Apps & Mobile Entwicklung
Right-to-Repair in der EU: Nintendo soll Switch 2 bald anpassen

Nintendo scheint bei der Konzipierung der Switch 2 wohl eine EU-Regulierung übersehen zu haben: Der Konzern plant neuen Informationen zufolge, das Innenleben von Konsole und Joy-Con so umzugestalten, dass die Geräte die EU-Batterieverordnung und damit das Europäische Right-to-Repair ab dem Jahr 2027 unterstützen.
Akkus sollen leichter austauschbar werden
Nach Angaben der japanischen Nikkei, plant Nintendo in den kommenden Monaten ein neues Modell der Switch 2 zu veröffentlichen, das einen austauschbaren Akku erhält. Aktuell ist der Akku nur mit „mittlerem“ Aufwand und einem Zeitaufwand von ein bis zwei Stunden austauschbar, erklärt etwa iFixit. Die Joy-Con-Controller sollen ebenfalls austauschbare Lithium-Ionen-Akkus erhalten. Wann das Modell erscheinen soll, steht noch nicht fest, der Konzern hat hierzu bisher nichts angekündigt.
Änderungen nur in der EU
Wie Nikkei weiter schreibt, sollen diese Änderungen jedoch vorerst nur in der EU umgesetzt werden. Konsolen in den USA oder in Japan sollen weiterhin nur schwer austauschbare Akkus erhalten. Laut dem Bericht warte Nintendo noch ab, ob Konsumenten in diesen Märkten daran Bedarf haben.
Hintergrund: EU-Batterieverordnung
Möglicher Hintergrund für Nintendos Vorgehen ist das Inkrafttreten der EU-Richtlinie 2023/1542 (EUR-Lex), auch bekannt als EU-Batterieverordnung. Die Verordnung aus 2023 muss in den nationalen Mitgliedsstaaten umgesetzt werden und schreibt Nintendo und anderen Konzernen damit ab Anfang 2027 EU-weit vor, dass Batterien leichter austauschbar werden sollen.
Ähnlich wie die USB-C-Richtlinie (2022/2380), die Apple zur Verwendung von USB-C in allen iPhones genötigt, hat, nötigt die Batterieverordnung Hersteller dazu, ihre Akkus so zu verbauen, dass diese leicht austauschbar sind. Ansonsten dürfen diese nicht mehr in den Verkehr gebracht werden. Damit soll das Recht auf Reparatur gestärkt werden. Bei einigen Produkten sind Akkuwechsel häufig unökonomisch und damit der Kauf eines neuen Gerätes kostengünstiger. Das soll sich ändern und damit auch Elektronikschrott vermieden werden (EP).
Die Richtlinie wird ab dem 18. Februar 2027 scharfgestellt und bezieht sich ab dann auf alle neuen Konsolen, die Nintendo in die EU importiert. Konsolen, die bis zum Stichtag importiert werden, müssen diese neuen Anforderungen nicht erfüllen.
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Display Week: AUO zeigt transparente Micro-LED-Panels und flexibles ePaper

Der taiwanische Display-Hersteller AUO demonstriert auf der Display Week in Los Angeles die jüngsten Entwicklungen im Bereich Micro-LED. Entsprechende Panels sollen (auch in transparenter Ausführung) im Einzelhandel, in Autos und weiteren Bereichen zum Einsatz kommen. Ein flexibles ePaper-Display hat AUO ebenfalls im Gepäck.
Die Micro-LED-Technologie erwartet AUO in zahlreichen Bereichen des Alltags, zum Beispiel als transparente „64‑inch Sports AR Solution“, die Informationen über die „echte Welt“ des Anwenders legen und dabei mittels integriertem „Gaze Tracking“ auch die Blickrichtung des Nutzers für entsprechende Bildanpassungen erfassen kann.
Die speziell für kommerzielle (statt Consumer) Lösungen von AUO gegründete Tochtergesellschaft AUO Display Plus zeigt auch eine „30‑inch Interactive AR Box“, die ein transparentes Display mit Echtzeit-Gestenerkennung und -steuerung kombiniert. Anwender sollen bei dieser Lösung mit virtuellen Inhalten auf einer transparenten Oberfläche interagieren können.
Transparentes beidseitiges Micro-LED-Panel
Zu den transparenten Micro-LED-Lösungen gehört auch das „42‑inch Multilingual AI Ordering System“, das Inhalte auf zwei Seiten des Panels darstellen und damit als Bestellsystem etwa in der Gastronomie dienen kann. Die Transparenz könnte in diesem Fall aber auch ein Problem darstellen, wenn die Lösung von zwei Nutzern von beiden Seiten bedient wird.
