Künstliche Intelligenz
Airseekers Tron im Test: Leistungsstarker Mähroboter mit speziellem Mulchsystem
Der Airseekers Tron mäht ohne Kabel, mit RTK, fünf Kameras und Flowcut. Ob er damit im Alltag überzeugt, zeigt der Test.
Der Airseekers Tron ist ein auffälliger Mähroboter, der je nach Modell für größere Rasenflächen von 1800 m², 2400 m² und 4000 m² vorgesehen ist. Er arbeitet ohne Begrenzungskabel, nutzt (N)RTK und setzt zusätzlich auf mehrere Kameras. Das Flowcut-System soll Schnittgut ansaugen und besonders fein zerkleinern. Hinzu kommen ein interessantes Design und ein starker Akku. Ob das im Alltag überzeugt, zeigt der Test.
Design und Verarbeitung
Der Airseekers Tron wirkt nicht wie ein dezenter Gartenroboter, sondern auf den ersten Blick wie ein zu klein geratenes Offroad-Quad mit seltsamen Vorderrädern. Während die Hinterräder groß und grob profiliert sind, stehen die Vorderräder schräg und jeweils im 45-Grad-Winkel nach innen eingeschlagen. Dabei handelt es sich um omnidirektionale Räder, die Bewegung nicht nur in eine, sondern in mehrere Richtungen erlauben – obwohl sie starr montiert sind. Das Gehäuse ist groß, kantig und bietet optisch eine Art externen Rahmen oder Gitterstruktur, was robust und modern wirkt.
Bilder: Airseekers Tron
Der Airseekers Tron ist geländegängig, bietet einen großen und austauschbaren Akku, ist im Mähbetrieb aber relativ laut.
Der Airseekers Tron ist geländegängig, bietet einen großen und austauschbaren Akku, ist im Mähbetrieb aber relativ laut.
Der Airseekers Tron ist geländegängig, bietet einen großen und austauschbaren Akku, ist im Mähbetrieb aber relativ laut.
Die App bietet trotzdem die meisten wichtigen Grundfunktionen. Dazu gehören Kartenverwaltung, Zonen, Sperrbereiche, Verbindungspfade, Zeitpläne, Randmähen, Zonenmähen und globales Mähen.
Die Airseekers-App überträgt auch Bilder der Roboter-Kameras als Livestream. Manchmal sind sie allerdings überbelichtet.
Der Airseekers Tron ist geländegängig, bietet einen großen und austauschbaren Akku, ist im Mähbetrieb aber relativ laut.
Der Airseekers Tron ist geländegängig, bietet einen großen und austauschbaren Akku, ist im Mähbetrieb aber relativ laut.
Der Airseekers Tron ist geländegängig, bietet einen großen und austauschbaren Akku, ist im Mähbetrieb aber relativ laut.
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Der Airseekers Tron ist geländegängig, bietet einen großen und austauschbaren Akku, ist im Mähbetrieb aber relativ laut.
Der Airseekers Tron ist geländegängig, bietet einen großen und austauschbaren Akku, ist im Mähbetrieb aber relativ laut.
Die Airseekers-App bietet Zugriff auf die wichtigsten Einstellungen des Roboters. Allerdings könnte sie etwas intuitiver sein.
Mit rund 35 cm Bauhöhe gelangt der Tron nicht unter niedrige Gartenmöbel oder flache Überhänge. Für verwinkelte Gärten mit vielen Engstellen ist das ungünstig, auf offenen Flächen stört die Größe weniger. Der Materialeindruck ist solide, das Gehäuse wirkt stabil und nicht zu filigran. Der Lieferumfang ist ausreichend umfangreich, sofern die RTK-Antenne direkt an der Ladestation aufgestellt werden kann. Ansonsten fehlt ein Verlängerungskabel, das separat erworben werden muss. Alternativ hat eines der letzten Updates vor dem Test die Net-RTK-Funktionalität freigeschaltet. Dann ist keine zusätzliche Antenne mehr nötig, sondern eine Datenverbindung. Diese ist nach Angaben des Herstellers kostenfrei – allerdings nur für zwei Monate.
