Online Marketing & SEO
Deshalb könnte Google die Spam-Regeln in der EU ändern
Möglicherweise passt Google eine jüngere Spam-Richtlinie in der EU an, um der EU-Kommission gerecht zu werden. Publisher könnten profitieren, Bad Actors aber auch.
SEOs aufgepasst: Google erwägt, die sogenannte Site Reputation Abuse-Praktik – auch als Parasite SEO bekannt – in der EU wieder zu erlauben. 2024 sorgte Google mit einem großen Spam-Richtlinien-Update dafür, dass die Praktiken Expired Domain Abuse, Scaled Content Abuse und Site Reputation Abuse abgestraft werden. Bei Spam Updates wie jüngst im März 2026 und auch losgelöst davon kann es zu Ranking-Abstufungen und manuellen Maßnahmen von Google kommen, wenn Seitenbetreiber:innen auf diese Praktiken setzen.
Bei der Site Reputation Abuse-Praktik setzen Dritte ihre Inhalte bei Publishern mit großer Autorität und Reichweite ein, um von der First Party Page zu profitieren. Das untersagt Google also, muss sich aber in der EU dafür Kritik von Publishern und der EU-Kommission stellen. Denn durch diese Spam-Richtlinie werden auch Seiten abgestraft, die Drittinhalte oder Verzeichnisse von Affiliates oder anderen Partner:innen beherbergen. Und das gilt laut EU-Kommission als legitime Umsatzmaßnahme, die Google mit der Richtlinie torpediere. Daher wurde im November 2025 ein Verfahren gegen Google eingeleitet, das prüfen soll, ob das Unternehmen gegen den Digital Markets Act verstößt. In der Information dazu hieß es, dass eine Kompatibilität des EU-Gesetzes und der Google-Richtlinie nicht ausgeschlossen, dass aber eine Prüfung vonnöten sei. So hieß es etwa:
Therefore, the Commission is investigating whether Alphabet’s demotions of publishers‘ websites and content in Google Search may impact publishers‘ freedom to conduct legitimate business, innovate, and cooperate with third-party content providers.
Da Google aber enorme Strafen erwarten könnten, wenn die EU in der Spam-Richtlinie einen Verstoß gegen den DMA erkennt, lenkt das Unternehmen offenbar ein. Reuters liegt ein Entwurf vor, der die Anpassung der Regeln für die EU vorschlägt.
Googles March 2026 Spam Update schon fertig

Noch keine Entscheidungen: Google-Vorschlag soll möglicher Strafe in der EU vorbeugen
Verstöße gegen den Digital Markets Act können zur Verhängung von Bußgeldern in Höhe von bis zu zehn Prozent des globalen Umsatzes führen. Das wäre bei Google eine enorme Summe. Bei Wiederholungsfällen können sogar bis zu 20 Prozent fällig werden. Auch Anpassungen der Geschäftsmodelle oder im drastischsten Falle eine Aufspaltung des Unternehmens können zum Strafmaß gehören. Google wird von der EU in Bezug auf mögliche Verstöße gegen die Gesetze der Union des Öfteren untersucht und musste schon mehrfach hohe Strafen zahlen.
Deshalb schlägt Google eine Anpassung der Spam-Richtlinien in der EU vor, wie Reuters und Bloomberg berichten. Reuters liegt ein Dokument der EU-Kommission vor, in dem Google eine Anpassung angibt. Wie genau diese aussieht, wird nicht im Detail veröffentlicht. Allerdings könnte die Anpassung schlichtweg bedeuten, dass Site Reputation Abuse in der EU wieder zulässig würde; obwohl Google im Statement klarstellt:
Our priority is to keep Search results helpful and useful for users and protect them from deceptive practices like ‚parasite SEO‘ spam that undermine the web.
Sollte diese Anpassung Googles tatsächlich durchgesetzt werden, könnte das dem Unternehmen eine mögliche Strafe ersparen. Zugleich würden viele Publisher profitieren, die als Geschäftsmodell Third Party Pages einbetten, welche von ihrem Renommee – auch auf Google – Vorteile erhalten. Zugleich ist aber ebenso vorstellbar, dass User in der Google-Suche wieder vermehrt mit Seiten in Kontakt kommen, die Site Reputation Abuse weniger aus Gründen der Aufrechterhaltung von Geschäftsmodellen nutzen, sondern vielmehr schlicht auf eine laut Google eigentlich unvereinbare Ausspielung eigener Inhalte über besser gerankte Seiten.
Zu beachten ist: Bei der Ausnutzung der Site Reputation wiederum werden Third Party Pages aufgesetzt, die vom Renommee einer First Party Page profitieren, aber nicht oder kaum unter der Kontrolle dieser stehen. Oft sind die Inhalte und Ziele dieser Third Party Pages nicht mit denen der First Party Page vereinbar und deshalb für Suchende nicht relevant in ihrem jeweiligen Suchkontext. Nicht alle derartigen Third Party Pages werden von Google als Site Reputation Abuse eingestuft, es geht nur um jene, die die Rankings manipulieren sollen und nicht von der First Party geprüft werden. Site Reputation Abuse muss dann aber in der Suche geblockt werden.
Eine Entscheidung in diesem Fall wird noch erwartet. Unterdessen wird Google bald damit beginnen, Seiten mit manuellen Maßnahmen abzustrafen, die nach dem 15. Juni noch Back Button Hijacking betreiben. Allerdings ist unklar, ob dabei ebenso die Vigenetten-Ads von Google betroffen sind, die genau diese Praktik unter anderen eigentlich zu Werbezwecken vorschlägt. Dieses Beispiel zeigt ebenfalls, wie komplex die Anwendung von Spam-Richtlinien im praxisnahen Alltag der Publisher sein kann.
Google erklärt Back Button Hijacking zum Spam
– SEOs müssen reagieren

