Künstliche Intelligenz
Was die NASA-Bilder von der Erde zeigen und wie sie gemacht wurden
Am gestrigen Freitag hat die NASA die ersten Fotos des gesamten Erdballs veröffentlicht, welche aus der Orion-Kapsel der Mission Artemis 2 aufgenommen wurden. Seitdem wird über den Inhalt und die Technik der Aufnahmen in sozialen Netzwerken facettenreich diskutiert. Nicht nur Verschwörungsgläubige, auch Fotointeressierte staunen vor allem über das helle Bild, welches die NASA „Hello World“ genannt hat.
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Darauf ist die Erde im Gegenlicht der Sonne zu sehen, und zwar gegenüber gewohnten Ansichten quasi auf dem Kopf stehend: Der Nordpol ist unten links, der Südpol oben rechts. Weil es mit sehr hoher Kameraempfindlichkeit und langer Belichtungszeit – zur Technik gleich mehr – aufgenommen wurde, erscheint die Erde taghell. Und das, obwohl das Bild die Nachtseite zeigt. Dadurch sind die Polarlichter deutlich zu sehen, ebenso wie die künstliche Beleuchtung von Großstädten und das Zodiakallicht, welches die Sonne erzeugt. Das Bild hat die NASA hier in voller Auflösung als JPEG samt EXIF-Daten veröffentlicht.

„Hello World“ von Reid Wiseman mit Beschriftungen der Bildteile.
(Bild: NASA, Beschriftung: heise medien)
Ein Bild, zwei Belichtungseinstellungen
Die einzige Lichtquelle für die Erde ist in der Aufnahme das Mondlicht, welches zum Zeitpunkt des Bildes, am 3. April, noch kurz nach dem Vollmond vom 2. April, recht stark war. Auch auf der Südhalbkugel, welche „Hello, World“ überwiegend zeigt: Unten links ist Afrika, darunter die iberische Halbinsel, am rechten Rand des Fotos lassen sich noch Teile des westlichen Südamerika erkennen. Um zu verdeutlichen, dass es sich um eine gestaltete Aufnahme der Nachtseite der Erde handelt, hat die NASA auch noch dieselbe Perspektive mit anderen Kameraeinstellungen veröffentlicht. Metropolregionen an den Küsten Afrikas und Südamerikas erscheinen dort als helle Lichtpunkte.

Laut NASA wurden diese beiden Bilder im Abstand von Minuten aufgenommen. Links das bekannte „Hello World“. Rechts sind die Metropolen als helle Lichtpunkte zu sehen.
(Bild: NASA, Montage: heise online)
Die sonst auf vielen Erdfotos aus dem All – auch dem berühmten „Blue Marble“ von Apollo 17 – fehlenden Sterne sind bei bei „Hello World“ deutlich sichtbar, sogar bestimmte Sternbilder sind erkennbar. Das erklärt sich durch die große Blendenöffnung von f/4.0, welche der Fotograf gewählt hat. Bei ihm handelt es sich um den Kommandanten der Mission Artemis 2, Reid Wiseman. Wie bei allen NASA-Astronauten gehörte auch für ihn der richtige Umgang mit den an Bord befindlichen Kameras zur Ausbildung, wie er unter anderem in einem Facebook-Post mit einem Video zeigte.
Nikon D5 wegen enormem Kontrastumfang
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Die Kamera, mit welcher die Bilder gemacht wurden, ist ein bewährter Profiklotz: Die digitale Vollformat-Spiegelreflex Nikon D5. Sie kam vor fast genau zehn Jahren auf den Markt und hat für heutige Verhältnisse eine geringe Auflösung von 20,8 Megapixeln. Aber: Ihre Empfindlichkeit (ISO) lässt sich auf bis zu 3.280.000 boosten, auch bei weniger Empfindlichkeit zeichnet sie sich durch einen sehr hohen Kontrastumfang aus – genau das, was man für Astrofotografie braucht. Auch Reid Wiseman lobte in seinem Video die Eigenschaften der Kamera bei geringem Licht. „Hello World“ wurde mit ISO 51.200 aufgenommen, einem Wert, bei dem auch modernste Kameras sonst keine so klaren Bilder liefern. Ob das veröffentlichte Bild, das aus Adobes Lightroom Classic 15.2.1 stammt, stark entrauscht wurde, lässt sich nicht sicher feststellen. ISO 51.200 zeigte auch in unserem Test der Nikon D5 noch annehmbare Bilder mit sichtbarem, aber nicht stark störendem Rauschen.
