Entwicklung & Code
Redox OS kompiliert erstmals Code auf sich selbst
Das vollständig in Rust geschriebene Betriebssystem Redox OS hat im Januar 2026 einen bedeutenden Meilenstein erreicht: Entwickler konnten erstmals einen Commit komplett aus Redox heraus durchführen. Jetzt funktionieren sowohl der Rust-Compiler rustc als auch der Paketmanager Cargo auf dem System.
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Dieser Fortschritt markiert einen wichtigen Schritt in Richtung eines eigenständigen Entwicklungssystems. Das Projekt wurde maßgeblich durch Anhad Singh im Rahmen des Redox Summer of Code vorangetrieben. Dank seiner Arbeit können Entwickler nun einfache Programme in Rust, C und C++ direkt auf Redox kompilieren.
Darüber hinaus haben die Entwickler zahlreiche weitere Verbesserungen implementiert. Eine neue Capability-basierte Security-Infrastruktur bietet granulare Berechtigungen für Prozesse. Der SSH-Support wurde erweitert und funktioniert nun zuverlässig für den Remote-Zugang. Zudem wurde die Latenz bei USB-Eingabegeräten deutlich reduziert.
Erweiterte Boot-Funktionen und ARM64-Unterstützung
Der Bootloader bietet jetzt eine Text-Editing-Umgebung zum Hinzufügen, Entfernen und Ändern von Boot-Parametern. Der Login-Manager wurde um Menüs für Energieverwaltung und Tastaturlayout ergänzt. Das Kernel-Memory-Management erhielt signifikante Verbesserungen, während ARM64-Systeme nun Dynamic Linking unterstützen.
Die POSIX-Compliance wurde weiter verbessert, was die Kompatibilität mit Unix-Software erhöht. Zusätzlich behobene Fehler betreffen den Intel HD Audio-Treiber, PS/2-Touchpads sowie UEFI-Firmware. Die Entwickler arbeiten außerdem am RISC-V-Port und haben QEMU auf Redox selbst portiert. Alle im Januar umgesetzten Änderungen finden sich im Redox-Blog.
Roadmap sieht spezialisierte Releases vor
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Für die Zukunft plant das Projekt spezialisierte Versionen: Hosted Redox für virtuelle Maschinen, Redox Server für Edge- und Cloud-Umgebungen mit Sandboxing-Funktionen sowie Redox Desktop mit COSMIC-Integration und Wayland-Support. Diese Pläne wurden bereits 2023 skizziert und werden schrittweise umgesetzt.
Redox OS basiert auf einer Microkernel-Architektur und nutzt Rusts Memory-Safety-Eigenschaften, um die Sicherheit zu erhöhen. Das System unterstützt Intel-, AMD-, ARM- und RISC-V-Prozessoren sowie verschiedene Speicher- und Eingabegeräte. Die Desktop-Variante benötigt weniger als 512 MByte RAM, während Minimal-Images unter 50 MByte groß sind. Im Oktober 2023 kündigten die Entwickler erstmals konkrete Pläne für Server- und Desktop-Editionen an.
(fo)
Entwicklung & Code
Android 17: Google macht Rückzieher bei erster Beta – das steckt drin
Google wollte gestern das Update auf Android 17 Beta 1 veröffentlichen. Der Konzern hatte einige US-Medien wie üblich mit Vorabinformationen versorgt, die sie zu einer bestimmten Uhrzeit veröffentlichen durften. Die Meldungen gingen online, bei Google passierte dann aber nichts. Weder die Ankündigung auf Googles Android-Entwicklerseite noch Systemabbilder der neuen Vorabversion sind erschienen. Trotz der kurzfristigen Kehrtwende – mittlerweile heißt es, das Update werde „in Kürze“ freigegeben – ist immerhin klar, was im Update steckt und wie die Roadmap bis zur Veröffentlichung aussieht.
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Beta 1 primär für Entwickler
Wie unter anderem Android Authority und 9to5 Google schreiben, richtet sich die erste Betaversion von Android 17 an Entwickler. Der Release soll ihnen dabei helfen, anpassungsfähigere und leistungsoptimierte Apps zu erstellen. Zudem enthält es zahlreiche neue Tools für „Medien- und Kameraerlebnisse“.
