Künstliche Intelligenz
Top 5: USB-Adapter für den Zigarettenanzünder – Handy schnell im Auto laden
Um im Auto mehrere USB-Geräte gleichzeitig und schnell zu laden, hilft ein Adapter für den Zigarettenanzünder. Wir zeigen die besten Modelle aus unseren Tests.
In modernen Autos gehören USB-Anschlüsse zum Laden von Smartphones, Tablets und anderen Mobilgeräten inzwischen zur Standardausstattung. Allerdings liefern sie häufig nur wenig Leistung, zudem reicht die Anzahl der Anschlüsse gerade auf Familienfahrten oft nicht aus. Ältere Fahrzeuge bieten teilweise gar keine USB-Lademöglichkeit. In beiden Fällen hilft ein USB-Ladegerät für die 12-Volt-Steckdose.
Die kompakten Ladeadapter wandeln die 12-Volt-Bordspannung um und ermöglichen so das Laden von Smartphones, Tablets, Kameras oder sogar Notebooks während der Fahrt. Allerdings gibt es große Unterschiede zwischen den Modellen. Deshalb lohnt sich ein genauer Blick, denn nicht jedes Ladegerät eignet sich für jeden Einsatzzweck.
Entscheidend sind zunächst Art und Anzahl der Anschlüsse. Wie viele Geräte gleichzeitig geladen werden müssen, hängt vom individuellen Bedarf ab. Viele aktuelle Modelle bieten mindestens einen USB‑C‑Port, teilweise ergänzt durch ein integriertes oder ausziehbares USB‑C‑Kabel. Manche Hersteller statten ihre Ladegeräte zusätzlich mit einem klassischen USB‑A‑Anschluss oder einem Lightning-Kabel aus.
Ein weiterer zentraler Aspekt ist die Leistung des Ladegeräts. Einige Hersteller werben zwar mit 75 Watt oder mehr, dabei handelt es sich jedoch meist um die maximale Gesamtleistung aller Anschlüsse zusammen. Wer sein Smartphone oder ein Notebook unterwegs laden möchte, sollte unbedingt auf die Leistung der einzelnen Ports achten. Häufig unterstützt nur ein Anschluss die höchsten Schnellladestandards, während die übrigen Ports deutlich weniger Leistung liefern.
Je nach Fahrzeug kann auch das Design eine Rolle spielen. Neben der Größe ist vor allem die Erreichbarkeit der Anschlüsse entscheidend. Ladegeräte mit schwenkbarem oder beweglichem Stecker sind hier flexibler.
Diese Bestenliste zeigt die besten USB-Ladegeräte für die 12-Volt-Steckdose aus unseren Tests. Außerdem erklärt der Ratgeber, worauf beim Kauf und der Nutzung geachtet werden sollte.
Welches ist das beste USB-Ladegerät für den Zigarettenanzünder?
Unser Testsieger ist das Kfz‑Schnellladegerät Lisen 57W für rund 15 Euro. Neben der sehr ordentlichen Verarbeitung punktet das Ladegerät mit abwinkelbarem Stecker, ausreichend Anschlüssen, alltagstauglicher Leistung von bis zu 30 Watt und niedriger Wärmeentwicklung.
Der Anker Nano Car Charger für knapp 18 Euro ist unser Technologie-Sieger. Neben der hohen Verarbeitungsqualität überzeugt hier die maximale Ladeleistung von bis zu 45 Watt, die für viele kompakte Notebooks und Ultrabooks ausreicht.
Unser Preis-Leistungs-Sieger ist das No-Name-Ladegerät mit Sternenhimmelprojektion, das bereits für rund 10 Euro bei Amazon erhältlich ist. Die integrierte Laserprojektion dürfte in der Praxis zwar nicht für jeden relevant sein, dennoch überzeugt das Modell mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis.
Worauf sollte beim Kauf geachtet werden?
