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Preiserhöhung für Videospiele: Forza Horizon 6 kostet eigentlich 120 Euro

Zu den Konstanten bei AAA-Spielen gehört eigentlich ihr Preis, denn Erhöhungen sind ein sensibles Thema. Von der aktuellen Norm, derzeit rund 70 Euro, abzuweichen, traut sich kein Publisher so richtig – zumindest offen. Denn eigentlich sind Spiele längst teurer geworden. Forza Horizon 6 zeigt es.
Möglichkeiten den Preis niederschwellig anzuheben, nutzen Publisher seit Jahren. (Mini-)DLCs, Mikrotransaktionen in Ingame-Shops oder Premium-Währungen versuchen dafür zu sorgen, dass es nicht beim Kaufpreis bleibt. Dazu kommt etwas, das es im Grunde schon immer gab: Deluxe- und Premium-Versionen des Spiels, die oft nur mit ein paar Skins oder schnelleren Zugängen zu Ingame-Inhalten locken. Sie sind zumindest in diesem Fall der neue Standard.
Premium ist die Norm
Anhand der Nutzerzahlen auf Steam lässt sich eindeutig belegen, dass die Premium-Version von Forza Horizon 6 für knapp 120 Euro die neue Standardversion geworden ist. Sie enthält alle Erweiterungen, Autos und ist vor allem die einzige, mit der sofort bei Veröffentlichung, oder wie Publisher formulieren „4 Tage früher“ gespielt werden kann.
Zu diesem Zeitpunkt waren am 15, Mai in der Spitze rund 180.000 Spieler gleichzeitig online. Zum offiziellen „Erscheinungstermin“ waren es hingegen nur 270.000. Das bedeutet, dass zwei Drittel der aktuellen Spieler die teuerste Ausgabe von Forza Horizon 6 gekauft haben. Die Standard-Version des Rennspiels wird im Grunde zur ersten Preissenkung, die subjektiven Anreize zum Kauf einer teureren Version wiegen schwerer.
Dass dabei von „Early Access“ gesprochen wird, den die Premium-Version bietet, ist seit Jahren nur schöner Schein. Ein Spiel wird in drei oder vier Tagen nicht weiterentwickelt, bekommt keine Updates oder signifikante Veränderungen. Bei der willkürlichen Deklarierung handelt es sich um ein Trostpflaster für Standard-Käufer, die de facto einfach ein paar Tage länger warten müssen, also um geschicktes Marketing.
Virtuelle Realität
Im Prinzip geht es nur noch um die Signalwirkung, das Bild nach außen. Deshalb zögern Publisher bei vielen Titeln, den Normalpreis anzuheben. Selbst bei GTA 6 ist das Meinungsbild zu potentiellen Preiserhöhungen uneindeutig, selbst wenn viele Spieler mit deutlich höheren Preisen kein Problem hätten. Aber auch das verschleiert bloß die Realität: Die Heilige Kuh konstanter Preise wurde längst geschlachtet, durch Publisher und Spieler, die diese teuren Versionen kaufen, gemeinsam.
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E-Ink-Panel „Inkterface“: So wird das DIY-Frontpanel für die Steam Machine nachgebaut

Valve hat Dateien zum Selbstbau des E-Ink-Frontpanels „Inkterface“ für die Steam Machine zur Verfügung gestellt. Dank einer Liste der benötigten Bestandteile und einer Anleitung können DIY-Enthusiasten nun die Faceplate nachbauen, die Valve bereits bei der Enthüllung der Steam Machine gezeigt hat.
Für den Bau des „Inkterface“-Panels für Valves neue Steam Machine werden ein 5,83 Zoll großes E-Ink-Panel, ein ESP32 Feather V2 sowie ein eInk Breakout Friend von Adafruit benötigt. Zudem werden eine Batterie (LP803860), vier Magnete (J&J SB443-OUT) und 13 Schrauben (M2,6 x 5 mm) sowie mehrere Bauteile aus dem 3D-Drucker benötigt.
