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Harman Sing Drive: KI-Karaoke soll jede Autofahrt zum Erlebnis machen
Der Audio-Spezialist und Autozulieferer Harman treibt die Verschmelzung von Unterhaltung, künstlicher Intelligenz und Fahrzeugtechnik weiter voran. Mit „Sing Drive“ präsentiert das Unternehmen eine neue KI-gestützte Karaoke-Plattform für Autos, die Fahrten künftig interaktiver gestalten soll.
„Sing Drive“ richtet sich vor allem an moderne Connected Cars mit großem Infotainment-Display, Sprachsteuerung und Cloud-Anbindung. Ziel ist es, das Auto stärker als sozialen Erlebnisraum zu positionieren – insbesondere auf längeren Fahrten oder im Zeitalter autonomer Fahrzeuge.
Harman, seit 2017 Teil von Samsung Electronics, gehört zu den weltweit größten Zulieferern für Infotainment- und Audiosysteme im Automobilbereich. Bereits in den vergangenen Jahren experimentierte das Unternehmen gemeinsam mit Partnern wie Audi, Cariad und Stingray mit Karaoke- und Entertainment-Lösungen im Fahrzeug. „Sing Drive“ geht nun einen Schritt weiter und setzt verstärkt auf künstliche Intelligenz.
KI soll Karaoke persönlicher machen
Im Mittelpunkt der Plattform steht eine KI-Engine, die Musikgeschmack, Stimmung und Fahrkontext analysieren kann. Dadurch sollen automatisch passende Songs vorgeschlagen werden. Denkbar sind beispielsweise Playlists für Familienfahrten, Roadtrips oder gemeinsame Fahrten mit Freunden. Auch die Stimmen der Mitfahrenden könnten laut Harman in Echtzeit optimiert werden – etwa durch automatische Tonhöhenkorrektur, Hall-Effekte oder virtuelle Duette.
Die Plattform soll sich nahtlos in bestehende Infotainmentsysteme integrieren lassen. Über Smartphones oder die Fahrzeugoberfläche können Mitfahrer Songs auswählen, Playlists erstellen oder gegeneinander antreten. Besonders interessant ist dabei die Mehrbenutzer-Unterstützung: Mehrere Passagiere können parallel interagieren, angeblich ohne dass der Fahrer vom Verkehrsgeschehen abgelenkt wird.
Technisch gesehen passt „Sing Drive“ in die aktuelle Strategie vieler Autohersteller, Fahrzeuge stärker als digitale Erlebnisräume zu vermarkten. Große Displays, leistungsfähige Chips und schnelle Mobilfunkverbindungen schaffen die Grundlage dafür, Streaming- und Entertainment-Angebote direkt ins Auto zu bringen. Gerade Elektroautos bieten durch ihren leiseren Innenraum bessere Voraussetzungen für hochwertige Audio- und Sprachfunktionen.
Unterhaltung wird zum Verkaufsargument
Der Wettbewerb um digitale Dienste im Fahrzeug nimmt zu. Hersteller wie Tesla, BYD oder Nio setzen bereits seit Jahren auf integrierte Spiele-, Streaming- und Karaoke-Funktionen. Für viele Automarken werden solche Features zunehmend zum Differenzierungsmerkmal gegenüber klassischen Wettbewerbern, vor allem im asiatischen Raum, wo dem Infotainmentsystem eine weit größere Bedeutung beigemessen wird als der restlichen Konfiguration des Autos.
Harman positioniert sich dabei als Technologiepartner für die klassischen Hersteller. Das Unternehmen liefert die Plattform, die anschließend von Autoherstellern individuell angepasst werden kann. Dadurch könnten künftig unterschiedliche Marken eigene Karaoke- oder Entertainment-Erlebnisse anbieten, ohne die Technologie komplett selbst entwickeln zu müssen.
Mit dem Trend zum sogenannten „software-definierten Fahrzeug“ entstehen zudem neue Geschäftsmodelle. Karaoke-Abonnements, Premium-Soundeffekte oder zusätzliche Songpakete könnten künftig als digitale Zusatzdienste verkauft werden. Für Hersteller und Zulieferer eröffnen sich damit neue Einnahmequellen nach dem Fahrzeugverkauf.
Rechtliche Situation in Deutschland
In Deutschland dürfte eine solche Plattform allerdings nicht ohne Einschränkungen nutzbar sein. Grundsätzlich gilt: Der Fahrer darf durch Entertainment-Systeme nicht vom Straßenverkehr abgelenkt werden. Maßgeblich ist hier § 23 Absatz 1a der Straßenverkehrsordnung (StVO), der die Nutzung elektronischer Geräte während der Fahrt regelt.