Eine Garage gehört nicht zur Grundausstattung, dabei hätte sie womöglich ein Problem verhindern können, das bei dem ersten Testgerät zum Austausch führte. Denn an den Ladekontakten von Roboter und Station bildeten sich Verbrennungen wie durch einen Lichtbogen, wodurch der Roboter nicht mehr laden konnte. Grund könnten die komplett ungeschützten Ladekontakte sein – Strom und Regenwasser sind eine schlechte Kombination. Dabei ist der Wetterschutz für Roboter und Station grundsätzlich mit IPX6 angegeben, beides also auch gegen Strahlwasser resistent. Dank Regensensor fährt der Mäher bei einem Schauer auf Wunsch zurück in die Station. Ein Display gibt es am Mäher nicht, wohl aber drei Tasten zur grundlegenden Steuerung.
Das Schneidwerk sitzt mittig unter dem Roboter. Die Standard-Schnittbreite beträgt 22 cm. Mit der größeren Scheibe, die im Shop erhältlich ist und aktuellen Modellen kostenfrei beiliegt, beträgt sie etwa 27 cm. Einen separaten Kantentrimmer gibt es nicht. Dadurch bleibt an Mauern, Beeten und festen Begrenzungen ein ungemähter Rand von etwa 12 cm stehen, mit der größeren Scheibe rund 7 cm.
Eine Besonderheit ist das Flowcut-System. Airseekers verwendet drei übereinanderliegende Klingenpaare sowie eine Art Rotor über dem Mähwerk, mit dem ein Sog erzeugt wird. Schnittgut soll dadurch aufgerichtet, aufgewirbelt und mehrfach geschnitten werden. Das sollte sich zumindest bei höherem Gras positiv bemerkbar machen, da kleine Grasstückchen besser zwischen den Halmen auf den Erdboden rieseln und ihm so wieder Nährstoffe zuführen können. Ein weiterer Pluspunkt ist der wechselbare Akku. Bei besonders großen Flächen kann so theoretisch die Ladezeit umgangen werden. Externer Akku und das passende Ladegerät müssen separat erworben werden.
Inbetriebnahme und App
Da kein Begrenzungsdraht verlegt werden muss, ist die grundsätzliche Installation des Airseekers Tron schnell erledigt. Neben dem Aufbau von Ladestation und gegebenenfalls RTK-Antenne erfolgt nur noch die Einbindung in die Airseekers-App. Am einfachsten gelingt das über das Einscannen des QR-Codes, der sich hinter einer Klappe auf der Rückseite des Roboters verbirgt. Wer Net-RTK nutzen möchte, braucht die RTK-Antenne nicht. Ein Wechsel zwischen RTK und Netzwerk-RTK lässt sich später über die App vornehmen, allerdings ist dann eine neue Kartierung nötig – was unpraktisch ist.
Die Kartierung erfolgt wie gewohnt per Fernsteuerung in der App. Der Nutzer fährt dabei den Roboter wie ein ferngesteuertes Auto entlang von Rasengrenzen, internen Ausgrenzungen wie Beeten und Verbindungswegen zwischen Mähzonen, von denen der Tron bis zu 80 speichert. Das ist bei kabellosen Mährobotern üblich, verlangt aber Sorgfalt. Erschwert wird dies durch die vorderen, starren omnidirektionalen Räder, wodurch der Roboter bei jeder Unebenheit vorn etwas aus der geplanten Bahn geschubst wird. Das Fahrverhalten bei der Kartierung ist dadurch teils recht nervös, besonders an langen Geraden, auch wenn der Roboter dies durch schnelles Gegensteuern selbstständig wieder ausgleicht. Da die Pendelbewegungen durchaus einige Zentimeter betragen können, ist besonders genaues Fahren damit kaum möglich.
Eine automatische KI-Kartierung wurde vom Hersteller angekündigt, war zum Testzeitpunkt aber noch nicht verfügbar. Die App bietet trotzdem die meisten wichtigen Grundfunktionen. Dazu gehören Kartenverwaltung, Zonen, Sperrbereiche, Verbindungspfade, Zeitpläne, Randmähen, Zonenmähen und globales Mähen. Auch die Schnitthöhe lässt sich elektrisch einstellen, der Bereich reicht von 30 bis 90 mm. Die hohe Maximalschnitthöhe ist praktisch, wenn der Rasen nach einer längeren Pause nicht sofort zu stark gekürzt werden soll.
