Apps & Mobile Entwicklung
Angebliche Intel-Deals: Du bekommst nur alte CPUs, wenn du auch neue nimmst!

Laut einem Medienbericht aus Asien hält Intel einige Hersteller an der kurzen Leine: Alte CPUs gibt es nur, wenn auch neue gekauft werden. Das Vorgehen „Alt+Neu“ ist durchaus nicht neu, in der angespannten Zeit mit extrem hohen Speicherpreisen verdirbt es Kunden aber die Laune. Denn die würden gern mehr älteres Material kaufen.
Es war in den letzten Monaten schon oft zu sehen: Plötzlich tauchten beispielsweise bei nahezu jedem Mini-PC-Hersteller aus China Konfigurationen „neu“ wieder auf, die einige Jahre alte Prozessoren von AMD und Intel nutzen, und diese dann am besten auch noch mit älterem DDR4-SODIMM paaren. Hier passt letztlich das Verhältnis aus Preis und Leistung wohl noch am besten, denn sobald es in Richtung DDR5 mit höherem Takt und Kapazität geht, wird es aktuell schnell teurer.
Nikkei berichtet nun von Beschwerden einiger ODMs, die doch eben gern lieber nur solch alte CPUs bei Intel kaufen und entsprechend darauf ihr Geschäft aufbauen wollen. Intel wiederum sagt dies aber angeblich nicht pauschal zu, sondern vereinbart mit den Kunden dann, dass sie auch modernste Intel-18A-Lösungen alias Panther Lake und Wildcat Lake nehmen müssen – sonst gibt es auch keine älteren CPUs.
Intel wiederum schlägt damit zwei Fliegen mit einer Klappe: Ohnehin musste das Unternehmen zuletzt bereits die alte 10-nm-Fertigung für Alder Lake und Raptor Lake sowie für einigen Tiles der Server-CPUs weiter hochfahren, um die Nachfrage nach CPUs überhaupt bedienen zu können. Parallel dazu drückt Intel die neuen Produkte weiter in den Markt, die nun in größeren Volumen zur Verfügung stehen werden. Panther-Lake-Notebooks gibt es nun schon unter 1.000 Euro, mit Intel Wildcat Lake dürfte bei breiter Verfügbarkeit nach der Computex 2026 die 500-Euro-Marke anvisiert werden. Aber auch das ist mitunter zu viel, wie Mini-PCs mit älteren Chips zeigen.
Verlagerung lässt extreme Knappheit entstehen
Der Fokus auf Server-CPUs lässt zudem ohnehin weniger Spielraum für die älteren Consumer-CPUs. Die aktuellen Server-CPUs Intel Granite Rapids setzen auf I/O-Tiles in der älteren 10-nm-Fertigung (Intel 7 genannt), Intel Clearwater Forest wird in den nächsten Wochen starten und ebenfalls diese I/O-Tiles nutzen. Da Server-CPUs aktuell gefragt sind wie nie, ist die Kapazitätsverlagerung dahin folgerichtig. Laut Intels Kunden sei die CPU-Knappheit auch deshalb inzwischen zum Teil schlimmer als bei RAM, denn anders als beim RAM, wo Kapazität und Spezifikation verringert werden kann, gibt es bei einer CPU keine Option.
Im Serverbereich ist Intel in den letzten Jahren am meisten unter Druck geraten, AMD liegt hier in vielen Bereichen nun in Front. Die Umsätze und Gewinne waren deshalb deutlich eingebrochen, erst zuletzt erholten sie sich wieder.
Apps & Mobile Entwicklung
Dune: Das smarte Drei-Tasten-Keypad für macOS
Project Mirage will mit Dune ein sehr kleines Zusatzgerät für den Mac etablieren. Das Keypad besitzt nur drei Tasten, soll deren Belegung aber automatisch an die aktive Anwendung anpassen und so wiederkehrende Aktionen ohne Griff zu Trackpad oder Tastatur auslösen.