Kritisch wird es insbesondere dann, wenn der Fahrer aktiv mit dem Display interagiert oder längere Zeit auf den Bildschirm blickt. Zwar sind Sprachsteuerung und kurze Blickzuwendungen erlaubt, komplexe Bedienvorgänge während der Fahrt können jedoch schnell problematisch werden. Hersteller müssen deshalb sicherstellen, dass bestimmte Funktionen nur im Stand oder ausschließlich für Beifahrer verfügbar sind.
Auch die Darstellung von Songtexten auf zentralen Displays könnte rechtlich problematisch sein, wenn sie den Fahrer zu stark ablenken. Deshalb setzen viele Anbieter auf einen sogenannten „Passenger Mode“, bei dem bestimmte Inhalte nur auf Beifahrer-Displays oder verbundenen Smartphones angezeigt werden.
Darüber hinaus entstehen Datenschutzfragen: Wenn KI-Systeme Stimmen analysieren, Nutzerprofile erstellen oder emotionale Reaktionen auswerten, greifen in Europa die Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung. Hersteller müssen dann transparent erklären, welche Daten verarbeitet und wofür sie genutzt werden.
Blick in die Zukunft
„Sing Drive“ zeigt, wie stark sich das Auto vom reinen Fortbewegungsmittel hin zur digitalen Erlebnisplattform entwickelt. Während Karaoke im Auto heute noch wie ein Nischenfeature wirkt, könnten interaktive Entertainment-Angebote in Zukunft zum festen Bestandteil moderner Fahrzeugkonzepte werden. Spätestens mit dem weiteren Fortschritt autonomer Fahrfunktionen dürfte der Bedarf steigen, Fahrgästen zusätzliche Unterhaltungsmöglichkeiten anzubieten.
Ob sich Karaoke im Auto tatsächlich als Massenmarkt etabliert, hängt jedoch nicht nur von der Technik ab. Entscheidend wird sein, wie gut Hersteller Sicherheit, Datenschutz und Nutzerkomfort miteinander verbinden können. Gerade in Deutschland bleibt die Balance zwischen Innovation und Verkehrssicherheit dabei ein zentraler Faktor.
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Günstigere Grafikkarte: AMD soll eine Radeon RX 9050 8 GB vorbereiten, erste Specs

Bis dato gibt es Radeon RX 9000 mit RDNA 4 als 9070 XT 16 GB, 9070 16 GB, 9060 XT 16 GB und 8 GB – sowie für OEMs in ausgewählten Märkten als RX 9060 8 GB und in China als RX 9070 GRE 12 GB. Doch ein weiteres Modell soll in Planung sein: die Radeon RX 9050 mit 8 GB VRAM.
Das berichtet VideoCardz, in diesem Fall unter Verweis auf eine eigene Quelle in der Industrie. Als Beleg wird der Screenshot der mutmaßlich authentischen Eckdaten angeführt.
Radeon RX 9060 vs. 9050
Denen zufolge setzt die Radeon RX 9050 auf den Chip-Ausbau der Radeon RX 9060 XT und damit mehr aktive Einheiten als die Radeon RX 9060, dafür fällt der Takt wesentlich niedriger aus – 2.600 statt über 3.100 MHz bei der Radeon RX 9060 XT stehen im Datenblatt. Auch die RX 9060 taktet mit 3.000 MHz laut Datenblatt deutlich höher. Der Speicherausbau soll mit 8 GB 18 Gbps schnellem GDDR6 hingegen dem der 9060 entsprechen.
14 Prozent mehr aktive Shader als die RX 9060, aber zugleich 13 Prozent weniger Takt am gleichen Speicherinterface legen für die RX 9050 dasselbe Leistungsniveau wie auf der RX 9060 nahe. Was genau AMD plant, bleibt abzuwarten.
VideoCardz weist darauf hin, dass die Informationen bis dato nur aus einer Quelle bereitgestellt wurden. Möglicherweise sind sie nicht korrekt, oder auch noch nicht final.
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Schnellere App-Starts in Windows 11: CPU-Boost laut Microsoft-Entwickler kein „Cheating“

Mit der „Low-Latency-Profile“-Funktion will Microsoft unter Windows 11 den Start von Apps beschleunigen, indem das Betriebssystem kurzzeitig die CPU hochtaktet. In sozialen Netzwerken wurde der Performance-Boost kontrovers diskutiert. Prominente Microsoft-Entwickler wehren sich nun gegen den „Cheating“-Vorwurf.
