Apps & Mobile Entwicklung
Im Interview: CachyOS-Chefentwickler Peter Jung

Die Linux-Distribution CachyOS auf Basis von Arch wird insbesondere im Gaming-Umfeld immer beliebter. Ein Grund ist der vergleichsweise leichte Einstieg mit automatischem GUI-Installer und Hilfsprogrammen, aber auch Leistungs-Optimierungen. ComputerBase hat mit Co-Chefentwickler Peter Jung über den Status quo gesprochen.
Der neue SternLinux (Mesa 26) vs. Windows 11 im Test: Aktuelle Gaming-Benchmarks mit Radeon RX & GeForce RTX am Distro-Himmel?
CachyOS hat einen Lauf. Im Jahr 2025 haben 1,9 Millionen Nutzer die Seite des CachyOS-Projekts aufgerufen. DistroWatch reiht CachyOS auf Platz 1 aller Distributionen nach Seitenaufruf. Zahlreiche Berichte, Benchmarks und auch Videos rund um CachyOS rücken die Distribution immer mehr in den Fokus von Linux-Nutzern und jenen, die es noch werden wollen.
Zuletzt auch auf ComputerBase im Einsatz
Auch ComputerBase hat im letzten großen Linux- vs. Windows-Gaming-Vergleichstest erstmals auf CachyOS gesetzt.
- Linux (Mesa 26) vs. Windows 11 im Test: Aktuelle Gaming-Benchmarks mit Radeon RX & GeForce RTX
Denn nicht nur bietet CachyOS eine schnelle Installation auf neuen Systemen, es optimiert Linux auch in puncto Gaming-Leistung. Selbst experimentelle Features wie FSR4 lassen sich in CachyOS auch ohne Linux-Kenntnisse leicht aktivieren. Ein umfangreiches Wiki und ein Community-Discord-Server bieten schnelle Hilfe.
Was macht CachyOS besonders?
CachyOS basiert auf Arch Linux. Entsprechend finden sich typische Anwendungen wie pacman bei CachyOS wieder und auch das Veröffentlichungsmodell eines Rolling Release bleibt gleich.
Doch CachyOS übernimmt nicht einfach fertige Anwendungen von Arch Linux, sondern baut ausgewählte Pakete neu – und optimiert dabei gezielt auf moderne Hardware-Architekturen (Stichwort Befehlssatzerweiterungen wie x86-64-v4).
Auch der Kernel selbst wird optimiert und bietet umfangreiche Scheduler-Wahl. Doch auch der Installationsprozess selbst ist vereinfacht, übersichtlich und mit vielen Optionen ausgestattet – darunter 17 Desktop-Umgebungen wie KDE, GNOME und weitere. Selbst eine spezielle Handheld-Version steht zur Verfügung.
11 Fragen an Peter Jung
Eine zentrale Figur des Projekts ist Peter Jung. Der Co-Chefentwickler von CachyOS findet sich auch als Community-Mitglied im Forum von ComputerBase wieder. Die Redaktion hat die Gelegenheit genutzt, um einen tieferen Einblick in CachyOS zu gewinnen und konnte Peter zu einem Interview bewegen. Nicht unerwähnt bleiben sollte allerdings: Das Team hinter CachyOS ist viel größer.
- CachyOS – wie kam’s?
Peter Jung, CachyOS: Ich habe erst vor „kurzem“ mit Linux angefangen, etwa 2019, durch ein Schulprojekt. Zwischen 2020 und 2021 habe ich begonnen, einen Custom-Kernel zu pflegen, der einen anderen CPU-Scheduler nutzt.Nachdem ich recht viel mit dem Maintainer des CPU-Schedulers zusammengearbeitet hatte, kam er auf die Idee, eine Distribution zu erstellen. Zu der Zeit wurde auch in Arch Linux der x86-64-v3-Befehlssatz diskutiert, und wir begannen, diesen in CachyOS zu implementieren. CachyOS war und ist ein Hobby- und Lernprojekt.
- Hat dich der Erfolg der letzten Jahre überrascht?
Peter Jung, CachyOS: 2024 war ein richtig starkes Jahr für uns! Mitte 2024 hat der Traffic stark zugenommen, da CachyOS immer bekannter wurde und die Leute Vertrauen zu uns aufgebaut haben. Wir waren sehr überrascht! 2025 hat das Ganze dann nochmal übertroffen: Die Community hat sich verdreifacht, wir haben über 11 Petabyte an Daten ausgeliefert, hatten 1,9 Millionen Unique Visitors und bis zu 133.000 ISO-Downloads pro Monat. Das hätten wir uns nie vorstellen können. - Was glaubst du, ist das Geheimnis eures Erfolgs?
