Künstliche Intelligenz
Deutsche Bahn: Langjähriger Abwärtstrend der Infrastruktur gestoppt
Die Deutsche-Bahn-Tochter InfraGO, zuständig für die Infrastruktur des deutschen Schienennetzes und der Bahnhöfe, hat ihren jährlichen Zustandsbericht vorgelegt. Nach dieser Selbstbenotung bleibt es bei einer glatten 3, so wie schon im Vorjahr. Mehr als 380.000 Anlagen wurden hierfür nach Schulnotenlogik bewertet. Die DB-Konzernchefin Evelyn Palla appelliert an den Bund, weitere Milliarden Euro bereitzustellen, um den Investitionsstau der vergangenen Jahrzehnte abzubauen. Palla hatte bereits im November angekündigt, dass sich Fahrgäste 2026 auf mehr als 28.000 Baustellen und dadurch verursachte Verspätungen einstellen müssen.
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Am schlechtesten steht es um die Stellwerke in Deutschland. Sie werden mit 4,02 bewertet – neuwertige oder Anlagen in gutem Zustand wurden hier kaum festgestellt. Am besten steht es um die Lärmschutzbauwerke: Note 1,90. Auf den Plätzen 2 und 3 stehen Tunnel und Stützbauwerke (beide 2,17). Zu den Gewerken mit dem größten Handlungsbedarf zählen neben Stellwerken auch die Bahnübergänge (3,65, 2024 noch 3,58) und die Weichen (3,06). Der Anteil aller Anlagen im Schienennetz, die aufgrund ihres Zustands erneuert werden müssen (Note 4 und schlechter), liegt aktuell bei 16,1 Prozent. 2024 lag dieser Anteil mit 16,8 Prozent etwas höher.
Bahn: Langjähriger Abwärtstrend gestoppt
Die Bahn spricht insgesamt von einer Stabilisierung des Zustands. Der langjährige Abwärtstrend sei gestoppt. Zur Stabilisierung haben unter anderem die Bahnhöfe beigetragen, deren Zustand sich mit einer Bewertung von 2,96 (2024: 3,03) leicht verbesserte. Im Jahr 2025 wurden 124 Bahnhöfe komplett erneuert. Insgesamt flossen in dem Jahr rund 19,9 Milliarden Euro in die Instandhaltung und in Ersatzinvestitionen. Für 2026 plant die Bahn, die Investitionen auf mehr als 23 Milliarden Euro ins Schienennetz zu erhöhen.
Beim Blick auf die Bundesländerkarte ergibt sich ein interessanter Kontrast zwischen Ost und West. Bei den Zustandsnoten für den Fahrweg liegen ostdeutsche Bundesländer wie Thüringen, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg mit Noten von 2,65 bis 2,89 vorn, während Nordrhein-Westfalen mit 3,26 das Schlusslicht bildet. Weitere Bundesländer im Westen und Nordwesten liegen mit Noten im Dreier-Bereich nur knapp davor. Diese Verteilung ergibt sich durch die umfassenden Investitionen in das Schienennetz seit der Wiedervereinigung. Der marode Zustand betrifft dabei nicht nur das Schienennetz: Auch rund 25.000 Kilometer deutscher Fernstraßen gelten als sanierungsbedürftig. Anders bei den Bahnhöfen: Hier liegt Schleswig-Holstein mit 2,47 vorn, vor Bremen (2,66) und Hamburg (2,75). Schlusslicht ist hier Berlin mit Note 3,40 hinter Thüringen (3,27) und Sachsen (3,12).
(mki)
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Meta Glasses: Neue KI-Brillenmarke löst sich vom Ray-Ban-Design
Mark Zuckerberg persönlich hat auf Instagram den Verkaufsstart der neuen Meta Glasses verkündet. Die smarten Brillen entstehen erneut aus einer Zusammenarbeit mit dem Brillenkonzern EssilorLuxottica. Anders als bei den Ray-Ban Meta Smart Glasses tritt Meta hier allerdings erstmals unter eigenem Namen als Brillenmarke auf. Preislich liegen die neuen Modelle unterhalb der zweiten Ray-Ban-Generation.
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Drei Fassungen, eine davon von Kylie Jenner
Zum Start gibt es drei Rahmenformen. Die rechteckige Form „Adventurer“ in zwei Größen, die kantigere „Fury“ und ein ovales Modell, das gemeinsam mit Kylie Jenner entworfen wurde. Insgesamt stehen 26 Kombinationen aus acht Farben und verschiedenen Gläsern zur Wahl, darunter Sonnen- und Transitionsgläser, polarisierte und klare Varianten. Wer Korrekturgläser braucht, kann sie nachträglich beim Optiker einsetzen lassen, ohne die Garantie zu verlieren.
An den Grundfunktionen ändert sich wenig gegenüber den bestehenden Modellen. Die Meta Glasses bieten freihändige Foto- und Videoaufnahme, offene Lautsprecher, Windgeräuschunterdrückung über mehrere Mikrofone und gut acht Stunden Akkulaufzeit. Das mitgelieferte Lade-Etui soll die Gesamtlaufzeit auf bis zu 40 Stunden erweitern können und einen neuen „Meta Glasses Charging Stand“ gibt es jetzt ebenfalls. Ein Knopf am Bügel oder ein Sprachbefehl ruft den KI-Assistenten Meta AI auf.