Der Kern der Diskussion ist die Frage: Sind solche Hardware-Boosts ein sinnvoller Ansatz oder lediglich ein Hack, um sich aufwändige Optimierungen zu sparen? Die Seite Neowin titelte etwa, Microsoft beschleunige Windows 11 auf die bequeme Tour. Entsprechende Vorwürfe äußern auch Nutzer.
Auf X reagierte nun Scott Hanselman. Der Microsoft-Entwickler erklärte angesichts kritischer Beiträge: „Alle modernen Betriebssysteme machen es, inklusive macOS und Linux.“ Dass man die CPU kurzzeitig hochtakte und Aufgaben priorisiere, sei keine Form von Cheating, sondern ein zeitgemäßer Ansatz.
Vorteile von bis zu 70 Prozent
Dass Microsoft das Low Latency Profile testet, wurde letzte Woche bekannt. Es handelt sich um eine versteckte Funktion, selbst im Insider Program ist der CPU-Boost noch nicht freigeschaltet. Der Code steckt aber bereits in Windows 11. Mit Apps wie ViVeTool ist es daher möglich, die Funktion zu aktivieren. Der bekannte Windows-Beobachter phantomofearth teilte die entsprechenden ID-Nummern.
Microsofts interne Messungen haben ergeben, dass Microsoft-Apps wie Outlook und Edge um bis zu 40 Prozent schneller starten sollen, wenn die CPU beim Öffnen für 1 bis 3 Sekunden auf das Maximum hochtaktet. Bei Windows-Elementen wie dem Startmenü sind es sogar 70 Prozent. Auch Drittanbieter-Apps sollen profitieren.
Externe Tests bestätigen Vorteile
Testläufe bestätigen, dass die Funktion tatsächlich Vorteile bringt. In der Analyse von Windows Latest heißt es, vor allem für Low-Budget-Systeme könnten die CPU-Boosts einen bedeutenden Unterschied machen. Das gilt bislang vor allem für Microsoft-Apps wie Outlook und Copilot. Bei Drittanbieter-Software funktioniert es demnach noch nicht. Derzeit befindet sich die Funktion aber noch in einer frühen Testphase.
Teil der Windows-11-Erneuerung
Dass Microsoft die Performance von Windows 11 steigern will, ist Teil der Rundumerneuerung, die intern unter dem Codenamen Windows K2 läuft. Ob der Einsatz von zusätzlichen Hardware-Ressourcen der richtige Weg ist, wird auch beim Preloading für den Datei-Explorer diskutiert. In diesem Fall kündigte Microsoft aber auch eine Vielzahl von Optimierungen an, um zentrale Bausteine des Betriebssystems geschmeidiger laufen zu lassen.
Dass Hardware-Boosts und Optimierungen keine Entweder-Oder-Frage sind, bestätigte Hanselman indes auch auf X. Das Ziel von Microsoft sei demnach, sowohl klassisch den Code zu entschlacken als auch die Hardware-Nutzung zu verbessern.
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20 Jahre ROG: Asus bringt Jubiläumsedition der Crosshair-Mainboards

Die Marke „Republic of Gamers“ (kurz ROG) feiert in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen. Asus widmet diesem Anlass eine Sonderedition: Inspiriert vom allerersten ROG-Mainboard der Reihe Crosshair Extreme, soll es eine 20th Anniversary Edition geben. Vor der Enthüllung gibt es erste Ausschnitte zu sehen.
Auf Instagram hat Asus ROG ein kurzes Teaser-Video mit der Beschreibung „A Legend Reborn, Coming Soon…“ veröffentlicht. Zu sehen sind Teile des Jubiläums-Mainboards der Crosshair-Serie. Die Farbe der Kühlkörper erinnert zumindest an Kupfer, wie es damals beim Original aus dem Jahr 2006 zum Einsatz kam. Auch das alte ROG-Logo ist zu sehen.
Erst gestern hatte Asus in einem Tweet das allererste Mainboard der ROG-Familie gezeigt. ComputerBase hat die Marke von Anfang an begleitet und im Jahr 2006 das erste Crosshair-Mainboard getestet.
Dass Asus anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Marke eines oder sogar mehrere spezielle Mainboards herausbringt, hatte sich zuvor bereits angedeutet. In der EEC-Datenbank waren die Namen „ROG Crosshair X870E Edition 20“ sowie „ROG Crosshair 2006“ aufgetaucht.
Alles deutet darauf hin, dass Asus die Jubiläumsedition im Rahmen der Computex 2026 Anfang Juni enthüllen wird.
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