Eine andere Eigenschaft lässt sich durch Augenschein aber schon feststellen, nämlich, dass das Bild wohl nicht aus mehreren Aufnahmen (compositing) zusammengesetzt oder entzerrt wurde. Ersteres scheidet sehr wahrscheinlich aus, weil das Rauschen natürlich wie von einem Sensor bei hohen ISO-Werten wirkt. Für eine nicht vorgenommene Entzerrung spricht die Brennweite von 22 Millimetern laut EFIX-Daten. Sie liegt im mittleren Bereich von typischen DSLR-Optiken wie dem Nikkor 16–35 mm 1:4G ED VR oder dem Nikkor 14–24 mm 1:2,8G ED. Dabei treten, anders als bei extremem Weitwinkel, keine besonders starken Verzerrungen auf. Mit welchem Objektiv „Hello, World“ genau aufgenommen wurde, hat die NASA noch nicht veröffentlicht. An Bord sollen sich pro Kamera zwei Optiken befinden.
Kaum Bewegungsunschärfe möglich
Bliebe noch die Frage nach der Bewegungsunschärfe, die nach Meinung mancher Kommentatoren bei einer Viertelsekunde Belichtungszeit unzweifelhaft auftreten müsse. Das trifft jedoch nicht zu, da sich, perspektivisch gesehen, die Orion-Kapsel fast linear von der Erde weg bewegt – auch wenn die Bahn zweidimensional dargestellt einen Bogen darstellt. Zudem dreht sich die Erde nicht so schnell, dass bei ihrer Darstellung als ganzes 1/4s schon große Unschärfen hervorrufen würde. Bei einem teilweisen Ausschnitt des Nachthimmels, von der Erde ausgesehen, kommen neben der Erdrotation noch die Bewegungen der Sterne und Planeten hinzu, was mehr Unschärfen erzeugt.
An Bord der Artemis 2 befindet sich neben zwei Nikon D5 auch ein Exemplar des aktuellen, spiegellosen Nikon-Flaggschiffs Z9. Wie bereits berichtet, arbeitet die NASA schon länger daran, diese Kamera zur „Handheld Universal Lunar Camera“ (HULC) umzubauen. Unter anderem mit einer Heizdecke und einem vereinfachten Menü. Reid Wiseman zufolge handelt es sich auch bei der Z9 zwar auch um ein „tolles Gerät“, sie ist jetzt aber vorwiegend an Bord, um sich Strahlungstests zu unterziehen. Neben den drei Systemkameras haben die Astronauten auch ihre privaten iPhones zum Fotografieren dabei.
Unser Liveticker zur Mission Artemis-2:
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(nie)
Künstliche Intelligenz
Wearables von anderen Anbietern: Apple erweitert Funktionsumfang in der EU
Apple will künftig auch die sogenannten Live-Aktivitäten (Live Activities) auf Fremdgeräte weiterreichen. Im Rahmen der von der EU vorgeschriebenen Öffnung von iOS für Wearables von Drittanbietern wäre dies eine weitere Kategorie, die unterstützt wird. Umgesetzt wird dies allerdings frühestens mit iOS 26.5, das derzeit im Betatest ist und wohl nicht vor Ende April oder im Mai erscheint. Es ist unklar, ob Apple dabei auf die Forderungen aus dem Digital Markets Act (DMA) oder es sich quasi um ein „Bonusfeature“ handelt, das der Konzern erstmals außerhalb der Apple Watch freigibt. Möglicherweise nimmt Cupertino an, dass die EU-Kommission auch die Live-Aktivitäten, mit denen man aktuell laufende Vorgänge wie Bestellungen oder das Warten auf einen Mietwagen beobachten kann, nicht nur auf der Apple Watch sehen will.