USB-Ladegeräte für die 12-Volt-Steckdose gehören heute fast zur Grundausstattung im Auto. Sie versorgen Smartphones, Tablets, Navigationsgeräte oder Notebooks unterwegs mit Strom. Beim Kauf zählt aber nicht nur die Anzahl der Anschlüsse. Entscheidend sind Leistung, Schnellladefunktionen, Kompatibilität und die Verarbeitungsqualität.
Damit Geräte zuverlässig und schnell laden, sollten einige wichtige Punkte beachtet werden.
Die passenden Anschlüsse auswählen
Vor dem Kauf sollte geprüft werden, welche Anschlüsse die eigenen Geräte benötigen. Moderne Smartphones, Tablets und viele Notebooks laden über USB‑C. Ältere Geräte nutzen oft noch USB‑A oder Apples Lightning-Anschluss. Besonders praktisch sind Ladegeräte mit verschiedenen Anschlussarten. So lassen sich neue und ältere Geräte gleichzeitig laden und flexibel nutzen.
Auf die Ladeleistung achten
Die Leistung bestimmt, wie schnell Geräte geladen werden. Für Smartphones reichen oft 20 bis 30 Watt. Tablets und Notebooks benötigen deutlich mehr Leistung. Viele leistungsstärkere Geräte brauchen 45 Watt oder mehr, damit sie unterwegs sinnvoll geladen werden können.
Wird ein Smartphone nur langsam geladen, fällt das auf langen Fahrten kaum auf. Schnellladefunktionen ermöglichen dagegen oft schon nach wenigen Minuten deutlich mehr Akkulaufzeit, wodurch sich das Laden auch auf kürzeren Fahrten lohnt.
Schnellladen funktioniert nur, wenn Ladegerät und Endgerät denselben Standard unterstützen. Wichtige Technologien sind unter anderem USB Power Delivery (PD) und Quick Charge. Unterstützt das Ladegerät den passenden Standard nicht, lädt das Gerät meist trotzdem, allerdings langsamer. Wer häufig pendelt oder kurze Strecken fährt, sollte deshalb gezielt auf Schnellladefunktionen achten.
Gesamtleistung prüfen
Viele Kfz‑Ladegeräte bieten zwei, drei oder vier USB‑Ports. Das ist praktisch, kann aber auch Einschränkungen mit sich bringen. Hersteller geben häufig eine hohe Gesamtleistung an, diese verteilt sich jedoch meistens auf alle Anschlüsse zusammen. Ein Ladegerät mit insgesamt 60 Watt liefert also nicht automatisch 60 Watt pro Port. Werden mehrere Geräte gleichzeitig geladen, sinkt die Ladegeschwindigkeit häufig deutlich.
Kompatibilität mit dem Fahrzeug prüfen
Die meisten USB‑Adapter sind sowohl mit 12‑Volt‑Bordnetzen von Pkw als auch mit 24‑Volt‑Systemen in Transportern und Wohnmobilen kompatibel. Ein Blick in die Herstellerangaben ist dennoch ratsam – insbesondere bei älteren Fahrzeugen oder Sonderfahrzeugen.
Auf festen Sitz in der Steckdose achten
Ein gutes Ladegerät sitzt stabil in der 12‑Volt-Buchse. Wackelt der Adapter, kann die Stromversorgung abbrechen. Das führt zu Ladeunterbrechungen oder langsamerem Laden. Gerade auf schlechten Straßen fällt ein lockerer Sitz schnell auf. Ein fester Halt ist deshalb ein wichtiges Qualitätsmerkmal.
Sicherheitsfunktionen ernst nehmen
Ein hochwertiges Ladegerät schützt sowohl die angeschlossenen Geräte als auch das Fahrzeugbordnetz.
Wichtige Schutzfunktionen sind:
- Schutz vor Überhitzung
- Schutz vor Überspannung
- Schutz vor Überstrom
- Schutz vor Kurzschluss
Diese Funktionen helfen dabei, Schäden am Ladegerät und an angeschlossenen Geräten zu vermeiden.