Peter Jung, CachyOS: Generell denken wir, dass es an der Community-Arbeit liegt und daran, dass wir Technologien und Projekte sehr schnell in CachyOS integrieren und diese auf einfache Weise bereitstellen. Viele Linux-User sind sehr experimentierfreudig und lieben es, Neues auszuprobieren.Das Team ist auch sehr aktiv in der Community. Wir haben 2025 neue Teammitglieder gewonnen und arbeiten eng zusammen — es macht einfach Spaß.
- Ihr habt inzwischen auch Sponsoren gefunden, wie hat sich das auf das Projekt ausgewirkt?
Peter Jung, CachyOS: Ja, das war ein riesiger Meilenstein! Framework sponsert uns seit Dezember 2025 mit einer monatlichen Spende und hat uns ein Framework-16-Laptop zur Verfügung gestellt, damit wir unseren Kernel und unsere Pakete auf moderner Hardware optimieren können.Dazu kommt CDN77, die über 65 % unseres weltweiten Traffics abdecken. Und dank der Community-Spenden konnten wir 2025 zum ersten Mal alle Server- und Wartungskosten decken — insgesamt rund 13.500 Euro. Voll- oder Teilzeitarbeit ist daraus leider noch nicht möglich, aber es ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.
- Was steht für 2026 an?
Peter Jung, CachyOS: Wir arbeiten weiterhin an einem eigenen Installationsframework. Calamares haben wir bereits massiv verbessert — mit animierten Desktop-Vorschauen, besserer Bootloader-Auswahl und vielem mehr — aber langfristig wollen wir etwas Eigenes. Außerdem entwickeln wir eine Server-Edition für NAS, Workstations und Serverumgebungen. Und Merchandise ist auch endlich geplant — wir versuchen, das 2026 hinzubekommen. - Und wie sieht es mit AVX10 aus?
Peter Jung, CachyOS: Da warten wir noch auf die Hardware. Anfang 2027 soll Nova Lake kommen, dann wird das richtig spannend. Bis dahin bereiten wir uns vor. - Wird 2026 das Jahr des Linux?
Peter Jung, CachyOS: Absolut! Das Support-Ende von Windows 10 im Oktober 2025 war genau der Katalysator, den wir erwartet hatten. Viele Leute haben SteamOS und Linux ausprobiert, und die Zahlen sprechen für sich: Linux Gaming hat im Dezember 2025 einen Rekord-Marktanteil in der Steam Hardware Survey erreicht.Valve hat außerdem die neue Steam Machine angekündigt — ein kompaktes konsolenähnliches Gerät, das SteamOS nutzt und 2026 erscheinen soll [Anm.d.Red.: Na mal sehen)]. Dazu kommen das Steam Frame VR-Headset und der neue Steam Controller. Valve investiert massiv in Linux, und das zieht die ganze Plattform mit.
- Was gefällt dir an der (Linux-) Community?
Peter Jung, CachyOS: Die Linux-Community ist generell sehr aufgeschlossen, man hilft sich gegenseitig, und Bugs werden schnell „bisected“, sodass Entwickler Unterstützung erhalten. Außerdem liebt es die Community, Neues zu testen, und bringt Linux damit voran. - … und was stört dich?
Peter Jung, CachyOS: Als Entwickler bekommt man oft mit, dass Nutzer recht viele Support-Anfragen stellen und dabei denken: „Wir würden ihnen ein Produkt verkaufen.“ In gewisser Weise tun wir das, aber es ist auch kostenlose Arbeit, und kaum jemand verlangt Geld für Open-Source-Projekte. Oftmals hat man es mit der Einstellung zu tun: „Wenn du mir nicht sofort hilfst, dann nutze ich dich nicht.“ Das mag ich nicht so gerne.Ebenfalls werden neue Linux-User in manchen Foren oder Communities oft eingeschüchtert mit Aussagen wie „Lies die Doku oder nutze kein Linux.“ Einerseits ist das verständlich, andererseits bringt man damit keine neuen Nutzer zu Linux. „The Linux (Community) is its own enemy“ passt in vielen Fällen recht gut.
- Du bist ja auch Arch-Linux-Maintainer, profitieren beide Projekte von den in CachyOS gesammelten Erfahrungen?