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EU-Funktionen für Wearables und anderes Zubehör
Der aktuell geplante Funktionsumfang ist für Apple-Verhältnisse bereits breit. So soll erstmals „echte Benachrichtigungen“ auf konkurrierenden Wearables wie die von Samsung, Google oder Garmin auftauchen können, auf die man auf dem Gerät dann auch reagieren kann – dieses „Notification Forwarding“ ist mehr als die aktuelle, simple Weiterleitung der eigentlichen Nachricht per Bluetooth.
Weiterhin gibt es ein neues Annäherungspairing (Proximity Pairing), bei dem man ein Gerät wie einen Kopfhörer nur in die Nähe des iPhone bringen muss, um den Kopplungsvorgang auszulösen. Das geht bislang nur mit AirPods und Beats-Geräten. Schließlich kommen nun besagte Live-Aktivitäten hinzu. Da diese auch grafische Elemente enthalten, dürfte die Umsetzung von Hersteller zu Hersteller abweichen. Es ist auch denkbar, dass nicht jeder Anbieter von Wearables das Feature auch umsetzt. Alle Funktionen will Apple noch 2026 bereitstellen.
Voraussetzungen für Entwickler und Geräteanbieter
Passend dazu hat Apple auch an seinen Lizenzbedingungen für Entwickler geschraubt. Diesen ist nun zu entnehmen, dass das Forwarding von Live-Aktivitäten zum Funktionsumfang gehört. Es ist demnach unter anderem verboten, die Funktion zu Werbe-, Profiling- oder Ortsüberwachungszwecken zu nutzen.
Zudem dürfen die Daten nicht zum Trainieren von KI-Modellen verwendet werden. Schließlich ist auch eine Weiterleitung der Daten an andere Anwendungen oder Geräte verboten. Entwickler müssen diese gegenüber Apple explizit kommunizieren und erhalten dann ein entsprechendes Entitlement. Die Daten sind zudem verschlüsselt, ein Ablegen von Benachrichtigungen in der Cloud oder auf dem Empfangsgerät selbst ist nicht vorgesehen.
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(bsc)
Künstliche Intelligenz
Digitale Vorreiter in Deutschland: Universitätsstädte schlagen Metropolen
Universitätsstädte und Metropolen wie München und Frankfurt sind in Deutschland die größten Sammelbecken für die digital avancierten Unternehmen. Das geht aus dem Digitale-Vorreiter-Index hervor, den der Consulting-Arm des wirtschaftsnahen Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) erstellt hat. Demnach steht Heidelberg mit 8,1 Prozent Anteil digitaler Vorreiter bei den dort heimischen Unternehmen vorn. Darauf folgen der Landkreis München mit 8 Prozent, Frankfurt auf Rang drei mit 7,8 Prozent und die Stadt München mit 7,6 Prozent.
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Der Süden und Westen dominieren als Heimat digitaler Vorreiter in Deutschland
(Bild: IW)
Großstädte und deren benachbarte Landkreise bringen demnach vor allem den Vorteil mit, Anziehungspunkt für Startups im Digitalbereich zu sein. In Städten wie München oder Berlin kommen diese Jungfirmen laut den IW-Forschern mehr als viermal so häufig vor wie im Bundesschnitt. Zuletzt hatte Berlin allerdings seine Rolle als deutscher Spitzenreiter bei den Startups eingebüßt.
Universitäten als Impulsgeber
Besonders schneiden aber Universitätsstädte wie Karlsruhe (7,1 Prozent), Darmstadt (7 Prozent) und Bonn (6,4 Prozent) stark in dem Ranking ab und liegen deutlich vor den Millionenstädten Berlin (5,8 Prozent), Hamburg (5,7 Prozent) und Köln (5,5 Prozent). Die Dichte digitaler Vorreiter sei laut IW eben nicht allein auf einzelne Unternehmen zurückzuführen, sondern werde auch entscheidend von Institutionen geprägt, die Wissen, Infrastruktur und Netzwerke bereitstellen. Hochschulen und Forschungseinrichtungen seien hier wichtiger Impulsgeber.