Verarbeitung und Material nicht unterschätzen
Auch die Bauqualität spielt eine wichtige Rolle. Hochwertige Materialien halten länger und helfen bei der Wärmeableitung. Modelle aus Aluminium oder hitzebeständigem Kunststoff sind zudem robuster als besonders günstige Kunststoffgehäuse.
Welches Kfz‑Ladegerät passt zu welchem Fahrprofil?
Je nach Nutzung eignen sich unterschiedliche Modelle. Auf kurzen Strecken zählt vor allem Schnellladen. Eine hohe Ladeleistung bringt in kurzer Zeit möglichst viel Energie in den Akku. Für lange Fahrten sind mehrere Anschlüsse und eine hohe Gesamtleistung sinnvoll. Nur so lassen sich mehrere Geräte gleichzeitig laden.
Eine Kombination aus USB‑A und USB‑C bietet die größte Flexibilität. So können ältere Geräte und moderne Smartphones gleichzeitig angeschlossen werden.
Kann ein USB-Ladegerät das Smartphone beschädigen?
Normalerweise nicht. Voraussetzung ist ein hochwertiges Ladegerät mit Schutz vor Überhitzung, Überspannung, Überstrom und Kurzschluss. Bei hochwertigen Ladegeräten regeln Smartphone und Ladegerät die Leistungsaufnahme automatisch.
Lädt ein Kfz‑Adapter schneller als ein USB‑Anschluss im Auto?
Oft ja. Viele fest verbaute USB‑Anschlüsse im Auto liefern nur wenig Leistung. Moderne Kfz‑Ladegeräte mit USB Power Delivery oder Quick Charge laden Smartphones und andere Geräte meist deutlich schneller.
Kann ein Kfz‑Ladegerät die Autobatterie entladen?
Ja. Das kann passieren, wenn der Adapter oder angeschlossene Geräte bei ausgeschaltetem Motor dauerhaft Strom ziehen. Geräte sollten deshalb möglichst nur während der Fahrt geladen und der Adapter bei längeren Standzeiten entfernt werden.
Fazit
Für Vielfahrer und Familien lohnt sich die Nachrüstung eines USB-Ladegeräts für die 12-Volt-Steckdose in den meisten Fällen. Der wichtigste Vorteil: Moderne Kfz‑Ladegeräte liefern in der Regel deutlich mehr Leistung als fest integrierte USB‑Anschlüsse. Zudem stehen häufig mehrere unterschiedliche Ports zur Verfügung. Integrierte Kabel reduzieren zudem den Kabelsalat im Cockpit.
Wie viele und welche Anschlüsse benötigt werden, hängt von den individuellen Anforderungen ab. Bei der Leistung sollte sowohl die maximale Leistung pro Port als auch die maximale Gesamtleistung berücksichtigt werden.
Weiteres KFZ-Zubehör zeigen wir hier:
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Bericht: Meta will überschüssige Kapazität aus KI-Rechenzentren vermieten
Facebook-Mutter Meta möchte laut einem Bericht der Finanznachrichtenagentur Bloomberg ins Geschäft mit KI-Cloud-Infrastruktur einsteigen. Der Plan ist demnach, die nicht selbst benötigten Kapazitäten der derzeit massiv ausgebauten KI-Rechenzentren zu vermieten. Mit seiner „Meta Compute“-Initiative will das Unternehmen laut Bericht dabei einen Geschäftszweig aufbauen, der sowohl den Zugang zu reiner Rechenkapazität als auch zu verschiedenen KI-Modellen verkauft, die in Metas Rechenzentren laufen. Hochrangige Manager wie etwa der Infrastruktur-Chef Santosh Janardhan seien mit der Initiative betraut.
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Damit würde Meta einerseits Angeboten wie Amazon Bedrock Konkurrenz machen und andererseits auch ins Geschäftsfeld der Neoclouds wie CoreWeave und Nebius vordringen. Die Aktien der letzteren beiden Unternehmen gaben nach Veröffentlichung des Bloomberg-Berichts deutlich nach, die Meta-Aktie machte hingegen einen kurzfristigen Satz nach oben. Meta gab zu dem Bericht keine Stellungnahme ab, Bloomberg beruft sich auf anonyme Insider.