Peter Jung, CachyOS: Ja! Die Projekte profitieren gegenseitig sehr stark. Wir bringen unsere Erfahrungen, etwa bei Umstellungen, die wir schon durchgeführt haben, in Arch Linux ein. Umgekehrt bekomme ich in Arch Linux viele Einblicke in deren Prozesse und Updates. Das hilft uns enorm, und es ist keine Überraschung, wenn Pakete aus Testing in die Stable-Repositories verschoben werden. Außerdem kann ich Änderungen an PKGBUILDs upstreamen, wodurch keine „doppelte“ Arbeit entsteht. - Treiber der Linux-Verbreitung auf dem Desktop war in letzter Zeit Gaming und damit insbesondere Valve. Was hältst du von Linux als (zukünftige) Gaming-Plattform?
Peter Jung, CachyOS: Linux kann eine großartige Gaming-Plattform werden — aber es braucht Zeit, Geld, Entwicklungs- und Testing-Power. In den letzten Jahren haben wir schon massive Fortschritte gesehen, und mit Valves neuer Hardware-Offensive 2026 bin ich sehr optimistisch, dass sich dieser Trend weiter beschleunigt.
Redaktioneller Transparenzhinweis: Das Interview mit Peter ist bereits vor einigen Monaten entstanden, ist aber bisher nicht als Bericht erschienen. Im Zuge der finalen Veröffentlichungen hat die Redaktion Peter erneut kontaktiert, um das Interview auf den neuesten Stand zu bringen.
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CachyOS ist eine auf Arch Linux basierende Distribution mit Optimierungen für moderne Prozessoren.
- Version March 2026 Deutsch
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Harman Sing Drive: KI-Karaoke soll jede Autofahrt zum Erlebnis machen
Der Audio-Spezialist und Autozulieferer Harman treibt die Verschmelzung von Unterhaltung, künstlicher Intelligenz und Fahrzeugtechnik weiter voran. Mit „Sing Drive“ präsentiert das Unternehmen eine neue KI-gestützte Karaoke-Plattform für Autos, die Fahrten künftig interaktiver gestalten soll.
„Sing Drive“ richtet sich vor allem an moderne Connected Cars mit großem Infotainment-Display, Sprachsteuerung und Cloud-Anbindung. Ziel ist es, das Auto stärker als sozialen Erlebnisraum zu positionieren – insbesondere auf längeren Fahrten oder im Zeitalter autonomer Fahrzeuge.
Harman, seit 2017 Teil von Samsung Electronics, gehört zu den weltweit größten Zulieferern für Infotainment- und Audiosysteme im Automobilbereich. Bereits in den vergangenen Jahren experimentierte das Unternehmen gemeinsam mit Partnern wie Audi, Cariad und Stingray mit Karaoke- und Entertainment-Lösungen im Fahrzeug. „Sing Drive“ geht nun einen Schritt weiter und setzt verstärkt auf künstliche Intelligenz.
KI soll Karaoke persönlicher machen
Im Mittelpunkt der Plattform steht eine KI-Engine, die Musikgeschmack, Stimmung und Fahrkontext analysieren kann. Dadurch sollen automatisch passende Songs vorgeschlagen werden. Denkbar sind beispielsweise Playlists für Familienfahrten, Roadtrips oder gemeinsame Fahrten mit Freunden. Auch die Stimmen der Mitfahrenden könnten laut Harman in Echtzeit optimiert werden – etwa durch automatische Tonhöhenkorrektur, Hall-Effekte oder virtuelle Duette.
Die Plattform soll sich nahtlos in bestehende Infotainmentsysteme integrieren lassen. Über Smartphones oder die Fahrzeugoberfläche können Mitfahrer Songs auswählen, Playlists erstellen oder gegeneinander antreten. Besonders interessant ist dabei die Mehrbenutzer-Unterstützung: Mehrere Passagiere können parallel interagieren, angeblich ohne dass der Fahrer vom Verkehrsgeschehen abgelenkt wird.
Technisch gesehen passt „Sing Drive“ in die aktuelle Strategie vieler Autohersteller, Fahrzeuge stärker als digitale Erlebnisräume zu vermarkten. Große Displays, leistungsfähige Chips und schnelle Mobilfunkverbindungen schaffen die Grundlage dafür, Streaming- und Entertainment-Angebote direkt ins Auto zu bringen. Gerade Elektroautos bieten durch ihren leiseren Innenraum bessere Voraussetzungen für hochwertige Audio- und Sprachfunktionen.
