Künstliche Intelligenz
Huawei Watch Fit 5 im Test: Vom Fitnesstracker zur starken Sportuhr
Präzise Pulsmessung, Apple-Watch-Optik und ein Preis von nur 199 Euro: Die Huawei Watch Fit 5 überzeugt im Test als günstige Sportuhr.
Die Huawei Watch Fit 5 ist die günstige Alternative zum Pro-Modell – einst als Fitness-Tracker mit GPS in Erscheinung getreten, hat sich die Smartwatch zur vollwertigen Sportuhr gemausert. Das Design erinnert erwartungsgemäß stark an die Apple Watch – viel mehr Gemeinsamkeiten gibt es allerdings nicht.
Statt Mobilfunkanbindung gibt es zwar nur Bluetooth, dafür hält der Akku rund eine Woche. Dazu kommen Gesundheits-Features und eine überaus genaue Pulsmessung. Warum die Uhr derzeit zu den spannendsten günstigen Sportuhren zählt, zeigt der Testbericht.
Design & Tragekomfort
Gegenüber dem Vorgänger hat sich optisch wenig getan. Die Abmessungen betragen 42,9 × 38,2 × 9,5 mm bei einem sehr niedrigen Gewicht von 27 g. Unweigerlich erinnert die Watch Fit 5 mit dem rechteckigen, aber abgerundeten Gehäuse aus Aluminium und einer oben platzierten Krone stark an die Apple Watch. Das trifft sogar noch mehr zu als bei der etwas kantigeren Watch Fit 5 Pro.
Dank des geringen Gewichts ist der Tragekomfort sehr hoch, man spürt die Uhr beim Tragen kaum, auch beim Sport oder im Schlaf stört sie nur wenig. Lediglich bei Stretchingübungen kann es schon mal vorkommen, dass man bei abgeknicktem Handgelenk an die Krone kommt.
Getestet haben wir das Modell mit hellgrüner Krone und grün-grauem Nylonarmband, das sich beim Tragen sehr angenehm anfühlt. Spült man die Uhr allerdings ab, dauert es etwas, bis das Band trocknet. Die anderen Farbvarianten gibt es mit Fluorelastomerband in Grün, Lila, Weiß und Schwarz – das Gehäuse ist dabei immer in Silber gehalten.
Display
Beim OLED-Display bleibt alles beim Alten: Die Diagonale beträgt 1,82 Zoll, die Auflösung von 480 × 408 Pixel liefert eine knackscharfe Darstellung mit satten Farben. Dabei zeigt sich der Display-Rand etwas dicker als beim neuen Pro-Modell. Saphirglas wie bei der Watch Fit 5 Pro gibt es nicht – lediglich Mineralglas kommt zum Einsatz.
Mit bis zu 2500 Nits Spitzenhelligkeit bleibt das Panel auch bei prallem Sonnenschein gut ablesbar – 500 Nits weniger als die Fit 5 Pro, in der Praxis aber vollkommen ausreichend fürs Training im Freien.
App & Bedienung
Dreh- und Angelpunkt ist die Huawei Health App. Wegen der US-Sanktionen fehlt sie im Google Play Store. Während iOS-, Samsung- und Honor-Nutzer die Anwendung im jeweiligen App-Store finden, müssen andere Android-User die App per Sideload über einen QR-Code installieren – die dafür nötigen Systemberechtigungen sollte man danach wieder zurücknehmen.
Steht die Bluetooth-Kopplung samt Huawei-Konto, präsentiert sich die Health-App aufgeräumt: Im Reiter „Health“ bündeln oben drei Ringe die Daten zu Bewegung, Training und Stehzeiten. Darunter finden Nutzer sämtliche relevanten Vitalwerte: das letzte Workout, Herzfrequenz, Schlafanalyse oder das emotionale Wohlbefinden sowie Blutsauerstoff (SpO2) und Hauttemperatur.
Im Reiter „Training“ warten vorgefertigte Lauf- und Kraftprogramme, unter „Geräte“ ein Watchface-Store. Wer mehr will – tiefere Analysen, Trainingspläne, Ernährungstipps – wird zusätzlich zur Kasse gebeten: Huawei Health Plus kostet 8 Euro im Monat oder 60 Euro im Jahr.
