nicht? Dann lass endlich die Menschen ran!“ auf der AllSocial Marketing Conference 2026. Quelle: Rising Media.

Nähe zur Zielgruppe ist auch auf LinkedIn entscheidend, etwa im Recruiting und für Employer Branding. Doch wie Dr. Juliane Howitz in ihrer Keynote “Dein LinkedIn Unternehmensaccount performt nicht? Dann lass endlich die Menschen ran!” betonte, ist die Unternehmensseite dafür der schwächste Ort, aber ein wertvoller Hub für starke Personal Branding Profile.

Denn die organische Reichweite von Unternehmensseiten sinkt weiter. Sichtbarkeit entsteht heute über Menschen, nicht über Logos. Genau deshalb zeigte sie, wie Führungskräfte und Mitarbeitende gezielt eingebunden werden können, um Inhalte klug zu orchestrieren und LinkedIn wieder zum echten Multiplikator zu machen, denn Menschen sind der stärkste Algorithmus‑Booster.

Community Management braucht klare Regeln und vor allem Reaktion. Zu oft lassen Unternehmen Hate Speech und problematische Kommentare einfach stehen. Wie Vivian Pein zeigte, ist das ein Fehler: Provokationen und ironische Spitzen prägen die Tonalität einer Community, und wer als Marke überall mitreden will, ohne auf Kontext oder Haltung zu achten, riskiert Glaubwürdigkeit.

Performance entsteht im Duo: Organic trifft Paid

Organische Inhalte helfen beim Aufbau einer Community. Und doch stehen sie zunehmend unter Rechtfertigungsdruck, zu wenig für die Performance zu leisten. Paid Ads und Performance Inhalte sind dabei jedoch kein Widerspruch zu organischen Inhalten und sollten nicht gegeneinander ausgespielt werden.

So haben Jan Ritter und Tobias Krammer auf der Bühne ein äußerst unterhaltsames Battle zwischen Paid und Organic ausgetragen. Dabei haben sie einerseits gezeigt, was die Stärken und Schwächen der beiden Seiten sind und andererseits eine Potenzialmatrix eingeführt, mithilfe derer Brands einschätzen können, was am besten zu ihnen passt.

Jan Ritter und Tobias Krammer gemeinsam auf der Bühne in ihrem Vortrag “Das Battle des Jahres 2026: Owned vs. Paid — Wer gewinnt?” auf der AllSocial Marketing Conference 2026.
Jan Ritter und Tobias Krammer in ihrem Vortrag “Das Battle des Jahres 2026: Owned vs. Paid — Wer gewinnt?” auf der AllSocial Marketing Conference 2026. Quelle: Rising Media.

Nützliche Hacks für Paid-Kampagnen lieferte ebenfalls Larissa Lammering in ihrer Keynote, die einen Überblick über Post‑Andromeda‑Ära gab und die Auswirkungen auf die Konzeption Meta Ads. Was wirklich zählt, sind smarte Creative‑Testing‑Logiken, präzises Audience‑Targeting und ein Fokus auf die KPIs, die wirklich relevant sind.

Doch einfach mal Creatives bauen und Ads schalten? So leicht geht es nicht für komplexe, erklärungsbedürftige Produkte. Mia-Malaika Lange und Daniel Levitan verdeutlichten dass erfolgreiches Advertising weit über den Werbeanzeigenmanager hinausgeht und auch mal den grundsätzlichen Marketing Ansatz hinterfragt. In dem Case von Barfer`s wurde eine intensive Recherche durchgeführt, um die Zielgruppe an die Hand zu nehmen und ihre kaufhinderlichen Bedenken aufzulösen.

Search und Growth: Warum SEO ohne Social Media Marketing nicht mehr funktioniert

Eine ähnliche Frage stellt sich für die gesamte Branche: Wie kann Social Media zu besseren Search‑Rankings und mehr Wachstum beitragen? Es lohnt sich, Social Media und SEO gemeinsam zu denken und auch hier sind die Auswirkungen von KI deutlich spürbar. War SEO für Social‑Teams früher eher ein Randthema, gehört die Optimierung von Inhalten für GenAI‑basierte Suche mit GEO inzwischen zum Pflichtprogramm. Besonders ein Netzwerk rückt dabei in den Fokus: Reddit.

Doch Marken dürfen nicht dem Irrtum erliegen, Reddit wie eine klassische Social Media Plattform zu behandeln. Hier gilt „Communities first“, wie Theresa Steinbauer in ihrer Keynote “Reddit: Das Forum on Steriods?” darlegte. Unternehmen müssen bereit sein, sich vollständig auf die Community‑Logiken einzulassen und Inhalte zu liefern, die echten Mehrwert bieten, statt Reddit als weiteren Absatzkanal zu betrachten.