Drei Tasten für den Arbeitskontext
Dune ist als kontextabhängiges Keypad für macOS gedacht. Statt möglichst viele frei belegbare Tasten anzubieten, konzentriert sich das Gerät auf drei Eingaben, die je nach Anwendung andere Aufgaben übernehmen. Project Mirage nennt als Einsatzfelder vor allem Online-Meetings, Entwickler-Workflows und klassische Makros.
In Videokonferenzen kann Dune etwa Mikrofon und Kamera steuern oder das aktive Meeting-Fenster wieder in den Vordergrund holen. Über eine Kalendersynchronisation soll das Keypad den nächsten Termin zwei Minuten vor Beginn erkennen. Eine Taste kann dann direkt dem Gespräch beitreten, eine andere eine kurze Verspätungsnachricht an die Teilnehmer senden.
Makros, Skripte und Entwicklerwerkzeuge
Auch abseits von Meetings soll Dune wiederkehrende Aufgaben vereinfachen. Nach Angaben des Herstellers erkennt das Keypad, in welchem Programm der Nutzer arbeitet, und aktualisiert die Funktionen der drei Tasten entsprechend. Standardmäßig werden unter anderem häufig genutzte Kurzbefehle für Notion, Figma und Excel genannt.
Für Entwickler nennt Project Mirage Integrationen mit GitHub, VS Code und Claude. Zusätzlich lassen sich eigene Makros, Links und Skripte hinterlegen. Über einen Marketplace sollen Nutzer zudem Skripte anderer Anwender finden, installieren und den drei Tasten zuweisen können. Die Konfiguration kann laut Hersteller auch im Gespräch mit Claude angepasst werden, etwa um bestehende Skripte zu ändern oder neue Shortcuts einzurichten.
Kleines Gehäuse aus Aluminium
Optisch bleibt Dune bewusst schlicht: Das Gehäuse besteht aus CNC-gefrästem, eloxiertem Aluminium und misst 40 × 10 × 10 mm. Das Gewicht gibt Project Mirage mit 50 g an. Angeschlossen und mit Strom versorgt wird das Keypad über USB-C, einen Akku gibt es entsprechend nicht.
Dabei wird ausschließlich macOS als Betriebssystem unterstützt. Offiziell gibt es noch keinen Preis, aber TechCrunch nennt einen Einstandspreis von 119 US-Dollar, später soll es gar 149 US-Dollar kosten.
Das Konzept erinnert an ein stark verkleinertes Stream Deck, ist aber stärker auf kontextabhängige Automatisierung ausgerichtet. Ob drei Tasten im Alltag reichen, hängt wohl maßgeblich vom jeweiligen Arbeitsablauf ab. Für einfache Tastenkürzel dürfte Dune überdimensioniert sein. Interessanter wird das Konzept, wenn dieselben Programme täglich genutzt werden und wenige häufige Aktionen schneller erreichbar sein sollen.
Apps & Mobile Entwicklung
Cyberpunk 2077: Vom Debakel zum Dauerläufer mit 40 Millionen Verkäufen

Cyberpunk 2077 galt Ende 2020 als warnendes Beispiel für einen überhasteten Start. Fünf Jahre später steht das Rollenspiel für einen ungewöhnlich langen zweiten Atem: Nach zahlreichen Updates, Phantom Liberty und neuen Plattformen meldet CD Projekt Red nun 40 Millionen verkaufte Exemplare.
Cyberpunk 2077 mit neuem Verkaufsrekord
Den neuen Verkaufsmeilenstein hat CD Projekt Red über den offiziellen Cyberpunk-Kanal auf X bekannt gegeben. Dort bedankt sich das Studio bei 40 Millionen „Dreamers“, die den Weg nach Night City gefunden haben. Gemeint sind Verkäufe von Cyberpunk 2077, wobei auch spätere Editionen wie die Ultimate Edition in die Gesamtzahl einfließen.