Die App zeigt Statusinformationen zu Akku, Verbindung und Positionierung. Außerdem gibt es Einstellungen für Licht, Stimme, Nachtmodus und Firmware-Aktualisierungen. Die LED-Beleuchtung an Roboter und Station ist auffällig und stylish, kann aber leider nur ganz oder gar nicht abgeschaltet werden – trotz Nachtmodus. Mit diesem werden die Helligkeit zwar automatisch deutlich gedimmt und Tonsignale abgeschaltet, weiteren Einfluss darauf hat der Nutzer jedoch nicht. Früher offenbar vorhandene Probleme mit der deutschen Lokalisierung der App sind inzwischen weitgehend behoben. Was fehlt, sind feinere Einstellungen für schwierige Bereiche und die Hinderniserkennung. Im Fernsteuermodus, in dem man durch die einzelnen Kameras schauen kann, waren bei dem Testgerät die seitlichen Kameras extrem überbelichtet und die hintere blieb schwarz.
Ein Hauptkritikpunkt: Ein Bearbeiten von bestehenden Zonen ist nicht möglich, und das Zusammenführen zweier direkt nebeneinanderliegender Zonen mit teilweiser Überlappung funktionierte im Test trotz entsprechender Option in der App ebenfalls nicht. Das ist für einen Hersteller, der von Beginn an Automapping und einige andere Dinge, wie mähbare Muster verspricht, ein erheblicher Mangel. Auch eine Einbindung ins Smart Home ist derzeit nicht möglich.
Navigation und Hindernisvermeidung
Der Tron nutzt RTK oder wahlweise Netzwerk-RTK, VSLAM und ein Kamerasystem mit fünf Kameras. Im klassischen RTK-Betrieb wird die beiliegende GPS-Antenne aufgestellt, die wie immer freie Sicht nach oben haben muss. N-RTK kommt ohne diese zusätzliche Hardware im Garten aus, setzt aber eine stabile Datenverbindung voraus. Dafür kommen WLAN oder 4G infrage. Der Hersteller spricht dank der Kameras von 300-Grad-Sicht. Der große Tron besitzt Frontkameras, Seitenkameras und eine einzelne Heckkamera. Damit soll er Grenzen erkennen, Hindernissen ausweichen und ohne Begrenzungskabel sauber arbeiten.
Im Alltag zeigt sich ein typisches Problem von GPS-basierten Mährobotern, auch wenn es beim Airseekers-Modell nur moderat ausfällt: RTK-Systeme funktionieren auf offenen Flächen am besten, Bereiche unter Bäumen, an Hauswänden, neben hohen Hecken oder in Schattenlagen erschweren die genaue Ortung. Entsprechend bleibt die Navigation des Tron lange ausreichend stabil, wirkt aber in Bereichen mit schwachem GPS-Empfang zunehmend weniger souverän. Dann stoppt der Mäher häufiger und arbeitet weniger effizient. Einmal kam es im Test an einer schwierigen Stelle sogar zum Stillstand, bis das Modell manuell in einen Bereich mit freiem Blick in den Himmel gefahren wurde. Generell wirkt der Roboter auch etwas konfus und mäht bisweilen unvermittelt an einer anderen Stelle im Garten, um später seine Arbeit an der kürzlich zurückgelassenen Stelle zu beenden.
Die Spurführung ist ein weiterer Kritikpunkt. Die schräg stehenden Vorderräder führen auf unebenem Rasen zu einem unruhigen Lauf, wodurch keine geraden Linien, sondern immer leichte Schlangenlinien entstehen. Diese sind zwar auf lange Sicht ebenfalls schnurgerade, wirken in der Nahbetrachtung jedoch immer etwas wackelig. Die Hinderniserkennung ist brauchbar, aber nicht fehlerfrei. Große, gut sichtbare Objekte wurden im Test meist erkannt. Kleinere oder ungünstig liegende Hindernisse schräg versetzt zur Fahrtrichtung machten mehr Schwierigkeiten. Ein Tennisball wurde nicht zuverlässig erkannt, und ein Gartenschlauch wurde meist, aber nicht immer souverän umfahren. Auch beim Rangieren kann der Roboter trotz seitlicher Kameras Objekte berühren oder verschieben, dabei sollen die genau das verhindern.
