Künstliche Intelligenz
Nachfrage übertrifft Erwartungen: Apple stockt Neo-Produktion massiv auf
Apple soll einem Bericht zufolge die geplante Produktion des MacBook Neo auf rund 10 Millionen Einheiten verdoppelt haben. Ursprünglich habe der Konzern 5 bis 6 Millionen Geräte geordert. Die Nachfrage nach dem günstigen Notebook übersteigt offenbar Apples eigene Erwartungen deutlich.
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Apple-CEO Tim Cook hatte die Liefersituation im Earnings Call am 30. April 2026 bestätigt. Der Mac-Umsatz im zweiten Quartal sei auf 8,4 Milliarden US-Dollar und damit um 6 Prozent gewachsen, getrieben vom Neo.
SoC-Vorräte aufgebraucht
Die erste Produktionswelle des MacBook Neo nutzte sogenannte downgebinnte A18-Pro-Chips, die ursprünglich für das iPhone 16 Pro gefertigt worden waren. Beim Binning – einem Standardverfahren in der Halbleiterproduktion – werden Chips mit einzelnen defekten Einheiten nicht entsorgt, sondern mit reduzierter Spezifikation weiterverwendet. Im Fall des MacBook Neo bedeutet das: Statt der sechs GPU-Cores des iPhone 16 Pro arbeiten nur fünf, ein Core ist deaktiviert. CPU-Konfiguration (zwei Performance- und vier Efficiency-Cores), Ray Tracing und die 16-Core Neural Engine bleiben identisch.
Diese Restbestände aus der iPhone-Produktion sind nun aufgebraucht, heißt es in dem Bericht von Culpium. Apple habe deshalb bei TSMC eine neue Charge im N3E-Prozess (3 Nanometer) in Auftrag gegeben – laut Berichten als sogenanntes „Hot Lot“ mit beschleunigter Fertigung. Bei den neuen Chips handelt es sich teils um voll funktionsfähige Exemplare, bei denen ein GPU-Core per Software deaktiviert wird, um konsistente Spezifikationen sicherzustellen.
Lieferzeiten bleiben angespannt
Die Knappheit macht sich auch in Europa bemerkbar. Bei Apple selbst liegt die Lieferzeit des MacBook Neo weiterhin bei mehreren Wochen. Im freien Handel ist die Verfügbarkeit teils besser, Preise starten laut Preisvergleich bei rund 589 Euro für die 256-GByte-Variante. Die Lieferengpässe bei Mac-Produkten betreffen auch andere Modelle wie den Mac mini und das Mac Studio.
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Die Montage der Geräte übernehmen Quanta und Foxconn in Fabriken in Vietnam und China. Die höheren Kosten für frisch gefertigte Chips – im Gegensatz zu den quasi kostenlosen Binning-Resten – sowie steigende DRAM-Preise könnten Apple perspektivisch unter Druck setzen. Beobachter spekulieren, ob Apple das 256-GByte-Einstiegsmodell einstellen oder die Preise anheben könnte, ähnlich wie beim Mac mini, bei dem Apple das 256-GB-Einstiegsmodell einstellte, sodass nun die 512-GB-Variante die günstigste Option ist.
Leistung auf iPhone-Niveau
In Benchmarks bewegt sich das MacBook Neo mit seinem A18-Pro-Chip auf dem Niveau älterer M-Chips: Single-Core-Leistung auf M3-Niveau, Multi-Core leicht hinter dem M1. Bei Video-Rendering und Spielen erreicht es ähnliche Werte wie der M1 beziehungsweise annähernd M2-Niveau. Die Fertigung im 3-Nanometer-Verfahren ermöglicht trotz der kompakten 36,5-Wattstunden-Batterie – deutlich kleiner als die 53,8 Wattstunden im 13-Zoll-MacBook Air – akzeptable Laufzeiten. Ein MacBook Neo 2 mit A19-Pro-Chip aus dem iPhone-17-Binning wird Berichten zufolge für 2027 erwartet.