Julia Weißbach auf der Bühne vor Publikum in ihrem Vortrag “Social meets SEO: Von Insights zu Impact im AI-Zeitalter” auf AllSocial Marketing Conference 2026.
Julia Weißbach in ihrem Vortrag “Social meets SEO: Von Insights zu Impact im AI-Zeitalter” auf AllSocial Marketing Conference 2026. Quelle: Rising Media.

In ihrer Keynote „Social meets SEO“ zeigte Julia Weißbach auf der AllSocial Marketing Conference, wie stark Social Media und Suchmaschinenoptimierung heute bereits miteinander verzahnt sind und wie viel Potenzial noch in der Zusammenarbeit beider Disziplinen steckt. Mit viel Humor ließ sie dabei bewusst die klassische „Social Bubble“ platzen und machte deutlich, dass digitale Sichtbarkeit längst nicht mehr in getrennten Kanälen gedacht werden sollte. Stattdessen plädierte sie dafür, Silos aufzubrechen und Social- und SEO-Strategien besser miteinander zu verbinden.

Dazu hatte sie direkt konkrete Empfehlungen für die Praxis im Gepäck: Inhalte, die auf Social funktionieren, können Suchinteresse verstärken, während SEO-Daten wertvolle Impulse für Social-Content liefern. Wer beide Perspektiven zusammenführt, kann Reichweite und Sichtbarkeit deutlich nachhaltiger aufbauen. Die Botschaft: Die Zukunft des Online Marketings liegt weniger im Wettbewerb einzelner Disziplinen, sondern in ihrer intelligenten Zusammenarbeit.

Breaking the Silos!

KI, SEO, Performance Marketing und mehr: Social Media Marketing ist heute vielfältiger und anspruchsvoller denn je. Algorithmen und Feeds verändern sich rasant – und KI beschleunigt diese Dynamik zusätzlich. Das Bild auf AllSocial Marketing Conference in München war eindeutig. Marken können nur dann Schritt halten, wenn die einzelnen Marketingdisziplinen noch enger zusammenarbeiten.

Alex Schultz, CMO & VP, Analytics at Meta im Gespräch auf der AllSocial Marketing Conference 2026.
Alex Schultz, CMO & VP, Analytics at Meta im Gespräch auf der AllSocial Marketing Conference 2026. Quelle: Rising Media.

Beim Interview mit Alex Schultz stand dementsprechend als zentrale Botschaft im Mittelpunkt: Auch in einer Marketingwelt, die sich durch KI rasant verändert, bleiben die grundlegenden Prinzipien dieselben. Tools und Technologien entwickeln sich ständig weiter, doch nachhaltiges Wachstum basiert weiterhin auf sauberen Grundlagen, wie dem Fokus auf echten inkrementellen Effekt statt auf reine Post-Click-Korrelationen, sowie auf klugen strategischen Entscheidungen statt blindem Vertrauen in automatisierte Systeme.

KI kann die operative Umsetzung erleichtern und den „Floor“ an Qualität anheben, doch Wettbewerbsvorteile entstehen weiterhin durch bessere kreative Entscheidungen und durch einzigartige Daten, die Unternehmen in die Systeme einspeisen. Dies vom CMO von Meta zu hören, dürfte uns alle beruhigen, dass unsere Arbeit trotz AI noch gebraucht wird.

Das war unser Recap auf die AllSocial Marketing Conference in München. Sei beim nächsten mal auch dabei, wenn wieder die besten Speaker*innen aus der Social Media Welt auf der ASMC zusammenkommen!



Source link

Social Media

Metas neuer Creative Setup Workflow: Was sich wirklich ändert – und warum das nicht nur eine UI-Frage ist!


Gastbeitrag von Julian Schweizer

Änderungen im Meta Ads Manager sind nichts Neues. Wer regelmäßig mit Facebook- und Instagram-Werbung arbeitet, hat sich längst daran gewöhnt, dass Buttons verschwinden, Menüs umziehen und Prozesse plötzlich anders aussehen als gestern noch. Meistens sind das kleine Anpassungen – manchmal nervend, selten wirklich bedeutsam.

Diesmal ist es anders.

Seit April 2026 rollt Meta einen grundlegend neuen Creative Setup Workflow im Ads Manager aus. Was zunächst wie ein Interface-Update aussieht, verändert in Wirklichkeit, wie du als Werbetreibender Kontrolle über deine Anzeigen ausübst. Und je nachdem, wer du bist, ist das entweder eine Erleichterung – oder ein ernstes operatives Problem.