Unterhaltung wird zum Verkaufsargument
Der Wettbewerb um digitale Dienste im Fahrzeug nimmt zu. Hersteller wie Tesla, BYD oder Nio setzen bereits seit Jahren auf integrierte Spiele-, Streaming- und Karaoke-Funktionen. Für viele Automarken werden solche Features zunehmend zum Differenzierungsmerkmal gegenüber klassischen Wettbewerbern, vor allem im asiatischen Raum, wo dem Infotainmentsystem eine weit größere Bedeutung beigemessen wird als der restlichen Konfiguration des Autos.
Harman positioniert sich dabei als Technologiepartner für die klassischen Hersteller. Das Unternehmen liefert die Plattform, die anschließend von Autoherstellern individuell angepasst werden kann. Dadurch könnten künftig unterschiedliche Marken eigene Karaoke- oder Entertainment-Erlebnisse anbieten, ohne die Technologie komplett selbst entwickeln zu müssen.
Mit dem Trend zum sogenannten „software-definierten Fahrzeug“ entstehen zudem neue Geschäftsmodelle. Karaoke-Abonnements, Premium-Soundeffekte oder zusätzliche Songpakete könnten künftig als digitale Zusatzdienste verkauft werden. Für Hersteller und Zulieferer eröffnen sich damit neue Einnahmequellen nach dem Fahrzeugverkauf.
Rechtliche Situation in Deutschland
In Deutschland dürfte eine solche Plattform allerdings nicht ohne Einschränkungen nutzbar sein. Grundsätzlich gilt: Der Fahrer darf durch Entertainment-Systeme nicht vom Straßenverkehr abgelenkt werden. Maßgeblich ist hier § 23 Absatz 1a der Straßenverkehrsordnung (StVO), der die Nutzung elektronischer Geräte während der Fahrt regelt.
Kritisch wird es insbesondere dann, wenn der Fahrer aktiv mit dem Display interagiert oder längere Zeit auf den Bildschirm blickt. Zwar sind Sprachsteuerung und kurze Blickzuwendungen erlaubt, komplexe Bedienvorgänge während der Fahrt können jedoch schnell problematisch werden. Hersteller müssen deshalb sicherstellen, dass bestimmte Funktionen nur im Stand oder ausschließlich für Beifahrer verfügbar sind.
Auch die Darstellung von Songtexten auf zentralen Displays könnte rechtlich problematisch sein, wenn sie den Fahrer zu stark ablenken. Deshalb setzen viele Anbieter auf einen sogenannten „Passenger Mode“, bei dem bestimmte Inhalte nur auf Beifahrer-Displays oder verbundenen Smartphones angezeigt werden.
Darüber hinaus entstehen Datenschutzfragen: Wenn KI-Systeme Stimmen analysieren, Nutzerprofile erstellen oder emotionale Reaktionen auswerten, greifen in Europa die Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung. Hersteller müssen dann transparent erklären, welche Daten verarbeitet und wofür sie genutzt werden.
Blick in die Zukunft
„Sing Drive“ zeigt, wie stark sich das Auto vom reinen Fortbewegungsmittel hin zur digitalen Erlebnisplattform entwickelt. Während Karaoke im Auto heute noch wie ein Nischenfeature wirkt, könnten interaktive Entertainment-Angebote in Zukunft zum festen Bestandteil moderner Fahrzeugkonzepte werden. Spätestens mit dem weiteren Fortschritt autonomer Fahrfunktionen dürfte der Bedarf steigen, Fahrgästen zusätzliche Unterhaltungsmöglichkeiten anzubieten.
Ob sich Karaoke im Auto tatsächlich als Massenmarkt etabliert, hängt jedoch nicht nur von der Technik ab. Entscheidend wird sein, wie gut Hersteller Sicherheit, Datenschutz und Nutzerkomfort miteinander verbinden können. Gerade in Deutschland bleibt die Balance zwischen Innovation und Verkehrssicherheit dabei ein zentraler Faktor.
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Günstigere Grafikkarte: AMD soll eine Radeon RX 9050 8 GB vorbereiten, erste Specs

Bis dato gibt es Radeon RX 9000 mit RDNA 4 als 9070 XT 16 GB, 9070 16 GB, 9060 XT 16 GB und 8 GB – sowie für OEMs in ausgewählten Märkten als RX 9060 8 GB und in China als RX 9070 GRE 12 GB. Doch ein weiteres Modell soll in Planung sein: die Radeon RX 9050 mit 8 GB VRAM.
Das berichtet VideoCardz, in diesem Fall unter Verweis auf eine eigene Quelle in der Industrie. Als Beleg wird der Screenshot der mutmaßlich authentischen Eckdaten angeführt.