Bei der Geländegängigkeit ist der Tron gut aufgestellt. Airseekers nennt eine Hindernisüberwindung von 5 bis 6,5 cm, eine Dachlatte mit 3,7 cm überwand er im Test problemlos. Die Steigfähigkeit liegt laut Hersteller bei 65 Prozent respektive 33 Grad. Trotzdem drehen die angetriebenen Hinterräder selbst auf trockenem Rasen meist kurz durch, bevor sie Grip finden und das lange Chassis herumwuchten können. Auf feuchtem oder weichem Untergrund kommt es noch deutlich mehr zu durchdrehenden Rädern, und einmal hat sich der Tron im Test sogar auf sandiger Erde festgefahren. Für schmale, verwinkelte Gärten ist er deshalb nur eingeschränkt geeignet, zumal er im Test Durchfahrtsbreiten von 80 cm noch ordentlich bewältigte, die Durchfahrtswahrscheinlichkeit bei 70 cm aber schon deutlich sank. Zur tatsächlichen Mindestdurchfahrtsbreite macht der Hersteller keine klaren Angaben. Der Randschnitt ist ebenfalls ein Problem, darauf wird im nächsten Kapitel eingegangen.
Mähleistung im Alltag
Beim Mähen hat der Airseekers Tron viel Kraft. Der Hersteller nennt für das Mähwerk 300 W Nennleistung und eine deutlich höhere Spitzenleistung. Damit erreicht die Drehscheibe bis zu 6000 Umdrehungen pro Minute und soll so für einen sauberen Schnitt sorgen. Im Test kam der Roboter auch mit höherem Gras grundsätzlich zurecht, auch wenn er dafür nicht ausgelegt ist. Das Flowcut-System ist interessant, hat im Test jedoch nicht überzeugt. Bei regelmäßig gepflegtem Rasen soll es helfen, Schnittgut feiner zu verteilen. Bei manuell vorgeworfenen längeren Halmen blieben im Test jedoch sichtbare Reste liegen – ähnlich wie bei anderen Mährobotern.
Die empfohlene Fläche liegt beim großen Tron bei 2400 Quadratmetern. Solche Angaben hängen aber stark von der Beschaffenheit des Gartens ab. Im Test in einem teils recht verwinkelten Garten mähte der Tron mit einer Akkuladung problemlos rund 350 Quadratmeter und hatte danach noch Reserven. Das ist eine starke Leistung.
Die größte Schwäche ist der Randschnitt. Da das Mähwerk mittig sitzt, bleibt an festen Begrenzungen ein Streifen stehen, was an Mauern, Zäunen oder Hochbeeten Nacharbeit nötig macht. Bei aktivierter Hinderniserkennung befährt der Tron die angelernten Grenzen nicht, wenn Zweige in die Mähfläche ragen. Er weicht ihnen aus und lässt das Gras darunter ungemäht. Dieses Verhalten zeigen grundsätzlich alle Mähroboter mit aktivierter Hinderniserkennung. Allerdings lässt sich diese pro Zone abschalten, sodass zumindest unter Büschen gemäht wird. Vorteilhafter wäre eine Lösung wie bei Sunseeker, bei der bestimmte Bereiche markiert werden können – etwa bei in der Rasenfläche stehenden Bäumen und Büschen – in denen die Hinderniserkennung deaktiviert wird. Dann müsste sie nicht für die gesamte Zone ausgeschaltet werden, sondern nur für einzelne Flächen.
Und eine weitere Problematik ist aufgefallen: die Lautstärke. Gemeint ist damit nicht nur das Fahr- und Mähgeräusch, das mit über 60 dB und beim Mähen nahe 70 dB aus einem Meter Entfernung gemessen wurde. Das ist für einen Mähroboter deutlich zu laut. Hinzu kommen zudem diverse Piepgeräusche, deren Lautstärke sich nicht einstellen lässt. Diese sind mitunter drei Gärten weiter zu hören. Nur die Sprachausgabe lässt sich in der Lautstärke regeln.
Akku
Der Akku mit seinen 15 Ah ist eine klare Stärke des Airseekers Tron. Wer möchte, kann dank Wechselmöglichkeit einen zweiten Akku samt externem Ladegerät hinzukaufen und dann ohne Ladezeit weitermähen. Außerdem wird so ein einfacher Wechsel bei Verschleiß oder Defekt des Akkus möglich – das bieten nicht viele Konkurrenten. Die Laufzeit liegt bei rund drei Stunden am Stück, danach geht es zum Zwischenladen. Die Ladezeit beträgt etwa zweieinhalb Stunden.
Preis
Den Airseekers Tron gibt es in drei Varianten. Der SE mit einem 10-Ah-Akku unterstützt Rasenflächen bis 1800 m² und kostet regulär 1399 Euro und war auch schon für 1199 Euro im Angebot. Der Tron 2400 mit 15-Ah-Akku für 1999 Euro ist für Rasenflächen bis 2400 m² ausgelegt, während der Tron Plus, ebenfalls mit 15 Ah-Akku, für 2299 Euro Rasengrößen bis 4000 m² mäht.