Meta-Chef Mark Zuckerberg hat laut Bloomberg bereits im Mai in einer Telefonkonferenz erklärt, dass deR Konzern die Cloud-Vermietung erwäge. „Fast jede Woche wenden sich verschiedene externe Unternehmen an uns und bitten uns entweder, einen API-Dienst einzurichten, oder fragen, ob wir Rechenleistung haben, die sie von uns zu einem Aufpreis gegenüber unseren Anschaffungskosten erwerben könnten“, sagte Zuckerberg damals. Er ergänzte: „Wir haben das bisher noch nicht getan, weil wir glauben, dass wir eine Verwendung für diese Rechenleistung haben.“ Wenn sich die Lage ändere, liege die Option aber auf dem Tisch.
SpaceX verkauft schon Cloud-Kapazitäten
Meta dürfte so ein neues Geschäftsfeld dabei helfen, seine enormen Investitionen in KI-Infrastruktur rentabel zu machen. Das Unternehmen schraubte in diesem Jahr nach nur drei Monaten die Ausgaben für KI-Infrastruktur noch einmal nach oben. Für das laufende Jahr stellt Meta nun Kapitalinvestitionen zwischen 125 Milliarden und 145 Milliarden US-Dollar in Aussicht. Die vorherige Spanne lag bei 115 Milliarden bis 135 Milliarden US-Dollar. 2025 gab der Konzern vor allem für den Ausbau von KI-Rechenzentren gut 72 Milliarden US-Dollar aus.
Elon Musks Unternehmenskonglomerat SpaceX agiert bereits als KI-Cloudanbieter. Die Kapazitäten des „Colossus“ genannten Rechenzentrums-Clusters, den das jetzt zu SpaceX gehörende KI-Unternehmen xAI gebaut hat, werden auch an Google, Anthropic und seit kurzem an das Start-up Reflection AI vermietet. Anthropic überweist SpaceX dafür monatlich 1,25 Milliarden US-Dollar, Google 920 Millionen US-Dollar. Manche Beobachter sehen darin auch ein klares Zeichen dafür, dass die KI-Modelle von xAI keine große Nachfrage erzielen und die gebaute Kapazität deutlich über dem eigenen Bedarf liegt.
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(axk)
Künstliche Intelligenz
Fußball-WM im Stream: Liefert Magenta die bessere Bildqualität als ARD und ZDF?
Die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender zeigen zwar zahlreiche Spiele der Fußball-WM in Nordamerika. Wer die Streams und Zusammenfassungen der vergangenen Nacht jedoch in deren Apps schaut, bemerkt auf großen Fernsehern schnell Bildprobleme: Der Ball zerfranst, um Spieler bilden sich Blockartefakte, das Publikum vermatscht zu einem Pixelbrei. Das sieht in den Apps sogar schlechter aus als bei der direkten TV-Übertragung.
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Neben dem durch die Haushaltsabgaben gedeckten Angebot der Öffentlich-Rechtlichen bietet auch die Telekom Streams an. Für 11 Euro pro Monat kann man alle WM-Spiele in der MagentaTV-App auf Smartphones und Streaming-Boxen schauen – ohne Mindestlaufzeit. Die App wirbt wie ARD und ZDF mit HD-Auflösung. Auf den Streaming-Boxen der Telekom „MagentaTV One“ und dem „MagentaTV Stick“ (jeweils der zweiten Generation) gibt es zudem UHD-Streams mit 4K-Auflösung und Dolby Vision – ohne höhere Abogebühren.
In diesem Test untersuchen wir, wie sich die Bild- und Tonqualität der Angebote unterscheidet. Dazu vergleichen wir die Streams der Live-TV-Wiedergabe und der Apps auf dem Apple TV mit dem MagentaTV One. Wir klären, welche Streams tatsächlich den erweiterten Farbraum nutzen, wie Sie die Farbwiedergabe richtig einstellen, was die von der Telekom beworbene Dolby-Atmos-Tonspur bringt und für wen sich die auf Magenta zugeschnittenen Streaming-Boxen der Telekom tatsächlich lohnen.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Fußball-WM im Stream: Liefert Magenta die bessere Bildqualität als ARD und ZDF?“.