Noch mehr Insights zu Social Media Performance gibt es auch direkt in dein Postfach: Mit dem AllSocial Newsletter!

Kurzer Exkurs: Wie ist eine Meta-Anzeige eigentlich aufgebaut?

Um zu verstehen, was sich ändert, hilft ein kurzer Blick unter die Haube.

Eine Meta-Anzeige besteht aus zwei zentralen Komponenten: dem Creative und dem Ad.

Das Creative enthält alle gestalterischen Elemente deiner Anzeige – Text, Bild, Video. Je nach Anzeigentyp wird das Creative technisch über unterschiedliche API-Felder definiert.

Das Ad hüllt das Creative ein. Bisher standen im Ads Manager drei Typen zur Verfügung:

Standard Anzeigenformat – ein Bild oder Video, eine Platzierungskonfiguration. Du hast exakt definiert, was wo erscheint. Technisch gesteuert über object_story_spec.

Dynamic Creative – du lieferst mehrere Bilder, Videos, Texte und CTAs, Meta testet automatisch alle Kombinationen und optimiert, welche Elementkombination für welchen Nutzer am besten funktioniert. Wird schrittweise aus dem UI entfernt – technisch unterstützt die API noch alle Kampagnenziele. Gesteuert über asset_feed_spec.

Flexible Ads – du lädst bis zu 10 Bilder oder Videos hoch, Meta entscheidet automatisch ob die Anzeige als Single Image, Video oder Carousel ausgespielt wird. Bisher hauptsächlich für Sales- und App-Promotion-Kampagnen verfügbar. Technisch gesteuert über creative_asset_groups_spec.

Diese drei Typen bleiben technisch im Hintergrund bestehen. Was sich ändert, ist das UI.

Was der neue Workflow konkret bedeutet

Meta führt im Ads Manager einen einheitlichen Creative Setup Workflow ein, der alle Kampagnenziele abdeckt. Die bisherige Unterscheidung zwischen den drei Anzeigentypen verschwindet aus dem Interface – stattdessen gibt es einen nahezu vereinheitlichten Erstellungsprozess.

Die Auswahl eines Creative Setups im Meta Business Manager. Ausgewählt werden können entweder einer Bilder Anzeige oder eine Video Anzeige.
Der neue Erstellungs-Workflow im Anzeigenmanager von Meta. Quelle: Screenshot aus dem Meta Ads Manager.

In der Praxis funktioniert das so: Du lädst bis zu 10 Bilder oder Videos für eine einzige Anzeige hoch. Für jedes Creative lässt sich individuell festlegen:

  • Drei Crops pro Creative für die gängigen Seitenverhältnisse (quadratisch, vertikal, horizontal)
  • Eigener Primarytext, Headline und Beschreibung pro Creative
  • Individuelle Ziel-URL pro Creative
  • Placements ein- oder ausschalten pro Creative
Die Auswahl der Medieninhalte für eine Anzeige im Meta Ads Manager. Möglich sind biz zu 10 Bilder und Videos pro Anzeige.
Neu: Du bestimmt bis zu 10 Bilder/Videos pro Anzeige. Quelle: Screenshots aus dem Meta Ads Manager.

Das klingt nach mehr Kontrolle – und auf Creative-Ebene ist es das auch. Wer bisher separate Anzeigen für verschiedene Creatives oder Produkte angelegt hat, kann das künftig in einer einzigen Anzeige zusammenfassen – mit individuellem Text und individueller URL pro Bild.

Dazu kommt ein lang ersehntes Feature: Performance-Reporting pro Creative Asset. Wer mit Flexible Ads gearbeitet hat, kennt den Schmerz – die Reporting-Granularität war kaum vorhanden. Das ändert sich jetzt.

Was du verlierst

Soweit die guten Nachrichten. Nun zur anderen Seite.

Was der neue Workflow nicht mehr bietet, ist die präzise Steuerung darüber, welches Creative in welchem Format auf welcher Platzierung ausgeliefert wird. Meta übernimmt diese Entscheidung automatisch – und ergänzt deine Assets dabei eigenständig mit KI-generierten Elementen wie Musik, Text-Overlays oder automatisch generierten Bildvarianten.

Du kannst zwar noch bestimmen, auf welchen Placements bestimmte Creative-Varianten nicht laufen sollen. Aber die Grundlogik hat sich verschoben: Nicht mehr du entscheidest vollständig, was wo und wie erscheint. Meta entscheidet – mit dem Algorithmus als Regisseur.

