Künstliche Intelligenz
Xiaomi SU7 Facelift: Viel Feinarbeit im Detail
Xiaomi dürfte vielen eher als Anbieter von Smartphones als von Autos bekannt sein. Doch der Konzern beschäftigt sich seit Jahren auch mit Elektroautos. Die Limousine SU7 hat bei den Fahrleistungen nur sehr wenig Konkurrenz und ist in der Lage, extrem schnell zu laden. Nun gab es eine Modellpflege, die das Auto in einigen Punkten nochmals verbessert hat. Noch gibt es keinen Export aus China, doch das könnte sich durchaus ändern.
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Die längste Beleuchtung
Mit rund 5 m ist der SU7 etwa so lang wie ein BMW i5. Mit der aktuellen Modellpflege hat Xiaomi viel Feinarbeit im Detail geleistet. Die Sitze sollen bequemer sein als bisher. Heizung und Belüftung der Sessel sind jetzt Standard, ebenso eine in der Länge verstellbare Sitzfläche. Verbessert haben will Xiaomi die Dämmung: Die großzügige Verglasung schütze jetzt wirksamer vor einer Aufheizung des Innenraums, außerdem soll es bis zu 4 dB/(A) leiser sein als bisher, schreibt der Hersteller. Die umlaufende Ambientebeleuchtung sei mit 3,636 m die längste in seiner Klasse. Ein Chapeau an die Produktargumentation – auf die Idee, in dieser Hinsicht einen Wettbewerb auszurufen, kam die Konkurrenz meines Wissens bislang noch nicht.

Xiaomi verbaut einen Chip mit 700 Tops Rechenleistung.
(Bild: Xiaomi)
CLTC und WLTP
Schon bisher war der SU7 eines der schnellsten Elektroautos auf dem Markt. Xiaomi verspricht 265 km/h in der Spitze, was in China bestenfalls auf Rennstrecken eine Rolle spielt, und eine Zeit von 3,1 Sekunden im Standardsprint. Da die Limousine nur in China angeboten wird, sind auch die Verbrauchs- und Reichweitenangaben nur im chinesischen Messverfahren CLTC verfügbar. Bis auf die Reichweite macht Xiaomi nur eine Angabe zum kombinierten Verbrauch im CLTC von 11,7 kWh/100 km. Umgerechnet auf den WLTP wären das rund 14,3 kWh. Auch die Reichweite haben wir zur besseren Vergleichbarkeit noch einmal aufgeschlüsselt:
| Standard | Pro | Max | |
| Reichweite CLTC in km | 720 | 902 | 835 |
| Reichweite WLTP in km | 590 | 740 | 685 |
| Systemleistung in kW | 288 | 288 | 508 |
| Batterie in kWh | 73 | 96,3 | 101,7 |
| 0 auf 80 Prozent SoC in min | 20 | 21 | 12 |
| Spitze in km/h | 240 | 240 | 265 |
| 0 auf 100 km/h in s | 5,3 | 5,7 | 3,1 |
Unverändert werden drei Batterien angeboten, die unterschiedlich flink laden können. Laut der chinesischen Webseite nutzen die beiden kleinen Batterien eine Spannungsebene von 752 Volt. Im Spitzenmodell sind es 897 Volt. Dort können, so verspricht es Xiaomi, in 15 Minuten 670 km CLTC-Reichweite nachgeladen werden. In 15 Minuten sei im Topmodell das Fenster zwischen 10 und 80 Prozent geschlossen. Das ergibt in diesem Bereich eine durchschnittliche Ladeleistung von rund 355 kW. Sollte Xiaomi also auf die Idee kommen, die Limousine doch irgendwann zu exportieren, wäre sie zumindest in dieser Hinsicht absolut konkurrenzfähig.
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An einen Export des SU7 denkt Xiaomi derzeit noch nicht.
(Bild: Xiaomi)
Mehr zu Autoherstellern aus China
(mfz)
Künstliche Intelligenz
Nach OpenAI und Microsoft: Perplexity stellt Gesundheits-KI vor
Der KI-Anbieter Perplexity AI hat mit „Perplexity Health“ einen neuen Dienst vorgestellt, der persönliche Gesundheitsdaten aus Wearables, Apps und Patientenakten zusammenführt. Der Dienst soll auf der Basis Fragen zum Wohlbefinden beantworten – etwa zu Herzfrequenz-Trends oder Trainingsplänen. Zunächst steht Perplexity Health für Abonnenten in den USA bereit.
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Perplexity Health soll sich direkt mit Angeboten wie Apple Health, Fitbit und Withings verbinden können, um deren Daten einzubeziehen. Als weitere Datenquellen dienen Perplexity zufolge elektronische Patientenakten von mehr als 1,7 Millionen Gesundheitsdienstleistern. Ein personalisiertes Dashboard soll persönliche Gesundheitsentwicklungen visualisieren.
In Kombination mit der Ende Februar vorgestellten KI-Agenten-Plattform „Perplexity Computer“ sei der Dienst in der Lage, maßgeschneiderte Pläne, zum Beispiel für das Marathon-Training oder Ernährungsempfehlungen zu erstellen, die unter anderem auf Fitnessdaten und Laborwerten basieren. Pro- und Max-Abonnenten in den USA erhalten als erste Zugriff, weitere Regionen und Nutzergruppen sollen folgen. Wer möchte, kann sich auf eine Warteliste setzen lassen.
