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SandboxAQ: Claude erhält Modelle zur Wirkstoffforschung

Künstliche Intelligenz hat sich in der medizinischen Forschung längst etabliert und bereits eine Vielzahl neuer Wirkstoffe wie bislang unbekannte Antibiotika hervorgebracht und dabei die Kosten gesenkt. Ein großes Problem blieb bislang jedoch die komplizierte Bedienung vieler KI-Modelle für technisch weniger versierte Forscher.
Kein Problem der KI, sondern der Oberfläche
Zahlreiche KI-Startups in diesem Bereich haben es sich zum Ziel gesetzt, die kostenintensive Suche nach neuen Wirkstoffen nicht nur günstiger zu gestalten, sondern zugleich die Dauer der Forschung erheblich zu verkürzen. Dass dies technisch möglich ist, hatten zahlreiche Ergebnisse in der Vergangenheit bereits gezeigt. Das eigentliche Problem lag bislang jedoch häufig in der Bedienung der eingesetzten KI-Modelle. Manche Forscher vertraten sogar die Ansicht, dass für deren sinnvolle Nutzung praktisch ein Doktortitel in Informatik erforderlich sei.
Dieses Problem will SandboxAQ nun laut einem Bericht von TechCrunch gelöst haben. Dafür hat sich das Unternehmen mit Anthropic zusammengeschlossen. SandboxAQ wurde vor rund fünf Jahren als Teil von Alphabet gegründet, Vorstandsvorsitzender ist der frühere Google-CEO Eric Schmidt.
Eines der Tätigkeitsfelder des Unternehmens ist die Entwicklung großer quantitativer Modelle, sogenannter LQMs. Diese proprietären Modelle gelten als physikalisch fundiert, da sie nicht auf Mustern in Texten, sondern auf den Gesetzen der physikalischen Welt basieren und dadurch unter anderem quantenchemische Berechnungen durchführen können. Die Erforschung neuer Wirkstoffe lässt sich mit diesen nicht nur beschleunigen, sondern auch kostengünstiger gestalten, da viele Erkenntnisse bereits vorab aus Simulationen gewonnen werden können und ein erheblicher Teil der Arbeit nicht mehr in teuren Laborumgebungen erfolgen muss.
Zeiten und Kosten sollen gesenkt werden
Um den eigenen KI-Modellen eine leicht verständliche und zugleich praktikable Oberfläche bereitzustellen, hat das Startup seine wissenschaftlichen KI-Modelle mit Anthropics Claude kombiniert. Dadurch soll ein leistungsfähiges Werkzeug für Wirkstoffforschung und Materialwissenschaft entstehen, das hinter einer dialogorientierten Benutzeroberfläche arbeitet. Für dessen Einsatz sei weder spezielle IT-Infrastruktur erforderlich, noch müssten Forscher die Systeme kompliziert bedienen, da die Nutzung vollständig in natürlicher Sprache erfolgen kann.
Die Arbeit von Forschern soll dadurch deutlich vereinfacht werden. Bislang mussten Nutzer der LQMs von SandboxAQ eine eigene digitale Infrastruktur bereitstellen, um die Modelle überhaupt ausführen zu können, was zusätzliche Kosten verursachte. Diese Verbindung soll künftig Claude übernehmen. Die Nutzerbasis des Startups bestand bislang überwiegend aus Computer- und Forschungswissenschaftlern oder Experimentalphysikern, die meist bei großen Pharma- oder Industrieunternehmen beschäftigt waren und dort nach neuen Materialien suchten.