Reflexionsarme Displays für Autos
Für die Automotive-Branche entwickelt die Sparte AUO Mobility Solutions die „Advanced Reflectionless Technology“, um möglichst reflexionsarme Bildschirme speziell für den Einsatz in Autos anbieten zu können. Für Automotive ist auch die „Invisible infrared Under-display camera“ gedacht: eine Infrarotkamera direkt im Panel, anstatt diese Lösung außerhalb im Rahmen verbauen zu müssen. Entsprechende Kameras werden in der Automobilindustrie zur Fahrerüberwachung bei Assistenzsystemen verwendet. Mit dem „XR Interactive Window“ will AUO auch transparente Panels für die Seitenscheiben von Autos anbieten.
16 Zoll LTPS mit QHD und 1 Hz bis 165 Hz
Für Notebooks sieht das Unternehmen ein 16 Zoll großes LTPS-Panel mit QHD-Auflösung und einer Bildwiederholfrequenz von minimal 1 Hz vor. Das soll dem Energieverbrauch des Laptops zugutekommen. Weitere Details zu der Lösung stehen noch aus.
Flexibles ePaper-Display für den Einzelhandel
AUO Display Plus forscht auch weiterhin an der Umsetzung flexibler ePaper-Displays, die verbiegbares Trägermaterial benötigen. ePaper-Displays verbrauchen nur dann Strom, wenn dargestellte Inhalte verändert werden. Damit eignen sich die Panels als stromsparende Lösung vor allem im Signage-Bereich zum Beispiel im Einzelhandel.
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KI-Boom und Speicherkrise: Apple schränkt RAM des Mac mini und Mac Studio weiter ein

Selbst ein Großkonzern wie Apple kann der vom KI-Boom ausgelösten Speicherkrise nur begrenzt entgegenwirken. Aktuell ist Apples Mittel der Wahl die Einschränkung von RAM- und SSD-Optionen bei Mac mini und Mac Studio. Nach einer ersten reduzierten RAM-Option im März, dann weniger SSDs letzte Woche, ist nun wieder RAM betroffen.
Mac Studio von 512 GB auf 256 GB und jetzt 96 GB RAM limitiert
Anfang März musste Apple die RAM-Optionen des Mac Studio mit M3 Ultra einschränken. Anstelle von maximal 512 GB standen lediglich noch bis zu 256 GB zur Auswahl. Blick man allerdings jetzt in die Spezifikationen des Rechners oder in den Konfigurator, gibt es selbst diese halbierte Option nicht mehr. Neuerdings ist bereits bei 96 GB RAM Schluss, andere Arbeitsspeicher-Optionen gibt es für den M3 Ultra überhaupt nicht mehr. Lieferbar ist ein entsprechend ausgestattetes System (mit 1-TB-SSD) jedoch erst Mitte Juli. Mit dem M4 Max lassen sich 36 GB oder 64 GB wählen.
Mac mini nicht mehr mit 256-GB-SSD verfügbar
Auch den Mac mini hat Apple weiter eingeschränkt. Das im Oktober 2024 vorgestellte Basismodell mit M4, 16 GB RAM und 256 GB fassender SSD steht schon seit letzter Woche nicht mehr zur Auswahl. Der ehemalige Startpreis von 699 Euro hat somit keine Relevanz mehr, los geht das System aktuell erst bei teureren 949 Euro – mit 512-GB-SSD, lieferbar Anfang bis Mitte Juni.
48 GB statt 64 GB RAM für den Mac mini
Bei Auswahl des M4 und größeren 24 GB statt 16 GB RAM rückt der Liefertermin des Mac mini allerdings bereits in den Juli vor. Für abermals größere 48 GB RAM muss im Konfigurator zunächst der M4 Pro anstelle des M4 ausgewählt werden, selbst dann ist aber nicht vor Mitte Juli mit der Lieferung zu rechnen. Vollständig weggefallen ist die Option auf 64 GB. Hier scheint es sich um eine Kürzung am oberen Ende wie beim Mac Studio mit 512 GB und 256 GB RAM zu handeln.