Fazit
Der Airseekers Tron ist kein schlechter Roboter, aber er wirkt insgesamt wie von der Zeit überholt. So verlässt er sich auf GPS-Empfang zur Navigation satt Lidar, setzt auf die starr montierten Vorderräder, die schon beim Ecoflow Blade (Testbericht) keine gute Idee waren und hat auch bei der App immer noch Aufholbedarf zu den Versprechungen des Herstellers. Deren Umfang ist außerdem noch zu gering, vor allem fehlt eine Editierfunktion für bestehende Mähzonen. Dabei ist längst nicht alles negativ. Positiv sind der große wechselbare Akku, die kräftige Antriebstechnik, die hohe Steigfähigkeit und das grundsätzlich vor allem auf offenen Flächen gut funktionierende kabellose Navigationskonzept. Auch das Flowcut-System ist ein interessanter Ansatz, auch wenn es nicht restlos überzeugt hat.
Im Alltag überwiegen leider die Probleme. Die Navigation wirkt in schwierigen Bereichen nicht immer sicher und an festen Grenzen mäht er nicht randlos. Die Hinderniserkennung ist hilfreich, aber nicht verlässlich. Hinzu kommt eine zu hohe Lautstärke von Motor, Mähscheibe und akustischen Warnsignalen. Vieles davon könnte per Software behoben oder verbessert werden, allerdings hatte der Hersteller dafür bereits mehr als genug Zeit. So wird es schwierig, eine Empfehlung auszusprechen.
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BenQ Creative Pro PV3250U: Kontraststarker Profi-Monitor mit hoher Farbtreue
Das bislang überschaubare Angebot an farbtreuen High-End-Monitoren mit 4K-Auflösung und 120 Hertz bekommt Zuwachs. BenQ will voraussichtlich ab September den Creative Pro PV3250U ausliefern, an dessen Spezifikationen bislang nur zwei andere Modelle herankommen.
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Die Basis bildet ein für IPS-Verhältnisse ungewöhnlich kontraststarkes 31,5-Zoll-Panel, das ein Verhältnis von 3000:1 schafft. Diesen Wert erreicht erst eine Handvoll neuere Panels, häufig unter der Bezeichnung IPS Black. Früher war das Territorium von VA-Panels mit geringerer Blickwinkelstabilität.
Laut BenQ fiel die Entscheidung gegen OLED bewusst, da der PV3250U primär für Inhalte mit normalem Dynamikumfang (SDR) gedacht ist. IPS stelle SDR-Farben originalgetreuer wieder, ohne sie ungewollt aufzubauschen.
Farbgetreue Kalibrierung
Der PV3250U stellt 3840 x 2160 Pixel dar und deckt den sRGB-Farbraum komplett ab; DCI-P3 nahezu vollständig mit 99 Prozent. Der Monitor ist ab Werk vorkalibriert. BenQ nennt eine durchschnittliche Farbgenauigkeit von Delta E < 1, was selbst für vorkalibrierte Profi-Monitore ein guter Wert ist. Häufiger sind Maxima von 2 oder 1,5 anzutreffen. Die kalibrierten Werte werden in einer Lookup-Tabelle (LUT) auf dem Gerät gespeichert. Die durchschnittliche Helligkeit beziffert der Hersteller auf bis zu 450 Candela pro Quadratmeter (cd/m²), den Maximalwert auf 600. Eine Blende lässt sich über Magnete befestigen.
Als Bildeingänge stehen Displayport 1.4 und HDMI 2.1 bereit. Alternativ gibt es einen Thunderbolt-4-Anschluss, der neben einem Displayport-Signal auch Daten überträgt und ein Gerät mit bis zu 96 Watt laden kann. Über einen Thunderbolt-4-Ausgang lassen sich weitere Monitore in Reihe schalten.
Ein integrierter USB-Hub umfasst vier Downstream-Ports mit je 10 Gbit/s (USB 3.2 Gen 2), darunter dreimal Typ A und einmal Typ C. Ein Typ-C-Anschluss mit USB 3.2 Gen 2 stellt als Alternative zu Thunderbolt 4 die Upstream-Verbindung zum Host her.
