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Künstliche Intelligenz

Plötzlich Vorbild: Wie UK dem deutschen Solar-Boom nacheifern will


Wer an Schottland, Nordirland, Wales und England denkt, dem fallen sicher viele Attribute ein, „sonnig“ dürfte jedoch eher nicht dazu gehören. Doch auch im Vereinigten Königreich sind die Energiekosten hoch. Nun hat die Labour-Regierung angekündigt, wie sie Verbraucher unterstützen will: unter anderem mit Balkonkraftwerken. „Plug-in-Solar-Panels“ heißen sie dort, und sie sollen schon in diesem Sommer einen gewaltigen Unterschied machen, wenn es nach Energieminister Ed Miliband geht – und damit die durch den Iran-Krieg ausgelöste Energiekrise eindämmen helfen.

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Der Iran-Krieg habe „einmal mehr gezeigt, dass unser Drang nach sauberer Energie unverzichtbar für unsere Energiesicherheit ist, damit wir uns aus der Umklammerung der fossilen Brennstoffmärkte befreien können, die wir nicht kontrollieren“, erklärte Miliband vergangene Woche den Ansatz.

Das Vereinigte Königreich hatte 2024 sein letztes Kohlekraftwerk abgeschaltet. Wind und Sonne erzeugten im zweiten und dritten Quartal 2025 bereits ein gutes Drittel der elektrischen Energie. Gas kam jedoch direkt danach mit 26 Prozent. Die 14 Kernkraftwerke im Land decken nur gut ein Zehntel des Strombedarfs. Für die Regierung ist die Reiserichtung nun klar: Erneuerbare und insbesondere Solaranlagen müssen ausgebaut werden. Auf Neubauten sollen Solaranlagen und Wärmepumpen zum Standard werden. Und alle anderen sollen laut Miliband „für die Energiesouveränität“ im Laden Steckersolaranlagen kaufen können.

Die Kosten für eine einfache Steckersolar-Kombi liegen im Vereinigten Königreich allerdings bislang deutlich höher als etwa in Deutschland. Manche Hersteller verlangen dort über 50 Prozent mehr für das gleiche Set.

Bislang war es im Vereinigten Königreich kaum möglich, eine Steckersolar-Anlage problemlos legal zu betreiben. Der Grund auch dort: Bedenken, etwa ob die Elektroinstallationen zusätzliche 800 Watt auf einem Stromkreis tatsächlich verkraften würden. Bislang mussten Balkonkraftwerke dort daher entkoppelt werden. „Auch wenn das Risiko gering ist: An normale Haushaltssteckdosen angeschlossene Solar-PV-Anlagen können ohne Änderungen der Verkabelungsvorschriften und unter bestimmten Umständen zu einer Überhitzung führen oder Schutzvorrichtungen wie die Funktion von Fehlerstromschutzschaltern beeinträchtigen“, gibt etwa der Technische Direktor von Electrical Safety First zu bedenken.

Dass Hausinstallationen im Vereinigten Königreich außerhalb historischer Bauten generell schlechter als etwa in Deutschland wären, dafür gibt es jedoch keine Indizien. Beim dort gängigen BS-1363-System sind oft Ringleitungen verbaut – mit Sicherungen direkt in den Steckern oder Steckdosen integriert. Das „British Standards Institute“ (BSI, nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen deutschen IT-Sicherheitsbehörde) soll nun die entsprechenden Richtlinien für den Anschluss von Steckersolaranlagen erarbeiten.

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Ob das aber, wie von Keir Starmers Kabinett angestrebt, noch vor Mitte des Jahres möglich sein wird? Erfahrungen mit dem deutschen Prozess zeigen, dass die Standardverantwortlichen keinerlei Risiko eingehen wollen.