(mki)
Künstliche Intelligenz
Ecovacs Goat O1200 LiDAR Pro im Test: Mähen & Kanten trimmen für unter 1000 Euro
Der Goat O1200 LiDAR Pro ist der günstigste Ecovacs-Mähroboter mit integriertem Trimmer. Wie gut das LiDAR-Modell in der Praxis funktioniert, zeigt der Test.
Aktuelle Mähroboter setzen für die Navigation vermehrt auf LiDAR. Die Technik bietet in kleinen und mittelgroßen Gärten Vorteile gegenüber der Satelliten-Navigation (RTK), da LiDAR auch unter Bäumen oder zwischen Gebäuden zuverlässig funktioniert und nicht von Empfangsproblemen der Satellitendaten betroffen ist.
Auch beim Kantenschnitt gibt es in diesem Jahr einige Neuerungen. Manche Hersteller verwenden ein Schnittsystem, das wie beim Dreame A3 AWD Pro beim Kantenschnitt nach außen fährt, sodass nur noch wenig Rasen am Rand stehen bleibt. Bei anderen Modellen, etwa dem Mammotion Luba Mini 2 AWD, kommt ein zweites Schnittsystem nah am Gehäuserand zum Einsatz, das ebenfalls für einen sauberen Randschnitt sorgt. Mit den Modellen Goat A3000, A1600 und O1200 LiDAR Pro integriert Ecovacs einen Trimmer, der Nacharbeiten am Rasenrand reduzieren soll.
Getestet wurde der 13 kg schwere Ecovacs Goat O1200 LiDAR Pro in einem anspruchsvollen Garten mit drei Rasenzonen und einer Gesamtfläche von knapp 500 m². Eine Zone weist eine Steigung von rund 30° auf, zwischen den Zonen liegen 4 bis 5 Zentimeter hohe Randsteine, und eine weitere Zone ist nur über eine 70 Zentimeter breite Engstelle erreichbar. Die Mähgeschwindigkeit wurde auf einer flachen, 240 m² großen Referenzfläche gemessen.
Bilder Ecovacs O1200 LiDAR Pro
Für Home Assistant gibt es eine Community-Integration, die den Ecovacs Goat O1200 LiDAR unterstützt und viele Konfigurationsmöglichkeiten bietet. Außerdem liefert sie viele Betriebsdaten wie den Akkustand. Damit lassen sich Automatisierungen erstellen, etwa für eine Benachrichtigung über das Laden des Akkus.
Für Home Assistant gibt es eine Community-Integration, die den Ecovacs Goat O1200 LiDAR unterstützt und viele Konfigurationsmöglichkeiten bietet. Außerdem liefert sie viele Betriebsdaten wie den Akkustand. Damit lassen sich Automatisierungen erstellen, etwa für eine Benachrichtigung über das Laden des Akkus.
Für Home Assistant gibt es eine Community-Integration, die den Ecovacs Goat O1200 LiDAR unterstützt und viele Konfigurationsmöglichkeiten bietet. Außerdem liefert sie viele Betriebsdaten wie den Akkustand. Damit lassen sich Automatisierungen erstellen, etwa für eine Benachrichtigung über das Laden des Akkus.
Die Ecovacs-App ist übersichtlich und einfach zu bedienen. Sie erlaubt die Einstellung wichtiger Mäh-Parameter und bietet viele Hilfestellungen, etwa für die Kartierung.
Die Ecovacs-App ist übersichtlich und einfach zu bedienen. Sie erlaubt die Einstellung wichtiger Mäh-Parameter und bietet viele Hilfestellungen, etwa für die Kartierung.
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Die Ecovacs-App ist übersichtlich und einfach zu bedienen. Sie erlaubt die Einstellung wichtiger Mäh-Parameter und bietet viele Hilfestellungen, etwa für die Kartierung.
