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Top 10: Der beste In-Ear-Kopfhörer im Test – Noise Cancelling schon ab 89 Euro


Innovationssieger

Google Pixel Buds Pro 2

Google Pixel Buds Pro 2 im Test: Die besten In-Ear-Kopfhörer für Android

Die Google Pixel Buds Pro 2 sind die aktuell besten In-Ear-Kopfhörer für Android-Smartphones. Wir zeigen im Test, warum.

VORTEILE

  • hervorragender Klang & gutes ANC
  • unkomplizierte Einrichtung & App
  • sehr kompakt & angenehm zu tragen
  • lange Akkulaufzeit
  • Lautsprecher im Case

Die Google Pixel Buds Pro 2 sind die aktuell besten In-Ear-Kopfhörer für Android-Smartphones. Wir zeigen im Test, warum.

Die Google Pixel Buds Pro 2 sind entgegen der Benennung bereits Googles dritter Aufschlag im Segment der Premium-ANC-In-Ears. Im Vergleich zum direkten Vorgänger sind sie deutlich geschrumpft und bieten eine Reihe neuer Extras – Google hat an nahezu jeder Schraube geschraubt. Das Wichtigste: Der Sound ist auf Top-Niveau, genauso die Akkulaufzeit mit bis zu 30 Stunden. Wir haben die Kopfhörer nun seit mehreren Monaten im Einsatz und ganz genau unter die Lupe genommen.

Design & Tragekomfort

Die Pixel Buds Pro 2 kommen in einem für Google typischen, organischen Design. Es gibt wieder vier verschiedene Farben, die mehr oder weniger auffällig sind: Porcelain (creme-weiß), Hazel (anthrazit), Wintergreen (grün) und Peony (rot). Auf den ersten Blick erscheint der Unterschied zu den Böhnchen-förmigen Vorgängern gering, doch bei genauerem Hinsehen sind die Buds Pro 2 etwas kleiner und stehen weniger aus dem Ohr. Für die Form hat Google die Anatomie vieler Ohren analysiert und laut eigener Aussage über 45 Millionen Datenpunkte aufgezeichnet. So soll der Kopfhörer in möglichst viele Ohren passen, egal ob klein oder groß. Und ja, sie sitzen richtig bequem – wir könnten sie glatt vergessen. Sogar im Bett können wir sie im Ohr lassen und uns darauf legen, ohne dass das weh tut.

Google hat zudem auf die Nutzer (und Tester) gehört und den Halt der Kopfhörer mithilfe eines kleinen Gummiflügelchens verbessert, das sich im Ohr gewissermaßen festkeilt. Etwas, das Google auch schon einmal bei den Pixel Buds A-Series, also den Budget-Kopfhörern für unter 100 Euro, umgesetzt hatte. Dort empfanden wir die Flügel allerdings als unangenehm drückend, zumindest bei unserer Ohr-Anatomie. Die Pixel Buds Pro 2 setzen hier auf dezentere, aber genauso wirksame Silikon-Flügel. Sind die Vorgänger uns teils fast (oder tatsächlich) aus den Ohren gefallen, insbesondere beim Laufen, gilt das für die neuen Buds Pro nicht. Im Gegenteil: So gut saßen bei uns noch keine Kopfhörer, die so klein sind. In Zahlen ausgedrückt hat Google die Ohrhörer um 27 Prozent verkleinert und deren Gewicht um 24 Prozent reduziert. Beide Kopfhörer wiegen 4,7 g, das Case mit den Kopfhörern 65 g. Dennoch haben sich Klang und ANC verbessert, doch mehr dazu später.

Die Ohraufsätze aus Silikon lassen sich wie beim Vorgänger austauschen, sodass man auch eine andere der beiliegenden Größen XS, S, L oder XL wählen kann. Standardmäßig ist die Größe M auf den Buds.

Das weiße, matte Case hat Google weitgehend unbearbeitet vom Vorgänger übernommen. Warum auch nicht? Schließlich ist es nach wie vor einfach, kompakt und gut. Durch die abgerundete Eier-Form wirkt es kompakt und zeitlos schick. Neu hinzugekommen ist nur eine Aussparung für einen Lautsprecher. Das Innere des Cases hat Google der neuen Form angepasst, die Buds präsentieren sich nun nach dem Öffnen erhöht, sodass man sie besser herausnehmen kann. Die Verarbeitung von Buds und Case ist hochwertig, der Klappmechanismus des Deckels fühlt sich wertig an. Im Laufe einiger Wochen hat sich lediglich das matte Gehäuse des Cases abgenutzt, das inzwischen eher glatt als matt-stumpf anmutet. Das passierte uns auch bei der ersten Generation. Schlimm ist das nicht, denn das Material nutzt sich gleichmäßig ab und die Veränderung fällt optisch nicht auf. Daher betrachten wir das nicht als Manko, sondern nur als interessante Auffälligkeit. Hier ist sicherlich auch die Farbwahl hilfreich, die solche Dinge gut kaschiert.

Während das Ladecase nach IPX4 vor Spritzwasser geschützt ist, setzt Google beim Case auf IP54 für Spritzwasser- und Schweiß-Beständigkeit.

Klang & ANC

Neben einem guten Sitz im Ohr können die Pixel Buds Pro 2 auch in einer weiteren für Kopfhörer wichtigen Kategorie Maßstäbe setzen: bei Klang und ANC. Konnten hier die Vorgänger schon punkten, hat Google den Sound verfeinert und bietet etwa für Instrumente einen deutlich differenzierteren Klang. Wir mochten zwar auch den wärmeren, bassigen Sound der ersten Generation, der räumliche und offene Klang der Nachfolger klingt aber erwachsener.