Laut Google ist eine der größten entwicklerseitigen Neuerungen von Android 17 die erweiterte Anpassungsfähigkeit von Apps. Einer neuen „Adaptive Roadmap“ zufolge von Google sollen Entwickler die Anforderungen hinsichtlich Ausrichtung und Größenanpassung für Apps auf Geräten mit großem Bildschirm nicht mehr deaktivieren können. Die neue Regel gelte für Android-Geräte mit einer Mindestbreite von 600 dp oder mehr. Dies umfasst in der Regel Tablets, aufgeklappte Foldables und Desktop-ähnliche Fensterumgebungen.
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Das bedeutet, dass Apps, die auf Android 17 (SDK 37) ausgerichtet sind, die Größenanpassung und das Multitasking in Fenstern nach Googles Vorgaben unterstützen. Sie dürfen damit nicht mehr auf eine feste Ausrichtung oder ein festes Seitenverhältnis festgelegt werden.
Neue Medien- und Kamerafunktionen
Android 17 Beta 1 liefert außerdem Tools zur Verbesserung der Medien- und Kamera-App-Erfahrung. Unter anderem führt das große Update professionelle Kamera-APIs für flüssigere Übergänge ein, mit denen Kamera-Apps zwischen den Modi wechseln können, ohne die Kamerasitzung vollständig neu zu starten, heißt es. Mit dieser Lösung sollen kleinere Pausen, sichtbare Fehler und Verzögerungen beim Wechseln der Kameramodi vermieden werden.
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Außerdem erlaubt Android 17 Apps auch den Zugriff auf Metadaten aller aktiven physischen Kamerasensoren und nicht nur des Hauptsensors. Dadurch sollen Kamera-Apps einen tieferen Einblick „in die Vorgänge hinter den Kulissen beim Objektivwechsel oder beim Zoomen“ erhalten.
Wie Android Authority die Vorabmeldung zitiert, führt Google verbesserte Audiosteuerungen ein, um die Lautstärke über alle Apps hinweg zu normalisieren. Zudem erhält Android 17 Unterstützung für Versatile Video Coding (VVC), auch bekannt als H.266. Dieser Videokomprimierungsstandard ist dazu in der Lage, eine ähnliche oder bessere Videoqualität bei geringeren Dateigrößen zu liefern, vorausgesetzt, das Android-Gerät verfügt auch über kompatible Hardware.
Weitere Kleinigkeiten
Android 17 Beta 1 enthält zudem einige zusätzliche Neuerungen für Entwickler: Dazu gehören Leistungsverbesserungen für eine bessere Ressourcenverwaltung und schnellere Interaktionen, Optimierungen in Bezug auf Datenschutz und Sicherheit sowie Verbesserungen der Konnektivität. Dazu gehört auch die Darstellung von VoIP-Anrufen (aus Apps wie WhatsApp) im System-Dialer.
Weiter erhält Wi-Fi-Ranging (IEEE 802.11az) neue Funktionen zur Näherungserkennung, die genauere Entfernungsmessungen und die Erkennung von Geräten in der Nähe ermöglichen. Google fügt außerdem Begleitgeräteprofile „Medizinische Geräte“ und „Fitness-Tracker“ hinzu. Dies soll etwa den Einrichtungsprozess für Apps, die eine Verbindung zu diesem Zubehör herstellen, vereinfachen.
Für Android XR bringt Android 17 einen neuen Interaktionsmodus, mit dem Apps intelligenter auf die Interaktion des Benutzers mit einem Extended-Reality-Gerät reagieren können, beispielsweise wenn sich der Anzeigestatus ändert.
Release der stabilen Version im Juni erwartet
Durch die Umstellung der Android-Entwicklung auf einen ganzjährigen Release-Zyklus, bei dem der im Sommer 2025 eingeführte Android-Canary-Kanal das bisherige Developer-Preview-Modell ersetzt, sollen Entwickler schneller künftige Funktionen testen können. Die Betas könnten durch die kontinuierliche und ganzjährige Feedbackschleife stabiler und fehlerfreier sein als die bisherigen.

Bis Juni 2026 dürfte die stabile Version von Android 17 für Pixel-Geräte erscheinen.