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Die Ecovacs-App ist übersichtlich und einfach zu bedienen. Sie erlaubt die Einstellung wichtiger Mäh-Parameter und bietet viele Hilfestellungen, etwa für die Kartierung.
Die Ecovacs-App ist übersichtlich und einfach zu bedienen. Sie erlaubt die Einstellung wichtiger Mäh-Parameter und bietet viele Hilfestellungen, etwa für die Kartierung.
Die Ecovacs-App ist übersichtlich und einfach zu bedienen. Sie erlaubt die Einstellung wichtiger Mäh-Parameter und bietet viele Hilfestellungen, etwa für die Kartierung.
Die Ecovacs-App ist übersichtlich und einfach zu bedienen. Sie erlaubt die Einstellung wichtiger Mäh-Parameter und bietet viele Hilfestellungen, etwa für die Kartierung.
Die Ecovacs-App ist übersichtlich und einfach zu bedienen. Sie erlaubt die Einstellung wichtiger Mäh-Parameter und bietet viele Hilfestellungen, etwa für die Kartierung.
Das manuelle Kartieren ist präziser als eine automatische Kartierung. Letztere funktioniert zufriedenstellend nur bei Rasenflächen mit festen Grenzen. Eine Aufteilung in Zonen unterstützt die App nach der Kartierung. Damit kann man pro Zone nicht nur die optimale Mährichtung einstellen, sondern auch andere Mähparameter wie Schnitthöhe und Hinderniserkennung.
Die App ist übersichtlich und unterstützt auch ein manuelles Mähen, bei dem der Nutzer den Mähroboter wie bei der Kartierung per Cursor-Taste steuert. Mäheinstellungen lassen sich pro Zone festlegen.
Über Zeitpläne lässt sich der Einsatz des Mähroboters automatisieren. Soll auch der Trimmer verwendet werden, muss für diesen ein zusätzlicher Zeitplan erstellt werden. Zuvor markiert man den Bereich auf der Karte, der von der Trimmeinheit bearbeitet werden soll. Nützlich ist auch die Möglichkeit, Zonen mit geringer Hinderniserkennung festzulegen. Dadurch mäht der O1200 LiDAR Pro auch unter Büschen.
Design & Lieferumfang
Mit Abmessungen von 60,0 × 47,9 × 30,4 Zentimeter fällt der Goat O1200 LiDAR Pro kompakt und mit einem Gewicht von 13 Kilogramm vergleichsweise leicht aus. Das Gehäuse besteht aus mattem Kunststoff in Weiß und Schwarz und entspricht im Wesentlichen dem Design der Vorjahresmodelle. Eine Ausnahme bildet der an der linken Geräteseite angebrachte Tru-Edge-Trimmer, der wie ein herkömmlicher Trimmer mithilfe eines Fadens den Kantenschnitt verbessern soll. Dieser muss zunächst an den Mäher geschraubt werden, was mit dem mitgelieferten Inbusschlüssel schnell erledigt ist. Eine seitliche Bürste schirmt den Trimmer nach außen ab und schützt Bordsteine, Mauern sowie Zäune vor Kontakt mit dem rotierenden Faden.
Der umlaufende Stoßfänger aus schwarzem Kunststoff ist federnd gelagert und dient zusammen mit einem integrierten Sensor als Kollisionsdetektor (Bumper). Bei Kontakt mit einem Gegenstand stoppt der Mähroboter.
Das Gehäuse reicht fast bis zum Boden, sodass der Mäher nur Hindernisse von bis zu drei Zentimetern Höhe überwinden kann. Die durch 4 bis 5 Zentimeter hohe Randsteine abgegrenzte Rasenzone des Testgartens erreicht er damit ebenso wenig wie das Schwestermodell Goat A3000 LiDAR Pro (Testbericht).
Die breiten, tief profilierten hinteren Antriebsräder sorgen für ausreichende Traktion. Mit der Schutzklasse IPX6 ist das Gehäuse gegen Strahlwasser aus allen Richtungen geschützt, sodass die Unterseite mit einem Gartenschlauch, nicht aber mit einem Hochdruckreiniger gesäubert werden kann.