Ob Rap mit kräftigen Kick-Drums, Orchester-Instrumente oder rockige Gitarren – die Pixel Buds Pro 2 lassen alle Genres glänzen. Auch Sprache in Videos oder Podcasts kommt gut zur Geltung, die Latenz zwischen Sprache und Bild hat Google im Vergleich verbessert.

Angenehm ist auch die breite, räumliche Wiedergabe. Musik klingt so, als würde die Band direkt vor einem spielen. Dazu trägt das Feature Spatial-Audio bei. Es sorgt dafür, dass Ton nicht nur von links oder rechts, sondern auch von vorn, hinten oder oben kommen kann. Zusätzlich gibt es eine optionale Kopfbewegungs-Erkennung, wodurch man sich im Audio gewissermaßen umsehen kann. Das halten wir aber eher für eine Spielerei, einen wirklich sinnvollen Mehrwert bietet es kaum.

Das ANC haben wir ebenfalls in unterschiedlichsten Umgebungen ausprobiert, von der Fahrt im Zug bis zum Einsatz neben dem laufenden 3D-Drucker. Vorab: Für einen In-Ear-Kopfhörer, vor allem in dieser Größe, ist das ANC ausgezeichnet. Zwar hört man ohne laufende Musik ein minimales Rauschen und Gespräche oder Tastaturanschläge sind minimal zu hören, was für ANC allerdings typisch ist. Die Stärke der Technologie liegt in der Filterung von gleichmäßigen oder tieffrequenten Geräuschen. Das gelingt den Pixel Buds Pro 2 auch sehr gut – für einen In-Ear-Kopfhörer. Beim gleichmäßigen Rauschen der Lüfter unseres 3D-Druckers reduziert sich die Lautstärke zwar spürbar, zu hören ist das Staubsauger-artige Geräusch aber weiterhin. Für solche Situationen verwenden wir lieber unsere Over-Ear-Kopfhörer, die noch weniger durchlassen.

Schalten wir Musik an, werden Umgebungsgeräusche sehr gut ausgeblendet. In jedem Fall hat sich die ANC-Qualität abermals gebessert im Vergleich zum Vorgänger, der zwar gut, aber der Konkurrenz unterlegen war. Die nun verbesserte Hardware beschreibt Google mit dem Begriff Silent Seal 2.0. Im Vergleich zu den Bose QC Ultra etwa, dem Spitzenmodell des für gutes ANC bekannten Herstellers, ist die Google-Umsetzung auf nahezu gleichem Level.

Der Transparenzmodus gefällt ebenso, ist inzwischen so gut, dass wir mitunter fast vergessen, dass wir Kopfhörer tragen. Umgebungsgeräusche werden nicht unnatürlich laut durchgereicht, dieser verstärkende Effekt durch die Mikrofone war noch ein kleines Problem des Vorgängers. Auch die automatische Unterhaltungserkennung, die bei Erkennung von Geräuschen den Transparenzmodus aktiviert und Musik pausiert, ist wieder an Bord. Das klappt gut, Fehlerkennungen haben wir kaum – etwa wenn jemand im Hintergrund laut spricht.

Ausstattung

Bei den Pixel Buds Pro 2 kommen wieder große 11-mm-Treiber zum Einsatz. Neu ist der Tensor-A1-Prozessor, der eine besonders schnelle Verarbeitungsgeschwindigkeit erlaubt. So werden die Signale für die Geräuschunterdrückung schneller umgesetzt. Auch Google verwendet zusätzlich beim Mikrofon einen Knochenschallsensor für bessere Verständlichkeit. Im Test können wir hier keine Probleme feststellen. Im Case findet sich nun außerdem ein Lautsprecher, dank welchem sich auch das Case per Klingelton finden lässt – und nicht bloß die Kopfhörer. Diese mussten bisher außerhalb des Cases liegen, damit man sie anfunken konnte. Wir haben unsere Pixel Buds Pro der ersten Generation so schon über Monate gesucht, eine echte Verbesserung also.

Der Bluetooth-Standard ist jetzt auf Version 5.4, statt nur AAC gibt es nun auch LC3/LE-Audio. Multipoint ist wieder mit von der Partie und erlaubt das Verbinden mit zwei Geräten gleichzeitig.

Bedienung & App

Bedient werden die Kopfhörer zumeist direkt über die Oberfläche des Smartphones oder die berührungsempfindlichen Seitenflächen der Earbuds. Auf beiden Wegen kann man die ANC-Modi umstellen, Pause/Wiedergabe auslösen und selbstredend die Lautstärke anpassen. Die Erkennung erfolgt tadellos, an die Wisch- und Druckgesten gewöhnt man sich schnell.

Zur Einrichtung und Steuerung benötigt man bei aktuellen Android-Smartphones meist keine zusätzliche App, da die Bedienoberfläche direkt in Android integriert ist. Sollte das nicht der Fall sein, bietet Google die Pixel-Buds-App auch im Play Store zum Download an. Die erste Kopplung erfolgt dank Pop-up-Fenster via Google Fast Pair. Alle notwendigen Einstellungen kann man hier direkt festlegen, alles wird einfach erklärt. Unter iOS kann man sie zwar verbinden, es gibt aber keine App – wodurch sich die Einstellungen, wie Bedienung der Touchflächen oder der Equalizer nicht verändern lassen.

Im Test hatte die Einrichtung und Nutzung zunächst massive Probleme bereitet, die Kopfhörer haben sich nicht richtig mit unserem Google Pixel 8 Pro verbunden. Auf dieses hatten wir im Frühsommer die Android-15-Beta installiert, waren aber längst zur stabilen Version gewechselt. So waren in der Buds-App wichtige Optionen ausgegraut und wir konnten nicht mehr manuell die Verbindung trennen, ohne die Kopfhörer ins Case zurück zu packen. Mit einem anderen Pixel 8 Pro, das nicht zuvor in der Beta war, gab es keine Probleme. Das Android-Quartals-Update im Dezember hat die Probleme aber behoben – gut so!