Navigiert wird zügig durch das selbsterklärende Harmony OS. Neben Touchscreen und den üblichen Wischgesten für Widgets und Quick-Settings gibt es eine dreh- und drückbare Krone, die butterweich durch Menüs scrollt, sowie eine frei belegbare Zusatztaste – ab Werk startet sie das Trainingsmenü. Einen Flugmodus gibt es nicht. Man kann lediglich die Uhr in den Einstellungen komplett vom Smartphone trennen.
Das App-Angebot auf der Watch Fit 5 bleibt überschaubar, deckt mit Petal Maps, Komoot-Routen und NFC-Zahlungen via Curve Pay aber nützliche Szenarien ab. Beim Thema Audio herrscht dagegen Retro-Vibe: Offline-Playlists von Spotify und Co. sucht man vergebens, stattdessen müssen klassische MP3s auf den Speicher geschoben werden. Alternativ funktioniert die Uhr als Fernbedienung für die Smartphone-Wiedergabe.
Beim Datenschutz macht Huawei vieles richtig: Daten europäischer Nutzer werden ausschließlich verschlüsselt gespeichert – auf dem Gerät selbst und auf europäischen Servern. Jede einzelne Messung erfordert eine separate Zustimmung in Uhr oder App. Beim Einrichten kostet das Nerven, dafür weiß man genau, was getrackt wird. Allerdings bleibt offen, ob beim Datentransfer in Nicht-EU-Länder immer die strengen europäischen Sicherheitsgarantien gelten.
Huawei Watch Fit 5 – Health App
Training & Fitness
Die Huawei Watch Fit 5 ist ein potenter Trainingsbegleiter mit Profilen für nahezu jede Sportart. Besonders die Pulsmessung überzeugt im Test mit hoher Genauigkeit: Verglichen mit einem Polar-Brustgurt liegt die Abweichung bei maximal zwei bis drei Schlägen – selbst beim intensiven Intervalltraining auf dem Spinning-Bike hält die Uhr souverän mit.
Nach jedem Workout kann man ein gezieltes Stretching mithilfe von animierten Darstellungen durchführen. Eine charmante Spielerei für den Büroalltag obendrauf: Bei längerer Inaktivität taucht ein virtueller Panda auf dem Display auf und lockt mit kleinen Mini-Workouts und Stretching-Übungen direkt am Schreibtisch.
Auch den VO2Max-Wert als Fitness-Indikator ermittelt die Smartwatch, allerdings nur beim Laufen oder Radfahren im Freien – ohne GPS gibt es hier keine Berechnung. Eine Messung des Blutsauerstoffgehalts ist ebenfalls an Bord. Dafür muss man die Uhr kurz stillhalten und das Zifferblatt nach oben ausrichten. Tennisspieler bekommen darüber hinaus einen eigenen Modus zur Schlagarm-Analyse – Voraussetzung: Die Uhr wandert ans Schlaghandgelenk.
Federn lassen muss die Watch Fit 5 dagegen im Wasser: Nach vier olympischen Bahnen behauptet sie, wir hätten fast 400 Meter zurückgelegt – tatsächlich waren es nur 200 Meter. Auch die Pulswerte beim Schwimmen wirken nicht sonderlich exakt. An Land läuft es deutlich runder: Die Positionsbestimmung per Dualband-GNSS arbeitet sehr präzise und liefert beim Wandern in Kombination mit dem Barometer auch ein recht genaues Höhenprofil.
Offline-Karten sind ebenfalls an Bord, zeigen jedoch nur wenige Details – für echte Navigation reicht das nicht, zumindest zurück zum Ausgangspunkt findet man aber problemlos. Wer seine Routen lieber extern plant, nutzt entweder die Komoot-Anbindung oder importiert eigene Strecken als GPX, TCX oder KML – beides läuft über die Health-App.
Gesundheit & Schlaf
Beim Gesundheits-Tracking liefert die Huawei Watch Fit 5 solide ab. Die EKG-Messung der Watch Fit 5 Pro fehlt zwar, dafür ist eine Erkennung von Pulswellen-Arrhythmie mit an Bord: Wer die Uhr regelmäßig tagsüber und nachts trägt, bekommt Hinweise auf Unregelmäßigkeiten der Herzfrequenz – mögliche Indizien für Herzrhythmusstörungen.
