Künstliche Intelligenz
Waymo in London: Der ultimative Härtetest fürs autonome Fahren
Ein Vorhaben aus dem Hause Google gleicht einer globalen Reifeprüfung: Die Stadtverwaltung von London arbeitet seit Jahrzehnten mit Nachdruck daran, die Anzahl der Autos in der Innenstadt zu reduzieren. Doch Waymo schickt nun just dort eine neue Flotte auf die Straße. Die Google-Tochter, die in zehn US-Städten bereits zum urbanen Bild gehört, hat mit der detaillierten Kartierung der britischen Metropole begonnen.
Weiterlesen nach der Anzeige
Ein Pilotprojekt im Frühjahr soll den Weg für einen öffentlichen Rollout noch in diesem Jahr ebnen. Für Waymo steht dabei mehr auf dem Spiel als nur ein neuer Markt. Da in ganz Europa bisher kein kommerzieller Robotaxi-Dienst existiert, fungiert London als Testbett und prestigeträchtige Bühne. Bestehe die Technologie hier, schreibt Politico in seinem Newsletter Forecast, beschleunige das die Expansion selbstfahrender Shuttles auf den gesamten Kontinent.
Die Herausforderung ist groß: London ist kein gewöhnliches Pflaster für autonome Systeme. Bisherige Einsätze außerhalb der USA oder Chinas fanden oft unter vergleichsweise einfachen Bedingungen statt, etwa auf den breiten, modernen Boulevards in Golf-Staaten oder in Singapur. Die britische Hauptstadt ist dagegen ein historisch gewachsenes Labyrinth.
Was für menschliche Fahrer lediglich eine Umstellung beim Lenken bedeutet, scheint für die KI zunächst auch nur ein kleiner neuer Teil der Gleichung zu sein. Die wahre Schwierigkeit liegt Politico zufolge aber in der Unvorhersehbarkeit der über Jahrhunderte gewachsenen Infrastruktur. Es gibt dort kein strenges Schachbrettmuster wie in San Francisco. Stattdessen münden im Mittelalter angelegte Gassen in unübersichtliche Kreisverkehre. Lieferfahrräder tauchen an Stellen auf, die keine Simulation perfekt vorhersehen kann. Zudem fehlen strikte Gesetze gegen das unachtsame Überqueren der Fahrbahn durch Fußgänger, was die Komplexität der Grenzfälle weiter erhöht.
Mittelalterliche Anlage als digitale Herausforderung
Waymo begegnet diesem Chaos mit einem stufenweisen Ansatz. Der Google-Ableger setze auf manuelles Mapping, überwachte Testfahrten und spezielle Fahrten für Mitarbeiter, heißt es bei Politico. Dieses Verfahren solle helfen, Erfahrungen aus über 200 Millionen gefahrenen Meilen in den USA zu ergänzen. Die Firma hoffe zudem auf Synergieeffekte: Die Navigation durch den dichten Nebel San Franciscos etwa könne sich direkt auf Londoner Wetterverhältnisse übertragen lassen. Zudem liefere die Kartenerstellung in Tokio bereits wertvolle Erkenntnisse außerhalb der US-Infrastruktur.
Dennoch bleibt London ein Unikum. In den USA ist das Auto oft Teil der Identität der Bürger. In London verfolgt die Politik dagegen das Ziel, 80 Prozent aller Wege ohne Auto zurückzulegen. Kritiker geben zu bedenken, dass fahrerlose Autos ohne Passagiere die verhassten Staus sogar noch verschlimmern könnte. Waymo hält dagegen und positioniert sich als Partner der Stadtplanung. Im Vordergrund stehe, Lücken im öffentlichen Nahverkehr zu schließen und die Verkehrssicherheit zu erhöhen.
Weiterlesen nach der Anzeige
Gerade beim Thema Sicherheit legt das Unternehmen Wert auf Transparenz und veröffentlicht seine Daten regelmäßig. Das gilt auch als Seitenhieb gegen die verschwiegenere Konkurrenz aus China mit Konkurrenten wie Baidu. Doch die Messlatte in Großbritannien liegt hoch, da das Land bereits zu den sichersten Verkehrsräumen der Welt gehört. Politisch hat die britische Regierung mit dem Automated Vehicles Act – vergleichbar zu Deutschland – zwar bereits einen rechtlichen Rahmen für autonomes Fahren geschaffen. Aber viele Detailbestimmungen sollen erst 2027 finalisiert sein – lange nach dem vorgesehenen Start der Waymo-Autos.