In der App hat sich wenig getan im Vergleich zum letzten Stand beim Vorgänger, für den Google seit dessen Release fleißig Funktionen nachgeliefert hat. Entsprechend ist das Potpourri an Features inzwischen bei Generation zwei bereits ab Werk riesig. Neben den bereits zuvor angesprochenen Funktionen gibt es einen Equalizer, Anpassungsmöglichkeiten für die Touchbedienung sowie die Einstellungen für Gemini. Richtig gelesen, denn der Google Assistant hat ausgedient und wurde durch Gemini ersetzt. Stattdessen ist nun Googles KI für das Vorlesen von Benachrichtigungen zuständig.

Hinzugekommen ist auch die volle Einbindung der Buds in die Find-my-Device-App von Google im Rahmen des Community-Netzwerks. So kann man mithilfe anderer Android-Nutzer nun die verlorenen Kopfhörer orten. Die Smartphones tauschen dabei mit den Buds anonyme Verbindungsschlüssel aus, wodurch sie ihren aktuellen Standort weitergeben können – ganz ohne eigene Internetverbindung.

Akku

Die Akkulaufzeit hat Google nach oben geschraubt, so erreichen die Kopfhörer mit aktiviertem ANC jetzt bis zu acht Stunden statt zuvor sechs Stunden – und das trotz kleinerem Gehäuse. In Verbindung mit dem Case steigt die Akkulaufzeit auf etwa 30 Stunden, wir müssen so bei regelmäßiger Verwendung nur alle ein bis zwei Wochen aufladen. Ein Nachladen von fünf Minuten erlaubt den Weiterbetrieb für ganze eineinhalb Stunden.

Geladen werden die Pixel Buds Pro 2 über den USB-C-Port im Case oder per kabellosem Ladegerät mit Qi.

Preis

Die Pixel Buds Pro 2 kosten 203 Euro (Amazon). Das ist im Vergleich zur direkten Konkurrenz um Apple, Bose, Sony & Co. ein guter Preis. Nachdem es sich hier aber um die aktuell besten Kopfhörer für Android-Smartphones handelt, ist der Preis umso angemessener. Zudem ist der Preis inzwischen seit unserem Test am 17. Januar 2025 um knapp 40 Euro gefallen.

Fazit

Mit Pixel Buds Pro 2 ist Google zweifellos der große Wurf gelungen. Zwar sind die Verbesserungen der zweiten Generation eher kleine Details, doch sie alle schieben die Earbuds vor die Konkurrenz. Angefangen bei der kompakten Größe und der neuen Form der Kopfhörer, die das Tragen enorm angenehm macht. Dennoch ist die Akkulaufzeit auf acht Stunden (Buds) gestiegen. Die Verarbeitung ist weiterhin gewohnt hochwertig. Google hat außerdem das Problem behoben, dass die Kopfhörer mitunter rausgefallen sind.

Durch den neuen Tensor-A1-Chip hat die Qualität des ANC deutlich zugelegt und ist nun mindestens auf einer Ebene mit der Konkurrenz. Das Klangbild ist differenziert, angenehm und sehr räumlich. Ein Komfort-Feature ist die Verfügbarkeit eines Lautsprechers im Case, das so zum Suchen klingeln kann. Obendrein funken die Buds Pro 2 nun über das Google-Gerät-finden-Netzwerk, wodurch man sie mit der Hilfe von anderen Android-Nutzern suchen kann.

Insgesamt hat Google hier ein sehr rundes Gesamtpaket auf den Tisch gelegt und Probleme der ersten Generation abgearbeitet. Für uns sind die Pixel Buds Pro 2 die besten Kopfhörer im Android-Ökosystem. Sie kosten 203 Euro (Amazon).



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Künstliche Intelligenz

UN-Bericht zu KI-Risiken: „Die Welt kann nicht regieren, was sie nicht versteht“


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Die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz vollzieht sich in einer Geschwindigkeit, die sowohl die Forschung als auch Regierungen weltweit zu überholen droht. In diesem Umfeld hat das unabhängige internationale wissenschaftliche Expertengremium für KI der Vereinten Nationen seinen vorläufigen Bericht vorgelegt. Die Veröffentlichung bildet den ersten globalen unvoreingenommenen Versuch, die Chancen, Risiken und Auswirkungen der Technologie wissenschaftlich fundiert zu bilanzieren. Das zentrale Leitmotiv, das die UN dem Bericht in ihrer Ankündigung voranstellt, bringt die entdeckte Misere auf den Punkt: „Die Welt kann nicht regieren, was sie nicht versteht.“

Die Ergebnisse der Studie treffen die globale Politik an einem kritischen Zeitpunkt. Bislang tappen demnach Regierungen bei weitreichenden Entscheidungen über KI oft im Dunkeln und stützen sich auf widersprüchliche Quellen, die lokale Realitäten kaum berücksichtigen. Je mächtiger die Systeme würden, desto höher werde der Einsatz für die Menschheit.

Hier setzt die Arbeit des Panels an: Die Untersuchung umfasst sieben Kernbereiche, darunter wissenschaftliche Entwicklungspfade, wirtschaftliche Folgen sowie gesellschaftliche Anwendungen in Medizin und Bildung. Dazu beleuchten die Fachleute Fragen der nationalen Sicherheit, der Menschenrechte, des Kinderschutzes und der Zuverlässigkeit der Systeme.