Ebenfalls erfasst die Smartwatch die Herzfrequenzvariabilität (HRV) – sofern in der Health-App die kontinuierliche Herzfrequenzmessung aktiviert ist. Die HRV beschreibt, wie stark die zeitlichen Abstände zwischen den einzelnen Herzschlägen schwanken. Hohe Werte sprechen für gute Erholung und Fitness, dauerhaft niedrige Werte können auf Stress oder Überlastung hindeuten.
Der Emotional Wellbeing Assistant wiederum will Stress und emotionales Befinden erkennen. Wie verlässlich die Daten sind, lässt sich schwer beurteilen – nach einem belastenden Streit mit einer nahestehenden Person schlug der Assistent in unserem Test allerdings prompt aus.
Auch die Schlafanalyse hat Huawei nachgeschärft. Die Ergebnisse wirken plausibler als beim Vorgänger, an einen Oura Ring kommen sie aber nicht ganz heran. Erfasst werden die üblichen Phasen: Tiefschlaf, Leichtschlaf, REM und Wachphasen. Allerdings übersieht die Uhr gelegentlich kurze Wachphasen oder verpasst den exakten Einschlafzeitpunkt – die Folge sind mal zu lange, mal zu kurze Schlafzeiten. Am Ende bleibt es eben eine Schätzung auf Basis von Herzschlag und Bewegung. Als Orientierung taugt die Auswertung trotzdem.
Ein Hauttemperatur-Sensor ist ebenfalls verbaut. Dieser ist vor allem fürs Zyklus-Tracking nützlich. Wie das funktioniert, zeigt unser Test der Huawei Watch GT 6 41 mm.
Weitere Features
Auf WLAN und Mobilfunk verzichtet die Watch Fit 5. Telefonieren geht trotzdem, sofern das Smartphone per Bluetooth gekoppelt ist. Die Sprachqualität ist kein Hi-Fi-Erlebnis, für ein kurzes Gespräch reicht sie aber.
Ein Neuzugang im Funktionsumfang ist die NFC-Bezahlfunktion, die Huawei seit März über den Drittanbieter Curve abwickelt. Dafür muss man die App zunächst auf dem Smartphone installieren, anschließend folgt eine Verifizierung per Gesichtsaufnahme, bevor man eine Zahlungsmethode hinterlegt. Über die Health-App wandert Curve dann auf die Uhr, wo es als primäres NFC-Zahlungsmittel festgelegt und mit einer PIN abgesichert wird. Im Alltag läuft das reibungslos.
Akku
Huawei gibt die Akkulaufzeit mit rund sieben Tagen im Normalbetrieb und zehn Tagen im Energiesparmodus an. Das deckt sich weitgehend mit unseren Testerfahrungen: Bei einer Woche intensiver Nutzung samt längerer Wanderung, täglichen Workouts und durchgehendem Tragen auch in der Nacht kamen wir auf knapp über fünf Tage. Wer weniger draußen unterwegs ist, schafft gut sechs bis sieben Tage. Geladen wird per magnetischem Puck mit USB-A-Anschluss – ein Netzteil legt Huawei nicht bei.
Preis
Die UVP der Huawei Watch Fit 5 liegt bei 199 Euro – und auf diesem Niveau bewegen sich aktuell auch die Straßenpreise. Erhältlich ist die Uhr in zwei Varianten: mit grau-grünem Nylonband und grüner Krone oder komplett in Silber mit Fluorelastomerband in Schwarz, Weiß, Grün oder Lila.
Zum Marktstart gibt es direkt bei Huawei bis zum 30.06.2026 einen Rabattcode in Höhe von 40 Euro, womit die Sportuhr schon für 159 Euro zu haben wäre – samt Garantieverlängerung auf insgesamt drei Jahre. Alternativ gibt es ein Sport Package für 259 Euro mit einem zusätzlichen Armband aus Fluorelastomer in Weiß sowie den Over-Ear-Kopfhörern Huawei FreeArc (Testbericht).
Fazit
Die Huawei Watch Fit 5 mag optisch an eine Apple Watch erinnern, ist im Kern aber eine waschechte Sportuhr – dem Status des reinen Fitness-Trackers ist sie längst entwachsen. Die Pulsmessung arbeitet überaus präzise und taugt sogar fürs Intervalltraining, dazu kommt eine breite Palette an Sportprofilen mit eigenem Tennis-Modus.