Für die Bildbearbeitung entworfen
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Der PV3250U integriert zwei Funktionen, die die Bildbearbeitung erleichtern können. Zum einen kann der Monitor Rahmen-Overlays in verschiedenen Seitenformaten über Bilder legen, zum anderen erhöht „Shadow Check“ die Details in dunklen Bildinhalten. Dazu erhöht der Monitor temporär die Gammakurve.
Das Monitormenü (OSD) lässt sich über Tasten und einen Joystick am Display steuern. Alternativ gibt es einen kleinen, runden Zusatzcontroller, den Nutzer auf den Schreibtisch stellen können.
Über die Preisgestaltung des Creative Pro PV3250U schweigt sich BenQ bislang aus. Der vergleichbare HP Series 7 Pro 732xk kostet fast 1000 Euro – in diesem Bereich dürfte auch das BenQ-Modell liegen.
(mma)
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3I/ATLAS: Interstellarer Komet ist wohl sogar 10 bis 12 Milliarden Jahre alt
Der interstellare Komet 3I/ATLAS ist offenbar noch einmal deutlich älter als bislang angenommen und vor 10 bis 12 Milliarden Jahren unter Bedingungen entstanden, die sich von jenen in unserem Sonnensystem deutlich unterscheiden. Darauf deuten Untersuchungen mit dem Weltraumteleskop James Webb hin, deren Ergebnisse jetzt vorgestellt wurden. Demnach gibt es auf dem Himmelskörper beispielsweise 30-mal mehr Deuterium als auf Kometen im Sonnensystem. Das deute darauf hin, dass er in einem sehr kalten Sternsystem und viel früher in der Geschichte unserer Galaxie entstanden sei, fasst die Europäische Weltraumagentur ESA die Forschungsergebnisse zusammen.
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Mehr als doppelt so alt wie das Sonnensystem

Vergleiche der Verhältnisse verschiedener Stoffe zueinander auf 3I/ATLAS und auf Kometen aus dem Sonnensystem
(Bild: NASA, ESA, CSA, M. Cordiner, L. Hustak (STScI))
Das Material, aus dem 3I/ATLAS einst entstanden ist, sei dabei wahrscheinlich reichlich Strahlung ausgesetzt gewesen, schreibt die Forschungsgruppe. Gleichzeitig habe es damals aber wohl keine „langfristige Wärme“ gegeben, die das Eis aus dem schweren Wasser Deuterium in jenes Eis umgewandelt hätte, das wir von der Erde kennen. Auf den extrem frühen Ursprung deutet demnach auch das Verhältnis der Kohlenstoff-Isotope 12C und 13C hin. Zusammengenommen würden die Spuren nahelegen, dass der interstellare Komet in einer Epoche entstanden ist, die als „kosmische Mittagsstunde“ bezeichnet werde. Damals habe die Sternentstehungsrate im Kosmos ihren Höhepunkt erreicht. Unsere Sonne ist dagegen erst gerade einmal vor 4,5 Milliarden Jahren entstanden.
Dass 3I/ATLAS wohl deutlich älter ist als unser Sonnensystem, war bereits kurz nach seiner Entdeckung ermittelt worden. Damals hieß es aber noch, dass der interstellare Komet vor mindestens 7,6 Milliarden Jahren entstanden sein dürfte. Dieser Wert wurde nun noch einmal deutlich nach hinten verschoben, bis zu 12 Milliarden Jahre könnte der Komet alt sein. Dazu passt auch eine ebenfalls jetzt verfügbar gemachte Analyse, die bestätigt, dass 3I/ATLAS um einen vergleichsweise primitiven Stern in den Randbereichen der Milchstraße entstanden sein dürfte. Diese Studie ist vorab auf Arxiv einsehbar, die Studie zu den Isotopen wurde im Wissenschaftsmagazin Nature publiziert.
Die Analyse sei überhaupt erst möglich gewesen, weil viele Dinge ideal zusammengekommen seien, allen voran die frühzeitige Entdeckung des Himmelskörpers. 3I/ATLAS wurde Anfang Juli 2025 mit dem Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) in Chile entdeckt, daher sein Name. Der interstellare Komet war überhaupt nur der dritte Besucher in unserem Sonnensystem, der während des Durchflugs entdeckt wurde. Auf seiner Bahn durchs Sonnensystem befand er sich im Herbst aus der Perspektive der Erde hinter der Sonne. Deshalb mussten vorübergehend Sonden aus verschiedenen Ecken des Sonnensystems einspringen und die Beobachtung übernehmen. Später konnte er dann auch wieder von der Erde aus beobachtet werden.
(mho)
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