Die Experten verweisen auf ein chronologisches Problem: Politische Entscheidungsträger benötigen wissenschaftliche Beweise, um KI effektiv zu steuern. Doch bis diese feststehen, könnte es bereits zu spät sein, um noch lenkend einzugreifen. Der Co-Vorsitzende des Gremiums, KI-Pionier Yoshua Bengio, gab zu bedenken, dass die Fähigkeiten der KI die Kapazitäten der Politik überholten. Besonders besorgniserregend seien Hinweise auf täuschendes Verhalten von Systemen. Die Wissenschaft könne derzeit nicht garantieren, dass künftige KI nicht katastrophale Schäden anrichtet – sei es autonom oder durch böswillige Akteure. Um effektiv zu handeln, müsse die Politik die Technik grundlegend verstehen.

Die zweite Vorsitzende, die Journalistin und Nobelpreisträgerin Maria Ressa, ist ebenfalls wenig optimistisch. KI besitze zwar transformatives Potenzial. Doch auf dem aktuellen Pfad werde die Menschheit die versprochenen Gewinne nicht realisieren. Die Risiken für Gesellschaften und die menschliche Spezies seien zu hoch. Die treibenden Kräfte hinter der KI seien zugleich nicht dafür bekannt, erlangte Vorteile gerecht zu verteilen.

Die Warnung vor globaler Ungleichheit stützte auch der UN-Tech-Sonderbeauftragte Amandeep Singh Gill. KI schließt ihm zufolge digitale Gräben nicht von alleine. Die positiven Effekte landeten primär dort, wo bereits starke Institutionen und Datenbestände vorhanden seien. Wo diese fehlten, drohe die Technik Arbeitsplätze zu vernichten und Gemeinschaften in die Abhängigkeit von Systemen zu treiben, die ohne Berücksichtigung ihrer Belange entwickelt worden seien.

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Mit der Übergabe des Berichts ist die wissenschaftliche Basis gelegt. Konsequenzen daraus muss die Politik ziehen. Der erste Härtetest steht an, wenn sich die Staatenvertreter nächste Woche zum Globalen Dialog über KI-Governance in Genf treffen, um die Empfehlungen in gemeinsames Handeln zu übersetzen.

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UN-Generalsekretär António Guterres ließ keinen Zweifel daran, dass die Kosten des Abwartens täglich stiegen. Er sieht die Staatengemeinschaft in der Pflicht: „Wir können nicht mehr sagen, wir hätten von nichts gewusst. Was wir damit tun, hängt jetzt von uns allen ab.“ Der Bericht sei ein unüberhörbarer Weckruf, damit die Zukunft der KI nicht allein von den Kräften des Marktes, sondern von einer geeinten Weltgemeinschaft gestaltet werde. 2027 soll ein umfassender Hauptreport folgen.


(kbe)



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So laufen Nicht-Steam-Spiele unter Linux | c’t 3003


Steam-Spiele laufen unter Linux mittlerweile hervorragend, dank Valves Kompatibilitätsschicht Proton. Aber was ist mit Spielen, die es nur bei GOG, Epic Games, Battle.net oder in der EA-App gibt? Genau dafür gibt es Open-Source-Tools wie Lutris, den Heroic Games Launcher und den noch recht neuen Faugus-Launcher. c’t 3003 hat ausprobiert, wie einfach sich diese Launcher installieren und bedienen lassen, wo es hakt und warum Anti-Cheat-Software bei manchen Spielen trotzdem einen Strich durch die Rechnung macht.

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(Hinweis: Dieses Transkript ist für Menschen gedacht, die das Video oben nicht schauen können oder wollen. Der Text gibt nicht alle Informationen der Bildspur wieder.)

Guckt mal hier, Linux-Gaming ist überall. Das funktioniert super, macht gar keine Probleme. Steam Deck, Steam Machine, Gaben – ja, alles toll und super. Aber was ist denn, wenn mein Spiel gar nicht bei Steam verfügbar ist? Ja, dann sieht die Nummer schon ein bisschen anders aus: Wie installiere ich dieses GOG-Spiel hier? Wie kriege ich den Battle.net-Launcher zum Laufen, und wer zum Geier benutzt überhaupt Amazon als Gaming-Plattform? Die Lösung dafür sind Open-Source-Tools wie Lutris, Heroic oder der Faugus-Launcher. Mit denen kann man auch Steam-fremde Spiele spielen, die Launcher ganz normal benutzen, und das alles soll auch noch ohne großes Gefummel möglich sein. Angeblich. Wie das geht, ob das wirklich so easy ist und warum Anti-Cheat-Software der größte Müll ist, klären wir in diesem Video. Bleibt dran!

Liebe Hackerinnen, liebe Internet-Surfer, herzlich willkommen hier bei…

Okay, wenn wir hier Linux-Distributionen vorstellen und aufs Thema Gaming zu sprechen kommen, kann man mittlerweile eigentlich allgemeingültig sagen: Steam-Spiele laufen auf Linux, sogar sehr gut. Unter NVIDIA-Karten vielleicht ein klein wenig schlechter als unter Windows, auf AMD-Karten teilweise sogar besser. Aber hier soll es jetzt nicht um Benchmarks gehen, was wo besser läuft – dafür planen wir schon ein großes Vergleichsvideo. Schreibt gerne mal in die Kommentare, ob euch das interessiert und welche Spiele wir testen sollen.

Hier geht es jetzt aber erst mal um eine Sache, die gerne mal etwas zu kurz kommt: Was mache ich auf Linux, wenn es mein Spiel gar nicht bei Steam gibt? Also Spiele vom Epic Launcher, Battle.net, EA App, Ubisoft oder gleich komplette Offline-Installationsdateien von GOG. Dafür gibt es hier drei gängige Möglichkeiten. Einmal den einfach zu bedienenden und gut aussehenden Heroic Games Launcher, der sich aber nur um Spiele von GOG, Epic Games oder Amazon kümmert. Dann Lutris, der theoretisch alles kann, aber deutlich fummeliger zu bedienen ist, wenn man tiefer reingehen will. Und als Geheimtipp noch der super simple und leichtgewichtige Faugus-Launcher, der aber noch etwas in den Kinderschuhen steckt. Wir gehen jetzt mal durch, wie man die bedient und wie kompliziert das Ganze eigentlich ist.