Der Dienst sei „nicht dazu bestimmt, Krankheiten oder andere Beschwerden zu diagnostizieren, zu behandeln oder zu verhindern, und ist kein Ersatz für professionelle medizinische Beratung“. Vor der Nutzung des Dienstes rät Perplexity, mit dem Arzt oder der Ärztin zu sprechen. Ähnliche Dienste haben kürzlich auch Microsoft und OpenAI angekündigt. OpenAIs Dienst ChatGPT Health hat einer Studie zufolge bisher jedoch nicht gut abgeschnitten und sogar gefährliche Ratschläge erteilt. Studienergebnisse für Copilot Health sollen laut Microsoft bald veröffentlicht werden.
(mack)
Künstliche Intelligenz
c’t-Videoreihe: Das haben wir aus unserem Wetterballon-Flug gelernt (Teil 4)
Mit relativ einfacher Consumer-Technik kann man eindrucksvoll die Interaktion zwischen Weltraum und Erdatmosphäre erforschen. In einer vierteiligen Videoreihe führt Physikerin und Wissenschaftsjournalistin Anne-Dorette Ziems durch die rechtssichere Planung des Wetterballons, das Basteln eigener Messgeräte, einen nervenaufreibenden Starttag und die Auswertung der Messdaten.
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Zum Abschluss geht es an die Daten: Hat die Technik durchgehalten? Wie verändern sich Temperatur, Druck und Strahlung mit der Höhe? Und was kann man aus den Messungen lernen – auch aus den Dingen, die nicht funktioniert haben?
Im ersten Teil haben wir uns durch den Behördendschungel gekämpft. Denn prinzipiell kann in Deutschland jeder einen Wetterballon starten. Es gibt aber natürlich einige Auflagen und Regeln zu beachten.
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Teil 1: Wir schicken unseren Wetterballon in die Stratosphäre!
Der zweite Teil spielte sich vor allem am Lötkolben und am Computer ab. Wir basteln unsere Messgeräte. Erst die Hardware, dann die Software. Mit an Bord: Kameras für spektakuläre Aufnahmen, Sensoren für Temperatur, Luftdruck und Luftfeuchtigkeit – und als Highlight ein selbst gebauter Myonendetektor zur Messung der Höhenstrahlung.
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aspberry Pi, Arduino & LoRa: Das kommt in unsere Wetterballon-Sonde! (Teil 2)
Doch was passiert, wenn der Ballon außer Sicht gerät? Im dritten Teil starteten wir den Wetterballon und jagten ihm hinterher. Es ging quer durchs Land – immer den empfangenen Funksignalen hinterher. Bis wir irgendwann plötzlich keine Funksignale mehr empfingen.
(mond)
Künstliche Intelligenz
Altersgrenze für Social-Media: EU-Staaten wollen Regulierungen vorantreiben
Die Staats- und Regierungschefs der EU wollen eine Altersgrenze für Online-Plattformen wie Tiktok, Instagram und Co. weiter vorantreiben. Für den Jugendschutz sei ein digitales Mindestalter beim Zugang zu sozialen Medien entscheidend, heißt es in den Abschlusserklärungen nach dem EU-Gipfel in Brüssel.
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Dabei müssten allerdings die Privatsphäre und die nationalen Zuständigkeiten geachtet werden. Die Mitgliedsländer fordern die EU-Kommission auf, das Gesetz über digitale Dienste (Digital Services Act, kurz DSA) und die dazugehörigen Leitlinien für den Schutz Minderjähriger durchzusetzen. In Brüssel gelten besonders Letztere als wahrscheinlichster Weg, eine effektive Altersgrenze für Plattformen einzuführen.
Nur EU-Kommission kann Online-Riesen regulieren
Denn wer digitale Altersgrenzen auch technisch durchsetzen will, kommt um die Online-Plattformen kaum herum. Diesen Regeln vorzuschreiben und diese durchzusetzen, ist aber die alleinige Zuständigkeit der EU-Kommission. Entgegen mancher Vorschläge, die derzeit in der Bundesrepublik diskutiert werden, dürften Deutschland und andere Mitgliedsländer den großen Plattformen allein also gar keine zusätzlichen Pflichten, etwa zur Alterskontrolle, auferlegen. Das müsste auf EU-Ebene entschieden werden.
Ob und bis zu welchem Alter soziale Medien für Minderjährige dann wiederum verboten sein sollten, könnte nationalstaatliche Kompetenz bleiben.
Verbot von sexualisierten KI-Bildern ohne Einwilligung
Zudem bekräftigen die EU-Staaten, dass zum Jugendschutz KI-Systemen explizit verboten sein soll, intime Bilder ohne Zustimmung der Betroffenen oder Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs zu erstellen.
Elon Musks Online-Plattform X war Ende 2025 in die Kritik geraten, weil zunächst alle Nutzerinnen und Nutzer den KI-Chatbot Grok dort auffordern konnten, gepostete Bilder zu sexualisieren. Immer wieder befahlen Menschen der KI etwa, Fotos zu manipulieren und Frauen in Bikinis zu kleiden.
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(mho)
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