Der Medieneditor im Ads Manager. Abgebildet ist die Funktion zum Zurechtschneiden von Bildern.
Pro Bild/Video bestimmst du nun den Ausschnitt für die unterschiedlichen Platzierungen. Quelle: Screenshot aus dem Meta Ads Manager.

Hinzu kommen konkrete technische Einschränkungen beim Cropping: Für das quadratische Format steht nur 1:1 zur Verfügung, obwohl Meta offiziell auch 5:4 unterstützt. Für vertikal gibt es nur 9:16, obwohl 4:5, 3:4 und 2:3 laut Dokumentation ebenfalls gültig wären. Wer für den Feed auf 4:5 setzt – was viele Profis tun – kommt im neuen Workflow aktuell nicht zum Zug.

Für wen das funktioniert – und für wen nicht

Für den einfachen Werbetreibenden ist dieser Wandel eine echte Vereinfachung. Du lädst deine besten Assets hoch, und Meta erledigt den Rest. Kein manuelles Anpassen von Formaten, kein Nachdenken über Platzierungsstrategien. Der Einstieg wird niedrigschwelliger, und in vielen Fällen wird der ROAS – so zumindest das Versprechen von Meta – besser sein als bisher.

Für professionelle Werbetreibende und Marken mit klaren Brand Guidelines ist die Situation eine andere.

Wer exakt steuern muss, welche Botschaft in welchem Format auf welchem Placement erscheint, verliert genau das im UI. Meta könnte ein Bild anders zuschneiden, einen Text-Overlay setzen oder Musik hinzufügen – ohne Vorschau, ohne Freigabe.

Ein konkretes Beispiel: Ein Autohersteller bewirbt ein Leasing-Angebot und ist gesetzlich verpflichtet, die Finanzierungs-AGBs sichtbar und vollständig in der Anzeige darzustellen. Wird das Bild automatisch zugeschnitten oder von einem KI-generierten Element überlagert, können genau diese Pflichtangaben wegfallen. Autohersteller sind bei weitem nicht die einzige Branche, in der das ein ernstes Problem ist – überall dort, wo regulatorische oder markenrechtliche Anforderungen an Werbemittel bestehen, wird der neue UI-Workflow zur Herausforderung.

Die entscheidende Unterscheidung: UI vs. API

Hier kommt der wichtigste Punkt für alle, die professionell mit Meta Ads arbeiten.

Der neue Creative Setup Workflow ist eine Änderung im User Interface des Meta Ads Managers. Im Hintergrund läuft bei Meta alles nach wie vor wie bisher – Dynamic Creative, Flexible Ads und das Standard Anzeigenformat bleiben als technische Grundlage vollständig erhalten.

Das bedeutet: Über die Meta Ads API können professionelle Werbetreibende weiterhin exakt definieren, welches Video oder Bild in welchem Format auf welcher Platzierung ausgespielt werden soll. Die technische Kontrolle ist nicht verloren – sie wurde lediglich aus dem UI entfernt.

Wer also bisher alles über die Benutzeroberfläche gesteuert hat, steht vor einer echten Herausforderung. Wer über die API oder entsprechende Tools arbeitet – wie zum Beispiel die Plattform des Autors, über die er an dieser Stelle aus rein journalistischen Gründen schweigt – kann seine bisherigen Workflows weitgehend beibehalten.

Ein Tausch, kein reiner Verlust – aber du musst dich entscheiden

Der neue Meta Creative Setup Workflow ist kein einfacher Kontrollverlust. Er ist ein Tausch: mehr Flexibilität und besseres Reporting auf Creative-Ebene, weniger Kontrolle über Format und Platzierung im UI.

Für viele wird das funktionieren. Für manche sogar besser als bisher.

Aber wer Kontrolle über seine Markenkommunikation aus gutem Grund braucht, sollte sich jetzt mit der API-seitigen Steuerung vertraut machen. Denn im UI wirst du diese Kontrolle bald nicht mehr finden – und „bald“ ist in diesem Fall bereits angekommen.

Hast du den neuen Creative Setup Workflow bereits in deinem Account? Teile deine Erfahrungen in den Kommentaren.

Hinweis: Dieser Artikel ist ein Gastbeitrag. Es besteht keine bezahlte Kooperation.



