Künstliche Intelligenz
Nutzloser Arbeitsspeicher mit Fake-Chips im Umlauf
Eine neue Variante des Speicherbetrugs kommt mit nachgebauten Speicherbausteinen aus Glasgewebe. Die Fake-Chips sind echten DRAM-Gehäusen aus Kunststoff nachgebildet, inklusive Beschriftung. Darin befinden sich aber keine echten Speicherchips. Die Module sind nutzlos.
Weiterlesen nach der Anzeige
Das X-Mitglied „taki_pc_1115“ zeigt Bilder eines gefälschten Small Outline Dual Inline Memory Modules (SO-DIMM) für Notebooks, das vom japanischen Gebrauchtwarenmarkt stammt. Eine Yahoo-Auktion (nur mit VPN-Tunnel nach Japan aufrufbar) zeigt mehrere solcher SO-DIMMs. Der Verkäufer kann laut Beschreibung nicht versprechen, dass die Module funktionieren. Dabei ist offensichtlich, dass sie nicht lauffähig sind.

Oben die Fälschung, unten ein originales SO-DIMM von Samsung.
(Bild: taki_pc_1115 / X / heise medien)
Zahlreiche Unstimmigkeiten
Die gefälschten Speicherbausteine weisen eine untypische, helle Umrandung auf. Der bei DDR5-RAM vorgeschriebene Power-Management-Chip (PMIC) wurde durch schiefe SMD-Bauteile ersetzt. Die komplette Leiterplatte ist ungewöhnlich abgerundet. Zudem dürften die Goldkontakte an der Unterseite nicht alle identisch lang sein. Der Samsung-Aufkleber passt derweil nicht zu den vermeintlichen Speicherbausteinen des Konkurrenten SK Hynix.
Gefährlich ist das Potenzial hinter den Fälschungen. Wenn die Betrüger die Schwächen ausbügeln, wären die Fake-Module kaum noch von Originalen zu unterscheiden. In Zeiten der anhaltenden Speicherkrise gilt mehr denn je: bei Käufen besonders vorsichtig sein, insbesondere, wenn die Module schon gebraucht sind. In letzterem Fall ist eine Selbstabholung ratsam, bei der man sich den Speicher genau vor Ort anschauen kann.
Andere Betrugsmaschen setzen auf Billigchips, oft mit niedrigerer Kapazität als beworben. Solcher Speicher ist grundsätzlich lauffähig, erreicht typischerweise aber nicht die beworbene Geschwindigkeit. Aufgrund der hohen Speicherpreise stehen Arbeitsspeicher, SSDs und HDDs im Fokus von Betrügern.
Weiterlesen nach der Anzeige
(mma)
Künstliche Intelligenz
KI kann den Chef ersetzen – aber nicht mich
Fast jeder dritte Beschäftigte in Deutschland traut einer KI zu, den eigenen Chef zu ersetzen. Konkret halten 29 Prozent ihre Vorgesetzten für entbehrlich, sobald eine künstliche Intelligenz deren Aufgaben übernehmen könnte. Die eigene Tätigkeit schätzen dagegen nur 23 Prozent als weitgehend automatisierbar ein. 22 Prozent berichten zudem, dass ihr Arbeitgeber Stellen wegen KI nicht mehr nachbesetzt oder bereits abbaut. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Branchenverbands Bitkom hervor.
Weiterlesen nach der Anzeige
Der Bitkom sieht in KI eine Antwort auf den demografischen Wandel und einen möglichen Fachkräftemangel. „Aufgrund der demografischen Entwicklung wird es in Deutschland in den kommenden Jahren mehr Arbeit als Arbeitskräfte geben. KI wird eine Antwort auf die sich abzeichnende Arbeitskräftelücke sein“, sagt Susanne Dehmel, Mitglied der Bitkom-Geschäftsleitung. Unternehmen und Politik müssten die Gesellschaft auf die neue Arbeitswelt vorbereiten und Beschäftigte gezielt qualifizieren.
KI-Nutzung am Arbeitsplatz verdoppelt sich
In vielen Betrieben gehören KI-Werkzeuge inzwischen zum Alltag. 38 Prozent der Erwerbstätigen haben über ihren Arbeitgeber Zugriff auf entsprechende Anwendungen. 27 Prozent nutzen diese auch aktiv, weitere 11 Prozent lassen den Zugang ungenutzt.