Im Bundesschnitt hat das IW einen DVI-Wert von 3,8 Prozent ermittelt. Gerade gering verdichtete, ländliche Gegenden liegen mit 2,4 Prozent deutlich darunter. Besonders ausgeprägt sind die geringen Werte in den ländlichen Regionen Ostdeutschlands mit im Schnitt 2 Prozent. Landkreise wie Vorpommern-Rügen oder Spree-Neiße markieren mit einem Wert von 1,3 Prozent das untere Ende.
Methodisch haben die Forscher für ihren Index die Webpräsenzen von rund 2,5 Millionen Unternehmen herangezogen – den Angaben nach wurden damit alle deutschen Firmen mit einer Website erfasst. Mithilfe eines semantischen Modells wurden die Websites nach Wortwolken mit über 200 eindeutigen Begriffen durchsucht, die auf die Nutzung fortgeschrittener digitaler Technologien hindeuten. Werden dabei Begriffe aus mindestens zwei Wortwolken getroffen, reicht das für die Klassifizierung als digitales Vorreiter-Unternehmen, bei dem Technologien einen integralen Bestandteil der Produkte beziehungsweise des Geschäftsmodells darstellen. Der Index sei statistisch hoch signifikant korreliert mit Befragungsergebnissen zur Digitalisierung von Unternehmen sowie mit regionalen Digitalisierungsindikatoren, etwa der digitalen Start-up- oder Patentdichte, dem KI-Automatisierungspotenzial oder der Breitbandverfügbarkeit.
(axk)
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Podcast They Talk Tech: „Frauen werden aus der Öffentlichkeit gedrängt“
„Es war nicht die Frage, ob ein solcher Fall kommt, sondern wann“, sagt die Autorin Ingrid Brodnig im c’t-Podcast They Talk Tech über die Vorwürfe der Schauspielerin Collien Fernandez gegen ihren Ex-Ehemann Christian Ulmen. Dieser soll über viele Jahre hinweg Fakeprofile seiner Frau im Internet erstellt und darüber unter anderem Nacktfotos und Sexvideos an andere Männer verschickt haben, die Fernandez zeigen sollten. Derzeit prüft ein spanisches Gericht, ob das Verfahren gegen Ulmen dort oder in Deutschland eröffnet wird.
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Und auch wenn bis zum Abschluss des Verfahrens die Unschuldsvermutung für Ulmen gilt, sorgt der Fall dafür, dass sogenannte Deepfakes, Deepnudes und Revenge Porn stärker öffentlich diskutiert werden – und vor allem die Frage, wie Frauen besser davor geschützt werden können.

Ingrid Brodnig
(Bild: Gianmaria Gava)
Dabei sei das Phänomen an sich keineswegs neu, betont Brodnig. Ähnliche Formen digitaler Gewalt habe es schon lange gegeben. Doch durch neue technische Möglichkeiten sei es heute deutlich einfacher geworden, Bilder zu manipulieren oder falsche Inhalte zu erzeugen. „Niemand muss mehr Photoshop beherrschen, um Bilder von Frauen zu manipulieren“, sagt sie.
Fachleute hätten daher schon seit Jahren davor gewarnt, dass sich solche Fälle häufen würden. Und sie betreffen längst nicht nur Prominente. „Es kann jede treffen“, sagt Brodnig. „Jede Frau muss befürchten, dass ihr Foto genutzt wird, um sie zu erniedrigen.“ Häufig würden solche Manipulationen auch gezielt eingesetzt, um Frauen aus dem Netz zu vertreiben oder mundtot zu machen.
Mit digitaler Gewalt gegen Frauen beschäftigt sich Brodnig auch in ihrem kürzlich erschienenen Buch „Feinbild Frau“. Darin untersucht sie unter anderem Fälle von Politikerinnen und klassifiziert verschiedene Formen digitaler Angriffe. Bildbasierte digitale Gewalt sei dabei nur eine von mehreren Strategien, mit denen Frauen herabgewürdigt werden, wenn sie sich öffentlich engagieren.
