Künstliche Intelligenz
KI-Transparenz: EU-Kommission konkretisiert Regeln gegen digitale Täuschung
Mit der Veröffentlichung eines detaillierten Leitlinienentwurfs zum Artikel 50 des AI Acts am Freitag will die EU-Kommission Licht in das Dunkel automatisierter Interaktionen und künstlich erzeugter Inhalte bringen. Das Regelwerk unterscheidet dabei vier zentrale Kategorien, für die spezifische Transparenzpflichten gelten sollen.
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Im Fokus stehen zunächst interaktive KI-Systeme wie Sprachassistenten oder Chatbots. Diese sollen nach den Vorstellungen der Kommission so gestaltet sein, dass Nutzer unmissverständlich über ihr künstliches Gegenüber informiert werden. Anbieter können dabei selbst entscheiden, wie sie das machen, solange auch Kinder und andere besonders schützenswerte Gruppen effektiv geschützt werden.
Kennzeichnungspflicht für KI-Inhalte
Eine zweite Säule betrifft die Erstellung künstlicher Bilder, Videos oder Texte. Diese müssen künftig in einem maschinenlesbaren Format markiert sein und zudem „auffindbar als künstlich generiert oder manipuliert“ gekennzeichnet werden. Auch der Einsatz von Emotionserkennung oder biometrischer Kategorisierung unterliegt strengen Informationspflichten gegenüber den Betroffenen, heißt es im dritten Teil.
Besonders im Zentrum der Aufmerksamkeit steht aktuell die vierte Kategorie: Deepfakes sowie KI-generierte Texte zu Themen von öffentlichem Interesse müssen dem Entwurf zufolge klar als solche deklariert werden. Ausnahme: Sie dienen offensichtlich künstlerischen oder satirischen Zwecken. Die EU-Gesetzgeber einigten sich vorige Woche bereits auf ein Verbot von KI-Anwendungen, die sexualisierte Deepfakes produzieren („Nudifier-Apps“).
Die Kommission plant weitere praxisnahe Privilegien, um Innovationen und private Freiheiten nicht unnötig einzuschränken. So bleiben rein assistierende Funktionen wie eine automatische Grammatikkorrektur von den strengen Regeln befreit, wenn sie den Inhalt nicht „wesentlich verändern“.
Eine „rein persönliche, nicht-berufliche Tätigkeit“ soll von den Pflichten befreit bleiben. Wer lediglich eine KI-generierte Weihnachtskarte im privaten Kreis verschickt, muss diese also nicht kennzeichnen. Sobald jedoch privat erstellte Inhalte, die „Einfluss auf die politische Meinung nehmen können“, auf sozialen Plattformen verbreitet werden, greift die Kennzeichnungspflicht.
Fristen und Mitwirkung der Branche
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Betroffenen Unternehmen und Behörden sollen die Leitlinien helfen, die KI-Verordnung in „kohärenter, wirksamer und einheitlicher Weise“ einhalten zu können. Da die Transparenzpflichten ab dem 2. August 2026 verbindlich gelten, bleibt den Akteuren noch ein wenig Zeit für die technische Anpassung.
Die Kommission betont dabei die geteilte Verantwortung im Informationsökosystem: Auch Plattformen, die selbst keine KI-Inhalte erstellen, ermutigt sie, bestehende Kennzeichnungen beizubehalten. Das soll mit dazu beitragen, dass Nutzer nicht auf Täuschungen hereinfallen.
Interessierte haben bis zum 3. Juni die Option, sich im Rahmen einer Konsultation zu dem Vorschlag zu äußern. Die finale Fassung der Leitlinien soll kurz darauf stehen.
Die Kommission will ein wirksames Instrument gegen die Erosion der Wahrheit im digitalen Raum etablieren. Bürger sollen künftig jederzeit wissen, ob sie mit einem Algorithmus kommunizieren oder ob ein spektakuläres Video tatsächlich der Realität entspricht. Durch die enge Verzahnung der Initiative mit dem Verhaltenskodex für KI-Anbieter unterstreicht sie zugleich den ganzheitlichen Ansatz der europäischen Regulierung. Diese soll sowohl rechtliche Klarheit bringen als auch technologisch machbar sein.