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Okay, aber erst mal nur, damit es einmal gesagt ist: Wenn es ein Spiel ist, das es ganz normal bei Steam gibt und dort läuft, dann ist das der beste Weg, und den würde ich auch immer empfehlen. Denn Steam hat übergreifend die Kompatibilitätsschicht Proton eingebaut, die auf Wine basiert.

Kurzer Nerd-Einschub: Was ist das überhaupt? Wine ist so etwas wie eine Zwischenschicht, die Windows-Aufrufe für Linux übersetzt – also sowas wie Registry-Einträge, irgendwelche Files, die in „C:“ geschrieben werden müssen, und so weiter. Der Unterschied zu so etwas wie einer virtuellen Maschine ist, dass Wine keinen kompletten PC emuliert, sondern nur die notwendigen Funktionen von Windows in einer isolierten Umgebung. Der Vorteil gegenüber einer virtuellen Maschine ist dabei, dass Windows-Software und Spiele direkt auf dem System laufen und der Rechner nicht noch die ganze Hardware emulieren muss. Proton ist eine von Valve entwickelte und für Spiele optimierte Version von Wine, die auch immer weiter angepasst wird. Das sieht man auch ganz gut in den Patch-Notes: Da werden wirklich auch spezifische Probleme für einzelne Spiele gelöst und nicht nur allgemeingültiger Kram. Okay, Nerd-Einschub Ende.

Die Frage ist: Muss man Wine noch extra vorher installieren? Mmh, jein. Manche Distributionen wie CachyOS mit seinem Gaming-Package oder Zorin mit dem Windows App Support installieren Wine bei sowas schon mit. Das ist nicht von Anfang an direkt auf der Platte, aber nur einen Klick entfernt. Falls nicht, ist das aber nicht schlimm, denn man muss Wine eigentlich nicht unbedingt manuell installieren. Das liegt daran, dass man Steam, Heroic oder Lutris als Flatpak installieren kann. Flatpaks sind quasi kleine Pakete von Programmen, die teilweise eigene Abhängigkeiten – wie beispielsweise Wine – direkt integriert haben und abgeschotteter vom System funktionieren. Das kann auch mal zu Komplikationen führen, ist aber, zumindest meiner Erfahrung nach, oft die einfachere Lösung.

Hier unter Zorin OS mit modifiziertem GNOME sind Flatpaks extrem einfach installiert. Hier gibt es nämlich diesen GNOME Software Manager, quasi eine Art App Store, wo man einfach nach Programmen suchen und dann auch auswählen kann, ob man sie als Flatpak installieren will oder nicht. Jetzt jede Distro einzeln durchzugehen, wäre zu viel für dieses Video, aber bei denen, die wir hier auf dem Kanal schon vorgestellt haben, ist Software ähnlich einfach installiert.

Falls man Spiele aus dem Epic Games Launcher, von GOG oder, warum auch immer, von Amazon auf Linux spielen will, dann eignet sich der Heroic Games Launcher hervorragend dafür. Der ist super einfach zu bedienen, straightforward, und hat bei mir wirklich gar keine Probleme gemacht. Den gibt es, wie eben erwähnt, in den gängigen Software-Repositories, beispielsweise hier auf Zorin OS im Gnome-Software-Store als Flatpak.

So sieht das Ding aus, und man bekommt direkt angeboten, sich bei den Plattformen einzuloggen. Mit einem Klick öffnet sich dann direkt ein Fenster zum jeweiligen Launcher, einloggen, und man ist drin. Wenn man dann auf Bibliothek geht und einmal aktualisiert, tauchen alle Spiele auf. Nice. Bevor man jetzt ein Spiel runterlädt, würde ich hier links unter Wine-Manager einmal checken, ob GE-Proton-latest heruntergeladen und ausgewählt ist – also die aktuellste Version.

Falls ihr euch fragt, was der Unterschied zwischen GE und dem „normalen“ Proton ist: Die GE-Version ist eine Custom- bzw. Community-Version mit zusätzlichen Patches und Fixes und bringt zusätzlich Codecs für Videosequenzen mit. Das normale Proton ist ja sehr auf Steam ausgelegt, und in diesem Fall präferiert der Heroic Launcher eher die GE-Version, um Spiele zum Laufen zu bringen. Das heißt nicht, dass die Version immer besser funktioniert, aber es scheint bei Heroic erst mal der Way to go zu sein. GE steht übrigens für GloriousEggroll, also herrliche Frühlingsrolle. Das ist der Nickname von Thomas Crider, dem Urheber dieser Community-Variante von Proton und Mitbegründer der Linux-Distro Nobara. Der Typ ist einfach auch einer der Hauptgründe, warum Spiele auch außerhalb von Steam gut laufen. Vielen Dank, Mr. Eggroll. Okay, zurück zu Heroic.

Bis auf Wine muss man eigentlich sonst nichts einstellen. Man könnte hier noch das Design ändern, und falls man spezifische Probleme mit einzelnen Games hat, kann man wie bei Steam fürs jeweilige Spiel Startparameter einstellen oder die Proton-Version wechseln. Naja, ich kann jetzt auf jeden Fall hier in meiner Bibliothek, wie bei Steam auch, auf ein Spiel klicken, einen Speicherort auswählen und das einfach runterladen und starten. Und was soll ich sagen: Das funktioniert einfach. Auch bei Spielen, die irgendwelche Anti-Cheat-Maßnahmen benötigen, wie beispielsweise Rocket League – da wird bei der Installation direkt das benötigte Easy Anti-Cheat mit installiert.