Die Ladestation fällt kompakt aus, benötigt wenig Raum und lässt sich dank des zehn Meter langen Netzkabels flexibel positionieren. Die Verarbeitung des Mähroboters ist insgesamt solide.
Ausstattung
Zur Navigation verwendet der O1200 LiDAR Pro ein 360-Grad-LiDAR, das wie bei den Schwestermodellen A1600 und A3000 LiDAR Pro an der Glaskuppel an der vorderen Gehäuseoberseite zu erkennen ist. Hinzu kommt ein 3D-ToF-Solid-State-LiDAR, ergänzt durch eine KI-Kamera. Zusammen ermöglichen die drei Sensoren eine kontinuierliche dreidimensionale Erfassung der Umgebung mit einer Positioniergenauigkeit von rund zwei Zentimetern. Mithilfe von KI dient das System auch zur Erkennung von Hindernissen. Laut Hersteller identifiziert die Technik mehr als 200 verschiedene Objekte wie Menschen, Tiere, Gartenschläuche und Spielzeug.
Das Mähwerk verfügt über eine einzelne Klingenscheibe mit drei Wechselmessern und einer Schnittbreite von 22 Zentimetern. Die Schnitthöhe lässt sich elektrisch in 0,5-Zentimeter-Schritten von drei bis acht Zentimetern einstellen, und das Zonenweise über die App. Die Flächenleistung liegt laut Hersteller bei 180 m² pro Stunde. In der Praxis fällt sie deutlich niedriger aus (siehe Abschnitt Mähleistung im Praxistest).
Inbetriebnahme und Kartierung
Die Einrichtung über die Ecovacs-App ist gelungen. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung mit Bildern führt durch Bluetooth-Kopplung, QR-Code-Scan und WLAN-Verbindung über 2,4 GHz. Auch in gemischten Netzen traten keine Probleme auf. Nach einem obligatorischen Firmware-Update war der Roboter in etwa 30 Minuten startklar. Lediglich die Montage des Trimmermoduls erfordert etwas Geduld und einen Kreuzschlitzschraubendreher mit langer Klinge von mindestens 10 Zentimeter, da eine Schraube tief im Gehäuse sitzt.
Kartierung: Die automatische Kartierung funktioniert nur bei klaren Rasenkanten wie Randsteinen oder Mauern. Da der Testgarten offene Grenzen hat und nur teilweise mit Randsteinen umgeben ist, ließ sich die automatische Kartierung nicht sinnvoll überprüfen. Für komplexe Gärten ist die manuelle Kartierung ohnehin die bessere Wahl: Dabei läuft der Nutzer in Bluetooth-Reichweite hinter dem Roboter her und steuert ihn per App entlang der Rasengrenzen. Das ist präziser, zuverlässiger und wird von der App gut unterstützt. Mehrere Zonen und Verbindungspfade lassen sich nach der Kartierung der Gesamtfläche bequem über die App anlegen.
Die Mindestdurchfahrtsbreite gibt Ecovacs mit 80 Zentimeter an. Dennoch passierte der O1200 LiDAR Pro die nur 70 Zentimeter breite Engstelle im Testgarten problemlos, während das größere Modell, der Ecovacs Goat A3000 LiDAR Pro, daran gescheitert ist.
Mähleistung im Praxistest
Der Ecovacs Goat O1200 LiDAR Pro mäht in geraden, parallelen Bahnen und liefert ein sauberes Schnittbild. Pro Zone lassen sich die Mährichtung gradgenau und die Mähgeschwindigkeit zwischen 0,35 und 0,5 m/s festlegen. Die Mähgeschwindigkeit sollte allerdings nur erhöht werden, wenn die Rasenfläche kaum Hindernisse wie Bäume oder Büsche aufweist – bei höherem Tempo navigiert der Roboter etwas unpräziser, was grundsätzlich für alle Mähroboter gilt.