Ein ähnliches Bild zeichnet der HR-Monitor 2026 der Unternehmensberatung McKinsey: Die regelmäßige Nutzung von KI-Anwendungen am Arbeitsplatz hat sich in Deutschland binnen eines Jahres von 19 auf 38 Prozent verdoppelt. Beim Tempo der Einführung kommt die Weiterbildung allerdings nicht hinterher. Eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag des TÜV-Verbands zeigt, dass die Hälfte der befragten Unternehmen einen hohen oder sehr hohen Qualifizierungsbedarf ihrer Beschäftigten im Umgang mit KI sieht.
Besonders groß ist die Lücke bei kleinen Unternehmen: Während fast jedes zweite Großunternehmen (49 Prozent) bereits KI-Schulungen angeboten hat, liegt der Anteil bei kleinen Betrieben bei nur 21 Prozent.
Viele Beschäftigte ohne Zugang zu KI-Tools
Weiterlesen nach der Anzeige
Verbreitet ist KI im Arbeitsalltag aber längst nicht überall. 31 Prozent der Befragten geben laut Bitkom an, dass ihr Arbeitgeber keine KI-Anwendungen bereitstellt. Weitere 26 Prozent wissen es schlicht nicht, vier Prozent machten keine Angaben.
Für die aktuelle Erhebung befragte Bitkom Research im Februar und März 2026 telefonisch 1003 Personen ab 16 Jahren in Deutschland, darunter 550 Erwerbstätige.
(fo)
Künstliche Intelligenz
Gmail: Erneut Probleme mit Exchange ActiveSync
Im Dezember vergangenen Jahres wurden Probleme der Gmail-App von Google beim Verarbeiten von E-Mails mit dem Exchange-ActiveSync-Protokoll bekannt. Das schien Mitte Januar gefixt. Nun beschweren sich erneut viele Nutzer, dass ihre Gmail-App keine E-Mails mehr von Exchange-Online-Konten abholen kann.
Weiterlesen nach der Anzeige
Im sozialen Netzwerk Reddit startete vor knapp zwei Wochen ein neuer Thread, in dem sich zahlreiche Nutzerinnen und Nutzer über erneute Schwierigkeiten der Gmail-App austauschen. Demnach gelingt das Login in den Microsoft-365-Exchange-Online-Zugang nicht mehr. Eine Fehlermeldung deutet in die Richtung, die Konto-Informationen zu prüfen oder eine moderne Authentifizierung zu nutzen.
Lösungen wie das Löschen von App-Caches und -Daten sowie Zugängen und erneutem Anlegen sind teils nur von kurzer Dauer und helfen oftmals auch gar nicht. Manche kommen auch nicht mehr in das Konto danach, trotz korrektem Passwort und zweiten Faktor in der App. Auch wenn der Effekt ähnlich klingt wie die Ende April aufgetretenen Probleme unter iOS auf den Maildienst Outlook respektive Hotmail, scheint das nicht miteinander zusammenzuhängen.
Google erhält viele Problemmeldungen
Aber auch bei Google selbst melden sich viele im Issue Tracker, dem Bug-Tracking-System des Unternehmens. Dort findet sich auch ein Beitrag, dem zufolge auch ein Unternehmensnetz mit 150 MDM-verwalteten XCover-Geräten von dem Problem betroffen ist. Da ist der Switch zu Outlook als (temporäre) Gegenmaßnahme nicht so einfach umzusetzen wie für Einzelpersonen.
Als Ursache vermuten einige User, dass das Erzwingen des Exchange-ActiveSync-Protokolls in Version 16.1 seit dem 1. März 2026 Auslöser der Probleme sein könnte. Gmail unterstützt demnach die Protokollversion noch nicht. Es ist völlig unklar, ob das tatsächlich die Ursache für die beobachteten Probleme ist. Google hat sich noch nicht öffentlich dazu geäußert.
Derzeit gibt es noch keine allgemeingültige Lösung für das Problem. Auf Anfrage von heise online reagierte Google nicht umgehend. Wir reichen hilfreiche Hinweise nach, wenn sie eintreffen.