(vbr)
Künstliche Intelligenz
Warum die Zukunft der deutschen Autos in China liegt
Im Erdgeschoss des Huawei-Stores dominieren weder Tablets noch Telefone. Die Besucher interessieren sich vor allem für Autos. Hier stehen ein Luxeed R7, ein Shangjie Z7 sowie ein Maextro S800. Die Namen sagen einem hierzulande nichts, denn der Laden liegt in der Nanjing Road, der Haupteinkaufsstraße von Shanghai. Es sind nur wenige Meter bis zum Ufer des Huangpu, von wo man einen beeindruckenden Blick auf die Skyline von Pudong mit seinen Wolkenkratzern und dem markanten Fernsehturm hat.
Den Luxeed produziert Chery, der Shangjie stammt von SAIC und die Maybach-artige Luxuslimousine Maextro von JAC. Was diese Autohersteller eint: Sie sind Mitglied von HIMA. Das steht für Harmony Intelligent Mobility Alliance. Sie wurde 2023 von Huawei ins Leben gerufen.
Während man bei dem Unternehmen zuerst an Smartphones und Router denkt, liefert das Huawei-Tochterunternehmen Yinwang Intelligent Technology das Betriebssystem für moderne Pkw. Die HIMA-Mitglieder bedienen sich aus einem Baukasten, der ein Autonomous Driving System (ADS), Harmony OS für Infotainment, Prozessoren, Cloud-Anbindung sowie das digitale Fahrzeugmanagementsystem namens Qiankun XMC umfasst.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Warum die Zukunft der deutschen Autos in China liegt“.
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Künstliche Intelligenz
Huawei Watch Fit 5 im Test: Vom Fitnesstracker zur starken Sportuhr
Präzise Pulsmessung, Apple-Watch-Optik und ein Preis von nur 199 Euro: Die Huawei Watch Fit 5 überzeugt im Test als günstige Sportuhr.
Die Huawei Watch Fit 5 ist die günstige Alternative zum Pro-Modell – einst als Fitness-Tracker mit GPS in Erscheinung getreten, hat sich die Smartwatch zur vollwertigen Sportuhr gemausert. Das Design erinnert erwartungsgemäß stark an die Apple Watch – viel mehr Gemeinsamkeiten gibt es allerdings nicht.
Statt Mobilfunkanbindung gibt es zwar nur Bluetooth, dafür hält der Akku rund eine Woche. Dazu kommen Gesundheits-Features und eine überaus genaue Pulsmessung. Warum die Uhr derzeit zu den spannendsten günstigen Sportuhren zählt, zeigt der Testbericht.
Design & Tragekomfort
Gegenüber dem Vorgänger hat sich optisch wenig getan. Die Abmessungen betragen 42,9 × 38,2 × 9,5 mm bei einem sehr niedrigen Gewicht von 27 g. Unweigerlich erinnert die Watch Fit 5 mit dem rechteckigen, aber abgerundeten Gehäuse aus Aluminium und einer oben platzierten Krone stark an die Apple Watch. Das trifft sogar noch mehr zu als bei der etwas kantigeren Watch Fit 5 Pro.
Dank des geringen Gewichts ist der Tragekomfort sehr hoch, man spürt die Uhr beim Tragen kaum, auch beim Sport oder im Schlaf stört sie nur wenig. Lediglich bei Stretchingübungen kann es schon mal vorkommen, dass man bei abgeknicktem Handgelenk an die Krone kommt.
Getestet haben wir das Modell mit hellgrüner Krone und grün-grauem Nylonarmband, das sich beim Tragen sehr angenehm anfühlt. Spült man die Uhr allerdings ab, dauert es etwas, bis das Band trocknet. Die anderen Farbvarianten gibt es mit Fluorelastomerband in Grün, Lila, Weiß und Schwarz – das Gehäuse ist dabei immer in Silber gehalten.
Display
Beim OLED-Display bleibt alles beim Alten: Die Diagonale beträgt 1,82 Zoll, die Auflösung von 480 × 408 Pixel liefert eine knackscharfe Darstellung mit satten Farben. Dabei zeigt sich der Display-Rand etwas dicker als beim neuen Pro-Modell. Saphirglas wie bei der Watch Fit 5 Pro gibt es nicht – lediglich Mineralglas kommt zum Einsatz.
Mit bis zu 2500 Nits Spitzenhelligkeit bleibt das Panel auch bei prallem Sonnenschein gut ablesbar – 500 Nits weniger als die Fit 5 Pro, in der Praxis aber vollkommen ausreichend fürs Training im Freien.