Auf dem 240 m² großen Teststück mit einigen Hindernissen benötigte der O1200 LiDAR Pro 3 Stunden und 7 Minuten, was einer Stundenleistung von 77 m² entspricht. Da er diese Fläche nicht am Stück schafft, sondern zwischendurch zur Ladestation muss, dauert das Mähen der 240 m² inklusive Ladezeiten 4 Stunden und 26 Minuten. Damit liegt die Bruttomähleistung bei 54 m² pro Stunde. Für die vom Hersteller spezifizierte Rasengröße von 1200 m² benötigt der Goat O1200 LiDAR Pro mehr als 22 Stunden.
Die vom Hersteller angegebene Stundenleistung von bis zu 180 m² gilt vermutlich nur für Flächen ohne Hindernisse bei maximaler Geschwindigkeit. Zum Vergleich: Der Dreame A3 AWD Pro 3500 ist aufgrund seiner Schnittbreite von 40 Zentimetern mit 186 m²/h auf derselben Testfläche deutlich schneller, kostet jedoch mehr als doppelt so viel.
Die wesentliche Neuerung des Ecovacs Goat O1200 LiDAR Pro ist der integrierte Fadentrimmer. Er wird separat über die App gestartet, nachdem die zu bearbeitenden Kanten markiert wurden. Der Roboter fährt diese ab und beginnt mit dem Trimmen.
An den Außengrenzen des Gartens funktioniert das Trimmen zufriedenstellend, sodass deutlich weniger Nacharbeit anfällt als bei Mährobotern ohne Trimmer. Im Praxistest zeigten sich jedoch mehrere Schwächen: Der Roboter verliert gelegentlich ohne erkennbaren Grund den Kontakt zum Rasenrand, navigiert ins Flächeninnere oder stoppt den Trimmer während der Fahrt. An Sperrflächen hält er einen Abstand von 10 bis 20 Zentimetern, obwohl diese auf 1 bis 2 Zentimeter genau kartiert waren – der Trimmer ist dort wirkungslos. Zudem kann die feste Bauhöhe des Trimmers von 6 Zentimeter dazu führen, dass dieser an Randsteinen aufsetzt, wenn der Rasen tiefer als die angrenzende Fläche liegt.
Ecovacs weist in den FAQ darauf hin, dass dichtes Gras mehrere Trimmsitzungen erfordern kann und die Personenerkennung den Trimmvorgang unterbricht. Beides bestätigte sich im Test. Nach zwei Durchläufen war das Ergebnis an den Außenkanten gut, die Sperrflächen-Problematik bleibt jedoch bestehen. Insgesamt ist der Trimmer eine vielversprechende Innovation, die in der aktuellen Softwareversion noch nicht ganz ihr volles Potenzial entfaltet.
Navigation und Hinderniserkennung
Die Hinderniserkennung mittels LiDAR und KI-Kamera arbeitet im Test zuverlässig: Schläuche, kleine Bälle, Spielzeug und Igelattrappen werden sicher umfahren. Dunkle Bereiche oder schlechter Satellitenempfang stellen dank LiDAR kein Problem für eine präzise Navigation dar, was einen Vorteil gegenüber RTK-basierten Systemen darstellt.
Die Navigation weist jedoch einige Kritikpunkte auf. Die Hinderniserkennung reagiert mitunter übervorsichtig auf hohes Gras, was die Mähzeit verlängert. Hier hilft die Anpassung des Vermeidungsmodus in der App, der sich auf 10, 15 oder 20 Zentimeter konfigurieren lässt. Auch die Überlappung der Mähbahnen schwankt stellenweise, was den Gesamteindruck etwas trübt.
