Apps & Mobile Entwicklung
Amazon Basics Tastatur im Test
„Tastatur mit DE-Layout, flach, USB-kabelgebunden, Mattschwarz“ lautet die Artikelbezeichnung der „Amazon Basics Tastatur“. Die nüchtern beschreibende Bezeichnung umreißt das zum einstelligen Euro-Kurs erhältliche Eingabegerät treffend. Was es kann, braucht ein paar mehr Worte und einen Test.
Die Amazon Basic Tastatur bietet alle Tasten, ist flach, leise und kostet weniger als 10 Euro. Die Kombination macht sie besonders spannend, denn im Budget-Segment ist die Herausforderung, sehr begrenzte Ressourcen gezielt so zu verteilen, dass am Ende auch ein gut nutzbares Produkt herauskommt. ComputerBase hat sie getestet und stellt fest: Den Anspruch des Basics-Brandings erfüllt die Tastatur nicht.
- Flach
- Wesentliche Medienfunktionen
- klarer Tastendruck
- Geringe Lautstärke
- Grelle Status-LEDs
- Längere Texte anstrengend
Die Basics-Tastatur im Überblick
Die Eigenmarke des Versandhändlers verspricht gute und günstige Produkte, die den alltäglichen Normalo-Bedarf decken, eine Anlaufstelle für ein gesichertes Maß an ordentlicher Qualität sollen sie sein.
Auf dem Papier setzt Amazon die richtigen Prioritäten. Man sieht das am Fehlen von Dingen: Einer (RGB-)Beleuchtung, besonderen Formen, zusätzlichen Tastenkappen oder einer extravaganten Form erteilt das Unternehmen eine Absage. Es ersetzt lediglich Rollen und Co durch Lautstärketasten, lässt das Layout aber unangetastet. Die ersetzten Funktionen liegen zusammen mit Multimedia-Funktionen und einem Shortcut zur Suche auf der Fn-Ebene.
Das macht nicht jeder Hersteller so und selten zum Vorteil, das hat das große Budget-Roundup mit Tastaturen unter 15 Euro schon vor zwölf Jahren gezeigt. Mit einem Preis von knapp unter 10 Euro hat es die Basics-Tastatur aber schwerer. Denn die 10 Euro von damals entsprechen heute rund 12 Euro, ein Unterschied von immerhin 20 Prozent.
Taster: Gummi ist alternativlos
Mechanische Tastentechnik darf für 10 Euro nicht erwartet werden. Erste Einstiegsmodelle mit dieser Technik kosten das Doppelte und sind nicht nur hoch, sondern zudem gut hörbar. Für ein universell brauchbares Basis-Produkt sind alle Mecha-Eigenschaften (Preis, Höhe, Robustheit und Lautstärke) eher ungünstig.
Rubberdome-Technik wird insofern zur logischen Wahl. Sie funktioniert simpel: Beim Eindrücken der Taste wird eine Gummiglocke eingedrückt, die zwei Leiterfolien zusammenpresst und damit einen Kontakt schließt. So wird ein Signal ausgelöst. Im Aufbau und der Fertigung ist diese Technik kostengünstig, aber nicht ewig haltbar, mit Alterung des Gummis verändert sich zudem das Feedback je Taste.
Dazu kommt, dass oft mehrere Tasten gebündelt abgefragt werden. Beim Druck vieler Tasten werden unter Umständen nicht alle korrekt erkannt. Das ist auch bei der Basics-Tastatur der Fall: Garantiert wird nur, dass mindestens 2 Tasten korrekt erkannt werden (2-Key-Rollover). Das klingt am Ende wilder, als es ist, beim Schreiben spielt der Wert keine Rolle, beim Spielen fast nie; spezielle Genres wie Beat-’em-ups vielleicht ausgenommen.
So fühlen sich die Tasten an
Die Amazon-Tasten überzeugen insgesamt nur bedingt. Ihr geringer Hub von 2,5 Millimeter macht Eingaben angenehm, der Druckpunkt ist es weniger. Er entpuppt sich als recht steif, die Tasten müssen mit mehr Kraft betätigt werden und stellen sich etwas behäbig zurück. Das fühlt sich hakelig an und wird bei längerer Nutzung anstrengend.
Um ab und an eine Mail oder eine Rechnung zu schreiben oder sein Passwort irgendwo einzugeben, reicht das Gebotene natürlich, zumal Wenignutzer langsam(er) tippen. Für volle Bürotage reicht es nicht.
Beim Spielen zeigt sich ein ähnliches Bild. In Call of Duty fühlen sich Eingaben an, als würden sie mit etwas Verzögerung laufen, weil man auf die Rückstellung der Taste wartet. Das ärgert schon nach wenigen Minuten.
Es fehlt der Basic-Tastatur am Ende an Geschmeidigkeit, die andere durchaus liefern. Eine Logitech MK950 (Test) zeigt auf, wie es auch dank Scissor-Tastern besser geht. Natürlich: Für eine Office-Tastatur spielt Logitech in der preislichen Oberliga. Aber auch für weniger Geld geht es besser, etwa mit der Logitech K120 für neun Euro, die zwar etwas stärker klappert, aber auch etwas feiner tippt.