(Bild: Google)
Laut der Roadmap von Google wird Android 17 einen ähnlichen Release-Rhythmus wie Android 16 verfolgen. Das Unternehmen plant, bis März 2026 die Plattformstabilität zu erreichen. Im zweiten Quartal, voraussichtlich im Juni 2026, soll dann die stabile Version für Pixel-Geräte erscheinen. Eine kleinere SDK-Version wird im vierten Quartal 2026 folgen.
Sobald Google den Schalter umlegt, können Nutzerinnen und Nutzer, die ihr Gerät im Android-Beta-Programm registriert haben, die erste Beta von Android 17 als OTA-Update installieren. Bereits registrierte Geräte erhalten das Update automatisch. Kompatibel sind alle Pixel-Smartphones ab dem Pixel 6, sämtliche Pixel-Foldables und das Pixel Tablet.
(afl)
Entwicklung & Code
Go 1.26 bringt flexiblere Syntax und schnelleren Garbage Collector
Das Go-Team hat Version 1.26 der Programmiersprache Go veröffentlicht. Das Release schärft die Sprache nach, aktiviert einen neuen Garbage Collector standardmäßig und modernisiert zentrale Werkzeuge.
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new wird ausdrucksstärker, Generics rekursiv nutzbar
Die eingebaute Funktion new akzeptiert nun einen Ausdruck als Operand – also als Wert oder Ausdruck, auf den die Funktion angewendet wird. Entwicklerinnen und Entwickler können damit beim Anlegen einer Variable direkt einen Initialwert angeben und Code kompakter formulieren. Ein Beispiel hierzu findet sich im Ankündigungsbeitrag.
Zudem dürfen generische Typen in ihrer eigenen Typparameterliste auf sich selbst verweisen. Das vereinfacht die Umsetzung komplexerer Datenstrukturen und Interfaces.
Green-Tea-GC jetzt Standard
Der bislang experimentelle „Green Tea“-Garbage-Collector (GC) ist ab Go 1.26 standardmäßig aktiviert. Nach einer Testphase in Go 1.25 und auf Basis des gesammelten Feedbacks hebt das Team ihn damit in den regulären Betrieb.
Das überarbeitete GC-Design soll insbesondere das Markieren und Scannen kleiner Objekte verbessern, unter anderem durch bessere Speicherlokalität und eine höhere CPU-Skalierbarkeit. Je nach Anwendung berichtet das Go-Team von möglichen Reduktionen des GC-Overheads im Bereich von etwa 10 bis 40 Prozent, hauptsächlich bei Programmen mit intensiver Speicherbereinigung.
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Wer den neuen Collector nicht einsetzen möchte, kann ihn beim Build über GOEXPERIMENT=nogreenteagc deaktivieren. Diese Opt-out-Option soll mit Go 1.27 entfallen.
Laufzeit und Compiler optimieren Speicherverwaltung
Go 1.26 reduziert nach Angaben des Go-Teams den Basis-Overhead von cgo-Aufrufen um etwa 30 Prozent. Programme, die häufig zwischen Go- und C-Code wechseln, könnten dadurch profitieren, da jeder Übergang weniger Laufzeitkosten verursacht. Zusätzlich randomisiert die Runtime auf 64‑Bit-Systemen beim Start die Basisadresse des Heaps. Das erschwert es, Speicheradressen vorherzusagen, und soll primär in Kombination mit cgo die Widerstandsfähigkeit gegenüber bestimmten Angriffsszenarien erhöhen.
Auch der Compiler greift stärker in die Speicheroptimierung ein: Er kann den Backing Store von Slices in mehr Fällen auf dem Stack statt auf dem Heap anlegen, was Allokationen reduziert und die Performance verbessern kann. Treten dabei Probleme auf, lässt sich mit dem bisect-Tool und dem Flag -compile=variablemake die verursachende Stelle eingrenzen. Über -gcflags=all=-d=variablemakehash=n lassen sich die neuen Stack-Allokationen vollständig deaktivieren.
go fix als Modernisierer
Das Entwicklerteam hat das Kommando go fix auf Basis des Go-Analysis-Frameworks neu implementiert. Es enthält zahlreiche Modernizer, die sichere Anpassungen an neuere Sprach- und Bibliotheksfunktionen vorschlagen. Ein neuer Inline-Analyzer berücksichtigt Funktionen mit der Direktive //go:fix inline.