Die Regierung hofft jetzt auf schnelle erste Effekte. Die Regierung hat sich dafür starke Verbündete gesucht: Lidl UK will mit Fertigkits für 400 britische Pfund den Markt bedienen. Amazon will ebenfalls liefern, sobald das Go kommt. Auch der örtliche Ableger des Energieriesen E.ON ist im Vereinigten Königreich auffallend positiv gestimmt: „Überflüssige Regulierung für Steckersolar zu beseitigen, ist ein ermutigender Schritt und wir werden bei der Umsetzung helfen“, lässt sich dessen Geschäftsführer Chris Norbury zitieren.


(mma)



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Umstieg von M365 auf Nextcloud – eine Anleitung


Die Lizenzkosten für Microsoft 365 sind in den letzten Jahren spürbar gestiegen, neue KI-Funktionen wie Copilot werden zusätzlich bepreist, und Volumenrabatte schrumpfen. Parallel wächst der regulatorische Druck durch DSGVO, NIS2 und den EU Data Act. Viele Organisationen ziehen daraus die gleiche Konsequenz: Sie suchen nach Alternativen, die sich technisch wie vertraglich besser kontrollieren lassen. Verwaltungen wie die von Schleswig-Holstein und die dänische Bundesregierung argumentieren deshalb mit der Frage nach Handlungsfähigkeit. Der Konsens: Eine Organisation ist erst dann frei in ihren Entscheidungen, wenn sie ihre Geschäftsdaten jederzeit aus einer Anbieterumgebung herauslösen kann.

Nextcloud antwortet auf diese Anforderung mit einer modularen Open-Source-Plattform. Im Eigenbetrieb läuft die Lösung auf Hardware im hauseigenen Rechenzentrum. Alternativ stehen mehrere deutsche und europäische Anbieter zur Verfügung, die Nextcloud als verwalteten Dienst betreiben. Nextcloud selbst bietet das Hosting in Partnerschaft mit epiKshare an, ansonsten umfasst die Auswahl sowohl große Hostingprovider mit vollwertigen Rechenzentrumsverbünden wie Ionos, Hetzner und Telekom mit der MagentaCLOUD als auch spezialisierte Nextcloud-Provider mit Premier-Partner-Status.

  • Eine Migration von M365 steht auf drei Grundpfeilern: einer gründlichen Bestandsaufnahme aller Workloads, einer gestaffelten Umsetzung pro Bereich und einer sorgfältig getesteten Umschaltung der Produktion.
  • Die bewährte Migrationsreihenfolge führt von Identitäten und Dateien über Groupware wie Kalender, Chats und Aufgaben hin zur E-Mail. Postfächer kommen bewusst zuletzt, weil sie am tiefsten in Arbeitsabläufe, Kalender und externe Schnittstellen eingeflochten sind.
  • Als Office-Komponenten stehen Collabora Online und OnlyOffice als ausgereifte Serverdienste zur Verfügung; ab Sommer 2026 ergänzt die europäische Industrieinitiative Euro-Office das Angebot.
  • Typische Stolpersteine sind über Jahre gewachsene SharePoint-Berechtigungen, externe Freigabelinks, die nach dem Wechsel ungültig werden, und nicht bedachte Aufbewahrungsfristen.

Das Ökosystem rund um Nextcloud kann für nahezu jede Migrationsaufgabe herangezogen werden, vom Massendatentransfer über die Identitätsanbindung bis zum Spezialfall in einzelnen Fachbereichen. Zwar verhindert die Komplexität des Themas eine erschöpfende Darstellung aller technischen Optionen, grundsätzlich steht aber fest: Eine vollständige Migration weg von M365 ist mit den vorhandenen Mitteln machbar. Die hier beschriebenen Werkzeuge und Abläufe stehen beispielhaft für die aktuellen Möglichkeiten.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Umstieg von M365 auf Nextcloud – eine Anleitung“.
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Planeten wie Zuckerwatte: Nasa-Mission Tess entdeckt besondere Riesen im All


Ein Forschungsteam der Universitäten Oxford, Côte d’Azur und Birmingham hat bei der Auswertung von Daten der Nasa-Mission Tess (Transiting Exoplanet Survey Satellite) zwei spannende neue Forschungsobjekte ausgemacht. Die Planeten TOI-791 b und TOI-791 c, die um einen sonnenähnlichen Stern mit der Bezeichnung TOI-791 kreisen, sind in ihrer Größe in etwa vergleichbar mit dem Jupiter – aber nur einen Bruchteil so schwer.