Akkulaufzeit und Ladezeit
Der Ecovacs Goat O1200 LiDAR Pro ist mit einem 5.200-mAh-Akku bei 18 V ausgestattet, was einer Kapazität von rund 94 Wh entspricht. Damit mäht er im Test auf flachem Grund etwa zwei Stunden, bevor er bei einem Akkustand von 15 % zur Ladestation zurückkehrt. Das Laden von 15 auf 80 Prozent dauert im Test 1 Stunde und 16 Minuten. Bei 80 Prozent Ladung setzt der O1200 LiDAR Pro seine Arbeit fort. Eine vollständige Ladung von 15 auf 100 Prozent dauert 1 Stunde und 51 Minuten. Zum Vergleich: Der A3000 LiDAR Pro benötigt dafür 1 Stunde und 25 Minuten.
Bei einem Strompreis von 35 Cent pro kWh kostet eine Vollladung rund 5 Cent. Die Betriebskosten sind damit vernachlässigbar.
Sicherheit und Diebstahlschutz
Der Ecovacs Goat O1200 LiDAR Pro verfügt über einen PIN-Code, der beim Einschalten oder Verlassen der Mähkarte abgefragt wird. Selbst mit Kenntnis der PIN können Diebe mit dem Gerät wenig anfangen: Solange der Roboter mit einem Nutzerkonto verknüpft ist, lässt er sich nicht erneut mit der Ecovacs-App verbinden. Wird das Gerät angehoben, löst es einen Alarm aus.
Die Kombination aus LiDAR, Kamera und ToF-Sensor erkennt auch kleine Gegenstände zuverlässig, eine hundertprozentige Garantie gibt es dennoch nicht. Zum Schutz nachtaktiver Tiere wie Igel sollte der Mähroboter ausschließlich tagsüber betrieben werden. In einigen Kommunen gibt es bereits Nachtfahrverbote mit empfindlichen Geldbußen, in Leipzig beispielsweise bis zu 50.000 Euro. Geht es nach dem Deutschen Städtetag, könnte ein solches Verbot bald bundesweit gelten. In der Ecovacs-App lassen sich entsprechende Tierschutz-Zeiten definieren, die standardmäßig auf 19:00 bis 7:00 Uhr eingestellt sind.
App und Smart-Home-Integration
Die Ecovacs-App ist funktional und übersichtlich gestaltet. Sie bietet zonenbasierte Einstellungen für Mährichtung, Geschwindigkeit, Schnitthöhe und Hindernisvermeidungshöhe. Zeitpläne lassen sich ebenso konfigurieren wie Tierschutz-Zeiten und eine Regenverzögerung von 3 bis 5 Stunden. Die Kartenbearbeitung erlaubt das Teilen und Zusammenführen von Zonen, das Anlegen von Sperrflächen und Verbindungspfaden sowie die gezielte Auswahl der Kanten für den Trimmereinsatz. Hinzu kommen eine manuelle Steuerung und ein Livestream der integrierten Kamera. Für Tablets wie das iPad ist die App nicht optimiert; die Darstellung lässt sich lediglich vergrößert zoomen.
Der Ecovacs Goat O1200 LiDAR Pro unterstützt Sprachsteuerung über Amazon Alexa und Google Assistant sowie Siri-Kurzbefehle für grundlegende Kommandos wie Start, Stopp und Rückkehr zur Ladestation. Auch eine Einbindung in Smart Home by Hornbach ist möglich, bietet jedoch nur rudimentäre Funktionen. Selbst das Auslesen von Betriebsdaten wie dem Akkustatus fehlt.
Die Community-basierte Home-Assistant-Integration bietet mehr Steuerungsmöglichkeiten und Statusabfragen. Sie ist allerdings an die Hersteller-Cloud gekoppelt; ein rein lokaler Zugriff auf das Gerät ist nicht möglich. Eine native Anbindung an Apple Home besteht nicht.
Preis
Regulär kostet der Ecovacs Goat O1200 LiDAR knapp 1000 Euro. Aktuell ist er für 900 Euro im Angebot.