Neu sind außerdem die Pakete crypto/hpke, crypto/mlkem/mlkemtest und testing/cryptotest. Experimentell stehen unter anderem simd/archsimd, runtime/secret sowie ein goroutineleak-Profil in runtime/pprof bereit.
Weiterführende Informationen finden sich in den Release Notes zu Go 1.26.
(mdo)
Entwicklung & Code
Android 17 Beta 1 steht vor der Tür
Während Google noch das letzte größere Update für Android 16 finalisiert, das voraussichtlich im März als QPR3 (Quarterly Platform Release) erscheinen wird, stimmt der Konzern Pixel-Nutzerinnen und -nutzer, die im Betaprogramm registriert sind, auf das nächste große Update ein: Android 17.
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Erste Beta von Android 17 ist nah
Wie Google auf Reddit schreibt, wird die erste Beta von Android 17 schon sehr bald erscheinen. Laut Konzern wird die frisch erschienene Betaversion Android 16 QPR3 Beta 2.1 der letzte Build vor der Veröffentlichung der finalen Version sein. Als Nächstes stehe dann Android 17 (26Q2) an.
Android 17 Beta 1 basiert laut Google „auf der Android 16 QPR-Plattformversion und enthält die neuesten Fehlerbehebungen sowie Verbesserungen hinsichtlich Stabilität und Leistung“. Nutzer, die weiterhin am Beta-Programm teilnehmen, erhalten automatisch Android 17 Beta 1.
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Möchten Nutzer aus dem Beta-Programm aussteigen, um die stabile Version von Android 16 QPR3 zu erhalten, müssen sie bestimmte Dinge beachten, erklärt Google. Zum einen müssen sie vor der Veröffentlichung von Android 17 Beta 1 das Beta-Programm verlassen. Hierbei sei zu beachten, dass Nutzer nach dem Ausstieg auf keinen Fall das angebotene Downgrade-OTA installieren. Damit würden sie das Gerät komplett zurücksetzen und sämtliche Daten verlieren. Laut Google müsse man „auf die endgültige öffentliche stabile Version von Android 16 QPR3 (CP1A)“ warten. Diese soll in Kürze verfügbar sein.
Sollten Nutzer sich erst abmelden, nachdem auf ihrem Gerät bereits das Update auf Android 17 Beta 1 angeboten wurde, sollen sie das Update nicht installieren. Stattdessen müsse man sich zunächst vom Programm abmelden, ebenso das Downgrade-OTA-Update ignorieren und abwarten, bis man die stabile Version von Android 16 QPR3 angeboten bekomme.
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Android 17 ohne Developer Previews
Mit Android 17 beschreitet Google neue Wege der Entwicklung: Bot das Unternehmen mit Android 16 noch Developer-Previews an, können Entwickler neue Funktionen seit Juli 2025 im Android-Canary-Kanal ausprobieren. Im Unterschied zu den Developer-Previews, die nur zu Beginn eines Android-Releasezyklus angeboten wurden, ist das Canary-Programm das ganze Jahr geöffnet.
Laut Google sollen Entwickler mit dem neuen Canary-Preview-Kanal „einen früheren, konsistenteren Zugang zu den in der Entwicklung befindlichen Funktionen“ erhalten. Der Konzern beschreibt dieses Programm als eine „bedeutende Weiterentwicklung“ des Pre-Release-Programms. Die Änderung soll Entwicklern die Möglichkeit geben, „neue Funktionen der Plattform zu testen und das ganze Jahr über Feedback zu geben, nicht nur in den ersten Monaten eines neuen Release-Zyklus“, erklärt Google.
Des Weiteren scheinen Hauptversionen von Android einen immer kleineren Stellenwert in der Entwicklung einzunehmen. Zwar hieven diese Android auf ein neues API-Level, jedoch sollen neue Funktionen künftig dann erscheinen, wenn sie fertig sind. Das stabile Update auf Android 17 wird im Juni 2026 erwartet.
(afl)
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