Der Meilenstein ist bemerkenswert, weil Cyberpunk 2077 längst nicht mehr nur vom Start-Hype lebt. Das Spiel erschien ursprünglich im Dezember 2020 und verkaufte sich trotz technischer Probleme in kurzer Zeit millionenfach. Gerade auf PlayStation 4 und Xbox One war der Zustand aber so problematisch, dass Sony das Spiel zeitweise aus dem PlayStation Store entfernte. Der Ruf des Projekts und des Studios erlitt erheblichen Schaden.
Updates drehten die Wahrnehmung
CD Projekt Red hat Cyberpunk 2077 danach über Jahre weiterentwickelt. Einen wichtigen Einschnitt bildete Update 2.0, das zentrale Systeme des Spiels überarbeitete. Dazu kamen die Erweiterung Phantom Liberty, neue Versionen für aktuelle Plattformen sowie spätere technische Updates, etwa für die PlayStation 5 Pro.
Aus dem Debakel wurde dadurch zwar keine Erfolgsgeschichte über Nacht, dafür aber ein Dauerläufer. Cyberpunk 2077 ist heute neben No Man’s Sky eines der bekanntesten Beispiele dafür, dass ein missglückter Start ein Spiel nicht zwangsläufig dauerhaft begräbt. Gleichzeitig zeigt der Fall aber auch, wie aufwendig und teuer eine solche Kehrtwende ist. Nicht jedes Studio kann ein großes Team über Jahre an Patches, Erweiterungen und Technikpflege setzen.
Vom Vertrauensverlust zur starken Marke
Für CD Projekt Red ist der Erfolg auch deshalb wichtig, weil Cyberpunk längst zur zweiten großen Säule neben The Witcher geworden ist. Schon Ende 2025 hatte das Unternehmen 35 Millionen verkaufte Exemplare für Cyberpunk 2077 und 10 Millionen Verkäufe von Phantom Liberty gemeldet. Die nun erreichte Marke von 40 Millionen zeigt dabei, dass das Spiel weiter Käufer findet.
Ganz vergessen ist der Start trotzdem nicht: CD Projekt Red selbst hat wiederholt eingeräumt, mit Cyberpunk 2077 Vertrauen verspielt zu haben. Der neue Verkaufsmeilenstein erzählt deshalb zwei Geschichten zugleich: Die eine handelt von einem Spiel, das sich mit langen Updates und einer starken Erweiterung rehabilitiert hat. Die andere erinnert daran, dass ein großer Name und hohe Erwartungen allein keinen sauberen Launch ersetzen.
Mit Blick auf die geplante Fortsetzung dürfte Cyberpunk 2077 damit zugleich Rückenwind und Mahnung sein. Die Marke ist stärker als je zuvor, aber ihr größter Erfolg bleibt untrennbar mit einem der bekanntesten Fehlstarts der jüngeren Spielegeschichte verbunden.
Apps & Mobile Entwicklung
Im Test vor 15 Jahren: Nuberts nuPro A-10 und A-20 mit dem perfekten Klang

Mit den nuPro A-10 und A-20 (Test) erweiterte der baden-württembergische Audiospezialist Nubert das eigene Portfolio um zwei Aktivlautsprecher für die Nutzung am PC. Abseits eines kleineren Mankos konnten beide Modelle vollends im Test überzeugen.
Vollaktive Lautsprecher für Enthusiasten
Die beiden Modelle nuPro A-10 und A-20 sollten mit ihrem integrierten Verstärker und USB-Anschluss PC-Enthusiasten ansprechen. Preislich lagen sie mit 235 respektive 285 Euro pro Lautsprecher weit abseits der typischen PC-Aktivlautsprecher. Äußerlich glichen sich die beiden Modelle stark, wobei der nuPro A-20 generell eine größere Version des A-10 war.
Das spiegelte sich nicht nur bei der Leistung der Verstärker wider, der bei dem A-20 rund ein Drittel stärker ausfiel, sondern auch bei den verbauten Hoch- und Tieftönern. Bei dem nuPro A-10 kam eine 19-mm-Gewebekalotte zum Einsatz, bei der nuPro A-20 maß der Hochtöner 24 mm im Durchmesser. Bei den Tieftönern fand sich in dem größeren nuPro A-20 ein 15-cm-Konus und in dem kleineren nuPro A-10 ein Modell mit 12 cm im Durchmesser.