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Die Studie, die die beiden „aufgeplusterten“ Planeten erstmals vorstellt, wurde am 24. Juni 2026 über Monthly Notices of the Royal Astronomical Society der Universität Oxford veröffentlicht.

Der Stern TOI-791 liegt rund 1.113 Lichtjahre von der Erde entfernt und wurde über sieben Jahre hinweg vom Weltraumteleskop Tess beobachtet. Tess arbeitet mit der Transitmethode, das heißt die Kameras registrieren winzige Helligkeitsschwankungen, die entstehen, wenn ein Planet vor einem Stern vorbeizieht. Auf diese Weise fand Tess schließlich auch die Planeten TOI-791 b und TOI-791 c.

Das Besondere an diesen Planeten ist jedoch nicht ihre Existenz an sich, sondern vielmehr ihre besondere Beschaffenheit. Die Nasa schreibt in einer Pressemitteilung: „TOI-791 b ist fast so groß wie Jupiter, umfasst aber nur 3,0 Prozent seiner Masse. TOI-791 c ist sogar noch größer als Jupiter, umfasst aber nur 5,9 Prozent seiner Masse.“ Die Dichte der beiden Planeten sei somit mit der von Zuckerwatte vergleichbar.

In der Vergangenheit wurden schon andere Planeten mit auffallend geringer Dichte entdeckt, TOI-791 b und TOI-791 c sind jedoch die bisher „aufgeplustertsten“, so die Nasa. Sie spricht bei Planeten dieser Art von sogenannten „Super-Puffs“ (dt. etwa „Super-Bausche“).

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Spannend ist zudem, wie die Forscher die geringe Dichte der Planeten bestätigen konnten: Die Auswertung der Daten von Tess ergab, dass die Planeten in einer Umlaufbahn um ihren Stern kreisen, der es ihnen ermöglicht, sich gegenseitig gravitativ zu beeinflussen. TOI-791 b und TOI-791 c ziehen sich abwechselnd gegenseitig an und verändern so „den Zeitpunkt ihrer Transits vor dem Stern“.

In den Aufzeichnungen des Weltraumteleskops ließ sich also eine Variation der Umlaufzeiten beider Planeten beobachten. Die Wissenschaftler waren in der Lage, aus diesen Daten ihre Masse zu berechnen.

„Nur wenige dieser extrem aufgeblähten Planeten sind bekannt, und es ist noch seltener, zwei im selben System zu finden“, sagt George Dansfield, Hauptautor der Studie und Physiker an der Universität Oxford. „Ihre extrem geringe Dichte macht sie zu faszinierenden Forschungsobjekten, um zu verstehen, wie Planetensysteme entstehen und sich entwickeln.“

Weitere Forschung soll nun mehr über „die chemische Zusammensetzung der Planetenatmosphären, den Einfluss ihrer Rotation auf ihre Form und das Verhältnis der Neigung ihres Zentralsterns zu ihren Umlaufbahnen“ in Erfahrung bringen.

„Man geht davon aus, dass die Entstehung großer Planeten die Entwicklung eines Planetensystems vorantreibt“, erklärt Co-Autor Steve Howell, „daher ist die weitere Erforschung dieser Planeten von Jupitergröße, aber mit einer weit geringeren Jupitermasse, von großem Wert.“

Dieser Beitrag ist zuerst auf t3n.de erschienen.


(jle)



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BMW: Humanoider Roboter Figure 03 löst Vorgänger in Spartanburg ab


Der Automobilkonzern BMW setzt in seinem US-Werk in Spartanburg künftig humanoide Figure-03-Roboter in der Logistik ein. Die Roboter ersetzen Figure-02-Roboter, die 2025 im Karosseriebau in einem Pilotprojekt ihren Dienst verrichtet hatten. Die aktuelle Version des humanoiden Figure-Roboters kommt mit zahlreichen Verbesserungen daher, die erweiterte Einsatzmöglichkeiten für den Roboter bieten.