Auch beim Gesundheits-Tracking liefert die Uhr ab: Die Erkennung der Pulswellen-Arrhythmie kann ein Frühwarner für Herzrhythmusstörungen sein, die Schlafanalyse bleibt solide. Bis zu sieben Tage Akkulaufzeit und seit März eine NFC-Bezahlfunktion via Curve runden das Paket ab.
Wer eine vollwertige Smartwatch sucht, ist hier allerdings falsch: Das App-Angebot bleibt überschaubar, Mobilfunk und WLAN fehlen komplett. Android-Nutzer abseits von Samsung und Honor müssen zudem den umständlichen Sideload-Weg für die Health-App gehen.
Letztlich bekommt man mit der Huawei Watch Fit 5 eine günstige, aber präzise Sportuhr im quadratischen Design, die in dieser Preisklasse kaum Konkurrenz hat. Wer auf EKG verzichten kann, fährt mit ihr sogar besser als mit der teureren Fit 5 Pro.
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Australische Kinder nutzen Soziale Netze trotz Verbots
[Link auf https://www.esafety.gov.au/research/under-the-new-age-restrictions-early-insights-from-australian-parents]„Age bans won’t work“, haben Experten gewarnt, als Australien im Eilverfahren beschlossen hat, Kinder und Jugendliche aus großen Sozialen Netzen zu verbannen. „Rechtliche Altersgrenzen werden nicht funktionieren.“ Es war das erste Land mit so einem Verbot, inzwischen gibt es Nachahmer. Eine Befragung 400 Betroffener zeigt, dass die Warnung gerechtfertigt war. Die Nutzung ist scheint kaum zurückgegangen: 86 Prozent der Betroffenen haben angegeben, in der Woche vor der Befragung mindestens eine verbotene Plattform genutzt.
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Das Verbot ist am 10. Dezember 2025 in Kraft getreten und gilt für Meta Platforms (Facebook, Instagram, Threads, nicht aber Whatsapp), Kick, Reddit, Snapchat, TikTok, Twitch, X und YouTube. Vor dem Verbot haben 95 Prozent der Kinder (12 und 13 Jahre alt, n=139) angegeben, mindestens eines dieser Angebote in der Woche vor der Befragung genutzt zu haben, 60 Prozent sogar jeden Tag dieser Woche. In der zweiten Befragung, drei Monate nach Inkrafttreten des Verbots, sind diese Werte nur geringfügig gefallen: auf 86 Prozent, respektive 52 Prozent für tägliche Nutzung.
Bei den befragten 14- und 15-Jährigen (n=197) ging es von 98 Prozent auf 89 Prozent (Nutzung in der zurückliegenden Woche), beziehungsweise von 77 Prozent auf 65 Prozent für tägliche Nutzung. Ebenfalls einbezogen wurden ältere Jugendliche (16+, n=100), für die die rechtlichen Beschränkungen nicht gelten. Sie zeigen einen ähnlichen Trend: Statt 100 Prozent haben nur noch 96 Prozent eines der Angebote in der Woche vorher genutzt. Die tägliche Nutzung haben nach 89 Prozent nur noch 85 Prozent zugegeben.
Dass ihre Zahlen repräsentativ seien, nimmt die Forschergruppe um Courtney Barnes und Alix Hall von der australischen Universität Newcastle nicht in Anspruch. Zwar haben sie sich einen Teil der online und telefonisch eingeholten Antworten durch Screenshots belegen lassen; doch leben zwei Drittel der Teilnehmer in einem einzelnen Staat Australiens (Neusüdwales). Fast alle sind in Australien geboren und sprechen zu Hause Englisch, 69 Prozent leben in wohlhabenderen Haushalten. Zudem ist die Stichprobe nicht groß: Von insgesamt 436 im Vorjahr Befragten waren in der zweiten Runde noch 408 mit dabei, das Geschlechterverhältnis war annähernd ausgeglichen (47 Prozent Knaben). Die Forscher empfehlen weitere, größere Studien.
