Digital Business & Startups
+++ 1Komma5° +++ Enpal +++ reonic +++ DHDL +++ snocks +++ Lukas Podolski +++
#StartupTicker
+++ #StartupTicker +++ Solar-Duell der Extraklasse: 1Komma5° vs. Enpal +++ ClimateTech reonic wächst auf 20 Millionen ARR +++ DHDL: snocks-Gründer Johannes Kliesch wird ein TV-Löwe +++ Lukas Podolski: Weltmeister mit Unternehmer-Gen +++

Was gibt’s Neues? In unserem #StartupTicker liefern wir eine kompakte Übersicht über die wichtigsten Startup-Nachrichten des Tages (Dienstag, 23. Juni).
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#STARTUPTICKER
1Komma5° – Enpal
+++ Solar-Duell der Extraklasse! Der Wettbewerb zwischen den beiden deutschen Energy-Unicorns 1Komma5° und Enpal verschärft sich. Nach Informationen des manager magazins bringt 1Komma5° derzeit ein neues Finanzierungsmodell für Solaranlagen und Wärmepumpen auf den Markt, das intern sogar als „Anti-Enpal-Produkt“ bezeichnet wird. Gleichzeitig arbeitet das Hamburger Unternehmen dem Bericht zufolge an einem milliardenschweren Börsengang. Wettbewerber Enpal baut derweil sein Plattformgeschäft aus. Künftig will das Berliner Unternehmen seine KI-Software, Energiedienstleistungen und operative Infrastruktur auch externen Partnern zur Verfügung stellen und damit vom Solaranbieter zur offenen Energy-Plattform werden. Auch bei den Geschäftszahlen marschieren beide Unternehmen weiter nach vorne: Enpal erwartet 2026 einen Umsatz von mehr als 1,3 Milliarden Euro, 1Komma5° möchte bei rund 660 Millionen Euro landen. Der Konkurrenzkampf zwischen den beiden deutschen Energy-Unicorns dürfte damit erst richtig beginnen. (Manager Magazin) Mehr über 1Komma5°
reonic
+++ Raketenstart! Das Augsburger ClimateTech reonic wächst derzeit rasant. Wie Gründer Lars-Manuel Schneider bei LinkedIn verrät, steigerte das Team seinen jährlich wiederkehrenden Umsatz (ARR) innerhalb von nur 24 Monaten von 1 auf 20 Millionen US-Dollar. Das 2021 gegründete Unternehmen entwickelt Software für Installationsbetriebe von Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen und weiteren Energielösungen. Bereits im September 2024 sammelte reonic 13 Millionen Euro von Investoren wie Northzone, Point Nine und Puzzle Ventures ein. Sonst war das Team aber sehr schweigsam – bish jetzt! Das starke Wachstum zeigt, wie groß der Bedarf an Software für die Energiewende inzwischen ist – nicht nur bei Endkunden, sondern vor allem im Handwerk. (Linkedin) Mehr über reonic
Die Höhle der Löwen
+++ Neue Löwen schleichen sich heran! Die VOX-Gründershow „Die Höhle der Löwen“ verstärkt ihr Investorenteam zur Jubiläumsstaffel im Herbst gleich mit zwei neuen Löwen. Neu im Löwenrudel sind snocks-Gründer Johannes Kliesch und MBG-Macher Andreas Herb. Mit Kliesch zieht damit einer der bekanntesten deutschen E-Commerce-Unternehmer in die TV-Show ein. (DWDL) Mehr über DHDL
Lukas Podolski
+++ Weltmeister mit Unternehmer-Gen! Lukas Podolski tritt deutlich häufiger als Unternehmer denn als Startup-Investor in Erscheinung. Gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Metin Dag baute der frühere Nationalspieler die Dönerkette Mangal x LP10 auf, die inzwischen auf mehr als 50 Standorte in Europa gewachsen ist. Darüber hinaus ist Podolski mit seiner Eismarke Ice Cream United, dem Streetwear-Label Strassenkicker und der Freizeitanlage Strassenkicker Base aktiv. Der Weltmeister von 2014 baut damit Schritt für Schritt sein eigenes Unternehmensportfolio auf. Mehr über Startup-Investments von Fußball-Weltmeistern
#DEALMONITOR
Investments & Exits
+++ FinTech Flagright erhält 12,5 Millionen +++ Recruiting-Startup Mona AI streicht 3,8 Millionen ein +++ ClimateTech Seqana sammelt 3,2 Millionen ein +++ Eye Tracking-Startup Somareality bekommt 3 Millionen. Mehr im Deal-Monitor
#JOBS
1&1
+++ Unser Job des Tages! 1&1 sucht einen Website Analyst (w/m/d) – Customer Sales. 1&1 gehört mit über 3.100 Mitarbeitenden und fast 16 Millionen Kundenverträgen zu den führenden Telekommunikationsanbietern in Deutschland. Mit Pioniergeist, ungewöhnlichen Ideen und kreativen Teams haben wir eine führende Marktstellung im Mobilfunk und bei Breitband-Anschlüssen erobert.