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Figure 03 hat im Vergleich zu seinem Vorgänger einige Verbesserungen erfahren. Der Körper des 61 kg schweren und 1,73 m großen Roboters ist mit mehr weichen Komponenten ausgestattet. Teile des Kopfes, der Rumpf, Arme und Beine sind nun allesamt mit einem weichen Stoff überzogen. Das soll die Zusammenarbeit mit Menschen sicherer machen, die so bei etwaigen Kollisionen vor Verletzungen besser geschützt sind. Der Roboter kann nun kabellos geladen werden, wodurch seine Verfügbarkeit ansteigt. Etwa fünf Stunden am Stück soll Figure 01 mit einer Akkuladung durchhalten. Die Hände des Roboters hat Figure AI stark überarbeitet. In den Handflächen stecken taktile Sensoren sowie Kameras. Der Roboter kann damit Arbeiten präziser durchführen. Seine Geschicklichkeit nehme dadurch zu, sagt Bred Adcock, Gründer und CEO von Figure AI. Hinzu kommen Audiofunktionen, die eine Sprachkommunikation mit dem Roboter ermöglichen.

Der Figure-03-Roboter soll in dem BMW-Werk in Spartanburg in der Logistik in der Sequenzierung eingesetzt werden. Seine Aufgabe besteht darin, unsortiert in größere Behälter ankommende Komponenten auf einem Sequenzierungswagen einzusortieren. Die Arbeit hat eher monotonen Charakter und soll menschliche Mitarbeiter entlasten, so BMW.

Der Wagen wird dann zu einem Sammelpunkt gefahren. Von dort transportiert ihn ein automatisierter Routenzug oder ein Smart Transport Robot zu den Mitarbeitern, die die Teile dann an der Produktionslinie montieren. Nach Angaben von BMW sei dies ein gängiger und vielfach vorkommender Anwendungsfall in der Automobilproduktion, der „Potenzial für Weiterentwicklung und Skalierbarkeit“ biete.

BMW hatte bereits 2025 Figure AIs Figure 02 eingesetzt. Über einen Zeitraum von zehn Monaten half er bei der Produktion von mehr als 30.000 BMW X3. Der Roboter positionierte dabei Karosserieteile für den Schweißprozess – eine Aufgabe, die mit hohem Kraftaufwand präzise ausgeführt werden muss. Das Pilotprojekt ergab, dass humanoide Roboter unter realen Produktionsbedingen sicher eingesetzt werden können und eine präzise Arbeitsleistung abliefern.

BMW beabsichtigt, mit dem Einsatz des aktuellen Figure-03-Roboters das Werk in Spartanburg weiter digital zu transformieren. Dazu wurde die Halle 52 erweitert und umgebaut. In ihr werden Antriebsvarianten des BMW X3 und des künftigen elektrischen BMW iX5 hergestellt. Die Planung der Produktionsprozesse erfolgte digital. Im Rahmen des BMW-iFactory-Ansatzes sollen digitale Anwendungen in der täglichen Produktion eingesetzt werden. Mittels 3D-Simulationen werden etwa Produktionsprozesse optimiert. Mit dem digitalen Zwilling der Fabrik, der BMW Virtual Factory, sollen Produktionsprozesse optimal angepasst werden können, heißt es.

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BMW setzt verstärkt auf Künstliche Intelligenz (KI) in der Qualitätssicherung. Mit Artificial Intelligence Quality Next (AIQX) erfolgt eine visuelle und akustische Qualitätsprüfung über Kamerasysteme und Sensoren im Produktionsablauf. Mitarbeiter in der Produktion werden unmittelbar über Smart Devices informiert, wenn es zu Qualitätsproblemen komme.


(olb)



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