Alltag & Akustik
Wenn das Ziel ist, für kleine Ansprüche zu taugen, dann erfüllt Amazon dieses Ziel im Alltag. Der Fokus liegt klar auf Ruhe.
Akustik: Der Aufbau dämpft
Dass die Tastatur ziemlich leise und dumpf agiert, ergibt sich aus ihrer Konstruktion. Flache Tastenkappen, ein flaches Gehäuse und der Umstand, dass Rubberdome-Tastaturen keine großen Schallkörper bilden beziehungsweise ihr Innenleben mit Gummi füllen (müssen), helfen. Eine stabilisierende Metallplatte unter den Folien spart sich die Tastatur, ein wenig Flex hat sie, bleibt aber völlig im Rahmen. Deutliche Nebengeräusche produziert das Basic-Modell dabei nicht, ihr Geräuschpegel lässt sich gut ausblenden. Dabei ist sie durchaus leiser als eine Logitech K120 mit etwas höheren Tastenkappen.
Alltag: Basis beste
Im Alltag punktet das Layout mit der Entscheidung, drei Funktions- durch Lautstärketasten zu ersetzen. Sie haben wenigstens einen praktischen Nutzen. Auch die FN-Ebene positioniert Amazon solide. Das ist bei Budget-Produkten nicht immer die Norm, was auch für die Form der Eingabetaste gilt. Ein internationales Layout oder eines für größere Marktbereiche zu nehmen, kann Kosten senken. So ist alles, was da ist, auch gut nutzbar und ergibt Sinn. Getrübt wird der Glanz von den grellen Status-LEDs. Sie lenken ab und stören nachhaltig.
Fazit
Die Amazon Basic Tastatur bietet alle Tasten, ist flach, leise und kostet weniger als 10 Euro. Die Kombination macht sie besonders spannend, denn im Budget-Segment ist die Herausforderung, sehr begrenzte Ressourcen gezielt so zu verteilen, dass am Ende auch ein gut nutzbares Produkt herauskommt. ComputerBase hat sie getestet und stellt fest: Den Anspruch des Basics-Brandings erfüllt die Tastatur nicht.
Die Tastatur tippt okay, aber nicht in jedem Szenario und mit jedem Nutzer. Sie ist ein „Oma-Produkt“ für den wenig technik-affinen Wenignutzer, der einfach nur möchte, dass Symbole auf dem Bildschirm erscheinen, die langsam nacheinander eingegeben werden. Für den Preis tippt sie im Grunde in Ordnung.
Das ist erst einmal nichts Schlechtes. Man kann diese Basics-Tastatur benutzen, es gibt schließlich noch schlechtere Produkte. Sollte man aber nicht. Der Blick auf Mitbewerber, die ein durchaus feineres, weniger ermüdendes Tippen ermöglichen und nicht mit ihren LEDs blenden, lohnt sich. Die Empfehlung bleibt am Ende die gleiche wie vor 12 Jahren: Für unter zehn Euro kauft man die Logitech K120. Es hat gute Gründe, dass sie seit Ewigkeiten gebaut wird.
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- Flach
- Wesentliche Medienfunktionen
- klarer Tastendruck
- Geringe Lautstärke
- Grelle Status-LEDs
- Längere Texte anstrengend
ComputerBase hat die Amazon Basics Tastatur für diesen Test auf eigene Kosten im freien Handel erworben.
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Angebliche Intel-Deals: Du bekommst nur alte CPUs, wenn du auch neue nimmst!

Laut einem Medienbericht aus Asien hält Intel einige Hersteller an der kurzen Leine: Alte CPUs gibt es nur, wenn auch neue gekauft werden. Das Vorgehen „Alt+Neu“ ist durchaus nicht neu, in der angespannten Zeit mit extrem hohen Speicherpreisen verdirbt es Kunden aber die Laune. Denn die würden gern mehr älteres Material kaufen.
Es war in den letzten Monaten schon oft zu sehen: Plötzlich tauchten beispielsweise bei nahezu jedem Mini-PC-Hersteller aus China Konfigurationen „neu“ wieder auf, die einige Jahre alte Prozessoren von AMD und Intel nutzen, und diese dann am besten auch noch mit älterem DDR4-SODIMM paaren. Hier passt letztlich das Verhältnis aus Preis und Leistung wohl noch am besten, denn sobald es in Richtung DDR5 mit höherem Takt und Kapazität geht, wird es aktuell schnell teurer.
Nikkei berichtet nun von Beschwerden einiger ODMs, die doch eben gern lieber nur solch alte CPUs bei Intel kaufen und entsprechend darauf ihr Geschäft aufbauen wollen. Intel wiederum sagt dies aber angeblich nicht pauschal zu, sondern vereinbart mit den Kunden dann, dass sie auch modernste Intel-18A-Lösungen alias Panther Lake und Wildcat Lake nehmen müssen – sonst gibt es auch keine älteren CPUs.
