Künstliche Intelligenz
Raspberry Pi OS: Sanfte Versionspflege
Gegen Ende der vergangenen Woche haben die Raspberry-Pi-Entwickler das Betriebssystem Raspberry Pi OS (ehemals Raspbian) in aktualisierter Version veröffentlicht. Es handelt sich um dezente Versionspflege, größere Neuerungen enthält die neue Fassung nicht.
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Die Release-Notes für die offenbar bereits am Donnerstag vergangener Woche veröffentlichte Fassung des Betriebssystems für die Einplatinencomputer (SBC, Single Board Computer) bleibt daher auch recht kurz. Am augenfälligsten ist der offizielle Wechsel auf den Linux-Kernel 6.18.3. Der entstammt der Long-Term-Support-Linie 6.18, die Linus Torvalds im November freigegeben hatte. Die Firmware kommt ebenfalls in aktualisierter Version mit. Der Wayland-Window-Manager labwc ist auf Stand 0.9.7. Für Touchscreens sind neue Standard-Zuordnungen eingezogen. Das python3-flask-Modul haben die Programmierer entfernt. Das aktualisierte Raspberry Pi OS umfasst auch kosmetische Änderungen wie neue Icons.
Einige nervende Fehler haben die Programmierer Raspberry Pi OS abgewöhnt: In piclone hat ein Handler zum Schließen der App gefehlt, das Drucker-Plug-in konnte beim Schließen hängen bleiben. In der Lautstärkesteuerung konnte das Audio-Eingabegerät falsch ausgewählt sein. Zudem ließ sich der oberste Eintrag in Hauptmenüs nicht korrekt mit der Tastatur aktivieren.
Raspberry Pi OS: Aktualisierung durchführen
Wer zwischendurch das System etwa durch den Aufruf von sudo apt update && sudo apt dist-upgrade auf den aktuellen Stand bringt, hat die ganzen Aktualisierungen bereits erhalten. Eine Neu- oder Überinstallation ist nicht nötig. Wer möchte, kann jedoch auch auf der Download-Seite des Projekts die aktuellen Abbilder herunterladen, um sie etwa frisch auf SD-Karte zu verfrachten.
Im April haben die Entwickler mit Raspberry Pi OS 6.2 einen größeren Sprung vollzogen. Die Fassung versprach etwa verbesserte Sicherheit, unter anderem durch das Deaktivieren des passwortlosen sudo. Die Maintainer hatten das Release daher auch als Sicherheitsupdate bezeichnet.
(dmk)
Künstliche Intelligenz
Renault Megane E-Tech überarbeitet: Umstellung auf LFP-Batterie
Ein gewisser Mut lässt sich Renault schwerlich absprechen: Zu Start im Jahr 2022 boten die Franzosen das Basismodell des Megane E-Tech nur mit einem einphasigen Wechselstromlader an. Es gab keine Chance, die Batterie an Gleichstrom zu ertüchtigen. Die Abstimmung mit den Füßen muss überwältigend gewesen sein, denn nach nur vier Monaten war diese Version verschwunden. Im vergangenen Jahr flog dann auch die Batterie mit 40 kWh aus dem Sortiment. Jetzt gibt es eine kleine Modellpflege, die das Auto optisch ein wenig verändert und eine andere Batterie mitbringt.
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„Lebendiger und straffer“
An den Abmessungen ändert sich praktisch nichts. Mit 4,2 m ist der Megane E-Tech etwa so lang wie ein Opel Mokka (Test) oder ein Skoda Epiq. Sein Radstand misst 2,69 m, der Kofferraum fasst je nach Messmethode 389 (VDA) oder 440 Liter. Das neue Design verändere den Megane E-Tech laut Hersteller grundlegend. Eine neue Lichtsignatur verleihe der Front einen „lebendigeren Eindruck“ und eine „straffere Haltung auf der Straße“. Ein Markenlogo unterhalb der Motorhaube verändere subtil die optische Wahrnehmung, indem es deren nach vorn geneigte Haltung betone. Den originellen Verfassern dieser Umschreibungen lässt sich jedenfalls keine mangelnde Kreativität nachsagen.
Das Infotainmentsystem bekommt ebenfalls ein paar Neuerungen mit auf den Weg. Für drei Jahre ist ein Datenvolumen inklusive, mit dem sich monatlich 40 Stunden lang Musik oder drei Stunden Videos streamen lassen. Eine Kamera zur Überwachung der Fahreraufmerksamkeit musste für die kommenden gesetzlichen Vorschriften ohnehin installiert werden. Wer mag, kann die Gesichter unterschiedlicher Fahrer hinterlegen. Das Auto erkennt dann, wer einsteigt, und wählt das entsprechende Profil samt der zuvor gespeicherten Sitzposition. Wenn das gut funktioniert, wäre Renault in diesem Punkt weiter als beispielsweise Skoda in seinen E-Autos. Dort lässt sich nicht einmal der Schlüssel einem Profil zuordnen. Renault betont, die dafür notwendigen Daten würden nicht auf einem Server gespeichert, sondern verblieben im Auto. Entsprechend ausgerüstete Smartphones können induktiv mit dem Qi2-Standard oder über MagSafe auf dem iPhone gehalten und geladen werden.