Was ist zuletzt sonst passiert? Das steht immer im #StartupTicker
Digital Business & Startups
Kai Wegner geht auf Berlins Poller los
Kai Wegner übt Kritik an Pollern und Straßensperren in der Hauptstadt und fordert ein Umdenken in der Verkehrspolitik.
Wer in Berlin Auto fährt, kennt das Spiel: Neue Poller tauchen auf, Straßen sind gesperrt und autoreduzierte Kiezblocks sorgen für Diskussionen. Für Berlins Regierenden Bürgermeister Kai Wegner geht diese Entwicklung inzwischen zu weit.
Diese Pollerei soll beendet werden
In der neuen Podcastfolge von Royal GS fand Wegner deutliche Worte zur Verkehrspolitik in einigen Berliner Bezirken. Klar sei für ihn, dass lebenswerte Kieze und sichere Straßen wichtig seien. Doch die immer größere Zahl an Pollern hält er für den falschen Weg. Vor allem Handwerker, Lieferdienste sowie Feuerwehr und Polizei würden dadurch ausgebremst.
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Seine Kritik fiel direkt aus: „Ich sage auch ganz klar, ich trete mit dem sehr klaren
Konzept an, dass diese Pollerei beendet wird in dieser Stadt.“ Die Idee, ganze Straßenzüge mit Sperren für Autofahrer unattraktiv zu machen, löse aus seiner Sicht keine Probleme – sondern schaffe neue.
Selbst Wegner stand plötzlich vor Pollern
Wegner berichtete sogar von eigenen Erlebnissen. Auch er sei schon mehrfach durch Berlin gefahren und habe plötzlich vor neu aufgestellten Pollern gestanden. Für ihn ein Zeichen dafür, dass es bei manchen Maßnahmen inzwischen zu weit geht. Oder auch nicht mehr weiter, weil da ein Poller steht.
Berlin wird nie eine autogerechte Stadt sein
Wegner machte aber auch klar, dass er keine Rückkehr zur klassischen autogerechten Stadt fordert. Berlin werde das nie sein können, dafür sei die Hauptstadt zu dicht, zu groß und zu komplex. Sein Ansatz ist, dass alle Verkehrsteilnehmer ihren Platz haben sollen. Also Autofahrer, Radfahrer, Fußgänger und die Menschen, die täglich mit Bus und Bahn unterwegs sind.
Streit, der die Stadt spaltet
Kaum ein Thema wird in Berlin so emotional diskutiert wie die Frage, wem der öffentliche Raum gehört. Befürworter von Kiezblocks verweisen auf mehr Sicherheit, weniger Verkehr und eine höhere Lebensqualität. Kritiker sehen darin dagegen eine Einschränkung der Mobilität und Nachteile für Anwohner und Unternehmen.
Die Diskussion um Poller, Kiezblocks und den Autoverkehr dürfte in den kommenden Monaten weiter an Fahrt aufnehmen und im nächsten Berliner Wahlkampf eine wichtige Rolle spielen.