Dabei beobachtet sie einen beunruhigenden Trend: „Frauen ziehen sich aus der Öffentlichkeit zurück.“ Brodnig berichtet im Podcast etwa von einer Politikerin, die eine Rede absagte, weil sie befürchtete, dass Bilder daraus manipuliert oder Zitate aus dem Zusammenhang gerissen werden könnten, um sie zu erniedrigen. „Wir machen gesellschaftliche Rückschritte“, warnt die Autorin, „Frauen werden aus der Öffentlichkeit gedrängt.“
Solche Angriffe seien häufig nicht nur persönlich motiviert, sondern auch politisch. Bildmanipulationen oder sexualisierte Diffamierungen würden etwa gezielt eingesetzt, um Aktivistinnen oder Demonstrantinnen zu diskreditieren. Schon in früheren Fällen seien etwa Teilnehmerinnen von Protesten gegen Donald Trump in manipulierten Bildern sexualisiert oder entkleidet dargestellt worden.
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Dass die öffentliche Debatte über digitale Gewalt oft erst spät beginne, hält Brodnig für ein strukturelles Problem. „Wir als Gesellschaft führen solche Debatten zu spät“, sagt sie. Häufig werde erst reagiert, wenn Fälle so drastisch seien, dass man nicht mehr wegschauen könne.
Dabei zeige sich auch, welche Formen von Gewalt gesellschaftlich ernst genommen würden. Sexualisierte Gewalt gegen Frauen werde oft verdrängt, weil sie unangenehme Fragen nach Machtstrukturen, patriarchalen Mustern und gesellschaftlicher Verantwortung aufwerfe. „Die Empörung ist oft kurz. Aber jetzt braucht es langen Atem.“
Dazu gehörten nicht nur neue Gesetze, sondern auch Ressourcen, um sie tatsächlich umzusetzen und ihre Wirkung zu evaluieren. Zwar sei die Justiz vielerorts überlastet, „aber es kann nicht sein, dass die Betroffenen das ausbaden.“
Gleichzeitig brauche es gesellschaftliche Unterstützung für Frauen, die solche Erfahrungen öffentlich machen. Wer täglich digitale Hasskommentare lese, dessen Wahrnehmung der Welt verändere sich, sagt Brodnig. Betroffene fühlten sich schnell isoliert. „Man geht zum Bäcker und fragt sich plötzlich: Ist das vielleicht auch so einer?“
Deshalb sei es wichtig, Betroffenen deutlich zu machen, dass sie nicht allein sind – und solche Angriffe nicht normal sind. „Unsere Gesellschaft verhandelt jeden Tag neu, was als normal gilt“, sagt Brodnig. Gerade drastische Fälle wie die Vorwürfe von Fernandez gegen Ulmen könnten helfen, klare rote Linien zu ziehen.
Zugleich warnt sie davor, aus einzelnen Fällen ein allgemeines Bild zu formen. Der sogenannte „Negativity Bias“ – also die menschliche Tendenz, negative Ereignisse stärker wahrzunehmen – könne leicht dazu führen, dass man überall entsprechend schlimme Vorgänge und Haltungen vermute. „Sexismus ist der Normalfall in unserer Gesellschaft“, sagt Brodnig. „Aber das bedeutet nicht, dass solche extremen Formen von Gewalt der Normalfall in Beziehungen sind.“
Ein positives Zeichen sieht sie darin, dass immer mehr Frauen sich wehren und öffentlich machen, was ihnen geschehen ist. Wenn Betroffene öffentlich sagen: „Ich lasse mich nicht beschämen“, könne das ein wichtiges Signal sein und anderen Mut machen.
„They Talk Tech“ erscheint jeden Mittwoch überall, wo es Podcasts gibt. Svea Eckert und Eva Wolfangel diskutieren ein Tech-Thema oder treffen inspirierende Frauen aus und rund um die Tech-Welt.
(mond)
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