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KI-Update: Deutschland-App, OpenAI bietet Beteiligung, KI als Chef, Git-KI-Tool
Deutschland-App soll Behördengänge vereinfachen
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Die geplante Deutschland-App des Bundesdigitalministeriums soll Bürgern den Zugang zu Verwaltungsleistungen wie Wohngeld, Kindergeld-Weiterbewilligung oder Ummeldung erleichtern. Nach veröffentlichten Mockups sind drei Bedienmodi vorgesehen: eine vereinfachte Formularansicht, ein Chatbot-Dialog sowie ein Gespräch mit einem KI-generierten Video-Avatar, der gesprochene Sprache in Text übersetzt.
Der Produktivbetrieb ist für 2027 geplant, zunächst wohl beschränkt auf eine Auswahl an Leistungen. Klassische Wege wie das Bürgeramt oder das Papierformular bleiben erhalten, eine Pflicht zur Nutzung ist nicht vorgesehen. Den Prototyp bauen Telekom und SAP auf Basis eines bestehenden Vertrags. Eine reguläre Ausschreibung soll folgen.

Bundesregierung plant Taskforce für „KI-Nation“
Die Bundesregierung will ihre KI-Aktivitäten in einer neuen Taskforce für „KI-Nation“ bündeln. Das berichtet Politico unter Berufung auf ein Einladungsschreiben an die Staatssekretäre. Geleitet vom Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung, soll das Gremium mit je einem Staatssekretär aus jedem Ressort Deutschland zu einer „KI-Nation“ formen und die Technik stärker in Wirtschaft, Verwaltung und Forschung verankern.
Fünf Arbeitsgruppen widmen sich Frontier AI, KI-Sicherheit, Infrastruktur, Gesellschaft und Anwendungen. Auch außen- und sicherheitspolitische Fragen sowie der Aufbau eines KI-Sicherheitsinstituts stehen auf der Agenda. Erste Ergebnisse werden bis Ende September erwartet, eine gemeinsame KI-Strategie will die Regierung beim Digital-Gipfel im November vorstellen.
Microsoft baut viertes Rechenzentrum im Rheinischen Revier
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Microsoft plant ein weiteres KI-Rechenzentrum im Rheinischen Revier im nordrhein-westfälischen Grevenbroich und hat dafür einen Kaufvertrag über ein 23 Hektar großes Grundstück unterzeichnet. Es wäre nach Bedburg, Bergheim und Elsdorf der vierte Standort im Rheinischen Revier. Die Investitionen könnten bis zu einer Milliarde Euro erreichen, Zielkunden sind primär Industriebetriebe aus NRW.
Landes- und Kommunalpolitik loben das Vorhaben als Hilfe für den Strukturwandel nach dem Kohleausstieg. Umweltverbände warnen dagegen vor dem hohen Strombedarf und fordern, dass die Anlagen vollständig mit zusätzlich erzeugtem Ökostrom laufen soll.
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Tech-Lobby drängt EU zu lockereren Klimavorgaben für Rechenzentren
Die EU-Kommission könnte ihre geplanten Nachhaltigkeitsregeln für Rechenzentren deutlich abschwächen. Laut Financial Times sieht ein neuer Verordnungsentwurf zum geplanten Nachhaltigkeitslabel vor, dass Betreiber Grünstrom-Zertifikate großzügiger anrechnen dürfen. Auch Zertifikate aus Kernenergie könnten künftig zählen. Auf die Lockerung drängten unter anderem Amazon Web Services, Microsoft und der europäische Rechenzentrumsverband EU-DCA.
Kritiker warnen: Ohne strengere Vorgaben könne die Nachfrage nach fossilem Gas steigen, was Energiepreise und Versorgungssicherheit belaste.