Bisherige Lösungen nicht praktikabel
Auch Nadia Harhen, General Manager für KI-Simulation bei SandboxAQ, sieht in der Zusammenarbeit erhebliche Vorteile: „Zum ersten Mal haben wir ein bahnbrechendes Modell auf einem bahnbrechenden LLM, auf das man in natürlicher Sprache zugreifen kann“. Viele Kunden des Unternehmens, das in mehreren Finanzierungsrunden bereits mehr als 950 Millionen US-Dollar von Investoren einsammeln konnte, hätten in der Vergangenheit zahlreiche auf dem Markt verfügbare Software-Lösungen ausprobiert. Aufgrund ihrer hohen Komplexität hätten diese jedoch entweder nicht funktioniert oder keine brauchbaren Ergebnisse geliefert, erklärt Harhen weiter.
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Dune: Das smarte Drei-Tasten-Keypad für macOS
Project Mirage will mit Dune ein sehr kleines Zusatzgerät für den Mac etablieren. Das Keypad besitzt nur drei Tasten, soll deren Belegung aber automatisch an die aktive Anwendung anpassen und so wiederkehrende Aktionen ohne Griff zu Trackpad oder Tastatur auslösen.
Drei Tasten für den Arbeitskontext
Dune ist als kontextabhängiges Keypad für macOS gedacht. Statt möglichst viele frei belegbare Tasten anzubieten, konzentriert sich das Gerät auf drei Eingaben, die je nach Anwendung andere Aufgaben übernehmen. Project Mirage nennt als Einsatzfelder vor allem Online-Meetings, Entwickler-Workflows und klassische Makros.
In Videokonferenzen kann Dune etwa Mikrofon und Kamera steuern oder das aktive Meeting-Fenster wieder in den Vordergrund holen. Über eine Kalendersynchronisation soll das Keypad den nächsten Termin zwei Minuten vor Beginn erkennen. Eine Taste kann dann direkt dem Gespräch beitreten, eine andere eine kurze Verspätungsnachricht an die Teilnehmer senden.
Makros, Skripte und Entwicklerwerkzeuge
Auch abseits von Meetings soll Dune wiederkehrende Aufgaben vereinfachen. Nach Angaben des Herstellers erkennt das Keypad, in welchem Programm der Nutzer arbeitet, und aktualisiert die Funktionen der drei Tasten entsprechend. Standardmäßig werden unter anderem häufig genutzte Kurzbefehle für Notion, Figma und Excel genannt.
Für Entwickler nennt Project Mirage Integrationen mit GitHub, VS Code und Claude. Zusätzlich lassen sich eigene Makros, Links und Skripte hinterlegen. Über einen Marketplace sollen Nutzer zudem Skripte anderer Anwender finden, installieren und den drei Tasten zuweisen können. Die Konfiguration kann laut Hersteller auch im Gespräch mit Claude angepasst werden, etwa um bestehende Skripte zu ändern oder neue Shortcuts einzurichten.
Kleines Gehäuse aus Aluminium
Optisch bleibt Dune bewusst schlicht: Das Gehäuse besteht aus CNC-gefrästem, eloxiertem Aluminium und misst 40 × 10 × 10 mm. Das Gewicht gibt Project Mirage mit 50 g an. Angeschlossen und mit Strom versorgt wird das Keypad über USB-C, einen Akku gibt es entsprechend nicht.
Dabei wird ausschließlich macOS als Betriebssystem unterstützt. Offiziell gibt es noch keinen Preis, aber TechCrunch nennt einen Einstandspreis von 119 US-Dollar, später soll es gar 149 US-Dollar kosten.
Das Konzept erinnert an ein stark verkleinertes Stream Deck, ist aber stärker auf kontextabhängige Automatisierung ausgerichtet. Ob drei Tasten im Alltag reichen, hängt wohl maßgeblich vom jeweiligen Arbeitsablauf ab. Für einfache Tastenkürzel dürfte Dune überdimensioniert sein. Interessanter wird das Konzept, wenn dieselben Programme täglich genutzt werden und wenige häufige Aktionen schneller erreichbar sein sollen.