Rechtssicherheit trifft auf verstopfte Straßen
Der Erfolg in London wird zudem maßgeblich davon abhängen, wie die Stadt den menschlichen Faktor einberechnet. Als Uber vor über zehn Jahren startete, zog die Plattform viele Migranten und Geringverdiener an, die auf bessere Bezahlung hofften. Heute klagen Gewerkschaften über Stundenlöhne weit unter dem Mindestniveau. Die Angst vor einer Flotte, die keine Ruhezeiten benötigt, schürt in diesem Umfeld weitere soziale Spannungen.
So fehlen Konzepte für den Übergang der rund 120.000 Mietwagenfahrer, deren Existenz durch die Automatisierung bedroht ist. Zudem trifft die neue Technik auf eine gespaltene Landschaft aus App-Fahrern und traditionellen Besitzern von Taxis, den sogenannten Black Cabs. Wie London diesen Konflikt löst, könnte zur Blaupause für andere europäische Metropolen wie Berlin, Paris oder Madrid werden, in die ebenfalls Robotaxis einziehen sollen. In London entscheidet sich so nicht nur, ob die KI mit engen Kurven klarkommt, sondern ob sie einen Platz in europäischen urbanen Zentren findet.
(nen)
Künstliche Intelligenz
Google und US-Investor bauen gemeinsame Rechenzentren auf Basis von Google-TPUs
Der US-Investor Blackstone und Google haben ein Joint Venture für neue Rechenzentren gegründet, die auf Googles eigenen KI-Beschleunigern basieren werden. Dafür investiert Blackstone 5 Milliarden US-Dollar, während Google nicht nur die TPUs liefert, sondern auch einen eigenen Manager als Leiter der neuen Firma stellt. Das erste Rechenzentrum soll 2027 den Betrieb aufnehmen und dann 500 Megawatt Rechenkapazität bieten, wobei das neue Unternehmen dies mit der Zeit ausbauen will.
Weiterlesen nach der Anzeige
Durch das Joint Venture mit Google baut Blackstone seine Investitionen in Rechenzentren und künstliche Intelligenz (KI) weiter aus. Anfang des Jahres wurde bekannt, dass die US-Firma ein Rechenzentrum in Nordrhein-Westfalen für vier Milliarden Euro plant. Zudem hat der US-Investor kürzlich ein milliardenschweres Joint Venture mit Anthropic gegründet, wobei Blackstones Anteil 300 Millionen Dollar beträgt und es dabei um den Vertrieb von KI-Tools an Unternehmen geht. Blackstone bezeichnet sich selbst als „größten globalen Anbieter von Rechenzentren“.
Für ein neues Projekt hat der US-Investor mit Google einen Partner gefunden, der sein TPU-Geschäft angeblich groß aufziehen will. Bislang werden Googles Tensor Processing Units (TPUs) überwiegend für die Google Cloud genutzt, wo Kunden KI-Rechenkapazität nutzen können. Nach einem offenbar im Februar dieses Jahres beschlossenen Abkommens zwischen Google und Meta Platforms, wobei der Facebook-Konzern Googles TPUs kaufen und und in eigenen Rechenzentren einsetzen will, ist das Joint Venture mit Blackstone der nächste Schritt für Google zum Hardware-Lieferanten für KI-Rechenzentren.
Neuer Rechenzentrumsbetreiber noch ohne Namen
Das Joint Venture von Google und Blackstone wurde laut Firmenangaben gegründet, um ein neues Unternehmen in den USA aufzusetzen. Dieses soll „effiziente Rechenzentrumskapazität“ auf Basis von Google-TPUs anbieten und Kunden damit eine weitere Möglichkeit zur Nutzung dieser Cloud-TPUs neben der Google Cloud geben. Einen Namen für die neue US-Firma haben Blackstone und Google bislang nicht verraten, aber die Leitung übernimmt Benjamin Treynor Sloss. Als Google-Führungskraft hat dieser laut Blackstone zwei Jahrzehnte Erfahrung mit dem Aufbau und dem Betrieb von Googles globaler Infrastruktur und dessen Betrieb.