Spiele von GOG, auch ältere wie dieser absolute Banger aus 2004, Vampire The Masquerade Bloodlines, lassen sich ebenfalls easy installieren. Was echt praktisch ist: Damit das Spiel auf aktueller Hardware läuft, gibt es bei GOG direkt die Patches, die man dafür braucht. Und in diesem Fall hat Heroic den benötigten Patch gleich direkt mit installiert – sehr praktisch. Das wird nicht bei allen Spielen der Fall sein, weil das auch mit GOG zusammenhängt, aber ja, schon nice.

Übrigens, das ist ja Epic Games – was ist eigentlich mit Fortnite? Ja, das funktioniert leider gar nicht. Das läuft zwar auch mit Easy Anti-Cheat, wird aber in diesem Fall aktiv blockiert. Aber ich rege mich später noch mal richtig explizit über Anti-Cheat-Software auf. Okay, der Heroic Launcher ist einfach zu bedienen, sieht gut aus, und ich würde ihn für Epic- und GOG-Spiele auf jeden Fall weiterempfehlen. Aber es gibt ja noch den Battle.net-Launcher für Blizzard-Spiele und die EA App für sowas wie Battlefield. Dafür gibt es auch eine Lösung, und die heißt Lutris.

Lutris ist so eine Art Startrampe für andere Launcher, also beispielsweise Battle.net. Die werden mithilfe von Installationsskripten installiert und benutzbar gemacht, ohne dass man viel rumfummeln muss. Lutris ist aber nicht ganz so geschmeidig in der Bedienung wie Heroic, und das kann auch erst mal etwas abschreckend sein. Oder, wenn ich diesen Kommentar von „afrikaopa“ zitieren darf: „Lutris ist ein Buch mit sieben Siegeln für mich.“ Ja, das verstehe ich. Aber eigentlich ist das gar nicht so kompliziert, wenn man es einmal gecheckt hat. Das sehen auch andere so: Das Teil ist nämlich extrem beliebt, und eigentlich wird bei jedem Beitrag, wo jemand fragt, wie man Spiel XY auf Linux spielen kann, Lutris empfohlen.

Und Disclaimer: Ich weiß, Lutris kann auch noch sehr viel mehr, beispielsweise Emulation, und wenn man will, kann man hier wirklich extrem viel einstellen. In diesem Video beschränken wir uns aber erst mal nur auf die Basics. Es geht vor allem darum, erst mal die Nicht-Steam-Launcher zum Laufen zu bekommen. Man könnte auch Spiele direkt per Installationsskript quasi „einzeln“ installieren, aber der Launcher startet dann trotzdem. Das hätte den Vorteil, dass man für die jeweiligen Spiele einzeln die Wine- bzw. Proton-Version wählen könnte. Wenn man die kompletten Launcher in Lutris startet, ist halt alles immer mit einem Wine- bzw. Proton-Prefix unterwegs. Ja, bei mir lief das aber wunderbar bisher, und das ist wirklich auch die einfachste Methode, Lutris zu benutzen.

Also erst mal Lutris als Flatpak installieren, weil das, wie schon erwähnt, benötigte Abhängigkeiten direkt mitbringt. Und wenn man Lutris das erste Mal startet, sieht das, naja, irgendwie ein bisschen hässlich aus, und da ist auch erst mal gar nichts drin. Wie bei Heroic würde ich als erstes checken, ob die richtige Wine-Version am Start ist. Dafür hier das Burger-Menü öffnen, in die Einstellungen, unter Starter ganz nach unten zu Wine scrollen und aufs Zahnrad klicken. Hier aufklappen, und da sollte dann GE-Proton (latest) (standard) vorhanden und ausgewählt sein. Ansonsten habe ich in den Systemeinstellungen noch einen Speicherort ausgewählt und sonst nichts mehr verändert. Falls man sich auskennt, könnte man hier noch richtig viel einstellen, für meine Zwecke konnte ich aber alles so lassen, wie es ist.

Dann hier auf Quellen und die Launcher hinzufügen, die man in Lutris haben will. Lutris könnte in der Theorie alle Launcher komplett an einem Ort für euch bündeln, auch Steam – aber das läuft ja eh schon, also brauche ich das nicht in Lutris. Was die meisten brauchen werden, ist Battle.net, EA App, Ubisoft Connect, GOG und der Epic Game Store. Wenn die angewählt sind, kreuzen sie hier links bei den Quellen auf. Bei allen – bis auf Battle.net, dazu komme ich gleich noch – ist hier so ein kleines Männchen-Symbol daneben. Darüber kann man den Launcher runterladen und sich einloggen. Also beispielsweise bei Epic: Man klickt drauf, dann wird der Launcher installiert, und Lutris zeigt mir auch direkt an, welche Abhängigkeiten dabei mitinstalliert werden. Dann rödelt er kurz rum, und aha, jetzt startet der Epic Games Launcher. Einloggen, und schon kann man Spiele runterladen und einfach spielen wie bei Steam auch. Auch andere Sachen wie beispielsweise die Freundesliste sind am Start und funktionieren ganz normal. Sehr gut. Bei der EA App funktioniert auch alles ganz genauso: installiert, gestartet, alles läuft.