Käufer müssen mit längeren Lieferzeiten rechnen
Der iMac, das MacBook Air mit M5 (Test), das MacBook Pro mit M5 (Test) und das MacBook Neo sind zumindest aktuell nicht von den Einschränkungen betroffen. Im iMac mit M4 lässt sich als kleinste Option weiterhin eine 256-GB-SSD auswählen. Und im MacBook Pro steht auch weiterhin der größte M5 Max (Test) mit bis zu 128 GB RAM zur Auswahl, und das mit derzeit maximal zwei Wochen Lieferzeit. Das MacBook Air mit M5 hatte von Anfang an minimal eine 512-GB-SSD, die Lieferzeiten fallen zudem regulär aus. Für das MacBook Neo muss man derzeit bis Ende Mai bis Anfang Juni warten.
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Hyperscaler: Gigantisches KI-Rechenzentrum in Utah genehmigt

Im US-Bundesstaat Utah ist der Bau eines der weltweit größten Rechenzentren offiziell genehmigt worden. Das Projekt markiert einen weiteren Meilenstein im globalen Wettlauf um leistungsfähige Infrastruktur für Künstliche Intelligenz. Wie gewohnt gibt es Diskussionen über Energieverbrauch und Nachhaltigkeit.
Enormer Stromverbrauch
Vorangetrieben wird das Vorhaben von der Military Installation Development Authority (MIDA), einer staatlichen Behörde mit wirtschaftlich-militärischem Fokus. Geplant ist ein riesiger KI-Campus, der in mehreren Bauphasen entstehen soll und eine maximale Leistung von bis zu neun Gigawatt erreichen könnte. Der Campus wäre nach heutigen Maßstäben nach Fertigstellung der energiehungrigste Einzelstandort weltweit.
Zum Vergleich: Der gesamte Stromverbrauch des Bundesstaates Utah liegt derzeit bei rund vier Gigawatt. Das neue Rechenzentrum würde damit mehr als doppelt so viel Energie benötigen wie der gesamte Bundesstaat selbst. Allerdings ist Utah sehr dünn besiedelt und hauptsächlich landwirtschaftlich geprägt. Das Bundesland Bremen, mit einem Bruchteil der Bevölkerung von Utah, hat 2023 ebenfalls rund vier Gigawatt Strom verbraucht. Nichtsdestotrotz verdeutlichen diese Dimensionen, wie stark der Bedarf an Rechenleistung durch KI-Anwendungen inzwischen gestiegen ist.
Autarke Energieversorgung
Ein bemerkenswerter Aspekt des Projekts ist die geplante Energieversorgung. Das Rechenzentrum soll weitgehend unabhängig vom öffentlichen Stromnetz betrieben werden. Stattdessen ist vorgesehen, eigene Gaskraftwerke vor Ort zu errichten, die über die sogenannte Ruby-Pipeline mit Erdgas versorgt werden. Dieses Konzept soll verhindern, dass das bestehende Stromnetz zusätzlich belastet wird. Gleichzeitig könnte überschüssige Energie sogar wieder ins Netz eingespeist werden. Dennoch bleibt der hohe Ressourcenbedarf ein zentraler Kritikpunkt.
Strategische Bedeutung im globalen KI-Wettlauf
Das Projekt ist nicht nur ein nationales Infrastrukturvorhaben, sondern auch geopolitisch motiviert. Die Befürworter sehen darin eine notwendige Antwort auf massive Investitionen anderer Länder, insbesondere Chinas, in KI- und Energieinfrastruktur. Rechenzentren sind das Rückgrat moderner KI-Systeme, sie ermöglichen das Training und den Betrieb großer Modelle. Entsprechend investieren Technologieunternehmen weltweit Milliarden in neue Kapazitäten.
Wirtschaftliche Chancen und ökologische Risiken
Neben der technologischen Bedeutung verspricht das Projekt auch wirtschaftliche Impulse für die Region. Großprojekte dieser Art schaffen Arbeitsplätze und ziehen weitere Unternehmen an, die auf leistungsfähige Recheninfrastruktur angewiesen sind. Gleichzeitig wächst jedoch die Kritik an den ökologischen Auswirkungen. Rechenzentren zählen bereits heute zu den größten Stromverbrauchern weltweit. Experten warnen, dass Projekte in dieser Größenordnung nicht nur enorme Energiemengen benötigen, sondern auch Wasserressourcen belasten und lokale Infrastrukturen wie ÖPNV, das Straßennetz oder auch öffentliche Einrichtungen durch den starken Zuzug neuer Arbeitskräfte unter Druck setzen könnten. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang noch die Tatsache, dass das Bauprojekt ohne vorherige Umweltprüfung genehmigt wurde und zudem noch nicht bekannt ist, wann diese überhaupt vorliegen soll.
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