Wie intelligent ist Künstliche Intelligenz eigentlich? Welche Folgen hat generative KI für unsere Arbeit, unsere Freizeit und die Gesellschaft? Im „KI-Update“ von Heise bringen wir Euch gemeinsam mit The Decoder werktäglich Updates zu den wichtigsten KI-Entwicklungen. Freitags beleuchten wir mit Experten die unterschiedlichen Aspekte der KI-Revolution.
OpenAI bietet Trump-Regierung fünf Prozent des Unternehmens an
OpenAI verhandelt laut Financial Times mit der US-Regierung über eine Beteiligung von fünf Prozent am Unternehmen. Bei einer Bewertung von 852 Milliarden US-Dollar entspräche das mehr als 40 Milliarden US-Dollar. Sam Altman begründet den Vorstoß damit, eine finanzielle Beteiligung der Öffentlichkeit sei der beste Weg, Gewinne aus der KI-Entwicklung zu teilen. Der Plan reicht über OpenAI hinaus: Alle führenden US-KI-Entwickler sollen je fünf Prozent in ein gemeinsames Vehikel einbringen, ähnlich dem Alaska Permanent Fund, der Öleinnahmen investiert und Dividenden ausschüttet.
Konzerne bremsen KI-Nutzung ihrer Mitarbeiter
Nachdem Firmen ihre Angestellten monatelang zu möglichst intensiver KI-Nutzung ihrer Mitarbeiter drängten, folgt nun die Kehrtwende. Wie 404 Media berichtet, sperrte die Großbank Citi ihren Mitarbeitern für mehrere Tage den Zugriff auf neuere Modelle von Anthropic und OpenAI und verwies auf ältere Alternativen.
Bei Atlassian erhalten Angestellte inzwischen Übersichten über ihre Kosten mit dem klaren Wink, sparsamer zu sein. Amazon schaffte seine interne Rangliste der Vielnutzer ab, nachdem Angestellte begannen, mit trivialen Aufgaben Ressourcen zu verbrennen. Kurz darauf führte der Konzern Nutzungslimits ein. Hintergrund sind spürbar gestiegene Preise für KI-Dienste.
Meta liest getippte Sätze aus Hirnströmen
Forschende von Meta haben ein KI-System zur Rekonstruktion von Text aus Hirnsignalen vorgestellt, das getippte Sätze allein aus Hirnsignalen rekonstruiert, ohne implantierte Elektroden. Testpersonen hörten einen Satz, merkten ihn sich und tippten ihn anschließend ab, während ein MEG-Helm die magnetischen Felder ihrer Hirnaktivität aufzeichnete. Die KI erhielt nur diese Signale als Eingabe und erzeugte daraus Text.
Beim besten Teilnehmer rekonstruierte das System 78 Prozent der Sätze fehlerfrei, 47 Prozent enthielten höchstens einen Wortfehler, auf Zeichenebene lag die Genauigkeit bei bis zu 80 Prozent. Die Forschenden sehen darin einen Schritt zu nicht invasiven Gehirn-Computer-Schnittstellen für Menschen mit schweren Lähmungen. Alltagstauglich ist das Verfahren nicht: Es braucht ein mehrere Millionen Euro teures MEG-Gerät in einem abgeschirmten Labor.
KI-Modelle scheitern als Start-up-Chef
Forscher der Princeton University haben mit CEO-Bench einen Langzeit-Benchmark vorgelegt, in dem KI-Agenten 500 Tage lang ein fiktives Software-Start-up namens Novamind führen sollten. Von zehn getesteten Modellen brachten nur drei in einem von je drei Läufen mehr als das Startkapital von einer Million US-Dollar auf das Konto. Ein handcodierter, regelbasierter Agent ohne maschinelles Lernen schnitt besser ab als die meisten KI-Modelle. Zum Vergleich: Bei menschengeführten US-Start-ups scheitert rund ein Fünftel im ersten Jahr, bis zu 65 Prozent binnen zehn Jahren.