Renault
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Smarter Fahrmodus
Fahrmodi gibt es weiterhin, doch ein Smart-Modus soll automatisch erkennen, was gerade gefragt ist – beispielsweise beim Überholen. Erweitert hat Renault zum Teil auch die Assistenten. Der adaptive Tempomat erkennt nun auch seitlich Fahrzeuge und soll so ein automatisiertes Überholen rechts vermeiden. Auf dem Display in der Mitte gibt es einen Safety Monitor, der während der Fahrt Mini-Tipps in Textform anzeigt. Sollte jemand auf die Idee kommen, sich diese unterwegs tatsächlich durchzulesen, schreitet hoffentlich die Aufmerksamkeitsüberwachung ein. Außerdem rollt Renault die neue App „my rnlt“ aus, die wieder einmal effizient und zuverlässig mit einer einfachen und nahtlosen Bedienung überzeugen soll.
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Technisch besteht die wohl größte Veränderung in der Umstellung der Zellchemie der Traktionsbatterie. Sie setzt nun auf Lithium-Eisenphosphat und nicht mehr auf Nickel, Mangan und Kobalt. Statt 60 kWh hat sie einen nutzbaren Energiegehalt von 67 kWh. Die Reichweite im WLTP gibt Renault mit bis zu 500 km an, bislang waren es 452 km. Einen Verbrauch im Zyklus nennt der Hersteller noch nicht, wird dafür aber bei Ladezeit und Leistung schon konkret.
22-kW-AC-Laden gegen Aufpreis
In der Spitze kann die neue Batterie mit bis zu 165 kW geladen werden. An Wechselstrom sind serienmäßig 11 kW möglich. Wer mag, kann gegen Aufpreis auch einen AC-Lader ordern, der mit bis zu 22 kW Strom in die Batterie holt. Bislang kostete das 1000 Euro Aufpreis. Mit Gleichstrom soll die Aufladung von 15 auf 80 Prozent in 24 Minuten gelingen. Bezogen auf den Netto-Energiegehalt bedeutet das: in dieser Zeit werden 43,55 kWh mit durchschnittlich 109 kW nachgeladen. Zum Vergleich: Ein VW ID.3 Neo mit 58-kWh-LFP-Batterie kommt zwischen 10 und 80 Prozent auf eine durchschnittliche Nettoladeleistung von knapp 94 kW, ein Leapmotor B05 mit 67-kWh-Batterie auf 117 kW. Eine Vorkonditionierung der Batteriezellen bieten alle drei. Im Renault kann die Traktionsbatterie auch für externe Verbraucher angezapft werden.
Unverändert bleibt der E-Motor. Er leistet 160 kW, bietet 300 Nm Drehmoment und kommt ohne Metalle der Seltenen Erden aus. Gebaut wird er im französischen Cléon. Damit dürften sich auch die Fahrleistungen kaum ändern. Renault nannte bislang 160 km/h Spitze und 7,4 Sekunden im Standardsprint. Da der überarbeitete Megane E-Tech mit 1772 immerhin 53 kg mehr wiegt als sein direkter Vorgänger, könnte es hier noch leichte Verschiebungen geben.

Der überarbeitete Renault Megane E-Tech sollte spätestens im Herbst bei den Händlern stehen.
(Bild: Renault)
Ab wann für welchen Preis?
Unklar ist derzeit, wann genau der modellgepflegte Megane genau auf den Markt kommt. Auch zum Preis äußerte sich Renault noch nicht. Bislang kostete er offiziell mindestens 41.000 Euro. Vorstellbar ist, dass sich in dieser Hinsicht etwas bewegt. Schließlich wird der Konkurrenzdruck derzeit keineswegs geringer.
(mfz)
Künstliche Intelligenz
Android 17: Bekannte Bugs und erste Lösungen
Für das Pixel 6 und neuere Modelle steht seit einigen Tagen das große Update auf Android 17 zur Installation bereit. Google hat bei der neuen Version zwar viele Fehler behoben, aber trotz der monatelangen Betaphase wohl auch einige übersehen, die auf Geräten sämtlicher Pixel-Generationen auftreten können, aber nicht müssen.
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Verbindungsprobleme
Wie unter anderem einige Nutzerinnen und Nutzer auf Reddit schreiben, haben ihre Geräte nach dem Update auf Android 17 Probleme, sich mit dem WLAN zu verbinden. Stattdessen laufe sämtlicher Datenverkehr über die mobile Datenverbindung, obwohl das WLAN-Symbol angezeigt wird. Reddit-Nutzer berichten, dass die WLAN-Verbindung offenbar nur einige Apps betreffe. Offenbar behebt das letzte Google-Play-Dienste-Update den Fehler, wie ein Redditor schreibt. Nutzer spekulieren, dass es ein IPv6-Fehler sein könnte: Hat der heimische Router IPv6-Unterstützung, sollte man diese aktivieren.
Auch über eine fehlende 5G-Verbindung beschweren sich Nutzer unter anderem im Google-Pixel-Subreddit. Ihre Pixel-Geräte verschiedener Generationen funkten nur noch im LTE-Netz.