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Cyberpunk 2077: Vom Debakel zum Dauerläufer mit 40 Millionen Verkäufen

Cyberpunk 2077 galt Ende 2020 als warnendes Beispiel für einen überhasteten Start. Fünf Jahre später steht das Rollenspiel für einen ungewöhnlich langen zweiten Atem: Nach zahlreichen Updates, Phantom Liberty und neuen Plattformen meldet CD Projekt Red nun 40 Millionen verkaufte Exemplare.
Cyberpunk 2077 mit neuem Verkaufsrekord
Den neuen Verkaufsmeilenstein hat CD Projekt Red über den offiziellen Cyberpunk-Kanal auf X bekannt gegeben. Dort bedankt sich das Studio bei 40 Millionen „Dreamers“, die den Weg nach Night City gefunden haben. Gemeint sind Verkäufe von Cyberpunk 2077, wobei auch spätere Editionen wie die Ultimate Edition in die Gesamtzahl einfließen.
Der Meilenstein ist bemerkenswert, weil Cyberpunk 2077 längst nicht mehr nur vom Start-Hype lebt. Das Spiel erschien ursprünglich im Dezember 2020 und verkaufte sich trotz technischer Probleme in kurzer Zeit millionenfach. Gerade auf PlayStation 4 und Xbox One war der Zustand aber so problematisch, dass Sony das Spiel zeitweise aus dem PlayStation Store entfernte. Der Ruf des Projekts und des Studios erlitt erheblichen Schaden.
Updates drehten die Wahrnehmung
CD Projekt Red hat Cyberpunk 2077 danach über Jahre weiterentwickelt. Einen wichtigen Einschnitt bildete Update 2.0, das zentrale Systeme des Spiels überarbeitete. Dazu kamen die Erweiterung Phantom Liberty, neue Versionen für aktuelle Plattformen sowie spätere technische Updates, etwa für die PlayStation 5 Pro.
Aus dem Debakel wurde dadurch zwar keine Erfolgsgeschichte über Nacht, dafür aber ein Dauerläufer. Cyberpunk 2077 ist heute neben No Man’s Sky eines der bekanntesten Beispiele dafür, dass ein missglückter Start ein Spiel nicht zwangsläufig dauerhaft begräbt. Gleichzeitig zeigt der Fall aber auch, wie aufwendig und teuer eine solche Kehrtwende ist. Nicht jedes Studio kann ein großes Team über Jahre an Patches, Erweiterungen und Technikpflege setzen.
Vom Vertrauensverlust zur starken Marke
Für CD Projekt Red ist der Erfolg auch deshalb wichtig, weil Cyberpunk längst zur zweiten großen Säule neben The Witcher geworden ist. Schon Ende 2025 hatte das Unternehmen 35 Millionen verkaufte Exemplare für Cyberpunk 2077 und 10 Millionen Verkäufe von Phantom Liberty gemeldet. Die nun erreichte Marke von 40 Millionen zeigt dabei, dass das Spiel weiter Käufer findet.
Ganz vergessen ist der Start trotzdem nicht: CD Projekt Red selbst hat wiederholt eingeräumt, mit Cyberpunk 2077 Vertrauen verspielt zu haben. Der neue Verkaufsmeilenstein erzählt deshalb zwei Geschichten zugleich: Die eine handelt von einem Spiel, das sich mit langen Updates und einer starken Erweiterung rehabilitiert hat. Die andere erinnert daran, dass ein großer Name und hohe Erwartungen allein keinen sauberen Launch ersetzen.
Mit Blick auf die geplante Fortsetzung dürfte Cyberpunk 2077 damit zugleich Rückenwind und Mahnung sein. Die Marke ist stärker als je zuvor, aber ihr größter Erfolg bleibt untrennbar mit einem der bekanntesten Fehlstarts der jüngeren Spielegeschichte verbunden.
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Im Test vor 15 Jahren: Nuberts nuPro A-10 und A-20 mit dem perfekten Klang

Mit den nuPro A-10 und A-20 (Test) erweiterte der baden-württembergische Audiospezialist Nubert das eigene Portfolio um zwei Aktivlautsprecher für die Nutzung am PC. Abseits eines kleineren Mankos konnten beide Modelle vollends im Test überzeugen.