Neues KI-Modell
Der eigentlich spannende Unterschied steckt in der Software. Die Meta Glasses sind die ersten Brillen im Sortiment, die ab Werk mit „Muse Spark“, dem neuen KI-Modell aus Metas Superintelligence Labs laufen. Es soll besser erkennen, was Nutzer gerade sehen, und im Alltag gezielter unterstützen, etwa bei Terminen oder Ernährungsfragen. Das Modell kommt per Update auch auf die Ray-Ban Meta- und Oakley Meta-Brillen in Nordamerika.
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Dazu kündigt Meta einige Software-Neuerungen an, die alle Brillen betreffen. Eine „Dynamic Photo“-Funktion soll automatisch mehrere Bilder schießen und das Beste vorschlagen. Eine Fußgängernavigation mit Sprachanweisungen kommt bald auch auf Brillen ohne Display. Die Echtzeit-Übersetzung wächst von bislang sechs auf zwanzig Sprachen. Neu dabei sind unter anderem Japanisch, Mandarin und Koreanisch.
Marktführer mit Gegenwind
Meta und EssilorLuxottica haben im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben sieben Millionen smarte Brillen abgesetzt. Ob die günstigere Eigenmarke diesen Vorsprung weiter ausbaut, hängt auch vom regulatorischen Umfeld ab. In der EU geraten Kamerabrillen zunehmend ins Visier von Datenschützern und Parlamentariern.
Sie kritisieren Risiken durch heimliche Aufnahmen und mögliche Gesichtserkennung. EssilorLuxottica glaubt offenbar nicht an einen Abschwung. Ab 2027 sollen smarte Brillen auch in Italien gefertigt werden, was in Bezug auf drohende EU-Regulierungen kein Nachteil sein dürfte.
Die Meta Glasses sind ab sofort in 17 Ländern erhältlich, darunter auch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Für die Modelle „Adventurerer“ und „Fury“ nennt Meta jeweils Preise ab 309 Euro, die „Starfire Kylie Edition“ beginnt bei 419 Euro.
(joe)
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BenQ Creative Pro PV3250U: Kontraststarker Profi-Monitor mit hoher Farbtreue
Das bislang überschaubare Angebot an farbtreuen High-End-Monitoren mit 4K-Auflösung und 120 Hertz bekommt Zuwachs. BenQ will voraussichtlich ab September den Creative Pro PV3250U ausliefern, an dessen Spezifikationen bislang nur zwei andere Modelle herankommen.
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Die Basis bildet ein für IPS-Verhältnisse ungewöhnlich kontraststarkes 31,5-Zoll-Panel, das ein Verhältnis von 3000:1 schafft. Diesen Wert erreicht erst eine Handvoll neuere Panels, häufig unter der Bezeichnung IPS Black. Früher war das Territorium von VA-Panels mit geringerer Blickwinkelstabilität.
Laut BenQ fiel die Entscheidung gegen OLED bewusst, da der PV3250U primär für Inhalte mit normalem Dynamikumfang (SDR) gedacht ist. IPS stelle SDR-Farben originalgetreuer wieder, ohne sie ungewollt aufzubauschen.
Farbgetreue Kalibrierung
Der PV3250U stellt 3840 x 2160 Pixel dar und deckt den sRGB-Farbraum komplett ab; DCI-P3 nahezu vollständig mit 99 Prozent. Der Monitor ist ab Werk vorkalibriert. BenQ nennt eine durchschnittliche Farbgenauigkeit von Delta E < 1, was selbst für vorkalibrierte Profi-Monitore ein guter Wert ist. Häufiger sind Maxima von 2 oder 1,5 anzutreffen. Die kalibrierten Werte werden in einer Lookup-Tabelle (LUT) auf dem Gerät gespeichert. Die durchschnittliche Helligkeit beziffert der Hersteller auf bis zu 450 Candela pro Quadratmeter (cd/m²), den Maximalwert auf 600. Eine Blende lässt sich über Magnete befestigen.
Als Bildeingänge stehen Displayport 1.4 und HDMI 2.1 bereit. Alternativ gibt es einen Thunderbolt-4-Anschluss, der neben einem Displayport-Signal auch Daten überträgt und ein Gerät mit bis zu 96 Watt laden kann. Über einen Thunderbolt-4-Ausgang lassen sich weitere Monitore in Reihe schalten.
Ein integrierter USB-Hub umfasst vier Downstream-Ports mit je 10 Gbit/s (USB 3.2 Gen 2), darunter dreimal Typ A und einmal Typ C. Ein Typ-C-Anschluss mit USB 3.2 Gen 2 stellt als Alternative zu Thunderbolt 4 die Upstream-Verbindung zum Host her.
Für die Bildbearbeitung entworfen
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Der PV3250U integriert zwei Funktionen, die die Bildbearbeitung erleichtern können. Zum einen kann der Monitor Rahmen-Overlays in verschiedenen Seitenformaten über Bilder legen, zum anderen erhöht „Shadow Check“ die Details in dunklen Bildinhalten. Dazu erhöht der Monitor temporär die Gammakurve.
Das Monitormenü (OSD) lässt sich über Tasten und einen Joystick am Display steuern. Alternativ gibt es einen kleinen, runden Zusatzcontroller, den Nutzer auf den Schreibtisch stellen können.
Über die Preisgestaltung des Creative Pro PV3250U schweigt sich BenQ bislang aus. Der vergleichbare HP Series 7 Pro 732xk kostet fast 1000 Euro – in diesem Bereich dürfte auch das BenQ-Modell liegen.
(mma)
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