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Norwegische Reederei ordert zwei elektrische Containerfrachter


Die norwegische Reederei Eitzen Group hat den Bau zweier elektrischer Containerfrachtern in Auftrag gegeben. Die beiden Schiffe werden zu den größten elektrisch angetriebenen Schiffen gehören und sollen zum Aufbau eines elektrischen Frachtkorridors in Nordeuropa eingesetzt werden.

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Beide Schiffe sollen jeweils 990 Standardcontainer (Twenty-foot Equivalent Unit, TEU) laden können. Gebaut werden sie auf der Werft von Zhejiang Dongpeng Shipbuilding & Repairing Co. Das erste Schiff solle in 24 Monaten ausgeliefert werden, das zweite drei Monate später, berichtet das Onlinenachrichtenangebot The Maritime Executive.

Den Antriebsstrang liefert die Eitzen-Tochter Zen. Über die Leistung ist nichts bekannt. Die Akkus sollen eine Kapazität von 100 Megawattstunden haben. Damit sollen die Elektroschiffe 500 bis 600 Seemeilen (926 bis 1111 Kilometer) weit kommen. Die Akkus werden in Norwegen, in einer Fabrik in Tønsberg, gebaut.

Der Eitzen Group geht es nicht nur darum, elektrische Schiffe zu bauen und einzusetzen: Die Schiffe sollen künftig zwischen Oslo, Göteborg und Hamburg verkehren. Dort soll ein grüner Schifffahrtskorridor entstehen. Hamburg investiert bereits in den Aufbau von Landstrominfrastruktur – zur Versorgung von Schiffen am Kai sowie zum Laden der Hybridhafenfähren.

„Wir bauen nicht nur elektrische Schiffe“, betont Fridtjof Eitzen, Chef und einer der Gründer von Zen. „Wir schaffen die Infrastruktur, die die Elektromobilität in der Schifffahrt unumgänglich macht.“

Dazu gehöre die Einrichtung von Ladeinfrastruktur auf den Routen der E-Schiffe, Energiemanagementsystem und Software für das Flottenmanagement. Langfristig sollen die Schiffe ferngesteuert oder gar autonom agieren – wie es das Konzept für den 2021 vom Stapel gelaufenen Frachter Yara Birkeland vorsieht.

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Die Eitzen Group hat das Projekt im Juni vergangenen Jahres angekündigt. Der norwegische Staat fördert das Projekt mit 200 Millionen norwegischen Kronen, umgerechnet etwa 18,1 Millionen Euro.

„Elektrische Schifffahrt ist erst der Anfang der Geschichte“, sagte Eitzen. „Die langfristige Chance besteht darin, den Seehandel auf der Grundlage eines einfacheren, saubereren und intelligenteren Betriebssystems neu zu gestalten.“


(wpl)



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Meta-Partner EssilorLuxottica stärkt Eigenständigkeit mit neuer Partnerschaft


Der europäische Brillenkonzern und weltgrößte Brillenhersteller EssilorLuxottica hat eine langfristige Partnerschaft mit dem US-Technologiekonzern Applied Materials bekannt gegeben. Die Vereinbarung sieht vor, dass die Partner gemeinsam optische Systeme für Smart Glasses und AR-Brillen entwickeln.

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EssilorLuxottica solle seine Erfahrung mit Brillengläsern, Fassungen und Smart Glasses einbringen, während Applied Materials seine Expertise in Materialtechnik und Waveguide-Technologien beisteuern werde, heißt es in der Ankündigung.

Waveguides gelten als Schlüsselkomponente transparenter Brillendisplays: Sie leiten das Licht einer Bildquelle in das Brillenglas und lenken es so ins Auge, dass im Sichtfeld ein Bild erscheint. Die gemeinsame Forschung soll in einem eigens eingerichteten Gemeinschaftslabor auf dem Silicon-Valley-Campus von Applied Materials stattfinden. Dort soll neben Waveguides auch an neuen Materialien und adaptiven Linsen geforscht werden.

Applied Materials zählt zu den weltweit größten Ausrüstern der Halbleiterindustrie und erzielte im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von rund 28 Milliarden US-Dollar. Der Konzern ist auf hochpräzise Fertigungsprozesse spezialisiert, wie sie für moderne Chips und Displays benötigt werden.

Diese Expertise lässt sich auf die Herstellung von Waveguides übertragen: Auch sie benötigen extrem feine Strukturen, die mit hoher Präzision auf optische Substrate aufgebracht werden. Mit solchen Waveguides ist Applied Materials bereits in Produkten wie der RayNeo X3 Pro vertreten.

EssilorLuxotticas Partnerschaft mit Applied Materials lässt sich als Investition in technologische Eigenständigkeit einordnen. Bislang kommt ein Großteil der Technologie in den gemeinsam mit Meta entwickelten Smart Glasses von Meta und Metas Fertigungspartnern. Die Waveguides der Meta Ray-Ban Display etwa werden vom deutschen Spezialglashersteller Schott in Malaysia gefertigt.

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Der Aufbau eigener Partnerschaften und Waveguide-Kompetenzen könnte EssilorLuxottica eines Tages in die Lage versetzen, eigene Smart Glasses mit Display und vollwertige AR-Brillen unabhängiger von Meta zu entwickeln. Und dafür sorgen, dass der italienisch-französische Brillenkonzern langfristig nicht nur Metas Brillenpartner bleibt, sondern zum Mitgestalter zentraler Smart-Glasses-Technologien wird.