Es könnten also auch jahreszeitbedingte Schwankungen mitspielen. Darauf deutet auch hin, dass die Teilnehmer tendenziell angegeben haben, mehr Zeit mit Spielen im Freien und weniger Zeit mit KI-Begleitern (AI companions) zu verbringen als vor dem Verbot. Stark gestiegen ist die berichtete Whatsapp-Nutzung. Ungefähr gleich viele Jugendliche haben nach Eigeneinschätzung die Nutzung Sozialer Netze gesteigert wie reduziert. Gleiches gilt für Computerspielen.
VPNs spielen keine Rolle
Von jenen 86 Prozent der Unter-16-Jährigen, die in der Woche vor der zweiten Fragerunde ein verbotenes Soziales Netz genutzt haben, erinnerten sich zwei Drittel an eine Altersprüfung einer Plattform, die sie dann überwunden haben. Die Methoden streuen stark: Ein Drittel wurde nach dem Alter gefragt, ein gutes Fünftel musste ein Selfie oder anderes Fotos hochladen, ein Achtel die Genehmigung eines Erziehungsberechtigten einholen.
Weitere Altersprüfungsansätze waren der Upload von Ausweiskopien, die Angabe von Ausweisnummern oder Bankdaten, der Upload von Stimmproben sowie der Einsatz spezieller Apps zur Altersprüfung. Der Nutzen ist bescheiden: 62 Prozent drangen mit ihrem eigenen Konto durch, nur jeweils 17 Prozent mussten auf ein fremdes oder ein gefälschtes Konto ausweichen. Acht Prozent halfen sich mit dem Inkognito-Modus eines Browsers.
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Mittels eines virtuellen privaten Netzes (VPN) einen Standort außerhalb Australien vorzutäuschen, um das Verbot zu umgehen, spielt praktisch keine Rolle: Nur zwei Prozent haben sich damit geholfen.
Von den älteren Teilnehmern mussten sieben Prozent ein gefälschtes Zugangskonto einsetzen, vier Prozent ein fremdes und ein Prozent den Inkognitomodus eines Webbrowsers. Denn sie wurden von den Algorithmen fälschlich für zu jung gehalten.
Eltern wissen zum Teil Bescheid
Das Umfrageergebnis überrascht vielleicht der Höhe, nicht aber dem Grundsätzlichen nach. Denn Ähnliches hat schon eine Umfrage der für das Verbot zuständigen Regulierungsbehörde unter Erziehungsberechtigten gezeigt: Demnach wusste vor dem Verbot knapp die Hälfte, dass ihre Kinder ein eigenes Konto bei mindestens einer vom Verbot betroffenen Plattform hatten. Von diesen wissenden Eltern haben im neuen Jahr rund siebzig Prozent angegeben, dass ihre Kinder weiterhin ein Konto bei Snapchat oder Meta haben, berichtet die Regulierungsbehörde.
Bei Youtube hingegen soll gut die Hälfte der Kinder ihren Zugang verloren haben. Nähere statistische Angaben, die eine Bewertung der Behördenumfrage erlauben würden, liegen der Redaktion nicht vor.
(ds)
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Brandursache: Hauselektrik. Wie man Probleme vermeidet
Die gute Nachricht zuerst: Hausbrände sind in den vergangenen Jahrzehnten nicht häufiger geworden und die Elektrik verursacht nicht mehr davon als früher. Die Werte bleiben seit Langem relativ konstant. Der technische Fortschritt sorgt für mehr Sicherheit. E-Geräte-Konsum und Elektrifizierung von Heizung und Mobilität sorgen für mehr Last. Die beiden Faktoren scheinen jedoch ausgeglichen in ihren Einflussstärken.
Ein genauerer Blick auf die Schadensursachen in den Daten des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer e. V. (IFS) zeigt jedoch interessante Trends: Elektrische Geräte als Brandursache werden seltener. Das liegt an mehreren Faktoren. Zunächst einmal konsumieren und verschrotten wir viel mehr Elektronik, sodass es durch höheren Umschlag weniger Altersschäden gibt, die sonst gern mal für einen Brand sorgen. Das betrifft zum Beispiel Scheuerstellen oder überalterte Mantelungen. Obendrein liegen die Spannung und Leistung vor allem von Unterhaltungselektronik viel niedriger als früher. Vom Netzteil ab geht es meist mit unter 30 Volt Gleichstrom ins Gerät. Beispiel Fernseher: 2006 verursachten Röhrenfernseher, die bauartbedingt mit Hochspannung arbeiten, noch 15 Prozent aller Elektrogerätebrände. 2021 taucht der Fernseher gar nicht mehr in den Brandstatistiken des IFS auf. Der Bestand besteht mittlerweile fast nur noch aus Flatscreens mit niedriger elektrischer Leistung. Auch der Wäschetrockner wird seltener als Brandherd auffällig, denn bisherige Heizwiderstand-Trockner mit über 2000 W Leistungsaufnahme werden schrittweise durch Wärmepumpentrockner ersetzt, die 500 bis 1000 W ziehen.