Intel wiederum schlägt damit zwei Fliegen mit einer Klappe: Ohnehin musste das Unternehmen zuletzt bereits die alte 10-nm-Fertigung für Alder Lake und Raptor Lake sowie für einigen Tiles der Server-CPUs weiter hochfahren, um die Nachfrage nach CPUs überhaupt bedienen zu können. Parallel dazu drückt Intel die neuen Produkte weiter in den Markt, die nun in größeren Volumen zur Verfügung stehen werden. Panther-Lake-Notebooks gibt es nun schon unter 1.000 Euro, mit Intel Wildcat Lake dürfte bei breiter Verfügbarkeit nach der Computex 2026 die 500-Euro-Marke anvisiert werden. Aber auch das ist mitunter zu viel, wie Mini-PCs mit älteren Chips zeigen.
Verlagerung lässt extreme Knappheit entstehen
Der Fokus auf Server-CPUs lässt zudem ohnehin weniger Spielraum für die älteren Consumer-CPUs. Die aktuellen Server-CPUs Intel Granite Rapids setzen auf I/O-Tiles in der älteren 10-nm-Fertigung (Intel 7 genannt), Intel Clearwater Forest wird in den nächsten Wochen starten und ebenfalls diese I/O-Tiles nutzen. Da Server-CPUs aktuell gefragt sind wie nie, ist die Kapazitätsverlagerung dahin folgerichtig. Laut Intels Kunden sei die CPU-Knappheit auch deshalb inzwischen zum Teil schlimmer als bei RAM, denn anders als beim RAM, wo Kapazität und Spezifikation verringert werden kann, gibt es bei einer CPU keine Option.
Im Serverbereich ist Intel in den letzten Jahren am meisten unter Druck geraten, AMD liegt hier in vielen Bereichen nun in Front. Die Umsätze und Gewinne waren deshalb deutlich eingebrochen, erst zuletzt erholten sie sich wieder.
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Früher jubeln als der Nachbar: Vodafone beschleunigt ARD und ZDF zur Fußball-WM im Kabel‑TV

Vodafone beschleunigt das Fernsehsignal der ARD und ZDF zur Fußball-WM im Kabelnetz, damit die Verzögerung möglichst kurz ausfällt und der Nachbar nicht schon zwei Sekunden früher jubelt, bevor auf dem eigenen Fernseher überhaupt das Tor fällt. Im Marketing nennt Vodafone die Umstellung „Jubel-Booster“.
Mehrere Sekunden Verzögerung durch digitale Verarbeitung
Zuschauer, die über das Kabelnetz die von ARD und ZDF übertragenen WM-Spiele empfangen, sollen die Tore und Spielszenen eher sehen als es bislang über das Kabelnetz möglich war. Denn durch die Verarbeitung der digitalen Signale liegt die Verzögerung gegenüber der früheren analogen Übertragung mitunter inzwischen bei mehreren Sekunden.
WM-Bild wird direkt eingespeist
Für die WM-Übertragungen von ARD und ZDF nutzt Vodafone jedoch ein besonders früh verfügbares TV-Signal der Sender und verteilt es direkt im Kabelnetz – ohne zusätzliche Verarbeitungsschritte. Dadurch sollen weitere Verzögerungen in der Signalaufbereitung entfallen. Im Ergebnis sollen die Live-Bilder rund zwei Sekunden früher im Wohnzimmer ankommen als bislang.
Die Latenzoptimierung macht sich bei allen Spielen bemerkbar, die auf „Das Erste HD“ und „ZDF HD“ im Kabelnetz von Vodafone zu sehen sind. Das öffentlich-rechtliche Fernsehen überträgt 60 der 104 WM-Spiele. Die Fußball-Weltmeisterschaft beginnt am 11. Juni.
Europameisterschaft 2024: Kabel-TV nachweislich vor Satellit
Bereits zur Europameisterschaft 2024 hatte Vodafone die Beschleunigungstechnik bei Live-Übertragungen von ARD und ZDF im Kabelnetz eingesetzt. Die c‘t hatte damals nachgemessen, wie lange es bei klassischem Fernsehempfang und beim IPTV-Streaming dauert, bis das Tor gefallen ist. Dabei kam heraus: Durch die Optimierung war das Signal im Kabel-TV schneller als über Satellit und deutlich schneller als die meisten Internetfernsehangebote. Es ist deshalb davon auszugehen, dass Vodafone auch dieses Mal wieder vor der Satellitenübertragung und dem Streaming über IPTV landet.
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Forza Horizon 6 Community-Benchmark: Testet mit uns den Japan-Raser im „Next-Gen-Setup“!

Seit heute kann Forza Horizon 6 in allen Editionen und auch über den Xbox Game Pass gespielt werden. Höchste Zeit für einen Community-Benchmark-Test, zu dem jeder, der Zugang zum Spiel hat, Ergebnisse beisteuern kann. Dafür genutzt wird ein ganz neues System. Ladies and Gentlemen, Start Your Engines!
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