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Was Spielplätze über Gleichstellung verraten, sagt dieser Gründer
Ein Vormittag auf dem Spielplatz bringt Gründer Jason Modemann zum Nachdenken. Der Mawave-CEO erklärt, warum die Verteilung von Care-Arbeit entscheidend für Gleichstellung im Job ist.
Jason Modemann, CEO und Gründer der Agentur Mawave und Vater einer Tochter, hat angefangen, Mitmenschen auf Spielplätzen zu zählen – und plötzlich wurde ihm klar, warum Gleichstellung im Job oft scheitert.
Letzte Woche war ich an einem Freitagvormittag mit meiner kleinen Tochter auf dem Spielplatz. Während sie gespielt hat, saß ich auf einer Bank und habe irgendwann angefangen, die Erwachsenen um mich herum zu zählen: Elf Mütter, vier Omas – und ich. Natürlich ist das keine wissenschaftlich fundierte Studie, die ich hier aufgestellt habe. Aber es war auch nicht das erste Mal, dass mir dieses einseitige Bild aufgefallen ist.
Elf Mütter, vier Omas – und ein Vater
Je länger ich dort saß, desto mehr musste ich an eine Diskussion denken, die wir in Unternehmen ständig führen (was natürlich auch wichtig ist!): Gleichstellung. Wir sprechen über Frauen in Führungspositionen, über Karrierechancen, Quoten und moderne Arbeitswelten. Gleichzeitig zeigt ein ganz normaler Freitagvormittag auf dem Spielplatz, dass Ungleichgewichte viel früher beginnen.
Die Zahlen dazu sind ziemlich eindeutig: Frauen leisten in Deutschland durchschnittlich 43,4 Prozent mehr unbezahlte Care-Arbeit als Männer. Im Schnitt sind das rund 29,5 Stunden pro Woche gegenüber 20,5 Stunden bei Männern. Und selbst bei Kinderkrankentagen übernehmen Mütter noch immer etwa 73 Prozent der Ausfalltage.
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Als ich diese Statistiken gelesen habe, hat mich das ehrlich zum Grübeln gebracht. Denn die Frage bei Gleichstellung ist für mich nicht nur, wer später im Meeting sitzt, sondern auch, wer morgens den Kinderarzttermin organisiert. Wer spontan zu Hause bleibt, wenn die Kita anruft. Wer im Hintergrund dafür sorgt, dass der Alltag überhaupt funktioniert.
Ich bin der Meinung, dass wir die Debatte um Gleichstellung an der falschen Stelle beginnen. Denn wenn Betreuung, Care-Arbeit und familiäre Verantwortung noch immer überwiegend bei Müttern liegen, dann starten viele Menschen eben nicht mit denselben Voraussetzungen in ihren Berufsalltag.
Klar ist natürlich: Als Gründer und Geschäftsführer kann ich diese gesellschaftliche Realität nicht lösen. Aber ich kann anerkennen, dass sie existiert.
Welche Rahmenbedingungen ich als Arbeitgeber schaffe
Und genau da wird es für mich konkret: Gleichstellung beginnt nicht erst bei Policies oder Benefits, sondern bei der Frage, welche Rahmenbedingungen wir als Arbeitgeber schaffen, um den unterschiedlichen Lebensrealitäten gerecht zu werden. Flexible Arbeitszeiten, Verständnis für familiäre Verpflichtungen oder die Möglichkeit, Familie und Beruf individueller miteinander zu vereinbaren, sind für mich deshalb keine Benefits – das ist für mich die Voraussetzung dafür, dass Leistung überhaupt fair bewertet werden kann.
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Vielleicht ist der Spielplatz deshalb tatsächlich der ehrlichere Gleichstellungsindikator als jede Unternehmensquote. Denn solange sich dort wenig verändert, werden wir viele der Diskussionen im Büro wahrscheinlich immer wieder führen.