Weiterlesen nach der Anzeige
(dmk)
Künstliche Intelligenz
Insider zur Vision Pro: Keine neue Hardware in den kommenden zwei Jahren
Wie geht es weiter mit der Vision Pro? Laut Bloomberg-Reporter Mark Gurman ist das teure Mixed-Reality-Headset mit (sehr) hoher Auflösung bei Apple zwar noch nicht endgültig beerdigt, wie manche Beobachter vermutet haben. Doch die Arbeit gehe nur noch langsam voran, nachdem Apple Teams aufgelöst beziehungsweise Mitarbeiter in andere Abteilungen versetzt hat, schreibt Gurman in seinem Newsletter vom Sonntag.
Weiterlesen nach der Anzeige
Pflege auf Sparflamme, keine Einstellung
Die Arbeit an einem stark verbesserten neuen Headset soll Apple „depriorisiert“ haben – zumindest auf absehbare Zeit. Es sei aber denkbar, dass ein weiteres Modell in den kommenden zwei Jahren erscheint. Die Arbeit an starken Verbesserungen, etwa einer (deutlich) leichteren Hardware und/oder einem integrierten Akku („Vision Air“) soll Apple jedoch zunächst aufgegeben haben.
Die Software- und Technikseite des Projekts ist aber keineswegs aus der Welt. Apple sieht visionOS demnach als Grundlage für künftige Smartglasses mit Bildschirm, die weiterhin „hohe Priorität“ für Apple haben sollen. visionOS 27 werde jedoch nur wenig Neuerungen bekommen. Die weitere Pflege ist aber sichergestellt, auch um Kunden, die 3700 Euro und mehr investiert haben, nicht zu enttäuschen.
Ternus war kein Fan, will aber Smartglasses
Interessant: Apple sucht über seine Jobs-Website nach wie vor Menschen, die an visionOS und Mixed Reality arbeiten – sowie an Vision-Pro-Hardware. Allerdings soll letzteres eine Finte sein, denn Apple macht keine Angaben zu künftigen Smartglasses mit Bildschirm. Das heißt: Vision-Pro-Bewerber könnten auch auf solche Projekte angesetzt werden. Apples nächster CEO, John Ternus, soll laut dem Bericht kein großer Fan des Headsets gewesen sein, sieht aber das Thema Smartglasses ebenfalls als wichtig an. Denkbar ist außerdem, dass neue Technologien und Materialien, an denen Apple parallel forscht, dazu führen könnten, dass die Vision Pro leichter und billiger wird.
Viele von Apples Topmanagern, so Gurman, hätten die Vision Pro in ihrer aktuellen Inkarnation bereits „abgeschrieben“ – aufgrund des Preises und des Gewichts. „Sie glauben aber an Brillen und dass die Vision Pro ein Sprungbrett für diese Vision ist.“ Das sind letztlich gute Nachrichten für Besitzer des Headsets, doch Neukäufer dürfte das kaum anlocken. Immerhin: visionOS 27 soll auch die neuen KI-Funktionen bekommen, die mit iOS 27 und Co. erwartet werden.
Weiterlesen nach der Anzeige
(bsc)
-
Künstliche Intelligenzvor 3 Monaten
Top 10: Die beste kabellose Überwachungskamera im Test – Akku, WLAN, LTE & Solar
-
Social Mediavor 2 MonatenCommunity Management und Zielgruppen-Analyse: Die besten Insights aus Blog und Podcast
-
Social Mediavor 3 MonatenCommunity Management zwischen Reichweite und Verantwortung
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 3 MonatenIntel Nova Lake aus N2P-Fertigung: 8P+16E-Kerne samt 144 MB L3-Cache werden ~150 mm² groß
-
Entwicklung & Codevor 2 MonatenCommunity-Protest erfolgreich: Galera bleibt Open Source in MariaDB
-
Künstliche Intelligenzvor 2 MonatenBlade‑Battery 2.0 und Flash-Charger: BYD beschleunigt Laden weiter
-
Künstliche Intelligenzvor 2 Monaten
Top 10: Der beste Luftgütesensor im Test – CO₂, Schadstoffe & Schimmel im Blick
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 2 MonatenMähroboter ohne Begrenzungsdraht für Gärten mit bis zu 300 m²