Trotz Führung durch einen Google-Manager soll Blackstone Mehrheitseigentümer des neuen US-Unternehmens werden, berichtet der Wall Street Journal. Demnach wird erwartet, dass Blackstone Rechenkapazitäten und deren Ausbau mit Investitionen von rund 25 Milliarden Dollar unterstützen wird. Dabei geht es um zusätzliche, von Google und Blackstone für das Gemeinschaftsunternehmen identifizierte Rechenzentren, die sich teilweise bereits im Bau befinden, wie informierte Kreise berichten.
Weiterlesen nach der Anzeige
Lesen Sie auch
(fds)
Künstliche Intelligenz
Google I/O: Ankündigung von Modellen Gemini Flash 3.5 und Gemini Omni Flash
Google hat bei seiner Entwicklerkonferenz Google I/O 2026 unter anderem zwei neue KI-Modelle angekündigt: Gemini Flash 3.5 und Gemini Omni. Gemini Flash 3.5 ist eine Weiterentwicklung der Flash-Modellserie. Gemini Omni hingegen ist eine neue generative Modellreihe in der Gemini-Familie, die sich am Anfang vor allem auf die Generierung von möglichst realistischen Videos konzentrieren wird. Später soll Omni „alles aus allem“ generieren können, sagen die Google-Entwickler.
Weiterlesen nach der Anzeige
Gemini Flash 3.5 – noch leistungsfähiger
Gemini Flash 3.5, das Nachfolgemodell von Gemini Flash 3.0, solle in fast allen Bereichen noch leistungsfähiger sein als Gemini 3.1 Pro, teilte Google mit. Besonders bei der Geschwindigkeit, auf die bei den Flash-Modellen besonders Wert gelegt wird, schneidet es wohl sehr gut ab: Laut eigener Aussage soll das neue Flash-Modell viermal mehr Token pro Sekunde ausgeben als andere Spitzenmodelle.

(Bild: Alphabet)
Google preist bei seiner Veröffentlichung, dass Gemini Flash 3.5 sich besonders gut für den gleichzeitigen Einsatz mehrerer Agenten und die Ausführung von längeren Aufgaben eigne. Dank Verbesserungen bei der Programmierung und der Nutzung von Tools sei Gemini 3.5 Flash in der Lage, mehrstündige autonome Sitzungen durchzuführen.
Gemini Flash 3.5 wird das neue Standardmodell für die Gemini App und den AI Mode in Search. Auch die Agenten-Plattformen Google Antigravity, Gemini API, Google AI Studio und Android Studio sollen auf das neue Modell aufbauen, ebenso wie die Unternehmensanwendungen in Gemini Enterprise Agent Platform und Gemini Enterprise. Ein 3.5-Pendant aus der Gemini-Pro-Modellreihe ist laut Google bereits in Arbeit.
Gemini Omni Flash
Ein weiteres KI-Modell, das bei der Google I/O vorgestellt wurde, ist Gemini Omni Flash, das erste Modell einer neuen Gemini-Linie. Die KI soll bald „alles aus allem“ generieren können; ab heute sind Videos als Output möglich, Audio und Bild sollen bald hinzukommen. Beim Input soll in Zukunft auch jede Form möglich sein.
Weiterlesen nach der Anzeige
Im Gegensatz zu Veo, Googles bisherigem Videogenerator, soll Omni umfangreich mit dem Wissen der Gemini-Modelle gekoppelt sein. Dadurch soll es ein tiefergehendes Verständnis dafür haben, was im Video als nächstes geschehen sollte. Nicht nur physikalische Gesetze sollen berücksichtigt werden, wie es bei Veo schon der Fall ist, sondern auch zum Beispiel Geschichtswissen oder kulturelle Hintergründe.
Darüber hinaus soll Gemini Omni mit gesprochener Sprache bedienbar sein und, für Videos besonders wichtig, jeder Prompt soll auf die vorherigen aufbauen. Charaktere und Szenen sollen so möglichst konsistent bleiben, statt sich bei jeder Generierung leicht zu verändern. Omni soll auch in der Lage sein, reale Videoaufnahmen zu verändern – zum Beispiel, indem es Figuren hinzufügt oder bestehende anders handeln lässt. Auch Teil von Omni ist ein Avatar-Feature, mit dem man eine digitale Version von sich erstellen kann, die so klingt und spricht wie man selbst.