Jason Modemann ist Gründer und Geschäftsführer von der Social Media Agentur Mawave Marketing. Mit 27 Jahren führt er über 150 Mitarbeiter. Zu Mawaves Kunden zählen unter anderem Red Bull, Nike und Lidl. Zudem ist er Autor des Buches „Always hungry, never greedy.“
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„Kein Investor sucht nach Perfektion“ – deutsche-startups.de
#Interview
Cusp Capital zählt zu den wichtigsten Frühphasen-Investoren in Deutschland. Im Interview spricht General Partner Jan Sessenhausen über das aktuelle Marktumfeld, die Bedeutung von Lernkurven und die spannendsten Entwicklungen im KI-Sektor.

Der Essener Frühphasen-Investor Cusp Capital investiert seit 2021 in junge und aufstrebende Software- und Tech-Firmen. Zu den neuesten Investments des Kapitalgebers (Fonds: 300 Millionen), der initial bis zu 10 Millionen investiert, hierzulande gehören Delta Labs, CertHub und leadity.
Im Interview mit deutsche-startups.de spricht Cusp-General Partner Jan Sessenhausen einmal ausführlich über die aktuelle Investmentsituation in Deutschland.
Wie würdest Du Deiner Großmutter Cusp Capital erklären?
Stell Dir vor, jemand hätte Dir vor 20 Jahren erzählt, dass man sich mit einer Künstlichen Intelligenz unterhalten kann, Raketen ins All schießt, die danach wieder auf der Erde landen, Taxis per Handy bestellt oder seine Bank immer in der Hosentasche dabeihat. Hinter all diesen Dingen standen am Anfang junge Unternehmen, die etwas ausprobiert haben, von dem damals kaum jemand glaubte, dass es funktioniert. Unsere Aufgabe ist es, genau solche Unternehmen früh zu finden und zu unterstützen, lange bevor das, woran sie arbeiten, für alle selbstverständlich wird.
Wie bewertest Du die aktuelle Investmentsituation in Deutschland?
Ehrlich gesagt finde ich die aktuelle Marktlage immer zweitrangig. Das Finanzierungsklima dreht sich, mal ist mehr Kapital im Markt, mal weniger, und wer darauf seine Entscheidungen aufbaut, schaut auf das Falsche, und relevant ist eh immer nur das einzelne Unternehmen. Spannender ist für mich, was gerade entsteht: In Deutschland und Europa arbeiten wieder mehr Unternehmen an den wirklich schwierigen technischen Problemen und Konzepten mit großem Potenzial. Diese Substanz ist das eigentliche Signal, und sie stimmt mich für die nächsten Jahre sehr zuversichtlich, ziemlich unabhängig davon, wie das Klima im einzelnen Quartal gerade aussieht.
Mit welchen Erwartungen blickst Du auf die kommenden Monate?
Die Geschwindigkeit technologischer Innovation ist aktuell rasant. Besonders spannend finde ich die Frage, wie AI-Technologien in reale Wertschöpfung übersetzt werden und welche neuen Unternehmen daraus entstehen. Für Gründerinnen und Gründer und uns als Investor eröffnet das aktuell außergewöhnlich viele Möglichkeiten.
Was rätst Du Gründer:innen, die derzeit auf Kapitalsuche sind?
Viele Gründer unterschätzen, wie stark Investoren auf Lernkurven achten. Kein Investor sucht nach Perfektion. Spannend wird es, wenn ein Team zeigen kann, wie schnell es Hypothesen testet, Entscheidungen trifft und daraus besser wird. Diese Fähigkeit ist oft aussagekräftiger als eine einzelne Kennzahl. Und grundsätzlich: Sprecht uns an!
Welche Startups begeistern Dich derzeit ganz besonders?
Mein persönlicher Fokus liegt weniger auf Anwendungen, sondern das, was darunter liegt: die Infrastruktur, auf der AI überhaupt läuft. Die neuen Workloads stellen ganz andere Anforderungen an Rechenleistung, Daten und Energie, und sie machen zugleich sichtbar, wie ineffizient vieles in der bestehenden Infrastruktur noch ist. Spannend finde ich Unternehmen, die genau an diesen Engpässen ansetzen. Daraus entstehen gerade komplett neue Kategorien, die langfristig prägend werden.
Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.
Foto (oben): Cusp Capital
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