Radeon RX 9060 vs. 9050
Denen zufolge setzt die Radeon RX 9050 auf den Chip-Ausbau der Radeon RX 9060 XT und damit mehr aktive Einheiten als die Radeon RX 9060, dafür fällt der Takt wesentlich niedriger aus – 2.600 statt über 3.100 MHz bei der Radeon RX 9060 XT stehen im Datenblatt. Auch die RX 9060 taktet mit 3.000 MHz laut Datenblatt deutlich höher. Der Speicherausbau soll mit 8 GB 18 Gbps schnellem GDDR6 hingegen dem der 9060 entsprechen.
14 Prozent mehr aktive Shader als die RX 9060, aber zugleich 13 Prozent weniger Takt am gleichen Speicherinterface legen für die RX 9050 dasselbe Leistungsniveau wie auf der RX 9060 nahe. Was genau AMD plant, bleibt abzuwarten.
VideoCardz weist darauf hin, dass die Informationen bis dato nur aus einer Quelle bereitgestellt wurden. Möglicherweise sind sie nicht korrekt, oder auch noch nicht final.
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Schnellere App-Starts in Windows 11: CPU-Boost laut Microsoft-Entwickler kein „Cheating“

Mit der „Low-Latency-Profile“-Funktion will Microsoft unter Windows 11 den Start von Apps beschleunigen, indem das Betriebssystem kurzzeitig die CPU hochtaktet. In sozialen Netzwerken wurde der Performance-Boost kontrovers diskutiert. Prominente Microsoft-Entwickler wehren sich nun gegen den „Cheating“-Vorwurf.
Der Kern der Diskussion ist die Frage: Sind solche Hardware-Boosts ein sinnvoller Ansatz oder lediglich ein Hack, um sich aufwändige Optimierungen zu sparen? Die Seite Neowin titelte etwa, Microsoft beschleunige Windows 11 auf die bequeme Tour. Entsprechende Vorwürfe äußern auch Nutzer.
Auf X reagierte nun Scott Hanselman. Der Microsoft-Entwickler erklärte angesichts kritischer Beiträge: „Alle modernen Betriebssysteme machen es, inklusive macOS und Linux.“ Dass man die CPU kurzzeitig hochtakte und Aufgaben priorisiere, sei keine Form von Cheating, sondern ein zeitgemäßer Ansatz.
Vorteile von bis zu 70 Prozent
Dass Microsoft das Low Latency Profile testet, wurde letzte Woche bekannt. Es handelt sich um eine versteckte Funktion, selbst im Insider Program ist der CPU-Boost noch nicht freigeschaltet. Der Code steckt aber bereits in Windows 11. Mit Apps wie ViVeTool ist es daher möglich, die Funktion zu aktivieren. Der bekannte Windows-Beobachter phantomofearth teilte die entsprechenden ID-Nummern.
Microsofts interne Messungen haben ergeben, dass Microsoft-Apps wie Outlook und Edge um bis zu 40 Prozent schneller starten sollen, wenn die CPU beim Öffnen für 1 bis 3 Sekunden auf das Maximum hochtaktet. Bei Windows-Elementen wie dem Startmenü sind es sogar 70 Prozent. Auch Drittanbieter-Apps sollen profitieren.
Externe Tests bestätigen Vorteile
Testläufe bestätigen, dass die Funktion tatsächlich Vorteile bringt. In der Analyse von Windows Latest heißt es, vor allem für Low-Budget-Systeme könnten die CPU-Boosts einen bedeutenden Unterschied machen. Das gilt bislang vor allem für Microsoft-Apps wie Outlook und Copilot. Bei Drittanbieter-Software funktioniert es demnach noch nicht. Derzeit befindet sich die Funktion aber noch in einer frühen Testphase.
Teil der Windows-11-Erneuerung
Dass Microsoft die Performance von Windows 11 steigern will, ist Teil der Rundumerneuerung, die intern unter dem Codenamen Windows K2 läuft. Ob der Einsatz von zusätzlichen Hardware-Ressourcen der richtige Weg ist, wird auch beim Preloading für den Datei-Explorer diskutiert. In diesem Fall kündigte Microsoft aber auch eine Vielzahl von Optimierungen an, um zentrale Bausteine des Betriebssystems geschmeidiger laufen zu lassen.
Dass Hardware-Boosts und Optimierungen keine Entweder-Oder-Frage sind, bestätigte Hanselman indes auch auf X. Das Ziel von Microsoft sei demnach, sowohl klassisch den Code zu entschlacken als auch die Hardware-Nutzung zu verbessern.
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