Steam Machine mit DIY-E-Ink-Frontplate
Neben der benötigten Hardware stellt Valve auch eine Bauanleitung in englischer Sprache inklusive eines Video-Tutorials auf GitLab zur Verfügung. Zunächst müssen insgesamt sechs Kunststoffteile mit einem 3D-Drucker erstellt werden, wofür jeweils gesonderte Dateien bereitstehen (Battery Retainer, Board Plate, Faceplate, Midplate Left, Midplate Right, Print Plate). Anschließend müssen der ESP32-Feather und der eInk Breakout Friend auf der 3D-gedruckten Board Plate mit vier Schrauben befestigt werden.
Nun gilt es, die Pins der beiden Boards durch Anlöten von Kabeln zu verbinden, woraufhin das E-Ink-Panel in die entsprechende Aussparung im Faceplate-Bauteil eingesetzt werden muss. Daraufhin sollen DIY-Selbstbau-Enthusiasten die beiden Midplates mit vier Magneten versehen und anschließend die Board Plate mittels Magnete über der Midplate ausrichten.
Im nächsten Schritt müssen Anwender die Board Plate mit insgesamt acht Schrauben befestigen, das E-Ink-Panel mit dem Breakout-Board verbinden und die Batterie in die passende Aussparung der 3D-gedruckten Bestandteile einsetzen. Abschließend wird die Batterie mit einer Abdeckung befestigt und die Batterie mit dem ESP32 Feather V2 verbunden.
Inoffizielle Version von JSAUX geplant
Auch interessant: JSAUX Gaming plant offenbar eine bereits zusammengesetzte kommerzielle Variante des „Inkterface“-Panels anzubieten. Auf der Website des Herstellers findet sich aktuell jedoch lediglich der Hinweis, dass die E-Ink-Frontplate „im Jahr 2026 erscheint“. Zudem ist nicht klar, ob JSAUX Gaming von Valve eine Genehmigung erhalten hat, das „Inkterface“-Panel für die Steam Machine anbieten zu dürfen.
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Valve: Neue SteamOS-Beta mit „stark verbessertem VRAM-Management“

Valve hat die Beta-Version von SteamOS 3.8.20 veröffentlicht, die neben einem deutlich verbesserten VRAM-Management ein Update für den Mesa-Grafiktreiber mitbringt. Zusätzlich enthält das neue Beta-Update auch Fehlerbehebungen aus SteamOS 3.8.12.
Es steht wieder ein Beta-Update von Valves Arch-basierter Linux-Distribution SteamOS für Steam Deck und Co. zum Download bereit. Der Zugang zu Beta-Versionen kann in den Steam-Einstellungen unter „System“ -> „System Update Channel“ aktiviert werden, wodurch Spieler bereits vor dem Release der stabilen SteamOS-Versionen neue Funktionen ausprobieren können.
SteamOS 3.8.20 Beta mit zwei Verbesserungen
Dabei finden sich zwei Punkte in den Patchnotes von SteamOS 3.8.20 Beta: Einerseits hat Valve den Mesa-Grafiktreiber auf eine nicht näher bezeichnete Hauptversion aktualisiert, der zahlreiche Performance-Verbesserungen beim Raytracing sowie andere Leistungs- und Funktionalitäts-Optimierungen bieten soll. Das klingt vielversprechend und macht neugierig, wie sich das jüngste SteamOS-Update in Benchmarks schlagen wird.
Außerdem wartet die jüngste Beta von Valves Gaming-fokussierter Linux-Distribution mit einem „stark verbesserten VRAM-Management“ auf. Das soll insbesondere in Fällen mit hoher VRAM-Auslastung für höhere Stabilität und bessere Performance sorgen. Möglicherweise bildet hierbei laut Videocardz ein Mechanismus die Grundlage, der dafür sorgt, dass ein aktuell laufendes Spiel nicht aus dem Videospeicher der Grafikeinheit ausgelagert wird.