(tobe)



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Gamingmäuse unter Linux einstellen | heise online


Wer regelmäßig am PC zockt, schätzt hochwertige, fürs Gaming optimierte Eingabegeräte. Die sehen nicht nur schicker aus als die Standard-Büroaustattung, sondern haben auch sonst einige Vorteile: Mäuse und Tastaturen sind robuster und minimieren Verzögerungen zwischen Eingabe und Reaktion auf dem Bildschirm durch höhere USB-Abfrageraten (USB-Polling). Die Empfindlichkeit der Mäuse ist zwischen träge und extrem nervös fein einstellbar, zwischen gespeicherten Konfigurationen schaltet eine DPI-Taste schnell um. Außerdem lassen sich Farbe und Blinkmuster der Tastenbeleuchtungen frei wählen. Doch die dazu nötigen Programme stellen die Hersteller nur für Windows und macOS bereit. Die wachsende Zahl der Gamer unter Linux bleibt außen vor. So ersparen sie sich zwar überfrachtete Hintergrundprogramme mit Datensammelwut und Cloudanbindung, müssen jedoch zum Einstellen selbst tätig werden.

Vor einigen Jahren haben wir Gamingtastaturen getestet, darunter die Logitech G910 Orion Spectrum. Die gefiel mit leisen, schnellen Tasten, doch leuchtete und blinkte sie bei jedem Einschalten wie ein Weihnachtsbaum. Erst nach dem Start des Windows-Hintergrundprogramms Logitech GHub wechselte sie auf das eingestellte statische Blau. Unter Linux schaffte G810-LED Abhilfe, ein kleines Progrämmchen für die Eingabezeile. Mit den Kommandos -an 0000FF --startup-mode gestartet speicherte es die Vorgabe blaue Tastenbeleuchtung dauerhaft in der Tastatur.

  • Viele Mäuse und Tastaturen gängiger Hersteller lassen sich auch mit Linux-Tools konfigurieren.
  • Die Open-Source-Lösungen für Linux erkennen ältere Modelle eher als neuere.
  • libratbag-Device-Dateien mancher älteren Geräte lassen sich anpassen, sodass neuere Nachfolgermodelle erkannt werden.


Zwei Pinguine vor petrolfarbenem Hintergrund

Zwei Pinguine vor petrolfarbenem Hintergrund

(Bild: 

Liane M. Dubowy / KI / heise medien

)

Wer spielen will, braucht Windows: Das stimmt schon lange nicht mehr. Unzählige Indie-Games und AAA-Titel laufen einwandfrei unter Linux – in der Regel ohne Frickelei. Wir stellen Linux-Distributionen fürs Gaming sowie praktische Gaming-Tools vor.

Für Linux gibt es verschiedene, teils herstellerabhängige Lösungen, um Tastaturen, Mäuse und andere Gamingperipherie anzupassen. Einige stellen wir im Folgenden vor. Das Beispiel zeigt aber, dass eine Google-Suche nach einem bestimmten Modell lohnen kann. Vielleicht waren Sie nicht alleine mit den Einstellproblemen. Allerdings gilt auch: Je neuer das Maus- oder Tastaturmodell ist, desto unwahrscheinlicher ist es, dass das Konfigurieren unter Linux funktioniert. Dann hilft nur ein Bekannter mit Windows-PC, der die zeitweise Installation der Herstellersoftware erlaubt. Wenn die Wunscheinstellungen erst einmal im Festspeicher des Eingabegeräts stehen, funktionieren diese an jedem PC und auch mit Linux.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Gamingmäuse unter Linux einstellen“.
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Baidu und Postauto testen in der Schweiz für Robotaxidienst AmiGo


Der chinesische Technologiekonzern Baidu und der Verkehrsbetrieb Postauto starten mit einem Robotaxidienst in der Schweiz. Die Schweizer Verkehrsbehörde Bundesamt für Strassen (Astra) hat eine Sondergenehmigung für den On-Demand-Dienst AmiGo erteilt.

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Die Testfahrten mit den teilautomatisierten Fahrzeugen (SAE Level 4) vom Typ Apollo Go RT6 haben Anfang des Monats begonnen, wie Baidu mitteilte. Die Astra hat ein 80 Quadratkilometer großes Einsatzgebiet in den Ostschweizer Kantonen St. Gallen, Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden dafür freigegeben. Bei den Fahrten ist zur Sicherung jeweils ein Mensch an Bord.

„Mit AmiGo machen wir automatisierte Mobilität im öffentlichen Nahverkehr erfahrbar“, sagte Postauto-Chef Stefan Regli. „Die Sondergenehmigung der Astra zeigt, dass wir den Betrieb schrittweise und unter klar definierten Sicherheitsauflagen umsetzen können. Unser Fokus liegt darauf, einen sicheren und zuverlässigen Dienst aufzubauen, der den bestehenden öffentlichen Nahverkehr sinnvoll ergänzt.“

AmiGo ist ein Gemeinschaftsangebot der Baidu-Tochter Apollo Go und des Schweizer Verkehrsbetriebs Postauto, das On-Demand-Mobilität anbieten soll. Angekündigt wurde es Ende 2025. Der Start für den regulären Dienst, der bis zu 25 Fahrzeuge umfassen soll, ist laut Postauto spätestens für das erste Quartal kommenden Jahres geplant. Nach Ende der Testphase sollen die Fahrzeuge ohne Sicherheitspersonal an Bord unterwegs sein.

Der chinesische Digitalkonzern Baidu, ursprünglich Betreiber einer Suchmaschine, beschäftigt sich schon seit knapp zehn Jahren mit dem autonomen Fahren. 2017 initiierte der Konzern das Projekt Apollo, um die entsprechende Software zu entwickeln und diese kostenlos zur Verfügung zu stellen. Seit 2023 darf Baidu Robotaxis regulär einsetzen.

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Ende März kam es in der chinesischen Stadt Wuhan zu einem Systemausfall bei Baidu, infolgedessen rund 100 Robotaxis auf den Straßen liegen blieben.


(wpl)



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