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Frisches Design, neue Agentur: So will Vitakraft zur globalen Top-Marke für Heimtierbedarf werden
Das neue Packaging-Design von Vitakraft
Im September 2025 hat Vitakraft Pahnke als internationale Leadagentur installiert. Jetzt haben die Hamburger geliefert – und zwar einen komplett neuen Markenauftritt – inklusive Corporate Design, Logo, Markenversprechen und Claim. Der kommunikative Big Bang ist für 2027 geplant. Dafür hat sich der Heimtierspezialist jetzt eine neue Mediaagentur an Bord geholt.
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Mega-Update für Meta Marketing: Das alles ist neu
AI Tools machen Kampagnen performanter, sagt Meta und liefert reihenweise neue Optionen für Advertiser, Agenturen und Creator. Dazu gehören KI-Übersetzungen in Creatives, einfachere Partnership-Entdeckungen und ein Shared Space für Creative und Media Teams.
Mit Zahlen überzeugt man im Marketing des Öfteren. Deshalb setzt Meta zwei relevante Größen ein, um Werbetreibenden und Creatorn die neuen Lösungen im eigenen Werbekosmos schmackhaft zu machen. Über 3,5 Milliarden User nutzen die Meta App Family regelmäßig. Da ist es kein Wunder, dass Werbung auf Facebook, Instagram, Threads und WhatsApp ihren Effekt hat. Laut Meta erhalten Advertiser im Jahr 2026 einen 25 Prozent höheren ROAS als noch 2022: Jedem ausgegebenen US-Dollar stehen 4,13 US-Dollar Umsatz gegenüber. Das ist das Ergebnis einer Analyse von einer Million Meta-Kampagnen im April, basierend auf einem Test-Framework der University of California in Berkeley.
Für diese Entwicklung macht Meta insbesondere die generative KI verantwortlich, die Marketern dabei hilft, Grenzen zu überwinden. Deshalb liefert der Konzern jetzt eine Reihe neuer Optionen, um mithilfe von KI noch mehr, noch bessere und international verfügbare Werbung auszuspielen. Dabei kommen auch Creator auf ihre Kosten, die prominent für Kooperationen hervorgehoben werden.
Standortgebühren für Meta Ads:
Meta legt Kosten auf Advertiser um

So verbessert Meta die AI Creative Journey: Neuer Hub, Agenturintegrationen und bessere Werbetexte
Im Rahmen des Cannes Lions Festivals stellte Meta den Update-Reigen für die Werbe- und Creator-Szene vor. Ganz neu ist zum Beispiel ein Shared Space für Media und Creative Teams. Dort sollen Kampagnenergebnisse und Analysen für das Marketing direkt mit Folgekampagnen verknüpft werden können. Die strategische Ausrichtung trifft auf die praktische Creative-Gestaltung – allerdings vorerst im limitierten Test.
Bei der kreativen Gestaltung unterstützt künftig das sogenannte Brand Memory. Damit lernt die KI, die beim der Kreation hilft, Details und USPs von Marken aus vorherigen Kampagnen kennen, um immer on brand kreieren zu können. Das hilft beim Skalieren der Creatives. Marketer können indes selbst beeinflussen, was die KI über die Marke erfährt und Anpassungen zur Markenidentität vornehmen.
Wer zahlreiche Creatives erstellt, setzt nicht selten auf Agentur-Support. Daher bietet Meta jetzt eine Agenturintegration für die Analyse, Generierung und Skalierung von Creatives für die Klient:innen. Aktuell testet der Konzern in Kooperation mit WPP eine Integration bei WPP Open, der agentischen Marketing-Plattform des weltweit agierenden Werbekonzerns.
Apropos international: Meta bietet Marketern im Ads Manager jetzt neue Features, um die Werbeelemente schnell zu optimieren. Dazu gehört die automatische Übersetzung von Sprache in Texten und Videos, die bei der Distribution in verschiedenen Märkten hilft. Für Texte werden nun die Sprachen Portugiesisch, Deutsch, Französisch, Italienisch und Indonesisch auf Medienelementen unterstützt. Bei Videos kommen die Sprachen Portugiesisch, Hindi, Arabisch, Deutsch, Französisch, Italienisch, Chinesisch (Mandarin), Türkisch, Polnisch, Niederländisch und Indonesisch für Voiceover-Elemente hinzu. Des Weiteren können die Marketer auf neue Textgenerierungen per KI bauen. Statt nur Titel und Primärtexte kann die KI jetzt Texte in den Visuals selbst erstellen, die auf Markendetails aus den vorherigen Kampagnen aufbauen können.
Schließlich stellte Meta noch einen Workflow zum Absegnen der Creatives vor, der Werbetreibenden die Möglichkeit gibt, unmittelbar Feedback und Brand-Suitability-Bedenken einzupflegen. Diese Funktion befindet sich aber noch im Test.