Drei Fehlerbehebungen aus stabiler SteamOS-Version
Darüber hinaus finden insgesamt drei Fehlerbehebungen aus der stabilen SteamOS-Version 3.8.12 den Einzug in die aktuelle Beta. Demnach konnte ein Problem behoben werden, das beim Streamen von Spielen bei Vollbild-Anzeige im Desktop-Modus aufgetreten ist. Ferner hat Valve einen Fehler im Grafiktreiber korrigiert, wodurch das Hauptmenü von Sniper Elite 5 zuvor nicht korrekt dargestellt wurde. Und schließlich hat Valve verschiedene Probleme mit dem SD-Kartenleser bei einigen Modellen des Handheld-PCs Lenovo Legion Go S behoben.
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Finanzierungsprobleme: Internationale Computerspielesammlung vor dem Aus
Mehr als 60.000 Computer- und Videospiele sollten in einer gemeinsamen Struktur dauerhaft bewahrt werden. Nach Jahren der Vorbereitung und öffentlicher Förderung wird die Internationale Computerspielesammlung nun jedoch nicht wie geplant fortgeführt.
Ein Archiv für die Geschichte der Computerspiele
Die Internationale Computerspielesammlung, kurz ICS, sollte eines der weltweit umfangreichsten Archive für Computer- und Videospiele werden. Das Projekt bündelt Bestände verschiedener deutscher Institutionen, darunter das Computerspielemuseum Berlin und die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK).
Zusammen verfügen die beteiligten Einrichtungen über mehr als 60.000 Spiele. Zum Bestand gehören jedoch nicht nur die eigentlichen Titel auf Modulen, Disketten oder optischen Datenträgern. Auch Verpackungen, Handbücher, Werbematerialien und historische Hardware werden gesammelt.
Die ICS war dabei nicht als klassisches Museum mit einer großen öffentlichen Dauerausstellung gedacht. Stattdessen sollten die vorhandenen Bestände gemeinsam dokumentiert, erschlossen und langfristig bewahrt werden. Wissenschaftler, Medien und andere Interessierte sollten dadurch auf eine zentrale Sammlung zur Geschichte des Mediums Videospiel zugreifen können.
Eine gemeinsame Online-Datenbank mit Zehntausenden Einträgen ging bereits 2019 an den Start. Langfristig war zudem vorgesehen, die bislang verteilten physischen Bestände an einem gemeinsamen Standort zusammenzuführen.
Dauerhafte Finanzierung kommt nicht zustande
Für den weiteren Aufbau wurde 2023 eine gemeinnützige GmbH gegründet. In einer öffentlich geförderten Projektphase wurden die Bestände weiter erfasst, organisatorische Strukturen geschaffen und die Datenbank ausgebaut. Der Berliner Senat und die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien stellten dafür insgesamt rund 1,5 Millionen Euro zur Verfügung.
Die Förderung endete im April 2026. Für einen dauerhaften Betrieb wäre anschließend eine langfristige öffentliche Finanzierung notwendig gewesen. Eine solche institutionelle Förderung kommt jedoch vorerst nicht zustande. Wie GamesWirtschaft berichtet, wurde eine Finanzierung durch das Bundesforschungsministerium geprüft. Das vorgelegte Konzept sei unter anderem mit Blick auf Wirtschaftlichkeit, Sparsamkeit und den vorgesehenen Aufgabenumfang nicht als tragfähig bewertet worden. Die Gesellschafter der ICS haben deshalb einstimmig beschlossen, das Projekt unter den aktuellen Rahmenbedingungen nicht weiterzuverfolgen.
Die mehr als 60.000 Spiele bleiben erhalten
Mit dem Ende des Projekts verschwinden die gesammelten Spiele allerdings nicht. Die physischen Bestände verbleiben bei ihren bisherigen Eigentümern und damit beispielsweise in den Archiven der USK oder des Computerspielemuseums.
Unklar ist hingegen, wie es mit der gemeinsamen Datenbank und den bereits aufgebauten Strukturen weitergeht. Derzeit werden rechtliche und technische Fragen geprüft. Die Initiatoren hoffen weiterhin auf eine Möglichkeit, das Projekt zur Bewahrung von Computerspielen als Kulturgut in anderer Form fortzuführen.
Die Redaktion dankt „Tevur“ für den Hinweis.
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