App & Bedienung
Dreh- und Angelpunkt ist die Huawei Health App. Wegen der US-Sanktionen fehlt sie im Google Play Store. Während iOS-, Samsung- und Honor-Nutzer die Anwendung im jeweiligen App-Store finden, müssen andere Android-User die App per Sideload über einen QR-Code installieren – die dafür nötigen Systemberechtigungen sollte man danach wieder zurücknehmen.
Steht die Bluetooth-Kopplung samt Huawei-Konto, präsentiert sich die Health-App aufgeräumt: Im Reiter „Health“ bündeln oben drei Ringe die Daten zu Bewegung, Training und Stehzeiten. Darunter finden Nutzer sämtliche relevanten Vitalwerte: das letzte Workout, Herzfrequenz, Schlafanalyse oder das emotionale Wohlbefinden sowie Blutsauerstoff (SpO2) und Hauttemperatur.
Im Reiter „Training“ warten vorgefertigte Lauf- und Kraftprogramme, unter „Geräte“ ein Watchface-Store. Wer mehr will – tiefere Analysen, Trainingspläne, Ernährungstipps – wird zusätzlich zur Kasse gebeten: Huawei Health Plus kostet 8 Euro im Monat oder 60 Euro im Jahr.
Navigiert wird zügig durch das selbsterklärende Harmony OS. Neben Touchscreen und den üblichen Wischgesten für Widgets und Quick-Settings gibt es eine dreh- und drückbare Krone, die butterweich durch Menüs scrollt, sowie eine frei belegbare Zusatztaste – ab Werk startet sie das Trainingsmenü. Einen Flugmodus gibt es nicht. Man kann lediglich die Uhr in den Einstellungen komplett vom Smartphone trennen.
Das App-Angebot auf der Watch Fit 5 bleibt überschaubar, deckt mit Petal Maps, Komoot-Routen und NFC-Zahlungen via Curve Pay aber nützliche Szenarien ab. Beim Thema Audio herrscht dagegen Retro-Vibe: Offline-Playlists von Spotify und Co. sucht man vergebens, stattdessen müssen klassische MP3s auf den Speicher geschoben werden. Alternativ funktioniert die Uhr als Fernbedienung für die Smartphone-Wiedergabe.
Beim Datenschutz macht Huawei vieles richtig: Daten europäischer Nutzer werden ausschließlich verschlüsselt gespeichert – auf dem Gerät selbst und auf europäischen Servern. Jede einzelne Messung erfordert eine separate Zustimmung in Uhr oder App. Beim Einrichten kostet das Nerven, dafür weiß man genau, was getrackt wird. Allerdings bleibt offen, ob beim Datentransfer in Nicht-EU-Länder immer die strengen europäischen Sicherheitsgarantien gelten.
Huawei Watch Fit 5 – Health App
Training & Fitness
Die Huawei Watch Fit 5 ist ein potenter Trainingsbegleiter mit Profilen für nahezu jede Sportart. Besonders die Pulsmessung überzeugt im Test mit hoher Genauigkeit: Verglichen mit einem Polar-Brustgurt liegt die Abweichung bei maximal zwei bis drei Schlägen – selbst beim intensiven Intervalltraining auf dem Spinning-Bike hält die Uhr souverän mit.
Nach jedem Workout kann man ein gezieltes Stretching mithilfe von animierten Darstellungen durchführen. Eine charmante Spielerei für den Büroalltag obendrauf: Bei längerer Inaktivität taucht ein virtueller Panda auf dem Display auf und lockt mit kleinen Mini-Workouts und Stretching-Übungen direkt am Schreibtisch.
Auch den VO2Max-Wert als Fitness-Indikator ermittelt die Smartwatch, allerdings nur beim Laufen oder Radfahren im Freien – ohne GPS gibt es hier keine Berechnung. Eine Messung des Blutsauerstoffgehalts ist ebenfalls an Bord. Dafür muss man die Uhr kurz stillhalten und das Zifferblatt nach oben ausrichten. Tennisspieler bekommen darüber hinaus einen eigenen Modus zur Schlagarm-Analyse – Voraussetzung: Die Uhr wandert ans Schlaghandgelenk.
Federn lassen muss die Watch Fit 5 dagegen im Wasser: Nach vier olympischen Bahnen behauptet sie, wir hätten fast 400 Meter zurückgelegt – tatsächlich waren es nur 200 Meter. Auch die Pulswerte beim Schwimmen wirken nicht sonderlich exakt. An Land läuft es deutlich runder: Die Positionsbestimmung per Dualband-GNSS arbeitet sehr präzise und liefert beim Wandern in Kombination mit dem Barometer auch ein recht genaues Höhenprofil.