Vollaktive Lautsprecher für Enthusiasten
Die beiden Modelle nuPro A-10 und A-20 sollten mit ihrem integrierten Verstärker und USB-Anschluss PC-Enthusiasten ansprechen. Preislich lagen sie mit 235 respektive 285 Euro pro Lautsprecher weit abseits der typischen PC-Aktivlautsprecher. Äußerlich glichen sich die beiden Modelle stark, wobei der nuPro A-20 generell eine größere Version des A-10 war.
Das spiegelte sich nicht nur bei der Leistung der Verstärker wider, der bei dem A-20 rund ein Drittel stärker ausfiel, sondern auch bei den verbauten Hoch- und Tieftönern. Bei dem nuPro A-10 kam eine 19-mm-Gewebekalotte zum Einsatz, bei der nuPro A-20 maß der Hochtöner 24 mm im Durchmesser. Bei den Tieftönern fand sich in dem größeren nuPro A-20 ein 15-cm-Konus und in dem kleineren nuPro A-10 ein Modell mit 12 cm im Durchmesser.
Die beiden Lautsprecher wiesen gegenüber den meisten konventionellen PC-Lautsprechern einige Besonderheiten auf. Zum einen verfügte jede Box über einen integrierten Verstärker und somit auch über einen Netzanschluss. An die Audioquelle wurde aber nur eine der Boxen angeschlossen und das Signal dann von dieser Masterbox weitergeschleust. Zum anderen wiesen sowohl der nuPro A-10 als auch der A-20 ein gewisses Grundrauschen abhängig von der eingestellten Lautstärke auf. Das Rauschen war nicht problematisch laut, aber vorhanden.
Toller Klang ohne Effekthascherei
Beide Lautsprecher konnten im Test klanglich vollends überzeugen. Der kleine nuPro A-10 bot den gleichen linearen Frequenzgang wie sein größerer Bruder, der ohne Effekthascherei mit einem klaren Klang und einer dynamischen Darstellung punkten konnte. Einzig im Bassbereich merkte man dem kleinen Lautsprecher im direkten Vergleich den Mangel an Volumen an. Verglichen mit den meisten herkömmlichen PC-Lautsprechern war aber selbst hier der Bass beeindruckend. Aufgrund der linearen Abstimmung erfolgte der Übergang in den Tieftonbereich fließend, sodass jedes Detail wiedergegeben wurde. Bei dem größeren nuPro A-20 fiel der Bassbereich und die Dynamik noch beeindruckender aus. Die Lautsprecher waren so überraschend stark, dass auf einen Subwoofer guten Gewissens verzichtet werden konnte.
Fazit
Am Ende des Tests gab es nahezu keine Kritikpunkte an den beiden Aktivlautsprechern. Der Klang war aus jedem Blickwinkel betrachtet hervorragend und ließ keine Fragen offen. Der einzige Wermutstropfen war das leichte Hintergrundrauschen, das bei einem System dieser Preisklasse nicht vorhanden sein sollte. Mit 470 Euro für ein Paar der nuPro A-10 und 570 Euro für zwei A-20 war der Preis zudem zweifelsohne hoch. Für Enthusiasten, die auch am PC ausgezeichneten, klaren und dynamischen Klang haben wollten, für die waren die beiden nuPro-Systeme jedoch perfekt.
In der Kategorie „Im Test vor 15 Jahren“ wirft die Redaktion seit Juli 2017 jeden Samstag einen Blick in das Test-Archiv. Die letzten 20 Artikel, die in dieser Reihe erschienen sind, führen wir nachfolgend auf:
Noch mehr Inhalte dieser Art und viele weitere Berichte und Anekdoten finden sich in der Retro-Ecke im Forum von ComputerBase.
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