Okay, was ist mit GOG? Wenn man sich da eingeloggt hat, dann tauchen die Spiele auf dem Account direkt hier in der Lutris-Oberfläche auf. Hier beispielsweise Hollow Knight: Silksong. Ich klicke da einfach drauf und lade das runter. Ja – hier ganz kurz ein Einschub aus der Zukunft: So viel dazu. Beim Schreiben des Skripts hat das noch wunderbar funktioniert, und als ich das jetzt aufnehmen wollte, hat Lutris bei Silksong einfach gar nichts mehr gemacht. Ich habe das dann mal im Debug-Modus gestartet, und da steht, dass er keine Installationsdatei von GOG bekommt. Naja. Bei Heroic ging das wunderbar, und man kann da auch auswählen, ob man die Windows- oder die Linux-Version installieren möchte. Also, ich erzähle gleich noch, wie auch alte Spiele bei Lutris funktionieren können, aber würde für GOG-Spiele im Allgemeinen eher Heroic verwenden. So, Einschub Ende und zurück zu Lutris.

Bei älteren Spielen wie Vampire The Masquerade, die einen Patch brauchen, kann dieser direkt mitinstalliert werden. Dafür wird man während der Installation aufgefordert, den Speicherort der Patch-Datei anzugeben. Die muss man sich halt vorher irgendwie runterladen und abspeichern. Gibt man den Speicherort an, wird der Patch direkt mitinstalliert. Ja, und starten tut es dann trotzdem erst mal nicht – er findet anscheinend die richtige .exe-Datei nicht. Ich habe dann einmal in den Spieleinstellungen auf die richtige Vampire.exe gezeigt, und dann ging es. Trotzdem nervig.

Bei Battle.net gibt es kein Männchen-Symbol, mit dem der Download gestartet wird. Weiß auch nicht, warum. Aber das lässt sich relativ unkompliziert lösen: Einfach hier oben links auf das Plus und nach „Installations-Skripts auf der Lutris-Website suchen“, Battle.net eintippen und installieren. Dann läuft’s. Über das Plus könnte man übrigens auch direkt Installationsdateien und lokale Installationsskripte ausführen.

Okay, bis auf die GOG-Sachen lief das hier mit den Launchern eigentlich relativ geschmeidig bei Lutris. Aber hier haben wir noch ein Problem: Ubisoft Connect lässt sich zwar installieren, startet dann aber nicht. Er findet angeblich die ausführbare Datei nicht. Das scheint ein eher neueres Problem zu sein, und das zum Laufen zu bekommen, ist nervig. Nach ein bisschen Recherche stellt sich raus, dass der Launcher mit GE-Proton anscheinend nicht so richtig klarkommt. Damit die Installation klappt, muss man einmalig auf Wine-Staging umstellen – also eine andere Version von Proton bzw. Wine.

Damit das hier alles nicht zu lang wird und da das ein sehr spezifisches Problem ist, das man nur einmal fixen muss, gehe ich die Schritte einmal im Schnelldurchlauf durch. Falls ihr den Ubisoft-Connect-Launcher eh nicht benutzen wollt, findet ihr unten Timestamps und könnt einfach skippen. Also, erst mal Ubisoft Connect quasi mit Fehler installieren, damit das hier bei Lutris aufkreuzt. Dann Lutris schließen und Wine-Staging dazuinstallieren. Das geht sehr einfach mit dem Tool ProtonPlus. Damit lassen sich verschiedene Wine- bzw. Proton-Versionen sehr einfach zu Lutris dazuinstallieren. Also: ProtonPlus runterladen, starten und hier oben Lutris auswählen. Dann nach Wine-Staging suchen, die aktuellste Version auswählen und installieren. Dann Lutris wieder starten, Rechtsklick auf den Ubisoft-Connect-Eintrag und unter „Optionen des Starters“ Wine-Staging auswählen. Dann über die offizielle Seite den Ubisoft-Connect-Launcher für Windows runterladen und in Lutris unten links auf den kleinen Pfeil klicken, „Starte EXE innerhalb eines Wine-Prefix“ anwählen und die eben runtergeladene Ubisoft-Installationsdatei auswählen. Jetzt installiert das Ding ganz normal. Nach der Installation erst mal beenden, wieder Rechtsklick auf Ubisoft Connect, konfigurieren und unter „Optionen des Starters“ wieder Proton-GE auswählen. Fertig.

Nachdem ich das einmal gemacht hatte, lief alles ganz normal. Okay, das war zwar mit Ubisoft turbo-nerviges Linux-Gefrickel, aber ich muss schon sagen: Abgesehen davon war das sonst eigentlich alles gar nicht so wild mit Lutris.

Aber wirklich super simpel wird es mit diesem Geheimtipp hier: dem Faugus-Launcher. Den gibt es noch gar nicht so lange. Der Aufbau von dem Ding ist extrem simpel: Man hat dieses kleine Fenster, klickt auf das Plus und kann dann einen Launcher auswählen, die Proton-Version einstellen – am besten wie bei den anderen auch Proton-GE – und installieren. Ja, und bei mir hat da wirklich auf Anhieb alles funktioniert, auch Ubisoft Connect. Ich muss sagen: Einfacher geht es wirklich nicht. Aber GOG ist nicht direkt integriert, und auch der Epic Games Launcher wurde gerade ganz frisch zum Zeitpunkt dieser Aufnahme temporär wegen irgendwelcher inkompatibler Updates entfernt. Der sollte aber irgendwann wieder aufkreuzen, denke ich. Und für die beiden gibt es ja eh auch den Heroic Launcher.

Ihr fragt euch vielleicht: Hä, warum nicht gleich einfach nur den Faugus-Launcher verwenden? Ja, das Ding ist: Der läuft noch etwas unter dem Radar, und falls es mal Probleme geben sollte, gibt es dementsprechend weniger Dokumentation bzw. Community-Hilfe im Vergleich zu beispielsweise Lutris. Zusätzlich habe ich hier und da davon gelesen, dass sowas wie HDR manchmal Probleme macht und Spiele sich nicht richtig beenden lassen und ähnlicher Kleinkram. Alles, was ich ausprobiert hatte, lief aber direkt richtig gut. Ich würde auf jeden Fall empfehlen, den mal auszuprobieren, weil einfacher geht es wirklich nicht.