KI-Browser geben Passwörter preis, weil sie ein Spiel spielen
Forscher der Cybersicherheitsfirma LayerX haben gezeigt, dass sich Browser mit integrierten KI-Agenten mit einem simplen Trick zur Preisgabe sensibler Daten bewegen lassen. Eine manipulierte Webseite präsentiert der KI ein Rätselspiel, in dem sie bewusst falsche Antworten als richtig akzeptieren soll. Hat sie diese Logik übernommen, fordert das Spiel sie auf, Inhalte aus anderen Tabs oder eingeloggten Diensten zu kopieren, darunter Passwörter und SSH-Schlüssel.
Betroffen waren ChatGPT Atlas und Perplexity Comet. OpenAI hat Atlas nachgebessert. LayerX rät, KI-Agenten nur die nötigen Berechtigungen zu geben und nicht benötigte Logins und Tabs vor der Nutzung zu schließen.
Claude Fable 5 hilft bei Planung eines Cyberangriffs
Anthropic hat sein Modell Claude Fable 5 nach einer kurzen Pause wieder veröffentlicht, doch die Sicherheitsprobleme bestehen fort. Der Entwickler Alec Armbruster berichtet in einem Blogbeitrag, dass sich das Modell mit einem passenden Prompt dazu bringen ließ, bei der Planung eines Cyberangriffs auf vernetzte Geräte zu helfen. Fable 5 lieferte Hinweise, wie sich IoT-Geräte wie Überwachungskameras, Router oder smarte Steckdosen aufspüren und für ein Botnetz missbrauchen lassen. Andere Modelle verweigerten dieselbe Anfrage.
Armbruster hatte das Szenario als hypothetisch und defensiv dargestellt. Auf Nachfrage räumte Fable 5 ein, die Antwort falsch priorisiert zu haben: Erst kam die ausführliche Anleitung, dann die Sicherheitsbedenken.
Anthropic entwickelt offenbar eigenen KI-Chip
Anthropic arbeitet Berichten zufolge an einem eigenen KI-Chip und spricht mit Samsung über die Fertigung. Das Projekt steckt in einem frühen Stadium, Aufgabe und Leistungsprofil sind noch unklar. Chips von AWS, Google und Nvidia sollen zentral bleiben.
Das Unternehmen hat bereits Chip-Ingenieure eingestellt, darunter Clive Chan, der zu den ersten Mitgliedern der Chip-Teams von Tesla und OpenAI gehörte. Auch OpenAI, AWS, Google und Meta entwickeln inzwischen eigene KI-Beschleuniger oder Prozessoren.
Microsoft schickt 6000 Ingenieure zu Firmenkunden
Microsoft hat mit der Frontier Company eine neue Geschäftseinheit angekündigt, ausgestattet mit 2,5 Milliarden US-Dollar. Weltweit sollen 6000 Ingenieure direkt bei Firmenkunden vor Ort arbeiten und dort KI-Systeme gemeinsam entwickeln, einführen und optimieren.
Damit folgt Microsoft einem Branchentrend. OpenAI hat eine Beratungseinheit mit über vier Milliarden US-Dollar Kapital gegründet. Anthropic hat gemeinsam mit Blackstone und Goldman Sachs eine Firma angekündigt, die den Mittelstand bei der KI-Einführung begleiten soll.
GitBrowser sortiert Code-Änderungen per KI
Wer Software entwickelt, verliert bei größeren Projekten schnell den Überblick über Änderungen im Versionierungswerkzeug Git. Der GitBrowser, ein grafisches Git-Tool, bekommt nun eine KI-Funktion, die geänderte Dateien analysiert und thematisch in Gruppen sortiert. Das hilft besonders, wenn mehrere KI-Agenten parallel am Code arbeiten und der Mensch die Übersicht behalten muss.
Die Gruppierung funktioniert auch innerhalb einzelner Dateien: Enthält eine Datei Änderungen zu verschiedenen Themen, nimmt der GitBrowser nur den passenden Teil in das jeweilige Paket auf. Das Tool ist Freeware, Nutzer müssen aber eigene API-Schlüssel für die KI-Modelle mitbringen.

(mali)
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