Die beiden Lautsprecher wiesen gegenüber den meisten konventionellen PC-Lautsprechern einige Besonderheiten auf. Zum einen verfügte jede Box über einen integrierten Verstärker und somit auch über einen Netzanschluss. An die Audioquelle wurde aber nur eine der Boxen angeschlossen und das Signal dann von dieser Masterbox weitergeschleust. Zum anderen wiesen sowohl der nuPro A-10 als auch der A-20 ein gewisses Grundrauschen abhängig von der eingestellten Lautstärke auf. Das Rauschen war nicht problematisch laut, aber vorhanden.
Toller Klang ohne Effekthascherei
Beide Lautsprecher konnten im Test klanglich vollends überzeugen. Der kleine nuPro A-10 bot den gleichen linearen Frequenzgang wie sein größerer Bruder, der ohne Effekthascherei mit einem klaren Klang und einer dynamischen Darstellung punkten konnte. Einzig im Bassbereich merkte man dem kleinen Lautsprecher im direkten Vergleich den Mangel an Volumen an. Verglichen mit den meisten herkömmlichen PC-Lautsprechern war aber selbst hier der Bass beeindruckend. Aufgrund der linearen Abstimmung erfolgte der Übergang in den Tieftonbereich fließend, sodass jedes Detail wiedergegeben wurde. Bei dem größeren nuPro A-20 fiel der Bassbereich und die Dynamik noch beeindruckender aus. Die Lautsprecher waren so überraschend stark, dass auf einen Subwoofer guten Gewissens verzichtet werden konnte.
Fazit
Am Ende des Tests gab es nahezu keine Kritikpunkte an den beiden Aktivlautsprechern. Der Klang war aus jedem Blickwinkel betrachtet hervorragend und ließ keine Fragen offen. Der einzige Wermutstropfen war das leichte Hintergrundrauschen, das bei einem System dieser Preisklasse nicht vorhanden sein sollte. Mit 470 Euro für ein Paar der nuPro A-10 und 570 Euro für zwei A-20 war der Preis zudem zweifelsohne hoch. Für Enthusiasten, die auch am PC ausgezeichneten, klaren und dynamischen Klang haben wollten, für die waren die beiden nuPro-Systeme jedoch perfekt.
In der Kategorie „Im Test vor 15 Jahren“ wirft die Redaktion seit Juli 2017 jeden Samstag einen Blick in das Test-Archiv. Die letzten 20 Artikel, die in dieser Reihe erschienen sind, führen wir nachfolgend auf:
Noch mehr Inhalte dieser Art und viele weitere Berichte und Anekdoten finden sich in der Retro-Ecke im Forum von ComputerBase.
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonateniX-Workshop Angriffsziel lokales AD − Schwachstellen finden und beheben
-
Künstliche Intelligenzvor 3 Monaten„Don’t Starve Elsewhere“: Survival‑Hit kehrt nach zehn Jahren zurück
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenKine‑Exakta: Die erste Spiegelreflexkamera fürs Kleinbild
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenWeitere Entlassungswelle bei Disney: Bis zu 1000 Mitarbeiter betroffen
-
Künstliche Intelligenzvor 3 Monaten
xTool P3 im Test: CO₂-Laser mit 80 Watt schneidet und graviert auch Acryl
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 2 MonatenMega-GPUs für Nvidia, AMD & Co: TSMC zeigt CoWoS-Package mit >11.600 mm² & 24 × HBM5E
-
Social Mediavor 2 MonatenMetas neuer Creative Setup Workflow: Was sich wirklich ändert – und warum das nicht nur eine UI-Frage ist!
-
Künstliche Intelligenzvor 2 MonatenApple‑Geräte mit Microsoft Intune verwalten – zweiteiliges Live-Webinar