Offline-Karten sind ebenfalls an Bord, zeigen jedoch nur wenige Details – für echte Navigation reicht das nicht, zumindest zurück zum Ausgangspunkt findet man aber problemlos. Wer seine Routen lieber extern plant, nutzt entweder die Komoot-Anbindung oder importiert eigene Strecken als GPX, TCX oder KML – beides läuft über die Health-App.
Gesundheit & Schlaf
Beim Gesundheits-Tracking liefert die Huawei Watch Fit 5 solide ab. Die EKG-Messung der Watch Fit 5 Pro fehlt zwar, dafür ist eine Erkennung von Pulswellen-Arrhythmie mit an Bord: Wer die Uhr regelmäßig tagsüber und nachts trägt, bekommt Hinweise auf Unregelmäßigkeiten der Herzfrequenz – mögliche Indizien für Herzrhythmusstörungen.
Ebenfalls erfasst die Smartwatch die Herzfrequenzvariabilität (HRV) – sofern in der Health-App die kontinuierliche Herzfrequenzmessung aktiviert ist. Die HRV beschreibt, wie stark die zeitlichen Abstände zwischen den einzelnen Herzschlägen schwanken. Hohe Werte sprechen für gute Erholung und Fitness, dauerhaft niedrige Werte können auf Stress oder Überlastung hindeuten.
Der Emotional Wellbeing Assistant wiederum will Stress und emotionales Befinden erkennen. Wie verlässlich die Daten sind, lässt sich schwer beurteilen – nach einem belastenden Streit mit einer nahestehenden Person schlug der Assistent in unserem Test allerdings prompt aus.
Auch die Schlafanalyse hat Huawei nachgeschärft. Die Ergebnisse wirken plausibler als beim Vorgänger, an einen Oura Ring kommen sie aber nicht ganz heran. Erfasst werden die üblichen Phasen: Tiefschlaf, Leichtschlaf, REM und Wachphasen. Allerdings übersieht die Uhr gelegentlich kurze Wachphasen oder verpasst den exakten Einschlafzeitpunkt – die Folge sind mal zu lange, mal zu kurze Schlafzeiten. Am Ende bleibt es eben eine Schätzung auf Basis von Herzschlag und Bewegung. Als Orientierung taugt die Auswertung trotzdem.
Ein Hauttemperatur-Sensor ist ebenfalls verbaut. Dieser ist vor allem fürs Zyklus-Tracking nützlich. Wie das funktioniert, zeigt unser Test der Huawei Watch GT 6 41 mm.
Weitere Features
Auf WLAN und Mobilfunk verzichtet die Watch Fit 5. Telefonieren geht trotzdem, sofern das Smartphone per Bluetooth gekoppelt ist. Die Sprachqualität ist kein Hi-Fi-Erlebnis, für ein kurzes Gespräch reicht sie aber.
Ein Neuzugang im Funktionsumfang ist die NFC-Bezahlfunktion, die Huawei seit März über den Drittanbieter Curve abwickelt. Dafür muss man die App zunächst auf dem Smartphone installieren, anschließend folgt eine Verifizierung per Gesichtsaufnahme, bevor man eine Zahlungsmethode hinterlegt. Über die Health-App wandert Curve dann auf die Uhr, wo es als primäres NFC-Zahlungsmittel festgelegt und mit einer PIN abgesichert wird. Im Alltag läuft das reibungslos.
Akku
Huawei gibt die Akkulaufzeit mit rund sieben Tagen im Normalbetrieb und zehn Tagen im Energiesparmodus an. Das deckt sich weitgehend mit unseren Testerfahrungen: Bei einer Woche intensiver Nutzung samt längerer Wanderung, täglichen Workouts und durchgehendem Tragen auch in der Nacht kamen wir auf knapp über fünf Tage. Wer weniger draußen unterwegs ist, schafft gut sechs bis sieben Tage. Geladen wird per magnetischem Puck mit USB-A-Anschluss – ein Netzteil legt Huawei nicht bei.
Preis
Die UVP der Huawei Watch Fit 5 liegt bei 199 Euro – und auf diesem Niveau bewegen sich aktuell auch die Straßenpreise. Erhältlich ist die Uhr in zwei Varianten: mit grau-grünem Nylonband und grüner Krone oder komplett in Silber mit Fluorelastomerband in Schwarz, Weiß, Grün oder Lila.