Google betont, dass es auch im Rahmen von Omni weiterhin an seinen Transparenzwerkzeugen zur Identifizierung von KI-generierten Inhalten arbeitet: In jedes Video, das mit dem neuen Modell generiert wurde, soll das Google Wasserzeichen SynthID integriert sein. So kann es mit diversen Google-Apps als AI-Video identifiziert werden.
Erstmal hauptsächlich für Bezahl-Abonnenten – und YouTube-Nutzer
Gemini Omni Flash soll zunächst für Plus, Pro und Ultra-Nutzer in der Gemini App und in Google Flow verfügbar sein. Nutzer ohne ein Abo sollen aber bereits jetzt über YouTube Shorts und die YouTube Create App darauf zugreifen können.
Das Nachfolgemodell Gemini Omni Pro ist wohl schon in der Entwicklung.
(rie)
Künstliche Intelligenz
Top 5: USB-Adapter für den Zigarettenanzünder – Handy schnell im Auto laden
Um im Auto mehrere USB-Geräte gleichzeitig und schnell zu laden, hilft ein Adapter für den Zigarettenanzünder. Wir zeigen die besten Modelle aus unseren Tests.
In modernen Autos gehören USB-Anschlüsse zum Laden von Smartphones, Tablets und anderen Mobilgeräten inzwischen zur Standardausstattung. Allerdings liefern sie häufig nur wenig Leistung, zudem reicht die Anzahl der Anschlüsse gerade auf Familienfahrten oft nicht aus. Ältere Fahrzeuge bieten teilweise gar keine USB-Lademöglichkeit. In beiden Fällen hilft ein USB-Ladegerät für die 12-Volt-Steckdose.
Die kompakten Ladeadapter wandeln die 12-Volt-Bordspannung um und ermöglichen so das Laden von Smartphones, Tablets, Kameras oder sogar Notebooks während der Fahrt. Allerdings gibt es große Unterschiede zwischen den Modellen. Deshalb lohnt sich ein genauer Blick, denn nicht jedes Ladegerät eignet sich für jeden Einsatzzweck.
Entscheidend sind zunächst Art und Anzahl der Anschlüsse. Wie viele Geräte gleichzeitig geladen werden müssen, hängt vom individuellen Bedarf ab. Viele aktuelle Modelle bieten mindestens einen USB‑C‑Port, teilweise ergänzt durch ein integriertes oder ausziehbares USB‑C‑Kabel. Manche Hersteller statten ihre Ladegeräte zusätzlich mit einem klassischen USB‑A‑Anschluss oder einem Lightning-Kabel aus.
Ein weiterer zentraler Aspekt ist die Leistung des Ladegeräts. Einige Hersteller werben zwar mit 75 Watt oder mehr, dabei handelt es sich jedoch meist um die maximale Gesamtleistung aller Anschlüsse zusammen. Wer sein Smartphone oder ein Notebook unterwegs laden möchte, sollte unbedingt auf die Leistung der einzelnen Ports achten. Häufig unterstützt nur ein Anschluss die höchsten Schnellladestandards, während die übrigen Ports deutlich weniger Leistung liefern.
Je nach Fahrzeug kann auch das Design eine Rolle spielen. Neben der Größe ist vor allem die Erreichbarkeit der Anschlüsse entscheidend. Ladegeräte mit schwenkbarem oder beweglichem Stecker sind hier flexibler.
Diese Bestenliste zeigt die besten USB-Ladegeräte für die 12-Volt-Steckdose aus unseren Tests. Außerdem erklärt der Ratgeber, worauf beim Kauf und der Nutzung geachtet werden sollte.
Welches ist das beste USB-Ladegerät für den Zigarettenanzünder?
Unser Testsieger ist das Kfz‑Schnellladegerät Lisen 57W für rund 15 Euro. Neben der sehr ordentlichen Verarbeitung punktet das Ladegerät mit abwinkelbarem Stecker, ausreichend Anschlüssen, alltagstauglicher Leistung von bis zu 30 Watt und niedriger Wärmeentwicklung.