Ein Google-Support-Mitarbeiter antwortete in dem Thread und verlinkte ein Support-Dokument, das Nutzern bei der Behebung ihrer Verbindungsprobleme helfen könnte. Der ursprüngliche Verfasser des Beitrags entgegnete, dass ihm die Lösung eines anderen Redditors bei der Problemlösung geholfen habe. Er konnte die 5G-Verbindung wiederherstellen, indem er sein Pixel 9 Pro in den Reparaturmodus versetzt und dann neu gestartet habe. Bei anderen sei die eSIM nach der Aktualisierung komplett gelöscht worden. Hier hilft jedoch offenbar nur die erneute Installation.
Touchscreen
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Wie unter anderem Android Authority berichtet, beobachten Reddit-Nutzer Probleme bei der Bedienung: Ihre Smartphones ignorieren entweder die Toucheingaben komplett oder interpretieren vertikale Wischgesten falsch. Wische man etwa nach oben, um im Social-Media-Feed nach unten zu scrollen, verfrachtet Android 17 den Nutzer direkt wieder an den Anfang der Seite.
Auch hier hat ein Pixel-Community-Moderator eine mögliche Lösung parat: Er empfiehlt, den Cache der „Pixel Launcher“-App zu leeren. Hierfür öffnet man die Einstellungen > Apps > Alle Apps anzeigen > App Pixel Launcher > Speicher & Cache > und wählt „Cache leeren“.
Zudem rät der Moderator, das Smartphone im abgesicherten Modus neu zu starten. Falls es darin einwandfrei funktioniere, sei eine App eines Fremdanbieters Ursache des Problems.
Sollte Googles Lösung nicht funktionieren, könnte das Ein- und Ausschalten der Funktion „Smooth Display“ in den Displayeinstellungen helfen.
Verlorene Widgets
Kurios ist außerdem, dass Nutzer nach dem Update berichten, dass Widgets auf dem Homescreen nicht mehr angezeigt werden. Das Problem scheint nicht sonderlich weitverbreitet zu sein und trete offenbar nur auf Smartphones auf, auf denen ein zusätzliches Arbeitsprofil eingerichtet ist. Google hat bereits auf den Fehler reagiert und sagt, man arbeite an einer Lösung, die mit einem künftigen Update verteilt werde.
Falls ein Gerät von diesem Fehler betroffen sein sollte, könne man das Problem offenbar beheben, indem man das Arbeitsprofil vom Gerät entfernt, es neu startet und die Widgets manuell wieder einfügt. Weitere mögliche temporäre Lösungen sind laut 9to5Google das kurzzeitige Deaktivieren und Reaktivieren oder Archivieren der betroffenen Apps. Ebenso habe auch das Umschalten in den Fokusmodus vorübergehend geholfen, schreiben Redditoren.
(afl)
Künstliche Intelligenz
Lore: Epic Games‘ Git-Alternative für Spieleentwickler
Epic Games hat das Open-Source-Versionskontrollsystem (VCS) Lore veröffentlicht. Konzipiert ist es für Projekte, die Code mit großen Binärdateien kombinieren, wie sie typischerweise in der Spielebranche und der Unterhaltungsindustrie vorkommen. Damit schließt Lore eine Lücke, die bislang kein anderes VCS adressiert hat. Im Unreal Editor for Fortnite (UEFN) nutzt Epic Games Lore bereits.
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Laut Designdokument eignet sich das in Rust geschriebene und zentralisierte Lore besser als andere VCS für große Spiele- und Unterhaltungsprojekte. Denn es verfügt über beliebige Inhaltstypen, eine Skalierbarkeit entlang mehrerer Achsen, mandantenfähige Sicherheit sowie eine vollständig offene Spezifikation und Lizenz. VCS-Konkurrenten wie Git, Perforce oder Mercurial können die genannten Anforderungen nicht gleichzeitig erfüllen, so Epic Games.
Gleichbehandlung von Code und Dateien
Das vormals als Unreal Revision Control bekannte Lore besteht aus zwei Systemen: einem inhaltsadressierten Merkle-Baum-Speichersystem mit BLAKE3-Hashes, das sämtlichen Content dedupliziert vorhält und veränderliche Inhalte wie Metadaten separat speichert, und einem darauf aufbauenden VCS. Clients laden nur die benötigten Daten nach. Große Dateien teilt Lore in kleinere Chunks auf, sodass anschließend nur geänderte Abschnitte neu hochgeladen werden müssen.
Auf GitHub stehen neben dem Quellcode und OS-Binaries (unterstützte Systeme sind Windows, macOS und Linux) ein CLI und Server-Binaries für das MIT-lizenzierte Lore bereit. SDKs gibt es für JavaScript, Python, C# und Go.
Für Entwicklerinnen und Entwickler, die mit Lore loslegen wollen, gibt es eine Schnellstartanleitung. Da Lore Version 1.0 noch nicht erreicht hat, können sich Schnittstellen, Formate und APIs noch zwischen Releases ändern. Was genau geplant ist, lässt sich in der Lore-Roadmap nachlesen.
(mro)
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