Zum Marktstart gibt es direkt bei Huawei bis zum 30.06.2026 einen Rabattcode in Höhe von 40 Euro, womit die Sportuhr schon für 159 Euro zu haben wäre – samt Garantieverlängerung auf insgesamt drei Jahre. Alternativ gibt es ein Sport Package für 259 Euro mit einem zusätzlichen Armband aus Fluorelastomer in Weiß sowie den Over-Ear-Kopfhörern Huawei FreeArc (Testbericht).
Fazit
Die Huawei Watch Fit 5 mag optisch an eine Apple Watch erinnern, ist im Kern aber eine waschechte Sportuhr – dem Status des reinen Fitness-Trackers ist sie längst entwachsen. Die Pulsmessung arbeitet überaus präzise und taugt sogar fürs Intervalltraining, dazu kommt eine breite Palette an Sportprofilen mit eigenem Tennis-Modus.
Auch beim Gesundheits-Tracking liefert die Uhr ab: Die Erkennung der Pulswellen-Arrhythmie kann ein Frühwarner für Herzrhythmusstörungen sein, die Schlafanalyse bleibt solide. Bis zu sieben Tage Akkulaufzeit und seit März eine NFC-Bezahlfunktion via Curve runden das Paket ab.
Wer eine vollwertige Smartwatch sucht, ist hier allerdings falsch: Das App-Angebot bleibt überschaubar, Mobilfunk und WLAN fehlen komplett. Android-Nutzer abseits von Samsung und Honor müssen zudem den umständlichen Sideload-Weg für die Health-App gehen.
Letztlich bekommt man mit der Huawei Watch Fit 5 eine günstige, aber präzise Sportuhr im quadratischen Design, die in dieser Preisklasse kaum Konkurrenz hat. Wer auf EKG verzichten kann, fährt mit ihr sogar besser als mit der teureren Fit 5 Pro.
Künstliche Intelligenz
Nutzloser Arbeitsspeicher mit Fake-Chips im Umlauf
Eine neue Variante des Speicherbetrugs kommt mit nachgebauten Speicherbausteinen aus Glasgewebe. Die Fake-Chips sind echten DRAM-Gehäusen aus Kunststoff nachgebildet, inklusive Beschriftung. Darin befinden sich aber keine echten Speicherchips. Die Module sind nutzlos.
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Das X-Mitglied „taki_pc_1115“ zeigt Bilder eines gefälschten Small Outline Dual Inline Memory Modules (SO-DIMM) für Notebooks, das vom japanischen Gebrauchtwarenmarkt stammt. Eine Yahoo-Auktion (nur mit VPN-Tunnel nach Japan aufrufbar) zeigt mehrere solcher SO-DIMMs. Der Verkäufer kann laut Beschreibung nicht versprechen, dass die Module funktionieren. Dabei ist offensichtlich, dass sie nicht lauffähig sind.

Oben die Fälschung, unten ein originales SO-DIMM von Samsung.
(Bild: taki_pc_1115 / X / heise medien)
Zahlreiche Unstimmigkeiten
Die gefälschten Speicherbausteine weisen eine untypische, helle Umrandung auf. Der bei DDR5-RAM vorgeschriebene Power-Management-Chip (PMIC) wurde durch schiefe SMD-Bauteile ersetzt. Die komplette Leiterplatte ist ungewöhnlich abgerundet. Zudem dürften die Goldkontakte an der Unterseite nicht alle identisch lang sein. Der Samsung-Aufkleber passt derweil nicht zu den vermeintlichen Speicherbausteinen des Konkurrenten SK Hynix.
Gefährlich ist das Potenzial hinter den Fälschungen. Wenn die Betrüger die Schwächen ausbügeln, wären die Fake-Module kaum noch von Originalen zu unterscheiden. In Zeiten der anhaltenden Speicherkrise gilt mehr denn je: bei Käufen besonders vorsichtig sein, insbesondere, wenn die Module schon gebraucht sind. In letzterem Fall ist eine Selbstabholung ratsam, bei der man sich den Speicher genau vor Ort anschauen kann.
Andere Betrugsmaschen setzen auf Billigchips, oft mit niedrigerer Kapazität als beworben. Solcher Speicher ist grundsätzlich lauffähig, erreicht typischerweise aber nicht die beworbene Geschwindigkeit. Aufgrund der hohen Speicherpreise stehen Arbeitsspeicher, SSDs und HDDs im Fokus von Betrügern.
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(mma)
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