Source link

Weiterlesen

Social Media

Social-Media-Marketing und Community-Management: Warum das eine ohne das andere nicht funktioniert


Social-Media-Marketing ist in den meisten Unternehmen klar strukturiert. Es gibt Strategien, Redaktionspläne und definierte Ziele, an denen sich die Arbeit ausrichtet. Community-Management läuft in der Regel parallel dazu, wird aber selten gleichberechtigt gedacht. Das ist nicht gut und auch kein Zufall. Sondern es ist die direkte Folge davon, wie Social Media in vielen Organisationen verstanden wird: als Kanal zur Verbreitung von Inhalten.

Dieses Verständnis führt dazu, dass Social-Media-Marketing einer vergleichsweise einfachen Logik folgt. Inhalte sollen Reichweite erzeugen, Aufmerksamkeit binden und im besten Fall zu einer Handlung (im Unternehmen) führen. Diese Logik ist schlüssig, weil sie messbar ist. Entsprechend viel Aufwand fließt in Planung, Umsetzung und Optimierung der Inhalte. Die zentrale Frage lautet dabei meist: Welcher Content funktioniert. Weniger Beachtung findet, was nach der Veröffentlichung passiert. Also in dem Moment, in dem Menschen beginnen, auf Inhalte zu reagieren.

Und genau an diesem Punkt beginnt Community Management: Sobald Inhalte Reaktionen auslösen, verschiebt sich die Perspektive. Es geht nicht mehr um Ausspielung, sondern um Einordnung, sowohl von Inhalten als auch von Interaktionen. Kommentare, Rückfragen oder auch Kritik sind deshalb keine Störfaktoren, sondern ein zentraler Bestandteil von Social Media. Trotzdem wird Community-Management in der Praxis häufig auf das Reagieren reduziert: schnell antworten, freundlich bleiben, Diskussionen moderieren. Das ist operativ notwendig, beschreibt aber nur einen kleinen Teil dessen, was hier eigentlich passiert.

Denn in den Reaktionen steckt mehr als nur Interaktion. Sie zeigen, wie Inhalte verstanden werden, wo Erwartungen nicht erfüllt werden und welche Themen tatsächlich relevant sind. Diese Perspektive fehlt, wenn Social Media ausschließlich über (Plattform-)Kennzahlen gesteuert wird. Reichweite und Interaktionen geben Auskunft darüber, ob Inhalte gesehen werden. Sie sagen aber wenig darüber, wie sie eingeordnet werden. Genau diese Einordnung entscheidet jedoch darüber, welchen „Wert“ ein Inhalt hatte.

Das Problem liegt dabei weniger im fehlenden Verständnis als in der Struktur. In vielen Teams ist Community-Management kein eigener Bestandteil der Strategie, sondern (notwendiger) Teil der Umsetzung. Es gibt keine klaren Ziele, keine systematische Auswertung und kaum eine Verbindung zu anderen Bereichen. Feedback aus der Community bleibt punktuell, statt in die weitere Arbeit einzufließen. Während Content kontinuierlich optimiert wird, fehlt die gleiche Konsequenz im Umgang mit den Reaktionen darauf.

Die Folge ist, dass Social Media in der Praxis oft wie ein Einbahnstraßen-Kanal funktioniert. Inhalte werden ausgespielt und anschließend verwaltet, aber nicht weiterentwickelt. Themen werden gesetzt, ohne sie aus der Interaktion heraus zu schärfen. Das funktioniert, solange der Fokus auf Reichweite liegt. Sobald es um Wirkung geht, wird es zum Problem, weil eben eine zentrale Perspektive fehlt.

Community-Management verändert genau diese Perspektive. Es verschiebt den Blick weg von der Frage, was funktioniert, hin zu der Frage, warum etwas funktioniert oder eben nicht. Das betrifft nicht nur einzelne Inhalte, sondern die gesamte Ausrichtung. Ja, manchmal sogar die Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen. Themen, Formate und Prioritäten lassen sich anders bewerten, wenn die Reaktionen der Community systematisch einbezogen werden. Und ehrliches Community-Feedback hilft dabei, das eigene Angebot zu schärfen und zu verbessern. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass Community Management nicht nur mitläuft, sondern bewusst eingeplant und gesteuert wird.

Fazit

Social-Media-Marketing sorgt dafür, dass Inhalte sichtbar werden. Community Management entscheidet, wie sie aufgenommen und eingeordnet werden. Beides gehört zusammen, erfüllt aber unterschiedliche Aufgaben. Solange dieser Unterschied nicht berücksichtigt wird, bleibt ein Teil der Wirkung ungenutzt.



Source link

Weiterlesen

Social Media

Feed und Fudder Podcast 81 – Social Media Verbot!?




Source link

Weiterlesen

Beliebt