Okay, es gibt viele Möglichkeiten, so gut wie jedes Spiel unter Linux zum Laufen zu bringen. So gut wie – denn ich muss mich leider noch einmal aufregen.

Es gibt leider noch so viele Spiele, die aufgrund von komplett invasiver, sich tief ins System grabender und obligatorischer Anti-Cheat-Software nicht auf Linux laufen. Das ist vor allem bei großen Multiplayer-Titeln ein Ding, bei denen die zwingend im Hintergrund laufen müssen. Hier mal ein paar Beispiele von Spielen, die, Stand jetzt, unter keinen Umständen unter Linux laufen: Fortnite, PUBG, Apex Legends (und das hat sogar mal funktioniert), Rainbow Six Siege, Battlefield 6, EA FC, GTA-5-Multiplayer und alle Spiele von Riot Games – also League of Legends, Valorant, TFT und 2XKO.

Riots Anti-Cheat-Programm heißt Vanguard und greift sehr tief ins System ein. Das läuft nämlich auf Kernel-Level. Das heißt, dass das Ding quasi auf der tiefsten Ebene des Systems und mit allen damit verbundenen Rechten arbeitet. Damit hat die Software in der Theorie Zugriff auf Treiber, Dateisystem, Netzwerk und vieles mehr – was echt ein bisschen hardcore ist, nur damit ich hier League of Legends spielen kann. Potenziell kann die Software damit auch einiges kaputt machen, ganz zu schweigen von den vielen anderen Problemen, die das Ding ohnehin schon macht. Bisher läuft Vanguard sogar direkt ab Systemstart, aber Riot hat jetzt ganz frisch angekündigt, zumindest daran etwas ändern zu wollen. Damit das allgemein auf Linux funktionieren könnte, müsste Vanguard komplett auf den Linux-Kernel angepasst werden. Und ja, ich will mir eigentlich wirklich gar nicht ausmalen, was dabei alles kaputtgehen könnte.

Naja, Easy Anti-Cheat kann im Gegensatz zu Vanguard unter Linux laufen, wenn die Spieleentwickler das aktiv anschalten bzw. nicht blockieren. Beispielsweise ist der Easy Anti-Cheat bei Elden Ring für Linux nicht blockiert, und das Spiel läuft. Das hat vermutlich auch damit zu tun, dass ein Spiel, wenn es auf dem Steam Deck als Verified gelabelt werden soll, auch mit Anti-Cheat auf Linux laufen muss. Fortnites Anti-Cheat ist beispielsweise auf Linux nicht freigegeben, weswegen das Spiel einfach gar nicht läuft. Aber es gibt Grund zur Hoffnung: Anscheinend hat Epic Games eine Stellenanzeige für einen Senior Game Security Engineer ausgeschrieben, und die Stelle soll sich mit den Linux-Anti-Cheat-Fähigkeiten von Epic befassen. Vielleicht wird es ja eines Tages doch noch was mit Linux und Anti-Cheat.

Bis dahin: Schreibt gerne mal in die Kommentare, was ihr gerade spielt, auf welchem System und wie das so läuft. Bis zum nächsten Mal. Tschüss!

c’t 3003 ist der YouTube-Channel von c’t. Die Videos auf c’t 3003 sind eigenständige Inhalte und unabhängig von den Artikeln im c’t Magazin. Die Redakteure Jan-Keno Janssen, Lukas Rumpler, Sahin Erengil und Pascal Schewe veröffentlichen jede Woche ein Video.


(Sahin Erengil)



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Künstliche Intelligenz

SAP will mit Sparmaßnahmen KI-Ausbau finanzieren


Der Software-Konzern SAP will an bestimmten Stellen weiter Kosten sparen, um Mittel für den Ausbau seiner KI-Technologien freizumachen. Dabei hat SAP vor allem Ausgaben für Neueinstellungen und Dienstreisen im Blick. Einen entsprechenden Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg bestätigte ein SAP-Sprecher am Donnerstag.

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„SAP überprüft fortlaufend seine Investitionen, um Ressourcen gezielt dort einzusetzen, wo sie den größten langfristigen Mehrwert für Kunden schaffen“, hieß es in einem Statement des Konzerns. „Daher investieren wir verstärkt in KI-bezogene Kompetenzen, Talente und Technologien. Gleichzeitig gehen wir bei Neueinstellungen, externen Ausgaben und internen Reisen bewusster und gezielter vor.“ Kundennahe Aktivitäten sowie wichtige KI-Initiativen würden weiterhin vollständig unterstützt.

Bloomberg hatte zuvor unter Berufung auf eine E-Mail des Managements an die Beschäftigten berichtet, dass sich künftige Neueinstellungen ausschließlich auf ausgewählte Profile konzentrieren würden, mit Fokus vor allem auf zentrale KI-Rollen. Dienstreisen für interne Veranstaltungen ohne Bezug zur KI-Entwicklung würden ausgesetzt. Zudem prüfe Europas größter Software-Konzern Einsparpotenziale bei Lieferanten.

SAP-Chef Christian Klein hat sein Unternehmen schon länger auf KI-Kurs eingeschworen. Bei der Hausmesse Sapphire stellte SAP etwa seine Vision des autonomen Unternehmens vor, bei dem KI-gestützte Assistenzen Hand in Hand mit dem gewöhnlichen Personal arbeiten. Bislang scheint SAPs KI-Strategie bei der Kundschaft aber nur bedingt zu zünden. Laut einer durchgesickerten internen Umfrage vertrauen auch nur noch 54 Prozent der SAP-Angestellten dem Unternehmensvorstand. Seit Jahresbeginn hat die SAP-Aktie rund 30 Prozent an Wert verloren.


(axk)



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