- Hauselektrik wird bei Sanierungen gern vernachlässigt.
- Gleichzeitig gibt es immer mehr Elektrogeräte.
- Besonders Steckersolargeräte können tückisch werden.
- Wir beschreiben häufige Probleme und Best Practices, ihnen zu begegnen.
Wenn Elektrogeräte seltener Brände verursachen, die Anzahl elektrischer Brände insgesamt aber gleich bleibt, kann das nur bedeuten, dass die elektrische Verteilung häufiger für Brände sorgt. So kann man es in der IFS-Statistik sehen. Bei der Verteilung legt der technologische Wandel ungefähr das Risiko drauf, das er bei den Endgeräten verbessert hat. Wer also moderne Dauerlastgeräte wie Solaranlage oder E-Auto mit Schutzkontakt-Stecker (Schuko) anschließt, findet in diesem Artikel wertvolle Tipps, die im Extremfall das Dach retten können. Wir erklären Problemfelder und führen die Best Practices für Hausbesitzer auf.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Brandursache: Hauselektrik. Wie man Probleme vermeidet“.
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Xbox: Microsoft erhöht Konsolenpreise weltweit zum 1. August
Microsoft erhöht zum 1. August die Preise der Xbox-Konsolen weltweit, kündigte das Xbox-Team am Donnerstag an. Die 512-GByte-Modelle werden um 100 US-Dollar teurer, die 1-TByte-Modelle um 150 US-Dollar. Das Einsteigermodell Xbox Series S mit 512 GByte Speicher kostet damit künftig 500 US-Dollar, die Series X beginnt ab 750 US-Dollar. Sie ist damit 50 Prozent teurer als zum Launch vor über fünf Jahren.
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Den Schritt begründet Microsoft mit der anhaltenden Speicherkrise. Die Preise für Arbeitsspeicher und Datenträger hätten sich seit der vergangenen Erhöhung um mehr als das 2,5-Fache erhöht, schreibt das Xbox-Team in einem Blog-Eintrag. Bis zum Herbst 2027 erwartet Microsoft eine weitere Verdopplung. Anders als Smartphones, PCs oder Lautsprecher würden Konsolen meist nicht mit Gewinn verkauft, sondern unter den Herstellungskosten.
Euro-Preise noch offen
Microsoft spricht ausdrücklich von einer weltweiten Anpassung, nennt bislang aber nur die Aufschläge in US-Dollar. Konkrete Euro-Preise für Deutschland gibt es noch nicht. Zuletzt hatte Microsoft die deutschen Preisempfehlungen für Xbox Series X und Series S zum 1. Mai 2025 um jeweils 50 Euro angehoben. Seitdem kostet die Xbox Series S mit 512 GByte 350 Euro, die Series X mit Laufwerk 600 Euro. Die im Oktober 2025 folgende Erhöhung um 20 bis 70 US-Dollar betraf nur den US-Markt.
Das 2-TByte-Modell der Xbox Series X stellt Microsoft mit der Preisrunde ein, diese Variante wird nicht mehr produziert.
Auch Sony erhöhte mehrfach
Auch Sony hat die Playstation 5 inzwischen mehrfach verteuert. Seit dem 2. April 2026 verlangt der Hersteller für die Standardversion 650 Euro und für die Digital Edition 600 Euro. Als Grund nannte Sony ebenfalls die Speicherkrise. Straßenpreise können unterhalb der Preisempfehlungen liegen.
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Die gestiegenen Speicherpreise treffen die gesamte Branche: Valve hat seine neue Steam Machine, einen Wohnzimmer-PC mit SteamOS, mit einem hohen Einstiegspreis von 1.040 Euro angekündigt. Valve subventioniert die Hardware anders als Sony und Microsoft nicht und gibt die Produktionskosten direkt an die Käufer weiter.
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