Der Anker Nano Car Charger für knapp 18 Euro ist unser Technologie-Sieger. Neben der hohen Verarbeitungsqualität überzeugt hier die maximale Ladeleistung von bis zu 45 Watt, die für viele kompakte Notebooks und Ultrabooks ausreicht.
Unser Preis-Leistungs-Sieger ist das No-Name-Ladegerät mit Sternenhimmelprojektion, das bereits für rund 10 Euro bei Amazon erhältlich ist. Die integrierte Laserprojektion dürfte in der Praxis zwar nicht für jeden relevant sein, dennoch überzeugt das Modell mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis.
Worauf sollte beim Kauf geachtet werden?
USB-Ladegeräte für die 12-Volt-Steckdose gehören heute fast zur Grundausstattung im Auto. Sie versorgen Smartphones, Tablets, Navigationsgeräte oder Notebooks unterwegs mit Strom. Beim Kauf zählt aber nicht nur die Anzahl der Anschlüsse. Entscheidend sind Leistung, Schnellladefunktionen, Kompatibilität und die Verarbeitungsqualität.
Damit Geräte zuverlässig und schnell laden, sollten einige wichtige Punkte beachtet werden.
Die passenden Anschlüsse auswählen
Vor dem Kauf sollte geprüft werden, welche Anschlüsse die eigenen Geräte benötigen. Moderne Smartphones, Tablets und viele Notebooks laden über USB‑C. Ältere Geräte nutzen oft noch USB‑A oder Apples Lightning-Anschluss. Besonders praktisch sind Ladegeräte mit verschiedenen Anschlussarten. So lassen sich neue und ältere Geräte gleichzeitig laden und flexibel nutzen.
Auf die Ladeleistung achten
Die Leistung bestimmt, wie schnell Geräte geladen werden. Für Smartphones reichen oft 20 bis 30 Watt. Tablets und Notebooks benötigen deutlich mehr Leistung. Viele leistungsstärkere Geräte brauchen 45 Watt oder mehr, damit sie unterwegs sinnvoll geladen werden können.
Wird ein Smartphone nur langsam geladen, fällt das auf langen Fahrten kaum auf. Schnellladefunktionen ermöglichen dagegen oft schon nach wenigen Minuten deutlich mehr Akkulaufzeit, wodurch sich das Laden auch auf kürzeren Fahrten lohnt.
Schnellladen funktioniert nur, wenn Ladegerät und Endgerät denselben Standard unterstützen. Wichtige Technologien sind unter anderem USB Power Delivery (PD) und Quick Charge. Unterstützt das Ladegerät den passenden Standard nicht, lädt das Gerät meist trotzdem, allerdings langsamer. Wer häufig pendelt oder kurze Strecken fährt, sollte deshalb gezielt auf Schnellladefunktionen achten.
Gesamtleistung prüfen
Viele Kfz‑Ladegeräte bieten zwei, drei oder vier USB‑Ports. Das ist praktisch, kann aber auch Einschränkungen mit sich bringen. Hersteller geben häufig eine hohe Gesamtleistung an, diese verteilt sich jedoch meistens auf alle Anschlüsse zusammen. Ein Ladegerät mit insgesamt 60 Watt liefert also nicht automatisch 60 Watt pro Port. Werden mehrere Geräte gleichzeitig geladen, sinkt die Ladegeschwindigkeit häufig deutlich.
Kompatibilität mit dem Fahrzeug prüfen
Die meisten USB‑Adapter sind sowohl mit 12‑Volt‑Bordnetzen von Pkw als auch mit 24‑Volt‑Systemen in Transportern und Wohnmobilen kompatibel. Ein Blick in die Herstellerangaben ist dennoch ratsam – insbesondere bei älteren Fahrzeugen oder Sonderfahrzeugen.
Auf festen Sitz in der Steckdose achten
Ein gutes Ladegerät sitzt stabil in der 12‑Volt-Buchse. Wackelt der Adapter, kann die Stromversorgung abbrechen. Das führt zu Ladeunterbrechungen oder langsamerem Laden. Gerade auf schlechten Straßen fällt ein lockerer Sitz schnell auf. Ein fester Halt ist deshalb ein wichtiges Qualitätsmerkmal.
Sicherheitsfunktionen ernst nehmen
Ein hochwertiges Ladegerät schützt sowohl die angeschlossenen Geräte als auch das Fahrzeugbordnetz.