Fazit
Ecovacs bietet mit dem Goat O1200 LiDAR Pro einen Mähroboter, der dank LiDAR auch in schwierigen Situationen wie unter Bäumen und zwischen hohen Gebäuden präzise navigiert. Er meistert die Engstelle zwischen zwei Rasenzonen im Testgarten und liefert mit dem integrierten Trimmer zwar keine perfekte, aber eine brauchbare Lösung für den Randschnitt an befestigten Rasengrenzen.
Schwächen zeigt das Gerät im steilen Gelände und bei Rasenzonen, die von höheren Randsteinen umgeben sind, denn Hindernisse über 3 Zentimetern Höhe überwindet er nicht. Die Mähgeschwindigkeit liegt aufgrund der Schnittbreite von 22 Zentimetern im Mittelfeld, was für diese Preisklasse üblich ist.
Die Leistung des aktuell für 900 Euro erhältlichen Ecovacs Goat O1200 LiDAR Pro ist insgesamt angemessen. Für flache, leicht zugängliche Gärten mit engen Übergängen sowie um einen guten Randschnitt zu erreichen, ist das Modell eine sinnvolle Wahl. Für steilere Gärten und Rasenzonen, die mit Randsteinen bis 5 Zentimeter Höhe eingefasst sind, eignen sich Allradmodelle wie der Dreame A3 AWD Pro (Testbericht) oder der Mammotion Luba Mini AWD LiDAR (Testbericht) besser. Allerdings sind diese deutlich teurer.
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Urteil gegen 1&1: Kunden dürfen SIM-Karte in Modem stecken
Verbraucherschützer verbuchen einen Erfolg gegen einseitige Vertragsbedingungen des Mobilfunkers 1&1 Telecom. Das Oberlandesgericht Koblenz (OLG) hat gleich sieben AGB-Klauseln für unzulässig und unwirksam erklärt (Az. 2 U 603/24, nicht rechtskräftig). Beispielsweise untersagte 1&1 zu Unrecht die Nutzung stationärer Endgeräte, die kein Produkt von 1&1 sind. Außerdem verlängerte der Anbieter Verträge automatisch um zwölf Monate. Letzteres ist ein klarer Widerspruch zu Telekommunikationsgesetz (TKG), das in Paragraph 56 nach Ablauf einer Mindestvertragsdauer das jederzeitige Kündigungsrecht mit einem Monat Frist vorsieht.
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Eine weitere Klausel der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) erklärt, dass Rechnungen ins Kundenkonto auf der 1&1-Webseite hochgeladen werden. „Mit dem Zugang” sollen sie fällig werden. Das OLG hält das für doppelt rechtswidrig: Einerseits werde der Zugang der Rechnungen fingiert. Solche Fiktionen sind ausdrücklich untersagt (Paragraph 308 Ziffer 6 BGB). Andererseits sei für Laien nicht erkennbar, wann der „Zugang” wirksam sein soll. Damit sei die Klausel intransparent, was Paragraph 307 Abs 1 Satz 2 BGB mit Unwirksamkeit ahndet. Die beiden letztgenannten Klauseln hatte die erste Instanz, das Landgericht Koblenz (LG, Az. 3 O 4/23), für zulässig erachtet. Die dagegen gerichtete Berufung des Klägers Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) war also erfolgreich.
1&1 scheitert mit Berufung
Fünf weitere Klauseln hatte bereits das LG aufgehoben. Gegen zwei dieser Aufhebungen berief 1&1, jedoch ohne Erfolg:
1&1 wollte weiterhin mündliche Zusagen an Kunden, die nicht in Textform bestätigt werden, generell für unwirksam erklären dürfen. Doch das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) gewährt in Paragraph 305b individuellen Vertragsabreden sogar Vorrang gegenüber AGB. Daher geht ein so allgemeiner Ausschluss mündlicher Vereinbarungen zu weit.