Meta Creator Marketing Hub vereint Creator Marketplace und Partnership Ads Hub: Facebook Creator integriert
Zur Vereinfachung der Discovery von relevanten Creatorn und Inhalten, die Marken und Advertiser für ihre Kampagnen heranziehen könnten, stellt Meta künftig den Meta Creator Marketing Hub bereit. Dieser verbindet den Creator Marketplace mit dem Partnership Ads Hub. Im Laufe des Jahres soll der Bereich ausgerollt werden.
Im Bereich des Creator Marketplace können Interessierte bereits über fünf Millionen Instagram Creator entdecken. Jetzt kommen auch Facebook Creator zum Pool hinzu. So können Marketer etwa für plattformübergreifende Kampagnen die passenden Creator an einem Ort entdecken.

Im Partnership Ads Hub wiederum erleichtert Meta die Entdeckung von Creatorn, die für Marken und Werbetreibende von besonderem Interesse sein könnten. So werden jetzt Beiträge von Creatorn angezeigt, mit denen sie noch nicht zusammenarbeiten, die aber ihre Produkte oder Marken aktiv in ihren Beiträgen integrieren. Mit einem Filter können Beiträge zudem nach Content Tags durchsucht werden. Und wenn die Creator vorab der werblichen Verwendung der Inhalte zugestimmt haben, ist der Weg von der Entdeckung bis zur Ad aus UGC besonders kurz. Neue performance-basierte Insights zeigen derweil an, wie sich creator-basierte Ads schlagen, auch im Unterschied zu den offiziellen Marken-Ads auf Metas Plattformen.
Für noch mehr KI-Support des eigenen Geschäfts sorgen unterdessen die kürzlich eingeführten Meta Business Agents. Diese können Unternehmen einsetzen, um die Kund:inneninteraktionen zu skalieren und rund um die Uhr Support zu bieten – auch, wenn User mitten in der Nacht aus einer Ad konvertieren möchten. Mehr als eine Million Unternehmen bauen bereits auf die neuen Business Agents.
Meta startet Business Agents auf Instagram
– so selbstverständlich wie eine E-Mail-Adresse?

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Wie Instagram: LinkedIn führt Collaborative Posts ein
Erst kürzlich hat LinkedIn mit dem Creator Marketplace eine neue Plattform für Kooperationen zwischen Marken und Creatorn vorgestellt. Nun folgt mit den gemeinsamen Beiträgen das nächste Feature, das Zusammenarbeit auf LinkedIn stärken soll. Der Test der Collaborative Posts startet zunächst mit ausgewählten Creatorn und Brands auf dem Cannes Lions Festival. In den kommenden Monaten soll die Funktion schrittweise für weitere Nutzer:innen ausgerollt werden.
Wie Instagram und YouTube:
LinkedIn startet eigenen Creator Marketplace

LinkedIn erlaubt bis zu fünf Co-Autor:innen
Collab Posts dürften viele Nutzer:innen bereits von Instagram kennen. Auf der Business-Plattform LinkedIn fehlte das Feature bislang, obwohl solche Beiträge gerade im beruflichen Kontext wertvoll sein können. Denn wie das Business-Netzwerk selbst betont, entstehen viele Erfolge nicht allein, sondern durch Zusammenarbeit – von Produkt-Launches über Kampagnen bis hin zu Kooperationen und Unternehmens-News. Gerade deshalb dürften sich viele Nutzer:innen freuen, dass sie jetzt auch endlich auf LinkedIn kommen.
Mit den neuen Collaborative Posts können künftig mehrere Personen oder Unternehmensseiten gemeinsam hinter einem Post auf dem Business-Netzwerk stehen und als Mitwirkende sichtbar werden. Die jeweiligen Profile erscheinen dabei direkt oberhalb des Posts. Wie viele Beteiligte möglich sind, hatte LinkedIn selbst im Post nicht kommuniziert. Laut Manuel Kekeisen, Senior Agency Lead DACH bei LinkedIn, können aktuell jedoch bis zu fünf Personen oder Unternehmensseiten zu einem Collaborative Post hinzugefügt werden.
Für Creator und Marken dürfte das neue Feature schnell zu einem wichtigen Werkzeug werden. Besonders bei Kooperationen, Sponsoring-Kooperationen, Podcast-Folgen mit mehreren Hosts, gemeinsamen Studien, Events oder Produktankündigungen bietet sich die Funktion an. Wenn mehrere Profile denselben Beitrag veröffentlichen, erhöht sich potenziell nicht nur die Sichtbarkeit der Beteiligten. Auch die Reichweite könnte steigen, da Beiträge in mehreren Communities ausgespielt werden.
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