Wichtige Schutzfunktionen sind:
- Schutz vor Überhitzung
- Schutz vor Überspannung
- Schutz vor Überstrom
- Schutz vor Kurzschluss
Diese Funktionen helfen dabei, Schäden am Ladegerät und an angeschlossenen Geräten zu vermeiden.
Verarbeitung und Material nicht unterschätzen
Auch die Bauqualität spielt eine wichtige Rolle. Hochwertige Materialien halten länger und helfen bei der Wärmeableitung. Modelle aus Aluminium oder hitzebeständigem Kunststoff sind zudem robuster als besonders günstige Kunststoffgehäuse.
Welches Kfz‑Ladegerät passt zu welchem Fahrprofil?
Je nach Nutzung eignen sich unterschiedliche Modelle. Auf kurzen Strecken zählt vor allem Schnellladen. Eine hohe Ladeleistung bringt in kurzer Zeit möglichst viel Energie in den Akku. Für lange Fahrten sind mehrere Anschlüsse und eine hohe Gesamtleistung sinnvoll. Nur so lassen sich mehrere Geräte gleichzeitig laden.
Eine Kombination aus USB‑A und USB‑C bietet die größte Flexibilität. So können ältere Geräte und moderne Smartphones gleichzeitig angeschlossen werden.
Kann ein USB-Ladegerät das Smartphone beschädigen?
Normalerweise nicht. Voraussetzung ist ein hochwertiges Ladegerät mit Schutz vor Überhitzung, Überspannung, Überstrom und Kurzschluss. Bei hochwertigen Ladegeräten regeln Smartphone und Ladegerät die Leistungsaufnahme automatisch.
Lädt ein Kfz‑Adapter schneller als ein USB‑Anschluss im Auto?
Oft ja. Viele fest verbaute USB‑Anschlüsse im Auto liefern nur wenig Leistung. Moderne Kfz‑Ladegeräte mit USB Power Delivery oder Quick Charge laden Smartphones und andere Geräte meist deutlich schneller.
Kann ein Kfz‑Ladegerät die Autobatterie entladen?
Ja. Das kann passieren, wenn der Adapter oder angeschlossene Geräte bei ausgeschaltetem Motor dauerhaft Strom ziehen. Geräte sollten deshalb möglichst nur während der Fahrt geladen und der Adapter bei längeren Standzeiten entfernt werden.
Fazit
Für Vielfahrer und Familien lohnt sich die Nachrüstung eines USB-Ladegeräts für die 12-Volt-Steckdose in den meisten Fällen. Der wichtigste Vorteil: Moderne Kfz‑Ladegeräte liefern in der Regel deutlich mehr Leistung als fest integrierte USB‑Anschlüsse. Zudem stehen häufig mehrere unterschiedliche Ports zur Verfügung. Integrierte Kabel reduzieren zudem den Kabelsalat im Cockpit.
Wie viele und welche Anschlüsse benötigt werden, hängt von den individuellen Anforderungen ab. Bei der Leistung sollte sowohl die maximale Leistung pro Port als auch die maximale Gesamtleistung berücksichtigt werden.
Weiteres KFZ-Zubehör zeigen wir hier:
-
Social Mediavor 3 MonatenCommunity Management und Zielgruppen-Analyse: Die besten Insights aus Blog und Podcast
-
Entwicklung & Codevor 2 MonatenCommunity-Protest erfolgreich: Galera bleibt Open Source in MariaDB
-
Künstliche Intelligenzvor 2 MonatenBlade‑Battery 2.0 und Flash-Charger: BYD beschleunigt Laden weiter
-
Künstliche Intelligenzvor 2 Monaten
Top 10: Der beste Luftgütesensor im Test – CO₂, Schadstoffe & Schimmel im Blick
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 2 MonatenMähroboter ohne Begrenzungsdraht für Gärten mit bis zu 300 m²
-
Künstliche Intelligenzvor 2 MonateniPhone Fold Leak: Apple spart sich wohl iPad‑Multitasking
-
Social Mediavor 2 MonatenVon Kennzeichnung bis Plattformpflichten: Was die EU-Regeln für Influencer Marketing bedeuten – Katy Link im AllSocial Interview
-
Künstliche Intelligenzvor 2 MonatenPetra‑AI: KI soll Frauen in der Perimenopause unterstützen