Einseitige Vertragsänderungen durch den Telecom-Betreiber zu Lasten des Kunden gestattet das TKG in Paragraph 57, wenn dies in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (ABG) vorgesehen ist. Dies hat 1&1 so umzusetzen versucht: „1&1 hat das Recht, die Vertragsbedingungen nach billigem Ermessen und (sic) zu ändern, sofern die Ausgewogenheit des Vertrages hierdurch in nicht nur unbedeutendem Maße geändert wird.” Das hält das Gericht für intransparent, was nicht nur am verirrten „und” liegt. Schwerer ins Gewicht fällt die „Aneinanderreihung unbestimmter Rechtsbegriffe”, nämlich „billiges Ermessen“, „Ausgewogenheit“ und das doppelt vereinende „nicht nur unbedeutendes Maß“. Außerdem sei unklar, ob sich der Begriff „Vertragsbedingungen” nur auf die AGB oder den gesamten Vertrag bezieht. Damit sei die Klausel unverständlich und wegen Intransparenz unwirksam.
SIM-Karte darf auch in Modems
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Bezüglich dreier weiterer Klauseln akzeptierte 1&1 das Verbot durch das LG Koblenz. Daher sind im Urteil des OLG Koblenz die juristischen Begründungen nicht enthalten. Die Begründungen des LG sind nicht veröffentlicht.
Diese drei rechtskräftig unwirksamen Klauseln sind ein Ausschluss von Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle, die Knüpfung der Übertragung eines Vertrags an einen Dritten an die vorherige schriftliche Zustimmung 1&1 Telecoms, und das Modemverbot: Wenig überraschend dürfen 1&1-Kunden die SIM-Karte nicht missbräuchlich nutzen. Überraschend ist, dass 1&1 es als missbräuchlich erklärt hat, die SIM „in stationäre Einrichtungen, gleich welcher Art, zu installieren, es sei denn, die stationären Einrichtungen sind ein Produkt von 1&1, welches dies explizit zulasst.”
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Ausprobiert: Game-Streaming-App CloudGear bringt GeForce Now aufs iPhone
Über die Videospielstreamingdienste Amazon Luna, Boosteroid, Nvidia GeForce Now (GFN) und Xbox Cloud Gaming mieten Spielerinnen und Spieler einen leistungsstarken Cloud-PC, der grafisch anspruchsvolle Titel als Videostream an Endgeräte liefert. Da Clients nur einen Videostream dekodieren müssen, laufen visuell opulente Spiele wie „Cyberpunk 2027“ damit sogar auf einem älteren Laptop oder Smartphone. Das klappt auch mit dem Steam Deck.
Wir haben das auf einem iPhone Air und einem iPad Pro M4 über GeForce Now mit einer 4K-tauglichen Ultimate-Mitgliedschaft und der kostenpflichtigen App CloudGear ausprobiert. Nervig: Weil Apple-Geräte für Services wie AirDrop stetig auf dem WLAN-Kanal 44 lauschen, kommt es zu Rucklern, wenn ein Endgerät auf einem anderen Kanal funkt. Um dieses Problem zu lösen, muss man im Router dauerhaft auf den Kanal 44 wechseln oder ein Ethernetkabel verwenden. Weitere Details und eine Alternativlösung findet man im Supportbereich der CloudGear-Website.
Einschränkungen über Bord geworfen
Für iOS und iPadOS bietet Nvidia keinen offiziellen Client an, daher lässt sich der Service nur über Umwege nutzen. Mit Safari ist aufgrund technischer Einschränkungen nur maximal eine Auflösung von 1600 × 1200 Pixeln mit 60 Bildern pro Sekunde (fps), einer Farbtiefe von 8 Bit und einer Videodatenrate von 75 Mbit/s drin. Mit dem kostenlosen Client Nexus+ sind im 16:9-Format immerhin 2560 × 1440 Pixel und 120 fps möglich. Doch da geht noch mehr.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Ausprobiert: Game-Streaming-App CloudGear bringt GeForce Now aufs iPhone“.
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